#1

Detailfrage zur Grenzabfertigung

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 27.08.2011 17:33
von 1000 Berlin 30 | 6 Beiträge

Auf der Seite des BStU gibt es ein (leider tonloses) Video, dass sehr interessant verschiedene Abläufe bei der Abfertigung von Reisenden an verschihedenen GüSTen zeigt
(http://www.bstu.bund.de/DE/Wissen/DDRGes...html?nn=2191198).

In diesem Zusammenhang einige Fragen:

In Minute 12:05 sieht man, wie der Kontrolleur den Passkontrollstempel mit einer Schnur sichert. Kurz danach geschieht das gleiche mit dem von ihm mitgebrachten Kugelschreiber. Im Minute 33:35 sieht man an einer Staßen-GüST in einem Abfertigungsgebäude ebenfalls Stempel und Kugelschreiber befestigt.
Dass der Stempel vor Diebstahl o. ä. gesichert werden soll, ist ja durchaus noch eingängig. Aber der Kugelschreiber? Oder handelte es sich hier nicht um "gewöhnliche" Kugelschreiber? Und wieso im abgeschlossenen Abfertigungsgebäude das gleiche? Da kann doch niemand einfach mal durchs Fenster greifen, und etwas mitgehen lassen.

In Minute 15:40 sieht man, wie der Abfertiger ganz offensichtlich in der Fahndungskartei den Reisenden überprüft. Leider sieht man nicht sehr deutlich, was auf den Karten steht. Nur der Name und das Geburtsdatum oder noch ergänzende Angaben? Woher wusste der Abfertiger denn, was er machen musste, wenn er einen Treffer in der Fahndungsliste gefunden hatte? Wurde da immer gleich Alarm geschlagen, wie im Video?

Was geschah denn bei der Abfertigung im Zug? Schleppten die Abfertiger im Kontrollkoffer telefonbücherdicke Karteien mit sich herum, oder wurde da nur im Nachhinein anhand der Visumdurchschläge, Zählkarten, etc. gefahndet? Wie sahen denn ggf. die Karteien hier aus?

Danke!


nach oben springen

#2

RE: Detailfrage zur Grenzabfertigung

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 27.08.2011 17:54
von eisenringtheo | 9.164 Beiträge

Zitat von 1000 Berlin 30
(...) Was geschah denn bei der Abfertigung im Zug? Schleppten die Abfertiger im Kontrollkoffer telefonbücherdicke Karteien mit sich herum, oder wurde da nur im Nachhinein anhand der Visumdurchschläge, Zählkarten, etc. gefahndet? Wie sahen denn ggf. die Karteien hier aus?

Danke!



Im Falle einer Unregelmässigkeit wurde der Fahrgast aufgefordert, an der Grenzstation auszusteigen und sich mit dem Zollbeamten oder Passkontrolleur "zur Abklärung eines Sachverhaltes" zum Zollgebäude zu begeben. Das habe ich mal bei einem Fahrgast miterlebt, der in Gerstungen aus meinem Abteil gebeten wurde, aber noch vor der Abfahrt des Zuges wieder zurück war.
Theo


nach oben springen

#3

RE: Detailfrage zur Grenzabfertigung

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 27.08.2011 20:14
von Feliks D. | 8.887 Beiträge

Zitat von 1000 Berlin 30
In Minute 15:40 sieht man, wie der Abfertiger ganz offensichtlich in der Fahndungskartei den Reisenden überprüft. Leider sieht man nicht sehr deutlich, was auf den Karten steht. Nur der Name und das Geburtsdatum oder noch ergänzende Angaben? Woher wusste der Abfertiger denn, was er machen musste, wenn er einen Treffer in der Fahndungsliste gefunden hatte? Wurde da immer gleich Alarm geschlagen, wie im Video?



Dazu mal eine grunsätzliche Information eines ehem. MA der PKE der leider nicht mehr im Forum aktiv ist

In die Fahndungskartei kamen Personen, die weder aus der DDR ausreisen oder in die DDR einreisen durften, aber dazu kamen noch andere, z. B. operativ interessante Personen, von denen die bearbeitende Diensteinheit (z. B. KD des MfS) wissen wollte, wann sie wohin reisen. Weiterhin waren viele Prominente meist Künstler unter den F-Objekten (also Fahndungsobjekten), deren Reise oft avisiert war.

Wurde über die Fahndungskartei dann ein F.-Objekt "gestellt", mussten die in der Kartei für das betreffende Objekt bezeichneten Maßnahmen durchgeführt werden (dazu gab es eine Maßnahmekartei). Diese Maßnahmen waren in einem Nummernsystem verschlüsselt. Das konnte eine bevorzugte Abfertigung ohne Zollkontrolle sein (Z. B. bei "Staatskünstlern" wie Gisela May, Ludwig Güttler, Willi Sitte). Es konnte aber auch das Gegenteil sein, also tiefgründige Zollkontrolle. Auch eine nach außen sichtbare tiefgründige Zollkontrolle ohne etwas zu finden. Eben bis zur Festnahme der Person (was z. B. für Weinhold oder Stiller gegolten hätte).

Oft sollte über das OLZ (Operative Leitzentrum der Abt. VI) auch nur die Diensteinheit informiert werden, die das F.-Objekt in die Fahndung gelegt hat. Im vertragsgebundenen Transit (also hier leicht OT) gab es Fahndungsobjekte, deren Ein- und Ausreisezeitpunkt dokumentiert werden musste mit sofortiger Meldung an das OLZ. Dafür gab es auf der Transvisaanlage einen aus fünf ausgewählen Buchstaben des Alphabetes (sogenannte "Raketenbuchstaben"). Z. B. eine Fahrzeugbesatzung hatte 2 Kinder, 2 Erwachsene und darunter ein solches F.-Objekt, dann stand da 2/2/P, wobei P eben zu dieser Zeit eine solcher Raketenbuchstabe war. Nichtfahndungsobjekte bekamen einen anderen Buchstaben drauf.

An der Ostgrenze wurde , so gehe ich mal davon aus, auch anders gefahndet z. B in der Ausreise. Da ging man mit einer "kleinen" Fahndungskartei z. B. durch den Reisebus. In dieser Kartei waren dann nur die ganz wichtigen Objekte eingelegt. Die Kartei enthielt nicht den vollständigen Namen sondern nur schlüssige Fragmente, die im Zusammenhang mit dem Geburtsdatum wieder eindeutig waren. Das gab es an der Westgrenze nicht.

Da wurden alle Reisenden in Richtung DDR/Polen/CSSR/WB/Flughäfen in der großen Fahndungskartei geprüft. Eine Kiste von vielleicht 60 * 50 cm mit schmalen Karten von jeweils mehr als 20 Namen. Meist waren das, nach meiner Erinnerung BRD-Bürger/WB, oft ehemalige DDR-Bürger, die zwar im Transitverkehr reisen durften, aber nicht in die DDR einreisen durften.

Im Bereich Ausreise aus der DDR (also alle Verkehrskategorien in Richtung Westen) gab es nur noch eine kleine Fahdungskartei. Diese Karteien wurden ständig aktualisiert.

Über die Berliner Grenze kann ich gar nichts aussagen, wird aber ähnlich gewesen sein, mit den Besonderheiten an bestimmten Übergängen.


Was ich zu sagen hatte habe ich gesagt, nun fürchte ich das allerletzte Wort. Der Sprache Ohnmacht hat mich oft geplagt, doch Trotz und Hoffnung gab ich niemals fort! Mir scheint die Welt geht aus den Fugen bringt sich um, die vielen Kriege zählt man schon nicht mehr. Auch dieses neue große Deutschland macht mich stumm, der Zorn der Worte und die Wut wird mehr. Die Welt stirbt leise stilles Schreien hört man nicht, es hilft kein Weinen und man sieht's nicht im Gesicht. Wer einen Menschen rettet rettet so die Welt, am Ende überleben wir uns doch. Nur wir bestimmen wann der letzte Vorhang fällt, still und leise verlassen wir die Welt!

Macht es gut Freunde!
nach oben springen

#4

RE: Detailfrage zur Grenzabfertigung

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 27.08.2011 23:20
von 1000 Berlin 30 | 6 Beiträge

@Feliks

Sehr interessant, danke fürs Posten!

Wenn ich das richtig verstehe, hatte der Abfertiger also auf der Karte eine Nummernreihe, anhand derer er entscheiden konnte, was er mit dem "Fahndungsobjekt" machen sollte. Hatte der Zoll dann auch Zugriff auf die Kartei? Der Abfertiger wird ja wohl nicht zum Zöllner hingegangen sein, um ihm zu sagen, dass eine bestimmte Person bevorzugt gründlich oder bevorzugt schnell zu kontrollieren sei. Das wäre wohl sehr auffällig gewesen...


nach oben springen

#5

RE: Detailfrage zur Grenzabfertigung

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 28.08.2011 00:59
von passport | 2.628 Beiträge

Leider funktioniert das Video bei mir nicht. Liegt wahrscheinlich an der Übertragungsrate des UMTS-Stiftes .
1. Kugelschreiber, PKS sowie alle Dienstsiegel waren mit einem Gummiband plus Befestigungclip versehen. Wurde eingeführt als in Mbn./A. ein Dienstsiegel des MfAA verloren gegangen ist.
Betreff Transit-Güst Westgrenze

2. Es gab unterschiedliche Fahndungsdateien.
1.A. Fahndungskartei im vertragsgebundenen Transit BRD-WB.
1.B. Fahndungskartei Einreise DDR / Transit 3. Staaten.
1.C. Ausreisekartei DDR / Transit 3. Staaten

Reihenfolge der Information bei Fahndungsfeststellung.
Fahnder übergibt F-Objekt an den Fahndungsralisierer (Fahnderkartei sind nur Name, Vorname und Geb.-Datum vermerkt ). Fahndungsrealisierer zieht aus der Realisiererdatei die Karte des F-Objektes. Auf der Realisiererkartei sind die Angaben zum F-Objekt konkreter zB. Adresse. Alle F-Objekte hatten eine 6-stellige Nummer. Fahnder arbeitete Alphabetisch, Realisierer Numerisch um das F-Objekt zu finden. Auf der Realisiererkartei waren auch die durchzuführenden Maßnahmen enthalten. Das geschah alles konspirativ, es wurde kein Alarm ausgelöst. Das Fahndungsobjekt sollte ja von diesen Maßnahmen nichts mitbekommen. Nach Erledigung aller Maßnahmen und Weiterfahrt des F-Objektes wurde im Nachgang das OLZ der Abt. VI telef. verständigt. Selbstverständlich wurden alle Fahndungsdateien vor den Reisenden sowie den MA der PKE die keine Fahndungsberechtigung hatten, geheim gehalten

Gruß

passport


zuletzt bearbeitet 28.08.2011 01:07 | nach oben springen

#6

RE: Detailfrage zur Grenzabfertigung

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 28.08.2011 02:01
von StabsfeldKoenig | 2.633 Beiträge

In dem Koffer der Paßkontrolle war offensichtlich ein Fahndungsbuch. An den Grenzübergängen zur CSSR hatten die Paßkontrolleure immer ein Buch im Koffer, in dem sie blätterten, wenn sie einen Ausweis in der Hand hatten. Kugelschreiber waren (und sin z.T. auch heute) nicht nur auf Behörden, sondern auch in Geschäften und Büros "an die Leine gelegt", um den Schwund zu mindern.



nach oben springen

#7

RE: Detailfrage zur Grenzabfertigung

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 28.08.2011 03:06
von Büdinger | 1.502 Beiträge

Zitat von StabsfeldKoenig
In dem Koffer der Paßkontrolle war offensichtlich ein Fahndungsbuch. An den Grenzübergängen zur CSSR hatten die Paßkontrolleure immer ein Buch im Koffer, in dem sie blätterten, wenn sie einen Ausweis in der Hand hatten. Kugelschreiber waren (und sin z.T. auch heute) nicht nur auf Behörden, sondern auch in Geschäften und Büros "an die Leine gelegt", um den Schwund zu mindern.



Hallo StabsfeldKoenig ,

auf Grund meines Dienstes am Grenzübergang Bad Muskau möchte ich folgendes zu Deiner Aussage bemerken:

Von Mitte September bis 02.10.1990 (Grenzschutz Ost) hatten wir noch die DDR-Kartei. Ab 03.10.1990 bekamen wir für die Fahndung u. a. das Deutsche Fahndungsbuch (BRD-Recht). Dieses wurde mit Zunahme der technischen Abfragemöglichkeiten mittels Computer irgendwann in den 1990er Jahren abgeschafft, weil überflüssig, unhandlich, zu teuer (ständige Aktualisierungen).
Auch mussten die dort erfassten Fahndungen bei Treffern auch grundsätzlich auf Aktualität überprüft werden.

Gruß

Ricardo


.

Ich finde Menschen faszinierend, die meinen mich zu kennen.
Manchmal drängt es mich sie zu fragen, ob sie mir ein bisschen was über mich erzählen können ...

Ich übernehme die Verantwortung für alles, was ich sage, aber niemals für das, was andere verstehen!

.
nach oben springen

#8

RE: Detailfrage zur Grenzabfertigung

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 28.08.2011 09:32
von passport | 2.628 Beiträge

http://www.nva-forum.de/nva-board/index.php?showtopic=7729

Die Mitarbeiter der PKE Mbn./A benutzten diesen " Bauchladen " in der täglichen Abfertigung nicht. Bei den Kontrolleuren der Eisenbahn-Güsten war dieser Koffer normale Realität. Die Fahndungsmöglichkeiten in den Zügen war sehr begrenzt. Die Fahndungskartei umfasste nur den Anfangsbuchstaben des Namen und des Vornamen der betreffenden Person. Der Kontrolleur konnte nach Feststellung auf dem Duplikat des Transitvisum die Personalien ausschreiben um später die Identität zu klären. Einreisende Bürger wurden normal wie an den Autobahn oder Straßen-Güsten gefahndet. Die Fahndungskartei der Kontrolleure in den Zügen war in eine Kleine Blechkiste die zusätzlich durch eine Metallstange gegen verrutschen bzw. herausnehmen gesichert war.
Näheres könnte vielleicht ein MA einer Eisenbahn-Güst erläutern.

Gruß

passport


nach oben springen

#9

RE: Detailfrage zur Grenzabfertigung

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 28.08.2011 11:56
von Eumel | 139 Beiträge

Ist ein Schulungsvideo. Da wird alles ganz genau und langsam gemacht

Stempel und Kugelschreiber wurden im Trakt selber nicht gesichert. In der Ausreise gab es extra Stift zur Echheitsüberprüfung der Stempel.

Fahndung wurde seit den 80ern auf dem Bhf. Friedrichstraße auch anders gemacht. Nur in der DDR-Einreise gab es eine Kurzfahndung. Die war aber auf einem Blatt. Bei Ausreise war es die Kurzfahndung für Reisende BRD mit Tagesvisum. Ansonsten ging die Fahndung komplett per Kamera an extra Kollegen. Gefahndet wurde in der Einreise in der "Drefa" (Hatte Drewitz entwickelt). Im Prinzip waren da die kompletten Fahndungsziele drin. Gab dann noch Fahndung für Ausreise und Auto (die war am Bhf allerdings nicht so relevant).

Großteil der Fahndungsobjekte waren 510 bis 515 und ähnlich. Das bedeutet Meldung in irgendeiner Form über Einreise. Konnte weiter Angaben je nach Code beinhalten (Reiseziel, Mitreisende usw.), ging aber meist nur über Einreisezeitpunkt.
Sperren gab es auch recht häufig. Das waren meist Ex-DDR Bürger aber auch je nach Großwetterlage andere Personengruppen, wobei letztere meist nicht unter Sperren sondern operative Massnahmen fielen (200er Maßnahme-Block).
Avisierungen waren auch keine Seltenheit. Wie bereits geschrieben konnten das Promis sein, Politiker oder eben auch Kuriere. Ging da nicht nur unbedingt um eine Befreiung von der Zollkontrolle.

Ansonsten umfasste der Maßnahmekatalog eine sehr große Liste verfügbarer Möglichkeiten. Das ging eben von Festnahme bis zur Durchsuchung, Fotos anfertigen oder gedeckte Überwachung.

Noch kurz zum Ablauf. Bei Fahndungserfolg im Zug bzw. auf Kurzfahndung wurden die Angaben im der "großen Fahndung" (Drefa) überprüft. Hier wurden wie ja bereits geschrieben, auch alle anderen Personen abgeglichen. Gab es Übereinstimmungen in der Drefa wurde der Realisierer benachrichtigt und er übernahm die weitere Arbeit. Das bedeutet, Karte ziehen und weitere Angaben überprüfen. Passen die Angaben, sind die auf der Karte eingetragenen Maßnahmen durchzuführen. Zu den Trakten wurde per Nummerncode kommuniziert. Ausserhalb ging das auch per Telefon. Die Reisenden sollten ja nichts mitbekommen. Ging alles recht schnell.

Der gesamte Abfertigungsvorgang lag im Normalfall unter einer Minute. Bei Einreise DDR und Ausreise Tagesvisum wesentlich höher. Es gab da auch Richtlinien.


nach oben springen

#10

RE: Detailfrage zur Grenzabfertigung

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 28.08.2011 17:27
von eisenringtheo | 9.164 Beiträge

War eigentlich vorgesehen, Computer und Onlinedatenbanken einzuführen? Oder war das damals noch gar nicht so weit (Bin leider kein Computerinsider).
Theo


nach oben springen

#11

RE: Detailfrage zur Grenzabfertigung

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 28.08.2011 20:34
von passport | 2.628 Beiträge

Eindeutig JA.
Im Buch " Guten Tag, Passkontrolle der DDR " Seite 143 - bis 147 beschreibt der Autor die Anfänge der rechnergestützten Grenzfahndung

Gruß

passport


nach oben springen



Besucher
33 Mitglieder und 87 Gäste sind Online

Wir begrüßen unser neuestes Mitglied: loryglory
Besucherzähler
Heute waren 2802 Gäste und 171 Mitglieder, gestern 3414 Gäste und 170 Mitglieder online.

Forum Statistiken
Das Forum hat 14360 Themen und 557332 Beiträge.

Heute waren 171 Mitglieder Online:

Besucherrekord: 589 Benutzer (24.10.2016 20:54).

Xobor Ein eigenes Forum erstellen