#41

RE: Der Medizinische Dienst in den GT

in Grenztruppen der DDR 26.08.2011 11:43
von Feliks D. | 8.887 Beiträge

Hallo Huf ich bin begeistert.

ABV, 94 und nun auch Du.

Respekt


Was ich zu sagen hatte habe ich gesagt, nun fürchte ich das allerletzte Wort. Der Sprache Ohnmacht hat mich oft geplagt, doch Trotz und Hoffnung gab ich niemals fort! Mir scheint die Welt geht aus den Fugen bringt sich um, die vielen Kriege zählt man schon nicht mehr. Auch dieses neue große Deutschland macht mich stumm, der Zorn der Worte und die Wut wird mehr. Die Welt stirbt leise stilles Schreien hört man nicht, es hilft kein Weinen und man sieht's nicht im Gesicht. Wer einen Menschen rettet rettet so die Welt, am Ende überleben wir uns doch. Nur wir bestimmen wann der letzte Vorhang fällt, still und leise verlassen wir die Welt!

Macht es gut Freunde!
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#42

RE: Der Medizinische Dienst in den GT

in Grenztruppen der DDR 26.08.2011 13:10
von 94 | 10.792 Beiträge

Zitat von Huf
Ich habe jene Karten nie wieder gesehen.


Sah die vielleicht so aus ...

Quelle: http://www.profilm.de/insel/mieten/mieten.html


Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


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#43

RE: Der Medizinische Dienst in den GT

in Grenztruppen der DDR 26.08.2011 14:44
von exgakl | 7.223 Beiträge

also bei der WInternorm der Sturmbahn war der Fuchsbau enthalten, das weiss ich deshalb sehr genau, weil ich auf Grund dieser dämlichen Röhre und jetzt Achtung..... ich komme zum eigentlichen Thema..... den medizinischen Dienst im GAR Glöwen aufsuchen musstre.... Diagnose vom Zahnarzt... Zerrung Sprunggelenk

VG exgakl

P.S. Unteroffizier Huf..... weitermachen!


Man sollte niemanden mit Tatsachen verwirren, der sich seine Meinung schon gebildet hat....
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#44

RE: Der Medizinische Dienst in den GT

in Grenztruppen der DDR 26.08.2011 14:50
von Huf (gelöscht)
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naja, exgakl, det Du Probleme mit dem Fuchsbau hattest, war doch klar!

Schade, det ick seinerzeit Dich nich in meine Fänge hatte!

Wer jeht ooch zum Zahnarzt, wenn er wat anne Beene hat?

Heute zu späterer Stunde geht es weiter.

VG Huf

P.S.; Im Übrigen kommunizierst Du mit Ltn.d. R. Huf!


zuletzt bearbeitet 26.08.2011 14:57 | nach oben springen

#45

RE: Der Medizinische Dienst in den GT

in Grenztruppen der DDR 26.08.2011 14:54
von exgakl | 7.223 Beiträge

Huf damals war ich doch noch ein zartes Wesen... und der Zahnarzt hatte an dem Tag einfach Dienst... ick konnte mir da nichts aussuchen Ich war eben einfach viel zu flink für den gefrorenen Boden, aber wie heisst es immer bei der Tagescreme??? Was für den Arsch und die Beene jut iss, ,kann fürs Jesicht och nich schaden.... wa ey!


Man sollte niemanden mit Tatsachen verwirren, der sich seine Meinung schon gebildet hat....
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#46

RE: Der Medizinische Dienst in den GT

in Grenztruppen der DDR 26.08.2011 15:10
von Feliks D. | 8.887 Beiträge

Zitat von Huf

P.S.; Im Übrigen kommunizierst Du mit Ltn.d. R. Huf!



Klassisches Eigentor, lass wegtreten Huf


Was ich zu sagen hatte habe ich gesagt, nun fürchte ich das allerletzte Wort. Der Sprache Ohnmacht hat mich oft geplagt, doch Trotz und Hoffnung gab ich niemals fort! Mir scheint die Welt geht aus den Fugen bringt sich um, die vielen Kriege zählt man schon nicht mehr. Auch dieses neue große Deutschland macht mich stumm, der Zorn der Worte und die Wut wird mehr. Die Welt stirbt leise stilles Schreien hört man nicht, es hilft kein Weinen und man sieht's nicht im Gesicht. Wer einen Menschen rettet rettet so die Welt, am Ende überleben wir uns doch. Nur wir bestimmen wann der letzte Vorhang fällt, still und leise verlassen wir die Welt!

Macht es gut Freunde!
zuletzt bearbeitet 26.08.2011 15:11 | nach oben springen

#47

RE: Der Medizinische Dienst in den GT

in Grenztruppen der DDR 26.08.2011 15:19
von exgakl | 7.223 Beiträge

ich glaube den Unterschied zwischen Reserveoffizieren und richtigen Offizieren haben wir schon in einem anderen Thread erörtert


Man sollte niemanden mit Tatsachen verwirren, der sich seine Meinung schon gebildet hat....
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#48

RE: Der Medizinische Dienst in den GT

in Grenztruppen der DDR 26.08.2011 15:21
von Huf (gelöscht)
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Es gibt einen Thread im Mitgliederbereich!


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#49

RE: Der Medizinische Dienst in den GT

in Grenztruppen der DDR 26.08.2011 15:24
von exgakl | 7.223 Beiträge

um wieder zum eigentlichen Thema zu kommen... ich lag mit meiner Verletzung mit noch einem Sprunggelenkverletztem ca. 1 Woche im Med.-Punkt, obere Etage..... ganz toll, ständig hat man vergessen uns was zu essen zu bringen, mind. 20 Minuten brüllen, bis uns jemand gehört hat. Huf ich hoffe, das während Deiner Zeit die Betreuung von sooooo schwer verletzten Helden der Sturmbahn besser geklappt hat.

VG exgakl


Man sollte niemanden mit Tatsachen verwirren, der sich seine Meinung schon gebildet hat....
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#50

RE: Der Medizinische Dienst in den GT

in Grenztruppen der DDR 26.08.2011 15:34
von Huf (gelöscht)
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Karsten, zu meiner Zeit wurden die Zimmer in der oberen Etage nur zu epidemischen Erkältungszeiten genutzt, weil die Kämpfer zu meiner Zeit härter waren!

Es kam mehrfach bei "Langzeitinsassen" vor, die von Ehefrauen am Wochenende besucht worden sind, die Zimmer für uns ältere Knaben nicht mehr so erinnerliche Raufereien diskret zu vergeben, unentgeltlich natürlich, jedoch mit unermesslichem Dankbarkeitsfaktor!

Uns Medizinern ist eben nichts menschliches fremd!

VG Huf


zuletzt bearbeitet 26.08.2011 15:35 | nach oben springen

#51

RE: Der Medizinische Dienst in den GT

in Grenztruppen der DDR 26.08.2011 19:14
von Greso | 2.377 Beiträge

Hallo Huf,ich mußte 1965 im Dezember mal in Mönchshai zum Zahnarzt,wegen löchelchen im Zahn,der alte S..,hatte nur Sorge um seine angefangene Zigarette...
Greso


zuletzt bearbeitet 26.08.2011 22:06 | nach oben springen

#52

RE: Der Medizinische Dienst in den GT

in Grenztruppen der DDR 26.08.2011 20:38
von Huf (gelöscht)
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Ereignisse

Natürlich gab es im Med.-Punkt einen Alltag. Darüber werde ich auch noch berichten.

Aber es gab auch einschneidende Ereignisse, die sich wegen ihrer Intensität fest auf meiner persönlichen Festplatte eingebrannt haben.

So gab es durchaus die vormals erfragte Hilfe bei zivilen Verkehrsunfällen. In jenem Fall erreichte den diensthabenden Uffz. der Notruf vom Posten 1.
Sofort "Notfall" gebrüllt, und der Kraftfahrer, der Feldscher und ich stürmten in den LO.
Rot-Kreuz-Fahne draufgesteckt, die furchtbare Quäke angemacht, sonst wären wir ja ohne Dienstauftrag nicht durch den KP 1 gekommen.

Auf der heutigen B 107 zwischen Glöwen und Havelberg war ein Wartburg von der Fahrbahn abgekommen und nach Überschlag im Graben gegen einen Baum geknallt.
Vor Ort zunächst erhebliches Durcheinander, eine orientierungslose Frau riß ständig ihren Pulli hoch und schrie, dass ihr die Brüste erheblich weh täten, der Fahrer des Autos war als bewußtlose Person von Laienhelfern längst geborgen worden und gab verständlicherweise keinen Ton von sich.
Wegen der offensichtlich schweren Verletzung des Mannes kümmerte sich unser Feldscher um den Mann, jedoch waren jene Maßnahmen durch die völlig desorientierte Frau erheblich erschwert.
Die Frau wurde eingefangen und verbal beruhigt.
Nach der Erstversorgung "rasten" wir mit dem LO ins KKH Havelberg, der Mann verstarb im LO an seinen Verletzungen, was aus der Frau wurde, weiß ich natürlich nicht.
Jedenfalls war ich danach als 19-Jähriger vollkommen desillusioniert.

VG Huf


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#53

RE: Der Medizinische Dienst in den GT

in Grenztruppen der DDR 26.08.2011 20:49
von Huf (gelöscht)
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Ein Kamerad stirbt

Eines Tages, ich glaube, es war das Jahr 1978, erzählte uns unser Regimentsarzt, dass es eine größere Grippewelle, auch in der DDR, gäbe.
Naja, wir dachten, was soll´s, die ganzen Knollen sind ja geimpft worden.
Unser Med.-Punkt war gut gefüllt, Husten, Schnupfen, Fieber usw.

Da kam Major Bxxxxx auf mich zu, ich müßte sofort mit einem Rachenabstrich ins Hygiene-Institut nach Schwerin fahren, bei einem Soldaten bestehe der dringende Verdacht auf Virusgrippe.
Ich sofort auf meine Bude, ne Schachtel Cabinet und zwei Flaschen Club-Cola gegriffen, dann stand schon ein P3 vom Stab vor der Tür des RMP.
Ab nach SN, ohne Navi!
Wir fanden das Institut.
Rückfahrt mitten in der Nacht.
Inzwischen hatte unser RA die Verlegung des Betroffenen in ein Lazarett veranlasst, weil sich dessen Allgemeinzustnd in kurzer Zeit erheblich verschlechtert hatte.

Als ich weit nach Mitternacht wieder im Med.-Punkt eintraf, hatte unser RA gerade per Telefon erfahren, dass der Pat. im Lazarett verstorben war.

Totale Schexxxx, aber das gab es leider auch.

VG Huf


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#54

RE: Der Medizinische Dienst in den GT

in Grenztruppen der DDR 27.08.2011 10:31
von Huf (gelöscht)
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Angenehmes

Natürlich gab es in unserem Dienstablauf auch angenehme Aufgaben. Das ist ein Fakt, um den wir Sanis oft beneidet wurden, aber viele unserer damaligen Kameraden haben auch etwas davon abbekommen, weil teilen unter uns war selbstverständlich.

Sicher erinnert sich mancher von Euch daran, dass die Sanis ständig in den Küchen herumgekrochen sind. Konkret hatte wir die Aufgabe, vor jeder Mahlzeit die Verpflegung visuell und geschmacklich auf etwaige Mängel (vor allem hygienische) zu überprüfen. Bei einwandfreiem Zustand erfolgte die schriftliche Freigabe zur Ausgabe an die Truppen. Jeder Bestandteil (z.B. Gemüse, Kartoffeln, Soße, Fleisch, Pudding) wurde in separate Schraubdeckelgläser gefüllt und für 24 Stunden in einem abschließbarem Schränkchen in einer Kühlzelle verwahrt.
Besonders die Verkostung der Speisen in der Küche der BS war sehr angenehm. Übrigens habe ich wohl zu jener Zeit die entscheidende Grundlage für meinen athletisch-schlanken Körperbau geschaffen.

Einmal musste ich die Ausgabe eines Vanille-Puddings sperren, weil dieser nicht sofort gemäß Hygienevorschrift zwecks schneller Abkühlung in Portionsschälchen, sondern in eine große Schüssel gefüllt worden war. Der Küchenleiter, ein beleibter Ofw. sprang im Karree. Später aber hat er mir dann vergeben.

Und wenn man schon mal in der Küche war, fiel manchmal auch eine Dose Mandarinen oder Ananas ab. Auch mal ein Kaninchen oder drei bis elf Eisbeine. Besonders an Wochenenden gab es solche Zusatzverpflegung, dann waren z.B. der Filmvorführer, der Tankwart oder mein Kumpel Bernhard von den Pios mit von der Partie.

VG Huf


zuletzt bearbeitet 27.08.2011 10:46 | nach oben springen

#55

RE: Der Medizinische Dienst in den GT

in Grenztruppen der DDR 27.08.2011 13:12
von Stabsfähnrich | 2.046 Beiträge

der medizinische Dienst in den bewaffneten Organen der DDR, war mit den Leistungen der medizinischen Versorgung der DDR vergleichbar - ja sogar teilweise um einiges Besser. War doch die medizinische Versorgung in den bewaffneten Organen darauf orientiert, die ständige Gefechtsbereitschaft des einzelnen Soldaten zu erhalten, bzw. schnellst möglichst wieder her zu stellen. Moderne medizinische Zentren, wie z.B. Neustadt-Glewe, Bad Saarow hatten nicht nur moderne Technik sondern auch einen guten Ruf - sowohl im In- als auch im Ausland. Die den Lazaretten nachfolgenden RMPe waren auch mit moderner Technik ausgestattet um dass eine oder andere "Wehwechen" eines Soldaten aus zu kurieren. Waren die speziellen Leistungen des jeweiligen RMP nicht verfügbar bzw. nicht ausrreichend oder vorhanden, wurde auf Leistungen der örtlichen Polikliniken/Krankenhäuser zurück gegriffen. Die Leistungen im Gesundheitswesen der DDR waren generell kostenlos. Praxisgebühren oder Zuzahlungen, wie diese heute üblich sind, waren nicht vorhanden. Die medizinische Versorgung - inkl. Heil- und Nachfolgebehandlungen war gleichfalls kostenlos.
Persönliche Erlebnisse bleiben von dem zuvor genannten unberühert und würden eher in das Thema " ärztliche Kunstfehler" fallen.


Mit freundlichen Grüßen - Chris
www.polizeilada.de
www.grenzradio911.info
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#56

RE: Der Medizinische Dienst in den GT

in Grenztruppen der DDR 27.08.2011 21:28
von Huf (gelöscht)
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Ich hätte noch einen Bericht über ein Manöver gemeinsam mit NVA und Krasnaja Armija.
Besteht Interesse?

VG Huf


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#57

RE: Der Medizinische Dienst in den GT

in Grenztruppen der DDR 27.08.2011 21:33
von frb-vd (gelöscht)
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Zitat von Huf
Ich hätte noch einen Bericht über ein Manöver gemeinsam mit NVA und Krasnaja Armija.
Besteht Interesse?

VG Huf



Was für eine Frage!


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#58

RE: Der Medizinische Dienst in den GT

in Grenztruppen der DDR 27.08.2011 21:57
von Huf (gelöscht)
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Manöverbericht

Ja das war etwas, was ich zuvor und danach in meiner 3-jährigen Dienstzeit nicht wieder erlebt habe.
Unser Regimentsarzt eröffnete uns AGT beim Frühstück eines Tages, dass eine Kompanie unseres Regiments zu einem großen Manöver der NVA nebst GSSD fahren würde, für eine Woche.
Er, der RA, hatte den Befehl, einen befähigten Sani-Uffz. und Kraftfahrer mit einwandfreiem LO dafür abzukommandieren.
Kurzer Blick in die Runde, "Huf" Sie werden fahren mit dem Genossen xxx. Abfahrt übermorgen 03:00 Uhr, Kommandeur des Trupps war der SC.
Okay, dann mal ein paar Klamotten zusammensuchen, Cabinet und Cola bunkern und dann ging es ab in die Weiten der Letzlinger Heide beiderseits der B 189 zwischen Stendal und Wolmirstedt.

Es war im Herbst mit noch erträglichen Temperaturen. Unser Track wurde bei der Abfahrt mit ungewohnten taktischen Zeichen an den Fahrzeugen markiert. Also W 50 mit Anhänger, SPW 60 PB, LO´s, P3, Werkstattwagen Ural, Küchen-Lkw´s mit Feldküche und unser Lo.
Wir fuhren, wie stets als letztes Fahrzeug.

Irgendwann Abbiegen von der Chausse und ab in den Dschungel. Stunden- und kilometerweise Kutschiererei durch die Botanik, bis wir von Regulierern eingewiesen worden sind zum "Campingplatz".

Die SPW´s und manche Lkw´s fuhren rückwärts in vorgebuddelte Stellungen.
Unser Lo wurde etwas abseits neben Küche und Werkstattwagen eingewiesen. Das war gut!

Dann war Appell für alle AGT des Tracks.
Wir nahmen an einer gemeinsamen Übung der NVA und Roten Armee teil, undzwar als Gegener, deswegen die Markierungen an der gesamten Technik.
Na, prost Mahlzeit.

Fortsetzung folgt nach dem Pusten einer MOODS.

VG Huf


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#59

RE: Der Medizinische Dienst in den GT

in Grenztruppen der DDR 27.08.2011 22:22
von SEG15D | 1.119 Beiträge

Das find ich gut Huf!
Die Erinnerungen von damals in Leseform zu bringen.!
Weil von Dir erwähnt...in Stendal war ich 85 auch mal Wochengast wegen Sinusitis. Muß so im Juli/August gewesen sein.
Kann mich verschwommen noch an die gepflegten Außenanlagen des Objektes erinnern...mit kleinen Tännchen in den Rabatten der Blöcke. Hatte wohl ne Antibiotika-Kur bekommen dort....und Bettruhe!
Ein doofes Wehwehchen was mich seit meiner frühen Jugend nicht mehr losläßt....
Jetze mit sowenig vielen Haaren sowieso nicht mehr.
Naja, war halt nicht weit weg von MD.....

freundlichen Gruß! SEG15D



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#60

RE: Der Medizinische Dienst in den GT

in Grenztruppen der DDR 27.08.2011 22:30
von Huf (gelöscht)
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Da wir wussten, dass die Aktion etwa eine Woche dauern sollte, haben wir anfangs nur zögerlich, dann aber doch vehement, die Gegend erkundet. In Wirklichkeit wusste wohl kaum jemand, wo wir eigentlich waren.

Die Jungs von der Küche haben alsbald begonnen, die Feldküche zu befeuern und nach meiner Erinnerung war das Feuer in jenen Tagen nie aus gegangen. Man konnte sich stets frischen Tee, aber auch Brot+Wurstbüchsen und Äpfel nehmen.

Offen gesagt, was die Soldaten in jenen Tagen taten, wussten wir nicht. Sie fuhren mit SPW oder LkW weg und kamen gegen Abend wieder.

Zu den Mahlzeiten gab es immer Komplekte. Morgens Dauerkekse mit Marmelade in der Tube, mittags ne Suppe, abends Atombrot und die bekannten kleinen Büchsen. Und stets Äpfel.

Da unser Kraftfahrer und ich mit dem LO da waren, hatten wir eine recht komfortable Unterkunft zur Nacht.

Die Stimmung war gut, ich erinnere mich, dass viele mir damals bekannte Offz. und BU/Fä. bei uns zum Schwätzchen vorbei kamen.
Unser Stabschef, der mir sonst nur als stocksteifer Militarist vorgekommen war, setzte sich zu uns und sprach mit uns recht unbekümmert.
Kurzum, in unserem "Camp" lief alles sehr kameradschaftlich.

Einmal allerdings gab es ein Riesen-Problem: der Polit wollte am Tage sich ausruhen und befahl mir, ihm ein entsprechendes Ruhelager im LO herzurichten.
Ich lehnte jenes Begehren mit dem Hinweis auf die Genfer Konvention ab und blieb auch trotz erheblicher Proteste des Hauptmannes bei meiner Haltung. Er drohte mir mit Schwedt, zog dann aber irgendwann ab. Da einige Leute Zeugen des Geschehens waren, hatte dieser Hauptmann beim späteren Anschiss meiner Person in Glöwen schlechte Karten, unser Kommandeur hat mir mein regelkonformes Verhalten bestätigt.

Bis auf diesen unangenehmen Vorfall war unser Manöver ein voller Erfolg. Medizinischerseits gab es bis auf einige Marschblasen am Fuß oder Kopfschmerzen keine nennenswerten Probleme.

Vor der Rückfahrt nach einer Woche bestand unser SC darauf, dass sich alle Gen. die Stiefel zu putzen hatten. Gesagt, getan.

Bei der Ankunft in Glöwen sahen wir aus wie die Strandräuber, unrasiert und fern der Heimat.
Ich habe gerochen wie ein Iltis!

VG Huf


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