#21

RE: Der Medizinische Dienst in den GT

in Grenztruppen der DDR 24.08.2011 23:17
von frb-vd (gelöscht)
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Ich habe eine Frage!

Zitat von Huf
Meine Uffz.-Prüfung

Praktische Prüfungen bis auf Sturmbahn bestanden, weil ich die Holzknarre vor dem Überklettern der Eskaladierwand schon herübergeschmissen hatte. Mein "Feind" hätte sie entgegengenommen. Naja, egal.




Wieso mußtest Du mit der Holzknarre über die Sturmbahn?

Wimre hatte Sanitätspersonal nur Pistole M als persönliche Bewaffnung (nur zur Selbstverteidigung). Wurde mir mal mit der Genfer Konvention (oder Haager Landkriegsordnung?) so erklärt, weil unser Sanitätsgefreiter auch nur immer diese trug (was mich anfangs wunderte).


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#22

RE: Der Medizinische Dienst in den GT

in Grenztruppen der DDR 25.08.2011 08:19
von Huf (gelöscht)
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Zitat von frb-vd
Ich habe eine Frage!

Zitat von Huf
Meine Uffz.-Prüfung

Praktische Prüfungen bis auf Sturmbahn bestanden, weil ich die Holzknarre vor dem Überklettern der Eskaladierwand schon herübergeschmissen hatte. Mein "Feind" hätte sie entgegengenommen. Naja, egal.




Wieso mußtest Du mit der Holzknarre über die Sturmbahn?

Wimre hatte Sanitätspersonal nur Pistole M als persönliche Bewaffnung (nur zur Selbstverteidigung). Wurde mir mal mit der Genfer Konvention (oder Haager Landkriegsordnung?) so erklärt, weil unser Sanitätsgefreiter auch nur immer diese trug (was mich anfangs wunderte).








Ja, das stimmt. Ich erhielt nach meiner Ernennung zum Uffz. eine Pistole. Während der Zeit als U-Schüler stand jedoch eine Kalaschnikow in der Waffenkammer für mich bereit. Und bei besagter Prüfung mussten wir eine Holzatrappe der MPi mitführen.

VG Huf


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#23

RE: Der Medizinische Dienst in den GT

in Grenztruppen der DDR 25.08.2011 09:21
von GZB1 | 3.287 Beiträge

ja @Huf

Normabnahme Sturmbahn war mit "Holz-AK" , wimre.

http://nva-flieger.de/images/ama/sturmbahn1.jpg


zuletzt bearbeitet 25.08.2011 20:29 | nach oben springen

#24

RE: Der Medizinische Dienst in den GT

in Grenztruppen der DDR 25.08.2011 10:02
von Büdinger | 1.503 Beiträge

Zitat von GZB1
ja @Huf

Normabnahme Stumbahn war mit "Holz-AK" , wimre.



Das heißt: Fecht-MPi.

Gruß

Ricardo


.

Ich finde Menschen faszinierend, die meinen mich zu kennen.
Manchmal drängt es mich sie zu fragen, ob sie mir ein bisschen was über mich erzählen können ...

Ich übernehme die Verantwortung für alles, was ich sage, aber niemals für das, was andere verstehen!

.
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#25

RE: Der Medizinische Dienst in den GT

in Grenztruppen der DDR 25.08.2011 10:22
von GZB1 | 3.287 Beiträge

Wimre @Büdinger war das doch so,

die Holz-Fecht-MPI hatte wimre einen längeren Lauf, in dem sich eine federnd gelagerte Stange mit vorne einem dicken Gummipfropfen darauf befand. Sollte wohl das aufgepflanzte Seitengewehr nachbilden. Wenn man im rechten Winkel auf ein "Hindernis" traf, gab diese Gummipropfenstange dann nach.

Die Stumbahn-Holz-MPI hatte einen kurzen Lauf ohne Gummipfropfen


zuletzt bearbeitet 25.08.2011 10:58 | nach oben springen

#26

RE: Der Medizinische Dienst in den GT

in Grenztruppen der DDR 25.08.2011 11:41
von Huf (gelöscht)
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Einmischung:

Die von uns auf der Sturmbahn mitgeführte Holz-MPi hatte weder ´ne Stange noch einen Gummipfropfen.

VG Huf


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#27

RE: Der Medizinische Dienst in den GT

in Grenztruppen der DDR 25.08.2011 12:09
von Büdinger | 1.503 Beiträge

Die Fecht-MPi war aus Holz und hatte einen kurzen Lauf aus Metall, dazu einen Trageriemen.
Zusätzlich konnte noch ein Aufsatz wie von GZB1 beschrieben am Lauf befestigt werden.

Gruß

Ricardo


.

Ich finde Menschen faszinierend, die meinen mich zu kennen.
Manchmal drängt es mich sie zu fragen, ob sie mir ein bisschen was über mich erzählen können ...

Ich übernehme die Verantwortung für alles, was ich sage, aber niemals für das, was andere verstehen!

.
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#28

RE: Der Medizinische Dienst in den GT

in Grenztruppen der DDR 25.08.2011 12:15
von Büdinger | 1.503 Beiträge

.

Ich finde Menschen faszinierend, die meinen mich zu kennen.
Manchmal drängt es mich sie zu fragen, ob sie mir ein bisschen was über mich erzählen können ...

Ich übernehme die Verantwortung für alles, was ich sage, aber niemals für das, was andere verstehen!

.
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#29

RE: Der Medizinische Dienst in den GT

in Grenztruppen der DDR 25.08.2011 12:23
von Büdinger | 1.503 Beiträge

... interessant ist auch dieser Link:

http://books.google.de/books?id=vKwptQgH...cht-MPi&f=false

Gruß

Ricardo


.

Ich finde Menschen faszinierend, die meinen mich zu kennen.
Manchmal drängt es mich sie zu fragen, ob sie mir ein bisschen was über mich erzählen können ...

Ich übernehme die Verantwortung für alles, was ich sage, aber niemals für das, was andere verstehen!

.
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#30

RE: Der Medizinische Dienst in den GT

in Grenztruppen der DDR 25.08.2011 12:36
von bendix | 2.642 Beiträge

Ich kann mich auch noch an diese "Nahkampf-Kaschi" erinnern,die Feder quietschte immer bei jedem Stoß.

Nun sollten wir aber wieder zum Thema kommen!
Der Medizinische Dienst in den GT

Gruß bendix


Das Zufriedene ist leise,das Unzufriedene ist laut.
Gefreiter der Grenztruppen -1980 GAR 40 Oranienburg/Falkensee-GR 34 Groß-Glienicke 1981-1982
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#31

RE: Der Medizinische Dienst in den GT

in Grenztruppen der DDR 25.08.2011 12:59
von GZB1 | 3.287 Beiträge

Zitat von Büdinger
... siehe auch z. B. hier:

http://www.saco-defense.de/mnk/mnk_de.html

oder hier:

http://www.spezialaufklaerung.de/ausrues...tt_fechtmpi.htm

Gruß

Ricardo



OK, Ricardo du hast Recht! Eben länger gedient!!

Jetzt bitte zurück zum Thema!!!


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#32

RE: Der Medizinische Dienst in den GT

in Grenztruppen der DDR 25.08.2011 13:29
von 94 | 10.792 Beiträge

Welches Thema?

Zitat von Huf
Meine Uffz.-Prüfung
...
Dann Prüfungen zu DV, internationalem Rot-Kreuz-Recht und ...


Könntest Du mal auf den Punkt 'internationales Rot-Kreuz-Recht' etwas näher eingehen, danke!

P.S. Und das man Dir keine Bajonett-Attrappe mit auf die Sturmbann gegeben hat, wird wohl schon seinen Grund gehabt haben *grins*


Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


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#33

RE: Der Medizinische Dienst in den GT

in Grenztruppen der DDR 25.08.2011 14:01
von Huf (gelöscht)
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Hallo 94er, bitte warte doch einfach ab, zu meinem Rot-Kreuz-Ausweis und den dazugehörigen Dingen komme ich auch noch!

VG Huf


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#34

RE: Der Medizinische Dienst in den GT

in Grenztruppen der DDR 25.08.2011 14:01
von GZB1 | 3.287 Beiträge

.
Ja, wäre mal interessant das mit der Genfer Konvention. Das ist doch eigentlich nur ne lose Orientierung, oder?

PS: @94 das mit dem Fecht-Mpi-Aufsatz wär beim "Fuchsbau" sicher "echt gut" geworden.


zuletzt bearbeitet 25.08.2011 14:05 | nach oben springen

#35

RE: Der Medizinische Dienst in den GT

in Grenztruppen der DDR 25.08.2011 19:01
von 94 | 10.792 Beiträge

Stimmt, der Fuchsbau. In Suhl soll der mal zugemauert worden sein *im_nachhinein_grins*
War der eigentlich in der Winternorm mit dabei *grübel*
Na egal, aber Huf, das mit der Waffe hätte bei guter Argumentation keinen 'Punktabzug' bringen sollen/dürfen. Ich zitiere mal aus dem 'Handbuch militärisches Grundwissen', Abschnitt 6.2.5
Merke: Die Waffe außer beim Überwinden der Eskalierwand, beim Klettern und beim Überwinden der Häuserwand in der Hand tragen.
Wo sich die Waffe beim Überwinden der Eskaladierwand befinden soll, hmm, davon schreiben 'se nix *wink*


Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


zuletzt bearbeitet 25.08.2011 19:04 | nach oben springen

#36

RE: Der Medizinische Dienst in den GT

in Grenztruppen der DDR 25.08.2011 19:42
von Huf (gelöscht)
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94, Dein Mitgefühl ehrt mich! Danke

VG Huf


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#37

RE: Der Medizinische Dienst in den GT

in Grenztruppen der DDR 25.08.2011 19:47
von GZB1 | 3.287 Beiträge

@94, in der Winternorm wurde der Fuchsbau ausgelassen und vorbeigelaufen, wimre.

http://nva-flieger.de/images/ama/fuchsbau2.jpg

Wohl um sich keine Brüche oder Verstauchungen zu holen beim eisbedingten Abrutschen beim Einstieg und während des Abflankens beim Fuchsbau-ausgang,

...um beim med. Thema zu bleiben.


zuletzt bearbeitet 25.08.2011 20:36 | nach oben springen

#38

RE: Der Medizinische Dienst in den GT

in Grenztruppen der DDR 25.08.2011 19:52
von Huf (gelöscht)
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Das Thema Rot-Kreuz-Status

Zu diesem Thema sind wir bei einer Schulung im GKN Stendal etwa 2 Stunden unterrichtet worden.
Gezeichnete Fahrzeuge und Personen, die offensichtlich nicht mit Angriffswaffen ausgerüstet sind, wären im E-Fall unantastbar für militärische Gegner bei Gefechtshandlungen, auch beim Vordringen auf gegenerisches Gebiet zum Zweck der Bergung Geschädigter.

Ich erinnere mich, dass man sich damals bemüht hat, dieses Thema schnell durchzubringen und Nachfragen gab es auch nicht.

Bezüglich des genannten international anerkannten Rot-Kreuz-Ausweises für Sanitätspersonal erhielt ich erst viel später und beinahe nur zufällig entsprechende Informationen.

VG Huf


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#39

RE: Der Medizinische Dienst in den GT

in Grenztruppen der DDR 25.08.2011 20:38
von Huf (gelöscht)
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Die Rot-Kreuz-Karte

Eines Tages wurden alle UaZ und BS des Med.-Punktes nachmittags zu einer Dienstbesprechung in das Dienstzimmer des Regimentsarztes befohlen. Das war ungewöhnlich.
Major Bxxxxxx war an jenem Nachmittag sehr kurz und ungewöhnlich drauf. Es hieß, es gäbe einen Befehl des Kommandos der GT, für alle Angehörigen des Med.-Dienstes, außer wehrpflichtigen Soldaten, eine international anerkannte Rot-Kreuz-Karte auszustellen.
Er übergab jedem eine Klappkarte mit Rotem Kreuz und mehrsprachiger Zeilenerklärung, wie sie heute in jedem Personaldokument üblich sind. Das Papier war ungewohnt fest und fühlte sich sehr glatt an, es war offensichtlich kein Produkt des VEB Vordruck-Verlages Freiberg (oder so).
Auf den Karten waren unsere Personalien aufgedruckt ohne Angabe des Wohnortes. Unsere Aufgabe bestand lediglich in einer Unterschriftsleistung. Erstaunlicherweise befanden sich in jenen Karten schon Passfotos, aufgenommen im Zuge der Einberufung, wie sie ja dann auch im WDA erschienen.
Nach Unterschriftsleistung wurde durch den RA jede Karte gefaltet und in eine ungewöhnliche Plastikhülle verbracht.

"Diese Karten sehen Sie nie wieder, es sei denn, es gibt Krieg" sagte der RA und entließ uns aus seinem Zimmer.
Ich habe jene Karte auch nicht wieder gesehen, vermute, sie befanden sich fortan in jener dünnen braunen versiegelten Aktentasche, die der "Alte" morgens aus der VS-Stelle holte und abends dort wieder abgab.

Auf Nachfrage meinerseits bei jener Dienstbesprechung erhielt ich ungewöhnlich scharf formuliert die Antwort: " Diese Dokumente wurden befehlsmäßig angelegt. Sie sind dadurch nichts Besonderes, sondern ganz normale AGT der DDR."

Ich habe jene Karten nie wieder gesehen.

VG Huf


zuletzt bearbeitet 25.08.2011 21:15 | nach oben springen

#40

RE: Der Medizinische Dienst in den GT

in Grenztruppen der DDR 25.08.2011 21:21
von Huf (gelöscht)
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Zitat von Huf
Das Thema Rot-Kreuz-Status

Zu diesem Thema sind wir bei einer Schulung im GKN Stendal etwa 2 Stunden unterrichtet worden.
Gezeichnete Fahrzeuge und Personen, die offensichtlich nicht mit Angriffswaffen ausgerüstet sind, wären im E-Fall unantastbar für militärische Gegner bei Gefechtshandlungen, auch beim Vordringen auf gegenerisches Gebiet zum Zweck der Bergung Geschädigter.

Ich erinnere mich, dass man sich damals bemüht hat, dieses Thema schnell durchzubringen und Nachfragen gab es auch nicht.

Bezüglich des genannten international anerkannten Rot-Kreuz-Ausweises für Sanitätspersonal erhielt ich erst viel später und beinahe nur zufällig entsprechende Informationen.

VG Huf




Eine Erklärung habe ich an dieser Stelle total vergessen, sorry!

Wir wurden ausdrücklich belehrt, dass während Gefechtshandlungen oder gleichzusetzenden Gefechtsübungen der Aufenthalt, der Transport oder die Benutzung entsprechend gekennzeichneter Fahrzeuge durch nicht autorisierte Personen den Rot-Kreuz-Status aufhebt.

Das sollte mir später mal fast zum Verhängnis werden...


zuletzt bearbeitet 25.08.2011 21:23 | nach oben springen



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