#61

RE: "Die (un)Geliebte Genossin" Vorstellung im Forum der DDR-Grenze

in DDR Grenze Literatur 26.12.2011 18:28
von Angelo | 12.397 Beiträge

Amazon hat gerade wieder aufgefüllt

Die (un)Geliebte Genossin


zuletzt bearbeitet 26.12.2011 18:29 | nach oben springen

#62

RE: "Die (un)Geliebte Genossin" Vorstellung im Forum der DDR-Grenze

in DDR Grenze Literatur 29.12.2011 09:33
von Hausmeister (gelöscht)
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Die erste Euphorie ist bei mir im Moment verflogen.
Als erstes war ich überrascht, dass ich in dem Buch auch vorkomme
Ist das Buch am Anfang spannend und auch ergreifend, läßt es in der zweiten Hälfte nach und es wird nur noch über Politik diskutiert.
Da für mich Politik sowas von egal ist(machen eh was sie wollen) und ich die Diskussionen und Einstellungen dazu der Beiden hier im Forum gelesen habe, ist es für mich gerade sehr schwere Kost.
Ich hoffe das letzte Drittel wird wieder besser.

Es kommen einige Passagen vor, wo nicht zur realen Welt passen und deshalb kann ICH nicht unterscheiden was in dem Buch Wahrheit und was Roman ist. Also Peter und Larissa, es werden einige Fragen von mir noch über PN kommen

Nun werde ich das letzte drittel am WE zu Ende lesen.


Gruß
Biggi


zuletzt bearbeitet 29.12.2011 09:39 | nach oben springen

#63

RE: "Die (un)Geliebte Genossin" Vorstellung im Forum der DDR-Grenze

in DDR Grenze Literatur 29.12.2011 13:52
von Gelöschtes Mitglied
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Dieses Buch ist inhaltlich bereits vorab genau beschrieben worden. Bereits dem Cover kann man ganz deutlich entnehmen, dass dieses Buch eine einzige politische Aussage ist. Haetten wir dieses Buch als Dokumentation geschrieben waere es trocken und fade, wie oftmals in den Foren die politischen Diskussionen. Deshalb die 'Auflockerungen' in Romanform am Ende des Werkes, die trotzdem auch in die heutige Politik gehen. Die Diskussionen der Autoren, die in diesem Werk festgehalten sind, bilden das Herzstueck dieses sehr politischen Buchs. Was fuer den einen als unreale Welt erscheint, war oder ist fuer den anderen nackte Tatsache. Wir Autoren haben jeweils ein Privatleben, das sich nicht in diesem Buch abspielt, deshalb und auch aufgrund der Trailer aus einigen Foren zu diesem Buch wird es kein Frage- und Antwortspiel geben.
An erster Stelle hoffen wir, dass durch diesen sehr politischen biographischen Roman, der Aufruf zum Verstaendnis fuer den jeweils Andersdenkenden vermittelt wird.
Marleen Powell
Peter Knauth


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#64

RE: "Die (un)Geliebte Genossin" Vorstellung im Forum der DDR-Grenze

in DDR Grenze Literatur 29.12.2011 19:57
von Hausmeister (gelöscht)
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Zitat von Larissa
Dieses Buch ist inhaltlich bereits vorab genau beschrieben worden. Bereits dem Cover kann man ganz deutlich entnehmen, dass dieses Buch eine einzige politische Aussage ist. Haetten wir dieses Buch als Dokumentation geschrieben waere es trocken und fade, wie oftmals in den Foren die politischen Diskussionen. Deshalb die 'Auflockerungen' in Romanform am Ende des Werkes, die trotzdem auch in die heutige Politik gehen. Die Diskussionen der Autoren, die in diesem Werk festgehalten sind, bilden das Herzstueck dieses sehr politischen Buchs. Was fuer den einen als unreale Welt erscheint, war oder ist fuer den anderen nackte Tatsache. Wir Autoren haben jeweils ein Privatleben, das sich nicht in diesem Buch abspielt, deshalb und auch aufgrund der Trailer aus einigen Foren zu diesem Buch wird es kein Frage- und Antwortspiel geben.
An erster Stelle hoffen wir, dass durch diesen sehr politischen biographischen Roman, der Aufruf zum Verstaendnis fuer den jeweils Andersdenkenden vermittelt wird.
Marleen Powell
Peter Knauth



Oh sorry, das ich MEINE Meinung dazu geschrieben habe.
Wird nichts mehr von mir kommen.
Werde das Buch in den Schrank legen und vergessen.


zuletzt bearbeitet 29.12.2011 19:58 | nach oben springen

#65

RE: "Die (un)Geliebte Genossin" Vorstellung im Forum der DDR-Grenze

in DDR Grenze Literatur 29.12.2011 20:10
von Feliks D. | 8.887 Beiträge

Manche sind aber auch empfindlich...


Was ich zu sagen hatte habe ich gesagt, nun fürchte ich das allerletzte Wort. Der Sprache Ohnmacht hat mich oft geplagt, doch Trotz und Hoffnung gab ich niemals fort! Mir scheint die Welt geht aus den Fugen bringt sich um, die vielen Kriege zählt man schon nicht mehr. Auch dieses neue große Deutschland macht mich stumm, der Zorn der Worte und die Wut wird mehr. Die Welt stirbt leise stilles Schreien hört man nicht, es hilft kein Weinen und man sieht's nicht im Gesicht. Wer einen Menschen rettet rettet so die Welt, am Ende überleben wir uns doch. Nur wir bestimmen wann der letzte Vorhang fällt, still und leise verlassen wir die Welt!

Macht es gut Freunde!
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#66

RE: "Die (un)Geliebte Genossin" Vorstellung im Forum der DDR-Grenze

in DDR Grenze Literatur 29.12.2011 20:31
von exgakl | 7.238 Beiträge

ja mit Büchern, Filmen oder ähnlichem ist es so eine Sache... dem einen gefällt es, dem anderen nicht. Das Buch hat den Anspruch Verständnis füreinander aufzubringen und schon allein das zählt.... der Wille dazu und dann noch die Kraft und Zeit zu investieren, sich hinzusetzen und ein Buch zu schreiben... Hut ab!
Ich für meinen Teil wüsste gar nicht, wo ich da anfangen sollte....
Ich werde mir Euer Buch auch bestellen und lesen... viel Erfolg für Euch!

VG exgakl


Man sollte niemanden mit Tatsachen verwirren, der sich seine Meinung schon gebildet hat....
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#67

RE: "Die (un)Geliebte Genossin" Vorstellung im Forum der DDR-Grenze

in DDR Grenze Literatur 29.12.2011 22:54
von Pitti53 | 8.791 Beiträge

Zitat von Hausmeister

Zitat von Larissa
Dieses Buch ist inhaltlich bereits vorab genau beschrieben worden. Bereits dem Cover kann man ganz deutlich entnehmen, dass dieses Buch eine einzige politische Aussage ist. Haetten wir dieses Buch als Dokumentation geschrieben waere es trocken und fade, wie oftmals in den Foren die politischen Diskussionen. Deshalb die 'Auflockerungen' in Romanform am Ende des Werkes, die trotzdem auch in die heutige Politik gehen. Die Diskussionen der Autoren, die in diesem Werk festgehalten sind, bilden das Herzstueck dieses sehr politischen Buchs. Was fuer den einen als unreale Welt erscheint, war oder ist fuer den anderen nackte Tatsache. Wir Autoren haben jeweils ein Privatleben, das sich nicht in diesem Buch abspielt, deshalb und auch aufgrund der Trailer aus einigen Foren zu diesem Buch wird es kein Frage- und Antwortspiel geben.
An erster Stelle hoffen wir, dass durch diesen sehr politischen biographischen Roman, der Aufruf zum Verstaendnis fuer den jeweils Andersdenkenden vermittelt wird.
Marleen Powell
Peter Knauth



Oh sorry, das ich MEINE Meinung dazu geschrieben habe.
Wird nichts mehr von mir kommen.
Werde das Buch in den Schrank legen und vergessen.




lese weiter und verstehe


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#68

RE: "Die (un)Geliebte Genossin" Vorstellung im Forum der DDR-Grenze

in DDR Grenze Literatur 30.12.2011 07:20
von Hausmeister (gelöscht)
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Zitat von Pitti53

Zitat von Hausmeister

Zitat von Larissa
Dieses Buch ist inhaltlich bereits vorab genau beschrieben worden. Bereits dem Cover kann man ganz deutlich entnehmen, dass dieses Buch eine einzige politische Aussage ist. Haetten wir dieses Buch als Dokumentation geschrieben waere es trocken und fade, wie oftmals in den Foren die politischen Diskussionen. Deshalb die 'Auflockerungen' in Romanform am Ende des Werkes, die trotzdem auch in die heutige Politik gehen. Die Diskussionen der Autoren, die in diesem Werk festgehalten sind, bilden das Herzstueck dieses sehr politischen Buchs. Was fuer den einen als unreale Welt erscheint, war oder ist fuer den anderen nackte Tatsache. Wir Autoren haben jeweils ein Privatleben, das sich nicht in diesem Buch abspielt, deshalb und auch aufgrund der Trailer aus einigen Foren zu diesem Buch wird es kein Frage- und Antwortspiel geben.
An erster Stelle hoffen wir, dass durch diesen sehr politischen biographischen Roman, der Aufruf zum Verstaendnis fuer den jeweils Andersdenkenden vermittelt wird.
Marleen Powell
Peter Knauth



Oh sorry, das ich MEINE Meinung dazu geschrieben habe.
Wird nichts mehr von mir kommen.
Werde das Buch in den Schrank legen und vergessen.




lese weiter und verstehe




Jo, bin ja ne kleine blonde und Dumme die nichts versteht und keine Ahnung hat.
Ich hab mit keiner Silbe geschrieben, dass ich das Buch blöd finde oder ich nichts verstehe.
Denke da sollten andere vielleicht besser lesen um zu verstehen und sich nicht gleich in ihrer Ehre angegriffen zu fühlen.
Die Fragen die ich gehabt hätte, wären nicht ins Privatleben gegangen, weil das mich nichts angeht.
Ich bin streng erzogen worden und habe Anstand. Und mit meiner Ehrlichkeit ecke ich eben an.
Aber ich bin eben kein A....kriecher und Schleimer. Und das kann Turtle bestätigen, weil er mich real auch kennt.
Wenn man nur positive Kritiken wünscht sollte man das vielleicht vorher schreiben.

Und Larissas Antwort kommt für mich sehr arrogant rüber.


Ich hab verstanden Pitti, glaub mir und werde auch die Konsequenzen daraus ziehen

Und mir brauch man auch nicht unter die Nase reiben, dass es ein Geschenk war
da reagiere ich sehr sensibel. Das hat keiner verlangt.
Wenn ich jemanden was schenke, kommt das von Herzen und ich würde es demjenigen nie unter die Nase reiben.
Sowas macht man nicht, wenn man es gerne gemacht hat.
Aber wie gesagt ich werde meine Konzequenzen daraus ziehen.
Denn ich habe in meinem Leben auch kämpfen müssen und muß es immer noch.
So wie viele andere hier auch, denke ich.

Für mich ist dieses Buch und das Thema erledigt.
Sorry Peter aber ich denke du wirst mich ein bißchen verstehen.


zuletzt bearbeitet 30.12.2011 07:21 | nach oben springen

#69

RE: "Die (un)Geliebte Genossin" Vorstellung im Forum der DDR-Grenze

in DDR Grenze Literatur 02.01.2012 18:46
von GKUS64 | 1.613 Beiträge

Hallo Larissa und Turtle,

habe mit großem Interesse Euer Buch in 5 Tagen gelesen (war also sehr spannend). Sehr optimistisch hat mich gestimmt, dass trotz unterschiedlicher politischer Auffassungen eine Freundschaft entstehen konnte. Das Romanende hätte ich mir anders gewünscht, viel optimistischer!
Ich sehe trotz aller Probleme die Entwicklung der letzten 23 Jahre als sehr positiv an. Ehemals verfeindete Staaten treiben friedlich Handel miteinander, das Projekt Europa zwingt die Staaten zu gemeinsamen friedlichen Lösungen und verlangt die Zurückstellung regionaler Egoismen.
Wir haben in Deutschland 66 Jahre Frieden und die ehemaligen Erzfeinde begegnen sich als
friedvolle Touristen fast auf der ganzen Welt. Mir ist lieber wie sich Merkel und Putin begegnen als das bei Stalin und Hitler der Fall war!!!
Die derzeitigen Probleme sind friedlich lösbar und sie treten bei etwas genauerer Betrachtung
sehr stark in den Hintergrund.

Ein friedvolles Jahr 2012 wünscht allen

GKUS64

P.S. Hausmeiter, lies das Buch weiter, Mimosen haben doch eigentlich bei dir nichts zu suchen!


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#70

RE: "Die (un)Geliebte Genossin" Vorstellung im Forum der DDR-Grenze

in DDR Grenze Literatur 02.01.2012 20:48
von 94 | 10.792 Beiträge

Zitat von Angelo
Amazon hat gerade wieder aufgefüllt


Ja klar, was haben wir jetzt an Books on Demand nicht begriffen, hä? Na egal, seit heut auch im VLB ... http://www.buchhandel.de/?caller=vlbPubl...8-3-8448-7746-5


Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


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#71

RE: "Die (un)Geliebte Genossin" Vorstellung im Forum der DDR-Grenze

in DDR Grenze Literatur 24.01.2012 14:51
von GKUS64 | 1.613 Beiträge

An Alle!

Nun haben ja bestimmt einige das Buch von Larissa und turtle gelesen, gebt mal Eure Meinung ab (meine steht unter #69!). Reich Ranicki konnte ich noch nicht befragen!

Grüße vom

GKUS64!


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#72

RE: "Die (un)Geliebte Genossin" Vorstellung im Forum der DDR-Grenze

in DDR Grenze Literatur 24.01.2012 15:52
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von GKUS64
An Alle!

Nun haben ja bestimmt einige das Buch von Larissa und turtle gelesen, gebt mal Eure Meinung ab (meine steht unter #69!). Reich Ranicki konnte ich noch nicht befragen!
Grüße vom GKUS64!



Die Vorstellung, ein Buch zu schreiben haben viele Menschen. Schade, dass einige davon nicht die Moeglichkeiten oder den Mut haben, es zu tun. Nun denn, ganz so einfach ist es nicht. Die Kosten sind hoch, Schriftsteller bekommen centweise zurueck, was sie investiert haben. Und die Traeumerei von einem Bestseller haben Peter und ich nicht.
Mir macht das Schreiben seit einigen Jahren besonders Spass und ich habe das Beduerfnis es zu tun, nicht nur im Hinblick auf meine schwere Erkrankung hin, die mir auch zur Zeit unter anderem wieder die Luft nimmt.
Das Kennenlernen und die Spannungen zwischen mir und Turtle, ich hatte keine Ahnung mit wem ich mich damals unterhielt, liefen tatsaechlich so ab, bis wir in vielen Dialogen erkannten, dass viel mehr hinter unsere Leben und verschiedenen Wege stand, als wir urspruenglich annahmen. Wir haben nicht nur Spass dabei gehabt; es gab Stunden in dem wir zweifelten und dachten, das geht nicht gut. Wir haben es mit unserem biographischen Material zu einem Roman verarbeitet. Waehrend des Schreibens kannten wir uns nicht persoenlich. Ich muss sagen, trotzdem kannten wir uns nach einigen Monaten besser als manche Leute, die jahrelang zusammen sind. Ganz natuerlich ergab sich die Tatsache, dass wir anfingen, uns fuer den Lebensweg des anderen zu interessieren. Die detailierten Angaben zu unserem Werdegang, begonnen mit der Kindheit, sprechen viele Leute an, wie wir im Nachhinein erfahren. Diese Menschen identifizieren sich mit einer Kindheit nach dem Kriege, die sie teilweise so auch durchlebt haben. "Es ist das Spiegelbild meiner Kindheit und der meines Mannes" schrieb eine Frau mir, sie sehe die Kaelte und die Kargheit des Lebens wieder vor sich, wenn sie in unserem Buch liest. Natuerlich verleiht unser tatsaechlicher Werdegang als Ost-Spionin und Republikfluechtiger dem Ganzen eine besondere Note. Es steckt viel Arbeit in diesem Buch, es gingen hunderte von Emails ueber den Aether, es wurde gefeilt und verbessert. Aus Fakten musste eine lesbare Geschichte entstehen, mit allen Gefuehlen und Schrecken des Durchlebten, so die Gegenueberstellung unserer Flucht.
Auf die vielen Fragen hin sei gesagt, wir sind die besten Freunde, und wie Ihr wisst oder selbst erlebt habt, beste Freunde gehen sehr eng und behutsam miteinander um. Warum? Weil sie zum Einen das Leben des anderen nicht nur kennen, sondern verstehen, zum anderen durch ihr eigenes Leid, noch weitaus besser in der Lage sind, den anderen verstehen zu koennen.
Das Leben laesst uns nicht los. Fuer mich war das ausschlaggebend, was in Deutschland erlebt habe im vorigen Jahr und wie weit die Menschen in Deutschland wirklich noch davon entfernt sind, auch nur zu versuchen, einander zu verstehen.

Ich moechte Euch hier im Forum einen Presstext einstellen, den wir vor wenigen Tagen erhielten.

Pressetext zu: "Die (un)Geliebte Genossin)
Grenzgaenger
Zwei wahre Biographien, die unterschiedlicher nicht sein könnten, zu einem Roman verarbeitet. Kyra geht zu Zeiten des Kalten krieges vom Westen in den Osten, arbeitet als Spionin und ist auch heute noch, Jahrzehnte danach, das, was wir eine 'Genossin' nennen. Robert geht von Ost- nach Westdeutschland, lernt die andere Seite kennen, muss eine achtzehnmonatige Haftstrafe als politischer Gefangener in der DDR absitzen, bevor sein zweiter Fluchtversuch in den Westen gelingt. Trotz aller Differenzen dominieren am Ende die Gemeinsamkeiten. Mit 'Die (un)Geliebte Genossin' (BoD Norderstedt) schafft das Autorenduo Marleen Powell und Peter Knauth ein Werk, das einen Blick auf beide Seiten des Eisernen Vorhangs erlaubt.
Alles beginnt mit einem Internetforum der DDR-Grenze, in dem man sich über historische Begebenheiten im Zusammenhang mit der DDR und dem Mauerfall, u.a., austauschen kann. Auch Kyra, englisch-stämmige verurteilte Ost-Agentin in den besten Jahren und Robert, Republikflüchtling aus dem Osten, nutzen die Gelegenheit für spannende Diskussionen online. Schnell kristallisiert sich heraus, dass die beiden sich besonders viel zu sagen haben. Zunächst kriselt und dann knistert es. Was Kyra und Robert scheinbar trennt, ihre unterschiedlichen Interpretationen der Geschichte, ihre konträren Ansichten ueber Sinn und Unsinn von Kapitalismus und falsch verstandener Demokratie, wird zuletzt zum Motor fuer intensive Gespräche auf die Distanz. Ihre Kindheit in der Nachkriegszeit, und ihr Werdegang unter verschiedenen politischen Systemen wird realitätsnah und in vielen Details geschildert. Robert, dessen Erzeuger ein 1945 in Leipzig stationierter US Soldat war, hat seinen Vater nie kennengelernt. Kyra's Vater war Nazi. Robert hörte auch Kyra aufmerksam zu, die über ihre Kindheit erzählte und über ihren Entschluss, alles hinter sich zu lassen, und in den Osten zu gehen. Nach deftigen Streitgesprächen, gab es immer mehr Verständnis füreinander.
Bald schon können sich die beiden ihrer Gefühle nicht länger erwehren. Der Ton wird intimer, das Verlangen, sich gegenüber zu stehen, grösser. Als Kyra anreist, und es endlich zum Treffen kommt, gibt es kein Halten mehr. Die intensiven geistigen Begegnungen finden körperlich ihre Fortsetzung.
So wird "Die (un)Geliebte Genossin" zu einer unwiderstehlichen Melange. Das Buch ist ein gelungener Beitrag zur 'Voelkerverständigung' zwischen Ost und West und ein Apell an unsere Toleranz, an unser Verständnis fuer den Andersdenkenden. Und nicht zuletzt erwartet den Leser eine aufregend erotische Liebesgeschichte, deren Ende jedoch so ganz anders sein wird, als wir alle es erwartet hatten.
Vor der Mauer gilt dasselbe wie nach der Mauer: Nur, wenn wir einander in unserer Andersartigkeit respektieren, können wir an einer gemeinsamen Zukunft bauen.

Die (un)Geliebte Genossin, Marleen Powell und Peter Knauth
November 2011
ISBN-Nummer:978-3-8448-7746-5
280 Seiten

Gewidmet einem Volk, das mehr als zwanzig Jahre nach dem Niederreissen aller physischen Mauern, noch nicht vereint ist.
www.theenglishdevushka.com/2/index.html


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#73

RE: "Die (un)Geliebte Genossin" Vorstellung im Forum der DDR-Grenze

in DDR Grenze Literatur 24.01.2012 17:35
von LO-driver | 750 Beiträge

Jawohl ihr beiden Buchschreiber, das zuende gelesene Buch wurde von mir in wenigen Tagen aufgesogen.
Ich habe als Mitleser im Forum, zwar etwas mehr Einblick zum beschriebenen, doch in der ganzen verpackten
Geschichte sind viele Lebenserfahrungen aufgezeigt.
Der Blickpunkt aus diesen zwei unterschiedlichen, und wiederum nicht, Positionen im Leben, sind für die heutige
Jugend nur zu empfehlen. Unseren Turtle kenne ich von vielen Treffen und Persönlichen Gesprächen, der Larissa
möchte ich auch einmal in naher Zukunft begegnen. Als nächste Lektüre, habe ich mir "Die englische Dewushka" besorgt,
damit ich auch zu Larissas Lebensgeschichte mehr erfahren kann.
Noch ist Zeit, die über 550 Seiten in Angriff zu nehmen, in der dunkelen Jahreszeit.
Darf gefragt werden, ob noch ein drittes Werk in Arbeit ist?

LO-D



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