#121

RE: Staat ohne Staatsgrenze

in DDR Staat und Regime 10.09.2011 12:50
von Bummi (gelöscht)
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In diesem Thread ist es wie in allen anderen, es gibt immer einige die sich die Mühe machen einen Artikel zu schreiben mit dem was sie wissen, oder auch auch nicht. Und dann gibt es die, die dann alles nur zerpflücken ohne selbst Wissen abzugeben. Es ist schon ziehmlich flach einen Artikel mit etlichen Zeilen, der fast ein ganzes DIN A 4 Blatt füllt, mit einem oder zwei Sätzen zu beantworten. Für mich ist das ein Ausdruck von Unvermögen.


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#122

RE: Staat ohne Staatsgrenze

in DDR Staat und Regime 10.09.2011 19:50
von Polter (gelöscht)
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Zitat von Pitti53
http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,778324,00.html



Dem Link füge ich mal noch einen /link http://antikrieg.com/aktuell/2011_09_07_kaschmir.htm

hinzu. Hier wird die angeblich gefährlichste Grenze der Welt benannt. Das war mir bisher so nicht bekannt.


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#123

RE: Staat ohne Staatsgrenze

in DDR Staat und Regime 10.09.2011 20:12
von ahlbecker (gelöscht)
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wo sind wir denn da schon wieder gelandet???????
warum unsere thraed immer ins fast "wissendschafliches" landen habe ich noch nicht begriffen. aber ich bin auch noch nicht so lange da. aber es kann auch sein, dass ich diesem niveau nicht entspreche.
aber ein wenig fürs normale publikum wäre auch nicht schlecht
denkt sich der ahlbecker


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#124

RE: Staat ohne Staatsgrenze

in DDR Staat und Regime 12.09.2011 18:46
von turtle | 6.961 Beiträge

ich habe erst heute Winfrieds Schreiberei gelesen.

ZB. aber wenn es Grenzübergänge gibt und es will jemand unbedingt
zwischen zwei Grenzübergängen des Staat unkontrolliert verlassen und er erkennt nicht, daß der Drahtzaun
deshalb errichtet ist, damit man nicht das Territorium dahinter betreten kann, nicht erkennt, daß eine Panzer-
sperre für eine massive Grenzsicherung steht, Schilder über Grenzgebiet aufgestellt sind, dann der 10 Meter-
Streifen dann nochmals Drahtzaun mit Stacheldraht und dann eine 4 Meter hohe Mauer, daß das kein Grenz-
übergang sein kann, und dann auch noch auf Anruf durch Grenzsoldaten nicht stehen bleibt, dann kann man
eben nicht helfen.
Jedes Volkspolizeikreisamt hatte einen Extra-Schalter nur für Übersiedlungen mit großen fetten Buchstaben
beschriftet, dort bekam man die Ausreiseanträge 4-fach ausgehändigt und das Formblatt über Schuldenfreiheit
bestimmter Banken, die angekreuzt werden usw.
Man konnte in jedes Land der Erde, welches die DDR anerkannt hatte, übrigens auch die USA, ausreisen.
Es gab ein Problemland, das war die BRD mit ihrem anmaßenden Alleinvertretungsanspruch und was alles
damit zusammen hing.


Da kann ich nur ungläubig den Kopf schütteln . Sag mal Winfied was kannst Du uns positives von Nord Korea sagen?
Gruß Peter(turtle)


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#125

RE: Staat ohne Staatsgrenze

in DDR Staat und Regime 12.09.2011 19:58
von 94 | 10.792 Beiträge

Zitat von turtle
Es gab ein Problemland, das war die BRD mit ihrem anmaßenden Alleinvertretungsanspruch und was alles
damit zusammen hing.


Mal zur Illustration den §3 BVFG (erst 2007 neugefasst).
Achso, mWn spielt die Anerkennung als Sowjetzonenflüchtling auch bei der Rentenberechnung eine Rolle.


Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


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#126

RE: Staat ohne Staatsgrenze

in DDR Staat und Regime 12.09.2011 23:07
von Bummi (gelöscht)
avatar

Zitat von turtle
ich habe erst heute Winfrieds Schreiberei gelesen.

ZB. aber wenn es Grenzübergänge gibt und es will jemand unbedingt
zwischen zwei Grenzübergängen des Staat unkontrolliert verlassen und er erkennt nicht, daß der Drahtzaun
deshalb errichtet ist, damit man nicht das Territorium dahinter betreten kann, nicht erkennt, daß eine Panzer-
sperre für eine massive Grenzsicherung steht, Schilder über Grenzgebiet aufgestellt sind, dann der 10 Meter-
Streifen dann nochmals Drahtzaun mit Stacheldraht und dann eine 4 Meter hohe Mauer, daß das kein Grenz-
übergang sein kann, und dann auch noch auf Anruf durch Grenzsoldaten nicht stehen bleibt, dann kann man
eben nicht helfen.
Jedes Volkspolizeikreisamt hatte einen Extra-Schalter nur für Übersiedlungen mit großen fetten Buchstaben
beschriftet, dort bekam man die Ausreiseanträge 4-fach ausgehändigt und das Formblatt über Schuldenfreiheit
bestimmter Banken, die angekreuzt werden usw.
Man konnte in jedes Land der Erde, welches die DDR anerkannt hatte, übrigens auch die USA, ausreisen.
Es gab ein Problemland, das war die BRD mit ihrem anmaßenden Alleinvertretungsanspruch und was alles
damit zusammen hing.


Wie bist Du denn drauf, hast Du irgendwas genommen? Das alles sind doch keine Entschuldigungen um einen Menschen umzubringen. Hast irgendwie rot-braunen Dunst im Kopf, oder was?
Aber ich verstehe schon, das wertvollste Menschenleben ist natürlich nur Dein eingenes.


zuletzt bearbeitet 12.09.2011 23:09 | nach oben springen

#127

RE: Staat ohne Staatsgrenze

in DDR Staat und Regime 12.09.2011 23:26
von Feliks D. | 8.887 Beiträge

Bummi wie wäre es, es nach dem missglückten Geschichtenkurs einem im verstehenden Lesen zu besuchen bevor Du Peter so einen Schwachsinn an den Kopf wirfst?

Der Gilbert hatt da immer so ein schönes Bild gepostet, irgendwie fehlt er hier doch sehr im Forum!


Was ich zu sagen hatte habe ich gesagt, nun fürchte ich das allerletzte Wort. Der Sprache Ohnmacht hat mich oft geplagt, doch Trotz und Hoffnung gab ich niemals fort! Mir scheint die Welt geht aus den Fugen bringt sich um, die vielen Kriege zählt man schon nicht mehr. Auch dieses neue große Deutschland macht mich stumm, der Zorn der Worte und die Wut wird mehr. Die Welt stirbt leise stilles Schreien hört man nicht, es hilft kein Weinen und man sieht's nicht im Gesicht. Wer einen Menschen rettet rettet so die Welt, am Ende überleben wir uns doch. Nur wir bestimmen wann der letzte Vorhang fällt, still und leise verlassen wir die Welt!

Macht es gut Freunde!
zuletzt bearbeitet 12.09.2011 23:38 | nach oben springen

#128

RE: Staat ohne Staatsgrenze

in DDR Staat und Regime 12.09.2011 23:34
von Ari@D187 | 1.989 Beiträge

Nu, Turtle hätte das Zitat etwas besser kennzeichnen können.


Scheint es auch Wahnsinn, so hat es doch Methode...
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#129

RE: Staat ohne Staatsgrenze

in DDR Staat und Regime 12.09.2011 23:42
von Feliks D. | 8.887 Beiträge

Oben steht's und spätestens beim letzten Absatz sollte man stutzig werden. Selbst wenn das nicht ganz so astrein erkennbar ist, so sollte man gerade als "Neuling", und erst recht wenn man die User noch nicht kennt, mit solchen Aussagen wie "Was genommen etc." etwas zurückhaltender sein.


Was ich zu sagen hatte habe ich gesagt, nun fürchte ich das allerletzte Wort. Der Sprache Ohnmacht hat mich oft geplagt, doch Trotz und Hoffnung gab ich niemals fort! Mir scheint die Welt geht aus den Fugen bringt sich um, die vielen Kriege zählt man schon nicht mehr. Auch dieses neue große Deutschland macht mich stumm, der Zorn der Worte und die Wut wird mehr. Die Welt stirbt leise stilles Schreien hört man nicht, es hilft kein Weinen und man sieht's nicht im Gesicht. Wer einen Menschen rettet rettet so die Welt, am Ende überleben wir uns doch. Nur wir bestimmen wann der letzte Vorhang fällt, still und leise verlassen wir die Welt!

Macht es gut Freunde!
zuletzt bearbeitet 12.09.2011 23:45 | nach oben springen

#130

RE: Staat ohne Staatsgrenze

in DDR Staat und Regime 13.09.2011 07:23
von damals wars | 12.113 Beiträge

Wer kann Bummi erklären, das die Grenzsicherung nicht das Problem ist.
Jedes Land kann seine Grenze sichern, wie es will. Da gibt es keine rechtlichen Normen und keine Verbote.
Die Grenzen der Bruderländer wurden ähnlich gesichert. Und es gibt auch heute noch genug Grenzen, die der Grenze der DDR unheimlich ähnlich sehen.

Das Problem war die Reisefreiheit. Die wurden zum Beispiel bei den Polen, Tschechen und Ungarn großzügiger gehandhabt.
Die hatten aber auch nicht das Problem, ein Westpolen, ein Westungarn und eine Westtschecheslowakei zu haben, deren Hauptfeind die Zoffjetzone war.

Und noch so als Lernhilfe, als ich zur Welt kam, war die Grenze schon da. Ich fühle mich da nicht für verantwortlich.


Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches.(Mark Twain)
Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
"Hass hat keinen Glauben, keine Rasse oder Religion, er ist giftig." der Witwer der britische Labour-Abgeordnete Jo Cox.
http://www.neo-magazin-royale.de/zdi/art...fur-frauke.html
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#131

RE: Staat ohne Staatsgrenze

in DDR Staat und Regime 13.09.2011 07:49
von Hackel39 | 3.123 Beiträge

Zitat von damals wars
Wer kann Bummi erklären, das die Grenzsicherung nicht das Problem ist.
Jedes Land kann seine Grenze sichern, wie es will. Da gibt es keine rechtlichen Normen und keine Verbote.
Die Grenzen der Bruderländer wurden ähnlich gesichert. Und es gibt auch heute noch genug Grenzen, die der Grenze der DDR unheimlich ähnlich sehen.

Das Problem war die Reisefreiheit. Die wurden zum Beispiel bei den Polen, Tschechen und Ungarn großzügiger gehandhabt.
Die hatten aber auch nicht das Problem, ein Westpolen, ein Westungarn und eine Westtschecheslowakei zu haben, deren Hauptfeind die Zoffjetzone war.

Und noch so als Lernhilfe, als ich zur Welt kam, war die Grenze schon da. Ich fühle mich da nicht für verantwortlich.



Es waren nicht nur geografische Grenzen, die unsere Reisefreiheit damals einschränkten, auch finanzielle.
Die waren möglichwerweise sogar viel bedeutender als die Angst der Genossen, daß ihre Basiseliten nicht mehr heimkehren könnten.
Das Eingeständnis, daß der Chemiearbeiter in Buna drei Jahre lang allein für einen dreiwöchigen Bayernurlaub arbeiten müßte, sofern er alle Kosten hätte allein tragen müssen, war wohl mindestens genauso problematisch.
Allerdings glaube ich, daß der eine oder andere Laborant oder Karbidofenbediener genauso wie er auf dem Schwarzmarkt zehn Jahreslöhne für einen klapprigen Trabi bezahlt, auch dieses Geld übrig gehabt hätte.
Lösungen, wie z.B. eine kurzzeitige Arbeitserlaubnis in der BRD zur Finanzierung der Reise wären wohl zu utopisch, aus der heutigen Sicht, also wenn man alles noch mal auf den Stand vom Oktober 1989 resteten würde, aber durchaus eine zielführende Variante gewesen.
Womöglich wären die DGB- Gewerkschaften gegen solche Modelle aber Sturm gelaufen, so daß man ihnen vielleicht sogar noch den Schwarzen Peter hätte zustecken können, wenn das Modell nicht angenommen würde.
Aber wie gesagt, alles Spekulation, alles zu spät.
Die Einheit ist da und die Grenzen sind es auch noch.
Übrigens bin ich bei meinen arbeitsbedingten Überfahrten nach Basel schon mindestens zehn mal in den letzten sechs Jahren aus dem Taxi gebeten worden.
Zwar wurden nur meine Personaldokumente abgenommen und kontrolliert und mein "Reiseziel" erfragt, aber der Taxifahrer hat tatsächlich in zwei Fällen auch sein Fahrzeug zur Intensivkontrolle freigeben müssen, inclusive der privaten Geldbörse !



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#132

RE: Staat ohne Staatsgrenze

in DDR Staat und Regime 13.09.2011 08:51
von brummitga (gelöscht)
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Zitat von Bummi
Wie wir alle wissen wurde die Teilung Deutschlands bereits während des Krieges in der Konferenz von Jalta beschlossen, und zwar von allen Alliierten. Daß Stalins Kuchen dabei besonders groß ausfiel lag an der Verhandlungsschwäche Truman's Bis zum Kriegsende zogen die Alliierten auch an einem Strang....bis Stalin 1947 nach der absoluten Macht in Berlin griff und die Versorgungswege nach Westberlin abriegeln ließ. Das ergebnis ist die Berliner Luftbrücke. Dank Stalins Politik wurden nun aus der Besatzungsmacht eine Schutzmacht für Westberlin. Nach kanpp einem Jahr mußte Stalin aufgeben. Dies war seine größte Niederlage überhaupt und damit auch der Beginn des kalten Krieges. Die Amis hatten aus dieser Sache auch gelernt. Sie waren nicht mehr länger Besatzer, sondern Beschützer. Während die Russen im Osten noch immer ganze Fabirken demontierten und nach Russland brachten. Trieben die Alliierten den Aufbau der Wirtschaft voran. Denn mit einem vollen Bauch hat man zufriedene Freunde. Mit Millionen von US-Dollars wurde das Wirtschaftswunder gestartet um in West-Deutschland ein Staatsgefüge nach ihrem Vorbild zu errichten. Relativ schnell wurden alle benötigten Organe in deutsche Hände abgegeben. Deshalb kam es so schnell zu dem sozialen und wirtschaftlichen Gefälle zwischen Ost und West, was wiederum der Auslöser für Massenfluchten Richtung Westen war. Da hat keiner provoziert oder popagandiert. Es wollte auch keiner die DDR ausbluten lassen, das hatten bereits die Russen gründlich besorgt. Die Leute sind einfach dahin gegangen wo es sich besser leben lassen konnte. Das war damlas so und ist noch heute so. Ich erinnere mich noch genau an die Wendezeit, ich war damlas den ganz harten Weg mit Stasiknast und Ausreiseantrag Richtung Westen gegangen und der großteil der DDR-Leute hat das Maul gehalten und gekuscht. Dann waren die Grenzen auf und da erst kamen sie in den Westen, die ganzen Duckmäuser und Schleimer und ließen sich im Westen als die mutigen Antikommunisten feiern. Es war widerlich. Nur ein Beispiel dazu aus meinem persönlichen Erleben. Mit meiner ersten Frau, eine Offizierstochter hatte ich zwei Kinder. nach unserer Scheidung hatte sie einen Stasioffizier geheiratet. Asl ich meine Ausreisegenehmigt bekam wollte ich mich von meinen Kindern verabschieden. ich fuhr als nach Cottbus in ein Wohngebiet mit hohem Stasianteil. Meine Kinder bekam ich nicht mehr zu Gesicht, stattdessen beschimpfte Sie mich als Vaterlandsverräter. Nur wenige Monate nach der Wende zog Sie mit Ihrem Stasioffizier in die Nähe von München, wo sie heute noch lebt.
Die Mauer war und ist ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit und hätte nie gebaut werden dürfen.



ist zwar viel geschrieben, geht aber in großen Teilen an den damalgen Realitäten vorbei. Aber lassen wir das, weil eben nicht sein kann, was nicht sein darf.


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#133

RE: Staat ohne Staatsgrenze

in DDR Staat und Regime 13.09.2011 09:23
von turtle | 6.961 Beiträge

Danke Felix für Deine Zeilen, besonders deshalb weil es zeigt ,das es geht das Miteinander trotz unserer so unterschiedlichen Vergangenheit! Bummi hättest Du meinen Beitrag #124 aufmerksamer gelesen ,oder überhaupt etwas mehr über mich wäre das dienlicher gewesen.Aber auch so muss es in keinem Beitrag im Forum zu persönlichen Beleidigungen kommen. Mehr Contenance
wäre hier und da angebracht ! Also Bummi ,ich habe nichts genommen,und auch keinen rot-braunen Dunst im Kopf.
Gruß Peter(turtle)


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#134

RE: Staat ohne Staatsgrenze

in DDR Staat und Regime 13.09.2011 09:57
von Angelo | 12.391 Beiträge

Zitat von Bummi

Wie bist Du denn drauf, hast Du irgendwas genommen? Das alles sind doch keine Entschuldigungen um einen Menschen umzubringen. Hast irgendwie rot-braunen Dunst im Kopf, oder was?
Aber ich verstehe schon, das wertvollste Menschenleben ist natürlich nur Dein eingenes.




Das ist jetzt deine letzte Verwarnung
15.a) Mobbing, Beleidigungen oder gezielte Angriffe gegen Mitglieder wegen ihrer Vergangenheit.
Der Betreiber behält sich vor bei bestehendem Verdacht, Personen aus dem Forum zu bannen (löschen) die eine offentsichtliche Hetzkampagne gegen Mitglieder betreiben die durch ihre Vergangenheit und ihre Aufgaben in der ehemaligen DDR geprägt sind.Beiträge, die den Mobbing-Charakter erfüllen, und weitere Indizien, werden gespeichert, um in einer möglichen zivilrechtlichen Auseinandersetzung zur Verfügung zu stehen. Dieses gilt auch per PN, im Privaten wie im Geschäftlichen Bereich.Sollte sowas der Forumsleitung bekannt werden, werden die Mitglieder die diese Hetzkampagne verursacht habe SOFORT aus dem Forum gelöscht und bekommen ein lebenslanges Hausverbot ausgesprochen.


zuletzt bearbeitet 13.09.2011 10:03 | nach oben springen

#135

RE: Staat ohne Staatsgrenze

in DDR Staat und Regime 13.09.2011 12:10
von Gert | 12.354 Beiträge

Zitat von Hackel39

Zitat von damals wars
Wer kann Bummi erklären, das die Grenzsicherung nicht das Problem ist.
Jedes Land kann seine Grenze sichern, wie es will. Da gibt es keine rechtlichen Normen und keine Verbote.
Die Grenzen der Bruderländer wurden ähnlich gesichert. Und es gibt auch heute noch genug Grenzen, die der Grenze der DDR unheimlich ähnlich sehen.

Das Problem war die Reisefreiheit. Die wurden zum Beispiel bei den Polen, Tschechen und Ungarn großzügiger gehandhabt.
Die hatten aber auch nicht das Problem, ein Westpolen, ein Westungarn und eine Westtschecheslowakei zu haben, deren Hauptfeind die Zoffjetzone war.

Und noch so als Lernhilfe, als ich zur Welt kam, war die Grenze schon da. Ich fühle mich da nicht für verantwortlich.



Es waren nicht nur geografische Grenzen, die unsere Reisefreiheit damals einschränkten, auch finanzielle.
Die waren möglichwerweise sogar viel bedeutender als die Angst der Genossen, daß ihre Basiseliten nicht mehr heimkehren könnten.
Das Eingeständnis, daß der Chemiearbeiter in Buna drei Jahre lang allein für einen dreiwöchigen Bayernurlaub arbeiten müßte, sofern er alle Kosten hätte allein tragen müssen, war wohl mindestens genauso problematisch.
Allerdings glaube ich, daß der eine oder andere Laborant oder Karbidofenbediener genauso wie er auf dem Schwarzmarkt zehn Jahreslöhne für einen klapprigen Trabi bezahlt, auch dieses Geld übrig gehabt hätte.
Lösungen, wie z.B. eine kurzzeitige Arbeitserlaubnis in der BRD zur Finanzierung der Reise wären wohl zu utopisch, aus der heutigen Sicht, also wenn man alles noch mal auf den Stand vom Oktober 1989 resteten würde, aber durchaus eine zielführende Variante gewesen.
Womöglich wären die DGB- Gewerkschaften gegen solche Modelle aber Sturm gelaufen, so daß man ihnen vielleicht sogar noch den Schwarzen Peter hätte zustecken können, wenn das Modell nicht angenommen würde.
Aber wie gesagt, alles Spekulation, alles zu spät.
Die Einheit ist da und die Grenzen sind es auch noch.
Übrigens bin ich bei meinen arbeitsbedingten Überfahrten nach Basel schon mindestens zehn mal in den letzten sechs Jahren aus dem Taxi gebeten worden.
Zwar wurden nur meine Personaldokumente abgenommen und kontrolliert und mein "Reiseziel" erfragt, aber der Taxifahrer hat tatsächlich in zwei Fällen auch sein Fahrzeug zur Intensivkontrolle freigeben müssen, inclusive der privaten Geldbörse !




Hackel, das hat ja wohl nix mit DDR oder so zu tun........... ?
Wahrscheinlich siehst du so seriös aus, dass man in dir einen "Schwarzgeldschmuggler " in die Schweiz oder aus der Schweiz sieht.


.
All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
John F.Kennedy 1963 in Berlin
Geld ist geprägte Freiheit!
Dostojewski 1866
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
Mahatma Gandhi
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#136

RE: Staat ohne Staatsgrenze

in DDR Staat und Regime 13.09.2011 15:52
von Hackel39 | 3.123 Beiträge

Zitat von Gert

Zitat von Hackel39

Zitat von damals wars
Wer kann Bummi erklären, das die Grenzsicherung nicht das Problem ist.
Jedes Land kann seine Grenze sichern, wie es will. Da gibt es keine rechtlichen Normen und keine Verbote.
Die Grenzen der Bruderländer wurden ähnlich gesichert. Und es gibt auch heute noch genug Grenzen, die der Grenze der DDR unheimlich ähnlich sehen.

Das Problem war die Reisefreiheit. Die wurden zum Beispiel bei den Polen, Tschechen und Ungarn großzügiger gehandhabt.
Die hatten aber auch nicht das Problem, ein Westpolen, ein Westungarn und eine Westtschecheslowakei zu haben, deren Hauptfeind die Zoffjetzone war.

Und noch so als Lernhilfe, als ich zur Welt kam, war die Grenze schon da. Ich fühle mich da nicht für verantwortlich.



Es waren nicht nur geografische Grenzen, die unsere Reisefreiheit damals einschränkten, auch finanzielle.
Die waren möglichwerweise sogar viel bedeutender als die Angst der Genossen, daß ihre Basiseliten nicht mehr heimkehren könnten.
Das Eingeständnis, daß der Chemiearbeiter in Buna drei Jahre lang allein für einen dreiwöchigen Bayernurlaub arbeiten müßte, sofern er alle Kosten hätte allein tragen müssen, war wohl mindestens genauso problematisch.
Allerdings glaube ich, daß der eine oder andere Laborant oder Karbidofenbediener genauso wie er auf dem Schwarzmarkt zehn Jahreslöhne für einen klapprigen Trabi bezahlt, auch dieses Geld übrig gehabt hätte.
Lösungen, wie z.B. eine kurzzeitige Arbeitserlaubnis in der BRD zur Finanzierung der Reise wären wohl zu utopisch, aus der heutigen Sicht, also wenn man alles noch mal auf den Stand vom Oktober 1989 resteten würde, aber durchaus eine zielführende Variante gewesen.
Womöglich wären die DGB- Gewerkschaften gegen solche Modelle aber Sturm gelaufen, so daß man ihnen vielleicht sogar noch den Schwarzen Peter hätte zustecken können, wenn das Modell nicht angenommen würde.
Aber wie gesagt, alles Spekulation, alles zu spät.
Die Einheit ist da und die Grenzen sind es auch noch.
Übrigens bin ich bei meinen arbeitsbedingten Überfahrten nach Basel schon mindestens zehn mal in den letzten sechs Jahren aus dem Taxi gebeten worden.
Zwar wurden nur meine Personaldokumente abgenommen und kontrolliert und mein "Reiseziel" erfragt, aber der Taxifahrer hat tatsächlich in zwei Fällen auch sein Fahrzeug zur Intensivkontrolle freigeben müssen, inclusive der privaten Geldbörse !




Hackel, das hat ja wohl nix mit DDR oder so zu tun........... ?
Wahrscheinlich siehst du so seriös aus, dass man in dir einen "Schwarzgeldschmuggler " in die Schweiz oder aus der Schweiz sieht.



Ich beklage mich ja nicht, Grenzen waren für mich ein Leben lang was ganz normales, deshalb war ich auch erstaunt über die Aufregung meines griechischen Taxifahrers.



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#137

RE: Staat ohne Staatsgrenze

in DDR Staat und Regime 14.09.2011 19:25
von Bummi (gelöscht)
avatar

Zitat Anfang"ZB. aber wenn es Grenzübergänge gibt und es will jemand unbedingt
zwischen zwei Grenzübergängen des Staat unkontrolliert verlassen und er erkennt nicht, daß der Drahtzaun
deshalb errichtet ist, damit man nicht das Territorium dahinter betreten kann, nicht erkennt, daß eine Panzer-
sperre für eine massive Grenzsicherung steht, Schilder über Grenzgebiet aufgestellt sind, dann der 10 Meter-
Streifen dann nochmals Drahtzaun mit Stacheldraht und dann eine 4 Meter hohe Mauer, daß das kein Grenz-
übergang sein kann, und dann auch noch auf Anruf durch Grenzsoldaten nicht stehen bleibt, dann kann man
eben nicht helfen.
Jedes Volkspolizeikreisamt hatte einen Extra-Schalter nur für Übersiedlungen mit großen fetten Buchstaben
beschriftet, dort bekam man die Ausreiseanträge 4-fach ausgehändigt und das Formblatt über Schuldenfreiheit
bestimmter Banken, die angekreuzt werden usw.
Man konnte in jedes Land der Erde, welches die DDR anerkannt hatte, übrigens auch die USA, ausreisen.
Es gab ein Problemland, das war die BRD mit ihrem anmaßenden Alleinvertretungsanspruch und was alles
damit zusammen hing." Zitat Ende

Das ist sicherlich jetzt Regelkonformer ausgedrückt als meine vorangegangene Antwort, manchmal trage ich eben mein Herz auf der Zunge. Hier meine Antwort dazu:
Für mich ist Dieser Text nicht nur menschenverachtend, sondern auch sehr zynisch. Der Verfasser scheint es also als"normal" zu empfinden wenn Menschen an der Grenze erschossen werden. Es scheint für Ihn "normal" zu sein daß ein bewaffneter Soldat einen unbewaffneten Zivilisten, der auch noch aus gleichen Land stammt, wie er, die gleiche Sprache spricht, also einen Landmann. einfach abknallt wie einen Hasen. Der Verfasser scheint keine Ahnung zu haben wie es ist, wenn auf ihn geschossen wird. Er scheint sich auch nie selbst die Frage gestellt zu haben, wie es ihm in umgekehrter Situation gehen würde. Das alles spiegelt den alten menschenverachtenden Geist, der zu finstersten DDR-Zeiten geherrscht hat wieder.
Auch was hier zu den Ausreiseanträgen steht ist an Zynismus kaum noch zu übertreffen und auch heute noch ein Schlag ins Gesicht derer die den Mut hatten, die DDR auf offiziellem Wege verlassen zu wollen. Diese Leute waren es die überhaupt angefangen hatten Druck auf die DDR auszuüben. Hätte es nicht so viele mutige Leute gegeben, dann würde der Verfasser ja vielleicht heute noch im Trabbi fahren und nach Bananen anstehen müssen. Der Verfasser scheint nicht den blassesten Schimmer davon haben, was es für einen DDR-Bürger bedeutet hat ein Ausreisewilliger zu sein. Wenn man beides selbst erlebt hat und dann sowas liest, kann einem schonmal die Galle hochkommen.
@ Feliks D. weist Du eigentlich nach wem Du Dich da benennst?


zuletzt bearbeitet 14.09.2011 19:35 | nach oben springen

#138

RE: Staat ohne Staatsgrenze

in DDR Staat und Regime 14.09.2011 19:33
von Feliks D. | 8.887 Beiträge

Zitat von Bummi
Es scheint für Ihn "normal" zu sein daß ein bewaffneter Soldat einen unbewaffneten Menschen, der auch noch aus gleichen Land stammt, wie er, die gleiche Sprache spricht, usw. einfach abknallt wie einen Hasen.



Je tiefer das Niveau, desto schwieriger die Argumentation. Ist das die Taktik mit der Du hier punkten willst?


Was ich zu sagen hatte habe ich gesagt, nun fürchte ich das allerletzte Wort. Der Sprache Ohnmacht hat mich oft geplagt, doch Trotz und Hoffnung gab ich niemals fort! Mir scheint die Welt geht aus den Fugen bringt sich um, die vielen Kriege zählt man schon nicht mehr. Auch dieses neue große Deutschland macht mich stumm, der Zorn der Worte und die Wut wird mehr. Die Welt stirbt leise stilles Schreien hört man nicht, es hilft kein Weinen und man sieht's nicht im Gesicht. Wer einen Menschen rettet rettet so die Welt, am Ende überleben wir uns doch. Nur wir bestimmen wann der letzte Vorhang fällt, still und leise verlassen wir die Welt!

Macht es gut Freunde!
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#139

RE: Staat ohne Staatsgrenze

in DDR Staat und Regime 14.09.2011 19:42
von mic44 | 183 Beiträge

Es scheint für Ihn "normal" zu sein daß ein bewaffneter Soldat einen unbewaffneten Menschen, der auch noch aus gleichen Land stammt, wie er, die gleiche Sprache spricht, usw. einfach abknallt wie einen Hasen.



Oh Gott,was ist mir schlecht.Ich frage mich,wo manche Leute ihre infos her haben.


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#140

RE: Staat ohne Staatsgrenze

in DDR Staat und Regime 14.09.2011 20:20
von Gert | 12.354 Beiträge

Zitat von Feliks D.
[quote="Bummi"]Es scheint für Ihn "normal" zu sein daß ein bewaffneter Soldat einen unbewaffneten Menschen, der auch noch aus gleichen Land stammt, wie er, die gleiche Sprache spricht, usw. einfach abknallt wie einen Hasen.



Für diesen Satz ( rotmarkiert ) hat die DDR einen ARD Korrespondenten umgehend des Landes verwiesen. ( Lothar Löwe ). Muss so Ende der 70 er Jahre gewesen sein.

Gruß Gert


.
All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
John F.Kennedy 1963 in Berlin
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Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
Mahatma Gandhi
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