#61

RE: Staat ohne Staatsgrenze

in DDR Staat und Regime 19.08.2011 21:49
von ahlbecker (gelöscht)
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winfried
was hat denn eigentlich der Alexander Schalck-Golodkowski so für ein paar DM so alles außer landes geschmuggelt
oder findest du das auch ok


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#62

RE: Staat ohne Staatsgrenze

in DDR Staat und Regime 19.08.2011 22:03
von eisenringtheo | 9.156 Beiträge

Zitat von winfried
, dann essen wir in Europa nur noch mit Stäbchen.

Dies nur als Beispiel der friedlichsten Variante.

Seid gegrüßt vom Winfried



So weit kommts noch!!!!


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#63

RE: Staat ohne Staatsgrenze

in DDR Staat und Regime 19.08.2011 22:24
von Gert | 12.354 Beiträge

Zitat von EK86II

Zitat von Gert
........du willst nur wieder ein bischen Spannungszustand in dieses Forum bringen, seitdem der Puppenladen geschlossen ist.......

Gruß Gert



Hallo Gert,
wirklich schön wie du das rüber bringst nur leider ist mit dem Abgang der "Puppen" auch die Würze aus diesem Forum verschwunden!
Aber wie schrieb doch ein User: Unruhe kann dieses Forum nicht gebrauchen!

Na denn, Gute Nacht!





Keine Angst EK86II, wie Theo schon sagte, die liegen am Feldrand und beäugen uns mit dem Feldstecher. Irgendwann werden sie schon wieder da sein, wir werden es sicher bemerken. Denn sie haben vor Kribbeln in den Fingern Probleme , das Fernglas zu halten. Die würden zu dem einen oder anderen Thema gern in die Tasten hauen, aber es gibt wohl eine Abmachung uns oder einige von uns abzustrafen. Zum Glück können sie es heute nur noch auf diese Weise, nämlich mit Nichtachtung, im Gegensatz zu früher.

Grüße an alle, auch an unsere Beobachter,


.
All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
John F.Kennedy 1963 in Berlin
Geld ist geprägte Freiheit!
Dostojewski 1866
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
Mahatma Gandhi
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#64

RE: Staat ohne Staatsgrenze

in DDR Staat und Regime 19.08.2011 22:25
von SkinnyTrucky | 1.260 Beiträge

Naja Winfried, mit dem Kaffeeschmuggel hier in der Gegend haben viele viel Geld mit verdient und sehr viele haben davon gelebt....man rüstete soweit auf, das sogar ausrangierte Panzer benutzt wurden um die Nagelketten der Grenzpolizei unbeschadet zu überfahren....das war richtig Mafiamässig organisiert....ganze Hehlerketten erstreckten sich von Antwerpen über Hasselt durch Süd-Limburg, bzw durch Deutsch-Belgien nach Deutschland und sorgten für Zündstoff zwischen den drei Ländern....es gibt sogar ein kleinen Wikieintrag davon.....im Fernsehen lief auch mal 'ne Doku darüber....auf Youtube fand ich sie aber nicht....aber ich fand diese Seite des Zollmuseums Horbach/Locht nich weit von hier....

....und nee, 'ne Mauer wurd deswegen nicht in Erwägung gezogen....Deutschland senkte am 24. August 1953 drastisch die Steuern für Kaffee und machte diese Route unattraktiv für Schmuggler.....wenn man hier Älteren zuhört, wissen die noch Geschichten über diese Zeit zu erzählen....

...was meinst du mit Patenrecht...??? Patentrecht vielleicht....??? Übrigens, ich hab kein Silberbesteck, und ich denk nich, das mir mal jemand vorschreiben sollte, mit welchem Besteck ich nun mein Essen in den Mund befördern soll....

....ich seh das so, Zoll muß man zwar noch bezahlen an den schweizer Grenzen...auch die haben keine Mauer....und da kann man wahlweise mit Stäbchen oder mit hiesigen Besteck essen....auch da wo man früher Grenzen hatte und Zölle bezahlen mußte und wo jetzt die Grenzen offen sind, hat sich kaum was geändert im Horeca-Gewerbe.....

....aber falls du Angst hast, das alle Metalle mal für irgendwas eingeschmolzen werden und nur noch Stäbchen neben den Tellern liegen, dann fang doch schonmal an zu lernen mit Stäbchen zu essen.....

guten Nacht...welterusten....

Mara


Kein Sex mit Nazis...!!!
zuletzt bearbeitet 19.08.2011 22:51 | nach oben springen

#65

RE: Staat ohne Staatsgrenze

in DDR Staat und Regime 19.08.2011 22:36
von gmei | 44 Beiträge

Zitat von EK86II

Zitat von Gert
........du willst nur wieder ein bischen Spannungszustand in dieses Forum bringen, seitdem der Puppenladen geschlossen ist.......

Gruß Gert



Hallo Gert,
wirklich schön wie du das rüber bringst nur leider ist mit dem Abgang der "Puppen" auch die Würze aus diesem Forum verschwunden!
Aber wie schrieb doch ein User: Unruhe kann dieses Forum nicht gebrauchen!

Na denn, Gute Nacht!




@EK86II
So manche Würze regt aber auch zum an.


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#66

RE: Staat ohne Staatsgrenze

in DDR Staat und Regime 19.08.2011 22:54
von EK86II (gelöscht)
avatar

Zitat von gmei


@EK86II
So manche Würze regt aber auch zum an.



Weichei!........dann las es doch raus..........aber deck vorher deine Tastatur ab!


zuletzt bearbeitet 19.08.2011 23:02 | nach oben springen

#67

RE: Staat ohne Staatsgrenze

in DDR Staat und Regime 19.08.2011 23:38
von Gert | 12.354 Beiträge

Zitat von EK86II

Zitat von gmei


@EK86II
So manche Würze regt aber auch zum an.



Weichei!........dann las es doch raus..........aber deck vorher deine Tastatur ab!




@EK86II köstlich dein Antwort, wenn die Antwort von @gmei nicht so ekelhaft wäre

Gruß Gert


.
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#68

RE: Staat ohne Staatsgrenze

in DDR Staat und Regime 20.08.2011 08:18
von Polter (gelöscht)
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Zitat von eisenringtheo

Zitat von EK86II
(...)nur leider ist mit dem Abgang der "Puppen" auch die Würze aus diesem Forum verschwunden!



Ja das stimmt. Aber der "XXXXXXXX" ist schon noch da. Er beobachtet uns diskret aus dem Hintergrund.... Vielleicht wenn sein Leidensdruck zu gross wird.... dann meldet sich der eine oder andere wieder..
Theo




Warum sollten sie sich das antun?


zuletzt bearbeitet 22.08.2011 15:02 | nach oben springen

#69

RE: Staat ohne Staatsgrenze

in DDR Staat und Regime 22.08.2011 14:58
von 94 | 10.792 Beiträge

Zitat von eisenringtheo
Aber der "XXXXXXXXX" ist schon noch da. Er beobachtet uns diskret aus dem Hintergrund....Vielleicht wenn sein Leidensdruck zu gross wird.... dann meldet sich der eine oder andere wieder..



Soso, man setzt es in Gänsefüßchen ... *definitiv_nicht_grins*
So lockt man bestimmt keine Uniformpuppe hinter dem Ofen vor um ihr dann wieder politisch-korrekt ans Bein pinkeln zu können!
Vielleicht haben die Weinroten auch nur endlich diesen Spruch begriffen ... http://www.mirgefaellts.com/GF/?id=33104


Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


zuletzt bearbeitet 22.08.2011 15:02 | nach oben springen

#70

RE: Staat ohne Staatsgrenze

in DDR Staat und Regime 22.08.2011 15:05
von Angelo | 12.391 Beiträge

Zitat von eisenringtheo
Aber der "XXXXXX" ist schon noch da. Er beobachtet uns diskret aus dem Hintergrund....Vielleicht wenn sein Leidensdruck zu gross wird.... dann meldet sich der eine oder andere wieder..




Ich möchte jetzt hier mal ein paar Grundlegende Dinge klären das Wort "Verbrecherverein" möchte ich eigentlich in diesem Forum nicht mehr hören. Sicherlich habe ich in einem Fall dem User Major Tom recht gegeben, dazu stehe ich auch jetzt noch. ABER das dieses Wort jetzt hier als Belustigung benutzt wird um eine Minderheit zu titulieren, das geht nun mal gar nicht.

Ich werde die Foren Regel dem entsprechend ändern...das hier niemand mehr egal zu welcher Gruppe er in diesem Forum gehört mit derartigen Worten tituliert wird. Wir leben hier in einer Gemeinschaft und da gehören nunmal allle Gruppen dazu und so soll es auch bleiben.

Ich hoffe diese Aussage war jetzt deutlich genug. Ich war und bin Neutral,aber sowas dulde ich auch nicht.


zuletzt bearbeitet 22.08.2011 15:07 | nach oben springen

#71

RE: Staat ohne Staatsgrenze

in DDR Staat und Regime 22.08.2011 20:44
von utkieker | 2.912 Beiträge

Grenzen entstanden um Herrschaftsgebiete zu zementieren. Regelrechte Blüten schlugen die damaligen deutschen Kleinstaaten, wo Grafen sich von Herzögen abgrenzten um partikuläre Machtansprüche geltend zu machen, man kann dies bescheurt finden oder nicht zu mindestens sind die Grenzlinien kein Naturgesetz, nein sie laufen der Natur zuwider, sie waren bzw sind historisch "gewachsen". Mit der Einführung der DM in Westberlin und in der Trizone wurde der SBZ, der späteren DDR enormer finanzieller Schaden beigefügt. Zwei Währungen in einer Stadt, heißt wohl nichts anderes als sich selbst zu belügen von einem "einig Vaterland" zu sprechen. Wirtschaftlich wie militärisch stand die DDR mit dem Rücken zur Wand, so ist die "Mauer" aus der Not heraus geboren die schon bald zur Tugend erklärt wurde.
Oh ja die DDR hatte seinen Bürgern wesentliche bürgerliche Freiheiten vorenthaltem und dazu gehörte auch die Reisefreiheit, in der BRD vergoß man darauf bittere Krokodilstränen über die Höhe der Mauer. Ja so lange man "nur" von Deutschland nach Deutschland wollte bedauerte man die Brüder und Schwestern die man zuvor die Bürde der DM auflud und für die Kriegsfolgeschäden fast alleine aufkommen mußte. Aber schon bald nach der Wiedervereinigung standen für Asylbewerber die Knasttore offen.
Das größte Verbrechen auf diesen Planeten ist der Umstand das Menschen verhungern und verdursten müssen. Wenn es gelingt Erdölraffenerien zu errichten Erdgaspipelines die quer durch Europa ziehen, um wieviel einfacher wäre es dann Meerwasserentsalzungsanlagen zu bauen und eine Trinkwasserleitung quer durch die Sahara. Ich habe immer noch die Vision von einer Welt ohne Grenzregime, Paßgesetze und Zollbarrieren.

Gruß Hartmut


"Die Vergangenheit zu verbieten macht sie nicht ungeschehen, nicht einmal wenn man versucht sie selbst in sich zu verdrängen"
(Anja-Andrea 1959 - 2014)
zuletzt bearbeitet 22.08.2011 20:46 | nach oben springen

#72

RE: Staat ohne Staatsgrenze

in DDR Staat und Regime 22.08.2011 23:21
von Moskwitschka (gelöscht)
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Wenn man sich mit dem Thema beschaftigt und sich nur von Fakten leiten lässt, kommen immer neue Fragen...

Zur Geschichte der Währung in Deutschland ab 1948:

Deutsche Mark

Sie wurde am 21. Juni 1948 in der Trizone und drei Tage später auch in den drei Westsektoren Berlins durch die Währungsreform 1948 eingeführt und löste die Reichsmark als gesetzliche Währungseinheit ab. Auch nach der Gründung der Bundesrepublik Deutschland am 23. Mai 1949 blieb die Deutsche Mark die Währungseinheit in der Bundesrepublik einschließlich West-Berlin.

Mark

Mark war der Name verschiedener gesetzlicher Zahlungsmittel der Sowjetischen Besatzungszone und der DDR von 1948 bis 1990. Sie wurden ab 1948 von der Deutschen Notenbank und ab 1968 von der Staatsbank der DDR herausgegeben. Folgende auf „Mark“ lautende Währungen wurden im Territorium der DDR emittiert:

- Deutsche Mark der Deutschen Notenbank (DM!!!!) 24. Juli 1948 bis 31. Juli 1964
- Mark der Deutschen Notenbank (MDN) 1. August 1964 bis 31. Dezember 1967
- Mark (M) der Deutschen Demokratischen Republik (auch: Mark der DDR) 1. Januar 1968

Man, waren die inder SBZ gut. Sie haben es geschaft in nur einem Monat:

- Die gesetzlichen Grundlagen zu schaffen
- Das Design festzulegen
- Die Druckplatten und Prägestempel herzustellen
- Spezialpapier zu besorgen, zu bedrucken, zu schneiden
- Die Verteiler des Bargeldes zu vergattern
- Die Sicherheit zu gewährleisten
- Die Scheine und Münzen an die Banken zu verteilen...

Und das alles höchst konspirativ.

Meiner Meinung nach war die SBZ einfach zu langsam. Obwohl es da nur einen Entscheider gab. Im Westen mussten sich 3 Alliierte einigen.

LG von der grenzgaengerin


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#73

RE: Staat ohne Staatsgrenze

in DDR Staat und Regime 22.08.2011 23:37
von Ari@D187 | 1.989 Beiträge

Zitat von grenzgaengerin
Wenn man sich mit dem Thema beschaftigt und sich nur von Fakten leiten lässt, kommen immer neue Fragen...
[...]

Man, waren die inder SBZ gut. Sie haben es geschaft in nur einem Monat:

- Die gesetzlichen Grundlagen zu schaffen
- Das Design festzulegen
- Die Druckplatten und Prägestempel herzustellen
- Spezialpapier zu besorgen, zu bedrucken, zu schneiden
- Die Verteiler des Bargeldes zu vergattern
- Die Sicherheit zu gewährleisten
- Die Scheine und Münzen an die Banken zu verteilen...

Und das alles höchst konspirativ.

Meiner Meinung nach war die SBZ einfach zu langsam. Obwohl es da nur einen Entscheider gab. Im Westen mussten sich 3 Alliierte einigen.

LG von der grenzgaengerin



Hallo Grenzgängerin,

schön kombiniert, da ist was dran...

Gruß
Stefan


Scheint es auch Wahnsinn, so hat es doch Methode...
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#74

RE: Staat ohne Staatsgrenze

in DDR Staat und Regime 23.08.2011 07:48
von eisenringtheo | 9.156 Beiträge

Zitat von Ari@D187

Zitat von grenzgaengerin
Wenn man sich mit dem Thema beschaftigt und sich nur von Fakten leiten lässt, kommen immer neue Fragen...
[...]

Man, waren die inder SBZ gut. Sie haben es geschaft in nur einem Monat:

- Die gesetzlichen Grundlagen zu schaffen
- Das Design festzulegen
- Die Druckplatten und Prägestempel herzustellen
- Spezialpapier zu besorgen, zu bedrucken, zu schneiden
- Die Verteiler des Bargeldes zu vergattern
- Die Sicherheit zu gewährleisten
- Die Scheine und Münzen an die Banken zu verteilen...

Und das alles höchst konspirativ.

Meiner Meinung nach war die SBZ einfach zu langsam. Obwohl es da nur einen Entscheider gab. Im Westen mussten sich 3 Alliierte einigen.

LG von der grenzgaengerin



Hallo Grenzgängerin,

schön kombiniert, da ist was dran...

Gruß
Stefan




Ein gewisse Eile war geboten. Nach der Währungsreform im Westen war die Reichsmark wertlos. Zwar gab es am 24. Juni umgehend auch eine Währungsreform im Osten: Nur noch Reichsmarknoten mit Wertmarken der SBZ waren gültig.
http://guessen.privat.t-online.de/geld/ddr/tape.htm
Da bis am 23. Juni 1948 die alten Noten und ab 24. Juni alte Noten mit nicht eben fälschungssicheren Wertmarken und das gesamte alte Münzgeld in der SBZ und ganz Berlin weiterhin gültig blieben, entstand der späteren DDR ein grosser volkswirtschaftlicher Schaden, weil Einwohner aus den westlichen Besatzungszonen versuchten, altes Geld im Osten loszuwerden. Als die Emissionsbehörden der Westzonen (Die Bank der deutshen Länder) die "DMark der Deutschen Länder" (später DM-West) am 23. Juni auch in Berlin als zusätzliches Zahlungsmittel in Umlauf setzte, erklärten die Behörden der SBZ dies für ungültig. Wie am Vortag beschlossen, sollte die DM der Deutschen Notenbank (die Tapetenmark) in ganz Berlin einziges Zahlungsmittel sein. Das befürchtete Währungschaos war mit ein Grund, dass es zur Berlinblockade kam.
Theo


zuletzt bearbeitet 23.08.2011 07:56 | nach oben springen

#75

RE: Staat ohne Staatsgrenze

in DDR Staat und Regime 23.08.2011 10:29
von utkieker | 2.912 Beiträge

Zitat von eisenringtheo

Zitat von Ari@D187

Zitat von grenzgaengerin
Wenn man sich mit dem Thema beschaftigt und sich nur von Fakten leiten lässt, kommen immer neue Fragen...
[...]

Man, waren die inder SBZ gut. Sie haben es geschaft in nur einem Monat:

- Die gesetzlichen Grundlagen zu schaffen
- Das Design festzulegen
- Die Druckplatten und Prägestempel herzustellen
- Spezialpapier zu besorgen, zu bedrucken, zu schneiden
- Die Verteiler des Bargeldes zu vergattern
- Die Sicherheit zu gewährleisten
- Die Scheine und Münzen an die Banken zu verteilen...

Und das alles höchst konspirativ.

Meiner Meinung nach war die SBZ einfach zu langsam. Obwohl es da nur einen Entscheider gab. Im Westen mussten sich 3 Alliierte einigen.

LG von der grenzgaengerin



Hallo Grenzgängerin,

schön kombiniert, da ist was dran...

Gruß
Stefan




Ein gewisse Eile war geboten. Nach der Währungsreform im Westen war die Reichsmark wertlos. Zwar gab es am 24. Juni umgehend auch eine Währungsreform im Osten: Nur noch Reichsmarknoten mit Wertmarken der SBZ waren gültig.
http://guessen.privat.t-online.de/geld/ddr/tape.htm
Da bis am 23. Juni 1948 die alten Noten und ab 24. Juni alte Noten mit nicht eben fälschungssicheren Wertmarken und das gesamte alte Münzgeld in der SBZ und ganz Berlin weiterhin gültig blieben, entstand der späteren DDR ein grosser volkswirtschaftlicher Schaden, weil Einwohner aus den westlichen Besatzungszonen versuchten, altes Geld im Osten loszuwerden. Als die Emissionsbehörden der Westzonen (Die Bank der deutshen Länder) die "DMark der Deutschen Länder" (später DM-West) am 23. Juni auch in Berlin als zusätzliches Zahlungsmittel in Umlauf setzte, erklärten die Behörden der SBZ dies für ungültig. Wie am Vortag beschlossen, sollte die DM der Deutschen Notenbank (die Tapetenmark) in ganz Berlin einziges Zahlungsmittel sein. Das befürchtete Währungschaos war mit ein Grund, dass es zur Berlinblockade kam.
Theo



Genauso ist es Theo,

Der im Westen wertlos gewordene Plunder an Geldscheinen und Münzen wurde in die SBZ transferiert zu mal der Bürger der Trizone zum Anfang nur 40 DM zu Verfügung hatte. Eine entsprechende Warendeckung konnte auch nicht gewährt werden zu mal ja noch viele Dinge des täglichen Bedarfs rationiert waren. Insofern war Eile geboten neues Geld im Umlauf zu bringen.
Dies war nicht nur der Grund für die Berlinblockade sondern auch für die spätere Teilung Deutschlands.

Gruß Hartmut!


"Die Vergangenheit zu verbieten macht sie nicht ungeschehen, nicht einmal wenn man versucht sie selbst in sich zu verdrängen"
(Anja-Andrea 1959 - 2014)
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#76

RE: Staat ohne Staatsgrenze

in DDR Staat und Regime 23.08.2011 10:36
von GZB1 | 3.286 Beiträge

So ist es @utkieker

wenn für den Übergang die Klebekupons für die RM bzw. dann nach einem Monat die neuen Geldscheine in der SBZ nicht so schnell gekommen waren, wäre nach der Währungsumstellung in der Trizone die in der SBZ noch existierende Reichsmark (RM) nicht mal das Papier mehr wert gewesen (Hyperinflation) auf dem sie gedruckt war. Deshalb war Eile geboten.

Zumal nach dem Krieg die RM ja sowieso kaum noch was wert war, die eigentliche harte Währung waren Dollar oder Zigaretten.


zuletzt bearbeitet 23.08.2011 11:09 | nach oben springen

#77

RE: Staat ohne Staatsgrenze

in DDR Staat und Regime 23.08.2011 12:17
von Moskwitschka (gelöscht)
avatar

Hallo ihr Währungsspezialisten,

ich glaube ihr habt mich missverstanden.

Mit meinem Beitrag zu den Währungsreformen stellte ich unterschwellig die Frage, wie es damals bei Mangel an allem, in 30 Tagen möglich war, solch ein Projekt zu stemmen.

Meine Vermutung geht dahin, dass in der SBZ lange vor Juni 1948 an einer Währung für die SBZ gebastelt wurde. Man musste nur noch auf die die Währungsreform in den westlichen Besatzungszonen warten und hatte für alle Zeiten das "Totschlagargument", das gebetsmühlenartig den späteren DDR - Bürgern um die Ohren geschlagen wurde.

LG von der grenzgaengerin


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#78

RE: Staat ohne Staatsgrenze

in DDR Staat und Regime 23.08.2011 12:34
von GZB1 | 3.286 Beiträge

@grenzgängerin

dass eine Währungsreform kommen mußte nach dem Krieg war ja wohl klar! Das man sich darauf vorbereitete ja wohl auch.
Die Wahl des Zeitpunktes ist Politik.

Die Frage war doch, eine gemeinsame Währung für alle vier Besatzungszonen oder bei unterschiedlichen Währungen damit auch eine wirtschaftliche Trennung. Das Tischtuch zwischen den Alliierten war bereits vorher zerschnitten. Sie wollten in ihren Besatzungszonen jeweils schalten und walten wie es ihnen genehm war.

http://de.wikipedia.org/wiki/Alliierter_Kontrollrat


zuletzt bearbeitet 23.08.2011 12:41 | nach oben springen

#79

RE: Staat ohne Staatsgrenze

in DDR Staat und Regime 23.08.2011 14:27
von Gert | 12.354 Beiträge

Zitat von grenzgaengerin
Hallo ihr Währungsspezialisten,

ich glaube ihr habt mich missverstanden.

Mit meinem Beitrag zu den Währungsreformen stellte ich unterschwellig die Frage, wie es damals bei Mangel an allem, in 30 Tagen möglich war, solch ein Projekt zu stemmen.

Meine Vermutung geht dahin, dass in der SBZ lange vor Juni 1948 an einer Währung für die SBZ gebastelt wurde. Man musste nur noch auf die die Währungsreform in den westlichen Besatzungszonen warten und hatte für alle Zeiten das "Totschlagargument", das gebetsmühlenartig den späteren DDR - Bürgern um die Ohren geschlagen wurde.

LG von der grenzgaengerin





@Grenzgängerin, du hast das Problem glänzend auf den Punkt gebracht sowohl was den Zeitablauf betrifft wie auch das im Vorfeld gehortete Totschlagargument.
Nach meiner Überzeugung ist der erste Schritt zu einer Spaltung von der sowj. Besatzungszone ausgegangen und das war die Gründung der deutschen Grenzpolizei am 1.7.1946 !, man beachte das Datum weit vor Gründung der DDR.

Gruß Gert


.
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Mahatma Gandhi
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#80

RE: Staat ohne Staatsgrenze

in DDR Staat und Regime 23.08.2011 15:38
von GZB1 | 3.286 Beiträge

Also @Gert wenn du bei der Gründung von Grenzpolizeien bist:

"...1945 wurde die Bayerische Grenzpolizei – damals Bayerische Landesgrenzpolizei genannt – wiedererrichtet. Diese hatte von 1919 bis 1934 in Form von bayerischen Grenzpolizeikommissariaten an den Grenzen zwischen Lindau und Eger bestanden. Die Wiedererrichtung erfolgte mit der VA Nr. 72 über die Bildung einer Bayerischen Landesgrenzpolizei vom 15. November 1945, welche am 1. März 1946 in Kraft trat. Die ersten Kräfte wurden von der amerikanischen Besatzungsmacht als „Border Police“ aufgestellt...."

aus: http://de.wikipedia.org/wiki/Bayerische_Grenzpolizei

"...Die Militärregierung erteilte daher Anfang 1948 der "Chefinspektion des Zollgrenzschutzes -Britische Zone-" den geheimen Auftrag, die Grenzaufsicht an der Demarkationslinie nach Maßgabe ihres an den Auslandsgrenzen bewährten Systems zu übernehmen.
Die genannte Einrichtung war bereits am 1. März 1946 gemeinsam mit der "Leitstelle der Finanzverwaltung für die britische Zone" entstanden. Mit der "finanztechnischen" Weisung Nr. 81 (abgekürzt FTA 81) wurde die Chefinspektion nach englischem Muster aus der Finanzverwaltung herausgelöst, die Beamten blieben aber hinsichtlich Besoldung, Versorgung usw. den zuständigen Oberfinazdirektionen verbunden. Der Chefinspektor hatte seinen Sitz in Oldenburg; dort residierte auch der für die Grenzbewachung der britischen Zone zuständige Frontier Control Service - FCS..."

aus: http://bildung.freepage.de/grenze/site03.htm


zuletzt bearbeitet 23.08.2011 15:52 | nach oben springen


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