#321

RE: Staat ohne Staatsgrenze

in DDR Staat und Regime 30.12.2013 00:06
von Grenzgänger (gelöscht)
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Zitat von studfri im Beitrag #318

So siehts aus, mein Bester. Wenn Du mal in mein Profil sehen würdest dann könntest Du erkennen, dass mein Vater ein ganz klein wenig mehr ist ist ein ehemaliger Politoffizier, der heute in Versicherungen macht. Beziehungen schaden eben immer nur dem der keine hat, das galt früher wie heute.
Im übrigen weis ich nicht, weswegen Du in so einen herablassenden Ton mit mir plaudern musst. Mir ist schon klar, dass jemand wie ich jemandem wie Dir nicht passt.


Studfri, Deine Arroganz geht (und sicher nicht nur) mir auf den Geist... wenn Du Deinem Profil so eine Bedeutung beimisst, dann solltest Du dein Auftreten im Forum auch etwas an Deinem eigenen Anspruch ausrichten.. wenn ich da von "Promotion" und "wissenschaftlicher Arbeit" (Aufarbeitung des "Mitläufer"- Themas) lese, kann ich nur mit dem Kopf schütteln.
Wie Du die hier gezeigte Ignoranz gegenüber anderen Lebenserfahrungen jemals ablegen und Dich selbst den von Dir formulierten, höchst anspruchsvollen Zielen unterordnen willst, ist mir schleierhaft.

Aber keine Bange- Du passt schon sehr gut in diese Zeit..
Am Ende wird alles gut werden - Du hast ja schließlich Beziehungen, der Papa wirds schon richten.
Und Deine Doktorarbeit wird wahrscheinlich auch niemand unter Plagiatsverdacht stellen- dazu wird sie zu bedeutungslos sein.

Siggi


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#322

RE: Staat ohne Staatsgrenze

in DDR Staat und Regime 30.12.2013 11:09
von Rüganer (gelöscht)
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Zitat von GZB1 im Beitrag #298
Rüganer,

wimre wurde in dem Prozess gegen Heinrich auch sein Kompaniechef vernommen.

"...Unterschiede fallen auf: Noch kein Zeuge hat im zweiten Mauerschützen-Prozeß so überwältigend offen und aufrecht ausgesagt wie der ehemalige Kompaniechef im 33. Grenzregiment, Ronald Fabian, 34, im Verfahren gegen Heinrich und die anderen. Keiner hat die selbstzerstörerische Hohlheit des Systems so unumwunden dargestellt und die Versuche, gleichwohl noch leidlich Ordnung zu halten im allfällig sich anbahnenden Chaos. Richter Seidel hat ihn dafür gelobt. Doch dann ging er darüber hinweg, als wäre Fabian ein ganz Kleiner...."
http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-13679815.html



Danke für diesen Link, war mir nicht so gegenwärtig im Kopf. Ich habe damals, als die Prozesse liefen immer gedacht, es hätte auch dich erwischen können. Gerade zu den im Bericht genannten Soldaten des Falles G fällt mir ein Fernsehbericht ein, wo man den einen Soldaten, ich glaube es war der Postenführer, zu Hause aufsuchte und ihn regelrecht vorführte... und dann fallen die Jungs noch so einem RICHTER in die Hände, der nun, nach dem Bericht zu urteilen, seine Befangenheit kaschieren muss und mich an andere Richter erinnert, Filbinger vielleicht...
Sicher kam da ein KC, der für seine Soldaten aussagte, nicht gut an.
Zu Deiner anderen Feststellung, dass zum Gericht immer eine Ladung erfolgt... ich meinte dies anders, sagen wir mal so: ist da ein Offizier von sich aus zur Verteidigung oder zum Staatsanwalt gegangen und hat gesagt, dass man ihn dann auch mit anklagen muss, weil er an diesem Abend die Befehlsgewalt hatte?
Versteh mich richtig, mich kotzt im Nachhinein dieses ganze System derartig an, damals habe ich mitgemacht, die Schnauze gehalten und gehofft, dass keiner kommt und die, die kamen, die ließen sich alle so greifen und es war auch Hinterland. Man hat das Maul gehalten, weil man in den Ausgang wollte und rechtzeitig zum Zug nach Rügen, weil man seine Ruhe haben wollte und nicht noch Reviere außer der Reihe. Man hat sich berieseln lassen und an das Thema Nr. 1 gedacht, wenn man mit dem Hocker unter dem Arm einrückte, zur Aktuell- Politischen Information. Ich kenne keinen, der auf den politischen Scheiß wild war, interessant waren die Infos zu aktuellen Fahndungen...
Ich habe diesen ganzen Mist 12 Monate aus erster Hand gehabt, und im Gegensatz zu den Angeklagten in den Prozessen hatte ich Glück. Ich habe es hier schon öfters geschrieben, ich hatte einen auf der Stube, der hatte kein Glück und der wird mit großer Wahrscheinlichkeit auch vor dem Kadi gelandet sein. Und weil ich den eben bisschen gekannt habe, und weiß, er war damals ein prima Kumpel, bin ich eben auch sehr sauer darauf, dass gerade die Leute, die uns ständig auf dem Sack gestanden haben, die unsere Spinde umkippten, die und was vom Klassenkampf erzählen wollten, die uns heiß machten, dass die sich dann nicht auch vor die Jungs stellten und sich schuldig bekannt haben. Dass es Ausnahmen gegeben hat, finde ich super... aber sich auch schuldig zu bekennen oder nur für seine Jungs auszusagen, da ist auch noch ein gewaltiger Unterschied...


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#323

RE: Staat ohne Staatsgrenze

in DDR Staat und Regime 30.12.2013 11:23
von Thunderhorse | 4.008 Beiträge

Zitat von studfri im Beitrag #307
[q

Da ich in diese Akten nur aus wissenschaftlichen Gründen mit entsprechenden Restriktionen Einsicht genommen habe, kann ich da kaum etwas hier einstellen. Eine Kopie habe ich allerdings noch in Freiburg in meinem Zimmer. Ich sehe das gerne im neuen Jahr nach, aber auch dann werde ich hier nur Allgemeinplätze einstellen können.

Ich habe auch in manche Akten Einsicht genommen, ohne im Zeitpunkt der Einsichtnahme direkt selbst dazu berechtigt gewesen zu sein. Da kann ich selbstredent gar nix zu sagen. Aber diese Anfragen der Leistungsträger finden sich in vielen Akten.




Na zu solchen Infos sach ich dann mal Thanks!!!


"Mobility, Vigilance, Justice"
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#324

RE: Staat ohne Staatsgrenze

in DDR Staat und Regime 30.12.2013 11:31
von SET800 | 3.104 Beiträge

Zitat von Lutze im Beitrag #252
Zitat von SET800 im Beitrag #250

Die wenigen tragischen Fälle in denen Grenzer Fluchtwilligen KEINE Chance liessen auf Warnrufe und -schüsse zu reagieren mögen die Staatsanwälte untersuchen, ebenso Fälle von Erschiessen bereits Bewegugnsunfähiger, falls es das gab.

es gab mehr als wenige tragischen Fälle
Lutze



Hallo,
das wäre Mord gewesen, wieviel Verurteilungen gab es zu Mord gegen Grenzetruppenangehörige die Zivilisten töteten?

Mord an Kameraden der Doppelposten wäre ja noch ein weiteres Thema!



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#325

RE: Staat ohne Staatsgrenze

in DDR Staat und Regime 30.12.2013 11:45
von SET800 | 3.104 Beiträge

Hallo,
betrachtet doch mal den Gegensatz BRD-DDR und die Ausreisebeschränkungen wie das kapitalistische Spiel Monopoly.

Wer erstmal warum auch immer einen wirtschaftlichen Vorsprung erzielte kann mit diesem als Lockmittel qualifizierte
Menschen mit etwas Geld ködern und darus mehr Vorteile durch den Bildungsimport erzielen als der Import an
Lockmittel kostet.

Zusätzlich zwingt das den Exporteurstaat wider Willen zu Maßnahmen die diesen wiederum unbeliebt machen und den
Wanderungswillen noch verstärken.


Anfangsvorteil:
Im Westen kaum Demontagen und keine Entnahmen aus laufender Produktion samt der SAG-Wismut....



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#326

RE: Staat ohne Staatsgrenze

in DDR Staat und Regime 30.12.2013 11:46
von damals wars | 12.130 Beiträge

Kameradenmord war doch Notwehr......


Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches.(Mark Twain)
Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
"Hass hat keinen Glauben, keine Rasse oder Religion, er ist giftig." der Witwer der britische Labour-Abgeordnete Jo Cox.
http://www.neo-magazin-royale.de/zdi/art...fur-frauke.html
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#327

RE: Staat ohne Staatsgrenze

in DDR Staat und Regime 30.12.2013 12:06
von schnatterinchen (gelöscht)
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Zitat von SET800 im Beitrag #325
Hallo,
betrachtet doch mal den Gegensatz BRD-DDR und die Ausreisebeschränkungen wie das kapitalistische Spiel Monopoly.

Wer erstmal warum auch immer einen wirtschaftlichen Vorsprung erzielte kann mit diesem als Lockmittel qualifizierte
Menschen mit etwas Geld ködern und darus mehr Vorteile durch den Bildungsimport erzielen als der Import an
Lockmittel kostet.

Zusätzlich zwingt das den Exporteurstaat wider Willen zu Maßnahmen die diesen wiederum unbeliebt machen und den
Wanderungswillen noch verstärken.


Anfangsvorteil:
Im Westen kaum Demontagen und keine Entnahmen aus laufender Produktion samt der SAG-Wismut....




Solche schrägen Theorien haben damals nicht mal die Polits rausgehauen.


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#328

RE: Staat ohne Staatsgrenze

in DDR Staat und Regime 30.12.2013 12:57
von eisenringtheo | 9.164 Beiträge

Zitat von schnatterinchen im Beitrag #327
Zitat von SET800 im Beitrag #325
(...)
Wer erstmal warum auch immer einen wirtschaftlichen Vorsprung erzielte kann mit diesem als Lockmittel qualifizierte
Menschen mit etwas Geld ködern und darus mehr Vorteile durch den Bildungsimport erzielen als der Import an
Lockmittel kostet.

(...)




Solche schrägen Theorien haben damals nicht mal die Polits rausgehauen.



Die "Abwerbung" gut ausgebildeter Arbeitskräfte durch Agenten westlicher Monopolkonzerne mit dem revanchistischen politischen Ziel der Schwächung des Sozialismus! Die BRD als Handlanger des US-amerikanischen Imperialismus! Die Ausbildung zulasten der DDR, der Nutzen zugunsten der BRD! Auf jeden Fall habe ich solches oft gelesen und die DDR hat jeweils auch vorgerechnet, wie viel ihr die BRD deswegen schuldet. Das ging jeweils in die Milliarden.

Was beim einzelnen konkret von dieser Propaganda hängen geblieben ist, kann ich nicht beurteilen: beim Video habe ich den Eindruck, dass es schwierig war, die "Pro Mauer Leute" für diese Reportage gut zu "briefen. Es scheint, dass viele DDR Bürger bei diesem Thema beratungsresistent waren und trotz Propaganda nicht viel von der Bewachung der Staatsgrenze hielten.
Theo


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#329

RE: Staat ohne Staatsgrenze

in DDR Staat und Regime 30.12.2013 13:41
von schnatterinchen (gelöscht)
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Ja klar Abwerbung und Menschenhandel. Meine Großeltern haben zu diesem ständigen Geplärre der DDR Propaganda geschwiegen.
Genau so wie sie es von 33-45 getan haben.
Sie hatten ja erlebt wie es Leuten erging die das neue System offen kritisierten.
Mit Beratung hatte das nichts zu tun. Da war der Nachbar mal eben ein paar Jahre weg.
Wenn schon die Bauern ihre Höfe im Stich lassen und in den Westen abhauen muß wohl einiges faul sein im Staate.
Bestellte Jubler und "gebriefte" Bürger war eine Spezialität der DDR.
Ich erinnere mich noch gerne an die Leserbriefe von "empörten" Bürgern in den Zeitungen der DDR zu allen möglichen und unmöglichen Anlässen .
Das hat alles auf Bestellung funktioniert. Hatte aber mit der Meinung der Mehrheit nicht viel zu tun.


zuletzt bearbeitet 30.12.2013 13:42 | nach oben springen

#330

RE: Staat ohne Staatsgrenze

in DDR Staat und Regime 30.12.2013 13:49
von SET800 | 3.104 Beiträge

Hallo,
völlig klar, das wollte niemand gerne wahrhaben. Ebensowenig daß das billige Öl aus Niegeria, Irak, Saudi usw. mit viel
Blut gemischt ist. Oder Diamanten, Gold mit Gift ausgewaschen wird usw. usw. Überfishcung der Meere sei auch genant
oder Billigtextilien und grausame Arbeitsbedingungen in bangla-desh

Der bescheidene DDR-Wohlstand beruhte ausschließlich auf eigenem Fleiss, der im jetztigen Deutschland nicht nur!



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#331

RE: Staat ohne Staatsgrenze

in DDR Staat und Regime 30.12.2013 13:50
von DoreHolm | 7.687 Beiträge

Zitat von schnatterinchen im Beitrag #327
Zitat von SET800 im Beitrag #325
Hallo,
betrachtet doch mal den Gegensatz BRD-DDR und die Ausreisebeschränkungen wie das kapitalistische Spiel Monopoly.

Wer erstmal warum auch immer einen wirtschaftlichen Vorsprung erzielte kann mit diesem als Lockmittel qualifizierte
Menschen mit etwas Geld ködern und darus mehr Vorteile durch den Bildungsimport erzielen als der Import an
Lockmittel kostet.

Zusätzlich zwingt das den Exporteurstaat wider Willen zu Maßnahmen die diesen wiederum unbeliebt machen und den
Wanderungswillen noch verstärken.


Anfangsvorteil:
Im Westen kaum Demontagen und keine Entnahmen aus laufender Produktion samt der SAG-Wismut....




Solche schrägen Theorien haben damals nicht mal die Polits rausgehauen.



Du ignorierst hier Tatsachen, die nicht nur linke Wirtschaftsfachleute bestätigt haben. Naja, passt auch nicht richtig in die öffentliche Meinung über die (Teil)-Ursachen des DDR-Niederganges.
Sieh´s mal so: Du und dein Nachbar wohnen in einem schönen Eigenheim. Das Deines Nachbarn ist doppelt so groß wie Deines. Dann deckt ein Sturm Eure Dächer ab und die Keller sind voll Wasser gelaufen. Gewaltiger Schaden in Inventar und Gebäudesubstanz. Dann geht´s an den Wiederaufbau. Dein Nachbar bekommt von der Bank einen schönen Kredit zu guten Konditionen. Deine Bank ist knickerig und gibt Dir nichts. Der Nachbar hat einen besser bezahlten Job als Du. Das Haus und das größere grundstück Deines Nachbarn sind mehr wert. Durch behördliche Willkür und fadenscheinige Begründung wirst du verdonnert, alle Elt-Installationen und Rohrleitungen aus dem Haus zu reißen. Deine Kinder haben die Schnauze voll und ziehen aus, lassen Dich mit Deinem Unglück allein. Erst dann wird Dir gestattet, wieder aufzubauen. Was meinst Du, wer eher sagen kann, es geschafft zu haben ?



SET800, SCORN und Kurt haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#332

RE: Staat ohne Staatsgrenze

in DDR Staat und Regime 30.12.2013 14:02
von schnatterinchen (gelöscht)
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Was für ein "schöner" Vergleich.
Was war jetzt nochmal die "behördliche Willkür"? Im Staatsbürgerkundeunterricht habe ich gelernt, das das alles einhellig zuging damals.
Haben die mich etwa angelogen?


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#333

RE: Staat ohne Staatsgrenze

in DDR Staat und Regime 30.12.2013 14:06
von SET800 | 3.104 Beiträge

Hallo,
betreff was Kalrshorst anordnete galt wohl vereinfacht:

§1. Wir bejahen alles was die Komandantur anordnet.
§2. Im Falle eines nein gilt §1!

Also immer volles Einvernehmen.....



zuletzt bearbeitet 30.12.2013 14:12 | nach oben springen

#334

RE: Staat ohne Staatsgrenze

in DDR Staat und Regime 30.12.2013 14:15
von Rüganer (gelöscht)
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Nein Dore Holm, da kannst Du schreiben, was Du willst und weiter mit bunten Argumenten arbeiten, mit fadenscheinigen wissenschaftlichen Aussagen sogenannter Wissenschaftler, Fakt ist und bleibt, Deine führende Partei hat den Grundstein für die Flucht tausender Menschen vor dem Mauerbau gelegt, genau was Schnatterente sagt, Bauern schikanieren und Normen erhöhen, der 17. Juni lässt grüßen... DeinePartei hat sich dem Diktat der Sowjetunion gebeugt und deren Methoden übernommen, ich denke da nur an die Gleichschaltung der Medien und die Beschränkung der Reisefreiheit. Nur waren die DDR-Bürger besser dran, die sprachen die Sprache des Klassenfeindes und verstanden dessen Nachrichten und später die Berichte im Fernsehen.
DeinePartei war doch verantwortlich für all diese Dinge, DeineKlasse hatte doch die führende Rolle inne, warum hast Du dann nichts dagegen getan? Es war doch alles etwas, womit Du dich identifiziert hast und es heute noch tust.
Letzen Endes hat doch DeinePartei alles akzeptiert, was Karlshorst angeordnet hat, oder?
Sicher hat die Sowjetunion die Hauptlast des Krieges getragen, unbestritten, unbestritten aber wohl doch auch, dass demontierte Reparationsgüter in den Weiten der Steppe verrotteten, obwohl sie dem Vasallenstaat DDR doch geholfen hätten, das Arbeiter - u. Bauernparadies aufzubauen...
Nein, Du und Deine führende Partei hat es nicht vermocht, die Menschen für sich zu gewinnen und zum Dableiben zu bewegen, ihnen Wohlstand und Zukunft zu bieten. Deshalb sind die Menschen abgehauen, nur deshalb...
Ich versteh ja, dass Du dann aus alter Überzeugung und aus Trauer darüber, dass Du nun nicht mehr einer derjenigen bist, die da Führen, alles verdammst und schlecht machst, was inzwischen ist. Insofern erfüllst Du alle Klischees die man sich so bei alten Kadern vorstellt.
Nichts für ungut und trotzdem einen guten Rutsch...


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#335

RE: Staat ohne Staatsgrenze

in DDR Staat und Regime 30.12.2013 15:04
von DoreHolm | 7.687 Beiträge

Zitat von schnatterinchen im Beitrag #332
Was für ein "schöner" Vergleich.
Was war jetzt nochmal die "behördliche Willkür"? Im Staatsbürgerkundeunterricht habe ich gelernt, das das alles einhellig zuging damals.
Haben die mich etwa angelogen?



Vergiss es ganz einfach. Was hat mal meine Tochter bezüglich ihrer Oma gesagt ?: "Nicht verstehen wollen !" Du hast im Stabü nicht richtig zugehört. Schon mal was von antagonistischen Widersprüchen gehört ?



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#336

RE: Staat ohne Staatsgrenze

in DDR Staat und Regime 30.12.2013 15:10
von schnatterinchen (gelöscht)
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Vergiss du es lieber Dore und den Spruch von deiner Enkelin kenne ich auch schon und der trifft wieder nicht.
Ich habe in Stabü besser aufgepasst als die meisten , die die Textblöcke aus dem Lehrbuch nur auswendig aufgeplappert haben um ihre 1 abzuholen.
War mir damals schon suspekt.


zuletzt bearbeitet 30.12.2013 15:13 | nach oben springen

#337

RE: Staat ohne Staatsgrenze

in DDR Staat und Regime 30.12.2013 15:17
von Ari@D187 | 1.989 Beiträge

Zitat von winfried im Beitrag #1
Einzigartig in der Welt hatte die DDR in Berlin eine offene Staatsgrenze, die man bis 13.8.61 ohne
Ausweis und ohne Visum auf 155 km Länge passieren konnte und dann konnte
man von dem jeweiligen Flughäfen in alle Welt oder aus aller Welt reisen/einreisen.
[...]


Die 46 Kilometer innerstädtische Sektorengrenze stellten keine Staatsgrenze dar. Berlin gehörte weder zur DDR noch zur Bundesrepublik. Warum hätte man also jemanden daran hindern sollen von einem Stadtteil in den anderen zu gehen?

Die Alliierten gaben die Rahmenbedingungen in den von ihnen besetzten Gebieten vor. Diese Rahmenbedingungen waren bei der Staatsgründung bereits lange bekannt.

Ari


Scheint es auch Wahnsinn, so hat es doch Methode...
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#338

RE: Staat ohne Staatsgrenze

in DDR Staat und Regime 30.12.2013 15:19
von DoreHolm | 7.687 Beiträge

Zitat von Rüganer im Beitrag #334
Nein Dore Holm, da kannst Du schreiben, was Du willst und weiter mit bunten Argumenten arbeiten, mit fadenscheinigen wissenschaftlichen Aussagen sogenannter Wissenschaftler, Fakt ist und bleibt, Deine führende Partei hat den Grundstein für die Flucht tausender Menschen vor dem Mauerbau gelegt, genau was Schnatterente sagt, Bauern schikanieren und Normen erhöhen, der 17. Juni lässt grüßen... DeinePartei hat sich dem Diktat der Sowjetunion gebeugt und deren Methoden übernommen, ich denke da nur an die Gleichschaltung der Medien und die Beschränkung der Reisefreiheit. Nur waren die DDR-Bürger besser dran, die sprachen die Sprache des Klassenfeindes und verstanden dessen Nachrichten und später die Berichte im Fernsehen.
DeinePartei war doch verantwortlich für all diese Dinge, DeineKlasse hatte doch die führende Rolle inne, warum hast Du dann nichts dagegen getan? Es war doch alles etwas, womit Du dich identifiziert hast und es heute noch tust.
Letzen Endes hat doch DeinePartei alles akzeptiert, was Karlshorst angeordnet hat, oder?
Sicher hat die Sowjetunion die Hauptlast des Krieges getragen, unbestritten, unbestritten aber wohl doch auch, dass demontierte Reparationsgüter in den Weiten der Steppe verrotteten, obwohl sie dem Vasallenstaat DDR doch geholfen hätten, das Arbeiter - u. Bauernparadies aufzubauen...
Nein, Du und Deine führende Partei hat es nicht vermocht, die Menschen für sich zu gewinnen und zum Dableiben zu bewegen, ihnen Wohlstand und Zukunft zu bieten. Deshalb sind die Menschen abgehauen, nur deshalb...
Ich versteh ja, dass Du dann aus alter Überzeugung und aus Trauer darüber, dass Du nun nicht mehr einer derjenigen bist, die da Führen, alles verdammst und schlecht machst, was inzwischen ist. Insofern erfüllst Du alle Klischees die man sich so bei alten Kadern vorstellt.
Nichts für ungut und trotzdem einen guten Rutsch...



Du hast hier einen zwar kleinen, aber entscheidenden Denkfehler in Deiner Argumentation. Es war nicht "Meine Partei" als Solche, es waren immer konkret handelnde Personen. Das hatte ich, wenn Du es gelesen haben und nicht vergessen haben solltest, immer betont und so denke ich auch heute noch. Es ist nicht eine Interessengemeinschaft an sich, egal ob e.V., Partei, Klub oder sonstwas. Es sind immer konkrete Personen, die in dieser Vereinigung für Positives oder Negatives stehen und handeln und da habe ich sehr wohl einige Beschlüsse und Entscheidungen einiger, allerdings sehr Mächtigen darin, nicht mitgetragen. Mitgetragen habe ich allerdings das Grundanliegen und das lasse ich mir von niemanden madig machen (siehe grün). Hatte es vorhin schon mal geschrieben, daß jemand, der offenkundig im linken politischen Spektrum angesiedelt ist, bei einigen Usern äußern kann was er will: Es wird ihm immer negativ angerechnet wie in Deinem letzten Absatz. Deshalb ficht mich das nicht an, was Du mir darin nachsagst. Ich werde nicht versuchen, Deine Meinung zu korrigieren. Das ist vergebliche Liebesmühe. Ich kann Dir nur versichern, daß meine ehemaligen Kollegen/innen mich mit anderen Augen sehen und das bilde ich mir nicht nur ein. Glaub es oder auch nicht, egal.
Guten Rutsch ebenfalls für´s Neue Jahr und auf fröhliche Diskussionen.



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#339

RE: Staat ohne Staatsgrenze

in DDR Staat und Regime 30.12.2013 15:21
von DoreHolm | 7.687 Beiträge

Zitat von schnatterinchen im Beitrag #336
Vergiss du es lieber Dore und den Spruch von deiner Enkelin kenne ich auch schon und der trifft wieder nicht.
Ich habe in Stabü besser aufgepasst als die meisten , die die Textblöcke aus dem Lehrbuch nur auswendig aufgeplappert haben um ihre 1 abzuholen.
War mir damals schon suspekt.



Mensch, und ich habe in Stabü nur eine "3" gehabt. Wie´s wohl kommt. Einmal bin ich lt. Stabü-Lehrer knapp an einer 5 vorbeigeschrammt, aber so hart wollte er nicht sein, sagte er danach.



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#340

RE: Staat ohne Staatsgrenze

in DDR Staat und Regime 30.12.2013 15:25
von schnatterinchen (gelöscht)
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Da hast du sicher nicht wort wörtlich wiedergegeben was im Buch stand wenns keinen einser oder zweier gab.


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