#21

RE: Staat ohne Staatsgrenze

in DDR Staat und Regime 13.08.2011 17:07
von uffz_nachrichten | 475 Beiträge

Zitat von wosch
...........

Siehste, so ist daß mit dem "Verstehen", vielleicht muß man erst mal auf so eine Mine getreten sein, einen Lungesteckschuß erhalten haben,in ein Nagelbrett gesprungen sein oder wegen § 213 eingesessen haben, um zu verstehen was "barbarisch" ist.
Schönen Gruß aus Kassel.



Genau so ist es.



nach oben springen

#22

RE: Staat ohne Staatsgrenze

in DDR Staat und Regime 13.08.2011 17:10
von eisenringtheo | 9.183 Beiträge

Israel: Beim Mauerbau zusehen...
Quelle: http://www.imdb.com/title/tt0413018/

Theo


nach oben springen

#23

RE: Staat ohne Staatsgrenze

in DDR Staat und Regime 13.08.2011 20:06
von matloh | 1.204 Beiträge

Zitat von winfried
Einzigartig in der Welt hatte die DDR in Berlin eine offene Staatsgrenze, die man bis 13.8.61 ohne
Ausweis und ohne Visum auf 155 km Länge passieren konnte und dann konnte
man von dem jeweiligen Flughäfen in alle Welt oder aus aller Welt reisen/einreisen.



Wie ist denn das eigentlich mit Andorra, Monte Carlo, San Marino etc.?

Zitat von winfried

Alle Staaten haben eine Grenze und sichern die, nur die DDR durfte das nicht.


Jeder Staat darf seine Grenzen sichern, keine Frage. Aber soweit ich weiß sind nur Diktaturen darauf angewiesen, die Einwohner nicht ausreisen zu lassen und das noch dazu mit Minen, Selbstschussanlagen etc. zu forcieren.

cheers matloh


Aus gegebenem Anlass temporär: Nein, die Erde ist keine Scheibe!

"Wer die Freiheit aufgibt, um Sicherheit zu gewinnen, wird am Ende beides verlieren." (Benjamin Franklin)
nach oben springen

#24

RE: Staat ohne Staatsgrenze

in DDR Staat und Regime 13.08.2011 20:09
von matloh | 1.204 Beiträge

Zitat von Polter

Deine Wohnungsfrage ist lustig! Ich weiche nur der Gewalt und nehme den Schlüssel für den Kühlschrank und der Vorratskammer mit.
Ich möchte Dir aber eine Gegenfrage stellen. Wie würdest Du es finden, wenn Deine Mieter dein Haus heimlich und ohne Deine Genehmigung ausziehen und verschwinden? Dir bleiben Mietschulden, Müll und zerstörte, verdreckte Sanitäranlagen und,und,.


Die Wohnungsfrage bringt mich auf den Gedanken wie jemand es finden würde in seinem eigenen Haus eingesperrt zu sein...

cheers matloh


Aus gegebenem Anlass temporär: Nein, die Erde ist keine Scheibe!

"Wer die Freiheit aufgibt, um Sicherheit zu gewinnen, wird am Ende beides verlieren." (Benjamin Franklin)
nach oben springen

#25

RE: Staat ohne Staatsgrenze

in DDR Staat und Regime 13.08.2011 20:22
von Polter (gelöscht)
avatar

Zitat von matloh

Zitat von Polter

Deine Wohnungsfrage ist lustig! Ich weiche nur der Gewalt und nehme den Schlüssel für den Kühlschrank und der Vorratskammer mit.
Ich möchte Dir aber eine Gegenfrage stellen. Wie würdest Du es finden, wenn Deine Mieter dein Haus heimlich und ohne Deine Genehmigung ausziehen und verschwinden? Dir bleiben Mietschulden, Müll und zerstörte, verdreckte Sanitäranlagen und,und,.


Die Wohnungsfrage bringt mich auf den Gedanken wie jemand es finden würde in seinem eigenen Haus eingesperrt zu sein...

cheers matloh



Da hilft der Schlüsseldienst!


nach oben springen

#26

RE: Staat ohne Staatsgrenze

in DDR Staat und Regime 13.08.2011 20:41
von Holtenauer | 1.158 Beiträge

sehe gerade im MDR Grenzgebiet-Sperrzone. Damit ist schon alles gesagt an alle gestrige.


Gruß
Thomas
Zerstörer Lütjens - D185

Seit man begonnen hat, die einfachsten Behauptungen zu beweisen, erweisen sich viele von ihnen als falsch

Glaube keiner Statistik, die du nicht selber gefälscht hast


zuletzt bearbeitet 13.08.2011 20:42 | nach oben springen

#27

RE: Staat ohne Staatsgrenze

in DDR Staat und Regime 13.08.2011 21:32
von winfried | 7 Beiträge

Ist interessant welch unterschiedliche Auffassungen es gibt.
Alle zu kommentieren bringt nichts - unbelehrbare bleiben es.
Zum Beitrag #12 von gmei:
die letzte Bemerkung war sarkastisch gemeint, weil es viele Menschen gibt, die der DDR
ein Grenzsicherungsrecht abgesprochen haben. Gebildete Politiker sind da anderer
Meinung, denn es war auch Kennedy`s Wunsch diese Grenzregim endlich zu lösen, weil
beide Supermächte immense Kosten zur Spionageabwehr aufwenden mußten, die nicht
mehr verhältnismäßig waren. Berlin war die Drehscheibe für die Spione aus aller Welt.
Auf der Wiener Konferenz ca. 12.Juni 1961 wollte zwar Chruistschow, daß Kennedy auf
Westberlin verzichtet, er wurde abgeblitzt, aber die Sicherung der Grenze sollte er vornehmen
und es soll der Satz so gefallen sein, wie "mach es wie du willst, ist mir egal, aber der
Viermächtestatus muß erhalten beleiben".
Schon vorher wurde die Forderung der Grenzsicherung Belin von anderen westlichen Politikern
gefordert. Auch in der Bevölkerung der DDR wußte man , daß einestages Berlion dicht gemacht
wird, nur hatte keiner Vorstellungen wie und wan es passieren sollte.

Zu Beitrag #7 von EKII. Deutschland wurde von den Siegermächten geteilt, die Westmächte schlossen
sich zusammen, so entstand die Demarkationslinie. Die Aufteilung Berlins in Sektoren hatte territorial
nichts mit der Teilung Deutschlands zu tun, deshalb war Chrustschows Forderung auf Verzicht der
Sektoren durch die Westmächte damit begründet, daß diese Sektoren auf dem Gebiet der DDR
sich befinden. Die Festlegung, daß die aufgeteilten "Deutschlandgebiete" nicht von Berlin regiert
werden dürfen und die Regierung auch nicht von den Bürgern Berlins gewählt werden darf, blieb auch
nach der Staatsgründung BRD und DDR gültig, aber der Teil Ost-Berlin wurde Hauptstadt der DDR
und das auch laut Verfassung. Es ist DDR Territorium, auch wenn der Magistrat das Sagen hat.

Wenn also die Staatsgrenze hier angezweifelt wird, dann ist die Verfassung nicht bekannt oder man will
darauf abstelle, daß wieder Kontrollpunkte um ganz Berlin eingerichtet werden und dann um ganz Berlin
die Staatsgrenze errichtet wird. Diesen Blödsinn hat man eben nicht gemacht.

Was ich in diesem Forum vermisse, daß es keinen einzigen gibt, der eine bessere Lösung als die Mauer
im Nachhinein hier zum Votrage gebracht hat, obwohl man hinterher immer schlauer ist.

Natürlich ist jeder Tod bedauernswert, aber wenn es Grenzübergänge gibt und es will jemand unbedingt
zwischen zwei Grenzübergängen des Staat unkontrolliert verlassen und er erkennt nicht, daß der Drahtzaun
deshalb errichtet ist, damit man nicht das Territorium dahinter betreten kann, nicht erkennt, daß eine Panzer-
sperre für eine massive Grenzsicherung steht, Schilder über Grenzgebiet aufgestellt sind, dann der 10 Meter-
Streifen dann nochmals Drahtzaun mit Stacheldraht und dann eine 4 Meter hohe Mauer, daß das kein Grenz-
übergang sein kann, und dann auch noch auf Anruf durch Grenzsoldaten nicht stehen bleibt, dann kann man
eben nicht helfen.
Jedes Volkspolizeikreisamt hatte einen Extra-Schalter nur für Übersiedlungen mit großen fetten Buchstaben
beschriftet, dort bekam man die Ausreiseanträge 4-fach ausgehändigt und das Formblatt über Schuldenfreiheit
bestimmter Banken, die angekreuzt werden usw.
Man konnte in jedes Land der Erde, welches die DDR anerkannt hatte, übrigens auch die USA, ausreisen.
Es gab ein Problemland, das war die BRD mit ihrem anmaßenden Alleinvertretungsanspruch und was alles
damit zusammen hing.

Wer allerdings hochverschuldet war, von der Polizei gesucht wird oder Geheimnisträger in letzten 2 Jahren war,
der hatte keine Chance einen Ausreiseantrag bewilligt zu bekommen.

Wer die Tür seiner Wohnung offen läßt, darf sich nicht wundern, wenn er ausgplündert wird und er hat auch
keinen Anspruch auf Entschädigung wie z.B. Versicherungsschutz

Seid gegrüßt vom Winfried


nach oben springen

#28

RE: Staat ohne Staatsgrenze

in DDR Staat und Regime 13.08.2011 21:41
von gmei | 44 Beiträge

Wann kommt denn Dein nächster Provokationsversuch?


nach oben springen

#29

RE: Staat ohne Staatsgrenze

in DDR Staat und Regime 13.08.2011 21:55
von Marder | 1.413 Beiträge

Winfried:
Wovon träumste eigentlich nachts????


Er wirft den Kopf zurück und spricht: "Wohin ich blicke, Lump und Wicht!" Doch in den Spiegel blickt er nicht.
Ein kluger Mann macht nicht alle Fehler selber. Er lässt auch anderen eine Chance.
Ein Kluger bemerkt alles - ein Dummer macht über alles eine Bemerkung.
Der Horizont vieler Menschen ist ein Kreis mit dem Radius Null - und das nennen sie ihren Standpunkt.

Wer Rechtschreibfehler findet kann sie behalten.
nach oben springen

#30

RE: Staat ohne Staatsgrenze

in DDR Staat und Regime 13.08.2011 22:10
von eisenringtheo | 9.183 Beiträge

Zitat von winfried
(...) aber der Teil Ost-Berlin wurde Hauptstadt der DDRund das auch laut Verfassung. Es ist DDR Territorium, auch wenn der Magistrat das Sagen hat.
(...)
Seid gegrüßt vom Winfried



Anfänglich war er es nicht. Denn die Berliner Mauer sollte eigentlich ein Druckmittel sein, um die deutsche Einigung im Sinne der DDR Volkskammer und der SU vorwärtszutreiben. Deshalb musste die Berlin Frage offengehalten werden und die DDR durfte Ostberlin nicht in ihr Staatsgebiet integrieren. Haupstadt durfte es aber sein.
Die Befehle zum Mauerbau wurden entsprechend formuliert..
Beispiel zum Verkehrswesen:
http://www.berliner-untergrundbahn.de/mauer.htm

Zitat
.....Zur Erhöhung der Sicherheit der Deutschen Demokratischen Republik sind mit "X"-Zeit Maßnahmen zur Einschränkung des Verkehrs von der Deutschen Demokratischen Republik nach dem demokratischen Berlin sowie von der Deutschen Demokratischen Republik und dem demokratischen Berlin nach Westberlin durchzuführen....


Es erstaunt aber nicht, dass der Magistrat von Großberlin, die zuständige Ostberliner Behörde, in grosser Übereinstimmung mit den DDR Behörden gehandelt hat und ähnliche Gesetze wie die DDR erlassen hat. Auch die Berliner Vokspolizei hat gut mit der DDR Volkspolizei kooperiert und der Berliner Stadtkommandant hat seine Truppen immer gut mit der DDR NVA koordiniert.
Theo


zuletzt bearbeitet 13.08.2011 22:12 | nach oben springen

#31

RE: Staat ohne Staatsgrenze

in DDR Staat und Regime 13.08.2011 22:24
von ABV | 4.202 Beiträge

Zu dem Beitrag von Winfried:
In unserem VPKA gab es mit Sicherheit keinen Extraschalter für Übersiedlungen. Das dürfte wohl auch für die anderen VP-Dienststellen in der DDR zutreffen. Mussten Ausreiseanträge nicht bei der zum " Rat des Kreises"/ " Rat der Stadt" gehörenden " Abteilung Inneres" gestellt werden? Da wurde mehr überprüft als Schuldenfreiheit, Einträge im Fahndungsbuch oder etwaige Kenntnis von Geheimnissen. Oder war der Beitrag etwa als Satire gedacht?

Gruß an alle
Uwe


www.Oderbruchfotograf.de

http://seelow89.wordpress.com/tag/volkspolizei-seelow/


nach oben springen

#32

RE: Staat ohne Staatsgrenze

in DDR Staat und Regime 14.08.2011 07:00
von matloh | 1.204 Beiträge

Zitat von winfried
Was ich in diesem Forum vermisse, daß es keinen einzigen gibt, der eine bessere Lösung als die Mauer
im Nachhinein hier zum Votrage gebracht hat, obwohl man hinterher immer schlauer ist.


Hätte man keine Diktatur sondern eine Demokratie errichtet, hätte sich die Frage nach der Mauer vermutlich garnicht gestellt.

cheers matloh


Aus gegebenem Anlass temporär: Nein, die Erde ist keine Scheibe!

"Wer die Freiheit aufgibt, um Sicherheit zu gewinnen, wird am Ende beides verlieren." (Benjamin Franklin)
nach oben springen

#33

RE: Staat ohne Staatsgrenze

in DDR Staat und Regime 14.08.2011 08:58
von eisenringtheo | 9.183 Beiträge

Zitat von matloh

Zitat von winfried
Was ich in diesem Forum vermisse, daß es keinen einzigen gibt, der eine bessere Lösung als die Mauer
im Nachhinein hier zum Votrage gebracht hat, obwohl man hinterher immer schlauer ist.


Hätte man keine Diktatur sondern eine Demokratie errichtet, hätte sich die Frage nach der Mauer vermutlich garnicht gestellt.

cheers matloh




Ich befürchte leider doch. Vor dem Mauerbau riefen die BRD Behörden die DDR Bürger auf, in der DDR zu bleiben.
http://www.chronik-der-mauer.de/index.ph...nical/year/1961
Bei grossem Wohlstandsgefälle gibt es unabhängig vom politischen System eine Völkerwanderung. Nach der damaligen Ansicht der BRD hatte die Wanderbewegung von Ost nach West vor allem wirtschaftliche Gründe. Die Übersiedlungen hätte man sicher bekämpft. Vermutlich mit eigenen Grenzbefestigungen wie zwischen den kapitalistischen Staaten Mexiko und USA oder den sozialistischen Staaten VR China und der DVR Korea.
Theo


nach oben springen

#34

RE: Staat ohne Staatsgrenze

in DDR Staat und Regime 14.08.2011 09:55
von Polter (gelöscht)
avatar

@Theo
Gerade dieses - "Bei grossem Wohlstandsgefälle gibt es unabhängig vom politischen System eine Völkerwanderung. Nach der damaligen Ansicht der BRD hatte die Wanderbewegung von Ost nach West vor allem wirtschaftliche Gründe." - wird in anderen Themen des Forums
vehement bestritten. Warum?


nach oben springen

#35

RE: Staat ohne Staatsgrenze

in DDR Staat und Regime 14.08.2011 10:12
von Pit 59 | 10.156 Beiträge

Wer allerdings hochverschuldet war@winfried

Wegen was denn? Wegen was sollte man in der Ostzone Verschuldet gewesen sein?


zuletzt bearbeitet 14.08.2011 10:14 | nach oben springen

#36

RE: Staat ohne Staatsgrenze

in DDR Staat und Regime 14.08.2011 12:52
von Lebowski | 61 Beiträge

@Winfried

Ziemlich viel Unsinn was du hier schreibst.

Die DDR wollte eine Alternative sein. Der Gedanke eine bessere Gesellschaft aufzubauen ansich völlig in Ordnung, die Umsetzung bescheiden. Chruschtschow wollte die Mauer nicht, sondern war der Meinung wenn Leute das Land verlassen, sollte man es halt attraktiver machen zu bleiben.

Das hat nicht funktioniert. Zwar hat man das erkannt aber was ist denn geschehen? Anstatt darüber nachzudenken was man besser machen könnte hat man nur an die eigene Machterhaltung gedacht. Selbstbewusst sind die Leute 1953 auf die Straße gegangen. Die Antwort war pure Gewalt, Einschüchterung und Verschleppung andersdenkender.

Allers wurde schön gefärbt, die DDR wurde als etwas präsentiert was sie garnicht war. Und dieses Pseudo-Prestige wurde durch das Regime mit allen Mitteln verteidigt.

Menschen die diese Form der Diktatur ablehnten und das Land verlassen wollten erklärte man zu Terroristen, Verrätern, Schmugglern, Assozialen...einfach zu Verbrechern.

Der Kapitalismus, trotz Ausbeutung, Arbeitslosigkeit und sozialer Kälte sahen viele Menschen dort bessere Chancen für ihr eigenes Leben. Neben wirtschaftlichen Aspekten waren der Freiheitswille und die Bevormundung in der DDR Hauptgründe für die Abkehr von selbiger.

Die kritische Auseinandersetzung mit diesem Problem wäre der richtige Weg gewesen. Aber man hat weiter alles schön gefärbt, den Druck auf die dagebliebenen weiter erhöht. Bis zum bitteren Ende.

Man hat es sich viel zu einfach gemacht. Lief etwas schief wurde schnell ein Schuldiger gefunden. MIt teilweise absurden Erklärungen machte man den Klassenfeind für alles verantwortlich. Flohen zum Ende hin DDR Bürger über Ungarn so waren es Schleuser. Gingen die Menschen auf die Straße so lag das an eingeschleusten konterrevolutionären Kräften.

Als dann, wie in den ersten Jahren der DDR, tausende flüchteten war man der Meinung, dass man diesen Menschen keine Träne nachweinen sollte. Karl Eduard versuchte das im "schwarzen Kanal" noch zu interpretieren in dem er etwas von Quoten und Urlaubern stammelte.


Vor und nach dem Mauerbau bzw. Schließung der Staatsgrenze ist es nicht gelungen eine funktionierende sozialistische Gesellschaft aufzubauen. Weiter war die DDR für die meisten Menschen nicht lebenswert, ihr Untergang unumgänglich und richtig.

Ich hatte in einen anderen Thread bereits gefragt, speziell meine Generation betreffend, was denn Ende der Achtziger noch Attraktives in der DDR zu finden war.

Alles grau in grau, öde und trist. Die Möglichkeiten sich persönlich zu entfalten waren gebunden an eine vorgegebene ideologische Einstellung. Mitmachen oder "Fresse halten".

Schön das wir dem ein Ende gesetzt haben.

Lebow


Wer interessieren will, muss provozieren.


Salvador Dali
zuletzt bearbeitet 14.08.2011 12:55 | nach oben springen

#37

RE: Staat ohne Staatsgrenze

in DDR Staat und Regime 14.08.2011 13:41
von linamax | 2.022 Beiträge

Zitat von winfried
Ist interessant welch unterschiedliche Auffassungen es gibt.
Alle zu kommentieren bringt nichts - unbelehrbare bleiben es.
Zum Beitrag #12 von gmei:
die letzte Bemerkung war sarkastisch gemeint, weil es viele Menschen gibt, die der DDR
ein Grenzsicherungsrecht abgesprochen haben. Gebildete Politiker sind da anderer
Meinung, denn es war auch Kennedy`s Wunsch diese Grenzregim endlich zu lösen, weil
beide Supermächte immense Kosten zur Spionageabwehr aufwenden mußten, die nicht
mehr verhältnismäßig waren. Berlin war die Drehscheibe für die Spione aus aller Welt.
Auf der Wiener Konferenz ca. 12.Juni 1961 wollte zwar Chruistschow, daß Kennedy auf
Westberlin verzichtet, er wurde abgeblitzt, aber die Sicherung der Grenze sollte er vornehmen
und es soll der Satz so gefallen sein, wie "mach es wie du willst, ist mir egal, aber der
Viermächtestatus muß erhalten beleiben".
Schon vorher wurde die Forderung der Grenzsicherung Belin von anderen westlichen Politikern
gefordert. Auch in der Bevölkerung der DDR wußte man , daß einestages Berlion dicht gemacht
wird, nur hatte keiner Vorstellungen wie und wan es passieren sollte.

Zu Beitrag #7 von EKII. Deutschland wurde von den Siegermächten geteilt, die Westmächte schlossen
sich zusammen, so entstand die Demarkationslinie. Die Aufteilung Berlins in Sektoren hatte territorial
nichts mit der Teilung Deutschlands zu tun, deshalb war Chrustschows Forderung auf Verzicht der
Sektoren durch die Westmächte damit begründet, daß diese Sektoren auf dem Gebiet der DDR
sich befinden. Die Festlegung, daß die aufgeteilten "Deutschlandgebiete" nicht von Berlin regiert
werden dürfen und die Regierung auch nicht von den Bürgern Berlins gewählt werden darf, blieb auch
nach der Staatsgründung BRD und DDR gültig, aber der Teil Ost-Berlin wurde Hauptstadt der DDR
und das auch laut Verfassung. Es ist DDR Territorium, auch wenn der Magistrat das Sagen hat.

Wenn also die Staatsgrenze hier angezweifelt wird, dann ist die Verfassung nicht bekannt oder man will
darauf abstelle, daß wieder Kontrollpunkte um ganz Berlin eingerichtet werden und dann um ganz Berlin
die Staatsgrenze errichtet wird. Diesen Blödsinn hat man eben nicht gemacht.

Was ich in diesem Forum vermisse, daß es keinen einzigen gibt, der eine bessere Lösung als die Mauer
im Nachhinein hier zum Votrage gebracht hat, obwohl man hinterher immer schlauer ist.

Natürlich ist jeder Tod bedauernswert, aber wenn es Grenzübergänge gibt und es will jemand unbedingt
zwischen zwei Grenzübergängen des Staat unkontrolliert verlassen und er erkennt nicht, daß der Drahtzaun
deshalb errichtet ist, damit man nicht das Territorium dahinter betreten kann, nicht erkennt, daß eine Panzer-
sperre für eine massive Grenzsicherung steht, Schilder über Grenzgebiet aufgestellt sind, dann der 10 Meter-
Streifen dann nochmals Drahtzaun mit Stacheldraht und dann eine 4 Meter hohe Mauer, daß das kein Grenz-
übergang sein kann, und dann auch noch auf Anruf durch Grenzsoldaten nicht stehen bleibt, dann kann man
eben nicht helfen.
Jedes Volkspolizeikreisamt hatte einen Extra-Schalter nur für Übersiedlungen mit großen fetten Buchstaben
beschriftet, dort bekam man die Ausreiseanträge 4-fach ausgehändigt und das Formblatt über Schuldenfreiheit
bestimmter Banken, die angekreuzt werden usw.
Man konnte in jedes Land der Erde, welches die DDR anerkannt hatte, übrigens auch die USA, ausreisen.
Es gab ein Problemland, das war die BRD mit ihrem anmaßenden Alleinvertretungsanspruch und was alles
damit zusammen hing.

Wer allerdings hochverschuldet war, von der Polizei gesucht wird oder Geheimnisträger in letzten 2 Jahren war,
der hatte keine Chance einen Ausreiseantrag bewilligt zu bekommen.

Wer die Tür seiner Wohnung offen läßt, darf sich nicht wundern, wenn er ausgplündert wird und er hat auch
keinen Anspruch auf Entschädigung wie z.B. Versicherungsschutz

Seid gegrüßt vom Winfried


Hallo Winfried
Sag mal in was für einer Welt ,lebst Du .
Soviel weltfremdes Zeug was Du erzählst ,das geht ja auf keine Kuhhaut mehr .
Viele Grüße
linamax


nach oben springen

#38

RE: Staat ohne Staatsgrenze

in DDR Staat und Regime 14.08.2011 14:03
von Tobeck | 488 Beiträge

Zitat von eisenringtheo

Zitat von Tobeck

Zitat von ahlbecker
bist du sicher das man da einen ausreisewilligen erschießt???????????????????
wir sprechen von aus nicht einreise


Ja, der Vergleich passt nicht. Es ist außerdem auch nicht bekannt, daß unbewaffnete Illegale, die von Mexiko in die USA einreisen, im Auftrag des US-amerikanischen Staat erschossen oder durch Minen getötet werden. Das sind andere Todesursachen.



Es gibt ab und zu Tote durch Schusswaffen - und zwar auf beiden Seiten
http://latino.foxnews.com/latino/news/20...-officials-say/
http://www.foxnews.com/us/2010/12/15/bor...uthern-arizona/

Theo




Theo,

Du hast sicherlich die Hintergründe in Deinen Links gelesen. In beiden Fällen wurden die US-Grenzpolizisten bewaffnet angegeriffen und im einen Fall sogar getötet - das waren Notwehrhandlungen. Ich bezog mich auf unbewaffnete Flüchtlinge, die auch keine Grenzpolizisten angreifen.


zuletzt bearbeitet 14.08.2011 14:04 | nach oben springen

#39

RE: Staat ohne Staatsgrenze

in DDR Staat und Regime 14.08.2011 14:34
von Tobeck | 488 Beiträge

Zitat von Polter

Eventuell liege ich völlig falsch. Mit der Aus- bzw. Einreise!
Wer aus einem Staat ausreist, der reist in einen anderen Staat ein. Wer in einen Staat einreisen will, der muß zwangläufig aus
einem anderen Staat ausgereist sein. Einreise oder Ausreise ist vom Ziel oder Betrachter abhängig. Einreise oder auch Ausreisen erfolgen nach ein-, zwei- oder mehrseitigen Modalitäten, Gesetzen und Festlegungen der Staaten mit dem Auto, dem Zug oder per Pedes. Unterwirft der Reisewillige sich diesen Regel nicht, dann ist die Reise zu Ende. An einem Grenzpunkt der USA, ich bleibe bei dem Beispiel, würde ich mich nicht bei der Einreise einem Grenzpolizisten entziehen wollen. Das wär mehr als eine Mutprobe. Das wär Selbstmord.
Deine Wohnungsfrage ist lustig! Ich weiche nur der Gewalt und nehme den Schlüssel für den Kühlschrank und der Vorratskammer mit.
Ich möchte Dir aber eine Gegenfrage stellen. Wie würdest Du es finden, wenn Deine Mieter dein Haus heimlich und ohne Deine Genehmigung ausziehen und verschwinden? Dir bleiben Mietschulden, Müll und zerstörte, verdreckte Sanitäranlagen und,und,.



Dann verstehe ich Deine Antwort so, daß Du freiwillig niemanden in Deiner Wohnung aufnehmen würdest? Die Vergleiche, die hier immer wieder gebracht werden - getötete Flüchtlinge an der innerdeutschen Grenze mit im Mittelmeer ertrunkenen Flüchtlingen, passen irgendwie nicht. Völkerrechtlich gibt es international in der UN-Menschenrechtskonvention bzw. anderen UN-Verträgen nur ein garantiertes Ausreiserecht für die eigenen Bürger aber kein Einreiserecht/Einwanderungsrecht für fremde Bürger. Ein Staat ist für die Erteilung von Rechten an seine eigenen Bürger zuständig und nicht für die ganze Weltbevölkerung von sieben Milliarden Menschen.

Die wirtschaftlichen und finanziellen Ressourcen reichen in den überschuldeten Staaten Europas schon heute nicht einmal mehr für die eigene Bevölkerung. Diese Staaten wollen und können deshalb nicht auch noch das Auffanglager und das Weltsozialamt für mehrere Milliarden Arme in der ganzen Welt spielen - daher die Abschottungspolitik Europas. Aber wer bereit ist, auf einen Teil seines Gehalts, seiner Sozialleistungen/Rente zu verzichten und dafür Flüchtlinge aufnimmt, dann ist das lobenswert. Solche Fälle soll es schon in Deutschland gegeben haben, wo die Betreffenden dann eine Bürgschaft unterschrieben haben, und mit ihren Privatvermögen gebürgt haben. Wie viele wären von denjenigen, die immer am lautesten die "Festung Europa" beklagen, dazu bereit? In Deinem Beispiel mit den Mietern sind diese übrigens freiwillig in die Wohnung gezogen und bezahlen für eine Gegenleistung (Wohnrecht). Wenn Du aber nichts mehr in Deine Wohnung investierst, die Wohnung wird schimmlig, weil Du z.B. das Dach nicht reparierst, dann werden Deine Mieter irgendwann ausziehen.

Ein Staat muß die Lebensbedingungen so gestalten, daß seine Bürger nicht in Scharen das Land verlassen. Tut er das nicht, dann hat er schon verloren, denn dann muß er die Abwanderung in Kauf nehmen oder kann seine Bürger nur noch gewaltsam im Land halten.


zuletzt bearbeitet 14.08.2011 15:02 | nach oben springen

#40

RE: Staat ohne Staatsgrenze

in DDR Staat und Regime 14.08.2011 15:11
von Boelleronkel (gelöscht)
avatar

Zitat von Pit 59
Wer allerdings hochverschuldet war@winfried

Wegen was denn? Wegen was sollte man in der Ostzone Verschuldet gewesen sein?




Die Sache war ganz einfach....
Gurgelste mal ein bisschen bei Kommanditgesellschaften/staatlicher oder halbstaatlicher Beiteiligung,den Begriffen Komplementär...etc.
Auch vor dem 13.08.1961 und danach gabs diese Betriebsformen.
So einfach wie Du es hier darstellen willst,war dett nich.
Die Reihenfolge wie man seine Firma "beerdigt"....erst beenden und dann Ausreiseantrag stellen.Umgekehrt kannste Jahre auf die Abschlussbilanz warten.
Gruss BO


nach oben springen


Ähnliche Themen Antworten/Neu Letzter Beitrag⁄Zugriffe
Angriff auf die Staatsgrenze oder Grenzverletzung?
Erstellt im Forum Grenztruppen der DDR von werner
85 04.07.2016 17:20goto
von coff • Zugriffe: 4242
Überwachung von Kanälen und Seen an der Staatsgrenze.
Erstellt im Forum Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze von Schlutup
160 08.07.2016 15:32goto
von Ratze • Zugriffe: 12646
Winterklassenkampf an der Staatsgrenze West 1964
Erstellt im Forum Grenztruppen der DDR von Schlutup
12 29.12.2013 22:54goto
von g.s.26 • Zugriffe: 980
Wie viele "Rechte" darf sich ein Staat gegenüber seinen Bürgern herausnehmen?
Erstellt im Forum DDR Staat und Regime von ABV
42 20.12.2013 23:35goto
von S51 • Zugriffe: 2841
SCHILD HALT STAATSGRENZE
Erstellt im Forum Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze von Schlutup
22 20.09.2012 06:32goto
von S51 • Zugriffe: 2786
Sicherung der Staatsgrenze unter Anwendung veterinärmedizinischer Methoden
Erstellt im Forum Grenztruppen der DDR von Feliks D.
17 25.11.2014 02:36goto
von S51 • Zugriffe: 1390
Verordnung über die Staatsgrenze der DDR
Erstellt im Forum Ausrüstung/Waffen/Fahrzeuge/Verordnungen/Uniformen/ von Angelo
4 10.11.2009 15:19goto
von Holtenauer • Zugriffe: 748
Sicherung der Staatsgrenze DDR auf hoher See
Erstellt im Forum Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze von Angelo
43 01.03.2015 20:43goto
von Holtenauer • Zugriffe: 18425
Der Staat im Staate - Die Wismut
Erstellt im Forum Leben in der DDR von karl143
8 20.09.2009 18:37goto
von josy95 • Zugriffe: 1778

Besucher
14 Mitglieder und 41 Gäste sind Online

Wir begrüßen unser neuestes Mitglied: TalSiar
Besucherzähler
Heute waren 666 Gäste und 46 Mitglieder, gestern 3638 Gäste und 176 Mitglieder online.

Forum Statistiken
Das Forum hat 14373 Themen und 558545 Beiträge.

Heute waren 46 Mitglieder Online:

Besucherrekord: 589 Benutzer (24.10.2016 20:54).

Xobor Ein eigenes Forum erstellen