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 Das Leben an und mit der Innerdeutschen Grenze
Angelo Offline





Beiträge: 4.449


01.05.2009 09:09
Betrunken von West nach Ost: Augenzeugen der DDR Grenze Zitat · antworten

Es gab auch andere Geschichten mit denen sich sogar der Bundesgerichtshof noch Jahre nach den Wende mit befasst hat. Ich möchte hier mal eine Geschichte veröffentlichen die mit dem Grenzübertitt im betrunkenen zustand zu tun hat.

Beide Menschen haben versucht im betrunkenen Zustand die DDR-Grenze zu übersteigen. Allerdings nicht von Ost nach West sondern von West nach Ost. Beide Bürger der BRD verloren durch diesen leichtsinn ihre unterschenkel weil sie im Grenzstreifen auf Bodenminen getreten sind.

Am 30. August 1979 wurden im Sperrabschnitt 10 des Grenzregiments 6 die Minenfelder Nr. 32, 33 und 34 angelegt. Verlegt wurden Erdminen vom Typ PPM-2, und zwar im Minenfeld Nr. 32 insgesamt 900 Minen und in den Minenfeldern Nr. 33 und 34 jeweils 720 Minen. Die Verlegearbeiten leitete der Angeklagte M. als Kompaniechef der Minenräumkompanie 25 im Rang eines Hauptmanns. Der Angeklagte M. organisierte die Arbeitsabläufe, wies die einzelnen Arbeitstrupps in ihre Arbeiten ein, kontrollierte sie, trug Sorge für ein ungestörtes Arbeiten der Soldaten und achtete darauf, daß keiner der Soldaten »republikflüchtig« wurde. Bis zu ihrer späteren Räumung am 5. Juni 1984 wurden die Minenfelder in der Folge nicht mehr verändert. Am Abend des 25. Oktober 1981 entschloß sich J. W. in stark angetrunkenem Zustand, vom Gebiet der Bundesrepublik Deutschland aus über die Grenzanlagen das Gebiet der DDR zu betreten. Gegen
23.40 Uhr überquerte er im Sperrabschnitt 10 am Schlagbaum Eichholz die Grenze. Nach wenigen Schritten trat er auf eine Erdmine PPM-2. Durch die Explosion wurde ihm der linke Fuß abgerissen. Gegen 00.15 Uhr barg ihn ein Bergetrupp der Grenztruppen der DDR und lieferte ihn in ein Krankenhaus ein. Dort wurde ihm der linke Unterschenkel amputiert. Am 3. November 1981 begab sich der an einer paranoiden Psychose leidende K. W. von westdeutschem Gebiet aus an die Grenzsperranlagen der DDR. Beim Schlagbaum Eichholz kletterte er über den
Zaun und betrat DDR-Gebiet. Die Aufforderung westdeutscher Zollbeamten stehen zu bleiben, beachtete er ebenso wenig wie die Aufforderung von Grenzsoldaten der DDR, das Gebiet der DDR zu verlassen. Er geriet in das Minenfeld 32 oder 33 und löste eine Erdmine PPM-2 aus, die ihm den rechten Fuß abriß. Auch er wurde anschließend von dem Bergetrupp der Grenztruppen in ein Krankenhaus verbracht, wo ihm der rechte Unterschenkel amputiert wurde. Zwei fälle der Grenzverletzungen im betrunkenen Zustand. Beide Menschen haben Ihren Unterschenkel durch Bodenminen verloren. Diese beiden Fälle wurden vor dem BGH verhandelt. Wie das
Urteil ausging könnt ihr hier lesen

http://www.recht.com

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Rainman2 Offline




Beiträge: 1.873


01.05.2009 09:51
RE: Betrunken von West nach Ost: Augenzeugen der DDR Grenze Zitat · antworten

Hallo Angelo,

der Link führt nur auf die Suchseite. Man findet das Urteil auch unter dem Suchbegriff "Eichholz" recht schnell. Aber hier nochmal der vollständige Link zu dem Urteil. Ich muss mir das erstmal richtig auf der Zunge zergehen lassen. Deshalb jetzt erstmal inhaltlich keine Anmerkungen dazu.

ciao Rainman

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http://www.forum-ddr-grenze.de
http://www.innerdeutsche-grenze.info

Angelo Offline





Beiträge: 4.449


01.05.2009 10:35
RE: Betrunken von West nach Ost: Augenzeugen der DDR Grenze Zitat · antworten

Ja das ist schon hart was es da zu lesen gibt....

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Transitfahrer Offline


Beiträge: 106

01.05.2009 16:39
RE: Betrunken von West nach Ost: Augenzeugen der DDR Grenze Zitat · antworten

Hi,

waren die Minenfelder denn nicht immer eingezäunt und deutlich gekennzeichnet, Freund- wie auch Feindwärts?

Gruß
Peter

Rainman2 Offline




Beiträge: 1.873


01.05.2009 19:31
RE: Betrunken von West nach Ost: Augenzeugen der DDR Grenze Zitat · antworten

Hallo Transitfahrer,

ja, das waren sie, die Minen lagen zwischen zwei Zaunsreihen. Die beiden mussten über einen etwa 2 Meter hohen Streckmetallzaun klettern. Daran waren deutlich sichtbar Minenwarnschilder angebracht.

ciao Rainman

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Forum Admin
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