#21

RE: Deutsche Delikatessen Republik: So kochte die DDR

in DDR Grenze Literatur 02.12.2012 09:53
von Marder | 1.413 Beiträge

Hallo,
dieses "Jägerschnitzel" gibt es bei uns regelmäßig. Wünschen sich unsere Kinder!!!
Die Tomatensoße stellen wir aus Maggi Tomatencremesuppe aus der Tüte her 1 Paket auf einem liter Wasser, ein paar Cocktailtomaten etwas Mehl und ein Stk. Würfelzucker.
MfG Marder


Er wirft den Kopf zurück und spricht: "Wohin ich blicke, Lump und Wicht!" Doch in den Spiegel blickt er nicht.
Ein kluger Mann macht nicht alle Fehler selber. Er lässt auch anderen eine Chance.
Ein Kluger bemerkt alles - ein Dummer macht über alles eine Bemerkung.
Der Horizont vieler Menschen ist ein Kreis mit dem Radius Null - und das nennen sie ihren Standpunkt.

Wer Rechtschreibfehler findet kann sie behalten.
zuletzt bearbeitet 02.12.2012 09:54 | nach oben springen

#22

RE: Deutsche Delikatessen Republik: So kochte die DDR

in DDR Grenze Literatur 02.12.2012 10:08
von Mike59 | 7.970 Beiträge

Zitat von Marder im Beitrag #21
Hallo,
dieses "Jägerschnitzel" gibt es bei uns regelmäßig. Wünschen sich unsere Kinder!!!
Die Tomatensoße stellen wir aus Maggi Tomatencremesuppe aus der Tüte her 1 Paket auf einem liter Wasser, ein paar Cocktailtomaten etwas Mehl und ein Stk. Würfelzucker.
MfG Marder



Jetzt mal eine Glaubensfrage: Welches ist denn nun das echte "Jägerschnitzel" bzw. welches ist das "Schnitzel nach Jäger Art" welches einfach Jägerschnitzel genannt wird?

Mike59

Editiert: n gegen ein l getauscht


zuletzt bearbeitet 02.12.2012 11:08 | nach oben springen

#23

RE: Deutsche Delikatessen Republik: So kochte die DDR

in DDR Grenze Literatur 02.12.2012 10:52
von Marder | 1.413 Beiträge

Hallo
ich "glaube" das ist regional zu sehen.
wenn du in Östereich ein Schnitzel bestellst, ist dies meißt nicht paniert. Nur Wiener Schnitzel sind paniert.
Jägerschnitzel "west" ist vermutlich das panierte Schweineschnitzel mit Pilzen und das andere ist dann Jägerschnitzel " Ost". Letzteres habe ich auch erst nach 1990 kennen gelernt.
MfG Marder


Er wirft den Kopf zurück und spricht: "Wohin ich blicke, Lump und Wicht!" Doch in den Spiegel blickt er nicht.
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#24

RE: Deutsche Delikatessen Republik: So kochte die DDR

in DDR Grenze Literatur 02.12.2012 11:21
von LO-Wahnsinn | 3.489 Beiträge

In der Schulküche wo ich zum Mittag hin ging, wurde selber gekocht, da gabs Essen aus riesen Töpfen und nicht aus Kübeln.
Ich benötigte zu Fuss, mit zügigem Schritt etwa 30 min und nach dem Essen, nochmal runde 45 min bis nach Hause.
Aber der Weg war das Wert, das Essen war dort wirklich gut.
Zumal viele meiner Klassenkameraden, die ja auch meine Kumpels nach der Schule waren, auch dorthin gingen um zu essen.
Da war natürlich auf dem Hinweg und dann auf den Nachhauseweg so einiges los, und die oben angegebenen Zeiten konnten nicht mehr gehalten werden.

Ich werd die Hefeklösse dort nie vergessen, nie wieder in meinem Leben hab ich solch lecker Hefeklösse bekommen, nichtmal bei meiner Oma, Grossküchen haben eben geschmacklich auch positive Seiten wenns anständig gemacht wird.
Siehe tote Oma bei der Truppe, oder Erbsensuppe aus der Kanone.
Die Nudeln waren auch etwas überkocht und klumpig, aber das waren richtige Butternudeln mit feinem Buttergeschmack, dazu das Jägerschnitzel und die Tomatensosse die nicht sehr tomatig schmeckte aber trotzdem irgendwie lecker war, hmmmm
Wenn es kein Jägerschnitzel gab dann gab es selbige Sosse als Wurstgulasch, die Jagdwurst eben nur in Würfeln rein geschnitten, dass war auch immer ganz lecker.


Zur Glaubensfrage
Ja das ist nicht so einfach, für uns Ossis -in der DDR aufgewachsene- ist ein Jägerschnitzel in der Regel eine Scheibe Jagdwurst, etwa 1-1,5 cm dick, die in gerührertem rohem Ei gewälzt und anschliessend in Semmelmehl, echtes wohlgemerkt kein Paniermehl, ja und dann gebraten.
Also wie ein Schnitzel nur das eben die Wurst drin ist.

In den alten Bundeländern, ist es ein richtiges Schnitzel mit der so genannten und oft total ekligen (Imbissbuden) Jägersosse drüber, eine graubraune Sosse mit Pilzen drin.
Nach was das schmeckt, keine Ahnung nach Fusspilz.
Naja ist nicht so mein Ding, allerdings kenne ich das nur aus Imbissbuden, macht man das zu Hause schön mit liebe dann schmeckt das ganz sicher auch lecker, dass ist mit der roten Ossisosse nicht anders.

Auf jedenfall bricht bei mir immer der Kalte Krieg aus, wenn es darum geht mit meiner besseren Westhälfte auszudiskutieren, was ein Jägerschnitzel ist und welches nun das richtige ist, und bevor es dann zum heissen Krieg kommt verkrümel ich mich lieber.

Was es bei uns zu Hause auch oft gab, dass waren Krautrouladen/Kohlrouladen.
Weisskraut gabs ja immer und Gehacktes bekam man in der Regel auch, wenn auch manchmal rationiert wenn ich mich recht erinnere.
Dann machte man halt mehr Kraut drum, das war mir eh lieber weil ich das Kraut lieber mag.

Ich denke nicht, dass die DDR Küche so sehr spezifisch war, auch wenn sie klar an die Versorgungslage angepasst war.
Die DDR Küche war nichts weiter als Hausmannskost aus Omas Zeiten.
Schon unsere Omas mussten, insbesondere durch die Kriege, mit weniger auskommen, in der DDR ist man aus diesem Zeitalter wegen der Mangelversorgung halt nicht ganz raus gekommen.
Auch vor den Kriegen war die Versorgung anders, die Transportmöglichkeiten und Frischhaltemöglichkeiten die man heute hat, gabs damals garnicht.
Ich hatte gerade gestern durch einen Link hier im Forum lesen können, wie gesunde Ernährung vorm 1.WK aussah, exotisches gabs damals nicht.

Verhungern musste in der DDR keiner, und wenn ich heute unterwegs bin und irgendwo zum Essen einkehren muss -was ich als Kraftfahrer ja ständig muss- dann steht Hausmannskost bei mir immer ganz oben auf der Liste.
Da hab ich Deutschland weit schon meine Anlaufstellen, nehme dafür auch mal kleine Umwege in kauf um lecker zu essen, dass darf dann auch mal einen Euro mehr kosten.
Die Ernährung zu DDR Zeiten, war durchaus eine gesunde Ernährung, trotz der eingeschränkten Vielfalt im Gegensatz zu heute.
In den alten Bundesländern haben sich halt auch durch die Westalliierten neue Gerichte und Gewohnheiten eingebürgert, war bei uns im Osten ja auch nicht viel anders, vielleicht nicht so heftig weils durch die Wirtschaft nicht forciert wurde.

So dann wünsche ich allen einen schönen 1.Advent und guten Appetit beim leckeren Adventsessen.

Was ich vergass, Nachschlag gabs bei uns in der Schulküche immer an jedem Tag wenn man wollte, man konnte sich also für die 55(?) Pfennig Essenmarke satt essen. Fleisch nicht gerade, dass war abgezählt, aber Kartoffeln, Sosse, Gemüse das ging immer, Suppe sowieso.
Wer zum Küchenschluss hin zum Essen kam, der konnte manchmal auch noch zusätzlich Fleisch abfassen wenn was übrig war.


Ein Volk, das sich einem fremden Geist fügt,
verliert schließlich alle guten Eigenschaften und damit sich selbst.
Ernst Moritz Arndt (1769 - 1860)
Schmiernippel hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 02.12.2012 11:29 | nach oben springen

#25

RE: Deutsche Delikatessen Republik: So kochte die DDR

in DDR Grenze Literatur 02.12.2012 11:29
von Rostocker | 7.725 Beiträge

Zitat von Mike59 im Beitrag #22
Zitat von Marder im Beitrag #21
Hallo,
dieses "Jägerschnitzel" gibt es bei uns regelmäßig. Wünschen sich unsere Kinder!!!
Die Tomatensoße stellen wir aus Maggi Tomatencremesuppe aus der Tüte her 1 Paket auf einem liter Wasser, ein paar Cocktailtomaten etwas Mehl und ein Stk. Würfelzucker.
MfG Marder



Jetzt mal eine Glaubensfrage: Welches ist denn nun das echte "Jägerschnitzel" bzw. welches ist das "Schnitzel nach Jäger Art" welches einfach Jägerschnitzel genannt wird?

Mike59

Editiert: n gegen ein l getauscht


Jägerschnitzel kenne ich als Jagdwurstscheibe mit Semmelkrümel und paniert,


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#26

RE: Deutsche Delikatessen Republik: So kochte die DDR

in DDR Grenze Literatur 02.12.2012 11:37
von Pit 59 | 10.152 Beiträge

Jägerschnitzel kenne ich als Jagdwurstscheibe mit Semmelkrümel und paniert,@Rostocker

So Isses.


Svenni1980 hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#27

RE: Deutsche Delikatessen Republik: So kochte die DDR

in DDR Grenze Literatur 02.12.2012 12:04
von Fritze (gelöscht)
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Zitat von Pit 59 im Beitrag #26
Jägerschnitzel kenne ich als Jagdwurstscheibe mit Semmelkrümel und paniert,@Rostocker

So Isses.



genau und das Jäger im Jägerschnitzel kommt von der Jagdwurst und nicht vom Jäger ! Laut Oberforstmeister Frevert war die Wurst mit den Stücken ein beliebtes Mitnahme essen bei Jägern und erhielt so ihren Namen.

@Marder . nur ein Stk. Würfelzucker ? Ich nehme min. 2gehäufte Esslöffel auf ein Liter Sosse.Und nicht zu vergessen der Schluck Sahne !


zuletzt bearbeitet 02.12.2012 12:04 | nach oben springen

#28

RE: Deutsche Delikatessen Republik: So kochte die DDR

in DDR Grenze Literatur 02.12.2012 12:56
von Marder | 1.413 Beiträge

Hallo Fritze stimmt!!
auf eine Tüte einen HALBEN liter Wasser und 1 Stk. Würfelzucker. Und für die Feinschmecker, die sonst zu wenig Kalorien bekommen "Sahne"!!!
MfG Marder


Er wirft den Kopf zurück und spricht: "Wohin ich blicke, Lump und Wicht!" Doch in den Spiegel blickt er nicht.
Ein kluger Mann macht nicht alle Fehler selber. Er lässt auch anderen eine Chance.
Ein Kluger bemerkt alles - ein Dummer macht über alles eine Bemerkung.
Der Horizont vieler Menschen ist ein Kreis mit dem Radius Null - und das nennen sie ihren Standpunkt.

Wer Rechtschreibfehler findet kann sie behalten.
zuletzt bearbeitet 02.12.2012 12:57 | nach oben springen

#29

RE: Deutsche Delikatessen Republik: So kochte die DDR

in DDR Grenze Literatur 02.12.2012 13:11
von LO-Wahnsinn | 3.489 Beiträge

Zitat von Fritze im Beitrag #27
Zitat von Pit 59 im Beitrag #26
Jägerschnitzel kenne ich als Jagdwurstscheibe mit Semmelkrümel und paniert,@Rostocker

So Isses.



genau und das Jäger im Jägerschnitzel kommt von der Jagdwurst und nicht vom Jäger ! Laut Oberforstmeister Frevert war die Wurst mit den Stücken ein beliebtes Mitnahme essen bei Jägern und erhielt so ihren Namen.

@Marder . nur ein Stk. Würfelzucker ? Ich nehme min. 2gehäufte Esslöffel auf ein Liter Sosse.Und nicht zu vergessen der Schluck Sahne !



War das ein Ost oder ein West Jäger?

Der West Jäger wird sagen, das Jägerschnitzel hat seinen Namen daher, weil der Jäger nach der Jagd zu Hause ein fettes Schnitzel bekam und die Sosse, mit vom Jäger bei der Jagd gesammelten Pilzen, verfeinert wurde.
Das ist wirklich zummit dem Essen

Geht man in Thüringen zum Fleischer und kauft eine Bratwurst, macht das selbe in anderen Bundesländern, man wird verschiedene Würste haben.

Was auch DDR typisch ist, die Bockwurst, kein Bahnhof ohne Bockwurst zu DDR Zeiten, in jeder Kneipe gabs Bockwurst.
Die schmackhaftesten Bockwürste hab ich in der Menge bisher doch noch immer in Ostdeutschland gegessen.
Ist aber heute auch nicht mehr immer so, kommt auf den Zulieferer an.

Schöner Senfschnuller im Hefeschlitz mit Bautzner Senf hmmmm


Ein Volk, das sich einem fremden Geist fügt,
verliert schließlich alle guten Eigenschaften und damit sich selbst.
Ernst Moritz Arndt (1769 - 1860)
katerjohn hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#30

RE: Deutsche Delikatessen Republik: So kochte die DDR

in DDR Grenze Literatur 02.12.2012 13:20
von Mike59 | 7.970 Beiträge

Zitat von LO-Wahnsinn im Beitrag #29
Zitat von Fritze im Beitrag #27
Zitat von Pit 59 im Beitrag #26
Jägerschnitzel kenne ich als Jagdwurstscheibe mit Semmelkrümel und paniert,@Rostocker

So Isses.



genau und das Jäger im Jägerschnitzel kommt von der Jagdwurst und nicht vom Jäger ! Laut Oberforstmeister Frevert war die Wurst mit den Stücken ein beliebtes Mitnahme essen bei Jägern und erhielt so ihren Namen.

@Marder . nur ein Stk. Würfelzucker ? Ich nehme min. 2gehäufte Esslöffel auf ein Liter Sosse.Und nicht zu vergessen der Schluck Sahne !



War das ein Ost oder ein West Jäger?

Der West Jäger wird sagen, das Jägerschnitzel hat seinen Namen daher, weil der Jäger nach der Jagd zu Hause ein fettes Schnitzel bekam und die Sosse, mit vom Jäger bei der Jagd gesammelten Pilzen, verfeinert wurde.
Das ist wirklich zummit dem Essen

Geht man in Thüringen zum Fleischer und kauft eine Bratwurst, macht das selbe in anderen Bundesländern, man wird verschiedene Würste haben.

Was auch DDR typisch ist, die Bockwurst, kein Bahnhof ohne Bockwurst zu DDR Zeiten, in jeder Kneipe gabs Bockwurst.
Die schmackhaftesten Bockwürste hab ich in der Menge bisher doch noch immer in Ostdeutschland gegessen.
Ist aber heute auch nicht mehr immer so, kommt auf den Zulieferer an.

Schöner Senfschnuller im Hefeschlitz mit Bautzner Senf hmmmm






Da muss ich mal eine Bresche für eine West BoWu brechen. Frankfurt/Main in der Nähe des Flughafens gibt es am Kreisel Unterschweinstiege eine Essotanke, die hat eine Riesenbowu für 2 Euro +, die ist unerreicht - das von mir als Thüringer !

Mike59


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#31

RE: Deutsche Delikatessen Republik: So kochte die DDR

in DDR Grenze Literatur 02.12.2012 13:42
von Ecki | 408 Beiträge

Zitat von Marder im Beitrag #21
Hallo,
dieses "Jägerschnitzel" gibt es bei uns regelmäßig. Wünschen sich unsere Kinder!!!
Die Tomatensoße stellen wir aus Maggi Tomatencremesuppe aus der Tüte her 1 Paket auf einem liter Wasser, ein paar Cocktailtomaten etwas Mehl und ein Stk. Würfelzucker.
MfG Marder
Mein lieber Marder,

machen wir ja ähnlich. Nur dass wir die standesgemäß Suppina Tomatencremesuppe verwenden und ohne Mehl und Würfelzucker, aber als Referenz an die neue Zeit, mit Dosentomaten.

Liebe Grüße

Ecki


Gott sei Dank!


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#32

RE: Deutsche Delikatessen Republik: So kochte die DDR

in DDR Grenze Literatur 02.12.2012 13:46
von LO-Wahnsinn | 3.489 Beiträge

Ja das ist sehr unterschiedlich, wie gesagt kommt auf den Zulieferer an.
An bestimmten Tankstellen im Osten möchte man nach dem Verzehr -oder schon beim Verzehr- auch lieber brechen.
Im FFH Raum schmecken mir die Würste meist auch sehr gut, Rindswurst zum Beispiel, die ich in der DDR garnicht kannte.
Auf der A5, wenn man aus der Schweiz, Frankreich oder dieser südlichen Region kommt, da gibts die Autobahnraststätte Breisgau.
Dort in der Tanke (Shell) gabs immer -weis nicht obs die heute noch gibt- Breisgauer Riesenbockwurst, auch total lecker.
Wenn ich aus Spanien kam und ich mich der Raststätte näherte, da kam immer so ein Arm raus der mich samt Laster da rein zog.
Der Preis war zwar gewaltig, aber die Wurst auch, und nichts geht über ne schöne deutsche Wurst gleich wenn man Heimatboden betritt und ein anständiger Pott Kaffee dazu.
Selbst die spanischen Lasterfahrer sind da auf den Geschmack gekommen, das Wort Bockwurst hatten sie alle drauf.


Ein Volk, das sich einem fremden Geist fügt,
verliert schließlich alle guten Eigenschaften und damit sich selbst.
Ernst Moritz Arndt (1769 - 1860)
Mike59 hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#33

RE: Deutsche Delikatessen Republik: So kochte die DDR

in DDR Grenze Literatur 02.12.2012 15:34
von furry | 3.576 Beiträge

Weniger schön waren aber die Bockwürste in dem Kunstdarm, quasi in ein Kondom gehüllt. Deswegen auch HO-Puller genannt.
Aber Wiener Würstchen in original Schafsaitling waren was Feines.


"Es gibt nur zwei Männer, denen ich vertraue: Der eine bin ich - der andere nicht Sie ... !" (Cameron Poe)
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#34

RE: Deutsche Delikatessen Republik: So kochte die DDR

in DDR Grenze Literatur 02.12.2012 19:50
von Stabsfähnrich | 2.046 Beiträge

wer kann sich noch an "Grilletta" und "Krusta" erinnern? Ich glaube Grilletta gab es in sechs verschiedenen Variationen. Die Krusta ist nicht allzu bekannt. In der Warschauer Straße in Berlin, gab es eine Krustastube. Krusta war die Pizza des Ostens.

Was war Krusta? Wiki hat die Erklärung:

Die Krusta war das Gegenstück der DDR-Gastronomie zur Pizza.

Die ostdeutsche Interpretation des italienischen Gerichts erschien erstmals im Jahre 1984 auf den Speisekarten der HO-Gaststätten. Im Unterschied zur Pizza war die Krusta grundsätzlich viereckig und basierte auf einem eher dunklen, mischbrotartigen Teig.

Die Krusta existierte in mehreren Varianten, deren Beläge sich ebenfalls erheblich von denen der Pizza unterschieden. Beispiele für die möglichen Variationen waren:
Geflügel-Krusta, mit Hühnerfleisch und Gemüse belegt
Spreewald-Krusta, belegt mit einer Mischung aus Sauerkraut, Hackfleisch und saurer Sahne
Teufels-Krusta, belegt mit scharf gewürztem Fleisch und mit Käse überbacken

Aufgrund der schwankenden Versorgungslage für einzelne Zutaten musste bei der Zusammenstellung der Beläge gegebenenfalls in erheblichem Umfang improvisiert werden, was die Anzahl der Krusta-Varianten vergrößerte.

Angeboten wurde die Krusta unter anderem in Krusta-Stuben, dem Pendant zur Pizzeria.

Nach dem Ende der DDR verschwand die Krusta aus der Gastronomie Ostdeutschlands


Mit freundlichen Grüßen - Chris
www.polizeilada.de
www.grenzradio911.info
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#35

RE: Deutsche Delikatessen Republik: So kochte die DDR

in DDR Grenze Literatur 02.12.2012 19:59
von Mike59 | 7.970 Beiträge

Zitat von Stabsfähnrich im Beitrag #34
wer kann sich noch an "Grilletta" und "Krusta" erinnern? Ich glaube Grilletta gab es in sechs verschiedenen Variationen. Die Krusta ist nicht allzu bekannt. In der Warschauer Straße in Berlin, gab es eine Krustastube. Krusta war die Pizza des Ostens.

Was war Krusta? Wiki hat die Erklärung:

Die Krusta war das Gegenstück der DDR-Gastronomie zur Pizza.

Die ostdeutsche Interpretation des italienischen Gerichts erschien erstmals im Jahre 1984 auf den Speisekarten der HO-Gaststätten. Im Unterschied zur Pizza war die Krusta grundsätzlich viereckig und basierte auf einem eher dunklen, mischbrotartigen Teig.

Die Krusta existierte in mehreren Varianten, deren Beläge sich ebenfalls erheblich von denen der Pizza unterschieden. Beispiele für die möglichen Variationen waren:
Geflügel-Krusta, mit Hühnerfleisch und Gemüse belegt
Spreewald-Krusta, belegt mit einer Mischung aus Sauerkraut, Hackfleisch und saurer Sahne
Teufels-Krusta, belegt mit scharf gewürztem Fleisch und mit Käse überbacken

Aufgrund der schwankenden Versorgungslage für einzelne Zutaten musste bei der Zusammenstellung der Beläge gegebenenfalls in erheblichem Umfang improvisiert werden, was die Anzahl der Krusta-Varianten vergrößerte.

Angeboten wurde die Krusta unter anderem in Krusta-Stuben, dem Pendant zur Pizzeria.

Nach dem Ende der DDR verschwand die Krusta aus der Gastronomie Ostdeutschlands




Krusta - nie gehört. Kann mich nur noch dunkel erinnern, das Elmi eine Tiefkühlpizza im Angebot hatte.

Mike59


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#36

RE: Deutsche Delikatessen Republik: So kochte die DDR

in DDR Grenze Literatur 02.12.2012 20:05
von Ecki | 408 Beiträge

Zitat von furry im Beitrag #33
Weniger schön waren aber die Bockwürste in dem Kunstdarm, quasi in ein Kondom gehüllt. Deswegen auch HO-Puller genannt.
Aber Wiener Würstchen in original Schafsaitling waren was Feines.
Mein lieber furry,

deshalb war es wichtig, auf der Suche nach einer Bockwurst solche Imbisse zu suchen, welche Bockwurst im Naturdarm anboten. War ja egal, ob Kunstdarm oder Naturdarm, der Preis war immer 85 Pfennige, mit Brötchen. Und stets mit dem nach wie vor hervorragenden Bautz'ner Senf.

Liebe Grüße

Ecki


Gott sei Dank!


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#37

RE: Deutsche Delikatessen Republik: So kochte die DDR

in DDR Grenze Literatur 02.12.2012 21:33
von Harzwanderer | 2.923 Beiträge

Was mir als "Westler" im Osten bei Familienfesten immer auffiel war, dass es zwar allerlei Würste und Schinken gab, die man dann immer stolz doch noch irgendwie organisiert hatte (und es wurde immer super-lecker in großer Runde getafelt), dass aber guter Käse rar war. Käse war immer ein geschätztes Mitbringsel, natürlich erst recht die raffinierteren Sorten, etwa aus Frankreich.
Diese hochwertige Käseproduktion durch kleinere Hersteller scheint mir aber auch in Westdeutschland irgendwie eingerostet zu sein. Das ist kein Vergleich zu Frankreich, Italien, Spanien oder Belgien.


zuletzt bearbeitet 02.12.2012 21:44 | nach oben springen

#38

RE: Deutsche Delikatessen Republik: So kochte die DDR

in DDR Grenze Literatur 03.12.2012 01:49
von schulzi | 1.761 Beiträge

Ich kann mir vorstellen das dir keiner einen guten alten leichenfinger ,harzer roller oder kochkäse vorsetzen wollte da sie bei richtiger lagernung(ich meine lagerung) schön stanken aber köstlich schmeckten.mit dem schinken war das so eine sache wen die westgermaen zubesuch kammen wurde organsiert,man hörte dan "das können wir uns nicht jeden tag leisten ",so erklärte man wir auch nicht und dies durch tauschgeschäfte erworben hat (kam über den betrieb an radlager für den trabbi)


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#39

RE: Deutsche Delikatessen Republik: So kochte die DDR

in DDR Grenze Literatur 03.12.2012 03:55
von Mike | 33 Beiträge

Zitat von Ecki im Beitrag #36


nach wie vor hervorragenden Bautz'ner Senf.




Der Bautzner Senf ist qualitativ unterirdisch. Das merkt man spätestens, wenn man eine Senfsoße kocht. Beim Bautzner Senf benötigt man 2 Becher um Geschmack in die Soße zu bekommen. Beim Thomy Senf reichen zwei Esslöffel. Man findet keine Rezeptur vom Bautzner Senf im Netz. Ich nehme aber an, das beim Bautzner Senf wegen des günstigen Preis bei den teuren Senfkörnern gespart wird und künstliche Aromen eingesetzt werden. Bautzner Senf ist schon lange nicht mehr "Ost". Die Firma gehört zu Develey und der Bautzner Senf wird nicht nur in Bautzen hergestellt. Für eine Bockwurst "geht" der Bautzner Senf, zum Kochen ist er nicht verwendbar.



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#40

RE: Deutsche Delikatessen Republik: So kochte die DDR

in DDR Grenze Literatur 03.12.2012 06:35
von schulzi | 1.761 Beiträge

man muss den richtigen nehmen ich habe bei bautzner nie probleme und einen becher habe ich schon zu ddr zeiten gebraucht vieleicht solltest du es mal mit dem extra scharfen versuchen


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