#121

RE: Angst und Schrecken durch das MfS, war dran an der Behauptung

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 10.01.2013 22:16
von exgakl | 7.228 Beiträge

Zitat von josy95 im Beitrag #120
Zitat von jecki09 im Beitrag #119
Mein Vater wollte zu irgendeinem Anlass 1988 besuchsweise in die BRD fahren.
Sein Antrag wurde abgelehnt, sein Bruder, durfte.

Mein Vater machte eine Eingabe an den Ministerrat (oder wohin das sonst auch war) und bat darum,

"Seinen Sohn als Offz. der GT vom Dienst zu suspendieren, da er annehmen musste, dass dies der eigendliche Ablehnungsgrund sei."

Kurze Zeit später erhielt er- ohne neuen Antrag - die Genehmigung (jedoch ohne Ehefrau) besuchweise in die BRD fahren zu dürfen.

Nachteile hatte ich dadurch nicht. Eventuell hatte ich für diese Zeit keine Genehmigung zur AO 13. Von der ganzen Sache habe ich auch erst später von meinen Eltern etwas erfahren.



@jecki09, in Deinem Beitrag taucht auch der Begriff AO 13 auf, die ich anderswo auch schon öfter gelesen hab, damit aber nichts anfangen kann. Garantiert ist dieser Begriff auch irgendwo schon mal erläutert, ich finde es bloß nicht. Hilf bitte mal weiter. Danke in Voraus!

josy95



guckst du hier>>>>> Befehl 44 und Befehl 13


Man sollte niemanden mit Tatsachen verwirren, der sich seine Meinung schon gebildet hat....
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#122

RE: Angst und Schrecken durch das MfS, war dran an der Behauptung

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 10.01.2013 22:36
von josy95 | 4.915 Beiträge

Zitat von erkoe im Beitrag #118
Hallo zusammen,

"Angst und Schrecken" habe ich persönlich ein weinig anders erlebt. Eher nach dem Motto: "So richtig dämlich angestellt." Kurz vor meiner Einberufung an die OHS wurde ich mit meinem Vater auf die KD bestellt. Während der Unterhaltung machten die Genossen meinem Vater unmissverständlich klar, dass er die Treffen mit der Westverwandtschaft lassen solle, denn es könnte sonst für mich Ärger geben. Alles klar, bla bla, bla. (Er hat sich trotzdem weiterhin getroffen, was mir ja auch letztendlich zum Verhängnis wurde.) Im 2. Studienjahr hatte ich einen schönen VKU. Montag morgen standen 2 Herren vor der Wohnungstür und richteten schöne Grüße von meinem Onkel und meiner Tante aus Hannover aus. Ich war zwar jung, aber nicht blöd. Einen der Herren habe ich sofort wiedererkannt. KD Zeitz, der war beim damaligen Gespräch dabei. Ich grinste in mich rein, bedankte mich für die Grüße und machte nach meiner Rückkehr aus dem VKU postwendend Meldung bei Maj. Mxxz, V2000.

2 Tage später durfte ich wieder bei ihm antraben und er fragte so nebenbei, ob mir was aufgefallen wäre. Klar, sagte ich. Die gefakte Grußausrichtung.
Er lachte sich halbtot, wir tranken eine Tasse Kaffee, quatschten über Gott und die Welt....

Ich weiß nicht, ob der Genosse von der KD eine auf den Deckel bekommen hat.... Vielleicht hätten sie ihn in Konspiration besser schulen sollen. Seit dieser Erfahrung war allerdings meine Wachsamkeit geweckt. Man glaubt ja manchmal nicht, wie blöd es kommen kann.

VG
Erik


@erkoe, ich interpretiere auch aus Deiner Darstellung und vertiefe damit immer mehr meine Meinung, das es beim MfS sowohl fähige und real denkende Mitarbeiter als auch das genaue Gegenteil gab. Wie die Prozentuale Verteilung von fähig und unfähiger, kleingeistiger Fraktion war, vermag ich ganz schlecht einzuschätzen. Aus meinem Erlebten, meinen Erfahrungen, auch dem Wissen, was ich mir hier in diesem Forum belesen habe liegt meine Quote bei 60 zu 40%. Also fähig zu unfähig, damit kein Mißverständnis entsteht.

Und ich glaube, Du stellst es am Beispiel der ehem. KD Zeitz auch ähnlich so dar, es war schon nicht verkehrt, dort besonders vorsichtig zu sein, wo objektiv die unfähige Fraktion das Sagen hatte.

Angst und Schrecken erkenne ich daraus weniger, besser gesagt nicht.

Angst sollten die schon gehabt haben, die aktiv gegen die DDR gearbeitet haben oder die in der Wirtschaft sabotierten, denn sie hätten bei normaler Schulbildung wissen müssen, das das MfS nicht irgendein Dumpinggeheimdienst war und die DDR- Gesetze ihm relativ viel Spielraum gaben.

Schrecken wurde m. Ea. kurz nach den Gründerjahren der DDR und des MfS bis in etwa Mitte der 60-er schon in dem Maße verbreitet, das man sich teilweise äußerst rüder Methoden der stalinistischen Vorbilder aus Moskau und deren Vorgaben bediente und in vielen Dinge staatsfeindliche Aktivitäten erkennen wollte, die ihre Grundlage auch in niederen Motiven durch Denunzation auf unterstem Niveau hatten oder was in Wahrheit oft Lapalien waren. Man brauchte aber auch diesen Ab- Schreckeffekt aus taktisch- ideologischen Gründen für die Durchsetzung der SED- Politik, des Alleinherschaftsanspruches und der schon erwähnten Votgaben des Kremls.
Anderseits bin ich auch der Überzeugung, das westliche Medien bewußt in dieser Hochzeit des kalten Krieges diesen Schreckensmythos zu gern bedienten um damit vermehrt Angst und Schrecken zur Ablehnung des Systems und der DDR zu verbreiten.

Objektiv können sich eigentlich nur Zeitzeugen dazu äußern, die z. Bsp. wegen geringfügiger Vergehen, wegen übler Denunzation oder aus anderen nichtigen Gründen länger inhaftiert waren oder gar in russischen Straflagern einsitzen mußten. Obwohl sie ab 07. Oktober 1949 der DDR- Gerichtsbarkeit unterlagen...

josy95


Sternbild Krebs, eine seiner herausragenden Eigenschaften: Krebse kommen immer an ihr Ziel..., und wenn sie zei Schritt vorgehen und einen zurück...

Zu verstehen als Abmahnung an EINEN Admin... bitte lächeln!
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#123

RE: Angst und Schrecken durch das MfS, war dran an der Behauptung

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 10.01.2013 23:00
von DoreHolm | 7.688 Beiträge

Zitat von josy95 im Beitrag #120
Zitat von jecki09 im Beitrag #119
Mein Vater wollte zu irgendeinem Anlass 1988 besuchsweise in die BRD fahren.
Sein Antrag wurde abgelehnt, sein Bruder, durfte.

Mein Vater machte eine Eingabe an den Ministerrat (oder wohin das sonst auch war) und bat darum,

"Seinen Sohn als Offz. der GT vom Dienst zu suspendieren, da er annehmen musste, dass dies der eigendliche Ablehnungsgrund sei."

Kurze Zeit später erhielt er- ohne neuen Antrag - die Genehmigung (jedoch ohne Ehefrau) besuchweise in die BRD fahren zu dürfen.

Nachteile hatte ich dadurch nicht. Eventuell hatte ich für diese Zeit keine Genehmigung zur AO 13. Von der ganzen Sache habe ich auch erst später von meinen Eltern etwas erfahren.



@jecki09, in Deinem Beitrag taucht auch der Begriff AO 13 auf, die ich anderswo auch schon öfter gelesen hab, damit aber nichts anfangen kann. Garantiert ist dieser Begriff auch irgendwo schon mal erläutert, ich finde es bloß nicht. Hilf bitte mal weiter. Danke in Voraus!

josy95



Mit den Begriffen, d.h. Abkürzungen, die zumeist nach meiner Zeit entstanden, habe ich auch meine Probleme. Wenn überhaupt, kann ich mir nur aus dem Zusammenhang zusammenreinem, was sie bedeuten könnten. Da wäre eine separate Auflistung, alphabetisch geordnet, hilfreich. Da müßte jeder, der einen neuen Kurzbegriff reinbringt, eine Kurzerläuterung reingeben.



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#124

RE: Angst und Schrecken durch das MfS, war dran an der Behauptung

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 10.01.2013 23:27
von Eisenacher | 2.069 Beiträge

AO 13/81 „Einsatz auf dem vorgelagerten Hoheitsgebiet" das waren dann die , die auch mal direkt an die Grenzlinie durften.
http://www.geschichtsforum.de/f46/grenzt...784/index3.html Beitrag 48


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#125

RE: Angst und Schrecken durch das MfS, war dran an der Behauptung

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 10.01.2013 23:38
von DoreHolm | 7.688 Beiträge

Zitat von Eisenacher im Beitrag #124
AO 13/81 „Einsatz auf dem vorgelagerten Hoheitsgebiet" das waren dann die , die auch mal direkt an die Grenzlinie durften.
http://www.geschichtsforum.de/f46/grenzt...784/index3.html Beitrag 48


Irgendwie muß das bei uns nicht so konsequent gehandhabt worden sein. Einerseits war ich nicht dafür zugelassen, am Tor zur Enklave Dienst zu tun, andererseit ging ich mit einem Gefreiten und EK, der als Gruppenführer eingesetzt war, Kontrollstreife ganz vor und war mit ihm (illegal) auch mal kurz in Westberlin (siehe Fotostrecke D.H.)



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#126

RE: Angst und Schrecken durch das MfS, war dran an der Behauptung

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 10.01.2013 23:50
von Eisenacher | 2.069 Beiträge

wenn da nach dem Querstrich die 81 steht , können wir davon ausgehen, das es diese Anweisung ab dem Jahre 1981 gab. Da bist du leider zu früh am Kanten gewesen.


zuletzt bearbeitet 10.01.2013 23:50 | nach oben springen
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#127

RE: Angst und Schrecken durch das MfS, war dran an der Behauptung

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 11.01.2013 00:45
von Gelöschtes Mitglied
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MFS-Straftaten,hier kann man einiges zum Thema lesen. ( Leseproben )

http://books.google.de/books?id=6BvYdJqv...letzern&f=false


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#128

RE: Angst und Schrecken durch das MfS, war dran an der Behauptung

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 11.01.2013 05:42
von Feliks D. | 8.887 Beiträge

Bei so vielen Straftaten muss es ja tausende Verurteilungen gegeben habe, oder ist da doch eher wenig dran?


Was ich zu sagen hatte habe ich gesagt, nun fürchte ich das allerletzte Wort. Der Sprache Ohnmacht hat mich oft geplagt, doch Trotz und Hoffnung gab ich niemals fort! Mir scheint die Welt geht aus den Fugen bringt sich um, die vielen Kriege zählt man schon nicht mehr. Auch dieses neue große Deutschland macht mich stumm, der Zorn der Worte und die Wut wird mehr. Die Welt stirbt leise stilles Schreien hört man nicht, es hilft kein Weinen und man sieht's nicht im Gesicht. Wer einen Menschen rettet rettet so die Welt, am Ende überleben wir uns doch. Nur wir bestimmen wann der letzte Vorhang fällt, still und leise verlassen wir die Welt!

Macht es gut Freunde!
zuletzt bearbeitet 11.01.2013 05:42 | nach oben springen
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#129

RE: Angst und Schrecken durch das MfS, war dran an der Behauptung

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 11.01.2013 07:18
von SCORN | 1.456 Beiträge

Zitat von ek40 im Beitrag #127
MFS-Straftaten,hier kann man einiges zum Thema lesen. ( Leseproben )

http://books.google.de/books?id=6BvYdJqv...letzern&f=false





ek40, deine Leseprobe auf den Gartenschläger Fall taugt hier wohl nicht als Beweis für Schrecken durch das MfS! Gartenschläger war ein bewaffneter 'Hasardeur'


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#130

RE: Angst und Schrecken durch das MfS, war dran an der Behauptung

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 11.01.2013 08:54
von Rostocker | 7.719 Beiträge

Also Angst und Schrecken durch das MfS;kann ich von meiner Seite aus,nicht bestätigen.Hatte mit Paul greif zu --nie was zu tun gehabt.Klar war dieses Organ allgegenwärtig.Bei uns auf der Werft hatten sie ja ein eigenes Büro gehabt,sogar mit einen Schild an der Tür.Mit den einzigen Organ mit denen ich mal was zu tun hatte war die Kripo,aber die haben mich nach 12 Sth auch wieder gehen lassen.Habe sogar die Arbeitszeit bezahlt bekommen und hatte noch 3 Überstunden. Ja Angst und Schrecken,mächtige Wörter--könnte man heute auf das Schredderorgan auch beziehen.


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#131

RE: Angst und Schrecken durch das MfS, war dran an der Behauptung

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 11.01.2013 09:58
von Schwarzfuß | 48 Beiträge

…lustig, meine 23 Seiten dünne Akte besteht ausschließlich aus Eintragungen die während meines Grundwehrdienstes bei den Grenztruppen angelegt wurden.^^ Sicherlich war ein dumpfes Gefühl des Unwohlseins unterschwellig vorhanden, spätestens dann, wenn ein Fremder in der Stammkneipe saß.
Persönlich kenne ich Vorfälle nur als Zaungast: z.B. wurde im zuständigen VPKA sofort der Hörer auf die Gabel geknallt, wenn man als Veranstalter einer Großtanzveranstaltung im Saal eines Betriebes polizeiliche Unterstützung anforderte, weil eben dieser Saal und angrenzende Anlagen von den Besuchern systematisch demontiert wurden. Sang hingegen ein junger Mensch, offensichtlich mit 2,5 uffm Kessel, vorm Einlass lautstark die „falsche“ Hymne, dann war binnen weniger Minuten der graue Barkas vor Ort und somit der Barde alsbald von der Bildfläche verschwunden….das gab schon zu denken.

Im VEB saß der Zuträger genau neben mir und wurde monatlich zum Rapport über die Stimmung in der Brigade geholt. (dies verkürzte sich in der Wendezeit dann sogar zu „täglich“ :D) Komischerweise war das ein offenes Geheimnis und man hielt diesem Menschen gegenüber einfach die Fresse – wie auch außerhalb des Betriebes anderen „Verdächtigen“ gegenüber auch. Im Nachhinein beschleicht mich aber das ungute Gefühl, die Fresse viel zu lange gehalten zu haben…..^^

Egal, die Zeit hat es mal wieder gerichtet (ok, nicht nur die Zeit, auch und vor allem Die, die nicht geschwiegen haben!). Gab es je Angst und Schrecken, dann ist diese in Hohn und Spott konvertiert – gut, sicher ausschließlich bei jenen, die keine Restriktionen zu erdulden hatten.


„..ich wollte nicht, ich musste!“ – ok, spätestens seit Nürnberg hat diese Aussage viel an Glaubwürdigkeit verloren....
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#132

RE: Angst und Schrecken durch das MfS, war dran an der Behauptung

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 11.01.2013 10:01
von Gelöschtes Mitglied
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Ich verfolge schon seit Tagen die Beiträge im diesem Thread und habe lange überlegt, ob ich mich zu diesem Thema artikuliere bzw. positioniere. Es scheint mir doch angebracht, da die Sicht- und Betrachtungsweisen genauso unterschiedlich und widersprüchlich, wie bei anderen Themen sind. Dagegen gibt es auch meinerseits keine Einwände, wenn sich der Gedankenaustausch in einer sachlichen Atmosphäre vollzieht und die Position eines "Andersdenkenden" auch respektiert und nicht gleich wieder zerrissen wird. Außerdem bietet die deutsche Sprache in der Vielfalt ihrer Ausdrucksmöglichkeiten auch die Basis für Sachlichkeit und Konstruktivität.
Mein Standpunkt zu den sogenannten Schikanen bei Einreisen in die DDR und Ausreisen aus der DDR.
Die DDR war zu diesem Zeitpunkt nach dem Völkerrecht ein eigenständiger, souveräner Staat, der auf Grund entsprechender Gesetze auch den Transit- und Reiseverkehr seiner eigenen Bürger, wie auch für Bürger anderer Staaten geregelt hatte. Dazu gehörten auch die Abfertigungen bei der Ein- und Ausreise. Auch wenn manch einer die damit verbundnen Warte- und Abfertigungszeiten als Schikane empfand, so lagen sie doch im Bereich der Umsetzung von Bestimmungen auf gesetzlicher Grundlage.
Die User, die diesen Umstand als nicht gerechtfertigt ansehen, sollten einmal das Einreiseprozedere in den USA und Israel mitmachen. In den USA entscheidet ein einzelner Vollzugsbeamter der Einwanderungsbehörde, ob man in die USA einreisen darf oder nicht - und das nach intensiven Befragungen und Kontrollen. Das ist in Israel nicht viel anders. Ich habe bei der Ausreise in das Westjordanland am Checkpoint ca. 2 Stunden zugebracht, da die israelischen Sicherheitskräfte fast den gesamten Landrover auseinander genommen haben. Ganz zu schweigen von den Einreise- und Ausreisemodalitäten in einigen südamerikanischen Ländern, die aber mehr in der Mentalität der Menschen begründet sind - manjana, manjana.
Also, warum diese einseitige Betrachtung und Bewertung ??? Nur weil das MfS darin involviert war ??? Auch hier wieder der Spruch - quod licet Iovi, non licet bovi ("Was dem Jupiter erlaubt ist, ist dem Ochsen nicht erlaubt"). Dabei lasse ich es bewenden zu diesem Fakt.

Eine andere Baustelle. Wer hat Angst und Schrecken verbreitet ??? Doch nicht nur das MfS. Wer erwähnt hier die zahlreich begangenen Straftaten in der Volkswirtschaft und bei der Versorgung der Bevölkerung, die nicht nur Schäden in Milliardenhöhe verursachten, sondern dabei auch billigend Menschenverluste einkalkulierten. Ich nehme hier das Stör-, Brand- und Havariegeschehen in allen Bereichen der Volkswirtschaft als Beispiel. Nicht jede Störung, nicht jeder Brand und nicht jede Havarie hatte objektive Ursachen, d.h. sie waren nicht begründet in technischen und technologische Unzulänglichkeiten, den enormen Verschleißgrad der Anlagen. Ich spreche hier auch nicht die subjektiven Faktoren in Form von Fehlhandlungen und -schaltungen an, die ihre Ursachen oftmals in Oberflächlichkeit und Fahrlässigkeit hatten. Ich denke hierbei an die Handlungen die bewußt herbei geführt wurden, um der Volkswirtschaft zu schaden und dabei Menschenopfer in Kauf nahmen.
Einige Beispiele aus der Grundstoffindustrie der DDR.
Für die Stadtgaserzeugung und -versorgung der DDR war der Einsatz und die Verfügbarkeit von Sauerstoffturbos von entscheidender Bedeutung. Diese Sauerstoffturbos kamen aus der BRD von der Firma Linde, die auf diesem Gebiet marktführend war. Diese Turbos unterlagen Anfahr- und Abfahrprozessen, die sehr brisant waren. Bei diesen Prozessen kam es immer wieder zu unerklärlichen Bränden, die teilweise diese Sauerstoffturbos zerstörten. Sowohl Experten von Linde, wie auch eigene Experten rätselten am diesem scheinbarem Phänomen.
Nach intensiven Untersuchungen entschlossen wir uns, wie in der Luftfahrt, die Checklisten für die Handlungen im Anfahr- und Abfahrprozeß zwingender zu gestalten und mit einer Zweitbestätigung zu legitimieren. Dadurch gelang es uns, den Verursacher zu ermitteln - es war ein Betriebsingenieur, der bewußt Fehlschaltungen beging, um der DDR Schaden zu zufügen. Ähnliche Vorkommnisse gab es auch an den Stickstofftrennern in der Luftzerlegung - auch diese Trenner kamen von Linde unbd waren in ihrer Verfügbarkeit Bedingung für eine stabile und sichere Gaserzeugung und -versorgung in der DDR. Ich lasse hier auch mal die ganzen Überschüttungen an den Bekohlungssystemen an den Druckgasgeneratoren außer Acht, die zum zeitweiligem Abfahren ganzer Generatorengruppen führten.
Anderes Beispiel. Die DDR verfügte dank der Professoren Rammler und Bilkenroth über das Verfahren der Braunkohlenhochtemperaturverkokung, das großtechnisch in den BHT-Kokereien in Schwarze Pumpe und in Lauchhammer zum Einsatz kam. Die dafür notwendigen Braunkohlenbriketts benötigten andere Qualitätsparameter, wie die der Hausbrandbriketts. Jede Veränderung im Kohletrocknungsprozeß hatte unmittelbare Auswirkungen auf die Koksqualität. Auch im diesem Bereich kam es immer wieder zu bewußten Fehlhandlungen, die strafrechtliche Konsequenzen nach sich zogen.
Ich könnte weitere Beispiele aus dem Bereich der Großkraftwerke Jänschwalde und Boxberg anführen, die zu den modernsten Braunkohlekraftwerken Europas zählten.
Abschließend noch ein Beispiel für "gegnerische Aktivitäten", um an wissenschaftlich-technisches Know-how heran zu kommen. Ende der Siebziger - Anfang der Achtziger gab es in der DDR verstärkte Forschungen, um die stark salzhaltigen Braunkohlenvorräte, besonders im Lausitzer (2.Lausitzer Flöz) und im Mitteldeutschem Revier nicht nur einer energtischen, sondern auch einer stoffwirtschaftlichen Nutzung zu zuführen. Aussichtsreich und erfolgsversprechend war hierbei das Staubdruckvergasungsverfahren in der Wirbelschicht. Am Brennstoffinstitut in Freiberg testeten Wissenschaftler und Verfahrenstechniker mit einer 15-Tonnen-Anlage dieses Verfahren mit Erfolg. Parallel arbeitete man in Hamburg-Harburg mit einer 5-Tonnen-Anlage. Das Freiberger Verfahren war in der Lage, alle Kohlearten mit dieser Anlage am Brennstoffinstitut einer Verwertung zu zuführen. Die Hamburg-Harburger konnte nur mit Steinkohlenstaub arbeiten. Zudem war das Freiberger Verfahren von den Leistungsparametern wesentlich effizienter. Im Rahmen des Staatsplanes Wissenschaft und Technik der DDR, entschloss man sich, eine industrielle Großversuchsanlage im Stammbetrieb des Gaskombinates Schwarze Pumpe mit einer 30 Tonnen-Leistung zu errichten. Diese Maßnahme unterlag spezifischen Schutz- und Sicherungsmaßnahmen, auf die ich hier nicht weiter eingehen möchte. Es gab zahlreiche Versuche, nicht nur an die wissenschaftlich Erkenntnisse über die daran beteiligten Forscher heran zu kommen - auch gab es Versuche, die Inbetriebnahme zu verhindern und deren späteren erfolgreichen Betriebsablauf zu stören. Alle diesbezüglichen gegnerischen Versuche wurden jedoch vereitelt.

So, nun stelle ich abschließend zu diesem Beitrag die Frage, haben wir mit diesen, von uns vollzogenen Schutz- und Sicherungsmaßnahmen, Verbrechen gegen die Volkswirtschaft der DDR und ihrer Bürger vereitelt oder begangen ??? Haben wir nicht mit unserer Arbeit Leben und Gesundheit von Menschen geschützt und materielle, wie auch finanzielle Schäden verhindert. Sicherllich haben wir "Angst und Schrecken" mit unseren Abwehrmaßnahmen bei der gegnerischen Seite verbreitet und das war auch so gewollt.

Vierkrug


passport, vk1, Alfred, Damals87, DoreHolm, seaman, Pitti53, Schmiernippel, Kurt, Feliks D., Krepp und Jawa 350 haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 11.01.2013 17:12 | nach oben springen
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#133

RE: Angst und Schrecken durch das MfS, war dran an der Behauptung

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 11.01.2013 18:06
von Zermatt | 5.293 Beiträge

Zitat von Alfred im Beitrag #103
Zitat von Zermatt im Beitrag #102
Zitat von Alfred im Beitrag #95
Zitat von Zermatt im Beitrag #90
Zitat von Alfred im Beitrag #84
Zitat von Lutze im Beitrag #83
Zitat von utkieker im Beitrag #82
Zitat von Lutze im Beitrag #67
Zitat von damals wars im Beitrag #65
Das es das MfS gab, wußte man halt.
Das erste Mal hatte ich mit denen zu tun, als sie mich fragten, ob ich 3 Jahre zum Wachregiment gehen würde.

Dann wieder im Regiment, als ich 9 Wochen auf meine Akte wartete, um an die Grenze zu dürfen.
Dann das Theater mit den roten und schwarzen Postenpunkten.

Und als ich wieder im Betrieb war, kamen sie im Rahmen von Diebstahlsermittlungen gegen einen Mitarbeiter vorbei.
In einem Shiguli Namens Lada. .

Wenn man das Gehetze der Hubertusknaben heute hört, könnte man denken, das MfS hätte das Leben viel mehr bestimmt.
Bei mir nicht.


hallo,vieleicht interessiert das dich,arbeitete 1987 in der pgh-kfz,ein kollege hatte mehrmals einen ausreiseantrag gestellt,nichts passierte,und was hat er gemacht,mit gleichgesinnten wieder hin,neuen ausreiseantrag gestellt(sind mit autos dahin gefahren, hatten so einen weissen ,,,an der der antenne),nächsten tag wurde er von der arbeit abgeholt(weggeprügelt).......kam nach cottbus....nach 10 monaten frei kauf...Gruss Lutze

Hallo Lutze,

Wenn ich es darauf abgesehen hätte, nach "drüben" zu kommen, hätte ich wahrscheinlich ähnlich gehandelt wie dein Kollege. Ich war zwar im Vorteil, da ich die Schwachpunkte an der "grünen" Grenze kannte aber warum sollte ich der Gefahr in's Mündungsfeuer blicken. Den Behörden gewaltig auf'n Sack gehen war wesentlich gefahrloser als der "direkte" Weg über die Grenze. Ich denke den ersten Ausreiseantrag hätte ich stilvoll und höflich formuliert, spätestens der Dritte wäre in unflätiger beleidigender Form an die Behörden verschickt worden, anders bringt man sonst keine schlafenden Hunde zum bellen. Sicherlich auch mit einer weißen Schleife an der Antenne meines Wartburgs hätte ich den ABV ein dummes Schwein genannt und gedroht die nächsten "Wahlen" zu boykottieren. Nun schön dein Kollege hat es schon nach 10 Monaten geschafft! Immerhin wird sich die DDR über den Geldsegen gefreut haben. Die 10 Monate Knast waren es deinen Kollegen doch sicherlich wert?
Aber Angst vor der Stasi? Nein nicht wirklich! Ich hatte eher den Eindruck die Ulbrichts und Honeckers hatten mehr Schiss vorm Volk als umgekehrt. Daher auch die aufgedunsene Stasi!

Gruß Hartmut!


hallo utkieker,das dumme war ja,man wusste ja nicht ob man freigekauft wird oder nicht,,und dann war ja auch noch das problem ,oft wur.....de der ausreiseantrag abgelehnt,dann frag mal diesen leuten,was nun,einige sahen daher nur die flucht oder haben stillen protest demonstriert .........du schreibst ja selber,als grenzer war man im vorteil,aber jemand ,der von den ganzen sicherungs-anlagen keine ahnung hatte......gruss Lutze



Lutze,

Du darfst aber auch mal schreiben, wie viele Anträge auf ständige Ausreise genehmigt wurden.


Und wieviele wurden abgelehnt..?



Kann ich Dir beantworten,

15.469 entsprechende Anträge wurden abgelehnt.
Aber bitte immer beachten, es ging um ständige Ausreise, nicht um Reisen in die BRD oder WB.

Schön und gut...fakt ist doch das es kein freizügiges Reisen,egal ob ständige Ausreise oder Kurzreise.Die Regel war doch..dableiben.


Sicher ?

Wie viele Büger der DDR reisten Ende der 80 iger Jahre denn z.B. in die BRD und nach WB ?

Ja sicher.Es gab kein freizügiges Reisen.



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#134

RE: Angst und Schrecken durch das MfS, war dran an der Behauptung

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 11.01.2013 18:11
von Polter (gelöscht)
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Zitat von Zermatt im Beitrag #133
Zitat von Alfred im Beitrag #103
Zitat von Zermatt im Beitrag #102
Zitat von Alfred im Beitrag #95
Zitat von Zermatt im Beitrag #90
Zitat von Alfred im Beitrag #84
Zitat von Lutze im Beitrag #83
Zitat von utkieker im Beitrag #82
Zitat von Lutze im Beitrag #67
Zitat von damals wars im Beitrag #65
Das es das MfS gab, wußte man halt.
Das erste Mal hatte ich mit denen zu tun, als sie mich fragten, ob ich 3 Jahre zum Wachregiment gehen würde.

Dann wieder im Regiment, als ich 9 Wochen auf meine Akte wartete, um an die Grenze zu dürfen.
Dann das Theater mit den roten und schwarzen Postenpunkten.

Und als ich wieder im Betrieb war, kamen sie im Rahmen von Diebstahlsermittlungen gegen einen Mitarbeiter vorbei.
In einem Shiguli Namens Lada. .

Wenn man das Gehetze der Hubertusknaben heute hört, könnte man denken, das MfS hätte das Leben viel mehr bestimmt.
Bei mir nicht.


hallo,vieleicht interessiert das dich,arbeitete 1987 in der pgh-kfz,ein kollege hatte mehrmals einen ausreiseantrag gestellt,nichts passierte,und was hat er gemacht,mit gleichgesinnten wieder hin,neuen ausreiseantrag gestellt(sind mit autos dahin gefahren, hatten so einen weissen ,,,an der der antenne),nächsten tag wurde er von der arbeit abgeholt(weggeprügelt).......kam nach cottbus....nach 10 monaten frei kauf...Gruss Lutze

Hallo Lutze,

Wenn ich es darauf abgesehen hätte, nach "drüben" zu kommen, hätte ich wahrscheinlich ähnlich gehandelt wie dein Kollege. Ich war zwar im Vorteil, da ich die Schwachpunkte an der "grünen" Grenze kannte aber warum sollte ich der Gefahr in's Mündungsfeuer blicken. Den Behörden gewaltig auf'n Sack gehen war wesentlich gefahrloser als der "direkte" Weg über die Grenze. Ich denke den ersten Ausreiseantrag hätte ich stilvoll und höflich formuliert, spätestens der Dritte wäre in unflätiger beleidigender Form an die Behörden verschickt worden, anders bringt man sonst keine schlafenden Hunde zum bellen. Sicherlich auch mit einer weißen Schleife an der Antenne meines Wartburgs hätte ich den ABV ein dummes Schwein genannt und gedroht die nächsten "Wahlen" zu boykottieren. Nun schön dein Kollege hat es schon nach 10 Monaten geschafft! Immerhin wird sich die DDR über den Geldsegen gefreut haben. Die 10 Monate Knast waren es deinen Kollegen doch sicherlich wert?
Aber Angst vor der Stasi? Nein nicht wirklich! Ich hatte eher den Eindruck die Ulbrichts und Honeckers hatten mehr Schiss vorm Volk als umgekehrt. Daher auch die aufgedunsene Stasi!

Gruß Hartmut!


hallo utkieker,das dumme war ja,man wusste ja nicht ob man freigekauft wird oder nicht,,und dann war ja auch noch das problem ,oft wur.....de der ausreiseantrag abgelehnt,dann frag mal diesen leuten,was nun,einige sahen daher nur die flucht oder haben stillen protest demonstriert .........du schreibst ja selber,als grenzer war man im vorteil,aber jemand ,der von den ganzen sicherungs-anlagen keine ahnung hatte......gruss Lutze



Lutze,

Du darfst aber auch mal schreiben, wie viele Anträge auf ständige Ausreise genehmigt wurden.


Und wieviele wurden abgelehnt..?



Kann ich Dir beantworten,

15.469 entsprechende Anträge wurden abgelehnt.
Aber bitte immer beachten, es ging um ständige Ausreise, nicht um Reisen in die BRD oder WB.

Schön und gut...fakt ist doch das es kein freizügiges Reisen,egal ob ständige Ausreise oder Kurzreise.Die Regel war doch..dableiben.


Sicher ?

Wie viele Büger der DDR reisten Ende der 80 iger Jahre denn z.B. in die BRD und nach WB ?

Ja sicher.Es gab kein freizügiges Reisen.

unglaublich


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#135

RE: Angst und Schrecken durch das MfS, war dran an der Behauptung

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 11.01.2013 21:41
von Wanderer zwischen 2 Welten | 2.340 Beiträge

Zitat von Vierkrug im Beitrag #132

Mein Standpunkt zu den sogenannten Schikanen bei Einreisen in die DDR und Ausreisen aus der DDR.
Die DDR war zu diesem Zeitpunkt nach dem Völkerrecht ein eigenständiger, souveräner Staat, der auf Grund entsprechender Gesetze auch den Transit- und Reiseverkehr seiner eigenen Bürger, wie auch für Bürger anderer Staaten geregelt hatte. Dazu gehörten auch die Abfertigungen bei der Ein- und Ausreise. Auch wenn manch einer die damit verbundnen Warte- und Abfertigungszeiten als Schikane empfand, so lagen sie doch im Bereich der Umsetzung von Bestimmungen auf gesetzlicher Grundlage.
Die User, die diesen Umstand als nicht gerechtfertigt ansehen, sollten einmal das Einreiseprozedere in den USA und Israel mitmachen. In den USA entscheidet ein einzelner Vollzugsbeamter der Einwanderungsbehörde, ob man in die USA einreisen darf oder nicht - und das nach intensiven Befragungen und Kontrollen. Das ist in Israel nicht viel anders. Ich habe bei der Ausreise in das Westjordanland am Checkpoint ca. 2 Stunden zugebracht, da die israelischen Sicherheitskräfte fast den gesamten Landrover auseinander genommen haben. Ganz zu schweigen von den Einreise- und Ausreisemodalitäten in einigen südamerikanischen Ländern, die aber mehr in der Mentalität der Menschen begründet sind - manjana, manjana.
Also, warum diese einseitige Betrachtung und Bewertung ??? Nur weil das MfS darin involviert war ??? Auch hier wieder der Spruch - quod licet Iovi, non licet bovi ("Was dem Jupiter erlaubt ist, ist dem Ochsen nicht erlaubt"). Dabei lasse ich es bewenden zu diesem Fakt.




Vierkrug


Die DDR mag zwar international anerkannt gewesen sein. Aber trotzdem war das keine normale Grenze, sondern eine Demarkationslinie die Deutschlan zerissen hat. Darum kann man das mit den Grenzkontrollen in Israel, USA oder Suedamerika nicht vergleichen.


damals wars hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#136

RE: Angst und Schrecken durch das MfS, war dran an der Behauptung

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 11.01.2013 21:51
von silberfuchs60 | 1.458 Beiträge

Zitat von Wanderer zwischen 2 Welten im Beitrag #135
Zitat von Vierkrug im Beitrag #132

Mein Standpunkt zu den sogenannten Schikanen bei Einreisen in die DDR und Ausreisen aus der DDR.
Die DDR war zu diesem Zeitpunkt nach dem Völkerrecht ein eigenständiger, souveräner Staat, der auf Grund entsprechender Gesetze auch den Transit- und Reiseverkehr seiner eigenen Bürger, wie auch für Bürger anderer Staaten geregelt hatte. Dazu gehörten auch die Abfertigungen bei der Ein- und Ausreise. Auch wenn manch einer die damit verbundnen Warte- und Abfertigungszeiten als Schikane empfand, so lagen sie doch im Bereich der Umsetzung von Bestimmungen auf gesetzlicher Grundlage.
Die User, die diesen Umstand als nicht gerechtfertigt ansehen, sollten einmal das Einreiseprozedere in den USA und Israel mitmachen. In den USA entscheidet ein einzelner Vollzugsbeamter der Einwanderungsbehörde, ob man in die USA einreisen darf oder nicht - und das nach intensiven Befragungen und Kontrollen. Das ist in Israel nicht viel anders. Ich habe bei der Ausreise in das Westjordanland am Checkpoint ca. 2 Stunden zugebracht, da die israelischen Sicherheitskräfte fast den gesamten Landrover auseinander genommen haben. Ganz zu schweigen von den Einreise- und Ausreisemodalitäten in einigen südamerikanischen Ländern, die aber mehr in der Mentalität der Menschen begründet sind - manjana, manjana.
Also, warum diese einseitige Betrachtung und Bewertung ??? Nur weil das MfS darin involviert war ??? Auch hier wieder der Spruch - quod licet Iovi, non licet bovi ("Was dem Jupiter erlaubt ist, ist dem Ochsen nicht erlaubt"). Dabei lasse ich es bewenden zu diesem Fakt.




Vierkrug


Die DDR mag zwar international anerkannt gewesen sein. Aber trotzdem war das keine normale Grenze, sondern eine Demarkationslinie die Deutschlan zerissen hat. Darum kann man das mit den Grenzkontrollen in Israel, USA oder Suedamerika nicht vergleichen.


Richtig ..Grenzen und Länder kann man nicht miteinander vergleichen.


xxx
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#137

RE: Angst und Schrecken durch das MfS, war dran an der Behauptung

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 11.01.2013 22:22
von passport | 2.629 Beiträge

von silberfuchs60

Richtig ..Grenzen und Länder kann man nicht miteinander vergleichen


Ich weiß nicht was manche User so von sich geben. Jedes Land hat Land - und Luftgrenzen bzw. wenn vorhanden Seegrenzen. Entsprechend der vorgegebenen Sicherheitsstandards der Staaten werden die Grenzkontrollen durchgesetzt.

passport


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#138

RE: Angst und Schrecken durch das MfS, war dran an der Behauptung

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 11.01.2013 22:32
von DoreHolm | 7.688 Beiträge

Zitat von Wanderer zwischen 2 Welten im Beitrag #135
Zitat von Vierkrug im Beitrag #132

Mein Standpunkt zu den sogenannten Schikanen bei Einreisen in die DDR und Ausreisen aus der DDR.
Die DDR war zu diesem Zeitpunkt nach dem Völkerrecht ein eigenständiger, souveräner Staat, der auf Grund entsprechender Gesetze auch den Transit- und Reiseverkehr seiner eigenen Bürger, wie auch für Bürger anderer Staaten geregelt hatte. Dazu gehörten auch die Abfertigungen bei der Ein- und Ausreise. Auch wenn manch einer die damit verbundnen Warte- und Abfertigungszeiten als Schikane empfand, so lagen sie doch im Bereich der Umsetzung von Bestimmungen auf gesetzlicher Grundlage.
Die User, die diesen Umstand als nicht gerechtfertigt ansehen, sollten einmal das Einreiseprozedere in den USA und Israel mitmachen. In den USA entscheidet ein einzelner Vollzugsbeamter der Einwanderungsbehörde, ob man in die USA einreisen darf oder nicht - und das nach intensiven Befragungen und Kontrollen. Das ist in Israel nicht viel anders. Ich habe bei der Ausreise in das Westjordanland am Checkpoint ca. 2 Stunden zugebracht, da die israelischen Sicherheitskräfte fast den gesamten Landrover auseinander genommen haben. Ganz zu schweigen von den Einreise- und Ausreisemodalitäten in einigen südamerikanischen Ländern, die aber mehr in der Mentalität der Menschen begründet sind - manjana, manjana.
Also, warum diese einseitige Betrachtung und Bewertung ??? Nur weil das MfS darin involviert war ??? Auch hier wieder der Spruch - quod licet Iovi, non licet bovi ("Was dem Jupiter erlaubt ist, ist dem Ochsen nicht erlaubt"). Dabei lasse ich es bewenden zu diesem Fakt.




Vierkrug


Die DDR mag zwar international anerkannt gewesen sein. Aber trotzdem war das keine normale Grenze, sondern eine Demarkationslinie die Deutschlan zerissen hat. Darum kann man das mit den Grenzkontrollen in Israel, USA oder Suedamerika nicht vergleichen.


Aber ganz sicher mit den Grenzen zwischen Nord- und Südkorea, Nord- und Südvietnam (damals), Cuba und Guantanamo. Alles Grenzen, die das Resultat militärischer Auseinandersetzungen waren und wo sich zwei sehr unterschiedliche Gesellschaftssysteme gegenüberstehen/standen.



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#139

RE: Angst und Schrecken durch das MfS, war dran an der Behauptung

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 11.01.2013 22:34
von simsonS51 | 41 Beiträge

Gänsefleisch maln Gofferraum off machen


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#140

RE: Angst und Schrecken durch das MfS, war dran an der Behauptung

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 11.01.2013 22:37
von damals wars | 12.134 Beiträge

Zitat von Wanderer zwischen 2 Welten im Beitrag #135
[quorlaubt").

Die DDR mag zwar international anerkannt gewesen sein. Aber trotzdem war das keine normale Grenze, sondern eine Demarkationslinie die Deutschlan zerissen hat. Darum kann man das mit den Grenzkontrollen in Israel, USA oder Suedamerika nicht vergleichen.


Schon mal was von der Unverletzlichkeit der Grenzen gehört?
Und der KSZE?
Und das haben DDR, BRD und USA unterschrieben.
Daher war die DDR Grenze ein ganz normale Grenze und vergleichbar mit vielen anderen Grenze.
Und darum hat die DDR soverän und rechtmäßig gehandelt.


Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches.(Mark Twain)
Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
"Hass hat keinen Glauben, keine Rasse oder Religion, er ist giftig." der Witwer der britische Labour-Abgeordnete Jo Cox.
http://www.neo-magazin-royale.de/zdi/art...fur-frauke.html
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