#561

RE: Angst und Schrecken durch das MfS, war dran an der Behauptung

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 05.02.2013 15:47
von Sohnematz | 7 Beiträge

Zitat von Lutze im Beitrag #556
Zitat von Sohnematz im Beitrag #551
Also Angst und Schrecken hat es nach meiner Geschichte nicht hervorgerufen, eher ein beklemmendes Gefühl und den Eindruck immer irgendwie unter Kontrolle gestanden zu haben.
Folgendes ist passiert:
In meiner Eigenschaft als Lokführer fuhren wir natürlich auch in den Grenzbahnhof Oebisfelde in Sachen-Anhalt, ehemals Bezirk Magdeburg. Da wir aus welchen Gründen auch immer dort einige Zeit zubringen mußten,weil wir auf die Abfertigung der Güterzüge warten mußten, kam mir der Gedanke,obwohl strengstens verboten (aber irgendwie hatte ich das verdrängt) mit meinem westdeutschen Kollegen kurz ins Gespräch zu kommen,weil mich seine Lokomotive aus technischen Gründen interessiert hat. So haben wir quasi von Lok zu Lok eine Zigarette geraucht und uns über die Eisenbahn unterhalten. Soweit so gut nach ca:20 min. fuhr ich dann an meinen Zug in Richtung Stendal. Innerhalb von 5 Min. waren dann auf einmal Trapo (Transportpolizei) und zwei Zivilbeamte von Horch und Kuck an meiner Lok. Ich wurde befragt über was wir uns unterhielten und das ich dem Klassenfeind eine F6 angeboten habe, aber das wußten sie schon alles. Egal ich durfte jedenfalls ein Jahr lang nicht ins Grenzgebiet dienstlich einreisen und mußte mich neu auf der Rangierlok bewähren. Heut lache ich darüber, damals habe ich gekotzt sorry. Aber so war es Repressalien gab es immer, mal so das man es merkte,aber auch so das man es erst viel zu spät bemerkte.

es gab doch auch Lokführer die die jeweiligen Interzonenzüge bis zum 1. Bahnhof hinter der Grenze fuhren,
in einen Bericht über die Prager Botschaftsflüchtlinge sind die mit einem Zug in Hof angekommen,
wo vorne eine Lok der deutschen Reichsbahn dran war,kann mir nicht vorstellen,das die ein
Bundesbahner gefahren hat
gruss Lutze
Zitat von Lutze im Beitrag #556
Zitat von Sohnematz im Beitrag #551
Also Angst und Schrecken hat es nach meiner Geschichte nicht hervorgerufen, eher ein beklemmendes Gefühl und den Eindruck immer irgendwie unter Kontrolle gestanden zu haben.
Folgendes ist passiert:
In meiner Eigenschaft als Lokführer fuhren wir natürlich auch in den Grenzbahnhof Oebisfelde in Sachen-Anhalt, ehemals Bezirk Magdeburg. Da wir aus welchen Gründen auch immer dort einige Zeit zubringen mußten,weil wir auf die Abfertigung der Güterzüge warten mußten, kam mir der Gedanke,obwohl strengstens verboten (aber irgendwie hatte ich das verdrängt) mit meinem westdeutschen Kollegen kurz ins Gespräch zu kommen,weil mich seine Lokomotive aus technischen Gründen interessiert hat. So haben wir quasi von Lok zu Lok eine Zigarette geraucht und uns über die Eisenbahn unterhalten. Soweit so gut nach ca:20 min. fuhr ich dann an meinen Zug in Richtung Stendal. Innerhalb von 5 Min. waren dann auf einmal Trapo (Transportpolizei) und zwei Zivilbeamte von Horch und Kuck an meiner Lok. Ich wurde befragt über was wir uns unterhielten und das ich dem Klassenfeind eine F6 angeboten habe, aber das wußten sie schon alles. Egal ich durfte jedenfalls ein Jahr lang nicht ins Grenzgebiet dienstlich einreisen und mußte mich neu auf der Rangierlok bewähren. Heut lache ich darüber, damals habe ich gekotzt sorry. Aber so war es Repressalien gab es immer, mal so das man es merkte,aber auch so das man es erst viel zu spät bemerkte.

es gab doch auch Lokführer die die jeweiligen Interzonenzüge bis zum 1. Bahnhof hinter der Grenze fuhren,
in einen Bericht über die Prager Botschaftsflüchtlinge sind die mit einem Zug in Hof angekommen,
wo vorne eine Lok der deutschen Reichsbahn dran war,kann mir nicht vorstellen,das die ein
Bundesbahner gefahren hat
gruss Lutze


Ja gab es, das waren die 200% tigen Plangemeinschaftsleiter einer soz. Brigade, die ihren eigenen Tisch in der Kantine hatten,wo sich eigentlich kein anderer normal sterblicher Lokführer ransetzen sollte und wenn doch haben einen die Genossen vom grenzüberschreitenden Verkehr mit bösen Blicken oder Spitzen bestraft ja war schon alles komisch. Übrigens in Oebisfelde wurden die Züge ausschließlich von westdeutschen Personal übernommen und weitergefahren.


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#562

RE: Angst und Schrecken durch das MfS, war dran an der Behauptung

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 05.02.2013 15:59
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von Lutze im Beitrag #556
Zitat von Sohnematz im Beitrag #551
Also Angst und Schrecken hat es nach meiner Geschichte nicht hervorgerufen, eher ein beklemmendes Gefühl und den Eindruck immer irgendwie unter Kontrolle gestanden zu haben.
Folgendes ist passiert:
In meiner Eigenschaft als Lokführer fuhren wir natürlich auch in den Grenzbahnhof Oebisfelde in Sachen-Anhalt, ehemals Bezirk Magdeburg. Da wir aus welchen Gründen auch immer dort einige Zeit zubringen mußten,weil wir auf die Abfertigung der Güterzüge warten mußten, kam mir der Gedanke,obwohl strengstens verboten (aber irgendwie hatte ich das verdrängt) mit meinem westdeutschen Kollegen kurz ins Gespräch zu kommen,weil mich seine Lokomotive aus technischen Gründen interessiert hat. So haben wir quasi von Lok zu Lok eine Zigarette geraucht und uns über die Eisenbahn unterhalten. Soweit so gut nach ca:20 min. fuhr ich dann an meinen Zug in Richtung Stendal. Innerhalb von 5 Min. waren dann auf einmal Trapo (Transportpolizei) und zwei Zivilbeamte von Horch und Kuck an meiner Lok. Ich wurde befragt über was wir uns unterhielten und das ich dem Klassenfeind eine F6 angeboten habe, aber das wußten sie schon alles. Egal ich durfte jedenfalls ein Jahr lang nicht ins Grenzgebiet dienstlich einreisen und mußte mich neu auf der Rangierlok bewähren. Heut lache ich darüber, damals habe ich gekotzt sorry. Aber so war es Repressalien gab es immer, mal so das man es merkte,aber auch so das man es erst viel zu spät bemerkte.

es gab doch auch Lokführer die die jeweiligen Interzonenzüge bis zum 1. Bahnhof hinter der Grenze fuhren,
in einen Bericht über die Prager Botschaftsflüchtlinge sind die mit einem Zug in Hof angekommen,
wo vorne eine Lok der deutschen Reichsbahn dran war,kann mir nicht vorstellen,das die ein
Bundesbahner gefahren hat
gruss Lutze


Es wird sich um die "Taigatrommel" gehandelt haben. Hier ein paar Fotos - Einfahrt über Q-Bogen zum Bhf Hof und ein abfahrtbereiter "Interzonenzug" im Bhf Hof.



Vierkrug


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#563

RE: Angst und Schrecken durch das MfS, war dran an der Behauptung

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 05.02.2013 16:01
von 94 | 10.792 Beiträge

Und da hamm'r den Lokführer, die Lok war übrigens die 132 701-4


Quelle: wir-waren-so-frei.de

P.S. @4krug, wieso gibst'n keine Quelle nicht an, dort gibts ja nicht nur die Bildchen ...
http://www.mec01.muenchberg.de/mecframe-int.htm


Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


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#564

RE: Angst und Schrecken durch das MfS, war dran an der Behauptung

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 05.02.2013 16:13
von Gelöschtes Mitglied
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Sorry, vergessen.


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#565

RE: Angst und Schrecken durch das MfS, war dran an der Behauptung

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 05.02.2013 16:43
von furry | 3.562 Beiträge

Als Sohn eines Lokführers ein paar Bemerkungen.
Es gab mehrer Eisenbahngrenzübergänge gen Westen, sowohl für Personen- und Güterverkehr als auch nur für Güterverkehr.
Im Personenverkehr wurden die Züge fast ausschließlich durch die Reichsbahn gen BRD befördert, zeitweise sogar bis nach Hamburg, Lübeck oder Bebra. Ansonsten wurde im ersten DB-Bahnhof umgespannt. An einigen Übergängen kam aber auch die DB in die DDR, so z.B. in Ellrich im Güterverkehr. Wer sich für dieses Thema interessiert, bitte mal unter www.drehscheibe-foren.de/foren/read.php?17,6269730 lesen oder im historischen Forum suchen.
Von meinem Vater weiß ich, dass sich bei einem Nebeneinanderstehen der Loks von DB und DR in Ellrich meist ein Grenzer oder TraPorist zwischen beide Loks gestellt hat. Da gab es einen freundlichen Gruß und das war es dann auch.
@Vierkrug, die als Taigatrommel oder auch Chruschtschows letzte Rache bezeichnete Lok ist im obigen Beitrag auf dem ersten Bild.


"Es gibt nur zwei Männer, denen ich vertraue: Der eine bin ich - der andere nicht Sie ... !" (Cameron Poe)
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#566

RE: Angst und Schrecken durch das MfS, war dran an der Behauptung

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 05.02.2013 17:24
von exgakl | 7.223 Beiträge

Zitat von 94 im Beitrag #563
Und da hamm'r den Lokführer, die Lok war übrigens die 132 701-4


Quelle: wir-waren-so-frei.de

P.S. @4krug, wieso gibst'n keine Quelle nicht an, dort gibts ja nicht nur die Bildchen ...
http://www.mec01.muenchberg.de/mecframe-int.htm


hier mal ein schönes Bild der BR 120... der eigentlichen "Taigatrommel", leicht zu erkennen an dem Scheinwerfer mittig direkt unter dem Dach....

http://www.thueringer-eisenbahnverein.de...0198/120198.htm

VG exgakl


Man sollte niemanden mit Tatsachen verwirren, der sich seine Meinung schon gebildet hat....
zuletzt bearbeitet 05.02.2013 17:25 | nach oben springen
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#567

RE: Angst und Schrecken durch das MfS, war dran an der Behauptung

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 05.02.2013 17:33
von Schuddelkind | 3.507 Beiträge

Zitat von exgakl im Beitrag #566
Zitat von 94 im Beitrag #563
Und da hamm'r den Lokführer, die Lok war übrigens die 132 701-4


Quelle: wir-waren-so-frei.de

P.S. @4krug, wieso gibst'n keine Quelle nicht an, dort gibts ja nicht nur die Bildchen ...
http://www.mec01.muenchberg.de/mecframe-int.htm


hier mal ein schönes Bild der BR 120... der eigentlichen "Taigatrommel", leicht zu erkennen an dem Scheinwerfer mittig direkt unter dem Dach....

http://www.thueringer-eisenbahnverein.de...0198/120198.htm

VG exgakl



Mal kurz OT: Hey Exgak, so'ne Telecaster im Avatar macht sich gut,oder ?l


Intellektuelle spielen Telecaster
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#568

RE: Angst und Schrecken durch das MfS, war dran an der Behauptung

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 05.02.2013 17:35
von Sohnematz | 7 Beiträge

Zitat von Vierkrug im Beitrag #562
Zitat von Lutze im Beitrag #556
Zitat von Sohnematz im Beitrag #551
Also Angst und Schrecken hat es nach meiner Geschichte nicht hervorgerufen, eher ein beklemmendes Gefühl und den Eindruck immer irgendwie unter Kontrolle gestanden zu haben.
Folgendes ist passiert:
In meiner Eigenschaft als Lokführer fuhren wir natürlich auch in den Grenzbahnhof Oebisfelde in Sachen-Anhalt, ehemals Bezirk Magdeburg. Da wir aus welchen Gründen auch immer dort einige Zeit zubringen mußten,weil wir auf die Abfertigung der Güterzüge warten mußten, kam mir der Gedanke,obwohl strengstens verboten (aber irgendwie hatte ich das verdrängt) mit meinem westdeutschen Kollegen kurz ins Gespräch zu kommen,weil mich seine Lokomotive aus technischen Gründen interessiert hat. So haben wir quasi von Lok zu Lok eine Zigarette geraucht und uns über die Eisenbahn unterhalten. Soweit so gut nach ca:20 min. fuhr ich dann an meinen Zug in Richtung Stendal. Innerhalb von 5 Min. waren dann auf einmal Trapo (Transportpolizei) und zwei Zivilbeamte von Horch und Kuck an meiner Lok. Ich wurde befragt über was wir uns unterhielten und das ich dem Klassenfeind eine F6 angeboten habe, aber das wußten sie schon alles. Egal ich durfte jedenfalls ein Jahr lang nicht ins Grenzgebiet dienstlich einreisen und mußte mich neu auf der Rangierlok bewähren. Heut lache ich darüber, damals habe ich gekotzt sorry. Aber so war es Repressalien gab es immer, mal so das man es merkte,aber auch so das man es erst viel zu spät bemerkte.

es gab doch auch Lokführer die die jeweiligen Interzonenzüge bis zum 1. Bahnhof hinter der Grenze fuhren,
in einen Bericht über die Prager Botschaftsflüchtlinge sind die mit einem Zug in Hof angekommen,
wo vorne eine Lok der deutschen Reichsbahn dran war,kann mir nicht vorstellen,das die ein
Bundesbahner gefahren hat
gruss Lutze


Es wird sich um die "Taigatrommel" gehandelt haben. Hier ein paar Fotos - Einfahrt über Q-Bogen zum Bhf Hof und ein abfahrtbereiter "Interzonenzug" im Bhf Hof.



Vierkrug



Leider muß ich Dich korrigieren, denn diese Lokomotive wird heute oft fälschlicher Weise als Taigatrommel bezeichnet. Bei diesen Loks handelt es sich um die BR 132 früher und heute 232. Ein russisches Bollwerk,stark,zuverlässig und dieselschluckend wie verrückt.
Die Taigatrommel ist die ehemalige BR 120 früher,jetzt BR 220 leider fast aus dem deutschen Eisenbahnverkehr aus Kostengründen verschwunden.


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#569

RE: Angst und Schrecken durch das MfS, war dran an der Behauptung

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 05.02.2013 18:01
von Gelöschtes Mitglied
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Danke für die Korrekturen und Hinweise. Man lernt auch im "honore Age" nicht aus !!!

Vierkrug


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#570

RE: Angst und Schrecken durch das MfS, war dran an der Behauptung

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 05.02.2013 19:36
von exgakl | 7.223 Beiträge

Zitat von Schuddelkind im Beitrag #567
Zitat von exgakl im Beitrag #566
Zitat von 94 im Beitrag #563
Und da hamm'r den Lokführer, die Lok war übrigens die 132 701-4


Quelle: wir-waren-so-frei.de

P.S. @4krug, wieso gibst'n keine Quelle nicht an, dort gibts ja nicht nur die Bildchen ...
http://www.mec01.muenchberg.de/mecframe-int.htm


hier mal ein schönes Bild der BR 120... der eigentlichen "Taigatrommel", leicht zu erkennen an dem Scheinwerfer mittig direkt unter dem Dach....

http://www.thueringer-eisenbahnverein.de...0198/120198.htm

VG exgakl



Mal kurz OT: Hey Exgak, so'ne Telecaster im Avatar macht sich gut,oder ?l


nochmal OT... nicht nur im Avatar


Man sollte niemanden mit Tatsachen verwirren, der sich seine Meinung schon gebildet hat....
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#571

RE: Angst und Schrecken durch das MfS, war dran an der Behauptung

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 05.02.2013 19:45
von Schuddelkind | 3.507 Beiträge

Zitat von exgakl im Beitrag #570
Zitat von Schuddelkind im Beitrag #567
Zitat von exgakl im Beitrag #566
Zitat von 94 im Beitrag #563
Und da hamm'r den Lokführer, die Lok war übrigens die 132 701-4


Quelle: wir-waren-so-frei.de

P.S. @4krug, wieso gibst'n keine Quelle nicht an, dort gibts ja nicht nur die Bildchen ...
http://www.mec01.muenchberg.de/mecframe-int.htm


hier mal ein schönes Bild der BR 120... der eigentlichen "Taigatrommel", leicht zu erkennen an dem Scheinwerfer mittig direkt unter dem Dach....

http://www.thueringer-eisenbahnverein.de...0198/120198.htm

VG exgakl



Mal kurz OT: Hey Exgak, so'ne Telecaster im Avatar macht sich gut,oder ?l


nochmal OT... nicht nur im Avatar



Du hast sooooo Recht........!


Intellektuelle spielen Telecaster
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#572

RE: Angst und Schrecken durch das MfS, war dran an der Behauptung

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 05.02.2013 20:13
von Harzwanderer | 2.921 Beiträge

Bei Angst und Schrecken fällt mir zuerst das DDR-Wachpersonal rund um die Ständige Vertretung der Bundesrepublik in Ost-Berlin auf. Da standen so drahtige, mittelalte Männer mit Anoraks und Handgelenktasche an allen strategisch wichtigen Ecken in der Umgebung. Die, die ich meine, waren geradezu auffällig "kostümiert", die sollte man sehen. Es dürfte noch viel mehr und unauffälligere gegeben haben. Trotzdem gab es immer mehr Flüchtlinge gegen Ende der DDR dort rein. Bis der Westen -echt fies und für mich eine Schande- eine eigene Mauer im Besucherzimmer gebaut hat. Da gab es keine Möglichkeit mehr, innen "richtig" ins Haus reinzukommen. Nach Westverständnis waren diese Leute immerhin auch "Deutsche im Sinne des Grundgesetzes".

Direkt Stasi waren ja auch die braun uniformierten Genossen vom "Büro für Reise- und Besuchsangelegenheiten", bei denen wir West-Berliner in West-Berlin unsere Reisen beantragen mussten. Die haben auch immer versucht, so unterschwellig Unsicherheit zu verbreiten (war vielleicht MfS-operative Psychologie?) und wenn man vergessen hat ausdrücklich einen "Mehrfachberechtigungsschein" zu beantragen, haben sie den korrekten Antrag still und heimlich unter den Tisch fallen lassen und einem nur eine Einfach-Einreise gegeben. War trotzdem eher entspannt dort, höchstens sehr voll.


zuletzt bearbeitet 05.02.2013 20:18 | nach oben springen
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#573

RE: Angst und Schrecken durch das MfS, war dran an der Behauptung

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 05.02.2013 20:21
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von Harzwanderer im Beitrag #572

Direkt Stasi waren ja auch die braun uniformierten Genossen vom "Büro für Reise- und Besuchsangelegenheiten", bei denen wir West-Berliner in West-Berlin unsere Reisen beantragen mussten. Die haben auch immer versucht, so unterschwellig Unsicherheit zu verbreiten (war vielleicht MfS-operative Psychologie?) und wenn man vergessen hat ausdrücklich einen "Mehrfachberechtigungsschein" zu beantragen, haben sie den korrekten Antrag still und heimlich unter den Tisch fallen lassen und einem nur eine Einfach-Einreise gegeben. War trotzdem eher entspannt dort, höchstens sehr voll.


Verwechselst du da nicht vielleicht etwas ???

Vierkrug


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#574

RE: Angst und Schrecken durch das MfS, war dran an der Behauptung

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 05.02.2013 20:26
von Harzwanderer | 2.921 Beiträge

Nein. Die hatten braune "Anzüge" und ein rotes Emailleschild mit goldenen Buchstaben auf einer Brustseite. Die waren eine direkte Stasi-Abteilung ("Arbeitsgruppe XVII"). War immer ein Auftritt, wenn die mit einer Kolonne grauer und stets nagelneuer Barkas, von den Besuchsbüros zum Grenzübergang zurück fuhren. Die guckten immer ganz strikt geradeaus. Ihre Akten hatten sie in großen Kästen, die sie, wie Tragbahren, abends komplett mitnahmen.

Foto:
http://www.dhm.de/sammlungen/gifs/sammlu..._4__5__6__7.jpg
Text dazu:
http://www.dhm.de/sammlungen/alltag2/tex..._tourismus.html
Stasi-Bezug:
http://www.tagesspiegel.de/berlin/serie-...nt/1552660.html


zuletzt bearbeitet 05.02.2013 20:36 | nach oben springen
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#575

RE: Angst und Schrecken durch das MfS, war dran an der Behauptung

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 05.02.2013 20:26
von frank | 1.753 Beiträge

Zitat von Harzwanderer im Beitrag #572
Bei Angst und Schrecken fällt mir zuerst das DDR-Wachpersonal rund um die Ständige Vertretung der Bundesrepublik in Ost-Berlin auf. Da standen so drahtige, mittelalte Männer mit Anoraks und Handgelenktasche an allen strategisch wichtigen Ecken in der Umgebung. Die, die ich meine, waren geradezu auffällig "kostümiert", die sollte man sehen. Es dürfte noch viel mehr und unauffälligere gegeben haben. Trotzdem gab es immer mehr Flüchtlinge gegen Ende der DDR dort rein. Bis der Westen -echt fies und für mich eine Schande- eine eigene Mauer im Besucherzimmer gebaut hat. Da gab es keine Möglichkeit mehr, innen "richtig" ins Haus reinzukommen. Nach Westverständnis waren diese Leute immerhin auch "Deutsche im Sinne des Grundgesetzes".

Direkt Stasi waren ja auch die braun uniformierten Genossen vom "Büro für Reise- und Besuchsangelegenheiten", bei denen wir West-Berliner in West-Berlin unsere Reisen beantragen mussten. Die haben auch immer versucht, so unterschwellig Unsicherheit zu verbreiten (war vielleicht MfS-operative Psychologie?) und wenn man vergessen hat ausdrücklich einen "Mehrfachberechtigungsschein" zu beantragen, haben sie den korrekten Antrag still und heimlich unter den Tisch fallen lassen und einem nur eine Einfach-Einreise gegeben. War trotzdem eher entspannt dort, höchstens sehr voll.


ist das ansteckend ???



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#576

RE: Angst und Schrecken durch das MfS, war dran an der Behauptung

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 05.02.2013 20:30
von Harzwanderer | 2.921 Beiträge

Farbenblindheit?

Um diese Genossen geht es:
http://www.berlin.de/lstu/ausstellung/mfs-wb.html
Hier sind noch die Formulare, die man dort kriegte:
http://de.wikipedia.org/wiki/Berechtigun..._Visums_der_DDR


zuletzt bearbeitet 05.02.2013 20:38 | nach oben springen
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#577

RE: Angst und Schrecken durch das MfS, war dran an der Behauptung

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 08.02.2013 10:52
von erkoe | 301 Beiträge

Hallo zusammen,

im Zusammenhang mit der hier viel zitierten TraPo hätte ich mal ne Frage: Wie kam man dahin? Die Verfahrensweise bei Schutz- und Kriminalpolizei sind mir geläufig, war ja selbst dabei. Selbst an der Pol.-Schule Neustrelitz habe ich von denen keinen kennengelernt. Musste man da vom Fach, sprich Eisenbahner sein, oder wie lief das ab? Beschränkte sich die Zuständigkeit ausschließlich auf die Bahnstrecken?

Danke und VG
Erik


Nicht alle Beulen im Helm eines Offiziers stammen vom Klassenfeind...


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#578

RE: Angst und Schrecken durch das MfS, war dran an der Behauptung

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 08.02.2013 11:31
von Eisenacher | 2.069 Beiträge

Ja, deren Arbeit beschränkte sich ausschließlich auf Reichsbahngebiet. Rein von der Aufgabenstellung würde ich mal vermuten , das da umfassendes eisenbahnspezifisches Wissen, die Voraussetzung für eine Tätigkeit bei der Trapo war. Die Untersuchung von Bahnbetriebsunfällen und allen Vorkommnissen im rollenden Verkehr, war ja auch eine Aufgabe der Trapo. Da geht es nicht ohne Fachwissen. Die hatten auch eigene Dienststellen und waren nicht dem VPKA unterstellt.
In Nordhausen war die Zentralschule der Transportpolizei.


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zuletzt bearbeitet 08.02.2013 11:34 | nach oben springen
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#579

RE: Angst und Schrecken durch das MfS, war dran an der Behauptung

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 08.02.2013 11:36
von Rostocker | 7.716 Beiträge

Zitat von erkoe im Beitrag #577
Hallo zusammen,

im Zusammenhang mit der hier viel zitierten TraPo hätte ich mal ne Frage: Wie kam man dahin? Die Verfahrensweise bei Schutz- und Kriminalpolizei sind mir geläufig, war ja selbst dabei. Selbst an der Pol.-Schule Neustrelitz habe ich von denen keinen kennengelernt. Musste man da vom Fach, sprich Eisenbahner sein, oder wie lief das ab? Beschränkte sich die Zuständigkeit ausschließlich auf die Bahnstrecken?

Danke und VG
Erik


Ich kann darüber eigentlich garnicht viel sagen.Hatte nur mal einen Kollegen,der war im GWD bei den Eisenbahnpionieren und zum Reservistendienst musste er 3 Monate nach Bad Kleinen zu Trapo.


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#580

RE: Angst und Schrecken durch das MfS, war dran an der Behauptung

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 08.02.2013 11:36
von exgakl | 7.223 Beiträge

hier mal eine schöne Seite über den VEB Schwellenschutz".... http://www.transportpolizei.de/

VG exgakl


Man sollte niemanden mit Tatsachen verwirren, der sich seine Meinung schon gebildet hat....
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