#41

RE: Angst und Schrecken durch das MfS, war dran an der Behauptung

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 01.08.2011 06:10
von Sachsendreier (gelöscht)
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@gmei........Wenn Ihr nach mehr als zwei Jahrzehnten immer noch nicht die Meinungen " Andersdenkender " ertragen könnt, dann hilft Euch auch nicht der erneute Versuch eine " Opferlegende " aufzubauen.

Wenn du schon antwortest, dann sprech mich bitte persönlich an und vermeide..."wenn i h r..."
Weder kann ich eine "andere Meinung" nicht ertragen, noch bau ich eine "Opferlegende" auf. Wo nimmst du die Erkenntnis her ???
Wegen mir brauchte es auch viele Dinge nicht zu geben und ich lese gewiss auch andere interessante Dinge.
......und wenn ich mich wirklich für etwas n i c h t interessiere, dann äußere ich mich auch nicht dazu !!!


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#42

RE: Angst und Schrecken durch das MfS, war dran an der Behauptung

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 01.08.2011 10:45
von Tobeck | 488 Beiträge

Zitat von eisenringtheo
War der "Verein" für Bürger und Mitarbeiter wirklich so unkalkulierbar wie in diesem Filmausschnitt??

Theo



Theo, der Witzerzähler sagt an der Stelle, dass er in der Abteilung M (Postkontrolle) sei. Später, am Ende des Films sitzt er in der Postkontrolle. Demzufolge hatte der Witz anscheinend keine Folgen. Sei denn er wurde degradiert, das bleibt hier unklar.

Die Frage der Unkalkulierbarkeit ist in diesem Zusammenhang allerdings berechtigt und wurde bis jetzt noch nicht beantwortet.


zuletzt bearbeitet 01.08.2011 14:08 | nach oben springen
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#43

RE: Angst und Schrecken durch das MfS, war dran an der Behauptung

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 01.08.2011 13:50
von 94 | 10.792 Beiträge

Zitat von GroßGlückow90
Übrigens gabs im Westen [...] noch Salzgitter. Würde mich mal interessieren, was da so an Daten rumliegt.

Nix mehr, also in Salzgitter. Aber ...
Mit der Wiedererlangung der staatlichen Einheit im Oktober 1990 endete die Erfassungstätigkeit in Salzgitter. Die Dienststelle, die seitdem unter der Bezeichnung "Zentrale Dokumentationsstelle der Landesjustizverwaltungen" weitergeführt wird und die 1994 an das Oberlandesgericht Braunschweig verlegt wurde, ...
Quelle: http://www.salzgitter.de/rathaus/presse_...00000042888.php

Die Braunenschweiger hab den Laden vor über drei Jahren endgültig dichtgemacht ...
http://www.staatsanwaltschaften.niedersa...963&_psmand=165


Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


zuletzt bearbeitet 01.08.2011 13:51 | nach oben springen
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#44

RE: Angst und Schrecken durch das MfS, war dran an der Behauptung

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 07.08.2011 23:55
von Genosse Harzer (gelöscht)
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Hallo Leute!
Also ich hatte nur zweimal persönliche Erfahrungen mit der Stasi, 1980/81 bei den Grenztruppen in Groß Glienicke (GR34 bzw. AW26) und 1982 bei einer Jugendklubfahrt nach Plau am See.
Ich wurde während meines GWD als Stubenspitzel in unserer Abteilung auserkoren. Laut StasiUnterlagenbehörde (hab nach der Wende Akteneinsicht genommen) konnten von "Andreas keine operativ -taktischen Ergebnisse erzielt werden", also ich bin hier kein Held aber mit 18 hat mich das Thema vorher garnicht interessiert. Ich musste auf Befehls des KC's zu einem bestimmten Gebäude Zimmer sowieso und mich dort melden. Der Oberleutnant Gen. Schö...... war sehr freundlich, es gab Kaffee und ein "nettes Gespräch", in dem mir der Schutz der sozialistischen Errungenschaften dargelegt wurde. Unter den Umständen des gewaltsamen Grenzübertritts und dem Tod des Gefreiten U. St.... , das passierte während unserer Grundausbildung unterschrieb ich die "Verpflichtungserklärung".
Wieder zurück auf meiner Kompanie teilte ich dieses Erlebnis sofort meinen Kameraden aus dem Diensthalbjahr und den EK's mit.
Ich musste dann monatlich zu geheimen Treffpunkten innerhalb der Kaserne erscheinen und wurde ausgefragt: " Stimmung in der Kompanie, will jemand abhauen usw.". Bei null Infos wurde dann Ton etwas rauer " Lassen sich doch nicht jedes Wort aus der Nase ziehen" oder der Genosse Schö.... spielte mit familären Begebenheiten - der war schon echt clever! oder er appellierte an meine sozialistische Grundhaltung.
Nachdem ich dann mehrere Geheimtreffen platzen ließ, ich hatte dann öfters mal ein Fahrzeugpanne bei Fahrten außerhalb der Kaserne. Ich wurde dann zu Ende des zweiten Diensthalbjahres zwar nicht mehr behelligt, hatte dann aber Schwierigkeiten Kurzurlaube bzw. Ausgang zu bekommen. Was dann wiederum dazu führte, das ich nicht mehr aktiv am soz. Wettbewerb (Schrank- u. Bettenbau) teilgenommen habe. Bitter war es als wir mitbekommen hatten, das es noch andere Stubenspitzel gab. Die dann banale Infos, wie das tragen von Zivilkleidung oder kleine Geburtstagsfeierern mit schöngeistigen Getränken weitergetragen haben.
Beim zweiten Mal saßen wir während unserer Jugendklubfahrt nach Plau am See im Zug von Magdeburg nach Wittenberge und unterhielten uns mit einem Rentnerehepaar aus Hamburg. In Wittenberge stellten wir unsere Taschen in Schließfächer, wir hatten eine Stunde Aufenthalt und gingen kurz in die Stadt. Als wir zurück kamen fehlten zwei Taschen - ab zu Trapo und nachgefragt - gehen sie zum Eingang dort bekommen sie ihre Taschen war die knappe Antwort. Die Anderen sind dann weitergefahren und ich und ein Kumpel warteten auf unsere Taschen. Dann kam ein gelber Wartburg - hier haben sie ihre Taschen stellen sie keine Fragen! Wir wieder zur Trapo, es fuhr ja kein Anschlußzug mehr und darum ein Taxi eingefordert. Aber die haben uns dann aus dem Dienstgebäude verwiesen und Tschüss! Angeblich hätte jemand unsere Taschen stehlen wollen und sie wurden dann sichergestellt, es war nur komisch das der Inhalt umgedreht war.


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#45

RE: Angst und Schrecken durch das MfS, war dran an der Behauptung

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 08.08.2011 01:48
von Major Tom | 855 Beiträge

Bei meiner Mutter im Betrieb war die einzige Telofonistin IM der Stasi. Viele hatten dies aber schon damals geahnt. Jeder hat doch gewusst dass sämtliche Betriebe von Spitzeln durchsetzt waren.


Man sollte den Kopf nicht hängen lassen wenn einem das Wasser bis zum Hals steht.
http://www.costarica-forum.net
http://directorios-costarica.com
http://www.link-team.net
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#46

RE: Angst und Schrecken durch das MfS, war dran an der Behauptung

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 08.08.2011 07:02
von Polter (gelöscht)
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Zitat von Major Tom
Bei meiner Mutter im Betrieb war die einzige Telofonistin IM der Stasi. Viele hatten dies aber schon damals geahnt. Jeder hat doch gewusst dass sämtliche Betriebe von Spitzeln durchsetzt waren.



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#47

RE: Angst und Schrecken durch das MfS, war dran an der Behauptung

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 08.08.2011 13:04
von Pit 59 | 10.153 Beiträge

@Polter

Und warum ist das jetzt so Komisch ?


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#48

RE: Angst und Schrecken durch das MfS, war dran an der Behauptung

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 08.08.2011 13:09
von Pit 59 | 10.153 Beiträge

Wieder zurück auf meiner Kompanie teilte ich dieses Erlebnis sofort meinen Kameraden aus dem Diensthalbjahr und den EK's mit.@harzer

Da hat sich aber der Spitzel gefreut.


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#49

RE: Angst und Schrecken durch das MfS, war dran an der Behauptung

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 07.01.2013 17:04
von Lutze | 8.039 Beiträge

Zitat von Nostalgiker im Beitrag #1
In einem anderem Thread wird folgende Behauptung aufgestellt : "....dem MfS und Konsorten [...], welche als Repressionsinstrument eines totalitären Staates Angst und Schrecken verbreiteten."

Mich interessiert nun wie der "normale" Bürger in der DDR, nicht unbedingt derjenige welcher durch vereitelte Flucht, durch das stellen eines Ausreiseantrages direkt mit dem Apparat des MfS in Berührung kamen, es empfunden haben.
Also ob sie Repressionen empfanden und ob Angst und Schrecken das Alltagsleben eines DDR Bürgers bestimmten.

Um es mal ziemlich ironisch zu meinen; die Clown konnten soviel Angst und Schrecken verbreiten nur mußten sie welche finden die sich auch erschrecken ließenn. (Ironie off).

Durch meinen Umgang, bedingt durch Freundes- und Bekanntenkreis, lernte ich ein paar von diesen Genossen auf mehr oder minder privater Ebene statt. Auch in der privaten Ebene gab es Phrasendrecher und charakterlich unangenehme Personen.

Meine, nicht ganz freiwilligen, Kontakte mit diversen Mitarbeitern genannter Institution hat in mir auch nicht gerade Angst und Schrecken erzeugt.

Um nur einiges zu nennen:
Mehrmalig versuchte Anwerbung, Befragung zu Bekannten (zu einem Sachverhalt), Drohungen und versuchte Mißkreditierung durch Gerüchte streuen im Betrieb, die Versuche mich in eine "assoziale" Ecke zu drängen durch eine Vielzahl von Anzeigen beim ABV und den daraus folgenden Vorladungen bis zur "Platzierung" eines MfS Pärchens in der Wohnung unter mir welche versuchten mir das Leben schwer zu machen.

Die Wohnung unter mir wurde nachdem das Pärchen die Flucht ergriff als konspirative Wohnung vom MfS genutzt.
War 1990? in einer Veröffentlichung einer Tageszeitung nachzulesen.

Im nachhinein Frage ich mich allerdings ob ich eine so extrem dicke Haut hatte das all diese "Maßnahmen" an mir abprallten und ich es mehr "sportlich" sah, die Ärgern mich also ärgere ich zurück.

Mich interessieren sachliche Erlebnisberichte und zwar eigenerlebtes, kein "ich habe von dem und dem gehört" und keine pauschalen Statements.

Gruß
Nostalgiker


hallo nostalgiker,konnte erleben ,was man mit einem 15/16jährigen ddr-flüchtling im knast gemacht hat,das war alles andere als lustig.......gruss Lutze


wer kämpft kann verlieren,
wer nicht kämpft hat schon verloren
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#50

RE: Angst und Schrecken durch das MfS, war dran an der Behauptung

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 07.01.2013 17:13
von Alfred | 6.853 Beiträge

Zitat von Lutze im Beitrag #49
Zitat von Nostalgiker im Beitrag #1
In einem anderem Thread wird folgende Behauptung aufgestellt : "....dem MfS und Konsorten [...], welche als Repressionsinstrument eines totalitären Staates Angst und Schrecken verbreiteten."

Mich interessiert nun wie der "normale" Bürger in der DDR, nicht unbedingt derjenige welcher durch vereitelte Flucht, durch das stellen eines Ausreiseantrages direkt mit dem Apparat des MfS in Berührung kamen, es empfunden haben.
Also ob sie Repressionen empfanden und ob Angst und Schrecken das Alltagsleben eines DDR Bürgers bestimmten.

Um es mal ziemlich ironisch zu meinen; die Clown konnten soviel Angst und Schrecken verbreiten nur mußten sie welche finden die sich auch erschrecken ließenn. (Ironie off).

Durch meinen Umgang, bedingt durch Freundes- und Bekanntenkreis, lernte ich ein paar von diesen Genossen auf mehr oder minder privater Ebene statt. Auch in der privaten Ebene gab es Phrasendrecher und charakterlich unangenehme Personen.

Meine, nicht ganz freiwilligen, Kontakte mit diversen Mitarbeitern genannter Institution hat in mir auch nicht gerade Angst und Schrecken erzeugt.

Um nur einiges zu nennen:
Mehrmalig versuchte Anwerbung, Befragung zu Bekannten (zu einem Sachverhalt), Drohungen und versuchte Mißkreditierung durch Gerüchte streuen im Betrieb, die Versuche mich in eine "assoziale" Ecke zu drängen durch eine Vielzahl von Anzeigen beim ABV und den daraus folgenden Vorladungen bis zur "Platzierung" eines MfS Pärchens in der Wohnung unter mir welche versuchten mir das Leben schwer zu machen.

Die Wohnung unter mir wurde nachdem das Pärchen die Flucht ergriff als konspirative Wohnung vom MfS genutzt.
War 1990? in einer Veröffentlichung einer Tageszeitung nachzulesen.

Im nachhinein Frage ich mich allerdings ob ich eine so extrem dicke Haut hatte das all diese "Maßnahmen" an mir abprallten und ich es mehr "sportlich" sah, die Ärgern mich also ärgere ich zurück.

Mich interessieren sachliche Erlebnisberichte und zwar eigenerlebtes, kein "ich habe von dem und dem gehört" und keine pauschalen Statements.

Gruß
Nostalgiker


hallo nostalgiker,konnte erleben ,was man mit einem 15/16jährigen ddr-flüchtling im knast gemacht hat,das war alles andere als lustig.......gruss Lutze



Und was hatte dies mit dem MfS zu schaffen ?


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#51

RE: Angst und Schrecken durch das MfS, war dran an der Behauptung

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 07.01.2013 17:22
von 94 | 10.792 Beiträge

Na §220 hat wohl kaum der Wohngebiets-ABV ermittelt, odär?


Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


zuletzt bearbeitet 07.01.2013 17:23 | nach oben springen
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#52

RE: Angst und Schrecken durch das MfS, war dran an der Behauptung

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 07.01.2013 17:27
von Alfred | 6.853 Beiträge

Zitat von 94 im Beitrag #51
Na §220 hat wohl kaum der Wohngebiets-ABV ermittelt, odär?



94,

Lutze schrieb ja was vom "Knast".

Da waren wohl die Ermittlungen schon vorbei und die Strafvollzugseinrichtungen unterstanden dem MdI und nicht dem MfS.

Also müsste seine Beschwerde an das MdI gerichtet werden.


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#53

RE: Angst und Schrecken durch das MfS, war dran an der Behauptung

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 07.01.2013 17:36
von Grenzwolf62 (gelöscht)
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Zitat von Lutze im Beitrag #49



hallo nostalgiker,konnte erleben ,was man mit einem 15/16jährigen ddr-flüchtling im knast gemacht hat,das war alles andere als lustig.......gruss Lutze[/quote]

Lutze, hier waren die alle lieb, haben in den VEB Langfinger und andere Räuber dingfest gemacht und natürlich alles nach Recht und DDR-Gesetz, da kann man nicht dran rütteln.


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#54

RE: Angst und Schrecken durch das MfS, war dran an der Behauptung

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 07.01.2013 17:47
von 94 | 10.792 Beiträge

Zitat von Alfred im Beitrag #52
Lutze schrieb ja was vom "Knast".

Habs gelesen, tatsächlich ... Knast. So was aber auch. Hmm, und wer oder was hat ihn dorthingebracht, hä? Ich schlage vor, Du läßt ihn erstmal SEINE Geschichte erzählen, bevor Du ihn gewohnheitsmäßig versuchst Mundtot zu machen. Kannste ja immer noch machen, wenn die Geschichte erstma erzählt ist oder haste etwa genau da Angst vor, hä?


Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


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#55

RE: Angst und Schrecken durch das MfS, war dran an der Behauptung

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 07.01.2013 17:53
von Alfred | 6.853 Beiträge

Zitat von 94 im Beitrag #54
Zitat von Alfred im Beitrag #52
Lutze schrieb ja was vom "Knast".

Habs gelesen, tatsächlich ... Knast. So was aber auch. Hmm, und wer oder was hat ihn dorthingebracht, hä? Ich schlage vor, Du läßt ihn erstmal SEINE Geschichte erzählen, bevor Du ihn gewohnheitsmäßig versuchst Mundtot zu machen. Kannste ja immer noch machen, wenn die Geschichte erstma erzählt ist oder haste etwa genau da Angst vor, hä?



Na wer hat in dahin gebracht ? Wohl der Richter.


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#56

RE: Angst und Schrecken durch das MfS, war dran an der Behauptung

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 07.01.2013 17:57
von vk1 | 91 Beiträge

Also, um es mit persönlichen Eindrücken zu schildern: Ich hatte keine Angst oder empfand das MfS als Schreckgespenst. Man wusste, das es sie gab, wusste oder ahnte, das es im Kollektiv, der Kompanie oder der Semigruppe jemanden gab und gut wars.

Angst hatte scheinbar nur unsere Batallionsführung: Die Dienststelle des MfS in Pasewalk befand sich auf der anderen Straßenseite der Mauer zum Fuhrpark. Da es wohl mehrere Vorkommnisse auf dem dort stehenden Wachturm gab, die dann vom MfS brühwarm angekreidet wurden, hat man den Turm einfach abgesägt und nun stand er ebenerdig und konnte nicht mehr eingesehen werden.


PiB 5 Pasewalk - 1985-1986
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#57

RE: Angst und Schrecken durch das MfS, war dran an der Behauptung

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 07.01.2013 17:58
von Feliks D. | 8.887 Beiträge

Zitat von 94 im Beitrag #54
Zitat von Alfred im Beitrag #52
Lutze schrieb ja was vom "Knast".

Habs gelesen, tatsächlich ... Knast. So was aber auch. Hmm, und wer oder was hat ihn dorthingebracht, hä? ?


Wer? ... Er selbst als [un]verantwortlich handelndes Rechtssubjekt!
Was? ... Eine strafbare Handlung nach dem StGB!

Also vermute ich jetzt mal...


Die ganze Geschichte ist sich hörenswert, warum sollte die nicht erzählt werden dürfen?


Was ich zu sagen hatte habe ich gesagt, nun fürchte ich das allerletzte Wort. Der Sprache Ohnmacht hat mich oft geplagt, doch Trotz und Hoffnung gab ich niemals fort! Mir scheint die Welt geht aus den Fugen bringt sich um, die vielen Kriege zählt man schon nicht mehr. Auch dieses neue große Deutschland macht mich stumm, der Zorn der Worte und die Wut wird mehr. Die Welt stirbt leise stilles Schreien hört man nicht, es hilft kein Weinen und man sieht's nicht im Gesicht. Wer einen Menschen rettet rettet so die Welt, am Ende überleben wir uns doch. Nur wir bestimmen wann der letzte Vorhang fällt, still und leise verlassen wir die Welt!

Macht es gut Freunde!
94 hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 07.01.2013 18:02 | nach oben springen
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#58

RE: Angst und Schrecken durch das MfS, war dran an der Behauptung

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 08.01.2013 10:11
von Nostalgiker | 2.554 Beiträge

Zitat von Lutze im Beitrag #49

hallo nostalgiker,konnte erleben ,was man mit einem 15/16jährigen ddr-flüchtling im knast gemacht hat,das war alles andere als lustig.......gruss Lutze


Na dann erzähl doch mal .......
Wenn du es selbst "erleben" konntest, nehme ich mal an das Du ebenfalls im "Knast" gesessen hast ......

Außerdem, was hat jetzt der "Knast" mit dem MfS und meiner Ausgangsfrage zu tun?

_________________________________________________________________

Eine kurze Episode über den Kontakt mit dem MfS:

Auf einen meiner Auslandstramptouren Anfang der Siebziger lernte ich/wir auch ein paar Studenten aus der BRD kennen. das übliche, Adressentausch und das Versprechen ihrerseits uns mal zu besuchen.
Tatsächlich meldeten sie sich und signalisierten ihr Interesse uns zu besuchen.
Sie wollten auch oder vor allem in den Ort kommen wo wir studierten.......
Guter Rat teuer, ich wohnte vor Ort bei meinen Eltern aber ich konnte sie aus verschiedenen Gründen nicht einladen. Also wurde ein Mädel aus der Seminargruppe gefragt welche ebenfalls bei ihren Eltern wohnte und sie sagte, klar mache ich bzw. meine Eltern. Die Einladungen mußten, glaube ich, vom 'Wohnungsmieter' ausgesprochen werden.
Jedenfalls ging die amtlich abgesegnete Einladung nach drüben und wenig später wollte der "West"Besuch anreisen.
Über die Anreise und vor allem das es Studenten waren welche aus einer der Universitätsstädte der BRD kamen in der es, wie in so vielen starke Sympathiekantengruppen und Unterstützer der RAF gab; es war wie gesagt Anfang der Siebziger, rief auch die Genossen auf den Plan.
Besagte Kommilitonin/deren Eltern wurden kontaktiert und sie schickte die Leute weiter zu mir und meinen Eltern. (Natürlich warnte sie mich vor)

Was dann kam war der typische Vertreter einer, anders kann ich es nicht sagen, schmierig jovialen Zunft.
Die Anwesenheit meiner Eltern bzw. eines Elternteils wurde bei dem Gespräch mit mir von meinen Eltern eingefordert und durchgesetzt.
Nachdem der Vertreter der Staatsmacht seiner Aktentasche eine Schachtel Fondantkonfekt mit der Bemerkung "um dem Gespräch eine persönlichere Note zu geben" entnahm, flog er, bevor das "eigentliche" Gespräch stattfand, aus der Wohnung. Meine Mutter hat ihn schlicht rausgeworfen.

Natürlich wurde unser Besuch zu einem Informationsgespräch eingeladen. Sie wollten nicht hin, wir haben sie bekniet doch hinzugehen damit wir alle keine eventuellen Schwierigkeiten bekommen. Vor dem Gespräch wurden sie von uns umfassen instruiert; neudeutsch 'gebrieft', was sie sagen und was sie besser nicht sagen sollten. Ebenso kleine Provokationsfallen vor denen sie Aufpassen sollten damit sie da nicht reintapsen .....
Insgesamt lief das Gespräch glimpflich ab, nur waren unser Besuch danach nicht mehr bereit für mehrere Tage in die DDR zu kommen und Besuche beschränkten sich dann auf Tagestreffen in Berlin (Ost).

Merkwürdigerweise wohnte der Besuch im Studentenwohnheim bei den besuchten Mädels. Das hat keiner gemerkt/bemerkt.
Den Mädels wurde das nie vorgehalten, es wurde auch nie als "Druckmittel" benutzt.
Ich denke mal die Überwacher haben schlicht und einfach gepennt, da sie nicht mitbekamen wo der Besuch wirklich untergekommen ist.
Offiziell haben sie bei ihrer "Besuchsadresse" genächtigt und sie wurden auch prophylaktisch in die Örtlichkeiten eingewiesen.
Vielleicht war das alles insgesamt für den Besuch ein klein wenig zu viel an Konspiration und drumherum für einen entspannten Besuch......

Damals fand ich diese Vorgehensweise durchaus "normal", es war eben so. Heute kann ich allenfalls nur noch den Kopf darüber schütteln welche Aufstände und welches Katz und Maus Spiel zwischen den Organen und Bevölkerung gespielt wurde, auch im konkret geschilderten Fall.
Wer trickst hier wen aus war die etwas harmlosere Frage in diesem "Spiel".

Gruß
Nostalgiker


Aber auf einmal bricht ab der Gesang,
einer zeigt aus dem Fenster, da spazieren sie lang,
die neuen Menschen, der neue Mensch,
der sieht aus, wie er war
außen und unter`m Haar
wie er war ...

_______________
aus; "Nach der Schlacht" - Renft - 1974
Text: Kurt Demmler

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#59

RE: Angst und Schrecken durch das MfS, war dran an der Behauptung

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 08.01.2013 12:41
von Lutze | 8.039 Beiträge

Zitat von Nostalgiker im Beitrag #58
Zitat von Lutze im Beitrag #49

hallo nostalgiker,konnte erleben ,was man mit einem 15/16jährigen ddr-flüchtling im knast gemacht hat,das war alles andere als lustig.......gruss Lutze


Na dann erzähl doch mal .......
Wenn du es selbst "erleben" konntest, nehme ich mal an das Du ebenfalls im "Knast" gesessen hast ......

Außerdem, was hat jetzt der "Knast" mit dem MfS und meiner Ausgangsfrage zu tun?

_________________________________________________________________

Eine kurze Episode über den Kontakt mit dem MfS:

Auf einen meiner Auslandstramptouren Anfang der Siebziger lernte ich/wir auch ein paar Studenten aus der BRD kennen. das übliche, Adressentausch und das Versprechen ihrerseits uns mal zu besuchen.
Tatsächlich meldeten sie sich und signalisierten ihr Interesse uns zu besuchen.
Sie wollten auch oder vor allem in den Ort kommen wo wir studierten.......
Guter Rat teuer, ich wohnte vor Ort bei meinen Eltern aber ich konnte sie aus verschiedenen Gründen nicht einladen. Also wurde ein Mädel aus der Seminargruppe gefragt welche ebenfalls bei ihren Eltern wohnte und sie sagte, klar mache ich bzw. meine Eltern. Die Einladungen mußten, glaube ich, vom 'Wohnungsmieter' ausgesprochen werden.
Jedenfalls ging die amtlich abgesegnete Einladung nach drüben und wenig später wollte der "West"Besuch anreisen.
Über die Anreise und vor allem das es Studenten waren welche aus einer der Universitätsstädte der BRD kamen in der es, wie in so vielen starke Sympathiekantengruppen und Unterstützer der RAF gab; es war wie gesagt Anfang der Siebziger, rief auch die Genossen auf den Plan.
Besagte Kommilitonin/deren Eltern wurden kontaktiert und sie schickte die Leute weiter zu mir und meinen Eltern. (Natürlich warnte sie mich vor)

Was dann kam war der typische Vertreter einer, anders kann ich es nicht sagen, schmierig jovialen Zunft.
Die Anwesenheit meiner Eltern bzw. eines Elternteils wurde bei dem Gespräch mit mir von meinen Eltern eingefordert und durchgesetzt.
Nachdem der Vertreter der Staatsmacht seiner Aktentasche eine Schachtel Fondantkonfekt mit der Bemerkung "um dem Gespräch eine persönlichere Note zu geben" entnahm, flog er, bevor das "eigentliche" Gespräch stattfand, aus der Wohnung. Meine Mutter hat ihn schlicht rausgeworfen.

Natürlich wurde unser Besuch zu einem Informationsgespräch eingeladen. Sie wollten nicht hin, wir haben sie bekniet doch hinzugehen damit wir alle keine eventuellen Schwierigkeiten bekommen. Vor dem Gespräch wurden sie von uns umfassen instruiert; neudeutsch 'gebrieft', was sie sagen und was sie besser nicht sagen sollten. Ebenso kleine Provokationsfallen vor denen sie Aufpassen sollten damit sie da nicht reintapsen .....
Insgesamt lief das Gespräch glimpflich ab, nur waren unser Besuch danach nicht mehr bereit für mehrere Tage in die DDR zu kommen und Besuche beschränkten sich dann auf Tagestreffen in Berlin (Ost).

Merkwürdigerweise wohnte der Besuch im Studentenwohnheim bei den besuchten Mädels. Das hat keiner gemerkt/bemerkt.
Den Mädels wurde das nie vorgehalten, es wurde auch nie als "Druckmittel" benutzt.
Ich denke mal die Überwacher haben schlicht und einfach gepennt, da sie nicht mitbekamen wo der Besuch wirklich untergekommen ist.
Offiziell haben sie bei ihrer "Besuchsadresse" genächtigt und sie wurden auch prophylaktisch in die Örtlichkeiten eingewiesen.
Vielleicht war das alles insgesamt für den Besuch ein klein wenig zu viel an Konspiration und drumherum für einen entspannten Besuch......

Damals fand ich diese Vorgehensweise durchaus "normal", es war eben so. Heute kann ich allenfalls nur noch den Kopf darüber schütteln welche Aufstände und welches Katz und Maus Spiel zwischen den Organen und Bevölkerung gespielt wurde, auch im konkret geschilderten Fall.
Wer trickst hier wen aus war die etwas harmlosere Frage in diesem "Spiel".

Gruß
Nostalgiker

hallo nostalgiker,habe einige berichte über gescheiterte fluchten gelesen,manch ehemaliger grenzer stellte sich die frage , was hat man mit diesen armen teufeln wohl gemacht,und da sind die zeitzeugen ein sehr grosses potiental,darüber wollte ich im forum berichten,gruss Lutze


wer kämpft kann verlieren,
wer nicht kämpft hat schon verloren
Sonne hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 08.01.2013 12:54 | nach oben springen
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#60

RE: Angst und Schrecken durch das MfS, war dran an der Behauptung

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 08.01.2013 13:02
von Lutze | 8.039 Beiträge

Zitat von 94 im Beitrag #51
Na §220 hat wohl kaum der Wohngebiets-ABV ermittelt, odär?

hallo 94,unser ABV hat sich sich für alles interessiert, gruss Lutze


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