@Transitfahrer: Der Traenenpalast war das Gebaeude neben dem Bahnhof (auf der noerdlichen Seite), durch welches man bei der Ausreise
aus der DDR durch musste (und wo man dann unterirdisch in der Verbindung zum S-Bahn Tunnel 'rauskam) . Bei der Einreise
in die DDR kam man da nicht durch, man blieb da im Bahnhofsgebaeude.
@Turtle: Das Bild ist ja 'ne Wucht, Hochachtung! Vor allem ohne Leute, normalerweise war da massig Andrang, has Du das Bild um 5 Uhr morgens gemacht?
Der Bahnhof war warscheinlich zu der Zeit das verrueckteste Gebaeude des Kalten Krieges. Vor allem auch eine einzigartige Moeglichkeit fuer die HVA, ihre Spione zu trainieren und dann loszuschicken. Auf der anderen Seite, vor der Mauer war dies der Bahnhof, welcher von vielen Fluechtlingen genutzt wurde (auch viele unserer Verwandten).
Viel spaeter, als wir endlich im Westen waren, war dieser Bahnhof die einzige Moeglichkeit fuer mich meine ehemaligen Schulfreunde im Osten Berlins zu treffen (nachdem ich keine offizielle Einreiseerlaubnis in die DDR mehr bekam).
Es gibt ein paar gute Szenen ueber diesen Bahnhof in ein paar Filmen. IMHO die besten Szenen duerften in "Die Stille nach dem Schuss" sein ("Wie Feuer und Flamme" hat auch gute Szenen). Ausserdem, der Stasi-Leutnant Werner Stiller beschreibt seine Flucht durch diesen Bahnhof recht gut in seinem Buch (Im Zentrum der Spionage). Eine aehnliche Darstellung hat der Sohn seiner damaligen Freundin, Thomas Wagner, in der Geschichte hier:
http://www.myspystory.com/intro.html. Schade das man den Bahnhof in den letzten 20 Jahren so 'kastriert' hat.
-Th
http://www.berlinonline.de/berliner-zeit...0006/index.html