#1901

RE: Gut oder schlecht / wer wünscht "Sie" sich zurück ?

in Das Ende der DDR 21.11.2015 12:08
von Heckenhaus | 5.153 Beiträge

Zitat von Moskwitschka im Beitrag #1894

PS So wie A.M. sahen wir doch alle mehr oder wenigr aus


Nee, so´n Hemd besaß ich nicht.


.
.
„Toleranz ist die letzte Tugend einer untergehenden Gesellschaft.”
— Aristoteles -

"Man kann alle Leute einige Zeit zum Narren halten und einige Leute allezeit; aber alle Leute allezeit zum Narren halten kann man nicht."
— Abraham Lincoln –
.
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#1902

RE: Gut oder schlecht / wer wünscht "Sie" sich zurück ?

in Das Ende der DDR 21.11.2015 13:20
von Signalobermaat | 358 Beiträge

So ein Bild von Moskwitschka hätte auch auf mich zutreffen können.War 1979 zum Jugendfestival eingesetzt 36 Jahre,noch im Alter eines Freundes der Jugend,Bauch kam später,war auch erst ab Major zulässig.
Als es dann soweit war, hatte ich immer noch keinen, wäre fast nicht befördert worden.Hat aber doch noch geklappt, weil,Ausnahmen bestätigen halt die Regel.
Blauhemd hatte ich mir 1979 geborgt, besaß seit meiner Lehre keines mehr,war danach bei der Bewaffnung,trug statt Blauhemd blaue Uniform.
Übrigends Moskwitschka hat man die Altersgrenze für Kindergeld auf 25 herabgesetzt , abgesehen von wenigen Ausnahmetatbeständen.



Moskwitschka und Klauspeter haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#1903

RE: Gut oder schlecht / wer wünscht "Sie" sich zurück ?

in Das Ende der DDR 21.11.2015 13:30
von Lutze | 8.039 Beiträge

Zitat von Signalobermaat im Beitrag #1902
So ein Bild von Moskwitschka hätte auch auf mich zutreffen können.War 1979 zum Jugendfestival eingesetzt 36 Jahre,noch im Alter eines Freundes der Jugend,Bauch kam später,war auch erst ab Major zulässig.
Als es dann soweit war, hatte ich immer noch keinen, wäre fast nicht befördert worden.Hat aber doch noch geklappt, weil,Ausnahmen bestätigen halt die Regel.
Blauhemd hatte ich mir 1979 geborgt, besaß seit meiner Lehre keines mehr,war danach bei der Bewaffnung,trug statt Blauhemd blaue Uniform.
Übrigends Moskwitschka hat man die Altersgrenze für Kindergeld auf 25 herabgesetzt , abgesehen von wenigen Ausnahmetatbeständen.

Warum ausgeborgt?
die FDJ-Hemden waren nun wirklich keine Mangelware,
in der SPoWa (Sportwaren) in der Neubrandenburger Innenstadt
war dieses Regal immer gut gefüllt
Lutze


wer kämpft kann verlieren,
wer nicht kämpft hat schon verloren
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#1904

RE: Gut oder schlecht / wer wünscht "Sie" sich zurück ?

in Das Ende der DDR 21.11.2015 13:34
von Signalobermaat | 358 Beiträge

Ich habe es nur 3 Tage gebraucht und dann nie mehr



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#1905

RE: Gut oder schlecht / wer wünscht "Sie" sich zurück ?

in Das Ende der DDR 21.11.2015 13:42
von Lutze | 8.039 Beiträge

Zitat von Signalobermaat im Beitrag #1904
Ich habe es nur 3 Tage gebraucht und dann nie mehr

Nie ein eigenes FDJ-Hemd gehabt?
kann auch an deiner Generation gelegen haben,
bei uns in der Klasse hatte jeder sein eigenes Hemd
Lutze


wer kämpft kann verlieren,
wer nicht kämpft hat schon verloren
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#1906

RE: Gut oder schlecht / wer wünscht "Sie" sich zurück ?

in Das Ende der DDR 21.11.2015 13:43
von damals wars | 12.204 Beiträge

Zitat von Heckenhaus im Beitrag #1893
Zitat von Moskwitschka im Beitrag #1892
Nannte man das nicht - Berufsjugendliche ? So mit spannendem Blauhemd über den Bauch

LG von der Moskwitschka

PS Komischerweise sind mir da mehr Männer als Frauen in Erinnerung....


Kann man ändern





Schade, das man die Hände nicht sieht!


Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches.(Mark Twain)
Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
"Hass hat keinen Glauben, keine Rasse oder Religion, er ist giftig." der Witwer der britische Labour-Abgeordnete Jo Cox.
http://www.neo-magazin-royale.de/zdi/art...fur-frauke.html
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#1907

RE: Gut oder schlecht / wer wünscht "Sie" sich zurück ?

in Das Ende der DDR 21.11.2015 13:47
von Lutze | 8.039 Beiträge

Zitat von damals wars im Beitrag #1906
Zitat von Heckenhaus im Beitrag #1893
Zitat von Moskwitschka im Beitrag #1892
Nannte man das nicht - Berufsjugendliche ? So mit spannendem Blauhemd über den Bauch

LG von der Moskwitschka

PS Komischerweise sind mir da mehr Männer als Frauen in Erinnerung....


Kann man ändern





Schade, das man die Hände nicht sieht!

Ist doch egal,
viel wichtiger ist doch der Orden
Lutze


wer kämpft kann verlieren,
wer nicht kämpft hat schon verloren
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#1908

RE: Gut oder schlecht / wer wünscht "Sie" sich zurück ?

in Das Ende der DDR 21.11.2015 13:48
von damals wars | 12.204 Beiträge

Zitat von Signalobermaat im Beitrag #1902
So ein Bild von Moskwitschka hätte auch auf mich zutreffen können.War 1979 zum Jugendfestival eingesetzt 36 Jahre,noch im Alter eines Freundes der Jugend,Bauch kam später,war auch erst ab Major zulässig.
Als es dann soweit war, hatte ich immer noch keinen, wäre fast nicht befördert worden.Hat aber doch noch geklappt, weil,Ausnahmen bestätigen halt die Regel.
Blauhemd hatte ich mir 1979 geborgt, besaß seit meiner Lehre keines mehr,war danach bei der Bewaffnung,trug ....


Signalobermaat entspricht doch nicht einem Major, naja einem Seemann sei Anglerlatein verziehen!


Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches.(Mark Twain)
Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
"Hass hat keinen Glauben, keine Rasse oder Religion, er ist giftig." der Witwer der britische Labour-Abgeordnete Jo Cox.
http://www.neo-magazin-royale.de/zdi/art...fur-frauke.html
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#1909

RE: Gut oder schlecht / wer wünscht "Sie" sich zurück ?

in Das Ende der DDR 21.11.2015 13:50
von damals wars | 12.204 Beiträge

Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches.(Mark Twain)
Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
"Hass hat keinen Glauben, keine Rasse oder Religion, er ist giftig." der Witwer der britische Labour-Abgeordnete Jo Cox.
http://www.neo-magazin-royale.de/zdi/art...fur-frauke.html
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#1910

RE: Gut oder schlecht / wer wünscht "Sie" sich zurück ?

in Das Ende der DDR 21.11.2015 13:53
von Lutze | 8.039 Beiträge

Zitat von damals wars im Beitrag #1909
Lutze, ist das die https://de.wikipedia.org/wiki/Johann-Got...erder-Medaille?

Da fragst du genau den Richtigen,
so etwas habe ich nie erhalten
Lutze


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#1911

RE: Gut oder schlecht / wer wünscht "Sie" sich zurück ?

in Das Ende der DDR 21.11.2015 15:14
von turtle | 6.961 Beiträge

Zitat von Lutze im Beitrag #1905
Zitat von Signalobermaat im Beitrag #1904
Ich habe es nur 3 Tage gebraucht und dann nie mehr

Nie ein eigenes FDJ-Hemd gehabt?
kann auch an deiner Generation gelegen haben,
bei uns in der Klasse hatte jeder sein eigenes Hemd
Lutze


Ich hatte nie ein FDJ Hemd, da ich nie in der FDJ war.


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#1912

RE: Gut oder schlecht / wer wünscht "Sie" sich zurück ?

in Das Ende der DDR 21.11.2015 15:23
von Pit 59 | 10.156 Beiträge

Zitat von Lutze im Beitrag #1905
Zitat von Signalobermaat im Beitrag #1904
Ich habe es nur 3 Tage gebraucht und dann nie mehr

Nie ein eigenes FDJ-Hemd gehabt?
kann auch an deiner Generation gelegen haben,
bei uns in der Klasse hatte jeder sein eigenes Hemd
Lutze


Wenn sonst Mangel war,aber da hätten sich die Genossen schon was Einfallen lassen damit jeder eins hat. Meins war übrigens auch übrig
Es soll Erwachsenen geben die Ziehen die Klamotten Heute noch an,an Geheimen Orten versteht sich .


zuletzt bearbeitet 21.11.2015 15:30 | nach oben springen

#1913

RE: Gut oder schlecht / wer wünscht "Sie" sich zurück ?

in Das Ende der DDR 21.11.2015 16:33
von Signalobermaat | 358 Beiträge

damals wars, wenn schon, dann Seemannsgarn



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#1914

RE: Gut oder schlecht / wer wünscht "Sie" sich zurück ?

in Das Ende der DDR 21.11.2015 17:01
von Klauspeter | 989 Beiträge

Zitat von Pit 59 im Beitrag #1912
Zitat von Lutze im Beitrag #1905
Zitat von Signalobermaat im Beitrag #1904
Ich habe es nur 3 Tage gebraucht und dann nie mehr

Nie ein eigenes FDJ-Hemd gehabt?
kann auch an deiner Generation gelegen haben,
bei uns in der Klasse hatte jeder sein eigenes Hemd
Lutze


Wenn sonst Mangel war,aber da hätten sich die Genossen schon was Einfallen lassen damit jeder eins hat. Meins war übrigens auch übrig
Es soll Erwachsenen geben die Ziehen die Klamotten Heute noch an,an Geheimen Orten versteht sich .


Geht ja auch nicht anders, weil das öffentliche Tragen des FDJ-Hemdes heute verboten ist.
Klaus


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#1915

RE: Gut oder schlecht / wer wünscht "Sie" sich zurück ?

in Das Ende der DDR 21.11.2015 20:42
von Nostalgiker | 2.554 Beiträge

@Klauspeter , stimmt nicht ganz so. Nur das tragen des FDJ-Hemdes der der 'FDJ-BRD' ist verboten. Es gab nämlich keine Gesamtdeutsche FDJ, sondern eine "Ost" und eine "West" FDJ. Die West-FDJ wurde in Juni 1951 verboten, als "Verfassungsfeindlich" eingestuft und damit auch ihre Symbole. Darunter fiel auch das tragen des West FDJ Hemdes. Dieses Verbot wurde nach der Wiedervereinigung 1990 nicht aufgehoben.

Zitat von Pit 59 im Beitrag #1912

Wenn sonst Mangel war,...... Meins war übrigens auch übrig.
Es soll Erwachsenen geben die Ziehen die Klamotten Heute noch an,an Geheimen Orten versteht sich .


Einen, Deinen persönlichen Mangel, hast Du aber konsequent in die "neue Zeit" hinüber retten können.
Lässt sich deutlich an Deinen in der Regel extrem gedanken- und inhaltslosen Beiträgen erkennen.


Gruß
Nostalgiker


Aber auf einmal bricht ab der Gesang,
einer zeigt aus dem Fenster, da spazieren sie lang,
die neuen Menschen, der neue Mensch,
der sieht aus, wie er war
außen und unter`m Haar
wie er war ...

_______________
aus; "Nach der Schlacht" - Renft - 1974
Text: Kurt Demmler

Pitti53, Grenzverletzerin, Klauspeter und vs1400 haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#1916

RE: Gut oder schlecht / wer wünscht "Sie" sich zurück ?

in Das Ende der DDR 22.11.2015 10:14
von Moskwitschka | 2.532 Beiträge

Zitat von vs1400 im Beitrag #1218


was war denn daran positiv, Moskwitschka?

bis zur jeweiligen übernahme der 'vs' waren die erzieher angestellte des öd und wurden bis auf ein 6,5 stundenminimum herunter geschrumpft.
diese "VS" hat sich bewusst erst ab einem gewissen punkt engagiert und sich in den damaligen gemeinden positioniert.
unterstützt wurden sie sehr stark von damaligen öd- gewerkschaften, welche erst, bei ihren übernommen mitgliedern, um verständnis baten und dann mit, unerwiderter, sozialer rücksichtnahme warben.

gruß vs




Ich werde nicht über die Geschichte der „Volkssolidarität“ schreiben. Auch nicht über deren Wandel nach der Wende zu einem Dienstleistungsunternehmen. Sondern darüber, wie ich sie erlebt habe. Und bei allen Veränderungen in den letzten 50 Jahren, hat sie, durch die vielen ehrenamtlich tätigen Menschen, die sich dort engagierten und es heute auch noch nach wie vor tun, etwas wohl tuendes Beständiges in dieser sich ständig verändernden Welt.

Ich bin bei meinen Großeltern am Stadtrand von Leipzig in eine Doppelhaussiedlung groß geworden. Zum größten Teil ältere Menschen, die dort seit fast 30 Jahren lebten. Jeder kannte jeden. Und wenn bei jemanden länger als zwei Tage nicht die Milchkanne vor dem Gartentor stand, dann sagte die Milchfrau beim nächsten Kunden Bescheid: “Schau mal nach der Kellern. Die mag scheinbar meine frische Milch nicht mehr.“ Und man hat sich gekümmert.

Zur Siedlung gehörte auch ein Siedlerheim und eine Gemeinschaftsmangel. Ich weiß nicht mehr an welchen von beiden Gebäuden – an einem prangte das Volkssoldaritätsschild. Es mag sein, dass es dort auch Versammlungen, Besprechungen und Sprechstunden statt fanden. Ich kann mich nur an die Mangeltage erinnern, wo viel geklatscht und getratscht wurde, wo aber auch ganz nebenbei Aufgaben verteilt wurden. Schau mal da, oder geh mal dort vorbei. Es war ganz selbstverständlich. Und wenn ich für meine Oma im Konsum einkaufen war, dann konnte es schon passieren, dass mir von der Verkäuferin ein Netz für die Nachbarin meiner Großeltern mit den Worten in die Hand gedrückt wurde: „Gib das mal bei der Kellern mit einem schönen Gruß von mir ab und sag, dass ich morgen Abend vorbeikomme.“

Unvergesslich sind auch die Weihnachtsfeiern für die Kinder im Siedlerheim mit nem richtigen Weihnachtsmann. Man was habe ich gequengelt, wenn die Weihnachtsfeier für die Rentner statt fand. Wollte ich doch da auch unbedingt mit. Einmal durfte ich. Doch das war ne herbe Enttäuschung. Kein Weihnachtsmann, keine Geschenke, sondern nur Zigarre qualmende Männer, die politisierten und am Likörchen nippende Frauen, die sich über den Stand der Weihnachtsvorbereitungen unterhielten. Damals hörte ich das erste Mal den Begriff „gute Butter“, die gerade in Weihnachtsbäckerei scheinbar unerlässlich war und die es nicht in den Mengen gab, wie man sie brauchte.

Das sind meine ersten Erinnerungen und Erfahrungen über die Volkssolidarität. Das war in den 60-ern Sie reichen bis in die heutigen Tage. Mal sehen, ob ich die Zeit finde weiter zu schreiben. Aber vielleicht erinnern sich auch andere ?

LG von der Moskwitschka


„Nichts ist schwieriger und nichts erfordert mehr Charakter, als sich im offenen Gegensatz zu seiner Zeit zu befinden und laut zu sagen: Nein!“

Kurt Tucholsky

DoreHolm und vs1400 haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 22.11.2015 10:16 | nach oben springen

#1917

RE: Gut oder schlecht / wer wünscht "Sie" sich zurück ?

in Das Ende der DDR 22.11.2015 10:19
von Hackel39 | 3.123 Beiträge

Warum einen so ein Thema nicht los läßt ist die Tatsache, daß man vernünftige und durchdachte Regelungen und Ideen der DDR- Zeit einfach nicht mehr verkauft bekommt.
Vorgestern gab es im Anglerverein wieder erbitterte Diskussionen um den Besatz von Graskarpfen zur Krautbekämpfung in unseren Gewässern.
Da diese asiatischen Importe sich hier mangels der notwendigen Laichbedingungen (noch) nicht natürlich vermehren, müssen sie etwa alle 20 Jahre mal neu besetzt werden, so wie es die Vereinsführung zu DDR- Zeiten immer getan hat, aber inzwischen hat man sich dermaßen mit der Technik angefreundet, daß stattdessen ein schwimmender Balkenmäher (Mähboot) jedes 2. Jahr zum Preis mehrerer hundert € übern See schippert um alles aufwändig rauszuholen, was früher die inzwischen nachweislich verstorbenen Riesenweißfische gefressen haben, wobei hier auch manpower am Ufer notwendig wird, was für ein Irrsinn !
Dabei haben wir an anderen Gewässern die gleichen Probleme, hier kommt das Boot gar nicht mehr drauf und die Kosten würden vierstellig werden, anstelle der 200€ für 10 Graser die groß genug wären, um nicht mehr vom Hecht gefressen zu werden, alles uraltes Wissen der Alten, dessen überlieferten Weisheiten mit kaltschnäuzigen und haarsträubenden Argumenten in den Wind geschlagen werden (fressen angeblich Kleinfische statt Kraut, zerstören wegen ihrer Maximalgröße von über 1m das Gerät usw.).
Ähnliches beobachten wir übrigens beim Hochwasserschutz, wo früher Schafe die Deiche verdichtet haben, u.a. auch um Bäume im Boden zu stabilisieren, wenn Hochwasser kommt (die werden schwerer entwurzelt) und teure Maschinen- und Personalkosten zu vermeiden, von einheitlichen Bildungsstandarts und den Polikliniken fange ich hier nicht mehr an, ich will nur sagen, daß diese Borniertheit, der man hierzulande im Alltag immer häufiger begegnet auch dazu beiträgt, die Leute aufs Neue zu vergrätzen.
Natürlich hat es zu DDR- Zeiten solche Episoden auch gegeben, wenngleich ich die überwiegend erst aus der nachträglichen Aufarbeitung der DDR- Geschichte erfahren hab, ich erinnere mal den den Rennwagen, den man aus ideologischen Gründen nicht bauen wollte, aber aus meinem konkreten Alltag heraus gab es damals weniger Kopfschütteln als heute.
Was ich heute weiß ist, daß man ein ums andere Mal erkennt, sich für das Kopfnicken von damals nachträglich gar nicht mehr schämen zu müssen.



turtle, Heckenhaus, DoreHolm, Signalobermaat, Fritze, vs1400 und Damals87 haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#1918

RE: Gut oder schlecht / wer wünscht "Sie" sich zurück ?

in Das Ende der DDR 22.11.2015 10:29
von Hackel39 | 3.123 Beiträge

Zitat von Moskwitschka im Beitrag #1916
[quote=vs1400|p497770]



Das sind meine ersten Erinnerungen und Erfahrungen über die Volkssolidarität. Das war in den 60-ern Sie reichen bis in die heutigen Tage. Mal sehen, ob ich die Zeit finde weiter zu schreiben. Aber vielleicht erinnern sich auch andere ?

LG von der Moskwitschka






Nur soviel, daß der Schaukasten der Volkssolidarität mit den alten Aushängen noch sage und schreibe 15 Jahre nach der Wende am (bewohnten !) Konsumgebäude in meiner Siedlung hing, ohne daß dort jemals irgendeiner etwas verändert hätte, er war ein kleines Denkmal.
Oder war es schon Ostalgie ?
Nach meinem Verständnis war diese Organisation aber gerade für verwitwete oder sehr alte alleinstehende Bürger ein Rettungsanker, wenngleich die Nachbarschaft auch viel einsprang, aber die Integration der Alten in die Familie war wohl der stabilste Pfeiler in deren Alltag.



Signalobermaat und vs1400 haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#1919

RE: Gut oder schlecht / wer wünscht "Sie" sich zurück ?

in Das Ende der DDR 22.11.2015 10:50
von Moskwitschka | 2.532 Beiträge

Wie immer kommt es auf die Zeitschiene an @Hackel39

Es gab nach dem Krieg nicht nur unzählige Witwen und Halbwaisen, sondern bis vor ein paar Jahren unzählige allein stehende Frauen, die nie eine Familie gegründet haben, weil schlicht und einfach in ihrer Generation die jungen Männer im Krieg geglieben sind, Nur hat man sie nie so wahr genommen. weil sie nie geklagt haben. Ich habe als Sterbebegleiterin einige in ihrer letzten Lebensphase kennen lernen dürfen.

Was die heutige Zeit betrifft, kommt es wahrscheinlich nicht auf den Ort an wo die Volkssolidarität aktiv ist, sondern auch auf die Menschen. Nicht weit von mir haben letztes Senioren ein Haus besetzt, das seit Jahren ihnen als Treffpunkt diente und das Bezirksamt nicht mehr födern wollte. Aus unterschiedlichen Gründen. Junge und Alte, normale und prominente Bürger aus Pankow haben sich für sie eingesetzt. Es gibt ihn heute noch diesen Treffpunkt - jetzt unter dem Dach der Volkssolidarität

Hat das Bezirksamt Pankow die Sanierungskosten der Seniorenfreizeitstätte Stille Straße absichtlich hochgerechnet? Sollte so mit dem Hinweis auf zu hohe Kosten die Schließung betrieben werden? Diese Fragen wirft die Kostenschätzung des Bezirks auf, die der taz vorliegt. Unterdessen kündigte der Landesverband Berlin der Volkssolidarität an, für die Stille Straße ein Angebot abgeben zu wollen. „Wir haben Interesse, die Einrichtung zu übernehmen“, sagte Heidi Knake-Werner, Vorsitzende der Volkssolidarität und Ex-Sozialsenatorin.

http://www.taz.de/!5084075/

https://www.google.de/?gws_rd=ssl#q=stil...zeitst%C3%A4tte

Es sind nicht immer nur die großen Dinge. Die kleinen machen Mut und Hoffnung.

LG von der Moskwitschka


„Nichts ist schwieriger und nichts erfordert mehr Charakter, als sich im offenen Gegensatz zu seiner Zeit zu befinden und laut zu sagen: Nein!“

Kurt Tucholsky

Hackel39 hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 22.11.2015 10:57 | nach oben springen

#1920

RE: Gut oder schlecht / wer wünscht "Sie" sich zurück ?

in Das Ende der DDR 22.11.2015 10:51
von DoreHolm | 7.707 Beiträge

Zitat von Hackel39 im Beitrag #1917
Warum einen so ein Thema nicht los läßt ist die Tatsache, daß man vernünftige und durchdachte Regelungen und Ideen der DDR- Zeit einfach nicht mehr verkauft bekommt.
Vorgestern gab es im Anglerverein wieder erbitterte Diskussionen um den Besatz von Graskarpfen zur Krautbekämpfung in unseren Gewässern.
Da diese asiatischen Importe sich hier mangels der notwendigen Laichbedingungen (noch) nicht natürlich vermehren, müssen sie etwa alle 20 Jahre mal neu besetzt werden, so wie es die Vereinsführung zu DDR- Zeiten immer getan hat, aber inzwischen hat man sich dermaßen mit der Technik angefreundet, daß stattdessen ein schwimmender Balkenmäher (Mähboot) jedes 2. Jahr zum Preis mehrerer hundert € übern See schippert um alles aufwändig rauszuholen, was früher die inzwischen nachweislich verstorbenen Riesenweißfische gefressen haben, wobei hier auch manpower am Ufer notwendig wird, was für ein Irrsinn !
Dabei haben wir an anderen Gewässern die gleichen Probleme, hier kommt das Boot gar nicht mehr drauf und die Kosten würden vierstellig werden, anstelle der 200€ für 10 Graser die groß genug wären, um nicht mehr vom Hecht gefressen zu werden, alles uraltes Wissen der Alten, dessen überlieferten Weisheiten mit kaltschnäuzigen und haarsträubenden Argumenten in den Wind geschlagen werden (fressen angeblich Kleinfische statt Kraut, zerstören wegen ihrer Maximalgröße von über 1m das Gerät usw.).
Ähnliches beobachten wir übrigens beim Hochwasserschutz, wo früher Schafe die Deiche verdichtet haben, u.a. auch um Bäume im Boden zu stabilisieren, wenn Hochwasser kommt (die werden schwerer entwurzelt) und teure Maschinen- und Personalkosten zu vermeiden, von einheitlichen Bildungsstandarts und den Polikliniken fange ich hier nicht mehr an, ich will nur sagen, daß diese Borniertheit, der man hierzulande im Alltag immer häufiger begegnet auch dazu beiträgt, die Leute aufs Neue zu vergrätzen.
Natürlich hat es zu DDR- Zeiten solche Episoden auch gegeben, wenngleich ich die überwiegend erst aus der nachträglichen Aufarbeitung der DDR- Geschichte erfahren hab, ich erinnere mal den den Rennwagen, den man aus ideologischen Gründen nicht bauen wollte, aber aus meinem konkreten Alltag heraus gab es damals weniger Kopfschütteln als heute.
Was ich heute weiß ist, daß man ein ums andere Mal erkennt, sich für das Kopfnicken von damals nachträglich gar nicht mehr schämen zu müssen.



Gestern hatten wir im Rahmen einer Geburtstagfeier im kleineren Bekanntenkreis ebenfalls ein Thema über die Sachkompetenz von Entscheidungsträgern im Stadtrat. Es ist haarstreubnend, was da so an Fehlentscheidungen abgeht und nichts passiert, obwohl mitunter Millionenbeträge in den Sand gesetzt werden. Der Bekannter ist ein sehr umtriebiger Ortsteilbürgermeister, der einigen Einblick hat. Fazit war u.a., daß damals, in der DDR die Verantwortlichen i.d.R. eine fachliche Ausbildung auf ihrem Gebiet vorzuweisen hatten. Heute müssen sie nur das richtige Parteibuch vorweisen. Mag denken wer wie will, aber schon bei einem Bruchteil des eingetretenen volkswirtschaftlichen Schadens wäre damals die ABI, die Kripo und das MfS auf den Plan getreten und das hätte zu personellen und finanziellen Konsequenzen geführt. Ignoranz bzw. gar nicht erst Einholen von Sachkometenz. Solcherart Ansichten sind mir inzwischen mehrere von Leuten bekannt geworden, die Fehlentscheidungen von Behörden auszubaden haben.



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