#1841

RE: Gut oder schlecht / wer wünscht "Sie" sich zurück ?

in Das Ende der DDR 20.11.2015 10:28
von GKUS64 | 1.606 Beiträge

Die Beiträge von @turtle und @Klauspeter sind wirklich wohltuend zu lesen! Ohne provokanten Stil, sachlich und unaufgeregt. So müsste es hier immer zugehen! Vielleicht liegt es auch daran, dass es zwei Sachsen im reiferen Alter sind (oh jetzt bin ich selbst in den provokanten Stil verfallen!).


Klauspeter, turtle, Signalobermaat und IM Kressin haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#1842

RE: Gut oder schlecht / wer wünscht "Sie" sich zurück ?

in Das Ende der DDR 20.11.2015 10:43
von Signalobermaat | 356 Beiträge

Ich kenne keinen hauptamtlichen Kampfgruppenkommandeur,war in zwei Kreisen über 24 Jahre u.v. anderen für die Sicherheit der KG zuständig.Zumindestens, was die KG Hundertschaften betraf.
Es gab aber auch mot Bataillone,in sehr großen Kombinaten.da will ich mich nicht festlegen.
Bei uns war jedenfalls alles nebenberuflich.
Meine persönlichen Erfahrungen, mit den KG waren sehr differenziert.Auch hier haben sich die zuständigen 1. Sekretäre der SED KL mehr vorgemacht, als dahinterstand.
Es gab auf jeden Fall Kämpfer, die treu zur Sache standen, aber auf so eine Einheit im Ernstfall hätte ich mich nicht 100%tig verlassen wollen.
Es gab meiner Meinung nach zu wenige, die ernsthaft von der Richtigkeit dieser Tätigkeit überzeugt waren.Es wurden zu viele genommen, die woanders nicht mehr hinein paßten, da jeder Verteidigungsbereich seine Reservisten geplant hatte und für Feuerwehr und ZV auch noch Personal da sein mußte.Da war die Kaderdecke recht dünn für die KG.Die KG Leitungen waren sicher zuverlässig, nur sie waren alles Kollegen, die sowohl arbeits und teilweise freizeitmäßig verbandelt waren und ob dann die milit. Disziplin hinsichtlich der Einsatzrichtung so wie angewiesen durchgesetzt worden wäre,habe ich meine Zweifel.
Aber die Einsatzsituation kam zum Glück nicht.
Eine Kampfkraft von der Bewaffnung her war es allemal
Die Auflösung nach der Wende hat sehr deutlich gezeigt,daß sehr viele froh waren die Waffen abgeben zu können und eine andere Einstellung zum Ausdruck brachten.



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#1843

RE: Gut oder schlecht / wer wünscht "Sie" sich zurück ?

in Das Ende der DDR 20.11.2015 10:43
von Hackel39 | 3.123 Beiträge

Zitat von turtle im Beitrag #1839
Hallo Signalobermaat,
Habe mit Aufmerksamkeit #1829 gelesen. Ist sachlich geschrieben. So können vernünftige Diskussionen entstehen. Auch wenn wir nicht immer einer Meinung sein werden. Du schreibst :

In einer solchen Situation wirken sich dann natürlich zentrale Fehler in der Planung und Lenkung der VW katastrophal aus, indem immer mehr aus pol. Gründen soziale Zugeständnisse gemacht wurden, die wir uns nicht leisten konnten, daß mit den Ressourcen umgegangen wurde als wären sie unerschöpflich.

Stimmt das musste zwangsläufig dazu beitragen noch schneller dem Abgrund näher zu kommen. Die vielen Subventionen trugen auch einen nicht geringen Grund dazu bei. Grundnahrungsmittel wie Brot lohnte sich als Schweinefutter. Von den Mietpreisen konnte man nicht einmal annähernd renovieren. Musste nicht für die Sowjetunion zum Freundschaftspreis geliefert werden, wo man woanders mehr bekommen hätte,? Zum Anderen musste man Waren abnehmen, die man überhaupt nicht brauchte. Ich erinnere mich da an Zucker aus Kuba. Dabei hat die DDR ihrerseits Zucker exportiert. Sozialistische Bruderhilfe nannte sich das. Speziell im innerdeutschen Handel wurden Tricks angewandt um Auflagen zu umgehen, oder die Steuer auszutricksen. So wurde dem Zucker eine geringe Menge 5% Kakao zugesetzt, der natürlich vorher geliefert wurde. Nun nannte es sich Optilen Grundstoff. (für Schokoladenherstellung) Der Klassenfeind verdiente gut mit . Zu Dumping Preisen wurde in den Westen verkauft was zu verkaufen ging, in der DDR fehlte es dafür. Man brauchte dringend die Devisen. Natürlich wurde andererseits der DDR von der BRD und USA geschadet. Es ging um verfeindete Systeme. Allein diese Grenze mit ihrer ständigen Erweiterung der Sicherung und Instandhaltung verschlang immense Summen. Das Geld dafür war doch nicht einmal übrig. Dabei war die Grenze strategisch bedeutungslos. Sie diente nur dem Zweck die Bürger daran zu hindern das Land zu verlassen.China hat für mich kaum noch etwas mit Sozialismus zu tun. Das ist eine Knallharte Wirtschaftsmacht. nach kapitalistischem Vorbild. Der Mensch zählt da inzwischen nichts mehr. Sehe Wanderarbeiter im Existenzminimum etc. . Mit der Ausbildung und Studium in der DDR kann ich fast Deinen Standpunkt verstehen. Doch muss die freie Bestimmung eines Menschen wo er Leben möchte Vorrang haben. Wenn ich nicht genügend Perspektiven biete, so trage ich doch eine Mitschuld wenn mich jemand verlassen möchte. Mal davon abgesehen, so einfach war es in der BRD auch nicht reich zu werden. Es sind auch ehemalige DDR Bürger im Westen gescheitert,
Der Staat nahm sie nicht mehr an die Hand und die Ellbogen einsetzten war ihnen fremd. Ich denke sogar es wäre vorteilhafter gewesen man hätte allen gestattet unbürokratisch zurück zu kommen. Ihr Beispiel hätte machen Umdenken lassen. Flexibel war sowieso in der DDR ein Fremdwort. Das betraf auch die Volkswirtschaft. Dazu noch wegen Mangelware aus den Betrieben heraus schleppen was ging. da man den Begriff Volkseigentum missverstanden hat. Wenn ich alles zusammenzähle dazu noch das kostenlose Gesundheitswesen wie konnte die DDR überhaupt bis 89 bestand haben.. Man hätte mit denen anderer Meinung konstruktiv zusammen arbeiten müssen, und nicht gleich verfolgen. Ob man mir es glaubt oder nicht, mir tun die Menschen leid die an den Sozialismus in der DDR geglaubt haben, und erkennen mussten das ihr Traum verspielt wurde. Doch erkennen hätten alle müssen .wenn nicht genügend in den Topf kommt kann auch nicht genügend gefüttert werden. Zum Schluss ist mehr Wasser drin, dessen Dampf den Deckel explosionsartig wegschleudert. Es war abzusehen das das Experiment DDR so scheitern musste. Nur die blinde Altherren Riege in Wandlitz wollte es nicht wahr haben. Man baute noch für sie potemkinsche Dörfer. Und bestellte Jubler vermittelten falschen Glanz. Und ja es ist nicht alles Gold was glänzt in unserer Bundesrepublik, aber immer noch besser wie in der DDR. (betrifft mich) Schreibe ich das Allgemein kommt eventuell von der Potsdamerin und Co Protest.






China ist Staatskapitalismus, das letzte Schlupfloch der sozialistischen Idee, weil diejenigen die hier lenken tatsächlich auch die Macht haben, jederzeit ihre Börsen zu schließen und im Falle des Scheiterns den internationalen Investoren die lange Nase zu zeigen, so wie es indische Firmen teilweise mit europäischen Partnern bei anfangs als Gemeinschaftsprojekt angelegten Aktivitäten schon gemacht haben.
Das würde auch im Großen klappen und wenn der Riesencrash eines Tages da ist, so werden die Chinesen von vielen Schwachen noch die Stärksten sein, weil es klare Machtstrukturen gibt.
Oder noch deutlicher: Das Geld um ein besseres Wirtschaftskonzept neu aufzulegen, ist in weitgehend in einer Hand.
Sollte es die bedingungslose Kapitulation der Weltbörsen mit einem dauerhaft geviertelten oder gezehntelten MSCI- Weltindex tatsächlich geben und die ganze Konstruktion dieser Phantomwirtschaft mit ihren zweifelhaften Buchwerte- Ansätzen makroökonomischer Daten und Vorgänge zusammenkrachen, so haben die immer noch ihre billigen Wanderarbeiter, ihre unabhängige Währung und die (militärische) Macht ohne Bündnisverpflichtungen in einer Hand, möglicherweise stehen die sogar mit ihrem Rohstoffvorkommen eine jahrzehntelange Eiszeit der Autarkie durch.
Zweistellige Wachstumsquoten sind dann übrigens nebensächlich, weil man keine profitgierigen Investoren mehr am Arsch lecken muß, im Prinzip macht man sich diese Mächte nur zum Freund, weil man sie wegen der globalen Menschheitspsyche (der Bequemlichkeit, der parastär angelegten Wohlstandsschöpfung, des Lebens für den Moment...) eben nicht vernichten kann.
Die Pleitegeier kreisen sehr wohl über unserem Erdball, wenn sie denn eines Tages herunterstürzen, dann sicher nicht zuerst in China.
Dieses Modell hätte die DDR im Kleinen auch geschafft, für diese These könnt ihr mich vom Hof jagen, dabei bleibe ich. Die gelebte Weisheit der Chinesen war aber nur mit Disziplin und konsequenter Führungsstärke zu haben.
Alles entscheidend bei dieser Diskussion ist aber am Ende die Frage- Was hat der in seiner Lebenszeit eingegrenzte Mensch im Einzelfall davon, welchen Wert hat ein Leben, wenn man diese Zeit mit der Vorbereitung auf den Super- GaU verbringt und kann man eine Regierung als verantwortungsbewußt bezeichnen, die das auf der Rechnung hat ?
Die westliche Welt hat solche Szenarien ganz sicher auch kalkuliert, davon gehe ich mal aus aber deren letztes Boot wird kleiner sein...



1941ziger und DoreHolm haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#1844

RE: Gut oder schlecht / wer wünscht "Sie" sich zurück ?

in Das Ende der DDR 20.11.2015 10:55
von Klauspeter | 986 Beiträge

Zitat von GKUS64 im Beitrag #1841
Die Beiträge von @turtle und @Klauspeter sind wirklich wohltuend zu lesen! Ohne provokanten Stil, sachlich und unaufgeregt. So müsste es hier immer zugehen! Vielleicht liegt es auch daran, dass es zwei Sachsen im reiferen Alter sind (oh jetzt bin ich selbst in den provokanten Stil verfallen!).

Danke, Bernd.

Er stimmt eben, der alte Spruch:
"Die Sachsen, die sind helle,
das weiß die ganze Welt;
und wenn sie mal nicht helle sind,
dann ham sie sich verstellt."

Und damit jetzt nicht gleich der Hinweis kommt "Passt nicht zum Thema!" möchte ich noch anmerken, dass zu DDR-Zeiten in Berlin, der Hauptstadt der DDR, der sächsiche Dialekt der (be)herrschende Dialekt war.
Klaus


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#1845

RE: Gut oder schlecht / wer wünscht "Sie" sich zurück ?

in Das Ende der DDR 20.11.2015 11:05
von turtle | 6.961 Beiträge

Hallo Hackel 39 siehst Du im Staatskapitalismus das Modell der Zukunft? Es ist zumindest eine Überlegung wert darüber Nachzudenken.


IM Kressin hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 20.11.2015 11:05 | nach oben springen

#1846

RE: Gut oder schlecht / wer wünscht "Sie" sich zurück ?

in Das Ende der DDR 20.11.2015 11:08
von 1941ziger | 985 Beiträge

Zitat von Klauspeter im Beitrag #1844


Und damit jetzt nicht gleich der Hinweis kommt "Passt nicht zum Thema!" möchte ich noch anmerken, dass zu DDR-Zeiten in Berlin, der Hauptstadt der DDR, der sächsiche Dialekt der (be)herrschende Dialekt war.
Klaus

Was wohl auch daran lag das der größte Teil der Bauarbeiter aus Sachsen kamen und wir dort die Dinge kaufen konnten die es in
Sachsen nicht zu kaufen gab.


Die veröffentlichte Meinung ist nicht die Öffentliche.
Klauspeter und IM Kressin haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#1847

RE: Gut oder schlecht / wer wünscht "Sie" sich zurück ?

in Das Ende der DDR 20.11.2015 11:18
von turtle | 6.961 Beiträge

Zitat von GKUS64 im Beitrag #1841
Die Beiträge von @turtle und @Klauspeter sind wirklich wohltuend zu lesen! Ohne provokanten Stil, sachlich und unaufgeregt. So müsste es hier immer zugehen! Vielleicht liegt es auch daran, dass es zwei Sachsen im reiferen Alter sind (oh jetzt bin ich selbst in den provokanten Stil verfallen!).


Mit fast 70 sieht man alles lockerer. Die DDR war ein Teil in meinem Leben ,und hat mich mit geformt. Sie vermittelte mir durchaus auch Positives.
Das es sie nicht mehr gibt ist für mich gut. Doch ich kann durchaus die verstehen die es anders sehen. Schadenfreude oder Häme empfand ich höchstens kurzfristig als klar war, das war es. Menschen deren Ideale und Träume da vom Sozialismus überzeugt zerplatzten ,haben genug bezahlt. Nur die geschehenes Unrecht abstreiten und alles wie es war in Ordnung fanden müssen eine andere DDR meinen.


Klauspeter, GKUS64, bürger der ddr, Signalobermaat und IM Kressin haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#1848

RE: Gut oder schlecht / wer wünscht "Sie" sich zurück ?

in Das Ende der DDR 20.11.2015 11:19
von Moskwitschka | 2.526 Beiträge

Nicht nur @1941ziger

Mir ist unlängst bei einer Recherche folgender Spiegel - Artikel aus dem Jahr 1962 untergekommen:

Eine Westberliner Kampfgruppe ist angetreten, einen ganzen deutschen Volksstamm vor dem Rufmord zu retten: jenen mitteldeutschen Menschenschlag, der "goofen" statt kaufen, "Gobb" statt Kopf sagt und nach gängiger Meinung 90 Prozent aller Partei- und Staatsfunktionäre der DDR stellt.

Zum Fürsprecher der wegen ihrer konsonantenschwachen Mundart geschmähten Sachsen warf sich der antikommunistische Untersuchungsausschuß Freiheitlicher Juristen (UFJ) in Berlin -Zehlendorf auf.

Schrieb UFJ-Mitarbeiter Fritz Korn in den vom Untersuchungsausschuß herausgegebenen "Deutsche Fragen": Wenn die These vom sächsischen Ursprung der meisten SED-Funktionäre nicht widerlegt werde, "könnte dies zu einer Verfemung und Verketzerung des obersächsischen Stammes unseres deutschen Volkes führen".

Tatsächlich ist die Diskreditierung alles Sächsischen in Westdeutschland und besonders in Westberlin bereits so weit fortgeschritten, daß Korns vorbeugender Feldzug wider den "unheilvollen Sachsenhaß" und die "untergründige Saxophobie" beinahe verspätet erscheint: In Berlin werden die Sachsen schon lange als fünfte Besatzungsmacht bezeichnet. Sächsische Mundart und kommunistische Gesinnung drohen für den westdeutschen Bürger identisch zu werden.


http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-45141271.html

Meine Eltern sind selbst 1962 von Leipzig nach Berlin gezogen. Der Wohnkomplex aus 3 Altneubauten, wo sie seit 1962 lebten wird heute noch "Sachsenburg" genannt. Vor 50 Jahren war bei den alteingesessen Nachbarn viel Spott dabei.

LG von der Moskwitschka


Fatal ist mir das Lumpenpack,
das, um die Herzen zu rühren,
den Patriotismus trägt zur Schau,
mit allen seinen Geschwüren.

Heinrich Heine

DoreHolm hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 20.11.2015 11:23 | nach oben springen

#1849

RE: Gut oder schlecht / wer wünscht "Sie" sich zurück ?

in Das Ende der DDR 20.11.2015 11:28
von Hackel39 | 3.123 Beiträge

Zitat von turtle im Beitrag #1845
Hallo Hackel 39 siehst Du im Staatskapitalismus das Modell der Zukunft? Es ist zumindest eine Überlegung wert darüber Nachzudenken.



Nun Peter, es ist genauso sinnvoll wie über eine Versicherung nachzudenken.
Das Modell des Kapitalismus ist für die ein Hintergrundprogramm, ich schätze den chinesischen Alltag aus 10.000 km Entfernung mal so ein, daß sich für eine dreiviertel Milliarde Chinesen nur wenig geändert hat seit dem Aufstieg des Drachens.
Dieses Hintergrundprogramm bestimmte Segmente der DDR- Wirtschaft zwecks Kapitalbeschaffung genauso zu strukturieren und ansonsten am bewährten Modell in modifizierter Form festzuhalten hätte den Pleitegeier über der DDR wegdrehen lassen, aber wie gesagt ohne Disziplin und führungsstarke Regierung war es nicht zu schaffen.
Diese Ideen haben wir anderswo schon ausführlich diskutiert, das Trägheitsgesetz wird deren Umsetzung auch weiterhin zuverlässig verhindern.



turtle, DoreHolm und IM Kressin haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#1850

RE: Gut oder schlecht / wer wünscht "Sie" sich zurück ?

in Das Ende der DDR 20.11.2015 11:39
von DoreHolm | 7.677 Beiträge

Zitat von Hackel39 im Beitrag #1843
Zitat von turtle im Beitrag #1839
Hallo Signalobermaat,
Habe mit Aufmerksamkeit #1829 gelesen. Ist sachlich geschrieben. So können vernünftige Diskussionen entstehen. Auch wenn wir nicht immer einer Meinung sein werden. Du schreibst :

In einer solchen Situation wirken sich dann natürlich zentrale Fehler in der Planung und Lenkung der VW katastrophal aus, indem immer mehr aus pol. Gründen soziale Zugeständnisse gemacht wurden, die wir uns nicht leisten konnten, daß mit den Ressourcen umgegangen wurde als wären sie unerschöpflich.

Stimmt das musste zwangsläufig dazu beitragen noch schneller dem Abgrund näher zu kommen. Die vielen Subventionen trugen auch einen nicht geringen Grund dazu bei. Grundnahrungsmittel wie Brot lohnte sich als Schweinefutter. Von den Mietpreisen konnte man nicht einmal annähernd renovieren. Musste nicht für die Sowjetunion zum Freundschaftspreis geliefert werden, wo man woanders mehr bekommen hätte,? Zum Anderen musste man Waren abnehmen, die man überhaupt nicht brauchte. Ich erinnere mich da an Zucker aus Kuba. Dabei hat die DDR ihrerseits Zucker exportiert. Sozialistische Bruderhilfe nannte sich das. Speziell im innerdeutschen Handel wurden Tricks angewandt um Auflagen zu umgehen, oder die Steuer auszutricksen. So wurde dem Zucker eine geringe Menge 5% Kakao zugesetzt, der natürlich vorher geliefert wurde. Nun nannte es sich Optilen Grundstoff. (für Schokoladenherstellung) Der Klassenfeind verdiente gut mit . Zu Dumping Preisen wurde in den Westen verkauft was zu verkaufen ging, in der DDR fehlte es dafür. Man brauchte dringend die Devisen. Natürlich wurde andererseits der DDR von der BRD und USA geschadet. Es ging um verfeindete Systeme. Allein diese Grenze mit ihrer ständigen Erweiterung der Sicherung und Instandhaltung verschlang immense Summen. Das Geld dafür war doch nicht einmal übrig. Dabei war die Grenze strategisch bedeutungslos. Sie diente nur dem Zweck die Bürger daran zu hindern das Land zu verlassen.China hat für mich kaum noch etwas mit Sozialismus zu tun. Das ist eine Knallharte Wirtschaftsmacht. nach kapitalistischem Vorbild. Der Mensch zählt da inzwischen nichts mehr. Sehe Wanderarbeiter im Existenzminimum etc. . Mit der Ausbildung und Studium in der DDR kann ich fast Deinen Standpunkt verstehen. Doch muss die freie Bestimmung eines Menschen wo er Leben möchte Vorrang haben. Wenn ich nicht genügend Perspektiven biete, so trage ich doch eine Mitschuld wenn mich jemand verlassen möchte. Mal davon abgesehen, so einfach war es in der BRD auch nicht reich zu werden. Es sind auch ehemalige DDR Bürger im Westen gescheitert,
Der Staat nahm sie nicht mehr an die Hand und die Ellbogen einsetzten war ihnen fremd. Ich denke sogar es wäre vorteilhafter gewesen man hätte allen gestattet unbürokratisch zurück zu kommen. Ihr Beispiel hätte machen Umdenken lassen. Flexibel war sowieso in der DDR ein Fremdwort. Das betraf auch die Volkswirtschaft. Dazu noch wegen Mangelware aus den Betrieben heraus schleppen was ging. da man den Begriff Volkseigentum missverstanden hat. Wenn ich alles zusammenzähle dazu noch das kostenlose Gesundheitswesen wie konnte die DDR überhaupt bis 89 bestand haben.. Man hätte mit denen anderer Meinung konstruktiv zusammen arbeiten müssen, und nicht gleich verfolgen. Ob man mir es glaubt oder nicht, mir tun die Menschen leid die an den Sozialismus in der DDR geglaubt haben, und erkennen mussten das ihr Traum verspielt wurde. Doch erkennen hätten alle müssen .wenn nicht genügend in den Topf kommt kann auch nicht genügend gefüttert werden. Zum Schluss ist mehr Wasser drin, dessen Dampf den Deckel explosionsartig wegschleudert. Es war abzusehen das das Experiment DDR so scheitern musste. Nur die blinde Altherren Riege in Wandlitz wollte es nicht wahr haben. Man baute noch für sie potemkinsche Dörfer. Und bestellte Jubler vermittelten falschen Glanz. Und ja es ist nicht alles Gold was glänzt in unserer Bundesrepublik, aber immer noch besser wie in der DDR. (betrifft mich) Schreibe ich das Allgemein kommt eventuell von der Potsdamerin und Co Protest.






China ist Staatskapitalismus, das letzte Schlupfloch der sozialistischen Idee, weil diejenigen die hier lenken tatsächlich auch die Macht haben, jederzeit ihre Börsen zu schließen und im Falle des Scheiterns den internationalen Investoren die lange Nase zu zeigen, so wie es indische Firmen teilweise mit europäischen Partnern bei anfangs als Gemeinschaftsprojekt angelegten Aktivitäten schon gemacht haben.
Das würde auch im Großen klappen und wenn der Riesencrash eines Tages da ist, so werden die Chinesen von vielen Schwachen noch die Stärksten sein, weil es klare Machtstrukturen gibt.
Oder noch deutlicher: Das Geld um ein besseres Wirtschaftskonzept neu aufzulegen, ist in weitgehend in einer Hand.
Sollte es die bedingungslose Kapitulation der Weltbörsen mit einem dauerhaft geviertelten oder gezehntelten MSCI- Weltindex tatsächlich geben und die ganze Konstruktion dieser Phantomwirtschaft mit ihren zweifelhaften Buchwerte- Ansätzen makroökonomischer Daten und Vorgänge zusammenkrachen, so haben die immer noch ihre billigen Wanderarbeiter, ihre unabhängige Währung und die (militärische) Macht ohne Bündnisverpflichtungen in einer Hand, möglicherweise stehen die sogar mit ihrem Rohstoffvorkommen eine jahrzehntelange Eiszeit der Autarkie durch.
Zweistellige Wachstumsquoten sind dann übrigens nebensächlich, weil man keine profitgierigen Investoren mehr am Arsch lecken muß, im Prinzip macht man sich diese Mächte nur zum Freund, weil man sie wegen der globalen Menschheitspsyche (der Bequemlichkeit, der parastär angelegten Wohlstandsschöpfung, des Lebens für den Moment...) eben nicht vernichten kann.
Die Pleitegeier kreisen sehr wohl über unserem Erdball, wenn sie denn eines Tages herunterstürzen, dann sicher nicht zuerst in China.
Dieses Modell hätte die DDR im Kleinen auch geschafft, für diese These könnt ihr mich vom Hof jagen, dabei bleibe ich. Die gelebte Weisheit der Chinesen war aber nur mit Disziplin und konsequenter Führungsstärke zu haben.
Alles entscheidend bei dieser Diskussion ist aber am Ende die Frage- Was hat der in seiner Lebenszeit eingegrenzte Mensch im Einzelfall davon, welchen Wert hat ein Leben, wenn man diese Zeit mit der Vorbereitung auf den Super- GaU verbringt und kann man eine Regierung als verantwortungsbewußt bezeichnen, die das auf der Rechnung hat ?
Die westliche Welt hat solche Szenarien ganz sicher auch kalkuliert, davon gehe ich mal aus aber deren letztes Boot wird kleiner sein...




Grün: China könnte autark existieren. Eben aus den genannten Gründen. Deshalb ist China auch ein Dorn im Auge der USA. nachdem die fast alle Länder mehr oder weniger in die Abhängigkeit gestürtzt haben, versuchen sie es jetzt bei Russland und wenn das vollbracht ist, käme China an die Reihe mit Wühltätigkeit, wie sie damals schon vergeblich versucht wurde und am Platz des Himmlischen Friedens endete.
Was die DDR betrifft, wäre sie NIE auch nur annähernd allein in der Lage gewesen, wohl aber im Verbund des RGW. Da war alles Wesentliche vorhanden, wenn es denn unegoistisch genutzt worden wäre. Technische Lösungen und Arbeitsorganisation wie in der DDR, Rohstoffressourcen wie in der UdSSR. Was nicht heißen soll, daß die SU u.a. RGW-Staaten keine Spitzentechnologien zu bieten hätten und die DDR keine Rohstoffe. Aber auch da herrschten, wie heute auch in der EU, nationale Eifersüchteleien und übertriebener Nationalstolz, der eine solche Zusammenarbeit verhindert hatte.



Hackel39 hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#1851

RE: Gut oder schlecht / wer wünscht "Sie" sich zurück ?

in Das Ende der DDR 20.11.2015 11:47
von Gert | 12.354 Beiträge

Zitat von Klauspeter im Beitrag #1844
Zitat von GKUS64 im Beitrag #1841
Die Beiträge von @turtle und @Klauspeter sind wirklich wohltuend zu lesen! Ohne provokanten Stil, sachlich und unaufgeregt. So müsste es hier immer zugehen! Vielleicht liegt es auch daran, dass es zwei Sachsen im reiferen Alter sind (oh jetzt bin ich selbst in den provokanten Stil verfallen!).

Danke, Bernd.

Er stimmt eben, der alte Spruch:
"Die Sachsen, die sind helle,
das weiß die ganze Welt;
und wenn sie mal nicht helle sind,
dann ham sie sich verstellt."

Und damit jetzt nicht gleich der Hinweis kommt "Passt nicht zum Thema!" möchte ich noch anmerken, dass zu DDR-Zeiten in Berlin, der Hauptstadt der DDR, der sächsiche Dialekt der (be)herrschende Dialekt war.
Klaus


heute sollen die Schwaben die Sachsen abgelöst haben


.
All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
John F.Kennedy 1963 in Berlin
Geld ist geprägte Freiheit!
Dostojewski 1866
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
Mahatma Gandhi
Klauspeter und IM Kressin haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#1852

RE: Gut oder schlecht / wer wünscht "Sie" sich zurück ?

in Das Ende der DDR 20.11.2015 11:50
von Gert | 12.354 Beiträge

Zitat von Moskwitschka im Beitrag #1848
Nicht nur @1941ziger

Mir ist unlängst bei einer Recherche folgender Spiegel - Artikel aus dem Jahr 1962 untergekommen:

Eine Westberliner Kampfgruppe ist angetreten, einen ganzen deutschen Volksstamm vor dem Rufmord zu retten: jenen mitteldeutschen Menschenschlag, der "goofen" statt kaufen, "Gobb" statt Kopf sagt und nach gängiger Meinung 90 Prozent aller Partei- und Staatsfunktionäre der DDR stellt.

Zum Fürsprecher der wegen ihrer konsonantenschwachen Mundart geschmähten Sachsen warf sich der antikommunistische Untersuchungsausschuß Freiheitlicher Juristen (UFJ) in Berlin -Zehlendorf auf.

Schrieb UFJ-Mitarbeiter Fritz Korn in den vom Untersuchungsausschuß herausgegebenen "Deutsche Fragen": Wenn die These vom sächsischen Ursprung der meisten SED-Funktionäre nicht widerlegt werde, "könnte dies zu einer Verfemung und Verketzerung des obersächsischen Stammes unseres deutschen Volkes führen".

Tatsächlich ist die Diskreditierung alles Sächsischen in Westdeutschland und besonders in Westberlin bereits so weit fortgeschritten, daß Korns vorbeugender Feldzug wider den "unheilvollen Sachsenhaß" und die "untergründige Saxophobie" beinahe verspätet erscheint: In Berlin werden die Sachsen schon lange als fünfte Besatzungsmacht bezeichnet. Sächsische Mundart und kommunistische Gesinnung drohen für den westdeutschen Bürger identisch zu werden.


http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-45141271.html

Meine Eltern sind selbst 1962 von Leipzig nach Berlin gezogen. Der Wohnkomplex aus 3 Altneubauten, wo sie seit 1962 lebten wird heute noch "Sachsenburg" genannt. Vor 50 Jahren war bei den alteingesessen Nachbarn viel Spott dabei.

LG von der Moskwitschka


als ich bei der NVA war im Jahr 1963 hatte ich einen guten Freund. Er kam aus Falkensee bei Berlin. Und er bezeichnete die Sachsen auch als 5.Besatzungsmacht.


.
All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
John F.Kennedy 1963 in Berlin
Geld ist geprägte Freiheit!
Dostojewski 1866
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
Mahatma Gandhi
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#1853

RE: Gut oder schlecht / wer wünscht "Sie" sich zurück ?

in Das Ende der DDR 20.11.2015 11:57
von DoreHolm | 7.677 Beiträge

Zitat von Moskwitschka im Beitrag #1848
Nicht nur @1941ziger

Mir ist unlängst bei einer Recherche folgender Spiegel - Artikel aus dem Jahr 1962 untergekommen:

Eine Westberliner Kampfgruppe ist angetreten, einen ganzen deutschen Volksstamm vor dem Rufmord zu retten: jenen mitteldeutschen Menschenschlag, der "goofen" statt kaufen, "Gobb" statt Kopf sagt und nach gängiger Meinung 90 Prozent aller Partei- und Staatsfunktionäre der DDR stellt.

Zum Fürsprecher der wegen ihrer konsonantenschwachen Mundart geschmähten Sachsen warf sich der antikommunistische Untersuchungsausschuß Freiheitlicher Juristen (UFJ) in Berlin -Zehlendorf auf.

Schrieb UFJ-Mitarbeiter Fritz Korn in den vom Untersuchungsausschuß herausgegebenen "Deutsche Fragen": Wenn die These vom sächsischen Ursprung der meisten SED-Funktionäre nicht widerlegt werde, "könnte dies zu einer Verfemung und Verketzerung des obersächsischen Stammes unseres deutschen Volkes führen".

Tatsächlich ist die Diskreditierung alles Sächsischen in Westdeutschland und besonders in Westberlin bereits so weit fortgeschritten, daß Korns vorbeugender Feldzug wider den "unheilvollen Sachsenhaß" und die "untergründige Saxophobie" beinahe verspätet erscheint: In Berlin werden die Sachsen schon lange als fünfte Besatzungsmacht bezeichnet. Sächsische Mundart und kommunistische Gesinnung drohen für den westdeutschen Bürger identisch zu werden.


http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-45141271.html

Meine Eltern sind selbst 1962 von Leipzig nach Berlin gezogen. Der Wohnkomplex aus 3 Altneubauten, wo sie seit 1962 lebten wird heute noch "Sachsenburg" genannt. Vor 50 Jahren war bei den alteingesessen Nachbarn viel Spott dabei.

LG von der Moskwitschka



Dazu muß ich noch erwähnen, so meine Erfahrungen durch langjährigen privaten (Hobby, Minerale) und dienstlichen Kontakt (in Sachsen die Mehrheit meiner ostdeutschen Kunden) so sind, daß es selbst in Sachsen kein einheitliches Sächsisch gibt. In der Phonetik gibt es deutliche Unetrschiede zwischen denen aus der Leipziger Gegend (m.E. das "typische" Sächsisch), denen aus Dresden ("gibbe mal dein Debbel her" und denen aus dem oberen Erzgebirge ( s´Rachermannl nabelt, oh Arzgebirg, wie biste schie"). Daneben noch die völlig vom Sächsisch abweichenden Dialekte der Oberlausitz mit ihrem rollenden R.



Moskwitschka, der 39., Klauspeter und IM Kressin haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#1854

RE: Gut oder schlecht / wer wünscht "Sie" sich zurück ?

in Das Ende der DDR 20.11.2015 12:03
von Hackel39 | 3.123 Beiträge

Zitat von DoreHolm im Beitrag #1850
Zitat von Hackel39 im Beitrag #1843
[quote=turtle|p504501]
Oder noch deutlicher: Das Geld um ein besseres Wirtschaftskonzept neu aufzulegen, ist in weitgehend in einer Hand.
Sollte es die bedingungslose Kapitulation der Weltbörsen mit einem dauerhaft geviertelten oder gezehntelten MSCI- Weltindex tatsächlich geben und die ganze Konstruktion dieser Phantomwirtschaft mit ihren zweifelhaften Buchwerte- Ansätzen makroökonomischer Daten und Vorgänge zusammenkrachen, so haben die immer noch ihre billigen Wanderarbeiter, ihre unabhängige Währung und die (militärische) Macht ohne Bündnisverpflichtungen in einer Hand, möglicherweise stehen die sogar mit ihrem Rohstoffvorkommen eine jahrzehntelange Eiszeit der Autarkie durch.
Zweistellige Wachstumsquoten sind dann übrigens nebensächlich, weil man keine profitgierigen Investoren mehr am Arsch lecken muß, im Prinzip macht man sich diese Mächte nur zum Freund, weil man sie wegen der globalen Menschheitspsyche (der Bequemlichkeit, der parastär angelegten Wohlstandsschöpfung, des Lebens für den Moment...) eben nicht vernichten kann.
Die Pleitegeier kreisen sehr wohl über unserem Erdball, wenn sie denn eines Tages herunterstürzen, dann sicher nicht zuerst in China.
Dieses Modell hätte die DDR im Kleinen auch geschafft, für diese These könnt ihr mich vom Hof jagen, dabei bleibe ich. Die gelebte Weisheit der Chinesen war aber nur mit Disziplin und konsequenter Führungsstärke zu haben.
Alles entscheidend bei dieser Diskussion ist aber am Ende die Frage- Was hat der in seiner Lebenszeit eingegrenzte Mensch im Einzelfall davon, welchen Wert hat ein Leben, wenn man diese Zeit mit der Vorbereitung auf den Super- GaU verbringt und kann man eine Regierung als verantwortungsbewußt bezeichnen, die das auf der Rechnung hat ?
Die westliche Welt hat solche Szenarien ganz sicher auch kalkuliert, davon gehe ich mal aus aber deren letztes Boot wird kleiner sein...




Grün: China könnte autark existieren. Eben aus den genannten Gründen. Deshalb ist China auch ein Dorn im Auge der USA. nachdem die fast alle Länder mehr oder weniger in die Abhängigkeit gestürtzt haben, versuchen sie es jetzt bei Russland und wenn das vollbracht ist, käme China an die Reihe mit Wühltätigkeit, wie sie damals schon vergeblich versucht wurde und am Platz des Himmlischen Friedens endete.
Was die DDR betrifft, wäre sie NIE auch nur annähernd allein in der Lage gewesen, wohl aber im Verbund des RGW. Da war alles Wesentliche vorhanden, wenn es denn unegoistisch genutzt worden wäre. Technische Lösungen und Arbeitsorganisation wie in der DDR, Rohstoffressourcen wie in der UdSSR. Was nicht heißen soll, daß die SU u.a. RGW-Staaten keine Spitzentechnologien zu bieten hätten und die DDR keine Rohstoffe. Aber auch da herrschten, wie heute auch in der EU, nationale Eifersüchteleien und übertriebener Nationalstolz, der eine solche Zusammenarbeit verhindert hatte.



Die Wirtschaftsmacht Chinas hat mit Blick auf die USA tatsächlich aus meiner Sicht eine Relevanz für unsere Nation, denn das Amerika, das einst Double Fuck You Bush für Jahrzehnte nahezu unkorrigierbar verseucht hat, ist kein seriöser Partner bei der Lösung unserer nationalen Fragen mehr, Lichtgestalt Obama hin oder her.
So wie Obamas Vorgänger mit ihren Truppen durch Husseins Entmachtung erst den IS möglich gemacht (nachweislich sind die "freigesetzten" Militärführer dessen Regimes das Hirn und der Ursprung der IS- Logistik http://www.mdr.de/mediathek/fernsehen/se...s-2d7967f4.html ...Sendung artur vom 19.11.) und unserem Europa kräftig eingeschenkt hat so versuchen sie nun erneut über Freihandelsabkommen ihre Weltherrschaft mittelbar zu verteidigen, notfalls auf Kosten ihrer ehemaligen Verbündeten, die sie für mich persönlich nie waren.
Es werden Tage kommen, da werden wir uns die Sicherheit und ja, irgendwann auch undurchlässige Grenzen zurück wünschen.
Das was in Paris passiert ist, passiert dort, wo die Anarchie Alltag ist jeden Tag und dieser Staat kann nur noch mit Bruder Zufall unsere Sicherheit bewahren.
Mag für manche weit weg vom Thema klingen, es gibt aber eine Werteverschiebung, die das weltgeschichtliche Fossil unserer gescheiterten Republik wieder attraktiv machen wird, nicht heute, nicht morgen aber trotzdem in Sicht.



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#1855

RE: Gut oder schlecht / wer wünscht "Sie" sich zurück ?

in Das Ende der DDR 20.11.2015 12:05
von Moskwitschka | 2.526 Beiträge

Nicht zu vergessen das Gewandhaus - Sächsisch, wenn die Sachsen versuchen hochdeutsch zu sprechen @DoreHolm

Aber eins haben Sachsen und Berliner gemeinsam - Humor Nur das in der letzten Zeit kaum noch ein ordentlicher Witz die Welt erblickt.

Man waren das noch Zeiten, als aus der Modschekiepchen - Schwemme an der Ostsee weggeworfenen Parteiabzeichen wurden

LG von der Moskwitschka

Edit Ergänzung


Fatal ist mir das Lumpenpack,
das, um die Herzen zu rühren,
den Patriotismus trägt zur Schau,
mit allen seinen Geschwüren.

Heinrich Heine

zuletzt bearbeitet 20.11.2015 12:07 | nach oben springen

#1856

RE: Gut oder schlecht / wer wünscht "Sie" sich zurück ?

in Das Ende der DDR 20.11.2015 12:41
von Nostalgiker | 2.554 Beiträge

Zitat von DoreHolm im Beitrag #1850


Was die DDR betrifft, wäre sie NIE auch nur annähernd allein in der Lage gewesen, wohl aber im Verbund des RGW. Da war alles Wesentliche vorhanden, wenn es denn unegoistisch genutzt worden wäre. Technische Lösungen und Arbeitsorganisation wie in der DDR, Rohstoffressourcen wie in der UdSSR. Was nicht heißen soll, daß die SU u.a. RGW-Staaten keine Spitzentechnologien zu bieten hätten und die DDR keine Rohstoffe. Aber auch da herrschten, wie heute auch in der EU, nationale Eifersüchteleien und übertriebener Nationalstolz, der eine solche Zusammenarbeit verhindert hatte.



Genau diese Aussage halte ich für einen ziemlichen Irrtum.
Ohne großartig ins Detail zu gehen; keine nationale Wirtschaft kann ohne internationale Handelsbeziehungen existieren.
Der RGW wurde nicht nur als "wirtschaftlicher Gegenentwurf" zur damaligen EWG geschaffen, schlimmer; er war der sichtbare Ausdruck der damals sowjetisch dominierenden These von einen eigenständigen sozialistischen Welthandel welcher, wenn möglich, völlig autark gegenüber dem "kapitalistischen" Welthandel existieren sollte.
Leider war es aber so das in diesem "internationalen, sozialistischen Welthandel" alle involvierten Staaten wirtschaftlich ihr eigenes Süppchen kochten, hauptsächlich bedingt durch die vorhandenen riesigen Unterschiede auf dem technologischen und ökonomischen Stand der Wirtschaft der einzelnen Mitgliedsländer. Einzig die DDR und die CSSR befanden sich technologisch und ökonomisch auf einem ungefähren gleichen Niveau.
Die UdSSR betrachtete, zumindest bis zur zweiten Hälfte der 80er Jahre die anderen RGW Staaten und besonders die DDR als Länder welche ihre Produktion an den "Bedürfnissen" der Konsumenten (Industrie und Bevölkerung) im eigenen Land, also der SU, auszurichten hatten.
Dafür wurden sie hauptsächlich mit Rohstoffen bezahlt welche nun wieder zu sehr starren und demnach unrealistischen Preisen geliefert wurden was in den Abnehmerländern zu volkswirtschaftlichen Schäden führte. Erinnert sei hier nur an die drastische Kürzung der Erdöllieferungen und deren Auswirkung auf die DDR Wirtschaft.

Hochtechnologie in der SU gab es, wenn überhaupt, nur in einzelnen Bereichen des militärisch-industriellen Komplexes. Im Gegensatz zur Hochtechnologie in diesem Bereich in den entsprechenden US Waffenschmieden wurden die dort entwickelten Technologien, Materialen etc. nicht wie dort üblich nach einer gewissen Zeit der allgemeinen, auf privaten Konsum orientierten Industrie zur "Verfügung" gestellt sondern weiterhin unter "Verschluß" gehalten.

Die Wirtschaft der DDR "leistete" sich aus diesem und noch vielen anderen Gründen den Luxus fast 65% der im internationalen Handel zirkulierenden Halb- und Endprodukte selber zu Entwickeln und Herzustellen.
Solche Zersplitterung der nicht unbegrenzt vorhandenen Ressourcen, die daraus folgende Fertigung von Kleinserien hauptsächlich für den eigenen, nationalen Bedarf war unter anderem, neben der unbestreitbar falschen Wirtschaftspolitik welche politischen Entscheidungen vor wirtschaftlichen Entscheidungen die absolute Priorität einräumte, mit ein Faktor das der Wirtschaft der DDR langsam aber sicher der Atem ausging und viel schlimmer, der Anschluß an das internationalen Niveau zum Beispiel in der verarbeitenden Industrie wurde immer größer und die Produkte aus diesem Bereich auf dem Weltmarkt nicht mehr konkurrenzfähig.

Die DDR war wirtschaftlich gesehen fast auf dem Niveau der Manufakturen zu Beginn der industriellen Revolution, alles Klein, Klein und fast alles selber machen.
Ich vermute mal wenn es für die DDR zwingend notwendig geworden wäre, von den dafür notwendigen Kapazitäten mal abgesehen, hätte sie auch noch eigene Atomkraftwerke entwickelt und gebaut, nur um ihr Energieproblem in den Griff zu bekommen.


Gruß
Nostalgiker


Aber auf einmal bricht ab der Gesang,
einer zeigt aus dem Fenster, da spazieren sie lang,
die neuen Menschen, der neue Mensch,
der sieht aus, wie er war
außen und unter`m Haar
wie er war ...

_______________
aus; "Nach der Schlacht" - Renft - 1974
Text: Kurt Demmler

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#1857

RE: Gut oder schlecht / wer wünscht "Sie" sich zurück ?

in Das Ende der DDR 20.11.2015 12:44
von Nostalgiker | 2.554 Beiträge

gelöscht! da doppelt


Aber auf einmal bricht ab der Gesang,
einer zeigt aus dem Fenster, da spazieren sie lang,
die neuen Menschen, der neue Mensch,
der sieht aus, wie er war
außen und unter`m Haar
wie er war ...

_______________
aus; "Nach der Schlacht" - Renft - 1974
Text: Kurt Demmler

zuletzt bearbeitet 20.11.2015 12:45 | nach oben springen

#1858

RE: Gut oder schlecht / wer wünscht "Sie" sich zurück ?

in Das Ende der DDR 20.11.2015 13:10
von Udo | 1.258 Beiträge

@Nosti
Wurde doch. Nähe Stendal sollte 1990 ein Atomkraftwerk in Betrieb gehen.
Jetzt reißen sie es übrigens schon einige Jahre ab und ein Ende dieses Abrisses ist nicht in Sicht.


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#1859

RE: Gut oder schlecht / wer wünscht "Sie" sich zurück ?

in Das Ende der DDR 20.11.2015 13:23
von Moskwitschka | 2.526 Beiträge

Da hatte Lubmin eine wechselvollere Geschichte, die mit einem Abkommen mit der Sowjetunion im Juli 1965 begann und nicht frei von Problemen war.

Hier mal en kleiner Überblick über ein Kernkraftwerk, dessen Bau einmal ein FDJ - Jugenobjekt war https://de.wikipedia.org/wiki/Kernkraftwerk_Greifswald

LG von der Moskwitschka

PS Obwohl das Kombinat Kraftwerksanlagenbau schon ein imposanter Betrieb war in dem auch Anpassungen für KKW - Anlagenteile vorgenommen wurden.


Fatal ist mir das Lumpenpack,
das, um die Herzen zu rühren,
den Patriotismus trägt zur Schau,
mit allen seinen Geschwüren.

Heinrich Heine

zuletzt bearbeitet 20.11.2015 13:31 | nach oben springen

#1860

RE: Gut oder schlecht / wer wünscht "Sie" sich zurück ?

in Das Ende der DDR 20.11.2015 13:49
von GKUS64 | 1.606 Beiträge

Damit die Beiträge nicht nur theoretische Abhandlungen enthalten, hier mal eine praktische Lehrunterweisung in DD-Sächsisch:



Auch die Thematik passt doch ganz gut zur Überschrift, oder?


Klauspeter hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 20.11.2015 13:56 | nach oben springen


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