#1821

RE: Gut oder schlecht / wer wünscht "Sie" sich zurück ?

in Das Ende der DDR 19.11.2015 17:36
von Hanum83 | 4.669 Beiträge

Zitat von Potsdamerin im Beitrag #1807
Zitat von Hanum83 im Beitrag #1763
Also, irgendwie hat das schon fast tragische Züge, um nun irgendwie auch noch das allerletzte super Gute aus der Verschwundenen rauszuquetschen, werden sogar Abiturienten so hingestellt als könnten die hierzulande nicht mal lesen und schreiben.
Mal ne Frage dazu, ihr habt nicht zufälligerweise Kinder die hier Abitur gemacht und eventuell auch noch ein Studium absolviert haben?
Ich hoffe mal die lesen nicht was ihr hier an Kommentaren zum Bildungsniveau in diesem Land ablasst.



Doch hab ich. Aber ich habe meinen Sohn nicht auf so ein "Bauerngymnasium" geschickt, sondern auf eine Eliteschule.Billig war das auch nicht. Hat sich aber gelohnt. Denn es ist nicht nur das Niveau des Abiturs im Allgemeinen gesunken. Es gibt zwischen den einzelnen Gymnasien nebst Gesamtschulen qalitativ große Unterschiede.. Das wird bei den Aufnahmebedingungen schon deutlich. Wenn nämlich ein Gymnasium nur bis Notendurchschnitt 1,2 aufnimmt und auf anderen Gymnasien kommt man noch mit Notendurchschnitt 3,4 rauf. Deshalb ist Abitur auch nicht gleich Abitur.



Mein Sohn war auf so einem, wie nennst du es, Bauerngymnasium, hat ihm auch nicht geschadet dem Herrn Doktor und er muss jetzt nicht mal Taxi fahren, hat mit Bauernschläue die sichere und gut dotierte Stellung ergattert.
Vielleicht doch auch manchmal von Vorteil solch ein bäuerliches Gymnasium


Ein Jahr lang 10 Kilometer der innerdeutschen Grenze 1983/84 mitbewacht.
(Zusatz-Info auf Wunsch eines einzelnen Users: War dabei auch Postenführer.)
Gert und IM Kressin haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#1822

RE: Gut oder schlecht / wer wünscht "Sie" sich zurück ?

in Das Ende der DDR 19.11.2015 17:39
von 1941ziger | 985 Beiträge

Zitat von Heckenhaus im Beitrag #1797

Ist das fürs Thema entscheidend ?
.

Ist es nicht!, Unterbrecher war nicht gut....also ein weiterer Grund das Trabbi-Land nicht zurück zu wünschen.
Ich habe jetzt mal versucht die Kurve zu kriegen......alles Quatsch, ist O.T.


Die veröffentlichte Meinung ist nicht die Öffentliche.
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#1823

RE: Gut oder schlecht / wer wünscht "Sie" sich zurück ?

in Das Ende der DDR 19.11.2015 17:55
von Gert | 12.354 Beiträge

Zitat von damals wars im Beitrag #1819
Ohne Straftat lebenslänglich:
http://www.spiegel.de/politik/deutschlan...-a-1063391.html
Darunter ist der heute nahezu erblindete Dietrich Wagner, der am "Schwarzen Donnerstag" nach heftigen Druckstößen aus einem Wasserwerfer gegen seinen Kopf aus den Augen blutete.

@damals wars
antwortest du hiermit auf meinem Post "Keines ..... ?
Wenn ja frage ich mich ob du überhaupt verstehend lesen kannst. Die Frage, auf die ich antwortete, war nach Schülern die vom Gymnasium entfernt wurden wegen Aktivitäten in kommunistischen Organisationen ! Da kommst du mit diesem Mann aus der Rentnerdemo Stuttgart 21


.
All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
John F.Kennedy 1963 in Berlin
Geld ist geprägte Freiheit!
Dostojewski 1866
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
Mahatma Gandhi
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#1824

RE: Gut oder schlecht / wer wünscht "Sie" sich zurück ?

in Das Ende der DDR 19.11.2015 18:26
von Heckenhaus | 5.112 Beiträge

Zitat von Gert im Beitrag #1823

Wenn ja frage ich mich ob du überhaupt verstehend lesen kannst. Die Frage, auf die ich antwortete, war nach Schülern die vom Gymnasium entfernt wurden wegen Aktivitäten in kommunistischen Organisationen ! Da kommst du mit diesem Mann aus der Rentnerdemo Stuttgart 21

Nur zur Klarstellung, das war keine "Rentnerdemo", wie du anscheinend allwissend formulierst.
Hast du jemals vor Ort gesehen, was dort passierte in dieser Zeit ?
Warst du ein einziges Mal Augenzeuge ? Ich schon.
Das geschah dort auf deiner "Rentnerdemo", in einem demokratischen Deutschland !




Ist zwar OT, aber diese abfällige Redeweise ist unterste Schublade.
.


.
.
„Toleranz ist die letzte Tugend einer untergehenden Gesellschaft.”
— Aristoteles -

"Man kann alle Leute einige Zeit zum Narren halten und einige Leute allezeit; aber alle Leute allezeit zum Narren halten kann man nicht."
— Abraham Lincoln –
.
damals wars, Signalobermaat und DoreHolm haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 19.11.2015 18:27 | nach oben springen

#1825

RE: Gut oder schlecht / wer wünscht "Sie" sich zurück ?

in Das Ende der DDR 19.11.2015 18:32
von bürger der ddr | 3.582 Beiträge

So ein Polizeiinsatz wär doch mal ne Nummer bei einer Revolte im Asylheim......



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#1826

RE: Gut oder schlecht / wer wünscht "Sie" sich zurück ?

in Das Ende der DDR 19.11.2015 18:37
von Gert | 12.354 Beiträge

Zitat von Heckenhaus im Beitrag #1824
Zitat von Gert im Beitrag #1823

Wenn ja frage ich mich ob du überhaupt verstehend lesen kannst. Die Frage, auf die ich antwortete, war nach Schülern die vom Gymnasium entfernt wurden wegen Aktivitäten in kommunistischen Organisationen ! Da kommst du mit diesem Mann aus der Rentnerdemo Stuttgart 21

Nur zur Klarstellung, das war keine "Rentnerdemo", wie du anscheinend allwissend formulierst.
Hast du jemals vor Ort gesehen, was dort passierte in dieser Zeit ?
Warst du ein einziges Mal Augenzeuge ? Ich schon.
Das geschah dort auf deiner "Rentnerdemo", in einem demokratischen Deutschland !




Ist zwar OT, aber diese abfällige Redeweise ist unterste Schublade.
.

Richtig OT und dich habe ich gar nicht angesprochen, wie man unschwer erkennen kann.


.
All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
John F.Kennedy 1963 in Berlin
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Mahatma Gandhi
zuletzt bearbeitet 19.11.2015 18:37 | nach oben springen

#1827

RE: Gut oder schlecht / wer wünscht "Sie" sich zurück ?

in Das Ende der DDR 19.11.2015 18:41
von Nostalgiker | 2.554 Beiträge

Auf die schnelle habe ich keine andere, ansatzweise befriedigende Definition zum Begriff "werktätige Intelligenz" gefunden als die nachfolgende aus dem Buch "Giftige Worte der SED-Diktatur: Sprache als Instrument von Machtausübung", von Ulrich Weissgerber:
"In den kommunistischen Ländern bedeutete der Begriff Intelligenz nicht nur eine besondere Begabung sondern auch die Bezeichnung für eine soziale Schicht. Weil die Intelligenz nach Auffassung der Vertreter des Marxismus-Leninismus keine selbstständige Rolle in dem jeweiligen System der Produktion spiele, wurde sie nicht als "soziale Klasse", sondern als "soziale Schicht" angesehen. Die Ideologie der KPdSU [der Begriff stammt wie so vieles aus der UdSSR] unterschied zwischen einer "alten Intelligenz", die der Bourgeoisie diente und einer neuen, mit der Arbeiterklasse verbundenen "sozialistischen" oder "werktätigen Intelligenz". Die SED übernahm diese Sichtweise Ende der 1940er."

Gruß
Nostalgiker

"Parteiarbeiter" war eine propagandistische Bezeichnung, leitete aber nicht wie irrtümlich Behauptet den Anspruch dieser "Parteiarbeiter" ab sich als Mitglieder der soziale Klasse der Arbeiter zu sehen.
Parteiarbeiter im Parteiapparat erhielten wie jeder andere Angestellte Gehalt und nicht wie Arbeiter Lohn.
Selbst E.H. erhielt Gehalt und keinen Lohn und war damit Angestellter. Wie es sich nannte, was er mal für einen Beruf erlernte, völlig irrelevant.


Aber auf einmal bricht ab der Gesang,
einer zeigt aus dem Fenster, da spazieren sie lang,
die neuen Menschen, der neue Mensch,
der sieht aus, wie er war
außen und unter`m Haar
wie er war ...

_______________
aus; "Nach der Schlacht" - Renft - 1974
Text: Kurt Demmler

Udo, Hanum83, Elch78 und IM Kressin haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#1828

RE: Gut oder schlecht / wer wünscht "Sie" sich zurück ?

in Das Ende der DDR 19.11.2015 19:03
von Moskwitschka | 2.526 Beiträge

Na das ist ja tröstlich @Nostalgiker

Wäre ja noch besser, wenn die "Parteiarbeiter" nach Leistungs/Stücklohn bezahlt worden wären und damit lohnsteuerlich besser gefahren wären

LG von der Moskwitschka

PS Jede Regel hatte aber bestimmt ne Ausnahme - ein Maurer, der ehrenamtlicher Parteisekretär war


Fatal ist mir das Lumpenpack,
das, um die Herzen zu rühren,
den Patriotismus trägt zur Schau,
mit allen seinen Geschwüren.

Heinrich Heine

zuletzt bearbeitet 19.11.2015 19:07 | nach oben springen

#1829

RE: Gut oder schlecht / wer wünscht "Sie" sich zurück ?

in Das Ende der DDR 19.11.2015 20:00
von Signalobermaat | 356 Beiträge

Gert zu deinem#1761,wenn du nicht mehr weiter weißt,kommst du mit deiner Ideologieschiene.
nun zu #1783
der Ministerrat der DDR war die Regierung analog zum Bundeskabinett.
Also die Minister der DDR hatten soweit ich weiß alle einmal ihre Brötchen mit der Hände Arbeit verdient und waren eigendlich fast alle soweit mir das in Erinnerung ist gestandene Fachleute mit entsprechender Ausbildung in ihrer Einsatzrichtung.
Ich glaube die wenigsten kamen von der Parteischule
Z.B. Verteidigungsminister mit höchstem Abschluß Genstab
Gesundheitsminister Arzt
Minister Kohle Energie,( Siebold. Mitzinger )Elektro- bzw. Berging
Bauminister Junker Bauing.
usw,usw.
Mal abgesehen von Margot würde ich meinen hatten alle eine sehr solide Ausbildung
Ich finde im Bundeskabinett nicht so viele Minister, die entsprechend ihrer Einsatzrichtung eine solide Berufsausbildung und fachliche Voraussetzung für ihren Ministerposten haben und sich mit ihrer Hände Arbeit auch ihr Brot verdienten.
Man hat eher das Gefühl bei der Verteilung der Ministerposten wird gewürfelt, egal welche Ausbildung man hat,Hauptsache die Partei stimmt.-
In der DDR waren auch nicht alle in der SED,da waren auch Blockparteien vertreten.
Ich finde damals wie heut wird am Volk vorbeiregiert.
Ich bin ja gottseidank nicht so politisch verbohrt wie du,und sehe nur schwarz weiß.
Wir haben uns an der Basis sehr oft gefragt, wenn wir die steigenden Zahlen der Antragsteller auf den Tisch bekamen und die oben ja die gleichen Zahlen in der Gesamtheit hatten,daß man mal an die Lösung der Antragsgründe gehen müßte.
Ich glaube auch,daß die in einer ähnlichen Situation wie die jetzige Regierung mit den Asylbewerbern war. Man würde ja gern eine Patentlösung zur Anwendung bringen,wenn man nur wüßte wie.
Die Hauptgründe,soweit ich mich noch erinnere waren, vordergründig, die immer schlechter werdende Versorgung mit qualitativ guten Konsumgütern, von Kinderbekleidung, bis Elektronik.Die Reisefreiheit kam erst danach.
Ja woher nehmen, wenn nicht stehlen.
Da gab es ja auch noch eine Embargopolitik,wo die DDR trotz vorhandener Divisen nicht zu kaufen bekam, die Bruderländer das nicht leifern konnten, was wir brauchten.
Der Kapt. voran die USA und BRD saßen am längeren ök. Hebel.Sie haben uns geschadet wo sie nur konnten,auch auf Kosten der eigenen immer größer werdenden Verschuldung.Die materielle Decke war aber auch historisch gesehen größer.
Wenn ich mir heut die Meinung von älteren Bundesbürgern anhöre, haben die auch schon mal besser gelebt.Der Wettkampf mit der DDR ging an der BRD auch nicht spurlos vorbei.
In einer solchen Situation wirken sich dann natürlich zentrale Fehler in der Planung und Lenkung der VW katastrophal aus, indem immer mehr aus pol. Gründen soziale Zugeständnisse gemacht wurden, die wir uns nicht leisten konnten,daß mit den Ressorcen umgegangen wurde als wären sie unerschöpflich.
Wie wurde mit den billigen Grundnahrungsmitteln umgegangen- Schweinefutter, mit teuer importiertem Getreiden,mit billiger Energie, Wasser,Arzneimitteln, wer etwas brauchte holte sich ein Rezept, ob er ein brauchte oder nicht, man hatte sich daran gewöhnt aus dem Wenigen voll zu schöpfen. Da waren alle daran beteiligt.
Die riesigen Ausgaben der Landesverteidigung an der Nahtstelle zweier Systeme.
Also für unser kleines Land, mit dem Wenigen was wir von Adolf noch hatten, ohne einen reichen Verbündeten,haben wir eigendlich großes geleistet, aber es hat eben nicht gereicht, weil wir uns nicht darauf besonnen haben, daß alles was wir ausgeben können, auch erwirtschaftet werden muß.
Jetzt gibt es auch kein Betriebsessen für 60 Pfennig,jede Dienstleistung ob Sparkasse oder sonstwo muß bezahlt werden,keine Haushalttage, keine kostenlosen Medikamente usw.
Jetzt geht alles.
Man hätte bestimmte Dinge aufgeben müssen, um wieder stabil zu werden.
Aber ich bin weder Ökonom noch Politiker,das hätten die entscheiden müssen, die an der Tete saßen.
Hier gebe ich ausnahmsweise mal Turtle recht
DIE CHANCE war vertan, wir hatten sie gehabt.Aber ich glaube auch, die außenpol. Bedingungen standen nicht an unserer Seite.
Was solls,ich denke. aus der Analyse der damaligen Bedingungen, könnten richtige Schlußfolgerungen gezogen werden.
Es ist eigendlich schade, um die vielen gut ausgebildeten Leute, die die DDR verlassen haben,und das uns außer einer immer besser ausgebauten Grenze keine bessere Lösung einfiel.
Mal sehen, wie sich die chinesische Variante entwickelt.
Nein Turtle, um dir zu #1765 zu antworten , es muß nicht jeder im Land bleiben, nur weil er eine kostenlose Ausbildung genossen hat.Wenn man andere Vorstellungen von seinem Leben hat und sich die für sich persönlich gesehen auch realisieren lassen,sollte man gehen können.
Nur man sollte dann wenn man schon einen Vorteil, und wenn es eine gute kostenlose Ausbildung war, wenigstens das mal anerkennen.Man muß ja nicht alles gut reden.
Wenn ich hätte persönlich entscheiden können, ich hätte gesagt,jeder kann gehen,aber die Ausbildung hat Geld gekostet und da muß etwas zurückgegeben werden, wenn er keine Leistung dafür erbringen will.Denn mit diesem Studienplatz wurde einem anderen einer weggenommen,der vielleicht dankbarer gewesen wäre.
.



Klauspeter, IM Kressin, 1941ziger und passport haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#1830

RE: Gut oder schlecht / wer wünscht "Sie" sich zurück ?

in Das Ende der DDR 19.11.2015 20:15
von DoreHolm | 7.677 Beiträge

Zitat von Heckenhaus im Beitrag #1824
Zitat von Gert im Beitrag #1823

Wenn ja frage ich mich ob du überhaupt verstehend lesen kannst. Die Frage, auf die ich antwortete, war nach Schülern die vom Gymnasium entfernt wurden wegen Aktivitäten in kommunistischen Organisationen ! Da kommst du mit diesem Mann aus der Rentnerdemo Stuttgart 21

Nur zur Klarstellung, das war keine "Rentnerdemo", wie du anscheinend allwissend formulierst.
Hast du jemals vor Ort gesehen, was dort passierte in dieser Zeit ?
Warst du ein einziges Mal Augenzeuge ? Ich schon.
Das geschah dort auf deiner "Rentnerdemo", in einem demokratischen Deutschland !




Ist zwar OT, aber diese abfällige Redeweise ist unterste Schublade.
.


Rot: Wundert Dich das bei IHM ? Wir kennen seine Ansichten und Ausfälle und nehmen sie absolut mehrheitlich nicht mehr ernst, wenn ich die Reaktionen der meisten User auf sowas richtig interpretiere. Lass ihn in dem Glauben, daß er es seinen ideologischen Widersachern es mal so richtig gegeben hat.



damals wars und Heckenhaus haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#1831

RE: Gut oder schlecht / wer wünscht "Sie" sich zurück ?

in Das Ende der DDR 19.11.2015 20:32
von Lutze | 8.028 Beiträge

Zitat von Signalobermaat im Beitrag #1829
Gert zu deinem#1761,wenn du nicht mehr weiter weißt,kommst du mit deiner Ideologieschiene.
nun zu #1783
der Ministerrat der DDR war die Regierung analog zum Bundeskabinett.
Also die Minister der DDR hatten soweit ich weiß alle einmal ihre Brötchen mit der Hände Arbeit verdient und waren eigendlich fast alle soweit mir das in Erinnerung ist gestandene Fachleute mit entsprechender Ausbildung in ihrer Einsatzrichtung.
Ich glaube die wenigsten kamen von der Parteischule
Z.B. Verteidigungsminister mit höchstem Abschluß Genstab
Gesundheitsminister Arzt
Minister Kohle Energie,( Siebold. Mitzinger )Elektro- bzw. Berging
Bauminister Junker Bauing.
usw,usw.
Mal abgesehen von Margot würde ich meinen hatten alle eine sehr solide Ausbildung
Ich finde im Bundeskabinett nicht so viele Minister, die entsprechend ihrer Einsatzrichtung eine solide Berufsausbildung und fachliche Voraussetzung für ihren Ministerposten haben und sich mit ihrer Hände Arbeit auch ihr Brot verdienten.
Man hat eher das Gefühl bei der Verteilung der Ministerposten wird gewürfelt, egal welche Ausbildung man hat,Hauptsache die Partei stimmt.-
In der DDR waren auch nicht alle in der SED,da waren auch Blockparteien vertreten.
Ich finde damals wie heut wird am Volk vorbeiregiert.
Ich bin ja gottseidank nicht so politisch verbohrt wie du,und sehe nur schwarz weiß.
Wir haben uns an der Basis sehr oft gefragt, wenn wir die steigenden Zahlen der Antragsteller auf den Tisch bekamen und die oben ja die gleichen Zahlen in der Gesamtheit hatten,daß man mal an die Lösung der Antragsgründe gehen müßte.
Ich glaube auch,daß die in einer ähnlichen Situation wie die jetzige Regierung mit den Asylbewerbern war. Man würde ja gern eine Patentlösung zur Anwendung bringen,wenn man nur wüßte wie.
Die Hauptgründe,soweit ich mich noch erinnere waren, vordergründig, die immer schlechter werdende Versorgung mit qualitativ guten Konsumgütern, von Kinderbekleidung, bis Elektronik.Die Reisefreiheit kam erst danach.
Ja woher nehmen, wenn nicht stehlen.
Da gab es ja auch noch eine Embargopolitik,wo die DDR trotz vorhandener Divisen nicht zu kaufen bekam, die Bruderländer das nicht leifern konnten, was wir brauchten.
Der Kapt. voran die USA und BRD saßen am längeren ök. Hebel.Sie haben uns geschadet wo sie nur konnten,auch auf Kosten der eigenen immer größer werdenden Verschuldung.Die materielle Decke war aber auch historisch gesehen größer.
Wenn ich mir heut die Meinung von älteren Bundesbürgern anhöre, haben die auch schon mal besser gelebt.Der Wettkampf mit der DDR ging an der BRD auch nicht spurlos vorbei.
In einer solchen Situation wirken sich dann natürlich zentrale Fehler in der Planung und Lenkung der VW katastrophal aus, indem immer mehr aus pol. Gründen soziale Zugeständnisse gemacht wurden, die wir uns nicht leisten konnten,daß mit den Ressorcen umgegangen wurde als wären sie unerschöpflich.
Wie wurde mit den billigen Grundnahrungsmitteln umgegangen- Schweinefutter, mit teuer importiertem Getreiden,mit billiger Energie, Wasser,Arzneimitteln, wer etwas brauchte holte sich ein Rezept, ob er ein brauchte oder nicht, man hatte sich daran gewöhnt aus dem Wenigen voll zu schöpfen. Da waren alle daran beteiligt.
Die riesigen Ausgaben der Landesverteidigung an der Nahtstelle zweier Systeme.
Also für unser kleines Land, mit dem Wenigen was wir von Adolf noch hatten, ohne einen reichen Verbündeten,haben wir eigendlich großes geleistet, aber es hat eben nicht gereicht, weil wir uns nicht darauf besonnen haben, daß alles was wir ausgeben können, auch erwirtschaftet werden muß.
Jetzt gibt es auch kein Betriebsessen für 60 Pfennig,jede Dienstleistung ob Sparkasse oder sonstwo muß bezahlt werden,keine Haushalttage, keine kostenlosen Medikamente usw.
Jetzt geht alles.
Man hätte bestimmte Dinge aufgeben müssen, um wieder stabil zu werden.
Aber ich bin weder Ökonom noch Politiker,das hätten die entscheiden müssen, die an der Tete saßen.
Hier gebe ich ausnahmsweise mal Turtle recht
DIE CHANCE war vertan, wir hatten sie gehabt.Aber ich glaube auch, die außenpol. Bedingungen standen nicht an unserer Seite.
Was solls,ich denke. aus der Analyse der damaligen Bedingungen, könnten richtige Schlußfolgerungen gezogen werden.
Es ist eigendlich schade, um die vielen gut ausgebildeten Leute, die die DDR verlassen haben,und das uns außer einer immer besser ausgebauten Grenze keine bessere Lösung einfiel.
Mal sehen, wie sich die chinesische Variante entwickelt.
Nein Turtle, um dir zu #1765 zu antworten , es muß nicht jeder im Land bleiben, nur weil er eine kostenlose Ausbildung genossen hat.Wenn man andere Vorstellungen von seinem Leben hat und sich die für sich persönlich gesehen auch realisieren lassen,sollte man gehen können.
Nur man sollte dann wenn man schon einen Vorteil, und wenn es eine gute kostenlose Ausbildung war, wenigstens das mal anerkennen.Man muß ja nicht alles gut reden.
Wenn ich hätte persönlich entscheiden können, ich hätte gesagt,jeder kann gehen,aber die Ausbildung hat Geld gekostet und da muß etwas zurückgegeben werden, wenn er keine Leistung dafür erbringen will.Denn mit diesem Studienplatz wurde einem anderen einer weggenommen,der vielleicht dankbarer gewesen wäre.
.



Gut und schön dein Text,
dann solltest du auch die Gelder mit aufführen,welche für die Freigekauften
aus der DDR bezahlt wurden
Lutze


wer kämpft kann verlieren,
wer nicht kämpft hat schon verloren
Gert und IM Kressin haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#1832

RE: Gut oder schlecht / wer wünscht "Sie" sich zurück ?

in Das Ende der DDR 19.11.2015 20:42
von DoreHolm | 7.677 Beiträge

Zitat von Moskwitschka im Beitrag #1828
Na das ist ja tröstlich @Nostalgiker

Wäre ja noch besser, wenn die "Parteiarbeiter" nach Leistungs/Stücklohn bezahlt worden wären und damit lohnsteuerlich besser gefahren wären

LG von der Moskwitschka

PS Jede Regel hatte aber bestimmt ne Ausnahme - ein Maurer, der ehrenamtlicher Parteisekretär war





Grün: Das waren alles andere als Ausnahmen. Nahezu alle Betriebe und andere Einrichtungen unter 500 Beschäftigte hatten je einen ehrenamtlichen BPO-Sekretär, BGL-Vorsitzenden und FDJ-Sekretär. Das galt, wimre, bis runter zu einer Belegtschaftsgröße von 10 (oder weniger) Mitarbeitern, die jeweils einen dieser Funktionen zu wählen hatten. Da kann es schon sein, daß,z.B. in einer PGH, ein Geselle einer dieser Funktionäre war. Diese hatten neben dieser Tätigkeit noch eine sie mehr oder weniger auslastende fachliche Tätigkeit, nach deren Tarif sie auch bezahlt wurden. Extra-Zuschläge für die Funktionärstätigkeit gab es keine, zumindest kenne ich das nicht. Ich kann jetzt nur für mich sprechen und was ich aus dem Kreis der anderen BPO-Sekretäre weiß, die ich regelmäßig traf.
Wie schon oben gesagt, die Wahl viel zusammen mit der Einführung von Leistungsnormen. Da war eine Art Pionierarbeit in unserer Firma zu leisten und jeder, der sowas schon mal gemacht hat, in der Marktwirtschaft auch REFA genannt, wird den Aufwand einschätzen können. So nach und nach, als die Normenarbeit einen bestimmten Stand erreicht hatte, wo es mehr um Aktualisierung als um Neueinführung ging, wurden mir weitere Aufgaben im technischen Bereich zugeteilt. Verbesserungswesen, WAO (Wissenschaftliche Arbeitsorganisation), PWT (Plan Wissenschaft und Technik) und ein gutes Jahr von der Wende noch Teile des Ratiomittelbaues. Ich kann nicht sagen, daß es Stress oder gar Überlastung war, auch wenn ich jede dieser Funktionen ernst genommen hatte. Es waren mehr Stoßzeiten. Monatsanfang Abrechnung der Ergebnisse, Vorausplanungen, mal zwei-dreitägige Lehrgänge zu den einzelnen Fachgebieten innerhalb des Kombinates, die wöchentlichen Beratungen der Betriebsleitung, einmal monatlich sich die Vorwürfe des ersten Vorsitzenden der Stadtbezirksleitung wegen irgendwelcher Unzulänglichkeiten in der Planerfüllung, Agitation und Propaganda u.s.w über sich ergehen lassen, KG-Übungen u.a. Sonderaufgaben. Es gab natürlich auch Tage, an denen weitestgehend Ruhe herrschte, ich in Ruhe das ND, den Horizont, "Was und Wie" u.a. Parteiliteratur sowie Fachliteratur lesen konnte.
Es hatte bis auf die letzten ca. 2 Jahre, als der neue BD kam, niemand an meinem Stuhl gesägt. Der neue BD sägte fleißig und hat sich mit Leuten umgeben, die ihm völlig unkritisch folgten. Ich hatte mir erlaubt, ihn während der BPO-Versammlung wegen seines Führungsstiles zu kritisieren. Ich war schließlich froh, endlich den Piosten loszuwerden, nur die Art und Weise war sehr bitter, weshalb ich der alten SED-Leitung der Kreisleitung keine Träne nachweinte, als die Wende kam.



Moskwitschka und der 39. haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 19.11.2015 20:45 | nach oben springen

#1833

RE: Gut oder schlecht / wer wünscht "Sie" sich zurück ?

in Das Ende der DDR 19.11.2015 20:44
von Moskwitschka | 2.526 Beiträge

Ich verstehe auch nicht, wie in dem thread jetzt Stuttgart 21 thematisiert wird. Aber egal. Ich versuche mal den Bogen zurück zu schlagen.

Ich bin ja hier schon ein paar Jahre dabei. Was sich in den Jahren hier im Forum nicht geändert hat, dass man die, die in der DDR andere Erfahrungen gemacht hat, weniger ernst nimmt. Das dem einen oder anderen dann mal die Hutschnur platzt, ist mehr als verstänflich.

Ich habe hier einige kennen gelernt, mit denen man sich sich sehr sachlich austauschen kann. Auch welche , die damals eine Uniform trugen. Genau die, geben mir heute in der unsicheren Zeiten, Sicherheit,. Es sind nicht die die mir am 7. und 8. Oktober 1989 in Berlin gegenüberstanden. Ich sehe sie aber als Vetreter derer .

Hier mal ein eher harmloses Foto aus jenen Tagen.



Quelle http://www.tagesspiegel.de/berlin/7-okto...r/10800012.html

LG von der Moskwitschka


Fatal ist mir das Lumpenpack,
das, um die Herzen zu rühren,
den Patriotismus trägt zur Schau,
mit allen seinen Geschwüren.

Heinrich Heine

zuletzt bearbeitet 19.11.2015 20:49 | nach oben springen

#1834

RE: Gut oder schlecht / wer wünscht "Sie" sich zurück ?

in Das Ende der DDR 19.11.2015 21:02
von Gelöschtes Mitglied
avatar

@DoreHolm, Du beschreibst die Situation in Betrieben bis 500 Mitarbeitern. In Betrieben mit mehr als 500 Mitarbeitern sah es dann schon etwas
anders aus.
VEB S.M.Kirow Leipzig ca. 7500 Mitarbeiter, verteilt auf 3 Betriebsteile.
1 BPO-Sekretär
3 APO-Sekretäre
3 FDJ-Sekretäre
2 FDJ-Sekkretäre in den angeschlossenen Bildungseinrichtungen (BBS/Lehrwerk)
3 BGLer
1 Kampfgruppenkommandeur
macht 11 Hauptamtliche.
Micha


DoreHolm hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#1835

RE: Gut oder schlecht / wer wünscht "Sie" sich zurück ?

in Das Ende der DDR 19.11.2015 21:12
von damals wars | 12.113 Beiträge

Zitat von Lutze im Beitrag #1831




Gut und schön dein Text,
dann solltest du auch die Gelder mit aufführen,welche für die Freigekauften
aus der DDR bezahlt wurden
Lutze[/quote]

Es snd viele ausgereist, die nicht freigekauft wurden. Auch die hatten oft eine sehr gute Ausbildung.
Und die BRD hat keinen Pfennig dazubezahlt.
Die gezielte Abwerbung von Fachkräften im riesigen Ausmaß war bekanntlich auch eine Begründung für den Mauerbau.


Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches.(Mark Twain)
Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
"Hass hat keinen Glauben, keine Rasse oder Religion, er ist giftig." der Witwer der britische Labour-Abgeordnete Jo Cox.
http://www.neo-magazin-royale.de/zdi/art...fur-frauke.html
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#1836

RE: Gut oder schlecht / wer wünscht "Sie" sich zurück ?

in Das Ende der DDR 19.11.2015 21:31
von Gert | 12.354 Beiträge

Zitat von DoreHolm im Beitrag #1830

Rot: Wundert Dich das bei IHM ? Wir kennen seine Ansichten und Ausfälle und nehmen sie absolut mehrheitlich nicht mehr ernst, wenn ich die Reaktionen der meisten User auf sowas richtig interpretiere. Lass ihn in dem Glauben, daß er es seinen ideologischen Widersachern es mal so richtig gegeben hat.



@DoreHolm ich finde es schon infam wie du dich als Oberlehrer hier aufspielst und dich anmasst meine Posts als Ausfälle zu bezeichnen. Woher nimmst du dieses Recht ? Weder dich noch diesen Herrn Heckenhaus habe ich mit dem Post angesprochen. Müsst ihr eigentlich überall euren Senf dazu geben ? Ob du und deine Genossen mich ernst nehmen, geht mir am Allerwertesten vorbei. Die Leute im Leben und hier im Forum die ich schätze, bringen mir auch die Wertschätzung entgegen, nur darauf kommt es an. Ausserdem solltest du bei der Volkshochschule mal einen Kurs in Sachen Interpretation belegen, da liegst du ziemlich schief gewickelt.


.
All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
John F.Kennedy 1963 in Berlin
Geld ist geprägte Freiheit!
Dostojewski 1866
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
Mahatma Gandhi
Signalobermaat hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 19.11.2015 21:32 | nach oben springen

#1837

RE: Gut oder schlecht / wer wünscht "Sie" sich zurück ?

in Das Ende der DDR 19.11.2015 22:23
von DoreHolm | 7.677 Beiträge

Zitat von G.Michael im Beitrag #1834
@DoreHolm, Du beschreibst die Situation in Betrieben bis 500 Mitarbeitern. In Betrieben mit mehr als 500 Mitarbeitern sah es dann schon etwas
anders aus.
VEB S.M.Kirow Leipzig ca. 7500 Mitarbeiter, verteilt auf 3 Betriebsteile.
1 BPO-Sekretär
3 APO-Sekretäre
3 FDJ-Sekretäre
2 FDJ-Sekkretäre in den angeschlossenen Bildungseinrichtungen (BBS/Lehrwerk)
3 BGLer
1 Kampfgruppenkommandeur
macht 11 Hauptamtliche.
Micha



Ja, war mir bekannt. Auf den Beratungen in der Kreisleitung saßen ja nicht nur wir Nebeamtlichen, sondern auch die ganz Großen des Stadtbezirkes.



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#1838

RE: Gut oder schlecht / wer wünscht "Sie" sich zurück ?

in Das Ende der DDR 19.11.2015 22:25
von DoreHolm | 7.677 Beiträge

Zitat von Gert im Beitrag #1836
Zitat von DoreHolm im Beitrag #1830

Rot: Wundert Dich das bei IHM ? Wir kennen seine Ansichten und Ausfälle und nehmen sie absolut mehrheitlich nicht mehr ernst, wenn ich die Reaktionen der meisten User auf sowas richtig interpretiere. Lass ihn in dem Glauben, daß er es seinen ideologischen Widersachern es mal so richtig gegeben hat.



@DoreHolm ich finde es schon infam wie du dich als Oberlehrer hier aufspielst und dich anmasst meine Posts als Ausfälle zu bezeichnen. Woher nimmst du dieses Recht ? Weder dich noch diesen Herrn Heckenhaus habe ich mit dem Post angesprochen. Müsst ihr eigentlich überall euren Senf dazu geben ? Ob du und deine Genossen mich ernst nehmen, geht mir am Allerwertesten vorbei. Die Leute im Leben und hier im Forum die ich schätze, bringen mir auch die Wertschätzung entgegen, nur darauf kommt es an. Ausserdem solltest du bei der Volkshochschule mal einen Kurs in Sachen Interpretation belegen, da liegst du ziemlich schief gewickelt.


Ja, wenn Du Dich mal selbst danach richten würdest, wäre es ja o.k. Ist es aber nicht. Leider.



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#1839

RE: Gut oder schlecht / wer wünscht "Sie" sich zurück ?

in Das Ende der DDR 19.11.2015 23:43
von turtle | 6.961 Beiträge

Hallo Signalobermaat,
Habe mit Aufmerksamkeit #1829 gelesen. Ist sachlich geschrieben. So können vernünftige Diskussionen entstehen. Auch wenn wir nicht immer einer Meinung sein werden. Du schreibst :

In einer solchen Situation wirken sich dann natürlich zentrale Fehler in der Planung und Lenkung der VW katastrophal aus, indem immer mehr aus pol. Gründen soziale Zugeständnisse gemacht wurden, die wir uns nicht leisten konnten, daß mit den Ressourcen umgegangen wurde als wären sie unerschöpflich.

Stimmt das musste zwangsläufig dazu beitragen noch schneller dem Abgrund näher zu kommen. Die vielen Subventionen trugen auch einen nicht geringen Grund dazu bei. Grundnahrungsmittel wie Brot lohnte sich als Schweinefutter. Von den Mietpreisen konnte man nicht einmal annähernd renovieren. Musste nicht für die Sowjetunion zum Freundschaftspreis geliefert werden, wo man woanders mehr bekommen hätte,? Zum Anderen musste man Waren abnehmen, die man überhaupt nicht brauchte. Ich erinnere mich da an Zucker aus Kuba. Dabei hat die DDR ihrerseits Zucker exportiert. Sozialistische Bruderhilfe nannte sich das. Speziell im innerdeutschen Handel wurden Tricks angewandt um Auflagen zu umgehen, oder die Steuer auszutricksen. So wurde dem Zucker eine geringe Menge 5% Kakao zugesetzt, der natürlich vorher geliefert wurde. Nun nannte es sich Optilen Grundstoff. (für Schokoladenherstellung) Der Klassenfeind verdiente gut mit . Zu Dumping Preisen wurde in den Westen verkauft was zu verkaufen ging, in der DDR fehlte es dafür. Man brauchte dringend die Devisen. Natürlich wurde andererseits der DDR von der BRD und USA geschadet. Es ging um verfeindete Systeme. Allein diese Grenze mit ihrer ständigen Erweiterung der Sicherung und Instandhaltung verschlang immense Summen. Das Geld dafür war doch nicht einmal übrig. Dabei war die Grenze strategisch bedeutungslos. Sie diente nur dem Zweck die Bürger daran zu hindern das Land zu verlassen. China hat für mich kaum noch etwas mit Sozialismus zu tun. Das ist eine Knallharte Wirtschaftsmacht. nach kapitalistischem Vorbild. Der Mensch zählt da inzwischen nichts mehr. Sehe Wanderarbeiter im Existenzminimum etc. Mit der Ausbildung und Studium in der DDR kann ich fast Deinen Standpunkt verstehen. Doch muss die freie Bestimmung eines Menschen wo er Leben möchte Vorrang haben. Wenn ich nicht genügend Perspektiven biete, so trage ich doch eine Mitschuld wenn mich jemand verlassen möchte. Mal davon abgesehen, so einfach war es in der BRD auch nicht reich zu werden. Es sind auch ehemalige DDR Bürger im Westen gescheitert,
Der Staat nahm sie nicht mehr an die Hand und die Ellbogen einsetzten war ihnen fremd. Ich denke sogar es wäre vorteilhafter gewesen man hätte allen gestattet unbürokratisch zurück zu kommen. Ihr Beispiel hätte machen Umdenken lassen. Flexibel war sowieso in der DDR ein Fremdwort. Das betraf auch die Volkswirtschaft. Dazu noch wegen Mangelware aus den Betrieben heraus schleppen was ging. da man den Begriff Volkseigentum missverstanden hat. Wenn ich alles zusammenzähle dazu noch das kostenlose Gesundheitswesen wie konnte die DDR überhaupt bis 89 bestand haben.. Man hätte mit denen anderer Meinung konstruktiv zusammen arbeiten müssen, und nicht gleich verfolgen. Ob man mir es glaubt oder nicht, mir tun die Menschen leid die an den Sozialismus in der DDR geglaubt haben, und erkennen mussten das ihr Traum verspielt wurde. Doch erkennen hätten alle müssen .wenn nicht genügend in den Topf kommt kann auch nicht genügend gefüttert werden. Zum Schluss ist mehr Wasser drin, dessen Dampf den Deckel explosionsartig wegschleudert. Es war abzusehen das das Experiment DDR so scheitern musste. Nur die blinde Altherren Riege in Wandlitz wollte es nicht wahr haben. Man baute noch für sie potemkinsche Dörfer. Und bestellte Jubler vermittelten falschen Glanz. Und ja es ist nicht alles Gold was glänzt in unserer Bundesrepublik, aber immer noch besser wie in der DDR. (betrifft mich) Schreibe ich das Allgemein kommt eventuell von der Potsdamerin und Co Protest.


1941ziger, Klauspeter, IM Kressin, Signalobermaat, GKUS64 und DoreHolm haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 20.11.2015 00:02 | nach oben springen

#1840

RE: Gut oder schlecht / wer wünscht "Sie" sich zurück ?

in Das Ende der DDR 20.11.2015 09:21
von Klauspeter | 986 Beiträge

Das kann hier durchaus zu einem Endlosstrang werden.

Irgendwie freue ich mich darüber. Die vielbescholtene alte Dame DDR macht immer noch von sich reden, obwohl sie schon vor 25 Jahren von und gegangen ist.
Die einen mochten sie, die anderen haben sie gehasst. Jeder begründet seinen Standpunkt. Biographien werden deutlich und Zufälle spielten eine große Rolle im Leben jedes Einzelnen.

Der User @Signalobermaat wies in seinem Beitrag auf die hohe fachliche Qualifikation der DDR-Minister hin. Das ist auf jeden Fall Fakt. Fakt ist aber auch, dass die DDR trotz hochqualifizierter "Macher" untergegangen ist. Signalobermast hat durchaus richtig darauf hingewiesen: Die Kompliziertheit der Nachkriegssituation; Verbündete, die im Krieg ausbluteten; das ständige Wettrüsten und der Anspruch, das in einem System, das sich sozialistisch nennt, unter dem Strich auch etwas für die Menschen rauskommen muss. Trotz aller Probleme kam für die Menschen etwas raus, was Bildung, Kultur, Kinderbetreuung betrifft.

Natürlich war uns die BRD wirtschaftlich überlegen. Wohl kaum einer kann das wirklich bestreiten.
Nur - warum fällt es einigen so schwer, auch mal zuzugeben, dass die DDR - so wie war - einiges geschafft hat. Es wäre doch unklug, zu behaupten, dass einzelne Seiten der DDR hier nur von SED-Funktionären, Militär und Stasi verteidigt werden. Manches war vernünftiger organisiert und klüger durchdacht. Nachweise dafür wurden hier in vielen Beiträgen gebracht. Da ist auch was Wahres dran - und bei manchem User hier würde ich mich freuen, wenn das auch mal anerkannt wird und nicht einfach mit einer lapidaren Bemerkung abgeschmettert wird.

Die BRD konnte immer aus dem vollen wirtschaften; vielleicht nicht, weil das System besser war, sondern weil es besser funktionierte.
Die DDR war immer auch ein System der Mangelwirtschaft. Ihre theoretische Grundlage war sozialer und gerechter; ihre Praxis aber war z.T. auch menschenverachtend, undemokratisch und wirklichkeitsfremd. Die DDR war der verfrühte Versuch, eine friedliche und gerechte Welt aufzubauen. Der Versuch hat nicht geklappt und wir müssen ehrlich nach den Ursachen des Misslingens suchen - nicht, um morgen einen neuen Versuch zu starten, sondern um Lehren daraus zu ziehen.
Klaus


IM Kressin, Signalobermaat, GKUS64, Hackel39, 1941ziger, turtle, DoreHolm und bürger der ddr haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 20.11.2015 09:21 | nach oben springen


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