#1741

RE: Gut oder schlecht / wer wünscht "Sie" sich zurück ?

in Das Ende der DDR 18.11.2015 19:48
von Harzwanderer | 2.921 Beiträge

Zitat
Dünnschiss!



Bei Dir.


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#1742

RE: Gut oder schlecht / wer wünscht "Sie" sich zurück ?

in Das Ende der DDR 18.11.2015 19:57
von Potsdamerin (gelöscht)
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Zitat von Gert im Beitrag #1732
Zitat von Rostocker im Beitrag #1725

Zitat

Wie kann es bitte sein, dass ein Mensch, der sein Leben lang hart gearbeitet hat, seinen Lebensabend auf H4-Neveau - mit allen damit verbundenen Schikanen - verbringen muss?


Es kommt ja nicht immer auf die Arbeitsjahre drauf an--wichtig ist auch, wie war der Verdienst in diesen Jahren. Man kann sein ganzes Leben hart gearbeitet haben--war der Verdienst niedrig--dann fällt auch die Rente niedrig aus. Und war man noch etliche Jahre arbeitslos und sozialhilfe Empfänger--dann ist die Altersarmut vorhergesagt und die ist in Deutschland auf den Vormarsch.


Das ist alles richtig, bis auf den letzten Satz , der mal so eine hingeschmissene Behauptung ist. Woran machst du das fest ?
Wenn du dein ganzes Leben in Berufen gearbeitet hast, in denen du sehr wenig verdient hast, so waren das auch Berufe mit geringer Qualifikation. Mit anderen Worten, die Jungs und Mädels , die in der Schule schon Null Bock hatten landeten dort. Immerhin ist ihnen noch der Hartz IV Satz garantiert, d.h. es kann aufgestockt werden. So einfach ist das System. Und ich bin nicht der Meinung dass das nivelliert werden soll, so nach dem Motto jedem seine 1000 € netto, egal was er/sie macht.



Ist doch Quatsch.
Alle Menschen können nicht studieren. Einer muss auch die Brötchen backen. Ist dessen Arbeit deswegen weniger Wert?

Meiner Meinung nach, dürtfe die Mindesrente auf keinen Fall unter dem Sozialhilfesatz liegen, wenn man immer voll gearbeitet hat. Das ist unsozial.

Und hier noch mal was zur Rentenberechnung:
Bei uns wurden die Pensionen für die Beamten berechnet und in der Kanzlei in Reinschrift gebracht.
Mir sind dabei jedes Mal Fehler aufgefallen. Immer zwischen 1.80 und 3.0 € zu wenig berechnet. Anfangs war der Bearbeiter immer noch freundlich, wenn ich ihn darauf aufmerksam machte. Später habe ich am halb zugehaltenen Telefon gehört: "Die schon wieder." Naja, er musste ja immer alles neu machen und von den Vorgesetzten abzeichnen lassen.
Und dann hörte ich zufällig wie er beim Kanzleileiter meinte, dass seine Sachen nicht mehr von mir geschrieben werden dürfen.
Ein Schelm, wer sich Böses dabei denkt.


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#1743

RE: Gut oder schlecht / wer wünscht "Sie" sich zurück ?

in Das Ende der DDR 18.11.2015 19:57
von Rostocker | 7.717 Beiträge

Zitat von Gert im Beitrag #1732
Zitat von Rostocker im Beitrag #1725

Zitat

Wie kann es bitte sein, dass ein Mensch, der sein Leben lang hart gearbeitet hat, seinen Lebensabend auf H4-Neveau - mit allen damit verbundenen Schikanen - verbringen muss?


Es kommt ja nicht immer auf die Arbeitsjahre drauf an--wichtig ist auch, wie war der Verdienst in diesen Jahren. Man kann sein ganzes Leben hart gearbeitet haben--war der Verdienst niedrig--dann fällt auch die Rente niedrig aus. Und war man noch etliche Jahre arbeitslos und sozialhilfe Empfänger--dann ist die Altersarmut vorhergesagt und die ist in Deutschland auf den Vormarsch.


Das ist alles richtig, bis auf den letzten Satz , der mal so eine hingeschmissene Behauptung ist. Woran machst du das fest ?
Wenn du dein ganzes Leben in Berufen gearbeitet hast, in denen du sehr wenig verdient hast, so waren das auch Berufe mit geringer Qualifikation. Mit anderen Worten, die Jungs und Mädels , die in der Schule schon Null Bock hatten landeten dort. Immerhin ist ihnen noch der Hartz IV Satz garantiert, d.h. es kann aufgestockt werden. So einfach ist das System. Und ich bin nicht der Meinung dass das nivelliert werden soll, so nach dem Motto jedem seine 1000 € netto, egal was er/sie macht.



Gert gebe doch einfach mal ein--Armutsbericht Deutschland 2015--- gibt es viel zu lesen.
Grün---Das stimmt nicht ganz Gert Bei uns auf der Werft konntest Du den Beruf als Schweißer erlernen--was mit absoluter Sicherheit kein unqualifzierter Beruf war und ist. Und man konnte durch weitere Lehrgänge - Qualifikationen sich aneignen--die dann auch dementsprechend vergütet wurden. Und zu diesen Null Bock--sicher gab es solche Jungs und Mädels die dann solche Berufe ausübten. Aber mit Sicherheit gibt es dieses auch weiterhin im geeinten Deutschland. Da macht auch die Demokratie keine ausnahme.
Aber um noch mal auf die Armut zurückzukommen--ich kenne 2 Rentner die bei der Wohngeldstelle Wohngeld beantragt haben--die auch auf Hilfe von einer nicht staatlichen Hilforganisation und zwar der Tafel angewiesen sind


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zuletzt bearbeitet 18.11.2015 20:02 | nach oben springen

#1744

RE: Gut oder schlecht / wer wünscht "Sie" sich zurück ?

in Das Ende der DDR 18.11.2015 19:57
von passport | 2.626 Beiträge

Zitat von Harzwanderer im Beitrag #1734
Das System, aus dem Ihr eure Mini-Rente in Ostmark bezogen hättet, ist pleite. Existiert nicht mehr.
Ihr kriegt heute eine Rente in "West", die euch die heutigen Arbeitnehmer aus ihren heute hohen Rentenabgaben zahlen. Wenn die selbst mal alt sind, gibt es weniger Junge und viele Alte, also deutlich spätere und niedrigere Renten. (Babyboomer und so)

Dieses Rentengejammere von heutigen solide kassierenden Rentnern aus dem Osten hängt mir deshalb zum Hals raus. Euch geht es besser als früher und als es den Rentnern von morgen geht. Das schließt nicht Härten im Einzelfall aus, aber um die geht es hier gar nicht.

Und "Arbeiterkinder" nach DDR-Abitur-Kriterien waren vor allem Funktionärs- Offiziers- und Stasikinder. Habt Ihr zufällig schon wieder vergessen? Warum wundert mich das jetzt nicht?


Na Harzwanderer, dachte immer frische Harzluft lüftet das Gehirn. Aber bei Dir habe ich da so meine Zweifel. Aber es ist ja Herbst und die Wolken fliegen wieder tief

Die Rentenbeträge im Beitrittsgebiet sind bei gleicher Arbeit und Entlohnung um 18% geringer als in den gebrauchten Bundesländer. Das steht sogar auf der "Rentenvorschau". Das passiert auch mit Altbundesbürger die in den Osten ziehen. Die wundern sich plötzlich das bei der Rente ein paar Scheine fehlen.
Und nun zu Dein Argument wer in der DDR bevorzugt zur EOS durfte. Aus meiner Klasse im Jahr 1968 wurden 3 Schüler zur EOS deligiert.
Die Beste hatte einen Zensurendurchschnitt von 1,2. Vater war Direktor VEB Kohlehandel. Der Vater der 2. Schülerin war Lokführer und der Vater des 3. Schülers war Dieselmotorenbauer. Zumindestens bei den beiden zuletzt genannten Väter war keiner in der SED. Also mein Tipp für Dich : Erst das Gehirn einschalten, sich informieren und dann schreiben.


passport


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#1745

RE: Gut oder schlecht / wer wünscht "Sie" sich zurück ?

in Das Ende der DDR 18.11.2015 20:06
von 1941ziger | 985 Beiträge

Zitat von Potsdamerin im Beitrag #1737


Mir kommt es eher so vor, dass die Leute damit nur noch etwas vom Arbeitsmarkt und Arbeitsamt fern gehalten werden
sollen. Schade eigentlich.

Also Leute ich zitiere mal so das der Leser weiß um was es geht und nicht erst suchen muß.

@Potsdamerin, ich glaube du hast mit der obigen Bemerkung recht. Außerdem haben es dann die lieben Kleinen noch 3Jahre
kuschelig im Hotel Mamma.


....ich glaube wir entfernen uns vom Thema, um die Rentenfrage ging es hier wohl nicht oder habe ich das verkehrt in Erinnerung.


Die veröffentlichte Meinung ist nicht die Öffentliche.
zuletzt bearbeitet 18.11.2015 20:09 | nach oben springen

#1746

RE: Gut oder schlecht / wer wünscht "Sie" sich zurück ?

in Das Ende der DDR 18.11.2015 20:14
von damals wars | 12.113 Beiträge

Mann/Frau darfs sich nichts wünschen, obwohl es die Fragestellung erlaubt.
Erinnerungen sind so, wie sie sind, und nicht so, wie erlaubt, das übliche Problem.
Einfach nicht fragen, dann gibt es auch keine unerwünschten Antworten.


Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches.(Mark Twain)
Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
"Hass hat keinen Glauben, keine Rasse oder Religion, er ist giftig." der Witwer der britische Labour-Abgeordnete Jo Cox.
http://www.neo-magazin-royale.de/zdi/art...fur-frauke.html
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#1747

RE: Gut oder schlecht / wer wünscht "Sie" sich zurück ?

in Das Ende der DDR 18.11.2015 20:15
von Rostocker | 7.717 Beiträge

Zitat von Harzwanderer im Beitrag #1734
Das System, aus dem Ihr eure Mini-Rente in Ostmark bezogen hättet, ist pleite. Existiert nicht mehr.
Ihr kriegt heute eine Rente in "West", die euch die heutigen Arbeitnehmer aus ihren heute hohen Rentenabgaben zahlen. Wenn die selbst mal alt sind, gibt es weniger Junge und viele Alte, also deutlich spätere und niedrigere Renten. (Babyboomer und so)

Dieses Rentengejammere von heutigen solide kassierenden Rentnern aus dem Osten hängt mir deshalb zum Hals raus. Euch geht es besser als früher und als es den Rentnern von morgen geht. Das schließt nicht Härten im Einzelfall aus, aber um die geht es hier gar nicht.

Und "Arbeiterkinder" nach DDR-Abitur-Kriterien waren vor allem Funktionärs- Offiziers- und Stasikinder. Habt Ihr zufällig schon wieder vergessen? Warum wundert mich das jetzt nicht?


Grün--Harzwanderer--da haste meine Zustimmung---was aussagt das es den Rentnern von morgen schlechter gehen wird--wie heute--was durch die Altersarmut schon beginnt.


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#1748

RE: Gut oder schlecht / wer wünscht "Sie" sich zurück ?

in Das Ende der DDR 18.11.2015 20:20
von DoreHolm | 7.681 Beiträge

Zitat von Lutze im Beitrag #1703
Zitat von Udo im Beitrag #1701
Zu meiner Zeit (1983) musste man als Mädchen einen Zensurendurchschnitt unter 1,5 und als Junge unter 1,7 haben um überhaupt eine Chance zu haben.

Schon allein durch meine Kopfnoten war es nicht zu schaffen
Lutze


Meine Kopfnoten Ende 10.Klasse: Gesamtverhalten: gut, Betragen: gut, Ordnung: gut, Fleiß: gut, Mitarbeit gut.



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#1749

RE: Gut oder schlecht / wer wünscht "Sie" sich zurück ?

in Das Ende der DDR 18.11.2015 20:20
von damals wars | 12.113 Beiträge

Zitat von Harzwanderer im Beitrag #1734

Und "Arbeiterkinder" nach DDR-Abitur-Kriterien waren vor allem Funktionärs- Offiziers- und Stasikinder. Habt Ihr zufällig schon wieder vergessen? Warum wundert mich das jetzt nicht?


Stimmt. Auch bei uns waren es hauptsächlich die Kinder von Intelligenzlern.


Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches.(Mark Twain)
Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
"Hass hat keinen Glauben, keine Rasse oder Religion, er ist giftig." der Witwer der britische Labour-Abgeordnete Jo Cox.
http://www.neo-magazin-royale.de/zdi/art...fur-frauke.html
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#1750

RE: Gut oder schlecht / wer wünscht "Sie" sich zurück ?

in Das Ende der DDR 18.11.2015 20:42
von DoreHolm | 7.681 Beiträge

Zitat von turtle im Beitrag #1712
[quote=Alfred|



Turtle,

man muss aber auch feststellen, dass sich die Zahlen der an der Staatsgrenze ums Leben gekommenen schon relativiert hat. Solche Zahlen wie von Dir aufgeführt, findet man heute so nicht mehr.

Die SED hatte rund 2 Millionen Mitglieder, als waren dann die anderen 14 Millionen Bürger der DDR nicht auf Linie und hatten Nachteile. Da frag ich mich ernsthaft, wer in der DDR dann überhaupt gearbeitet hat. Selbst bei den Unteroffizieren in der NVA hatte man "nur" um die 15 - 30 % Mitglieder der SED. Auch hat mich die Partei nie bevormundet. Aber so hat eben jeder seine Erfahrungen gesammelt. [/quote]


Alfred mit den Zahlen wird es auch weiter Unstimmigkeiten geben. Ich hatte deswegen auch die Quelle angegeben.
Nachteile von "nicht Linientreuen " ist ein eigenes Thema Wert. Natürlich müssen die mit einem Ausreiseantrag oder anders im politischen Sinn negativ aufgefallen dazu gezählt werden. Dich hat die Partei nie bevormundet ? Werden einige anders sehen. Aber wie Du schon schreibst ,so hat eben jeder seine Erfahrungen gesammelt.
[/quote]

Grün: Der begriff "nicht linientreu" ist sowieso sehr fließend und auslegbar. Dann wäre auch ich kein "Linientreuer gewesen", weil ich nicht nur im kleinen Freundeskreis, sondern auch offiziell in den Beratungen der Betriebsleitung und der Kreisleitung Kritiken geäußert habe, die allerdings nicht das System an sich, sondern die Art und Weise kritisierte, wie auf verschiedenen Gebieten der Gesellschaft Politik praktiziert wird. meist betraf das das große Gebiet der Wirtschaft/Ökonomie, aber auch einige negative Aspekte der persönlichen Freiheiten, von denen auch ich betroffen war.
Wenn ich das Gefühl hatte, bevormundet zu werden, war es nicht so sehr "die Partei", sondern es waren Personen, die irgendwie Schiss hatten, mal etwas großzügiger zu entscheiden, um sich im Falle des Falles nicht wegen "fehlender Wachsamkeit" dumme Fragen gefallen lassen zu müssen. Das waren nicht automatisch immer SED-Mitglieder. Ich habe immer versucht zu unterscheiden, liegt es am System oder an konkreten Personen. Sehr oft waren es die Letzteren. Das hat mich trotz einiger empfindlicher Nackenschläge, für die Andere schon längst das Mitgliedsbuch hingeschmissen hätten, bis zur zur Spätwende in der SED gehalten.
Aber es uist wie Du schreibst, turtle. Jeder hat seine Erfahrungen und was der Eine als dauernde Bevormundung empfindet (bzw. erst jetzt im Nachhinein erst so krass empfindet), steckte der Andere als die üblichen Lebensschwierigkeiten weg.



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#1751

RE: Gut oder schlecht / wer wünscht "Sie" sich zurück ?

in Das Ende der DDR 18.11.2015 21:00
von DoreHolm | 7.681 Beiträge

Zitat von 1941ziger im Beitrag #1722
Ich bin schon der Meinung über einem Notendurchschnitt von 1,7 hat keiner was im Gymnasium zu suchen.
Was nützt es wenn sie mit Abitur kommen und können nicht mal die einfachsten Rechnungen machen bzw.
gerade noch ihren Namen richtig schreiben.
In der Firma meiner Tochter muss bei der Bewerbung der Lebenslauf von Hand geschrieben vorliegen,
sie hat mal paar Exemplare als Kopie mitgebracht..........man konnte nur mit dem Kopf schütteln.
Sie macht die Einstellungsgespräche, ein teil der Bewerber/innen kann sich noch nicht mal artikulieren und
das mit Abi.



Kann meine jüngere Tochter aus erster Ehe bestätigen. Abi in der DDR, Lehre dann in Hessen. Sehr viele Abiturienten dabei. Sie war die Beste. Was sie über das Niveau der anderen berichtete, war haarstreubend. Das war ja mitunter nicht mal Niveau 8. Klasse in der DDR, insbes. in Deutsch, Physik und Mathe, sagte sie. Sie konnte sich dann unter mehreren Stellenangeboten entscheiden, als sie mehrere Jahre später den Arbeitgeber wechselte.



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#1752

RE: Gut oder schlecht / wer wünscht "Sie" sich zurück ?

in Das Ende der DDR 18.11.2015 21:09
von DoreHolm | 7.681 Beiträge

Zitat von Gert im Beitrag #1730
Zitat von Potsdamerin im Beitrag #1728
[quote]
Ach Gert, wegen dir habe ich jetzt bestimmt einen Doppelpost. Man möge mir verzeihen.
Das mit dem Idioten bezog sich auf einige der heutigen Gymnasiasten (und ist böse, ich weiß).
Unsere schulische Ausbildung in der DDR war m.E. qualitativ bedeutend höher als heute. Aber mit einem Notendurchschnitt 2.0 zur EOS zugelassen werden zu wollen, ist schon etwas anmaßend. Die Regel war wohl bis 1,5. Ich hatte nur einen Notendurchschnitt von 1,7. Und das hat mich schon sehr gewundert, dass meine Klassenleiterin mich trotzdem gerne auf der EOS gesehen hätte und dementsprechend auch schon alles nötige unternahm. Vielleicht ließ sie die vielen häuslichen Pflichten, die ich als ältestes Kind hatte, mit in ihrer Bewertung einfließen. Mutter Verkäuferin. Habe meine Geschwister quasi allein großgezogen und so manche Hausaufgabe heimlich nachts gemacht, weil ich tagsüber gar nicht dazu gekommen bin. (Ooooh - die große Glocke leutet schon wieder. Ja, kann sie auch!) Ich durfte nicht zur EOS, weil meine Mutter das nicht wollte.
Aber wie du schon schriebst. Es standen dir ja etliche andere Möglichkeiten zur Verfügung, um dein Ziel zu erreichen. Und die hast du augenscheinlich ja auch genutzt.
.


habe gerade meine Frau gefragt, gelernte Lehrerin, Sek .I , also mit einem Notendurchschnitt von 2 wäre ich in der Bundesrepublik ohne Probleme aufs Gymnasium gekommen, die Unterstufenlehrerin hätte das sogar empfohlen. Wichtig waren vor allem die Hauptfächer wie Deutsch und Mathe. Das nur mal zu den hiesigen Verhältnissen.


Und wer braucht diese Menge an Abiturienten eigentlich ? Die Wirtschaft sicher nicht. Die suchen sich die Rosinen aus dem ganzen Gemenge aus. Der Rest hofft lediglich, mit einem Abi in der Tasche seine Chancen auf der Suche nach dem "Wunschberuf" zu verbessern. Das sind zwei Jahre lang zusätzliche Kosten für den Staat, die nicht in dem Maße wieder reinkommen. Einmal die Aufwendungen für die Ausbildung, zum Anderen zwei Jahre später erst Einnahmen durch die Steueren der dann erst sozialleistungspflichtig Arbeitenden.



Lutze, 1941ziger und IM Kressin haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#1753

RE: Gut oder schlecht / wer wünscht "Sie" sich zurück ?

in Das Ende der DDR 18.11.2015 21:15
von DoreHolm | 7.681 Beiträge

Zitat von Harzwanderer im Beitrag #1738
Am DDR-Auto war aber keine komplizierte Schummelsoftware zu justieren.


Woher hast Du eigentlich dein phänomenales Wissen über alles, was die DDR angeht ? Ich ziehe den hut vor Dir. Da kann ich beim besten Willen nicht mehr mithalten, deshalb schweige ich lieber dazu, bevor ich noch Stuss erzähle.



Harzwanderer hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#1754

RE: Gut oder schlecht / wer wünscht "Sie" sich zurück ?

in Das Ende der DDR 18.11.2015 21:19
von Gelöschtes Mitglied
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Dore, ich seh da noch ein anderes "Problemchen".
Abi, hab ich, dann wird nicht mehr nachgefragt. Guter Abschluß Gut? Ne gerade so durchgewurschtelt.
Das könnte man weiterführen, ich machs mal mit selbst erlebten.
Abschluß, Meister Maschinenbau (gut)
Da gab es genug Leute die gerade mal so durchgeschusselt sind, die Urkunde war dieselbe.
Micha


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#1755

RE: Gut oder schlecht / wer wünscht "Sie" sich zurück ?

in Das Ende der DDR 18.11.2015 21:20
von Moskwitschka | 2.526 Beiträge

Worum geht es hier? Um die Budesrepublik? Oder die DDR?

Ich denke, die meisten Eltern wünschen sich für ihre Kinder die best mögliche Schulbidung, als Start ins Berufsleben. Das jetzt als Kostenfaktor für überflüssige Ausgaben in die Zukunft zu betrachten, finde ich reichlich zynisch.

Hier mal die Statistik der Schulabschlüsse von diesem Jahr:



Quelle http://de.statista.com/statistik/daten/s...r-und-deutsche/

Und wenn jetzt jemand ne Statistik aus der DDR findet. dann sind wir wieder beim Thema.

LG von der Moskwitschka

PS Im Vergleich zu 1990 schließen in der Bundesrepublik 2015 10% mehr Schüker die Schule mit dem Abitur ab http://www.bildung-weltweit.de/pdf/kurzd...deutschland.pdf So haben wir auch einen Vergleichswert


Fatal ist mir das Lumpenpack,
das, um die Herzen zu rühren,
den Patriotismus trägt zur Schau,
mit allen seinen Geschwüren.

Heinrich Heine

Hanum83 und IM Kressin haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 18.11.2015 21:33 | nach oben springen

#1756

RE: Gut oder schlecht / wer wünscht "Sie" sich zurück ?

in Das Ende der DDR 18.11.2015 21:36
von DoreHolm | 7.681 Beiträge

Zitat von G.Michael im Beitrag #1754
Dore, ich seh da noch ein anderes "Problemchen".
Abi, hab ich, dann wird nicht mehr nachgefragt. Guter Abschluß Gut? Ne gerade so durchgewurschtelt.
Das könnte man weiterführen, ich machs mal mit selbst erlebten.
Abschluß, Meister Maschinenbau (gut)
Da gab es genug Leute die gerade mal so durchgeschusselt sind, die Urkunde war dieselbe.
Micha



Bei über den Schulabschluss hinaus führenden Bildungswegen war es allerdings so, so meine Erlebnisse. Es gibt und gab Meister, die es gerade so, mit Nachprüfung, geschafft haben und andere, die es mit Bravour geschaft hatten/haben. Die Nagelprobe geschieht dann in der Praxis in der Firma. Das kenne ich so aus dem Bereich Meisterausbildung Orthopädie-Schuhtechnik (einige von jenen fühlen sich als halbe Mediziner). Bei Fachschulstudium (Fernstudium) war es ähnlich. Wir waren alle von unseren Betrieben delegiert, d.h. wir wurden gebraucht und hatte dafür eine Planstelle, die auch schon im zweiten oder dritten Studienjahr von ihm besetzt wurde. Es hieß da immer "die Drei ist die Eins des kleinen Mannes.
Ich hatte mit Drei abgeschlossen und auf Grund meiner Abschlussarbeit wurde Einiges in der Fertigwarenkontrolle geändert und ich profitierte von diesen Erkenntniss erst recht nach der Wende in meinem Außendiensterjob. Mal interessant folgender Fakt: Der Schlechteste von uns, Abschluss mit Vier, arbeitete in einer Firma für wasserwirtschaftliche Anlagen. Bei einem späteren Klassentreffen berichtete er wie jeder von uns von seinen Arbeiten. Er war in Kuba, Östereich, Syrien und anderen Ländern eingesetzt, in die seine Firma Anlagen exportierte. Und das ohne irgendeine Parteimitgliedschaft. Letztlich zählte zum Schluss das, was der Meister, Ing. oder Akademiker in seinem Aufgabenbereich leistete.



IM Kressin hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 18.11.2015 21:39 | nach oben springen

#1757

RE: Gut oder schlecht / wer wünscht "Sie" sich zurück ?

in Das Ende der DDR 18.11.2015 21:39
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von Harzwanderer im Beitrag #1738
Am DDR-Auto war aber keine komplizierte Schummelsoftware zu justieren.


@Harzwanderer, nimm mal einen hochqualifizierten KfZ-Mechatroniker von heute. Den stellste dann vor einen Trabant und sagtst dem er möge die
Zündung einstellen. Und das ganz ohne Schlepptopp.
Wie lange würde es dauern und wieviele würden das rechte Vorderrad demontieren?
Micha


damals wars und IM Kressin haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#1758

RE: Gut oder schlecht / wer wünscht "Sie" sich zurück ?

in Das Ende der DDR 18.11.2015 21:52
von Harzwanderer | 2.921 Beiträge

Nochmal für alle zum Mitschreiben: Das war ein Witz von mir über den Niedergang des imperialistischen Fahrzeugbaus in der BRD. Wenngleich VW das Dichteste am VEB ist, das es im Westen gibt.


zuletzt bearbeitet 18.11.2015 21:53 | nach oben springen

#1759

RE: Gut oder schlecht / wer wünscht "Sie" sich zurück ?

in Das Ende der DDR 18.11.2015 22:52
von Gert | 12.354 Beiträge

Zitat von Potsdamerin im Beitrag #1737
Zitat von Gert im Beitrag #1730
Zitat von Potsdamerin im Beitrag #1728
[quote]
Ach Gert, wegen dir habe ich jetzt bestimmt einen Doppelpost. Man möge mir verzeihen.
Das mit dem Idioten bezog sich auf einige der heutigen Gymnasiasten (und ist böse, ich weiß).
Unsere schulische Ausbildung in der DDR war m.E. qualitativ bedeutend höher als heute. Aber mit einem Notendurchschnitt 2.0 zur EOS zugelassen werden zu wollen, ist schon etwas anmaßend. Die Regel war wohl bis 1,5. Ich hatte nur einen Notendurchschnitt von 1,7. Und das hat mich schon sehr gewundert, dass meine Klassenleiterin mich trotzdem gerne auf der EOS gesehen hätte und dementsprechend auch schon alles nötige unternahm. Vielleicht ließ sie die vielen häuslichen Pflichten, die ich als ältestes Kind hatte, mit in ihrer Bewertung einfließen. Mutter Verkäuferin. Habe meine Geschwister quasi allein großgezogen und so manche Hausaufgabe heimlich nachts gemacht, weil ich tagsüber gar nicht dazu gekommen bin. (Ooooh - die große Glocke leutet schon wieder. Ja, kann sie auch!) Ich durfte nicht zur EOS, weil meine Mutter das nicht wollte.
Aber wie du schon schriebst. Es standen dir ja etliche andere Möglichkeiten zur Verfügung, um dein Ziel zu erreichen. Und die hast du augenscheinlich ja auch genutzt.
.


habe gerade meine Frau gefragt, gelernte Lehrerin, Sek .I , also mit einem Notendurchschnitt von 2 wäre ich in der Bundesrepublik ohne Probleme aufs Gymnasium gekommen, die Unterstufenlehrerin hätte das sogar empfohlen. Wichtig waren vor allem die Hauptfächer wie Deutsch und Mathe. Das nur mal zu den hiesigen Verhältnissen.


Och, heute kannst du mit einem Notendurchschnitt von 3,4 auf's Gymnasium. Und, was bringt es dir?
Habe gelesen, Ausbildungsplätze zum Kfz-Mechatroniker. Bewerbung aber nur mit Abitur - Notendurchsnitt mind. 2.
Und Autoschrauber konntest du in der DDR auch ohne Abi werden, mit deinen 2.0 locker.
Das Abitur hat heute überhaupt nicht mehr den Stellenwert, den es zu DDR-Zeiten hatte.
Mir kommt es eher so vor, dass die Leute damit nur noch etwas vom Arbeitsmarkt und Arbeitsamt fern gehalten werden sollen.
Schade eigentlich.


Schätzelein schau mal in mein Profil und mein Alter, das ganze spielte sich im Jahr 1958 ab, nach 8 Jahren Grundschule. Da gab es auch noch gar keine POS , da waren 8 Jahre Grundschule angesagt, + 2 Jahre = Mittelschulereife + 4 Jahre Oberschule mit Abitur am Ende. So ging Schule in der DDR und die Noten spielten nicht die entscheidende Rolle, sondern die Herkunft. Als Sohn eines selbstständigen Handwerkers hatte ich mit meinen damals 14 Jährchen die Arschkarte. Was meinst du, was ich meinen Eltern später Vorwürfe gemacht habe, das sie diesen Sch.. staat nicht vor dem Mauerbau verlassen haben. Ich musste dies später allein tun unter weitaus höherem Risiko als noch im Sommer 1960 beispielsweise. Da kaufte man eine Fahrkarte für den Nachtzug nach Berlin und am nächsten Vormittag war man weg in Westberlin.


.
All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
John F.Kennedy 1963 in Berlin
Geld ist geprägte Freiheit!
Dostojewski 1866
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
Mahatma Gandhi
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#1760

RE: Gut oder schlecht / wer wünscht "Sie" sich zurück ?

in Das Ende der DDR 18.11.2015 22:59
von Gert | 12.354 Beiträge

Zitat von DoreHolm im Beitrag #1752


Und wer braucht diese Menge an Abiturienten eigentlich ? Die Wirtschaft sicher nicht. Die suchen sich die Rosinen aus dem ganzen Gemenge aus. Der Rest hofft lediglich, mit einem Abi in der Tasche seine Chancen auf der Suche nach dem "Wunschberuf" zu verbessern. Das sind zwei Jahre lang zusätzliche Kosten für den Staat, die nicht in dem Maße wieder reinkommen. Einmal die Aufwendungen für die Ausbildung, zum Anderen zwei Jahre später erst Einnahmen durch die Steueren der dann erst sozialleistungspflichtig Arbeitenden.



rot mark
diese Frage ist schon unzulässig. Jeder Schüler soll die Chance auf Bildung bekommen, die er möchte, und Punkt. Was er später daraus macht ist seine persönliche Sache und hat andere nicht zu interessieren, schon gar nicht irgendwelche Parteien


.
All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
John F.Kennedy 1963 in Berlin
Geld ist geprägte Freiheit!
Dostojewski 1866
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
Mahatma Gandhi
Hanum83 hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 18.11.2015 23:00 | nach oben springen


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