#1681

RE: Gut oder schlecht / wer wünscht "Sie" sich zurück ?

in Das Ende der DDR 18.11.2015 07:15
von Lutze | 8.039 Beiträge

Wir hatten in unserer Stadt ein Berufsberatungszentrum,
dort wurde unsere Klasse (glaube war die 8.) über alle möglichen Berufe
informiert,war an für sich eine gute Sache
Lutze


wer kämpft kann verlieren,
wer nicht kämpft hat schon verloren
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#1682

RE: Gut oder schlecht / wer wünscht "Sie" sich zurück ?

in Das Ende der DDR 18.11.2015 07:38
von Pit 59 | 10.156 Beiträge

Zitat von Lutze im Beitrag #1681
Wir hatten in unserer Stadt ein Berufsberatungszentrum,
dort wurde unsere Klasse (glaube war die 8.) über alle möglichen Berufe
informiert,war an für sich eine gute Sache
Lutze


Welches allerdings auch nach den Vorgaben der SED Beraten hat.


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#1683

RE: Gut oder schlecht / wer wünscht "Sie" sich zurück ?

in Das Ende der DDR 18.11.2015 07:41
von Pit 59 | 10.156 Beiträge

Wenn Papa bezahlt, kannst du mit Notendurchschitt 3 in der Schweiz immer noch Mediziner werden. Was dabei heraus kommt, sieht man ja.

OK,dann werde ich mir in Zukunft mal die Zeugnisse von den Notärzten und vor allem von meinem Hausarzt zeigen lassen.


turtle und Gert haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#1684

RE: Gut oder schlecht / wer wünscht "Sie" sich zurück ?

in Das Ende der DDR 18.11.2015 07:50
von Hanum83 | 4.794 Beiträge

Zitat von G.Michael im Beitrag #1676
Jetzt hast Du mich überzeugt
Ich werde meinen Anteil am Volkseigentum einklagen. Von jeder hier herumfahrender Straßenbahn, nur z.Bsp. gehöhrt mir ja so grob gerechnet
1 17 Millionstel. Ach was da zusammenkommt, wenn man das Gesamtpaket sieht.
Micha


Kann einem aber auch auf die Füße fallen.
Nach Stabsfelds Milchmädchenrechnung hat quasi die pöse BRD den armen DDR-Bürger beklaut, wenn man aber das entwendete Volkseigentum Ost mit dem rübergereichten Volkseigentum West verrechnet, also, ich glaub da müsste man wohl eher paar Euronen abdrücken als groß einzusacken.


"Deitsch on frei wolln mer sei, on do bleibn mer aah derbei"
(Anton Günther)
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#1685

RE: Gut oder schlecht / wer wünscht "Sie" sich zurück ?

in Das Ende der DDR 18.11.2015 08:01
von Pit 59 | 10.156 Beiträge

Stimmt,ich habe mir meinen Teil am Volkseigentum schon Umgelagert.


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#1686

RE: Gut oder schlecht / wer wünscht "Sie" sich zurück ?

in Das Ende der DDR 18.11.2015 08:15
von Alfred | 6.854 Beiträge

Zitat von Moskwitschka im Beitrag #1679
Man @G.Michael Nicht jede Schule hatte ihre eigene Küche. ich kann mich noch heute gut an die großen grünen Kübel erinnern, aus denen die Küchenfrauen die Nudeln geschöpft haben. Und weil das Schulessen bei mir aus einer Großküche geliefert wurde, die Makkaroni "stundenlang" warm gehalten wurden, waren sie so herrlich klitschig. Ich habe lange probiert, um guten Freunden, genau solche Nudeln bei einem gemeinsamen Essen auf den Tisch zu zaubern

Und was die 100% Ausbildungsvermitlung betrifft. Hat sich damals je einer gefragt, wie das zustande gekommen ist? Nicht jeder hat den Beruf lernen können, von dem er geträumt ht. Das war schon damals abhängig von der Leistung und auch dem Angebot und einigen anderen Faktoren. Und schon damals blieben am Ende einige auf der Strecke. Wer hat schon zugegeben, dass mit Hilfe der Lehrer und Schulleiter zur Ausbildung gekommen ist

Ein besonders krasses Beispiel. Vielleicht ein Einzelfall. Ein Junge, deren Mutter Ärztin war, ist nicht so geraten. Warum, steht auf einem anderen Blatt. Ob nun die Mutter sich auf die Schule verlassen hat, oder die Schule auf dei verntwortungssvolle Ärztin, sei mal dahin gestellt. Jdenfalls hat der Junge nach der 10. Klasse mit Ach und Krach die Abschlußprüfung bestanden und wollte gern Schuhmacher werden. Besagte Schulleiterin lief sich die Hacken ab. Und fand einen Ausbildungsplatz.

Schon damals mussten die Eltern den Ausbildungsvertrag gegen zeichnn. Die Ärztin und Mutter des Jungen verweigerte das, weil der Beruf, den ihr Sohn ergreifen wollte, nicht standesgemäß war. Ein Problem zwischen Mutter und Sohn, aber ein sehr großes für die Schulleiterin., die die ach so tolle 100%-ige Versorgung der Schulabgänger mit Ausbildungsplätzen nachweisen musste.

Es gibt viele Geschichten die von der eigenen abweichen und die keiner in Abrede stellt. Das ist doch das spannende an dem Forum. Es sollte aber auch zum Nachdenken anregen, wie in der DDR 100% entstanden sind.

LG von der Moskwitschka





Richtig,

in der DDR konnte nicht jeder lernen was Mann / Frau wollte.Das hing ganz einfach mit den vorhandenen Lehrstellen zusammen, weil hier im groben geregt war, dass die Personen die eine Lehrstelle bekamen auch übernommen wurden. So war dies auch bei den Studienplätze geregelt.

Und auch heute findet nicht jeder seine Traumausbildung.


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#1687

RE: Gut oder schlecht / wer wünscht "Sie" sich zurück ?

in Das Ende der DDR 18.11.2015 09:16
von Moskwitschka | 2.532 Beiträge

Zitat von damals wars im Beitrag #1680

Die Masse (Theologen) dürfte aber studiert haben, und die Studenten dürften es zumindest versucht haben.
Bergner, Gauck und Merkel fehlen ganz?


Ich hatte ja geschrieben, dass die Liste unvollständig ist. Und wenn Herr Gauck und Frau Merkel in dieser Liste erscheinen würden, würden sich wahrscheinlich einige aus der Liste löschen lassen.

Aber Spaß beseite. Keiner wrd als Oppositoneller geboren. Und richtig, nicht alle von ihnen haben das Studium beendet, die eins begonnen haben. Doch lag das immer an mangelnden Leistungen? Es gab nicht wenige, die gerade um 1977 exmatrikuliert und zur Bewährung in die Produktion "zugeführt" wurden.

Ein prominentes Beispiel ist Roland Jahn:

Nach dem Abitur 1972 leistete Jahn Grundwehrdienst bei der Volkspolizei-Bereitschaft in Rudolstadt und nahm 1975 ein Studium der Wirtschaftswissenschaften in Jena auf. Seine Opposition begann mit öffentlichen Protesten gegen die Ausbürgerung Wolf Biermanns. Am 1. Mai 1977 trug er ein leeres weißes Plakat auf der offiziellen Maikundgebung, um die Zensur in der DDR zu kritisieren. Unter dem Vorwurf marxistischer "Wissenslücken" wurde er 1977 exmatrikuliert und arbeitete fortan als Transportarbeiter beim VEB Carl Zeiss Jena zur Bewährung in der Produktion.

https://de.wikipedia.org/wiki/Roland_Jahn

Und gerade diese Erfahrung hat nicht wenige in ihrr Haltung bestärkt. Nicht die erfahrene "Willkür" sondern die neuen Erfahrungen im täglichen Alltag mit der Arbeiterklasse, die so ganz von der Theorie abwichen. Man hat nicht selten das Gegenteil erreicht, was man mit diesen "Disziplinarmaßnahmen" erreichen wollte.

Ich persönlich möchte diese Zeit nicht missen. Aber das ist auch einer von vielen Gründen, warum ich mir die DDR nicht zurück wünsche.

LG von der Moskwitschka


„Nichts ist schwieriger und nichts erfordert mehr Charakter, als sich im offenen Gegensatz zu seiner Zeit zu befinden und laut zu sagen: Nein!“

Kurt Tucholsky

Gert, 1941ziger, turtle, Elch78 und IM Kressin haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 18.11.2015 09:17 | nach oben springen

#1688

RE: Gut oder schlecht / wer wünscht "Sie" sich zurück ?

in Das Ende der DDR 18.11.2015 09:25
von 1941ziger | 1.002 Beiträge

Zitat von StabsfeldKoenig im Beitrag #1669


Mit 10. Klasse + Facharbeiter konnte man ein Fachschulstudium absolvieren, was den Aufstieg in die mittlere Führungsebene ermöglichte. Ein FS-abschluß war darüber hinaus eine Hochschul-Zugangsberechtigung im eigenem Fachgebiet. Daneben konnte man das ABI an der Volkshochschule nachmachen (durfte jeder, oder kennt jemand einen, dem das nicht erlaubt war?).

Der Weg in die mittlere Führungsebene und auch etwas weiter ging auch über die Bezirksparteischulen. Ich kenne einige
Schwachmaate die in unserer Firma (ein Devisenbringer 1.Klasse) ihr Unwesen trieben, z.B. mein Bereichsleiter, der Chef der TKO
vom Kaderleiter wollen wir gar nicht sprechen. Alle hatten mal mit der Meisterschule begonnen, hatten im ersten Jahr das Handtuch geworfen
und waren dann unsere Chefs geworden...........unser Kaderleiter ging dann sogar zur Parteihochschule und bekam einen Posten
in der Kombinatsleitung..........nur soviel: seine Unterschrift konnte er fehlerfrei.
Ich will damit sagen, nicht nur Leistung zählte....mit dem richtigen Parteibuch ging es auch und manchmal besser.
Ich habe 3 Jahre in der Berufsausbildung als Lehrfacharbeiter gearbeitet. Auch da gab es Besonderheiten, einem Lehrling
dessen Facharbeiterprüfung auf der Kippe stand wurden die Noten nach oben korrigiert sobald er sich als SAZ verpflichtete.
Wir wurden angewiesen denjenigen positiver zu beurteilen.
Gemauschelt wurde immer, nur das Vitamin B ist unterschiedlich.

So, für mich ist das Thema ausgeschöpft, ist zwar gut für das Winterloch....aber einmal geschluckter Ärger kommt wieder hoch.


Die veröffentlichte Meinung ist nicht die Öffentliche.
turtle, Moskwitschka, Gert, ek40 und IM Kressin haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 18.11.2015 09:37 | nach oben springen

#1689

RE: Gut oder schlecht / wer wünscht "Sie" sich zurück ?

in Das Ende der DDR 18.11.2015 09:37
von Gert | 12.356 Beiträge

Zitat von Pitti53 im Beitrag #1664
[quote]
Wußte ich doch, das auf so eine primitive Aussage keine Antwort kommt

Für mich biste durch





wenn einer primitiv ist, dann bist du es mit deine durchsichtigen Attacken.


.
All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
John F.Kennedy 1963 in Berlin
Geld ist geprägte Freiheit!
Dostojewski 1866
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
Mahatma Gandhi
zuletzt bearbeitet 18.11.2015 09:45 | nach oben springen

#1690

RE: Gut oder schlecht / wer wünscht "Sie" sich zurück ?

in Das Ende der DDR 18.11.2015 09:44
von 1941ziger | 1.002 Beiträge

Ich versuche immer die Beiträge zu lesen damit ich nichts falsch interpretiere , aber @Gert du machst es schwer.
Durch die Unmenge deiner angeklickten Zitate weiß man manchmal nicht was Du überhaupt sagen willst,
Mensch mach's doch etwas einfacher.


Die veröffentlichte Meinung ist nicht die Öffentliche.
Gert hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#1691

RE: Gut oder schlecht / wer wünscht "Sie" sich zurück ?

in Das Ende der DDR 18.11.2015 09:46
von Gert | 12.356 Beiträge

Zitat von 1941ziger im Beitrag #1690
Ich versuche immer die Beiträge zu lesen damit ich nichts falsch interpretiere , aber @Gert du machst es schwer.
Durch die Unmenge deiner angeklickten Zitate weiß man manchmal nicht was Du überhaupt sagen willst,
Mensch mach's doch etwas einfacher.



erledigt!


.
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#1692

RE: Gut oder schlecht / wer wünscht "Sie" sich zurück ?

in Das Ende der DDR 18.11.2015 09:46
von DoreHolm | 7.707 Beiträge

Zitat von Pit 59 im Beitrag #1682
Zitat von Lutze im Beitrag #1681
Wir hatten in unserer Stadt ein Berufsberatungszentrum,
dort wurde unsere Klasse (glaube war die 8.) über alle möglichen Berufe
informiert,war an für sich eine gute Sache
Lutze


Welches allerdings auch nach den Vorgaben der SED Beraten hat.


Schieb doch nicht alles auf die SED ! Schule und Lehrausbildung ging Alle was an und wenn der Verantwortliche in einem der mitverantwortlichen Ämter und Behörden kein SED-Mitglied, sondern z.B. in der LDPD, CDU oder Sonstwer war, dann war der das, der für eine fachliche und von den Bedürfnissen der Wirtschaft geleitete Beratung der Schulabgänger zu sorgen hatte. Hier ging es nicht vordergründig um Parteipolitik, sondern um Sachpolitik. Jedes Mitglie einer Partei oder auch Parteiloser, der nicht in einer politischen Funktion tätig war, hatte in erster Linie eine fachliche Aufgabe zu erfüllen wie heute auch z.B. in den Kommunen, in denen, egal durch welche Parteimitglieder, Sachpolitik gemacht wird.



zuletzt bearbeitet 18.11.2015 09:48 | nach oben springen

#1693

RE: Gut oder schlecht / wer wünscht "Sie" sich zurück ?

in Das Ende der DDR 18.11.2015 09:50
von Gert | 12.356 Beiträge

Zitat von DoreHolm im Beitrag #1692

Schieb doch nicht alles auf die SED ! Schule und Lehrausbildung ging Alle was an und wenn der verantwortliche in einem der mitverantwortlichen Ämter und Behörden kein SED-mitglied, sondern z.B. in der LDPD, CDU oder Sonstwer war, dann war der das, der für eine Beratung der Schulabgänger zu sorgen hatte. Hier ging es nicht vordergründig um Parteipolitik, sondern um Sachpolitik. Jedes Mitglie einer Partei oder auch Parteiloser, der nicht in einer politischen Funktion tätig war, hatte in erster Linie eine fachliche Aufgabe zu erfüllen wie heute auch z.B. in den Kommunen, in denen, egal durch welche Parteimitglieder, Sachpolitik gemacht wird.


@DoreHolm
wie sagte Walter Ulbricht, es muss einen demokratischen Anschein haben, aber wir müssen die Macht haben. Und so hat er es mit seiner SED umgesetzt. Wer sollte denn ausser der SED dort was zu sagen haben, ich habe keinen kennegelernt der an der SED vorbei Entscheidungen getroffen hat ? die dagegen opponierten saßen entweder im Zuchthaus oder emigrierten in den westlichen Teil D 's


.
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zuletzt bearbeitet 18.11.2015 09:51 | nach oben springen

#1694

RE: Gut oder schlecht / wer wünscht "Sie" sich zurück ?

in Das Ende der DDR 18.11.2015 09:54
von DoreHolm | 7.707 Beiträge

Zitat von Gert im Beitrag #1693
Zitat von DoreHolm im Beitrag #1692

Schieb doch nicht alles auf die SED ! Schule und Lehrausbildung ging Alle was an und wenn der verantwortliche in einem der mitverantwortlichen Ämter und Behörden kein SED-mitglied, sondern z.B. in der LDPD, CDU oder Sonstwer war, dann war der das, der für eine Beratung der Schulabgänger zu sorgen hatte. Hier ging es nicht vordergründig um Parteipolitik, sondern um Sachpolitik. Jedes Mitglie einer Partei oder auch Parteiloser, der nicht in einer politischen Funktion tätig war, hatte in erster Linie eine fachliche Aufgabe zu erfüllen wie heute auch z.B. in den Kommunen, in denen, egal durch welche Parteimitglieder, Sachpolitik gemacht wird.


@DoreHolm
wie sagte Walter Ulbricht, es muss einen demokratischen Anschein haben, aber wir müssen die Macht haben. Und so hat er es mit seiner SED umgesetzt. Wer sollte denn ausser der SED dort was zu sagen haben, ich habe keinen kennegelernt der an der SED vorbei Entscheidungen getroffen hat ? die dagegen opponierten saßen entweder im Zuchthaus oder emigrierten in den westlichen Teil D 's


Alles klar. Du kommst einfach nicht aus der Zeit bis zu Deiner Flucht raus.



Gert hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#1695

RE: Gut oder schlecht / wer wünscht "Sie" sich zurück ?

in Das Ende der DDR 18.11.2015 10:03
von Gert | 12.356 Beiträge

Zitat von Potsdamerin im Beitrag #1666
[quote]iner Schule hat man darauf geachtet, dass die Verteilung der EOS-Plätze sich die Waage halten. Worauf man aber auch geachtet hat und was ich sehr gut fand: Es durfte nicht jeder Idiot studieren. Die schulischen Leistungen waren für einen EOS-Platz sehr Ausschlag gebend im Gegensatz zu heute. Da kann mit dem nötigen Kleingeld wirklich jeder studieren. Wenn Papa bezahlt, kannst du mit Notendurchschitt 3 in der Schweiz immer noch Mediziner werden. Was dabei heraus kommt, sieht man ja.


so, welchen Notendurchschnitt musste man denn haben um an die Oberschule/EOS angenommen zu werden ? Also ich hatte eine Notendurchschnitt von einer glatten 2 , überwiegend 2 er Noten , eine 1er und ein 3er. Mir wurde der Zugang zur Oberschule verweigert. Gehörte ich damit zu den Idioten wie du sie nennst ?
Meine Einschätzung ist, dass der Grund dafür war, dass meine Eltern keine Arbeiter und Bauern waren, das war unser Kainsmal wie 15 Jahr zuvor die Juden mit ihrem Davidstern wurden nun alle Nicht Arbeiter und Bauern aus der Ulbrichtschen Gesellschaftsordnung ausgegrenzt. So habe ich es erlebt. Ich habe die Bildung nachgeholt aber unter ungleich schwereren Bedingungen.


.
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#1696

RE: Gut oder schlecht / wer wünscht "Sie" sich zurück ?

in Das Ende der DDR 18.11.2015 10:04
von Alfred | 6.854 Beiträge

Na ein 2 er Durchschnitt ist ja nun auch nicht der Kracher wenn zum Abi geht.


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#1697

RE: Gut oder schlecht / wer wünscht "Sie" sich zurück ?

in Das Ende der DDR 18.11.2015 10:06
von Gert | 12.356 Beiträge

Zitat von DoreHolm im Beitrag #1694
Zitat von Gert im Beitrag #1693
Zitat von DoreHolm im Beitrag #1692

Schieb doch nicht alles auf die SED ! Schule und Lehrausbildung ging Alle was an und wenn der verantwortliche in einem der mitverantwortlichen Ämter und Behörden kein SED-mitglied, sondern z.B. in der LDPD, CDU oder Sonstwer war, dann war der das, der für eine Beratung der Schulabgänger zu sorgen hatte. Hier ging es nicht vordergründig um Parteipolitik, sondern um Sachpolitik. Jedes Mitglie einer Partei oder auch Parteiloser, der nicht in einer politischen Funktion tätig war, hatte in erster Linie eine fachliche Aufgabe zu erfüllen wie heute auch z.B. in den Kommunen, in denen, egal durch welche Parteimitglieder, Sachpolitik gemacht wird.


@DoreHolm
wie sagte Walter Ulbricht, es muss einen demokratischen Anschein haben, aber wir müssen die Macht haben. Und so hat er es mit seiner SED umgesetzt. Wer sollte denn ausser der SED dort was zu sagen haben, ich habe keinen kennegelernt der an der SED vorbei Entscheidungen getroffen hat ? die dagegen opponierten saßen entweder im Zuchthaus oder emigrierten in den westlichen Teil D 's


Alles klar. Du kommst einfach nicht aus der Zeit bis zu Deiner Flucht raus.




das mag auf den ersten Anschein so aussehen , ich hatte aber enge Kontakte in die DDR auch nach 1972 über die Reisegenehmigungen. Ich habe oft meine Familie in EF besucht und es wurde viel erzählt und gesprochen. Obendrein konnte ich vieles selbst in Augenschein nehmen


.
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Mahatma Gandhi
zuletzt bearbeitet 18.11.2015 10:07 | nach oben springen

#1698

RE: Gut oder schlecht / wer wünscht "Sie" sich zurück ?

in Das Ende der DDR 18.11.2015 10:11
von Gert | 12.356 Beiträge

Zitat von Alfred im Beitrag #1696
Na ein 2 er Durchschnitt ist ja nun auch nicht der Kracher wenn(es) zum Abi geht.


in der Bundesrepublik gar kein Problem., @Alfred. Vor allem in Deutsch hatte ich sehr gute Noten, da wäre mir so ein Lapsus (rot) nicht passiert.


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#1699

RE: Gut oder schlecht / wer wünscht "Sie" sich zurück ?

in Das Ende der DDR 18.11.2015 10:15
von Moskwitschka | 2.532 Beiträge

Na ja @Gert dazwischen gab es noch einen ganze Menge Grautöne in den verschiedensten Schattierungen. Auf beiden Seiten, sowohl auf der der Staatsmacht, als auch auf der Seite derer, die etwas bewegen wollten.

Es gab engagierte Menschen, die den vorgegeben Rahmen "ausreizten", um Veränderungen im engeren Umfeld herbei zu führen. Einfach war das nicht. Aber wenn man auf einen Parteisekretär oder BGLer oder staatlichen Leiter ( und wenn es die Leiterin eines Kindergartens war) traf, die selbst etwas bewegen wollten, hat das manches einfacher gemacht. Nur kann ich im Rückblick sagen, dass das nicht die Regel war. Genauso wie es nicht die Regel war, dass sich jeder DDR - Bürger für die Allgemeinheit eingesetzt hat. Meckern war bei nicht wenigen Ende der Fahnenstange

Was aber nicht bestritten werden kann, dass es je höher in den Hirarchien des Parteiapparates ging, um so engstirniger wurde es.

LG von der Moskwitschka


„Nichts ist schwieriger und nichts erfordert mehr Charakter, als sich im offenen Gegensatz zu seiner Zeit zu befinden und laut zu sagen: Nein!“

Kurt Tucholsky

Gert, DoreHolm und IM Kressin haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#1700

RE: Gut oder schlecht / wer wünscht "Sie" sich zurück ?

in Das Ende der DDR 18.11.2015 10:23
von Gert | 12.356 Beiträge

@ Moskwitschka, wie wir heute wissen, war die Stasikrake sogar schon in den Schulen aktiv. Sie hatten alles im Griff und über die ihnen hörigen Lehrer haben sie auch dort " Politik" gemacht.
Ach was machen wir uns hier unsere Gedanken über Sachen die längst vorbei sind und auch entschieden wurden durch die mutigen Menschen in der DDR. Es ist vorbei und noch einmal kommen sie nicht an die Macht. Da ist mal klar und wichtig.


.
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