#1261

RE: Gut oder schlecht / wer wünscht "Sie" sich zurück ?

in Das Ende der DDR 18.10.2015 18:41
von Heckenhaus | 5.153 Beiträge

Zitat von der alte Grenzgänger im Beitrag #1260
Wolfgang, ich glaube, Du bist im Moment etwas blockiert...
Es geht doch genau um das, was Du hier selbst einforderst (nicht nur eine Wahrheit usw...)- jetztr müsstest Du bloß noch dem anderen auch seine Erfahrungen / Meinung zugestehen...

Siggi
(der eigentlich nur einen Einwurf machen wollte...)

Mach ich doch, nur dann kommt

Zitat
Und ich gönne jedem seine DDR - Kuscheldecke, die er über die Zeit gerettet hat


oder

Zitat
Aber wahrscheinlich hast du unter Ulbrichts Zeit noch nicht gelebt, das möchte ich deiner unvollständigen Aufzählung zugute halten.


oder

Zitat
du hast wohl in einer anderen DDR gelebt als ich



Wer gesteht wem was nicht zu ? Ich habe zu keiner Zeit behauptet, User X oderY schreibt die Unwahrheit, sondern allein meine Erfahrungen beschrieben, mit den Ergebnissen : Siehe verlinkte Zitate.
Wenn User X oder Y es anders erlebt hat muß das nicht mein Erleben gewesen sein.
Das allein bitte ich zu respektieren, ohne dumme Kommentare. Meine Erfahrungen sind nun mal anders als die von User X oder Y, aus regionalen Gründen, aus Gründen der jeweilig anderen Zeit, aus eigenem Empfinden.
Der Eine empfand schon den Fahnenappell als Politik, ich lache darüber.


.
.
„Toleranz ist die letzte Tugend einer untergehenden Gesellschaft.”
— Aristoteles -

"Man kann alle Leute einige Zeit zum Narren halten und einige Leute allezeit; aber alle Leute allezeit zum Narren halten kann man nicht."
— Abraham Lincoln –
.
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#1262

RE: Gut oder schlecht / wer wünscht "Sie" sich zurück ?

in Das Ende der DDR 18.10.2015 18:46
von der alte Grenzgänger | 1.009 Beiträge

Alles klar- der Diskussion noch einen guten Verlauf ....

Siggi


"Man rühmt und man schmäht die meisten Dinge, weil es Mode ist, sie zu rühmen oder sie zu schmähen"
La Rochefoucauld (1613 - 1680)
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#1263

RE: Gut oder schlecht / wer wünscht "Sie" sich zurück ?

in Das Ende der DDR 18.10.2015 19:00
von Klauspeter | 989 Beiträge

Zitat von der alte Grenzgänger im Beitrag #1257
[...]
Es ist leider eine unsägliche, von Ignoranz und Intoleranz beherrschte Diskussion ....
Siggi

Ich fand, es war eine sehr interessante Diskussion.
Eine von Ignoranz und Intoleranz beherrschte Diskussion? Das wirft jede Gruppe der anderen Gruppe vor.

Auch 25 Jahre nach dem Untergang der DDR verstehen wir es nicht, uns ein ganz klein wenig in die Erlebnis- und Gedankenwelt des "ideologischen Gegners" hineinzuversetzen. Jeder hat es anders erlebt, jeder hatte andere Umstände und jeder hat sich daraus sein Weltbild gebastelt.
Wenn es um Politik geht, steckt in jedem von uns ein kleiner Rechthaber - ähnlich wie beim Fußball.
Vielleicht ist das ganz normal; auf jeden Fall aber ist das sehr schade...

Klaus


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#1264

RE: Gut oder schlecht / wer wünscht "Sie" sich zurück ?

in Das Ende der DDR 18.10.2015 19:36
von bürger der ddr | 3.638 Beiträge

@Heckenhaus und @Gert , irgendwie habt ihr Beide teilweise Recht. Ja, es gab Quoten für die einzelnen Schichten, da wurden kinder aus der "Arbeiterklasse" bevorzugt, es konntebn aber auch Kinder von Pfarrer studieren.
Ich denke wenn zwei Bewerber für die EOS mit gleichem Durchschnitt auf der "Matte" standen, da wurde der Bewerber aus "Arbeiterklasse" bevorzugt. Und diese Einstufung ging nicht in Richtung "Christen" oder "Parteigänger", die ging wirklich durch die Schichten. Z.B. mein Vater als Direktor eines VEB zählte zur "Intelligen" und somit stand für mich als Kind nicht aus der "Arbeiterklasse" kommend die gleiche Frage.....



Heckenhaus und DoreHolm haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#1265

RE: Gut oder schlecht / wer wünscht "Sie" sich zurück ?

in Das Ende der DDR 18.10.2015 20:06
von Signalobermaat | 358 Beiträge

Hallo Gert, ich kann deine Aussagen so nicht stehen lassen und das hat auch nichts mit irgendwelchen kommunistischen Einstellungen zu tun.
Du hast ja Recht, wer in Köln studiert und in Köln bei seinen Eltern wohnt, die beide oder zumindestens noch einer Arbeit hat, kann man mit Bafög gut hinkommen.
Nun ist die Praxis aber das Kriterium der Wahrheit.
Meine Enkeltochter hat einen Studienplatz in Fulda reichlich 4oo Km.Mit Glück hat sie noch eine Miniwohnung (1 Raum) bekommen. Miete 450€ .
Dazu kommen dann Studiengebühren Lehrmaterial, Heimfahrten, Essen und Trinken muß man ja auch.Das läßt sich mit Bafög allein schon nicht stemmen.
Erinnere dich Studium in der DDR kostenlos.Studentenwohnheime sehr preiswert. Analog Lehrlingswohnheime mit Vollverpflegung.
Bafög muß zu 5o% zurückgezahlt werden. Wenn man aber nun nach Studium keine Arbeit findet, wird es schwierig.
Mein Sohn( Vater der studierenden Enkeltochter) macht jetzt sein 2. Hochschulstudium, da er nach Abschluß des 1. Studiums, weit und breit keine entsprechende Arbeit, trotz Versprechen bekam.Sein erstes Bafög muß er trotzdem abzahlen
Er bekommt jetzt kein Bafög, muß alles allein finanzieren.
Er ist selbständig und hat nicht einmal ein regelmäßiges Einkommen, manchen Monat wesendlich weniger, als ich mit meiner Strafrente.
Mein Sohn, also selbiger, hat dreieinhalb Jahre 150Km entfernt von uns seine Ausbildung absolviert.Unterkunft und Verpflegung mußten wir allein bezahlen.Mit seinem Lehrlingsgeld( geförderte Ausbildung vom Ausbildungsring),waren gerade mal die Heimfahrten und ein bißchen Freizeit abgegolten.
Ich habe 3 Jahre gelernt. Habe im Lehrlingswohnheim gewohnt mit Vollverpflegung.Also von der ausgezahlten Lehrlingsrente mußte ich nichts bezahlen, bin mir aber nicht sicher, ob da gleich von derBBS etwas einbehalten wurde.Glaub es aber nicht.
Und nun noch etwas.Wir wurden in Lehrwerkstätten ausgebildet,wir durchliefen dort alle für unseren Beruf notwendigen Bereiche.Im 3. Lehrjahr arbeiteten wir dann in der Produktion.
Unsere Ausbildung war richtig gut. Wir konnten überall eingesetzt werden.Davon profitiere ich in meiner Hobbywerkstatt heut noch.
Heut lernen Lehrlinge in Betrieben und verrichten Arbeiten,entsprechend der Auftgragslage des Betriebes, ob das in das Ausbildungsprofil fällt oder nicht..
Ein Freund meines Sohne lernte Kfz Schlosser.Nach einem Jahr sagte er, das einzige, was er perfekt beherrscht ist Autowaschen.
Ein Beispiel aus meiner Familie.
Der Freund meiner anderen Enkeltochter lernt in Hannover Fliesenleger. Währen seiner gesamten Lehrzeit wurden Fliesen nur geklebt.
Zur Prüfung mußte er Tiefbett fliesen.in der gesamten Ausbildung nie gemacht. Pech gehabt.
Also du siehst, ich habe in den 25 Jahren BRD sehr viel dazu gelernt in Bezug Bildung DDR und BRD.Also sage nicht, ich komme nur mit kommunistischen Parolen und habe nichts dazugelernt.
In diesem Staat lernt man schneller dazu als einem lieb ist. vor allem nach der Wende, da muße mancher ganz schnell lernen, wie er über den Tisch gezogen wurde und der Staat sah tatenlos zu und kassierte noch mit.
Wieviel Briefkastenfirmen haben ehrliche gutgläubige Leute betrogen, Abzocke bei Kaffeefahrten, oder im Internet. Und eine Polizei, die auch ganz schnell gelernt hat,was man gleich einstellen kann, weil nicht raus kommt.
In der DDR hat man jeden Karnickeldiebstahl erst genommen, naja vielleicht nicht jeden, aber man hat sich zumindestens bemüht und meistens hat das schon der ABV geklärt, der kannte seinen Bereich.
ABV hat man ja auch gleich abgeschafft , war zu kommunistisch.Später hat man gemerkt, war doch nicht so schlecht und führte den Ortspolizisten ein.
Wenn dir solche Erfahrungen erspart geblieben sind, sei froh, nimm aber zur Kenntnis daß es nichts mit kommunistischer Ideologie zu tun hat, sondern mit praktischen Erleben in beiden Systemen.
Und wie schon viele vor mir sagten, jeder hat es anders erlebt und deshalb sollte man die Meinung des Anderen solange sie sich nicht auf ideologische Phrasen bezieht sondern Praxisorientiert ist einfach akzeptieren.



IM Kressin hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#1266

RE: Gut oder schlecht / wer wünscht "Sie" sich zurück ?

in Das Ende der DDR 18.10.2015 20:06
von Harzwanderer | 2.933 Beiträge

Bei meinem Harz-Kumpel gab es zwei EOS-Plätze in der Klasse. Beide gingen an "Arbeiterkinder": Das Kind eines SED-Bonzen und das Kind eines MfS-Offiziers, das waren keineswegs die besten Schüler. In Ost-Berlin kenne ich eine Oberschülerin, die, obwohl Klassenbeste, nicht zur EOS durfte, weil sie zu christlich war. Die konnte zum Glück nach der Wende das Abi nachmachen und ist heute Ärztin. Meine Mutter durfte in den Fünfzigern, da als "zu bürgerlich" eingestuft, grundsätzlich später nicht Abi machen. Sie ist dann "umgezogen" und hat es woanders gemacht.


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#1267

RE: Gut oder schlecht / wer wünscht "Sie" sich zurück ?

in Das Ende der DDR 18.10.2015 20:12
von Gert | 12.356 Beiträge

Zitat von bürger der ddr im Beitrag #1264
@Heckenhaus und @Gert , irgendwie habt ihr Beide teilweise Recht. Ja, es gab Quoten für die einzelnen Schichten, da wurden kinder aus der "Arbeiterklasse" bevorzugt, es konntebn aber auch Kinder von Pfarrer studieren.
Ich denke wenn zwei Bewerber für die EOS mit gleichem Durchschnitt auf der "Matte" standen, da wurde der Bewerber aus "Arbeiterklasse" bevorzugt. Und diese Einstufung ging nicht in Richtung "Christen" oder "Parteigänger", die ging wirklich durch die Schichten. Z.B. mein Vater als Direktor eines VEB zählte zur "Intelligen" und somit stand für mich als Kind nicht aus der "Arbeiterklasse" kommend die gleiche Frage.....


habe heute einen Film über das Ende der DDR gesehen. Es wurde auch die absurde Szenerie gezeigt, dass das Ehepaar Honecker plötzlich obdachlos war. Da kam die rettende Idee, die beiden im Pfarrhaus des Pfarrer Holmes, in Bernau glaube ich war es, unterzubringen. Es klingt immer so abgedroschen zu sagen : man trifft sich im Leben immer 2 x. Warum ich das zitiere? Dieser Pfarrer hatte 3 Töchter und diese wollten gern die Oberschule besuchen. Die Einheitssozialisten sahen das aber anders und verweigerten die gewünschte Bildung für die 3 Mädels. Ich hoffe Holmes hat es den Honeckers unter die Nase gerieben und zwar jeden Morgen nach dem Frühstück. Sie müssen vor Scham in den Boden gesunken sein, wenn sie überhaupt zu solchen Gefühlen fähig waren.


.
All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
John F.Kennedy 1963 in Berlin
Geld ist geprägte Freiheit!
Dostojewski 1866
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
Mahatma Gandhi
zuletzt bearbeitet 18.10.2015 20:13 | nach oben springen

#1268

RE: Gut oder schlecht / wer wünscht "Sie" sich zurück ?

in Das Ende der DDR 18.10.2015 20:15
von Alfred | 6.854 Beiträge

Na die Oberschule werden die Kinder schon besucht haben.

Vielleicht kein Abitur, aber da traf es auch Kinder von treuen Genossen.


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#1269

RE: Gut oder schlecht / wer wünscht "Sie" sich zurück ?

in Das Ende der DDR 18.10.2015 20:19
von Gert | 12.356 Beiträge

Zitat von Alfred im Beitrag #1268
Na die Oberschule werden die Kinder schon besucht haben.

Vielleicht kein Abitur, aber da traf es auch Kinder von treuen Genossen.


@Alfred was soll denn dieser Nonsens , eine Oberschule, damit meinst du doch das Gymansium, besuchen ohne Reifeprüfung oder?


.
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Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
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#1270

RE: Gut oder schlecht / wer wünscht "Sie" sich zurück ?

in Das Ende der DDR 18.10.2015 20:33
von Nostalgiker | 2.554 Beiträge

Zitat von Gert im Beitrag #1248
Zitat von Heckenhaus im Beitrag #1244
@Moskwitschka, übertreibst und verallgemeinerst du da nicht ein wenig ?
Oder veilleicht sogar ein wenig mehr als wenig ?

Ich kenne niemanden, der im DDR-Schulsystem ohne Dazutun der Eltern Schaden genommen hat,
EOS-Besuch war abhängig vom Leistungsdurchschnitt, Zwei-Komma-weiß ich wieviel war erforderlich,Lehrer haben
nicht bevormundet, sondern Wissen vermittelt,

verlängerte Parteiarme habe ich nirgends gesehen, und was ein Eberhard Aurich schreibt, der selbst dazugehörte,
Wendehälse gab es massenhaft, und denen glaubt man heute, daß sie es besser gewußt haben.
Hinterher ist es immer leicht, die Vergangenheit schlechtzureden, liest man auch hier alltäglich.


du hast wohl in einer anderen DDR gelebt als ich. Soziale Herkunft, also nicht Arbeiter und Bauernkind war unter dem Kommunisten Ulbricht ganz klar ein Ausschlußkriterium. Aber wahrscheinlich hast du unter Ulbrichts Zeit noch nicht gelebt, das möchte ich deiner unvollständigen Aufzählung zugute halten.


Irrtum @Gert ! Kein Ausschlußkriterium wie Du meinst zu wissen, allerdings ein Auswahlkriterium neben dem geforderten Leistungsdurchschnitt.
Später und beleibe nicht zu Deiner Schulzeit, auch nicht zu meiner, spielte noch die sogenannte gesellschaftliche Aktivität (aktiv sein bei den Pionieren und dann FDJ), der richtige und offen vertretene Klassenstandpunkt eine Rolle ..... aber das war dann mehr in den 80ger Jahren.

Und immer das Gejammer und Geschrei das in der DDR nur ganz wenige Abitur machen durften und dann auch nur Kinder von SED Bonzen .....

Pro Schülerjahrgang machten in der DDR auf weiterführenden Schulen; EOS; gut 10% des Jahrgangs ihr Abitur. Sinn eines Abiturs ist das erlangen der Hochschulreife um damit an einer entsprechenden Einrichtung zu studieren. Das machten dann in der DDR, außer ganz wenigen Ausnahmen, alle Abiturienten.
Der "Bedarf" einer Volkswirtschaft liegt in der Regel bei 10 bis 15 Prozent eines Schülerjahrganges mit Hochschulabschlüssen welche dann in Forschung, Entwicklung und/oder mittleren oder leitendem Management arbeiten.
Heutzutage haben wir knapp über 40% eines Schülerjahrganges welcher das Abitur ablegt. Braucht diese Volkswirtschaft wirklich 40% eines Schülerjahrgangens mit Berufen welche Abitur und ein Hochschulsstudium zwingend voraussetzen?

Und wer sein Abitur nicht auf dem direkten Weg EOS ablegte hatte immer noch die Möglichkeit nach der 10 Klasse eine Berufsausbildung mit Abitur zu machen oder es an der Abendschule abzulegen. Bei Letzterer gab es keinerlei Zulassungshürden da diese wie der Name schon sagt Abends nach Feierabend stattfand.
Also wer behauptet das einem Schüler der nicht zur EOS kam prinzipiell das Abitur in der DDR verwehrt wurde ist in dieser Frage unzureichend informiert.

Was die sozialen Kategorien betraf nach denen die Schüler unterteilt wurden.
Natürlich war die Tätigkeit, nicht der erlernte Beruf, der Eltern ausschlaggebend.
Dann wegen der "Gleichberechtigung" noch das Geschlecht des Jugendlichen der zur EOS gehen konnte.

Jedenfalls war es zu meiner Zeit so und das war in der zweiten Hälfte der 60ger Jahre.


Gruß
Nostalgiker


Aber auf einmal bricht ab der Gesang,
einer zeigt aus dem Fenster, da spazieren sie lang,
die neuen Menschen, der neue Mensch,
der sieht aus, wie er war
außen und unter`m Haar
wie er war ...

_______________
aus; "Nach der Schlacht" - Renft - 1974
Text: Kurt Demmler

Signalobermaat, Heckenhaus, IM Kressin und Fritze haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#1271

RE: Gut oder schlecht / wer wünscht "Sie" sich zurück ?

in Das Ende der DDR 18.10.2015 20:36
von Harzwanderer | 2.933 Beiträge

Sind die vielen Rechten im Osten nicht auch ein direktes Ergebnis des DDR-Bildungssystems? Würde mich mal interessieren, wie die Fans von Margot das erklären können.


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#1272

RE: Gut oder schlecht / wer wünscht "Sie" sich zurück ?

in Das Ende der DDR 18.10.2015 20:37
von 94 | 10.792 Beiträge

Zitat von Heckenhaus im Beitrag #1244
... EOS-Besuch war abhängig vom Leistungsdurchschnitt, Zwei-Komma-weiß ich wieviel war erforderlich, ...

Mit 'Zwei-Komma-weiß ich wieviel' warste ä bissel weit weg von'em Abiplatz, egal ob BmA oder EOS. Wichtig neben dem Notenschnitt war auch die soziale Herkunft. Na und wenn die Eltern einen Antrag zu laufen hatten, war's sowie so Essig. Guckst Du ... Dokumentation einer Ausreise


Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


zuletzt bearbeitet 18.10.2015 20:39 | nach oben springen

#1273

RE: Gut oder schlecht / wer wünscht "Sie" sich zurück ?

in Das Ende der DDR 18.10.2015 20:38
von Nostalgiker | 2.554 Beiträge

Klar @Harzwanderer , besonders die Heute so zwischen 15 und 25 Jahre alt sind ......


Aber auf einmal bricht ab der Gesang,
einer zeigt aus dem Fenster, da spazieren sie lang,
die neuen Menschen, der neue Mensch,
der sieht aus, wie er war
außen und unter`m Haar
wie er war ...

_______________
aus; "Nach der Schlacht" - Renft - 1974
Text: Kurt Demmler

Heckenhaus, IM Kressin, 1941ziger, Fritze, bürger der ddr, 94 und der alte Grenzgänger haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#1274

RE: Gut oder schlecht / wer wünscht "Sie" sich zurück ?

in Das Ende der DDR 18.10.2015 20:40
von Harzwanderer | 2.933 Beiträge

Ja, die sind schließlich Kinder von Leuten, die in der DDR zur Schule gegangen und erzogen worden sind. Plumper Ausländerhass ist doch ein Bildungsmangel? Wenn man andere überhaupt nicht kennt und trotzdem auf die Barrikaden geht. Es sind ja auch keineswegs alle Lehrer neu oder haben ihre alten Ansichten abgelegt.

Kenne Kinder aus Falkensee bei Berlin, die müssen alle heute noch gegen ihren Willen russisch lernen, weil es immer noch nicht genug Englischlehrer gibt.


zuletzt bearbeitet 18.10.2015 20:43 | nach oben springen

#1275

RE: Gut oder schlecht / wer wünscht "Sie" sich zurück ?

in Das Ende der DDR 18.10.2015 20:44
von Nostalgiker | 2.554 Beiträge

Zitat von Harzwanderer im Beitrag #1274
Ja, die sind schließlich Kinder von Leuten, die in der DDR zur Schule gegangen und erzogen worden sind. Plumper Ausländerhass ist doch ein Bildungsmangel? Wenn man andere überhaupt nicht kennt und trotzdem auf die Barrikaden geht. Es sind ja auch keineswegs alle Lehrer neu oder haben ihre alten Ansichten abgelegt.

Kenne Kinder aus Falkensee bei Berlin, die müssen alle heute noch gegen ihren Willen russisch lernen, weil es immer noch nicht genug Englischlehrer gibt.


Was für ein Bildungsmangel konkret?


Aber auf einmal bricht ab der Gesang,
einer zeigt aus dem Fenster, da spazieren sie lang,
die neuen Menschen, der neue Mensch,
der sieht aus, wie er war
außen und unter`m Haar
wie er war ...

_______________
aus; "Nach der Schlacht" - Renft - 1974
Text: Kurt Demmler

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#1276

RE: Gut oder schlecht / wer wünscht "Sie" sich zurück ?

in Das Ende der DDR 18.10.2015 20:45
von Harzwanderer | 2.933 Beiträge

Wenn man Asiaten als "Fidschis" verachtet und dieser ganze Mist. Das gibt es doch nahtlos seit DDR-Zeiten.


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#1277

RE: Gut oder schlecht / wer wünscht "Sie" sich zurück ?

in Das Ende der DDR 18.10.2015 20:45
von der alte Grenzgänger | 1.009 Beiträge

Zitat von Harzwanderer im Beitrag #1274
.....von Leuten, die in der DDR zur Schule gegangen und erzogen worden sind.


...und deren Eltern Flüchtlinge aus den Ostgebieten waren und deren Großeltern bei der SS waren, und die Urgroßeltern dem Kaiser treu gedient haben ...

Geht`s noch?

Siggi
(der in der DDR zur Schule gegangen ist und der auch noch eine 25-jährige Tochter hat- die ganz gut gelungen- und nicht "rechts" ist...)


"Man rühmt und man schmäht die meisten Dinge, weil es Mode ist, sie zu rühmen oder sie zu schmähen"
La Rochefoucauld (1613 - 1680)
Klauspeter, IM Kressin und Fritze haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#1278

RE: Gut oder schlecht / wer wünscht "Sie" sich zurück ?

in Das Ende der DDR 18.10.2015 20:46
von Harzwanderer | 2.933 Beiträge

Im Westen sind die Leute nicht so rechts. Scheint irgendwas mit der Bildung zu tun zu haben.


Gert hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#1279

RE: Gut oder schlecht / wer wünscht "Sie" sich zurück ?

in Das Ende der DDR 18.10.2015 20:50
von Mike59 | 7.979 Beiträge

Zitat von Harzwanderer im Beitrag #1278
Im Westen sind die Leute nicht so rechts. Scheint irgendwas mit der Bildung zu tun zu haben.

Echt? *großes Gelächter*

Es gibt da den Spruch - erst kommt das Fressen, dann die Moral. Warten wir ab, die Zukunft wird es uns zeigen.


Signalobermaat, Heckenhaus, IM Kressin, bürger der ddr und Fritze haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#1280

RE: Gut oder schlecht / wer wünscht "Sie" sich zurück ?

in Das Ende der DDR 18.10.2015 20:54
von Harzwanderer | 2.933 Beiträge

Ist überhaupt kein Grund zum Lachen.


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