#1041

RE: Gut oder schlecht / wer wünscht "Sie" sich zurück ?

in Das Ende der DDR 18.09.2015 20:05
von Eddy | 83 Beiträge

Zitat von Fritze im Beitrag #1028
Vielleicht hätte man einfach nur die alte DDR und die alte BRD ins Bett stecken müssen um einen kontrollierbaren und funktionierenden Staatskapitalismus zu zeugen anstatt die entmündigte DDR von verantwortungslosen Rabeneltern adoptieren zu lassen

Das ist doch passiert und das Ergebnis ist ein Sozialfall! Wenn wir dann noch pro Deutschen zwei Migranten haben, sind wir völlig im Arsch.
Eddy


Der lebende Zeitzeuge ist der Alptraum eines Historikers.
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#1042

RE: Gut oder schlecht / wer wünscht "Sie" sich zurück ?

in Das Ende der DDR 18.09.2015 20:10
von bürger der ddr | 3.637 Beiträge

Die sog. Wende hat auch "ihre Kinder aufgefressen" (in anlehnung zu dem Spruch die Revolution....)

Als der Schrei nach der D-Mark und die Rufe "Wir sind ein Volk" statt wie am Anfang "Wir sind das Volk", da war das Ende besiegelt. Dieser Staat BRD hätte keine Zugeständnisse als "Sieger" gemacht. Die neuen "Ostgebiete" wurden in Besitz genommen und das wars......

Übrigens, es gibt eine Gemeinsamkeit zur "Angliederung" von Östereich, damals wollte auch viele "heim ins Reich", nur das wollten die wenigsten später noch wissen.



DoreHolm, Heckenhaus, der 39., Fritze und Eddy haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#1043

RE: Gut oder schlecht / wer wünscht "Sie" sich zurück ?

in Das Ende der DDR 19.09.2015 02:32
von StabsfeldKoenig | 2.654 Beiträge

Zitat von Signalobermaat im Beitrag #1040
Die Rufe Deutschland einig Vaterland, kamen anfangs aber nicht von DDR Bürgern, die in Leipzig demonstrierten, sondern von westdeutschen Sprechchören.Der damaluige Innenminister Schäuble hat gesagt,wenn wir mit der Einheit nicht so schnell gehandelt hätten, wäre sie nicht gekommen, also so ganz freiwillig scheint das auch nicht gelaufen zu sein,nach der Währungsunion gabs jedenfall kein zurück mehr, obwohl noch vieles und das bis heut nicht geklärt ist.


Der sogenannte "Volkswille" war das Gebrüll einer lautstarken Minderheit. Für den Anschluß nach Art. 23 GG waren 48,5% der abgegebenen gültigen Stimmen (Wähler der CDU/Allianz für Deutschland), dagegen (sowohl gegen die deutsche Einheit, als auch Befürworter einer Konföderation oder des weges über Art 146 GG) zusammen 51,5%.Also war die Mehrheit gegen den Anschluß, wenn man das Wahlergebnis vom 18.03.1990 als indirekten Volksentscheid (auf Basis der Wahlprogramme) interpretiert.
Im übrigen hätte es auch nach der Währungsunion eine Möglichkeit gegeben. Als die Proteste gegen die Treuhand immer stärker wurden, hätte die NVA putschen können. Mit der Forderung: Volksentscheid über die Einheit, Nachbesserung des Einigungsvertrages (sofort volle Westeinkommen, keine Rückübertragung von Eigentum der DDR-Bürger an Wessis), Kündigungsschutz für 3 Jahre, Überführung der VEB's in Arbeiterhand (Volksaktien oder Genossenschaft) usw. wäre der aufrechte Gang möglich gewesen. Kohl wollte "Kanzler der Einheit" werden. Er hätte dafür auch den entsprechenden Preis gezahlt. Man hätte diesen nur fordern müssen. Admiral Theodor Hoffmann hätte es gekonnt, die Verräter des CDU-Regimes nicht.



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#1044

RE: Gut oder schlecht / wer wünscht "Sie" sich zurück ?

in Das Ende der DDR 19.09.2015 07:02
von Hanum83 | 4.788 Beiträge

Irgendwie sind aber doch über die Jahre auch sehr viele Milliarden in den Osten transferiert worden, mit dem spinnigem NVA-Putsch wären die wohl ausgeblieben.
Die blühenden Landschaften, wer keine Filzbrille, vielleicht ne rosarote, auf hat, sieht eventuell doch das sich bei uns im Osten seit 90 doch viel verändert hat und wir wissen ja, falls wir es nicht schon vergessen haben, wie es vorher aussah, infrastrukturell können einige West-Regionen davon wohl nur leise träumen.
Man sollte immer irgendwie die Kirche im Dorf lassen und wer seinen persönlichen Übergang in die neue Gesellschafts- u. Wirtschaftsstruktur nicht so richtig hinbekommen hat, eventuell mal auch ein wenig an der eigenen Nase zupfen und nicht nur über die pöse Alt-BRD meckern.
Ich persönlich, jetzt darf wieder gelacht werden, bin auch etwas dankbar über die Entwicklung meines Lebens nach 90 ohne irgendwelche abstrusen DDR-Experimente, vielleicht sogar weiterhin mit Krenz am Ruder.


"Deitsch on frei wolln mer sei, on do bleibn mer aah derbei"
(Anton Günther)
Freienhagener, Moskwitschka, Altmark01, Harsberg und exgakl haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 19.09.2015 09:32 | nach oben springen

#1045

RE: Gut oder schlecht / wer wünscht "Sie" sich zurück ?

in Das Ende der DDR 19.09.2015 07:50
von damals wars | 12.201 Beiträge

Zitat von Eddy im Beitrag #1041


Das ist doch passiert und das Ergebnis ist ein Sozialfall! Wenn wir dann noch pro Deutschen zwei Migranten haben, sind wir völlig im Arsch.
Eddy



Gibt es, angelehnt an den Paralellpfad, nur 400.000 Deutsche?

Der Sozialfall,die arme Frau an der Spree, hat doch die Banken glorreich gerettet.
So arm kann sie also nicht sein.


Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches.(Mark Twain)
Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
"Hass hat keinen Glauben, keine Rasse oder Religion, er ist giftig." der Witwer der britische Labour-Abgeordnete Jo Cox.
http://www.neo-magazin-royale.de/zdi/art...fur-frauke.html
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#1046

RE: Gut oder schlecht / wer wünscht "Sie" sich zurück ?

in Das Ende der DDR 19.09.2015 09:22
von der alte Grenzgänger | 1.007 Beiträge

Zitat von StabsfeldKoenig im Beitrag #1043
....sofort volle Westeinkommen, keine Rückübertragung von Eigentum der DDR-Bürger an Wessis), Kündigungsschutz für 3 Jahre, Überführung der VEB's in Arbeiterhand (Volksaktien oder Genossenschaft) .....


..., und morgens heißen Kakao für alle !

.. VEB in Arbeiterhand- natürlich bei "vollem Westeinkommen", und jeden Spritti musst Du mitziehen (wegen von Dir gefordertem Kündigungsschutz) ... das erklär mir mal...

Siggi


"Man rühmt und man schmäht die meisten Dinge, weil es Mode ist, sie zu rühmen oder sie zu schmähen"
La Rochefoucauld (1613 - 1680)
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#1047

RE: Gut oder schlecht / wer wünscht "Sie" sich zurück ?

in Das Ende der DDR 19.09.2015 09:35
von Hanum83 | 4.788 Beiträge

"Überführung der VEB in Arbeiterhand".
Mal ganz ehrlich, die marode "Bude" wo ich gearbeitet habe hätt ich nicht geschenkt haben wollen.


"Deitsch on frei wolln mer sei, on do bleibn mer aah derbei"
(Anton Günther)
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#1048

RE: Gut oder schlecht / wer wünscht "Sie" sich zurück ?

in Das Ende der DDR 19.09.2015 11:40
von Heckenhaus | 5.153 Beiträge

Zitat von Freienhagener im Beitrag #1038
Seltsame Vorstellung von Zwang.
Zwang war der "Anschluß" Österreichs.

In der DDR wurde vorher gefordert und mehrheitlich gewählt, was ganz klar von den Wahlsiegern als Ziel angesagt wurde.
Das Parlament mußte dann nicht gzwungen werden, im Gegenteil. (Aber das weiß Jeder, der es miterlebt hat.)

Ich habe schon gemerkt, daß du meine Meinung grundsätzlich korrigieren mußt.
Versuche mal zu verstehen anstatt zu kontern.
Oder


.
.
„Toleranz ist die letzte Tugend einer untergehenden Gesellschaft.”
— Aristoteles -

"Man kann alle Leute einige Zeit zum Narren halten und einige Leute allezeit; aber alle Leute allezeit zum Narren halten kann man nicht."
— Abraham Lincoln –
.
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#1049

RE: Gut oder schlecht / wer wünscht "Sie" sich zurück ?

in Das Ende der DDR 20.09.2015 00:19
von StabsfeldKoenig | 2.654 Beiträge

Zitat von Hanum83 im Beitrag #1044
Irgendwie sind aber doch über die Jahre auch sehr viele Milliarden in den Osten transferiert worden, mit dem spinnigem NVA-Putsch wären die wohl ausgeblieben.
Die blühenden Landschaften, wer keine Filzbrille, vielleicht ne rosarote, auf hat, sieht eventuell doch das sich bei uns im Osten seit 90 doch viel verändert hat und wir wissen ja, falls wir es nicht schon vergessen haben, wie es vorher aussah, infrastrukturell können einige West-Regionen davon wohl nur leise träumen.
Man sollte immer irgendwie die Kirche im Dorf lassen und wer seinen persönlichen Übergang in die neue Gesellschafts- u. Wirtschaftsstruktur nicht so richtig hinbekommen hat, eventuell mal auch ein wenig an der eigenen Nase zupfen und nicht nur über die pöse Alt-BRD meckern.
Ich persönlich, jetzt darf wieder gelacht werden, bin auch etwas dankbar über die Entwicklung meines Lebens nach 90 ohne irgendwelche abstrusen DDR-Experimente, vielleicht sogar weiterhin mit Krenz am Ruder.


Wenn man vorsätzlich eine komplette Volkswirtschaft platt macht, dann ist das ein Völkermord an den Erwerbsbiografien der Betroffenen. Denen, denen durch kriminelle machenschaften ihr Arbeitsplatz genommen wird, dann auch noch die Schuld daran zuzuschieben, ist vom moralischen aus gesehen, nicht mehr weit von der Volksverhetzung entfernnt. Es gibt genug Beispiele von Wessi-Seilschaften in der Treuhand und vorsätzlicher Zerschlagung sanierungsfähiger Betriebe, um Konkurrenz auszuschalten und Märkte zu ergaunern.



DoreHolm hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#1050

RE: Gut oder schlecht / wer wünscht "Sie" sich zurück ?

in Das Ende der DDR 20.09.2015 11:37
von Hanum83 | 4.788 Beiträge

Zitat von StabsfeldKoenig im Beitrag #1049
Zitat von Hanum83 im Beitrag #1044
Irgendwie sind aber doch über die Jahre auch sehr viele Milliarden in den Osten transferiert worden, mit dem spinnigem NVA-Putsch wären die wohl ausgeblieben.
Die blühenden Landschaften, wer keine Filzbrille, vielleicht ne rosarote, auf hat, sieht eventuell doch das sich bei uns im Osten seit 90 doch viel verändert hat und wir wissen ja, falls wir es nicht schon vergessen haben, wie es vorher aussah, infrastrukturell können einige West-Regionen davon wohl nur leise träumen.
Man sollte immer irgendwie die Kirche im Dorf lassen und wer seinen persönlichen Übergang in die neue Gesellschafts- u. Wirtschaftsstruktur nicht so richtig hinbekommen hat, eventuell mal auch ein wenig an der eigenen Nase zupfen und nicht nur über die pöse Alt-BRD meckern.
Ich persönlich, jetzt darf wieder gelacht werden, bin auch etwas dankbar über die Entwicklung meines Lebens nach 90 ohne irgendwelche abstrusen DDR-Experimente, vielleicht sogar weiterhin mit Krenz am Ruder.


Wenn man vorsätzlich eine komplette Volkswirtschaft platt macht, dann ist das ein Völkermord an den Erwerbsbiografien der Betroffenen. Denen, denen durch kriminelle machenschaften ihr Arbeitsplatz genommen wird, dann auch noch die Schuld daran zuzuschieben, ist vom moralischen aus gesehen, nicht mehr weit von der Volksverhetzung entfernnt. Es gibt genug Beispiele von Wessi-Seilschaften in der Treuhand und vorsätzlicher Zerschlagung sanierungsfähiger Betriebe, um Konkurrenz auszuschalten und Märkte zu ergaunern.


Beziehst du diese harsche Begrifflichkeit auf mich?
Falls ja, dann bitte vielleicht mal einen Gang zurückschalten, nicht das im nachrevolutionären Eifer doch leicht übers Ziel hinausgeschossen wird.


"Deitsch on frei wolln mer sei, on do bleibn mer aah derbei"
(Anton Günther)
zuletzt bearbeitet 20.09.2015 11:38 | nach oben springen

#1051

RE: Gut oder schlecht / wer wünscht "Sie" sich zurück ?

in Das Ende der DDR 20.09.2015 15:33
von StabsfeldKoenig | 2.654 Beiträge

Zitat von Hanum83 im Beitrag #1050
Zitat von StabsfeldKoenig im Beitrag #1049
Zitat von Hanum83 im Beitrag #1044
Irgendwie sind aber doch über die Jahre auch sehr viele Milliarden in den Osten transferiert worden, mit dem spinnigem NVA-Putsch wären die wohl ausgeblieben.
Die blühenden Landschaften, wer keine Filzbrille, vielleicht ne rosarote, auf hat, sieht eventuell doch das sich bei uns im Osten seit 90 doch viel verändert hat und wir wissen ja, falls wir es nicht schon vergessen haben, wie es vorher aussah, infrastrukturell können einige West-Regionen davon wohl nur leise träumen.
Man sollte immer irgendwie die Kirche im Dorf lassen und wer seinen persönlichen Übergang in die neue Gesellschafts- u. Wirtschaftsstruktur nicht so richtig hinbekommen hat, eventuell mal auch ein wenig an der eigenen Nase zupfen und nicht nur über die pöse Alt-BRD meckern.
Ich persönlich, jetzt darf wieder gelacht werden, bin auch etwas dankbar über die Entwicklung meines Lebens nach 90 ohne irgendwelche abstrusen DDR-Experimente, vielleicht sogar weiterhin mit Krenz am Ruder.


Wenn man vorsätzlich eine komplette Volkswirtschaft platt macht, dann ist das ein Völkermord an den Erwerbsbiografien der Betroffenen. Denen, denen durch kriminelle machenschaften ihr Arbeitsplatz genommen wird, dann auch noch die Schuld daran zuzuschieben, ist vom moralischen aus gesehen, nicht mehr weit von der Volksverhetzung entfernnt. Es gibt genug Beispiele von Wessi-Seilschaften in der Treuhand und vorsätzlicher Zerschlagung sanierungsfähiger Betriebe, um Konkurrenz auszuschalten und Märkte zu ergaunern.


Beziehst du diese harsche Begrifflichkeit auf mich?
Falls ja, dann bitte vielleicht mal einen Gang zurückschalten, nicht das im nachrevolutionären Eifer doch leicht übers Ziel hinausgeschossen wird.




Ich fühle mich persönlich beleidigt, wenn man mir eine Mitschuld am Verlust meines Arbeitsplatze (bzw. der fehlenden Möglichkeit, in meinem erlernten Beruf wieder einen zu finden) unterstellt. Dieses dürfte den meisten so gehen, die ohne eigenes Verschulden ihre Arbeit verloren haben, in den Junkjob-Sektor verdrängt wurden oder weil sie auf einer anständigen Arbeit bestehen (z.B. Leiharbeit ablehnen) als arbeitsschu verunglimpft werden. Deswegen wende ich mich scharf gegen jede Form der neoliberal-extremistischen Propaganda, auch wenn die nur gedankenlos weitergequatscht wird.
Wer sich jedoch die Jacke anzieht, dem paßt sie.



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#1052

RE: Gut oder schlecht / wer wünscht "Sie" sich zurück ?

in Das Ende der DDR 20.09.2015 15:38
von Lutze | 8.039 Beiträge

Wenn ich mal fragen darf,
als was möchtest du denn gerne arbeiten?
Lutze


wer kämpft kann verlieren,
wer nicht kämpft hat schon verloren
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#1053

RE: Gut oder schlecht / wer wünscht "Sie" sich zurück ?

in Das Ende der DDR 20.09.2015 15:42
von StabsfeldKoenig | 2.654 Beiträge

Zitat von Lutze im Beitrag #1052
Wenn ich mal fragen darf,
als was möchtest du denn gerne arbeiten?
Lutze


Entweder wieder als Eisenbahner (Arbeitsplatz entsprechend meinem Studeinabschluß, aber nicht bei einer windigen und chaotischen Kleinfirma mit scheinselbständigen Mitarbeitern) oder im IT-Bereich (Netzwerkadministrator), vorzugsweise eine Firma mittlerer Größe, wo man die IT-Aufgaben allein in einer Hand hat.



Lutze hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#1054

RE: Gut oder schlecht / wer wünscht "Sie" sich zurück ?

in Das Ende der DDR 20.09.2015 15:44
von Pit 59 | 10.153 Beiträge

Ich fühle mich persönlich beleidigt, wenn man mir eine Mitschuld am Verlust meines Arbeitsplatze (bzw. der fehlenden Möglichkeit, in meinem erlernten Beruf wieder einen zu finden) unterstellt.


Ich habe mich auch Beleidigt gefühlt das ich in meinem erlernten Beruf nicht weiter Gammeln und Wurschteln durfte,obwohl der schon sehr gut Bezahlt war
Dann gabs ebend unendlich viele Möglichkeiten etwas Neues zu Lernen,etwas was auch wirklich gebraucht wurde und wird.


zuletzt bearbeitet 20.09.2015 15:45 | nach oben springen

#1055

RE: Gut oder schlecht / wer wünscht "Sie" sich zurück ?

in Das Ende der DDR 20.09.2015 16:09
von linamax | 2.021 Beiträge

Zitat von StabsfeldKoenig im Beitrag #1051
Zitat von Hanum83 im Beitrag #1050
Zitat von StabsfeldKoenig im Beitrag #1049
Zitat von Hanum83 im Beitrag #1044
Irgendwie sind aber doch über die Jahre auch sehr viele Milliarden in den Osten transferiert worden, mit dem spinnigem NVA-Putsch wären die wohl ausgeblieben.
Die blühenden Landschaften, wer keine Filzbrille, vielleicht ne rosarote, auf hat, sieht eventuell doch das sich bei uns im Osten seit 90 doch viel verändert hat und wir wissen ja, falls wir es nicht schon vergessen haben, wie es vorher aussah, infrastrukturell können einige West-Regionen davon wohl nur leise träumen.
Man sollte immer irgendwie die Kirche im Dorf lassen und wer seinen persönlichen Übergang in die neue Gesellschafts- u. Wirtschaftsstruktur nicht so richtig hinbekommen hat, eventuell mal auch ein wenig an der eigenen Nase zupfen und nicht nur über die pöse Alt-BRD meckern.
Ich persönlich, jetzt darf wieder gelacht werden, bin auch etwas dankbar über die Entwicklung meines Lebens nach 90 ohne irgendwelche abstrusen DDR-Experimente, vielleicht sogar weiterhin mit Krenz am Ruder.


Wenn man vorsätzlich eine komplette Volkswirtschaft platt macht, dann ist das ein Völkermord an den Erwerbsbiografien der Betroffenen. Denen, denen durch kriminelle machenschaften ihr Arbeitsplatz genommen wird, dann auch noch die Schuld daran zuzuschieben, ist vom moralischen aus gesehen, nicht mehr weit von der Volksverhetzung entfernnt. Es gibt genug Beispiele von Wessi-Seilschaften in der Treuhand und vorsätzlicher Zerschlagung sanierungsfähiger Betriebe, um Konkurrenz auszuschalten und Märkte zu ergaunern.


Beziehst du diese harsche Begrifflichkeit auf mich?
Falls ja, dann bitte vielleicht mal einen Gang zurückschalten, nicht das im nachrevolutionären Eifer doch leicht übers Ziel hinausgeschossen wird.




Ich fühle mich persönlich beleidigt, wenn man mir eine Mitschuld am Verlust meines Arbeitsplatze (bzw. der fehlenden Möglichkeit, in meinem erlernten Beruf wieder einen zu finden) unterstellt. Dieses dürfte den meisten so gehen, die ohne eigenes Verschulden ihre Arbeit verloren haben, in den Junkjob-Sektor verdrängt wurden oder weil sie auf einer anständigen Arbeit bestehen (z.B. Leiharbeit ablehnen) als arbeitsschu verunglimpft werden. Deswegen wende ich mich scharf gegen jede Form der neoliberal-extremistischen Propaganda, auch wenn die nur gedankenlos weitergequatscht wird.
Wer sich jedoch die Jacke anzieht, dem paßt sie.

Eine höfliche Frage wie lange bist du arbeitslos und was bist du von Beruf .


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#1056

RE: Gut oder schlecht / wer wünscht "Sie" sich zurück ?

in Das Ende der DDR 20.09.2015 16:22
von Hanum83 | 4.788 Beiträge

Zitat von StabsfeldKoenig im Beitrag #1051
Zitat von Hanum83 im Beitrag #1050
Zitat von StabsfeldKoenig im Beitrag #1049
Zitat von Hanum83 im Beitrag #1044
Irgendwie sind aber doch über die Jahre auch sehr viele Milliarden in den Osten transferiert worden, mit dem spinnigem NVA-Putsch wären die wohl ausgeblieben.
Die blühenden Landschaften, wer keine Filzbrille, vielleicht ne rosarote, auf hat, sieht eventuell doch das sich bei uns im Osten seit 90 doch viel verändert hat und wir wissen ja, falls wir es nicht schon vergessen haben, wie es vorher aussah, infrastrukturell können einige West-Regionen davon wohl nur leise träumen.
Man sollte immer irgendwie die Kirche im Dorf lassen und wer seinen persönlichen Übergang in die neue Gesellschafts- u. Wirtschaftsstruktur nicht so richtig hinbekommen hat, eventuell mal auch ein wenig an der eigenen Nase zupfen und nicht nur über die pöse Alt-BRD meckern.
Ich persönlich, jetzt darf wieder gelacht werden, bin auch etwas dankbar über die Entwicklung meines Lebens nach 90 ohne irgendwelche abstrusen DDR-Experimente, vielleicht sogar weiterhin mit Krenz am Ruder.


Wenn man vorsätzlich eine komplette Volkswirtschaft platt macht, dann ist das ein Völkermord an den Erwerbsbiografien der Betroffenen. Denen, denen durch kriminelle machenschaften ihr Arbeitsplatz genommen wird, dann auch noch die Schuld daran zuzuschieben, ist vom moralischen aus gesehen, nicht mehr weit von der Volksverhetzung entfernnt. Es gibt genug Beispiele von Wessi-Seilschaften in der Treuhand und vorsätzlicher Zerschlagung sanierungsfähiger Betriebe, um Konkurrenz auszuschalten und Märkte zu ergaunern.


Beziehst du diese harsche Begrifflichkeit auf mich?
Falls ja, dann bitte vielleicht mal einen Gang zurückschalten, nicht das im nachrevolutionären Eifer doch leicht übers Ziel hinausgeschossen wird.




Ich fühle mich persönlich beleidigt, wenn man mir eine Mitschuld am Verlust meines Arbeitsplatze (bzw. der fehlenden Möglichkeit, in meinem erlernten Beruf wieder einen zu finden) unterstellt. Dieses dürfte den meisten so gehen, die ohne eigenes Verschulden ihre Arbeit verloren haben, in den Junkjob-Sektor verdrängt wurden oder weil sie auf einer anständigen Arbeit bestehen (z.B. Leiharbeit ablehnen) als arbeitsschu verunglimpft werden. Deswegen wende ich mich scharf gegen jede Form der neoliberal-extremistischen Propaganda, auch wenn die nur gedankenlos weitergequatscht wird.
Wer sich jedoch die Jacke anzieht, dem paßt sie.


Ich würd mal bissel langsamer machen mit solchen Sachen wie neoliberal-extremistische Propaganda und so, es hackt wohl bissel?
So was sehe ich als echte Beleidigung und bar jeder anständigen Streitkultur.
So, von mir aus kannste nun weitermachen mit deinen Spinnereien, ich bin raus, der alte DDR-Kram von vor 25 Jahren tangiert mich eh nur noch zweitens, musst ich aber noch loswerden.


"Deitsch on frei wolln mer sei, on do bleibn mer aah derbei"
(Anton Günther)
zuletzt bearbeitet 20.09.2015 18:15 | nach oben springen

#1057

RE: Gut oder schlecht / wer wünscht "Sie" sich zurück ?

in Das Ende der DDR 20.09.2015 16:22
von StabsfeldKoenig | 2.654 Beiträge

Zitat von Pit 59 im Beitrag #1054
Ich fühle mich persönlich beleidigt, wenn man mir eine Mitschuld am Verlust meines Arbeitsplatze (bzw. der fehlenden Möglichkeit, in meinem erlernten Beruf wieder einen zu finden) unterstellt.


Ich habe mich auch Beleidigt gefühlt das ich in meinem erlernten Beruf nicht weiter Gammeln und Wurschteln durfte,obwohl der schon sehr gut Bezahlt war
Dann gabs ebend unendlich viele Möglichkeiten etwas Neues zu Lernen,etwas was auch wirklich gebraucht wurde und wird.


Ich habe in meinem erlernten Beuf weder gegammelt noch gewurschtelt. Ob mein Beruf sehr gut bezahlt wurde, kommt auch den Standpunkt des Vergleichs an (unfähige Topmanager haben ein vielfaches an Einkommen, zum Leben hatte ich genug). Und was neues lernen? würde ich gerne, wenn ich eine Umschulung oder Weiterbildung bekommen könnte. Aber mein Arbeitsvermittler will mich unbedingt in ein Call-Center oder eine Leiharbeitsfirma vermitteln. Gibt es Sonderpunkte, wenn Arbeitsvermittler besonders viel in den Junkjob-Sektor vermitteln? Oder hat jemand schon mal Hinweise auf Korruption in den Arbeitsämtern gefunden?



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#1058

RE: Gut oder schlecht / wer wünscht "Sie" sich zurück ?

in Das Ende der DDR 20.09.2015 16:25
von StabsfeldKoenig | 2.654 Beiträge

Zitat von linamax im Beitrag #1055
Zitat von StabsfeldKoenig im Beitrag #1051
Zitat von Hanum83 im Beitrag #1050
Zitat von StabsfeldKoenig im Beitrag #1049
Zitat von Hanum83 im Beitrag #1044
Irgendwie sind aber doch über die Jahre auch sehr viele Milliarden in den Osten transferiert worden, mit dem spinnigem NVA-Putsch wären die wohl ausgeblieben.
Die blühenden Landschaften, wer keine Filzbrille, vielleicht ne rosarote, auf hat, sieht eventuell doch das sich bei uns im Osten seit 90 doch viel verändert hat und wir wissen ja, falls wir es nicht schon vergessen haben, wie es vorher aussah, infrastrukturell können einige West-Regionen davon wohl nur leise träumen.
Man sollte immer irgendwie die Kirche im Dorf lassen und wer seinen persönlichen Übergang in die neue Gesellschafts- u. Wirtschaftsstruktur nicht so richtig hinbekommen hat, eventuell mal auch ein wenig an der eigenen Nase zupfen und nicht nur über die pöse Alt-BRD meckern.
Ich persönlich, jetzt darf wieder gelacht werden, bin auch etwas dankbar über die Entwicklung meines Lebens nach 90 ohne irgendwelche abstrusen DDR-Experimente, vielleicht sogar weiterhin mit Krenz am Ruder.


Wenn man vorsätzlich eine komplette Volkswirtschaft platt macht, dann ist das ein Völkermord an den Erwerbsbiografien der Betroffenen. Denen, denen durch kriminelle machenschaften ihr Arbeitsplatz genommen wird, dann auch noch die Schuld daran zuzuschieben, ist vom moralischen aus gesehen, nicht mehr weit von der Volksverhetzung entfernnt. Es gibt genug Beispiele von Wessi-Seilschaften in der Treuhand und vorsätzlicher Zerschlagung sanierungsfähiger Betriebe, um Konkurrenz auszuschalten und Märkte zu ergaunern.


Beziehst du diese harsche Begrifflichkeit auf mich?
Falls ja, dann bitte vielleicht mal einen Gang zurückschalten, nicht das im nachrevolutionären Eifer doch leicht übers Ziel hinausgeschossen wird.




Ich fühle mich persönlich beleidigt, wenn man mir eine Mitschuld am Verlust meines Arbeitsplatze (bzw. der fehlenden Möglichkeit, in meinem erlernten Beruf wieder einen zu finden) unterstellt. Dieses dürfte den meisten so gehen, die ohne eigenes Verschulden ihre Arbeit verloren haben, in den Junkjob-Sektor verdrängt wurden oder weil sie auf einer anständigen Arbeit bestehen (z.B. Leiharbeit ablehnen) als arbeitsschu verunglimpft werden. Deswegen wende ich mich scharf gegen jede Form der neoliberal-extremistischen Propaganda, auch wenn die nur gedankenlos weitergequatscht wird.
Wer sich jedoch die Jacke anzieht, dem paßt sie.

Eine höfliche Frage wie lange bist du arbeitslos und was bist du von Beruf .



Eisenbahner (Verkehrsingenier) als höchsten Abschluß, dazu eine mehrere Jahre zurückliegende IT-Weiterbildung (Netzwerkadmin.). In den letzten 15 Jahren erst Kurzarbeitergeld (Transfergesellschaft), danach mehrfach Wechsel zwischen ALG und Existenzgründungen.



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#1059

RE: Gut oder schlecht / wer wünscht "Sie" sich zurück ?

in Das Ende der DDR 20.09.2015 19:22
von bürger der ddr | 3.637 Beiträge

Diese Diskussion zur Arbeitslosigkeit ist sehr zwiespältig. Auf der einen Seite stehen tausende von Menschen die direkt bzw. indirekt durch die Wende arbeitslos wurden.
Die Gründe sind verschieden, ob das ein Strukturwandel, Verlagerung ganzer Industriezweige ins Ausland (z.B. Textilindustrie), Globalisierung usw. war oder auch die Verschärfung der Ausbeutung (weg von der „soz. Marktwirtschaft, hin zum gnadenlosen Kapitalismus).

Die Beispiele sind Zeitarbeit, Hartz 4, „Generation Praktikum“, geringfügige Beschäftigungen, ständig befristete Arbeitsverträge. Man braucht ja nur „sachlich“ eine Befristung und das Spiel kann unendlich gehen.

Ich kann jeden verstehen der Eine Arbeit unterhalb eines bestimmten Levels ablehnt, das sind für mich keine „Schmarotzer“, das sind z.T. Menschen mit Selbstachtung!

Dem gegenüber wird durch die Medien immer wieder der faule H4 Empfänger „vorgeführt“ und damit eine ganze Gruppe in Vorruf gebracht.

Das Thema ausschalten und platt machen von Betriebe möchte ich hier gar nicht weiter erwähnen.

In vielen Aussagen kann ich @stabsfeldkoenig verstehen!



Heckenhaus, Rostocker und Damals87 haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#1060

RE: Gut oder schlecht / wer wünscht "Sie" sich zurück ?

in Das Ende der DDR 21.09.2015 10:10
von Freienhagener | 3.877 Beiträge

Zitat von Hanum83 im Beitrag #1044

Die blühenden Landschaften, wer keine Filzbrille, vielleicht ne rosarote, auf hat, sieht eventuell doch das sich bei uns im Osten seit 90 doch viel verändert hat und wir wissen ja, falls wir es nicht schon vergessen haben, wie es vorher aussah, infrastrukturell können einige West-Regionen davon wohl nur leise träumen.



Hier gebärden sich einige aus prinzipieller Ablehnung als Verlierer, wollen deshalb nur schwarz sehen. Da sind wir wieder bei der Überschrift. Selbst harte Kritiker der Gegenwart haben sich in Wirklichkeit längst eingerichtet.


Disziplin ist die Fähigkeit, dümmer zu erscheinen als der Chef. (Hanns Schwarz)
Moskwitschka hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 21.09.2015 10:13 | nach oben springen


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