#741

RE: Gut oder schlecht / wer wünscht "Sie" sich zurück ?

in Das Ende der DDR 23.07.2015 22:59
von Gert | 12.356 Beiträge

Zitat von Heckenhaus im Beitrag #738
@matloh , wir reden aneinander vorbei, wohl auch wegen verschiedener Biografien.

@Freienhagener , auch hier ist eine weitere Diskussion sinnlos.
Frage mich dann nur, wenn alles so schlecht war, warum Millionen zu staatlichen Feiertagen fähnchenschwenkend und winkend
FREIWILLIG, denn es war freiwillig, bereit standen.

Ganz sicher waren auch viele von denen dabei, die heute nichts mehr davon wissen wollen und sooo unterdrückt waren.

Weitere Worte sind verlorene Mühe.


also @Heckenhaus , ich kann mich dunkel erinnern ( über 50 Jahre her ) und will nicht behaupten dass es 100 % richtig ist, aber wenn ich zur Maidemo nicht fähnchenschwenkend an des "Kaisers neuen Kleidern" vorbei defilierte, bekam ich den 1. Mai nicht bezahlt. Obendrein gab es wohl noch eine Bockwurst und ne Flasche Bier gratis ( haarsträubend zu welchem Preis ich mich damals an die Führer der Arbeiterklasse prostituieren musste )
War es so ? vielleicht kann mir mal jemand assistieren ?


.
All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
John F.Kennedy 1963 in Berlin
Geld ist geprägte Freiheit!
Dostojewski 1866
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
Mahatma Gandhi
zuletzt bearbeitet 23.07.2015 23:00 | nach oben springen

#742

RE: Gut oder schlecht / wer wünscht "Sie" sich zurück ?

in Das Ende der DDR 23.07.2015 23:13
von seaman | 3.487 Beiträge

Zitat von Gert im Beitrag #741


also @Heckenhaus , ich kann mich dunkel erinnern ( über 50 Jahre her ) und will nicht behaupten dass es 100 % richtig ist, aber wenn ich zur Maidemo nicht fähnchenschwenkend an des "Kaisers neuen Kleidern" vorbei defilierte, bekam ich den 1. Mai nicht bezahlt. Obendrein gab es wohl noch eine Bockwurst und ne Flasche Bier gratis ( haarsträubend zu welchem Preis ich mich damals an die Führer der Arbeiterklasse prostituieren musste )
War es so ? vielleicht kann mir mal jemand assistieren ?


Die Mai-Nelke kostete 0,50 DDR-Mark.
Das es für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren Bier(frei) am 1.Mai in der DDR gab hört sich nicht so glaubhaft an.
Als Volljähriger ab 18 Jahre war die Maiteilnahme dann für Dich wohl bei der Grenzbrigade Küste 1963/64 eher auf Befehl und bezahlt....
Bis 1965 auch wohl eher selten um es zu verallgemeinern.

seaman


Gert hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 23.07.2015 23:15 | nach oben springen

#743

RE: Gut oder schlecht / wer wünscht "Sie" sich zurück ?

in Das Ende der DDR 23.07.2015 23:29
von Gert | 12.356 Beiträge

Zitat von seaman im Beitrag #742
Zitat von Gert im Beitrag #741


also @Heckenhaus , ich kann mich dunkel erinnern ( über 50 Jahre her ) und will nicht behaupten dass es 100 % richtig ist, aber wenn ich zur Maidemo nicht fähnchenschwenkend an des "Kaisers neuen Kleidern" vorbei defilierte, bekam ich den 1. Mai nicht bezahlt. Obendrein gab es wohl noch eine Bockwurst und ne Flasche Bier gratis ( haarsträubend zu welchem Preis ich mich damals an die Führer der Arbeiterklasse prostituieren musste )
War es so ? vielleicht kann mir mal jemand assistieren ?


Die Mai-Nelke kostete 0,50 DDR-Mark.
Das es für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren Bier(frei) am 1.Mai in der DDR gab hört sich nicht so glaubhaft an.
Als Volljähriger ab 18 Jahre war die Maiteilnahme dann für Dich wohl bei der Grenzbrigade Küste 1963/64 eher auf Befehl und bezahlt....
Bis 1965 auch wohl eher selten um es zu verallgemeinern.

seaman





@seaman
ich weiss es nicht mehr genau, vielleicht habe wir das Bier auch bezahlt, ich weiss aber dass es nach der Maidemo in die Kneipe ging. Es gab wohl ein Maigeld, dass an keine Bedingung geknüpft war, 5 Mark oder so. Ne, später bei der Grenzbrigade habe ich an solchem Kokolores nicht mehr teilgenommen und den 1. Mai 1965 habe ich im gelobten Land erlebt, auf jeden Fall nicht bei einer Maidemo denn ich war ein freier Mensch-


.
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#744

RE: Gut oder schlecht / wer wünscht "Sie" sich zurück ?

in Das Ende der DDR 23.07.2015 23:36
von Rostocker | 7.731 Beiträge

Zitat von Gert im Beitrag #741
Zitat von Heckenhaus im Beitrag #738
@matloh , wir reden aneinander vorbei, wohl auch wegen verschiedener Biografien.

@Freienhagener , auch hier ist eine weitere Diskussion sinnlos.
Frage mich dann nur, wenn alles so schlecht war, warum Millionen zu staatlichen Feiertagen fähnchenschwenkend und winkend
FREIWILLIG, denn es war freiwillig, bereit standen.

Ganz sicher waren auch viele von denen dabei, die heute nichts mehr davon wissen wollen und sooo unterdrückt waren.

Weitere Worte sind verlorene Mühe.


also @Heckenhaus , ich kann mich dunkel erinnern ( über 50 Jahre her ) und will nicht behaupten dass es 100 % richtig ist, aber wenn ich zur Maidemo nicht fähnchenschwenkend an des "Kaisers neuen Kleidern" vorbei defilierte, bekam ich den 1. Mai nicht bezahlt. Obendrein gab es wohl noch eine Bockwurst und ne Flasche Bier gratis ( haarsträubend zu welchem Preis ich mich damals an die Führer der Arbeiterklasse prostituieren musste )
War es so ? vielleicht kann mir mal jemand assistieren ?


Also mir ist nicht bekannt das es Bockwurst und ne Fl.Bier gab. Aber eins kann ich mit Gewissheit sagen--das ich am 1.Mai 10.00 Uhr in Rostock am Stadthafen schon in der Möve gesessen habe und habe mein Bier getrunken. War ja ein freier Mensch.


Heckenhaus und seaman haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#745

RE: Gut oder schlecht / wer wünscht "Sie" sich zurück ?

in Das Ende der DDR 23.07.2015 23:41
von seaman | 3.487 Beiträge

Zitat von Rostocker im Beitrag #744


Also mir ist nicht bekannt das es Bockwurst und ne Fl.Bier gab. Aber eins kann ich mit Gewissheit sagen--das ich am 1.Mai 10.00 Uhr in Rostock am Stadthafen schon in der Möve gesessen habe und habe mein Bier getrunken. War ja ein freier Mensch.


Deshalb spricht man auch vom Mai-FEIERTAG.

seaman


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#746

RE: Gut oder schlecht / wer wünscht "Sie" sich zurück ?

in Das Ende der DDR 23.07.2015 23:43
von Gert | 12.356 Beiträge

Zitat von seaman im Beitrag #745
Zitat von Rostocker im Beitrag #744


Also mir ist nicht bekannt das es Bockwurst und ne Fl.Bier gab. Aber eins kann ich mit Gewissheit sagen--das ich am 1.Mai 10.00 Uhr in Rostock am Stadthafen schon in der Möve gesessen habe und habe mein Bier getrunken. War ja ein freier Mensch.


Deshalb spricht man auch vom Mai-FEIERTAG.

seaman




... oder F(r)eiertag?


.
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Mahatma Gandhi
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#747

RE: Gut oder schlecht / wer wünscht "Sie" sich zurück ?

in Das Ende der DDR 24.07.2015 09:09
von Hackel39 | 3.123 Beiträge

Zur Thematik bezahlte Teilnahme möchte ich mal einflechten, daß dieses Vorgehen auch heute noch angewendet wird.
Die Organisatoren der Maiumzüge und die SED- Führungspersonen allgemein waren auf solche Signale der Massenbewegungen und Zugehörigkeitsbekundungen angewiesen, fürchteten aber, daß es ohne Bonivarianten, gleich welcher Art Resonanzprobleme geben könnte und so etwas konnte man überhaupt nicht gebrauchen.
Als ich 2014 am Tag der Vereine für meine Angelverbands- Ortsgruppe 100%ig freiwillig am Festumzug teilnahm, gab es am Ende für jeden Teilnehmer einen Gutschein für ein Getränk, da fiel ich fast vom Glauben ab, da ich weder an der Organisation mitwirkte noch irgendwelchen (unfreiwilligen) Aufwand hatte, die Gemeinde meinte aber trotz klammer Kassen so die Teilnahme anzukurbeln und ihre Dankbarkeit dokumentieren zu müssen.
Ähnliche Marketingvarianten gibt es auch anderswo, um Leute anzulocken, die mit der Aktivität an sich gar nichts am Hut haben, es legten lediglich die Organisatoren großen Wert auf Resonanz so daß wir resümieren können, daß die Eitelkeiten geblieben sind - ob mit oder ohne Mainelke.
Übrigens gab es durchaus ein Entkommen vor diesen Maidemos, für uns Eisenbahner war es oft möglich Zusatzschichten am eigentlich freien Tag zu fahren oder auf Rückfragen (zur Abwesenheit) hin mitzuteilen, daß man an der zentralen Maifeier der Kreis- oder Bezirksstadt teilgenommen hätte, um dort Flagge zu zeigen, was aber in der Masse nicht ausgenutzt wurde, in der Regel war man tatsächlich freiwillig dabei und wenn man nicht dabei war, gab's auch kaum Theater danach, es sei denn man hat immer und überall mitgemacht und ausnahmsweise mal gefehlt, da kamen dann schon Fragen....



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#748

RE: Gut oder schlecht / wer wünscht "Sie" sich zurück ?

in Das Ende der DDR 24.07.2015 09:12
von Freienhagener | 3.879 Beiträge

Ich erinnere mich nicht an Gaben, sondern an das Gezetere des Chefs, warum man nicht gekommen ist. D.h. die Teilnehmer wurden von den Chefs genau registriert, nicht geheim, sondern offen. Und diese kleinen Chefs wurden nervös, wenn jemand ewig nicht erschien ("kommt er, oder kommt er nicht").
Am nächsten Arbeitstag wurde man zur Rede gestellt und mußte sich was einfallen lassen.
Dabei handelten die unteren Chargen nicht aus Überzeugung. Sondern weiter oben wurde mangelnde Teilnahme des Kollektivs diesen Leitern als Mangel angelastet.

Der Aktivierung am frühen Morgen diente auch Live-Marschmusik in der ganzen Stadt. Damit wurde man geweckt.


Disziplin ist die Fähigkeit, dümmer zu erscheinen als der Chef. (Hanns Schwarz)
Jobnomade hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 24.07.2015 09:17 | nach oben springen

#749

RE: Gut oder schlecht / wer wünscht "Sie" sich zurück ?

in Das Ende der DDR 24.07.2015 09:28
von Jobnomade | 1.380 Beiträge

Zur Teilnahme an der Mai-Demo mal meine Erinnerungen, 70er Jahre als Student, 80erJahre als Ingenieur in verschieden Firmen in Zittau und Dresden, längere Zeit auch an Hochschulen:
ich kann mich an keinerlei "Lockmittel" wie Bockwurst, Bier etc. erinnern. Nur an etwas moralischen Druck seitens der Vorgesetzten und der FDJ/SED-Parteileitung bzgl. Teilnahme. Möglicherweise gab es auch Anwesenheitslisten, die von Funktionären und/oder "staatlichen Leitern" geführt wurden. Jedenfalls war man bestrebt, nach der Demo die Plakate/Fahnen möglichst schnell loszuwerden (da standen meist irgendwelche LKW bereit), die "Uniform" - zB das FDJ-Hemd in der Tasche verschwinden zu lassen und ob irgendwohin, den Rest des Tages individuell geniessen.
Eventuelle "Drückeberger" an der Demo mussten, so meine Erinnerung, unangenehme Diskussionen mit Funktionären/Leitern aushalten - wenn sie keine "wasserdichten" Ausreden/Gründe hatten.
Nun - jeder von uns hat die DDR eben ein wenig anders erlebt oder wahrgenommen, das mag sein.
Für mich war das Geschehen und die Demo-Teilnahme schon ein kleiner Teil der praktizierten allgemeinen Gängelei.
Heute würde der (bürgerliche) Jurist das Ganze "Nötigung" nennen. Das ist so ein Stück DDR-Alltag, dem ich keinesfalls nachtrauere.

Gruss Hartmut


u3644_Jobnomade.html
Freienhagener und Fritze haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#750

RE: Gut oder schlecht / wer wünscht "Sie" sich zurück ?

in Das Ende der DDR 24.07.2015 09:41
von Hackel39 | 3.123 Beiträge

Zitat von Jobnomade im Beitrag #749
Zur Teilnahme an der Mai-Demo mal meine Erinnerungen, 70er Jahre als Student, 80erJahre als Ingenieur in verschieden Firmen in Zittau und Dresden, längere Zeit auch an Hochschulen:
ich kann mich an keinerlei "Lockmittel" wie Bockwurst, Bier etc. erinnern. Nur an etwas moralischen Druck seitens der Vorgesetzten und der FDJ/SED-Parteileitung bzgl. Teilnahme. Möglicherweise gab es auch Anwesenheitslisten, die von Funktionären und/oder "staatlichen Leitern" geführt wurden. Jedenfalls war man bestrebt, nach der Demo die Plakate/Fahnen möglichst schnell loszuwerden (da standen meist irgendwelche LKW bereit), die "Uniform" - zB das FDJ-Hemd in der Tasche verschwinden zu lassen und ob irgendwohin, den Rest des Tages individuell geniessen.
Eventuelle "Drückeberger" an der Demo mussten, so meine Erinnerung, unangenehme Diskussionen mit Funktionären/Leitern aushalten - wenn sie keine "wasserdichten" Ausreden/Gründe hatten.
Nun - jeder von uns hat die DDR eben ein wenig anders erlebt oder wahrgenommen, das mag sein.
Für mich war das Geschehen und die Demo-Teilnahme schon ein kleiner Teil der praktizierten allgemeinen Gängelei.
Heute würde der (bürgerliche) Jurist das Ganze "Nötigung" nennen. Das ist so ein Stück DDR-Alltag, dem ich keinesfalls nachtrauere.

Gruss Hartmut



Ja Hartmut, vielleicht reicht es schon aus wenn die einen einen typischen "Kollektiv- Arbeitsplatz" hatten und andere völlig durcheinandergewirbelte Arbeitszyklen hatten, im Alleindienst, auf Bereitschaften oder Montage tätig waren um es verschieden wahrzunehmen.
Auch für damals untypische lange Arbeitswege reichten für einen Entschuldigung aus, man demonstrierte dann eben am Wohnort.
Wer will das schon wissen ?
Gängelei war es wohl in der überwiegenden Zahl der Fälle, aber man konnte es sich ja schön reden, indem man dort nette Leute zu treffen hoffte und auf gutes Wetter...



Freienhagener und Fritze haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#751

RE: Gut oder schlecht / wer wünscht "Sie" sich zurück ?

in Das Ende der DDR 24.07.2015 10:06
von Heckenhaus | 5.153 Beiträge

Zitat von Freienhagener im Beitrag #739
Hat wirklich keinen Zweck.
Nur noch so viel: Schon Nero hatte seine "Freiwilligen" bei seinen Gesangsnummern im Zirkus.......
Und in Berlin wurde das Fähnchenschwenken bei Staatsbesuchen sozialistischer Brüder sogar bezahlt. Warum versteht sich von selbst.

Woher hast du den Unsinn ? Warum hat mir das niemand angeboten, wenn es so war ?
Hätte mich vielleicht breitschlagen lassen...


.
.
„Toleranz ist die letzte Tugend einer untergehenden Gesellschaft.”
— Aristoteles -

"Man kann alle Leute einige Zeit zum Narren halten und einige Leute allezeit; aber alle Leute allezeit zum Narren halten kann man nicht."
— Abraham Lincoln –
.
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#752

RE: Gut oder schlecht / wer wünscht "Sie" sich zurück ?

in Das Ende der DDR 24.07.2015 10:11
von Heckenhaus | 5.153 Beiträge

Zitat von Gert im Beitrag #741

also @Heckenhaus , ich kann mich dunkel erinnern ( über 50 Jahre her ) und will nicht behaupten dass es 100 % richtig ist, aber wenn ich zur Maidemo nicht fähnchenschwenkend an des "Kaisers neuen Kleidern" vorbei defilierte, bekam ich den 1. Mai nicht bezahlt. Obendrein gab es wohl noch eine Bockwurst und ne Flasche Bier gratis ( haarsträubend zu welchem Preis ich mich damals an die Führer der Arbeiterklasse prostituieren musste )
War es so ? vielleicht kann mir mal jemand assistieren ?

Dann muß dir heute dunkel in der Erinnerung sein, der 1. Mai war gesetzlicher Feiertag, und wenn er nicht gerade auf einen arbeitsfreien
Tag, Samstag oder Sonntag anfangs, später nur noch Sonntag, fiel, wurde er auch bezahlt.
Ob es nun Bockwurst und Bier gab, bei dir vielleicht. Woanders nicht. Höchstens bei denen, die an der ersbesten Ecke abbogen in die Kneipe,
aber dann nicht kostenlos.


.
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„Toleranz ist die letzte Tugend einer untergehenden Gesellschaft.”
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#753

RE: Gut oder schlecht / wer wünscht "Sie" sich zurück ?

in Das Ende der DDR 24.07.2015 10:16
von Heckenhaus | 5.153 Beiträge

Zitat von Freienhagener im Beitrag #748
Ich erinnere mich nicht an Gaben, sondern an das Gezetere des Chefs, warum man nicht gekommen ist. D.h. die Teilnehmer wurden von den Chefs genau registriert, nicht geheim, sondern offen.

Das hat meinen Chef (Brigadier) nur bei seinen Partei- und Kampfgruppenschäfchen interessiert, alle anderen Kollegen waren uninteressant.
Diese Besondere Aufmerksamkeit den Genossen gegenüber jedoch auch nur, weil die Zielkneipe schon festgelegt war.

Zitat
Der Aktivierung am frühen Morgen diente auch Live-Marschmusik in der ganzen Stadt. Damit wurde man geweckt.


Bist du in Nordkorea aufgewachsen ?
-------------------------------------------------------------------
Ist schon kurios, was für seltsame Erinnerungen hier insgesamt geschildert werden, wo habt ihr alle gelebt ?


.
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zuletzt bearbeitet 24.07.2015 10:19 | nach oben springen

#754

RE: Gut oder schlecht / wer wünscht "Sie" sich zurück ?

in Das Ende der DDR 24.07.2015 10:21
von DoreHolm | 7.707 Beiträge

In unserer Firma (200 Beschäftigte) gab es kaum nennenswerte Probleme mit der Teilnahme an der Demo zum 1.Mai. Zu anderen Anlässen wurden sowieso nur einige Wenige "ausgewählt, wie z.B. Gedenktage von Opfern. I.d.R. wurde das von den höheren Leitern und den FDJ,-BGL- und BPO-Chefs erwartet. Nun, man nahm es als mehr oder weniger notwendiges Übel hin, teilweise auch aus Einsicht zur öffentlichen Demonstration gegenüber dem Ausland (vor allem BRD) über die Stellung der Bevölkerung zu Staat und Regierung. Im Nachhinein betrachte war es eben mehr eine Propagandaveranstaltung gegenüber dem insbesondere kapitalistischem Ausland.
Natürlich gab es zum 1.Mai Betriebsangehörige, die entweder nur selten oder nie erschienen. Wimre wurde das zwar danach so nebenbei angesprochen ( "Na, Oskar, Dein Garten war Dir wohl wichtiger als mit Deinen Kollegen zur Demo zu kommen ?"), das war´s dann aber auch. Ausgewirkt hat sich solches Verhalten natürlich dann, wenn dessen Brigade um den Titel "Kollektiv der soz. Arbeit" kämpfte. Wenn da mehrere dabei waren, mußten dann schon ganz besondere andere Leistungen gekommen sein, um eine Chance auf den Titel zu bekommen, an dem natürlich immer eine schöne Summe Prämiengeld hingen. Auch eine baldige Auszeichnung als "Aktivist der soz. Arbeit" konnten sich permanente Fernbleiber erst mal abschminken wegen mangelndem gesellschaftlichem Engagement. Dieser Fakt, aber auch andere Gründe wie die Geselligkeit, schönes Wetter und vieles mehr hat doch die meisten dazu bewogen, teilzunehmen. Es wurde sich nur dagegen geträubt, als Fahnen- oder Transparentträger der Letzte zu sein, der nach Abwechlung das Ding hatte. War die Demo nämlich offiziell zu Ende, rannten alle meist auseinander oder trafen sich in einer Kneipe oder zum Grillen bei einem Kollegen/in, während die Träger erst noch schauen mußten, wo das Betriebsauto steht, in dem sie die Tragedinger los wurden. Und das alles war ohne jeglichem finanziellen Anreiz, bis auf eben eine mögliche spätere Kollektivprämie u.s.w. Richtig erstaunt waren wir, als wir mit dem Schuhleistenbetrieb zusammengelegt wurden und BPO- und BGL-Leitung nun dort saßen und der neue BGLer jedem zur Demo Erschienenen 5 Mark in die Hand drückte. Klar, wir habens genommen, aber nicht wenige von uns äußerten Ihr Befremden zu solchen Handlungen. Gab in Folge dann später natürlich auch welche, die kamen, die 5 mark abkassierten und noch vor der Demo wieder verschwanden. Es wurde dann so gehandhabt, daß die 5 Mark erst zum Ende der Demo ausgezahlt wurden.
Einer von mir sehr geachteten Kollegin (katholisch aktiv, Schöffin bei Gericht) hatte ich mal die Aktivistenauszeichnung link gemacht. Ich saß mit in dem Entscheiderkreis dafür (BPO). Was war der Grund ? Sie war vorgesehen, am Vorabend des 1.Mai als Aktivistin ausgezeichnet zu werden. Nichts dagegen einzuwenden, meine völlige Zustimmung. Allerdings äußerte sie im Vorfeld, daß sie zum 1.Mai nicht dabeisein will, weil sie zu ihren Eltern in´s Eichsfeld fährt. Sie wurde daraufhin am 1. Mai nicht ausgzeichnet. Mein Argument war: Jederzeit gern, aber nicht zum 1.Mai. Zum Tag der Republik oder Tag des Chemiearbeites, völlig klar, uneingeschränkt. Es war nämlich so, daß es eine Menge dummes und teilweise gehässiges Gerede, auch durch eine Portion Neid geprägt, unter den Kollegen gab, wenn ein als Aktivist Ausgezeichneter dann nicht zum 1. Mai erschien. Dieses Gemeckere wollte ich vermeiden. Das Dumme war allerdings, daß diese Kollegin es sich wohl doch anders überlegt hatte und zum 1. Mai anwesend war. Im Leitungskreis, der dazu zu entscheiden hatte, wurde Stillschweigen gewahrt und nicht hintenrum dem abgelehnten Kollegen/in gesteckt, daß der oder der dagegen waren. Erst viel später, nach der Wende, nachdem sich diese Kollegin schon sehr enttäuscht von ihren CDU-Parteifreunden abgewandt hatte, habe ich es ihr erzählt. Sie hat es mir nicht krumm genommen.



zuletzt bearbeitet 24.07.2015 10:25 | nach oben springen

#755

RE: Gut oder schlecht / wer wünscht "Sie" sich zurück ?

in Das Ende der DDR 24.07.2015 10:39
von TOMMI | 1.988 Beiträge

Also bei uns war das so, egal zu Schülerzeiten (1-4.Klasse am Straßenrand stehen, ab 5. mitmarschieren; endschuldigt galten die, die im Sportverein mitliefen) oder auch dann als sogenannte "Werktätige" erhielt man einen, mal subtilen, mal offeneren Druck, daran teilzunehmen. Bei Nichtteilnahme
sollte man sich schon mal eine passende Stellungnahme überlegen. Für Schüler war die Teilnahme am Abend vorher am Fackelzug obligatorisch.
Das ganze lief ab, wie nach Drehbuch. In DIN-A4-Blättern, die Tage vorher in den Tageszeitungen beilagen, war der zeitliche Ablauf festgelegt, wer wo sich aufzustellen hatte, etc. Ebenso war festgelegt die Art und Beschriftung von Fahnen, Transparenten, etc. (Losungen legte vorher das ZK fest und waren auf diesem Merkblatt, als auch in den Tageszeitungen zu lesen, damit niemand Eigeninitiative zeigte)
So marschierte man ca 1,5km von den verschiedenen Ausgangspunkten vorbei an der Tribüne, um dort seiner Majestät, dem 1.Kreissekretär zu huldigen, dann noch etwa 100-200m weiter, Transparente und Fahnen abgelegt und der Zauber war vorbei.
Man ist als Kind mit diesem Spektakel aufgewachsen und ich muss sagen, als wir das erste mal mitlaufen konnten, waren wir sogar stolz.
Später sah man dies alles nüchterner, um im Anschluss an dem Umzug weniger nüchtern zu sein.
Zu der Marschmusik muss ich sagen, kenne ich auch, früh morgens ab 6:00 wurde diese mit einem Lautsprecherwagen verbreitet (am Feiertag, szsg. "mitten in der Nacht!", würde heute als ruhestörender Lärm abgehen.)

Was dagegen heute am 1.Mai so läuft, traurig, traurig. In einer Stadt mit gewiss nicht wenig sozialen Problemen, Arbeitslosigkeit, Hungerlöhnen und teilweise Arbeitsbedingungen unter aller Kanone verirren sich 50-100 Hanseln auf dem Marktplatz zur Kundgebung unter der Schirmherrschaft
der Gewerkschaften. Der Tag der offenen Tür der Feuerwehr mit entsprechenden (alkoholischen) Löschmitteln ist dann rege besucht.

Zum Theme Zwangsteilnahme kannn ich sagen, ähnliche Sachen gibt es auch heute noch.
So zum Beispiel werden H4-Empfänger zu bestimmten Veranstaltungen (Tage der offenen Tür, Eröffnung von irgendwas) als Claqueure bestellt,
um regen Besuch vorzutäuschen, immer mit der Androhung vonn Leistungskürzung. Ein positiver Effekt von Arbeitsbeschaffung ist mir durch solche Sachen nicht bekannt geworden.


EK 88/I
GR4 / 5.GK (Teistungen)


Damals87 und Klauspeter haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#756

RE: Gut oder schlecht / wer wünscht "Sie" sich zurück ?

in Das Ende der DDR 24.07.2015 11:02
von Klauspeter | 989 Beiträge

Zitat von TOMMI im Beitrag #755

...
Was dagegen heute am 1.Mai so läuft, traurig, traurig. In einer Stadt mit gewiss nicht wenig sozialen Problemen, Arbeitslosigkeit, Hungerlöhnen und teilweise Arbeitsbedingungen unter aller Kanone verirren sich 50-100 Hanseln auf dem Marktplatz zur Kundgebung unter der Schirmherrschaft
der Gewerkschaften. .


Mir gefällt, dass Du den Ausblick auf das Hier und Heute gibst.
Die DDR mit ihren Stärken, Schwächen, Bösartigkeiten und Dummheiten ist seit einem viertel Jahrhundert tot. Wir leben hier und heute und wir dürfen bei allen DDR-Erinnerungen uns nicht von den Gegenwartsproblemen abbringen lassen.

Klaus


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#757

RE: Gut oder schlecht / wer wünscht "Sie" sich zurück ?

in Das Ende der DDR 24.07.2015 11:18
von Nostalgiker | 2.554 Beiträge

In welcher Zeit und in welchem Bezirk war das denn @TOMMI ?

Selbst habe ich solche Dinge wie erste Mai Demonstrationen hauptsächlich in Großstädten erlebt.

Als kleines Kind habe ich mir mit echter Begeisterung die Demonstration vom Strassenrand aus angesehen. Mein Vater war dabei, also nicht mit seinem Betrieb demonstrieren ....
Später "durfte" ich auf seinen Schultern sitzend mit demonstrieren.
Als Grundschüler nahmen wir meiner Meinung auch schon an der Maidemonstration teil. Stellplatz war da der Schulhof und dann ging es durch die halbe Stadt um an der Tribüne vorbei zu paradieren ......
Das Prozedre wiederholte sich bis zur 10. Klasse und je höher die Klassenstufe je niedriger die Begeisterung.

Ab der Lehre wurde natürlich auch Demonstriert, da mit dem Ausbildungsbetrieb und der Stellplatz war dann in der Stadt in der Nähe der Demonstrationsstrecke.
Als Student war es selbstverständlich das mit den Universitätsangehörigen mitdemonstriert wurde.

In den für mich nachfolgenden Arbeitsstellen war es freiwillige Pflicht am ersten Mai mit den Kollegen gemeinsam an der Tribüne vorbeizuziehen ....

Bockwurst und Bier habe ich nie für die Teilnahme bekommen, es sei denn ich hätte es mir selber gekauft.

Ab und an gab es auch zum 7.Oktober eine Demonstration, war wohl zu einem runden Staatsgeburtstag.
1969 kam in meiner Stadt das zeitliche Konzept völlig durcheinander weil einfach viel, viel mehr Menschen an der Demonstration teilnahmen als die "gezwungenen" Pflichtteilnehmer. Fast drei Stunden harrten wir am Stellplatz aus bis wir uns in den Demonstrationszug einreihen konnten.
Auch hier wurden wir nicht mit Verzehrbons hingelockt .....

Das leidige Problem mit den Transparenten und Fahnen kenne ich auch, es war mehr eine Strafe soetwas zu tragen. Nach Auflösung des Demonstrationszuges stand der LKW zum abgeben dieser Sachen nie dort wo er stehen sollte und hunderte von Fahnen- und Transparentträgern irrten auf der Suche nach ihrem Fahrzeug umher.

Selbst Manne Krug gelang es in einem Lied von 1971 den 1.Mai zu thematisieren .....




Gruß
Nostalgiker


Aber auf einmal bricht ab der Gesang,
einer zeigt aus dem Fenster, da spazieren sie lang,
die neuen Menschen, der neue Mensch,
der sieht aus, wie er war
außen und unter`m Haar
wie er war ...

_______________
aus; "Nach der Schlacht" - Renft - 1974
Text: Kurt Demmler

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#758

RE: Gut oder schlecht / wer wünscht "Sie" sich zurück ?

in Das Ende der DDR 24.07.2015 11:33
von Rostocker | 7.731 Beiträge

Also um mal auf das Bier zurückzukommen-- Das gab es bei uns wirklich bis Ende der 70 er Jahre und ein belegtes Brötchen. Zwar nicht zum erscheinen zum 1.Mai. Sondern zum Stapellauf auf der Helling und nur für die jeweilige Abteilung.


seaman hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#759

RE: Gut oder schlecht / wer wünscht "Sie" sich zurück ?

in Das Ende der DDR 24.07.2015 11:35
von TOMMI | 1.988 Beiträge

@Nostalgiker

Das war im Bezirk Erfurt, direkt in Sömmerda, die 70er und 80er Jahre.


EK 88/I
GR4 / 5.GK (Teistungen)


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#760

RE: Gut oder schlecht / wer wünscht "Sie" sich zurück ?

in Das Ende der DDR 24.07.2015 11:39
von Hackel39 | 3.123 Beiträge

Zitat von TOMMI im Beitrag #755
Also bei uns war das so, egal zu Schülerzeiten (1-4.Klasse am Straßenrand stehen, ab 5. mitmarschieren; endschuldigt galten die, die im Sportverein mitliefen) oder auch dann als sogenannte "Werktätige" erhielt man einen, mal subtilen, mal offeneren Druck, daran teilzunehmen. Bei Nichtteilnahme
sollte man sich schon mal eine passende Stellungnahme überlegen. Für Schüler war die Teilnahme am Abend vorher am Fackelzug obligatorisch
Das ganze lief ab, wie nach Drehbuch. In DIN-A4-Blättern, die Tage vorher in den Tageszeitungen beilagen, war der zeitliche Ablauf festgelegt, wer wo sich aufzustellen hatte, etc. Ebenso war festgelegt die Art und Beschriftung von Fahnen, Transparenten, etc. (Losungen legte vorher das ZK fest und waren auf diesem Merkblatt, als auch in den Tageszeitungen zu lesen, damit niemand Eigeninitiative zeigte)
.


Die Fackelzüge am 30.04. waren für uns Schulkinder eigentlich das Highlight, weil man ab dem Alter in dem man den Lampion mit Kerze drin gegen eine Fackel tauschen durfte schon ein Großer war, dem man Feuer anvertraute.
Ob auch das Pflicht war, vermag ich heute gar nicht mehr zu sagen, es ging ja immerhin bis ca. 20-21 Uhr und der Spielmannszug der Feuerwehr riß alles mit oder machte zumindest neugierig....



zuletzt bearbeitet 24.07.2015 11:40 | nach oben springen


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schlechte Aussichten
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17 17.05.2016 10:44goto
von sentry • Zugriffe: 740
Warum wird die DDR in den heutigen Medien so schlecht dargestellt?
Erstellt im Forum Leben in der DDR von unbalancetistischen
1 11.11.2015 19:55goto
von Pitti53 • Zugriffe: 749
Putin verteidigt Hitler-Stalin Pakt als keine schlechte Idee!
Erstellt im Forum Themen vom Tage von Galaxy
166 06.12.2015 17:55goto
von StabsfeldKoenig • Zugriffe: 5932
"Nicht alles war schlecht", ZDF-History
Erstellt im Forum Presse Artikel Grenze von Heckenhaus
74 06.02.2014 21:39goto
von ratata • Zugriffe: 3696
"Es war doch nicht alles schlecht"
Erstellt im Forum DDR Zeiten von turtle
56 29.10.2012 18:44goto
von Ecki • Zugriffe: 6169
War doch nicht alles schlecht - Streitfall DDR
Erstellt im Forum Leben in der DDR von Berliner
11 20.01.2010 19:18goto
von Berliner • Zugriffe: 1221
Euere guten und schlechten Kindheitserlebnisse
Erstellt im Forum Leben in der DDR von josy95
33 28.05.2013 19:52goto
von bendix • Zugriffe: 2836

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