#661

RE: Gut oder schlecht / wer wünscht "Sie" sich zurück ?

in Das Ende der DDR 07.06.2015 20:31
von Vierkrug (gelöscht)
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Es gab dann noch eine weitere "Kennziffer" bei der Bewertung des GAV, sie nannte sich "Überhang zum Stellenplan".


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zuletzt bearbeitet 07.06.2015 21:08 | nach oben springen

#662

RE: Gut oder schlecht / wer wünscht "Sie" sich zurück ?

in Das Ende der DDR 07.06.2015 21:09
von damals wars | 12.113 Beiträge

Zitat von Galaxy im Beitrag #660
Zum Thema Arbeit in der DDR nochmal dieses ! Ein Berufsoffizier geht mit dem 50.Lebensjahr ausser Dienst oder a.D.??? Natürlich bekommt er dann im Zivilen Arbeit zugewiesen und nimmt eine Tätigkeit bei Rat des Kreises Abtl.Wohnungspolitik auf .Nach einer gewissen Zeit wechselt dieser dann zu einen VEB Milchhof ..... und wird dort wissenschaftlicher Mitarbeiter des Betriebsdirektors.Nicht die Arbeit an sich sehe ich als Problem sondern die Tätigkeit ohne die geringste Qualifikation oder Ausbildung dafür.Heute undenkbar !


Gibt es für Berufspolitiker auch nur die geringste Anforderungen an Qualifikation oder Ausbildung, nicht mal wenn sie Posten in der Staatswirtschaft wie Bahn etc. zugeschanzt bekommen.


Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches.(Mark Twain)
Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
"Hass hat keinen Glauben, keine Rasse oder Religion, er ist giftig." der Witwer der britische Labour-Abgeordnete Jo Cox.
http://www.neo-magazin-royale.de/zdi/art...fur-frauke.html
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#663

RE: Gut oder schlecht / wer wünscht "Sie" sich zurück ?

in Das Ende der DDR 07.06.2015 21:13
von Ostlandritter | 2.453 Beiträge

Zitat von damals wars im Beitrag #662
Zitat von Galaxy im Beitrag #660
Zum Thema Arbeit in der DDR nochmal dieses ! Ein Berufsoffizier geht mit dem 50.Lebensjahr ausser Dienst oder a.D.??? Natürlich bekommt er dann im Zivilen Arbeit zugewiesen und nimmt eine Tätigkeit bei Rat des Kreises Abtl.Wohnungspolitik auf .Nach einer gewissen Zeit wechselt dieser dann zu einen VEB Milchhof ..... und wird dort wissenschaftlicher Mitarbeiter des Betriebsdirektors.Nicht die Arbeit an sich sehe ich als Problem sondern die Tätigkeit ohne die geringste Qualifikation oder Ausbildung dafür.Heute undenkbar !


Gibt es für Berufspolitiker auch nur die geringste Anforderungen an Qualifikation oder Ausbildung, nicht mal wenn sie Posten in der Staatswirtschaft wie Bahn etc. zugeschanzt bekommen.


Passiert nicht oft,- aber ich konnte mir ein "Danke" an Dich jetzt nicht verkneifen ,-
hab grad beim Lesen Deines Einwurfes an Scharping und die andere " Militärexpertin" von der Leyen denken müsse,-
ein Grund zum Grinsen ist das allemal.....


....................................
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#664

RE: Gut oder schlecht / wer wünscht "Sie" sich zurück ?

in Das Ende der DDR 07.06.2015 21:16
von Ostlandritter | 2.453 Beiträge

Zitat von Vierkrug im Beitrag #661
Es gab dann noch eine weitere "Kennziffer" bei der Bewertung des GAV, sie nannte sich "Überhang zum Stellenplan".



Der User @StabsfeldKoenig würde sich in seiner Situation vermutlich für einen " Überhang zum Stellenplan " eher bedanken ,-
als für seine,- wie auch immmer begründete -Arbeitslosigkeit.
So gesehen verstehe ich auch seine Verbitterung und seinen ausschließlich positiven Rückblick auf die Verflossene...


....................................
Dieser Beitrag ist eine Meinungsäußerung im Sinne des Art. 5 des Grundgesetzes und durch diesen gedeckt !
zuletzt bearbeitet 07.06.2015 21:17 | nach oben springen

#665

RE: Gut oder schlecht / wer wünscht "Sie" sich zurück ?

in Das Ende der DDR 07.06.2015 21:31
von SiK90 (gelöscht)
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Zitat von Ostlandritter im Beitrag #663

hab grad beim Lesen Deines Einwurfes an Scharping und die andere " Militärexpertin" von der Leyen denken müsse,-
ein Grund zum Grinsen ist das allemal.....


Es ist gewollt, dass kein Militär, sondern ein Zivilist Minister für Verteidigung ist!
Ansonsten muß ein Minister nicht zwingend beruflich vom Fach sei. Dafür stehen die Beamten des jeweiligen Ministeriums.
Wäre es anders, müßte der Bildungsminister Lehrer, der Gesundheitsminister Arzt und der Kanzleramtsminister(Achtung!!) Geheimdienstler sein....


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#666

RE: Gut oder schlecht / wer wünscht "Sie" sich zurück ?

in Das Ende der DDR 07.06.2015 21:33
von Galaxy (gelöscht)
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Es geht hier eigentlich nicht um heutigen Politiker und ihre Qualifikation dafür sondern um die damaligen verhältnisse. Unser Erich war ha auch nur Dachdeckergehilfe und Pieck Tischler.Stoph kam damals von 0 auf 100 in den Generalsrang,das mal nur nebenbei.


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#667

RE: Gut oder schlecht / wer wünscht "Sie" sich zurück ?

in Das Ende der DDR 07.06.2015 22:11
von LO-Wahnsinn | 3.485 Beiträge

Zitat von Galaxy im Beitrag #630
Der letzte Beitrag ist Müll ! Der Genosse scheint in Deutschland nicht angekommen sein. Mehr zu kommentieren brauch man nicht


Begründe doch mal bitte ausführlich, warum der Beitrag für Dich Müll ist.
Unterstreiche Deine Begründung mit Deinen aktuellen realen Wirtschafts- und Lebensverhältnissen der letzten 25 Jahre.
Das vergleiche dann mit seinen, vielleicht wird Dir dann bewusst, dass der Müll von dem Du schriebst, eigentlich in Deinem Zitat zu finden war.
Man sollte nicht immer von sich auf andere schliessen, diesen fatalen Fehler machen leider viele.
Dem einen ist eben das wichtig, dem anderen das.

Ich gehöre sicher nicht zu den Verlierern der Wende, aber ich verstehe wovon er schreibt, weil auch ich in der Gosse geleckt habe, selbst verschuldet muss ich dazu sagen, aber Gosse ist Gosse.
Ich hatte nur die Kraft und das Glück aus der Gosse raus zu kommen, den Geruch habe ich aber nie vergessen.
Geh mal hin zu den ganzen Verlierern der Wende, oder besser gesagt, der heutigen Gesellschaft, die man auch zuhauf im Westen findet und erzähle ihnen etwas von Freiheit und das es Müll wäre, was über die finanziellen Möglichkeiten und den damit einher gehenden Einschränkungen geschrieben wurde.
Setz aber einen Schutzhelm auf und lege Protektoren an, die Reaktionen könnten sehr heftig sein.

Vielleicht versucht man aber einfach mal, seitens der Gewinner, Menschen zu verstehen, denen es vor der Wende gut oder durchschnittlich ging, die auch mal verreisen konnten, wenn auch "nur" (viele Ossis reisen heute wieder "nur" in den Osten Europas) in den Osten und die nach der Wende einfach kein Glück hatten und seit Jahren in ihren 4 Wänden feststecken.
Menschen denen Dinge egal waren, die für andere wieder ganz wichtig waren.
Als Beispiel auf mich bezogen, mir war die Reisefreiheit völlig egal, ich mochte Urlaub zu Hause schon immer gerne und das hat sich bis heute nicht geändert, denn 2 Wochen die Haut in z.B. in Spanien zu verbrennen, nur um damit zu protzen wie toll man Urlaub machte und alle neidisch gucken und Hui und Boah und ach wie toll, dass war noch nie mein Ding und gesund ist das sowieso nicht.
Natürlich war ich auch mal in Spanien im Urlaub, aber dafür, sowie für andere eher rein matierielle Dinge, ne Ausreise oder gar flüchten? Never!!
Explizit für diese Dinge, habe ich auch nicht an den Montagsdemos teilgenommen, sondern für Veränderung und Erneuerung, Reisefreiheit wäre dann die logische Folge der gewünschten Öffnungen gewesen.

Es sind nicht immer "Genossen" oder ewig gestrige sowie sonstige aus diesem Schubfach, die nach der Wende kein Glück hatten.
Der überwiegende Teil derer die kein Glück hatten, sind Volk, stink normales Volk, so stinkend normal wie sie schon in der DDR normal gestunken haben.
Interessant wäre mal zu wissen, man nehme sich 1000 Menschen die heute kein Glück haben, sich Reisen nicht leisten können, die aber damals alle bei den Montagsdemos für Reisefreiheit und DM demonstrierten.
Interessant daran wäre, wären sie damals in der finanziellen Situation gewesen wie heute, ob die Reisefreiheit noch so weit oben auf der Agenda gestanden hätte, oder ob überhaupt.
Ich mutmasse nein, sie hätten wohl eher für sichere Jobs demonstriert um ihre Schulden und Rechnungen begleichen zu können.
Das Reallife hat vielen die Ilussionen von damals genommen, wurden auf den Boden des real existierenden Neoimperialismus geworfen den es ja damals in der Form noch nicht gab, sich damals nie erträumt hätten wo sie heute in der gelobten Welt gelandet sind.
Viele sind auch selber Schuld, aber eben nicht alle und sicher auch nicht die Mehrheit.

Die DDR wünsche ich mir in der Form wie ich sie bewusst kennen lernte nicht vollumfänglich zurück.
Es gibt aber in der heutigen Gesellschaft viele Dinge die ich vermisse, die auch der heutigen Gesellschaft gut zu Gesicht stehen würden und den Menschen gut tun würden.
Die heutige Gesellschaftsform, oder präziser gesagt, die heutigen Lebensumstände, lehne ich aber in weiten Teilen ab, ich würde mich mit Fug und Recht als Feind der Gesellschaftsordnung in ihrer heutigen Form bezeichnen, allerdings ziehe ich den demokratischen Umbruch vor, jedoch nur solange er noch möglich ist, die Zeit läuft aber bereits ab, der demokratische Umbruch wird immer unwahrscheinlicher, die Herrscher des Landes tun alles dafür.
Wir brauchen keine neue DDR, aber wir brauchen Veränderung und Erneuerung, diese Lügen müssen ein Ende haben, wurden wir in der DDR doch genug betrogen, doch leider ist dieses nicht in Sicht.
So wird bei vielen der Ruf nach Umsturz lauter, die Erinnerungen an die guten Seiten der DDR stärker und manche sind sogar wieder bereit manch schlechte Seiten der DDR in kauf zu nehmen um dem heutigen verlogenen Elend ein Ende zu bereiten.
Das ist natürlich auch nicht der richtige Weg, was man in den Jahren nach 1989 versäumt hat, ist leider für immer verloren.


Ein Volk, das sich einem fremden Geist fügt,
verliert schließlich alle guten Eigenschaften und damit sich selbst.
Ernst Moritz Arndt (1769 - 1860)
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#668

RE: Gut oder schlecht / wer wünscht "Sie" sich zurück ?

in Das Ende der DDR 07.06.2015 22:18
von Moskwitschka | 2.526 Beiträge

@Galaxy Im Grunde geht es auch nicht um Wilhelm, Walter und Erich. Es ist einfach den ganzen "Müll" über sie abzuladen und alle Verantwortung auf sie abzuschieben. Das enthebt uns nämlich der persönlichen Verantwortung bzw. sich zu erinnern, wie wir uns persönlich verhalten haben.

LG von der Moskwitschka


Fatal ist mir das Lumpenpack,
das, um die Herzen zu rühren,
den Patriotismus trägt zur Schau,
mit allen seinen Geschwüren.

Heinrich Heine

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#669

RE: Gut oder schlecht / wer wünscht "Sie" sich zurück ?

in Das Ende der DDR 07.06.2015 22:29
von DoreHolm | 7.676 Beiträge

Zitat von StabsfeldKoenig im Beitrag #629
Zitat von turtle im Beitrag #601
Hallo Potsdamerin . Nach Deinen Beitrag vom 2.6. überrascht mich Dein Beitrag von heute nicht mehr. Na immerhin das mit dem Kaufhaus erinnert doch stark an das Potemkinsche Dorf.
So war es zur Leipziger Messe immer. Da kam man sich als Leipziger richtig verarscht vor. Kaum waren die Messen zu Ende, wieder trister Alltag, und tschüß Du schöner Schein.
Du gehörst ja wohl zu den DDR nachtrauerten. Sei es Dir gegönnt, ich gehöre zu den Anderen. Das die Erwartungen der DDR Bürger zur Wende und Wiedervereinigung unrealistisch hoch waren, und es zu viele Verlierer gab streite ich nicht ab. Die salbungsvollen Ansprachen und Sprüche der Politiker aus dem Westen waren dem der neuen Ost Politiker klar überlegen. Gelernt ist gelernt .Doch die DDR so wie sie war 100% besser zu finden wie die Bundesrepublik von heute, macht dann doch fast Sprachlos. Bist Du mit Scheuklappen umher gelaufen? Oder ist Dein Gehör sehr schlecht das Du kein Unrecht mitbekommen hast? Noch mal zu den Westreisen zu kommen. Hätte man die Bürger ohne Einschränkungen fahren lassen, oder sogar mal für einige Zeit ohne Strafverfolgung im Westen arbeiten lassen, würde es vielleicht sogar die DDR noch geben. Nicht alle hätten im Westen das Paradies gesehen. Dann wäre es eventuell möglich gewesen statt Beitritt eine bessere Republik aufzubauen. Doch eine Frage noch Potsdamerin, meine Frage wie das in Deinen Beitrag vom 2.6. mit Glücklich ,wer schon vorher zum Islam konvertiert ist gemeint ist hast Du noch nicht beantwortet.




Um sich über die Mißstände des Westens realistisch informiert zu sein, mußte man nicht hinfahren. Es reichte, regelmäßig und aufmerksam die Nachrichtensendungen und Politmagazine von ARD und ZDF zu verfolgen. Ich habe dies damals gemacht (schon vor der "Wende") und war deshalb hinterher nicht überrascht. Dennoch bin auch ich der meinung, daß die DDR der bessere deutsche Staat war. Da gab es keine Nazis in verantwortlichen Funktionen, keine Arbeitslosigkeit, keine Wuchermieten und keine Obdachlosigkeit.
Persönlich hatte ich in der DDR alle beruflichen Möglichkeiten. Heute bin ich schon langjährig arbeitslos und erhalte nur von miesen, kriminellen Ausbeuterfirmen (Leibuden und Callcenter) Angebote. Und alle, die von Freiheit faseln, sollen sich mal überlegen, ob heute nicht die tatsächliche Freiheit, die man nutzen kann, für viele wesentlich kleiner ist, als in der DDR. Als DDR-Bürger konnte man zwar nicht überall hin reisen, aber eine Urlaubsreise war für jeden machbar. Heute gibt es viele, deren "Reisefreiheit" wenige Kilometer (Wander- oder Fahrradreichweite) der eigen Stadtgrenze endet, weil sie sich nicht mal mehr eine Bahnfahrkarte in die nächste Stadt leisten können.


Grün: Kann ich so im Wesentlichen unterschreiben. Sozialer und gerechter auf jeden Fall, friedlicher, deutlich weniger zivilrechtliche Fallstricke und, ob man´s wahrhaben will oder nicht, auch von der Zielsetzung her von der Ökologie und Nachhaltigkeit, wenn das Geld dafür vorhanden gewesen wäre. Einziger wirklicher, aber dafür entscheidender Kritikpunkt die schlechte Ökonomie verbunden mit ideologischem Dogmatismus. Wenn das noch gestimmt hätte, würden wir hier m.E. nicht über Reisebeschränkungen, mannigfaltigen Beschränkungen, Republikfluchten und Grenzregime diskutieren brauchen.



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#670

RE: Gut oder schlecht / wer wünscht "Sie" sich zurück ?

in Das Ende der DDR 07.06.2015 22:42
von DoreHolm | 7.676 Beiträge

Zitat von Galaxy im Beitrag #660
Zum Thema Arbeit in der DDR nochmal dieses ! Ein Berufsoffizier geht mit dem 50.Lebensjahr ausser Dienst oder a.D.??? Natürlich bekommt er dann im Zivilen Arbeit zugewiesen und nimmt eine Tätigkeit bei Rat des Kreises Abtl.Wohnungspolitik auf .Nach einer gewissen Zeit wechselt dieser dann zu einen VEB Milchhof ..... und wird dort wissenschaftlicher Mitarbeiter des Betriebsdirektors.Nicht die Arbeit an sich sehe ich als Problem sondern die Tätigkeit ohne die geringste Qualifikation oder Ausbildung dafür.Heute undenkbar !


Kenne das so, daß vor der Zeit ausgediente Militärangehörige entweder Kaderleiter oder Sicherheitsinspektor wurden. Soll jetzt nicht heißen, daß alle diese Posten Bekleidenden unfähige oder ungeeignete (warum auch immer) Militärs gewesen sind. Wissenschaftlicher Mitarbeiter des BD wurde bei uns erfunden, um den in Rente gehenden Absatzdirektor auf dessen Wunsch hin noch etwas weiter zu beschäftigen.



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#671

RE: Gut oder schlecht / wer wünscht "Sie" sich zurück ?

in Das Ende der DDR 07.06.2015 23:52
von turtle | 6.961 Beiträge

Um sich über die Missstände des Westens realistisch informiert zu sein, musste man nicht hinfahren. Es reichte, regelmäßig und aufmerksam die Nachrichtensendungen und Politmagazine von ARD und ZDF zu verfolgen. Ich habe dies damals gemacht (schon vor der "Wende") und war deshalb hinterher nicht überrascht. Dennoch bin auch ich der Meinung, dass die DDR der bessere deutsche Staat war. Da gab es keine Nazis in verantwortlichen Funktionen, keine Arbeitslosigkeit, keine Wuchermieten und keine Obdachlosigkeit.
Persönlich hatte ich in der DDR alle beruflichen Möglichkeiten. Heute bin ich schon langjährig arbeitslos und erhalte nur von miesen, kriminellen Ausbeuterfirmen (Leihbuden und Callcenter) Angebote. Und alle, die von Freiheit faseln, sollen sich mal überlegen, ob heute nicht die tatsächliche Freiheit, die man nutzen kann, für viele wesentlich kleiner ist, als in der DDR. Als DDR-Bürger konnte man zwar nicht überall hin reisen, aber eine Urlaubsreise war für jeden machbar. Heute gibt es viele, deren "Reisefreiheit" wenige Kilometer (Wander- oder Fahrradreichweite) der eigen Stadtgrenze endet, weil sie sich nicht mal mehr eine Bahnfahrkarte in die nächste Stadt leisten können schrieb von StabsfeldKoenig

Man muss zwar nicht unbedingt wo hinfahren um Informiert zu sein, aber persönliche Erfahrungen, persönliches sehen und kennen lernen sind objektiver als ein Politmagazin das nur das vermittelt was vermittelt werden soll. Die Erwähnung des schwarzen Kanals vermisse ich in der Aufzählung. Arbeitslosigkeit die gab es in der DDR nicht offiziell, kein Wunder man beschäftigte eben auch unproduktiv und daher wirtschaftlich unrentabel. Wuchermieten nee die gab es nicht, doch wie sahen viele Häuser aus? Komfort :oft kein Bad, Kohleheizung und die Toilette eine halbe Treppe tiefer. Und wie war es mit dem Wohnungswechsel und Umzug in eine andere Stadt? War es nicht so suche in Berlin und biete in Leipzig als Beispiel. Obdachlosigkeit gab es nicht, aber so genannte Arbeitsunwillige oder Gammler wie man sie nannte. Die brauchten nicht auf der Strasse übernachten. Die bekamen Kost und Logis in der Arbeitserziehung auch kurz AE genannt. Wie auch immer man kann alles von zwei Seiten betrachten. Der, der DDR nachtrauert wird es anders sehen wie ich der in der DDR mehr Negatives kennen lernen durfte. Wir haben unterschiedliche Erfahrungen mit der DDR gehabt .deshalb versuchen wir hier doch gemeinsam aufzuarbeiten. Und nein und noch mal nein die DDR wie sie war wünsche ich mir nicht zurück. Da kann mich auch kein Schönreden überzeugen, dazu waren meine Erfahrungen zu negativ.
Einiges mag für den DDR Bürger von Vorteil gewesen sein wie subventionierte Lebensmittel, geringe Mieten und auf einer 2 Personen Planstelle 5 beschäftigen, doch letztendlich trug das alles auch mit zum Untergang der DDR bei. Noch kurz zu Reisen. obwohl ich meine Haftzeit verbüßt hatte bekam ich einen Sonderausweis und durfte nicht einmal mehr in die Hauptstadt reisen. Das war dann meine Reisefreiheit.


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zuletzt bearbeitet 08.06.2015 00:05 | nach oben springen

#672

RE: Gut oder schlecht / wer wünscht "Sie" sich zurück ?

in Das Ende der DDR 08.06.2015 00:00
von StabsfeldKoenig | 2.616 Beiträge

Zitat von SiK90 im Beitrag #638
@StabsfeldKoenig , keine Nazis in verantwortungsvollen Positionen? Wer war aus Deiner Sicht Nazi? Das einfache NSDAP-Mitglied? Wenn ja, ist Deine Aussage mit Blick auf die Zusamensetzung der ersten Volkskammer falsch.
Richtig ist aber, dass Kriegsverbrecher verfolgt wurden.


Sie Dir an, was für Nazis in führenden Positionen in Politik, Bundeswehr, Polizei, Justiz und Verwaltung der BRD waren. Lies mal das Buch "Das Amt" zur Aufarbeitung der Nazivergangenheit im Bundes-Außenministerium (welches eine Historikerkommision auf Veranlassung von Joschkla Fischer geschrieben hat). Besuche mal die "Topografie des Terrors" in Berlin. Informiere Dich über die Namen Lübcke, Globcke, Oberländer, Heusinger, Filbinger (nur eine kleine Auswahl). Ich meines also nicht den nominellen PG, den einfachen Soldaten oder Uffz. der Wehrmacht und auch nicht den Rekruten der Waffen-SS, der Mitte/Ende 44 mit einem Einberufungsbefehl (oder einer unter Druck erfolgten "freiwilligen Verpflichtung") eingezogen wurde, ohne je auf was anderes geschossen zu haben, als die "Pappkameraden" auf dem Übungsplatz.



zuletzt bearbeitet 08.06.2015 00:01 | nach oben springen

#673

RE: Gut oder schlecht / wer wünscht "Sie" sich zurück ?

in Das Ende der DDR 08.06.2015 00:12
von StabsfeldKoenig | 2.616 Beiträge

Zitat von Galaxy im Beitrag #660
Zum Thema Arbeit in der DDR nochmal dieses ! Ein Berufsoffizier geht mit dem 50.Lebensjahr ausser Dienst oder a.D.??? Natürlich bekommt er dann im Zivilen Arbeit zugewiesen und nimmt eine Tätigkeit bei Rat des Kreises Abtl.Wohnungspolitik auf .Nach einer gewissen Zeit wechselt dieser dann zu einen VEB Milchhof ..... und wird dort wissenschaftlicher Mitarbeiter des Betriebsdirektors.Nicht die Arbeit an sich sehe ich als Problem sondern die Tätigkeit ohne die geringste Qualifikation oder Ausbildung dafür.Heute undenkbar !


Welche Waffengattung/Dienststellung hatte der Offizier? Welche Qualifikation hat er beim Wechsel in den Zivielberuf erworben? Und wissenschaftlicher Mitarbeiter bedeutet nicht nur Biologe/Veterinär, sondern, z.B. auch Ökonom oder EDV-Spezialist zu sein, was bei einem Offizier möglich wäre.



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#674

RE: Gut oder schlecht / wer wünscht "Sie" sich zurück ?

in Das Ende der DDR 08.06.2015 00:41
von StabsfeldKoenig | 2.616 Beiträge

Zitat von turtle im Beitrag #671
. . . Die Erwähnung des schwarzen Kanals vermisse ich in der Aufzählung. Arbeitslosigkeit die gab es in der DDR nicht offiziell, kein Wunder man beschäftigte eben auch unproduktiv und daher wirtschaftlich unrentabel. Wuchermieten nee die gab es nicht, doch wie sahen viele Häuser aus? Komfort :oft kein Bad, Kohleheizung und die Toilette eine halbe Treppe tiefer. Und wie war es mit dem Wohnungswechsel und Umzug in eine andere Stadt? War es nicht so suche in Berlin und biete in Leipzig als Beispiel. Obdachlosigkeit gab es nicht, aber so genannte Arbeitsunwillige oder Gammler wie man sie nannte. Die brauchten nicht auf der Strasse übernachten. Die bekamen Kost und Logis in der Arbeitserziehung auch kurz AE genannt. Wie auch immer man kann alles von zwei Seiten betrachten. Der, der DDR nachtrauert wird es anders sehen wie ich der in der DDR mehr Negatives kennen lernen durfte. Wir haben unterschiedliche Erfahrungen mit der DDR gehabt .deshalb versuchen wir hier doch gemeinsam aufzuarbeiten. Und nein und noch mal nein die DDR wie sie war wünsche ich mir nicht zurück. Da kann mich auch kein Schönreden überzeugen, dazu waren meine Erfahrungen zu negativ.
Einiges mag für den DDR Bürger von Vorteil gewesen sein wie subventionierte Lebensmittel, geringe Mieten und auf einer 2 Personen Planstelle 5 beschäftigen, doch letztendlich trug das alles auch mit zum Untergang der DDR bei. Noch kurz zu Reisen. obwohl ich meine Haftzeit verbüßt hatte bekam ich einen Sonderausweis und durfte nicht einmal mehr in die Hauptstadt reisen. Das war dann meine Reisefreiheit.



Wohnungen mit Kohleheizung und Toilette auf halber Treppe gab es mindestens bis in die 90er Jahre hinein auch noch in Westberlin (z.B. Wedding und Kreuzberg).
Und Aufenthaltsbeschränkungen (bzw. ander Auflagen, die Freiheiteneinschränken) sind heutzutage nach einer haftentlassung im Rahmen der Führungsaufsicht auch noch möglich.



Heckenhaus hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 08.06.2015 00:42 | nach oben springen

#675

RE: Gut oder schlecht / wer wünscht "Sie" sich zurück ?

in Das Ende der DDR 08.06.2015 00:47
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von StabsfeldKoenig im Beitrag #673
Zitat von Galaxy im Beitrag #660
Zum Thema Arbeit in der DDR nochmal dieses ! Ein Berufsoffizier geht mit dem 50.Lebensjahr ausser Dienst oder a.D.??? Natürlich bekommt er dann im Zivilen Arbeit zugewiesen und nimmt eine Tätigkeit bei Rat des Kreises Abtl.Wohnungspolitik auf .Nach einer gewissen Zeit wechselt dieser dann zu einen VEB Milchhof ..... und wird dort wissenschaftlicher Mitarbeiter des Betriebsdirektors.Nicht die Arbeit an sich sehe ich als Problem sondern die Tätigkeit ohne die geringste Qualifikation oder Ausbildung dafür.Heute undenkbar !


Welche Waffengattung/Dienststellung hatte der Offizier? Welche Qualifikation hat er beim Wechsel in den Zivielberuf erworben? Und wissenschaftlicher Mitarbeiter bedeutet nicht nur Biologe/Veterinär, sondern, z.B. auch Ökonom oder EDV-Spezialist zu sein, was bei einem Offizier möglich wäre.


Nu genau EDV-Spezialist. Wenn der dann am KC85/87 oder so loslegt, unser Bill Gates hätte die weiße Flagge gehisst.
Micha


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#676

RE: Gut oder schlecht / wer wünscht "Sie" sich zurück ?

in Das Ende der DDR 08.06.2015 01:04
von Gelöschtes Mitglied
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Und Aufenthaltsbeschränkungen (bzw. ander Auflagen, die Freiheiteneinschränken) sind heutzutage nach einer haftentlassung im Rahmen der Führungsaufsicht auch noch möglich. [/quote]

Zu Recht, und mit der Sicherungsverwahrung wird viel zu lasch umgegangen. Ich kenne Altscherbitz (zwischen LE un Schkeuditz) Uchtspringe (zwischen Stendal und Gardelegen) nicht als Insasse. Warum kommen die immer wieder in die Schlagzeilen?
Wem ist denn mit den Meldeauflagen geholfen? 3x die Woche, lächerlich. Wenn ich es will bin ich innerhalb 24 Stunden (hochgegriffen) am anderen
Ende der Welt.
Micha


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#677

RE: Gut oder schlecht / wer wünscht "Sie" sich zurück ?

in Das Ende der DDR 08.06.2015 09:06
von Freienhagener | 3.851 Beiträge

Zitat von Vierkrug im Beitrag #648

@Freienhagener, Deine Ausführungen kann ich nicht teilen, denn sie sind nur Momentaufnahmen.
Man sollte in solchen Sicht- und Betrachtungsweisen auch bedenken, das Karl Marx beim Übergang vom Kapitalismus zum Kommunismus von einer Übergangsphase sprach, in der über eine gewisse Zeit (die auch von Marx zeitlich nicht bestimmt wurde) die alten Produktionsweisen und -methoden neben der sich neu entwickelnden Produktionsweise bestehen.Gesellschaftliches Eigentum wiederspiegelt sich nicht nur in VEB´s.
Soweit von mir.



@Vierkrug, die Theorie kenne ich natürlich.
Nur war es weltweit keine gewisse Zeit in einem Übergang zum Kommunismus, sondern das mehr oder weniger schnelle Ende dieses Weges.

Was Du offensichtlich meinst, wurde in den später sozialistischen Staaten nicht lange nach ihrer Gründung betrieben (und natürlich sage ich Dir da nichts Neues):
Zunächst existierten, außer den Großkonzernen, nichtsozialistische Produktionsbetriebe in Industrie und Landwirtschaft weiter. Diese Übergangsphase brachte die zunehmende Vergesellschaftung und endete (bei uns Anfang der 70er Jahre) mit der Überführung der mittelständischen Privatbetriebe in Volkseigentum. In Asien wurde die Abschaffung bürgerlicher Strukturen noch radikaler durchgeführt.
Auf die "Einführung" folgte eine lange Phase der "Entwicklung des Sozialismus".
Erst am Ende dieses Weges erfolgte das, was ich meinte (in der DDR brach die Entwicklung aprupt ab, deswegen weiter in Asien):
Die sozialistischen Volkswirtschaften steckten in einer tiefen Krise. Durch die Wiedereinführung markwirtschaftlicher Strukturen (sozialistisch betrachtet ein Rückschritt) wurden (erneute) Hungerkatastrophen abgewendet bzw. beendet (so in China und Vietnam parallel, in Vietnam beendete man 1987 eine Hungersnot). Schon das Allereinfachste, die private Bewirtschaftung der Felder und Ställe durch die Bauernfamilien auf "eigene Rechnung" brachte ganz schnell einen Nahrungsüberschuß.
Aber diese privat verdienenden Kleinbauern sind die Hauptmasse des "Kleinbürgerlichen Ozeans", vor dem Lenin gewarnt hat. Wenn ich mich recht erinnere, hielt er deren im sozialistischen Sinne negatives Potential (zurecht!) für gravierender als das der Großkapitalisten.
Er warnte wohl davor, daß das automatisch immer wieder auflebende private Streben dieser großen Bevölkerungsgruppe zur Restaurierung des Kapitalismus führt, wenn man das nicht (durch Kollektivierung usw.) verhindert.
Nun belebte man diesen "Ozean" gezwungenermaßen neu. Und tatsächlich ging es rasant in Richtung Kapitalismus. Die nächsten Schritte erfaßten den nichtagrarischen Sektor, wo größere Profite möglich sind. Und die "sozialistischen" Funktionäre setzten sich ganz persönlich an die Spitze dieser Entwicklung, machten persönlich Profit. Letztendlich ist der Sozialismus dort nur noch eine Worthülse, um einen Kapitalismus ohne soziale Komponente zu verschleiern.
In den (damals!) industriell höher entwickelten Ländern Osteuropas vollzog sich der Weg noch radikaler.

Deswegen gebe ich orthodoxen Stalinisten durchaus recht, die behaupten, daß jede Lockerung den Anfang des Endes des Sozialismus bedeutet und daß diese Entwicklung in der Sowjetunion und dem sozialistischen Weltsystem zunächst unmerklich bereits nach dem Ende von Stalin begann.
Jeder Anflug von Freiheit war für dieses System schädlich.

Das ist also keine Phase, sondern eine Abkehr. Ein Neuanfang ist nicht absehbar, m. E. das Ziel wahrscheinlich wie das christliche Himmelreich.
Ich weiß: "Ihr" seid da optimistischer...........


Disziplin ist die Fähigkeit, dümmer zu erscheinen als der Chef. (Hanns Schwarz)
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zuletzt bearbeitet 08.06.2015 09:16 | nach oben springen

#678

RE: Gut oder schlecht / wer wünscht "Sie" sich zurück ?

in Das Ende der DDR 08.06.2015 09:44
von DoreHolm | 7.676 Beiträge

Freienhagener in #677, will den ganzen Text hier nicht wiederholen. Was Du schreibst, sind zwar die harten Tatsachen einer gesellschaftlichen Entwicklung, aber sie zeigen auch das Dilemma, in der jede Bewegung steckt, die mehr soziale Gerechtigkeit auf allen Gebieten zum Ziel hat.
Mich erinnert das an einen Artikel eines Neuro-Wissenschaftlers in der populärwissenschaftlichen Zeitschrift "Wissenschaft und Fortschritt", die ich schon viele Jahre, ab meinem 14. Lebensjahr, abonniert hatte. Er schrieb kurz nach der Wende einen Artikel darüber, warum das Ziel der Erschaffung des "Neuen Menschen", der vorrangig zum Wohle der Gemeinschaft tätig ohne eigenes Streben nach immer mehr materiellen Wohlstand, scheitern mußte. Die SED-Führung und natürlich eine Reihe Polit-Theoretiker hatten sich da mächtig eine Scheinwelt zurechtgebastelt und meinten, daß das auch noch wissenschaflich, dialektisch begründet und bewiesen wäre. Als Grund nannte der Neurologe die genetische Veranlagung des Menschen. Seine in hunderttausenden oder gar millionen von Jahren angeborenen Verhaltensweisen, die damals des Überleben des Individuums bzw. der Sippe garantierten bzw. begünstigten. Genetisch geprägte Eigenschaften, die sich in tausenden von Jahren nicht gleich wieder ändern, die heute aber höchst hinderlich für eine wirkliche Gemeinschaft in globalem Maßstab sind. Jeder kann das bei sich selbst beobachten, wenn er eine Entscheidung fällen muß, die auch andere Menschen betrifft. Familienzusammenhalt, diffuse Ängste und Unwohlsein vor allem Fremden, nicht gern mit dem Rücken zur Tür sitzen, Faszination von Lagerfeuern, Vorliebe der Männer (Ausnahmen bestätigen die Regel) für Waffen und vieles mehr wären hier Beispiele.
So gesehen kann eine Lockerung rigider Staatsführung zu mehr individueller Freiheit in allen Bereichen der Gesellschaft nur dann funktionieren, wenn eine Institution existiert, die eine Überschreitung durch Einzelne oder Gruppen sehr hart ahndet. Klar, daß diese dann von Gewalt, Unfreiheit oder gar Terror schreien. Wie ich schon mal schrieb: Die absolute Grenze wäre für mich erreicht, wenn Personen oder Gruppen in Begriff sind, eine ökonomische Macht zu erlangen, mit der sie die Politik beeinflussen oder gar bestimmen können. Wer seine ökonomische Macht zum Nachteil der Mehrheit der Bevölkerung mißbraucht und dadurch die Politik zwingt oder nötigt, Entscheidungen mehr zugunsten dieser kleinen machtbesessenen Gruppe als der Mehrheit des Volkes zu treffen, dem gehört dieses Machtmittel radikal entzogen.
Zu der ganzen Frage der genetischen Prägung des Menschen wurde, wimre, hier vor längerer Zeit auch schon mal diskutiert.



matloh und Freienhagener haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 08.06.2015 09:47 | nach oben springen

#679

RE: Gut oder schlecht / wer wünscht "Sie" sich zurück ?

in Das Ende der DDR 08.06.2015 09:48
von turtle | 6.961 Beiträge

[quote=StabsfeldKoenig|p473101]

Zitat von turtle im Beitrag #671
. . . Die Erwähnung des schwarzen Kanals vermisse ich in der Aufzählung. Arbeitslosigkeit die gab es in der DDR nicht offiziell, kein Wunder man beschäftigte eben auch unproduktiv und daher wirtschaftlich unrentabel. Wuchermieten nee die gab es nicht, doch wie sahen viele Häuser aus? Komfort :oft kein Bad, Kohleheizung und die Toilette eine halbe Treppe tiefer. Und wie war es mit dem Wohnungswechsel und Umzug in eine andere Stadt? War es nicht so suche in Berlin und biete in Leipzig als Beispiel. Obdachlosigkeit gab es nicht, aber so genannte Arbeitsunwillige oder Gammler wie man sie nannte. Die brauchten nicht auf der Strasse übernachten. Die bekamen Kost und Logis in der Arbeitserziehung auch kurz AE genannt. Wie auch immer man kann alles von zwei Seiten betrachten. Der, der DDR nachtrauert wird es anders sehen wie ich der in der DDR mehr Negatives kennen lernen durfte. Wir haben unterschiedliche Erfahrungen mit der DDR gehabt .deshalb versuchen wir hier doch gemeinsam aufzuarbeiten. Und nein und noch mal nein die DDR wie sie war wünsche ich mir nicht zurück. Da kann mich auch kein Schönreden überzeugen, dazu waren meine Erfahrungen zu negativ.
Einiges mag für den DDR Bürger von Vorteil gewesen sein wie subventionierte Lebensmittel, geringe Mieten und auf einer 2 Personen Planstelle 5 beschäftigen, doch letztendlich trug das alles auch mit zum Untergang der DDR bei. Noch kurz zu Reisen. obwohl ich meine Haftzeit verbüßt hatte bekam ich einen Sonderausweis und durfte nicht einmal mehr in die Hauptstadt reisen. Das war dann meine Reisefreiheit.



Wohnungen mit Kohleheizung und Toilette auf halber Treppe gab es mindestens bis in die 90er Jahre hinein auch noch in Westberlin (z.B. Wedding und Kreuzberg).
Und Aufenthaltsbeschränkungen (bzw. ander Auflagen, die Freiheiteneinschränken) sind heutzutage nach einer haftentlassung im Rahmen der Führungsaufsicht auch noch möglich. [/quote]


Damit habe ich gerechnet, das dieser in meinem Fall unangebrachter Vergleich mit Aufenthaltsbeschränkungen (bzw. unter Auflagen, mit Freiheitseinschränkungen kommt.
Das betrifft doch Schwerkriminelle, Sittenstrolche etc. Da ist es mehr wie gerechtfertigt .Da bin ich sogar der Meinung lieber im Gutachten zu Ungunsten des Verbrechers irren, als zu Gunsten .Nicht einmal elektronische Fußfesseln, sondern überhaupt keine Vergünstigungen. Krankes Hirn bleibt meistens krankes Hirn. Ohne irren in Gutachten würden bestimmt einige Opfer noch leben. Doch ich war damals 18 Jahre und gewiss war auch eine Portion Abenteuerlust dabei, als ich versuchte nach den Westen abzuhauen. Jeder „normale Kriminelle“ bekam nach der Haftentlassung Hilfe jeglicher Art um ihn wieder in die Gesellschaft einzugliedern. Bei mir Arbeit zugewiesen, und das mit einer Tätigkeit die nichts mit dem Beruf zu tun hatte. Einmal pro Woche beim ABV melden und Sonderausweis mit starken Reisebeschränkungen. Verdammt noch mal ich fühlte mich damals nicht als Verbrecher und heute immer noch nicht. Letztendlich war es die Behandlung danach die mir klar machte hier hast Du keine Chance mehr, die werden Dich immer auf der Liste haben. Deshalb sah ich keine andere Möglichkeit und habe es noch einmal versucht in den Westen zu kommen. (Mit Erfolg)
Zu den Wohnungen mit Kohleheizung und Toilette eine halbe Treppe tiefer. Stimmt die gab es auch teilweise in Hamburg(In wenig attraktiven Stadtvierteln, wo schon beim erwähnen Deiner Adresse Deine Chance einen vernünftigen Job zu finden mindestens halbiert war) Aber nicht in so runtergekommenen Häusern. Doch in der Mehrheit gab es diese Wohnungen auch noch ohne Bad oder Dusche in der DDR. Nach meinen Erleben kann man doch nicht damit rechnen, das ein pro DDR heraus kommt. Na immerhin hast Du nicht alles was ich argumentierte versucht zu zerpflücken. Nur wenn wir vernünftig und sachlich diskutieren bauen wir auch Vorurteile ab. Ich bin nicht ohne Fehler und behaupte alles richtig zu sehen und zu wissen. Ich lerne gern dazu. Doch die DDR als das bessere Deutschland zu sehen ,nein das sehe ich anders.


IM Kressin hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 08.06.2015 09:48 | nach oben springen

#680

RE: Gut oder schlecht / wer wünscht "Sie" sich zurück ?

in Das Ende der DDR 08.06.2015 10:06
von Vierkrug (gelöscht)
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Eigentlich wollte ich diese Ausführungen von Helmut Koziolek @SiK90 per PN zukommen lassen, aber vielleicht gibt es doch noch weitere User, die sich dafür interessieren. Hier der Link zu Helmut Koziolek´s "Hatte das Neue Ökonomische System eine Chance ?" im www.
http://leibnizsozietaet.de/wp-content/up...06-Koziolek.pdf

Vierkrug


Damals87, DoreHolm und turtle haben sich für diesen Beitrag bedankt
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