#461

RE: Gut oder schlecht / wer wünscht "Sie" sich zurück ?

in Das Ende der DDR 03.06.2015 15:09
von Grenzläufer | 1.775 Beiträge

Dserschinski war ein Mann Stalins, rund 10.000 Todesurteile tragen die Unterschrift Dserschinskis. Er steht als Chef der Tscheka für
den roten Terror.

Da kann man richtig stolz sein, einen Massenmörder als Vorbild zu haben. Aber so ist das in der dunkelroten Diktatur, die Henker werden als Heilige angepriesen.



-------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

>>>Der Rote Terror richtete sich ebenfalls gegen das Bürgertum, gegen zaristische Offiziere, nichtbolschewistische Sozialisten (v. a. Menschewiki, Sozialrevolutionäre), Geistliche sowie oppositionelle Teile der Arbeiterschaft. Die Durchsetzung der Terrormaßnahmen – wie Erschießungen, Folterungen und Einweisungen in Konzentrationslager – erfolgte durch die Geheimpolizei Tscheka, die ab 1922 in die GPU umbenannt wurde. Schätzungen gehen von 250.000 bis 1.000.000 Opfer in diesem Zeitraum aus, teilweise durch Massenexekutionen.<<<

http://de.wikipedia.org/wiki/Roter_Terror


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#462

RE: Gut oder schlecht / wer wünscht "Sie" sich zurück ?

in Das Ende der DDR 04.06.2015 00:57
von StabsfeldKoenig | 2.644 Beiträge

Zitat von Grenzläufer im Beitrag #461
Dserschinski war ein Mann Stalins, rund 10.000 Todesurteile tragen die Unterschrift Dserschinskis. Er steht als Chef der Tscheka für
den roten Terror.

Da kann man richtig stolz sein, einen Massenmörder als Vorbild zu haben. Aber so ist das in der dunkelroten Diktatur, die Henker werden als Heilige angepriesen.



-------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

>>>Der Rote Terror richtete sich ebenfalls gegen das Bürgertum, gegen zaristische Offiziere, nichtbolschewistische Sozialisten (v. a. Menschewiki, Sozialrevolutionäre), Geistliche sowie oppositionelle Teile der Arbeiterschaft. Die Durchsetzung der Terrormaßnahmen – wie Erschießungen, Folterungen und Einweisungen in Konzentrationslager – erfolgte durch die Geheimpolizei Tscheka, die ab 1922 in die GPU umbenannt wurde. Schätzungen gehen von 250.000 bis 1.000.000 Opfer in diesem Zeitraum aus, teilweise durch Massenexekutionen.<<<

http://de.wikipedia.org/wiki/Roter_Terror



Dserschinski war ein Mann Lenins. Sein "roter Terror" war eine reaktion auf den "weißen Terror" und die Interventionskriege. Aber zu Lenin's Lebzeiten starb kein Kommunist durch die Hand eines anderen Kommunisten. Stalins Geheimdienstchefs waren Jagoda, Jeschow und Beria, welche den Terror der mittelmäßigen Bürokraten gegen die echten Kommunisten vollzogen. Sämtliche führende Genossen von Lenin (darunter sämtliche Mitglieder von Politbüro und Zentralkommite aus Lenins Lebenszeit) wurden auf Stalins Befehl ermordet.



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#463

RE: Gut oder schlecht / wer wünscht "Sie" sich zurück ?

in Das Ende der DDR 04.06.2015 02:33
von Grenzläufer | 1.775 Beiträge

"Aber zu Lenin's Lebzeiten starb kein Kommunist durch die Hand eines anderen Kommunisten."
Aha, Kommunisten sind wohl besser gestellt als andere Menschen?
Und dann einfach mal so eine unbewiesene und zudem falsche Behauptung in den Raum werfen. Unzählige unschuldige Menschen sind Opfer der roten Terrors geworden, auch Kommunisten.



>>>Viele Tscheka-Maßnahmen treffen gerade die Arbeiterschaft empfindlich: Ob ihre nicht linientreuen Vertrauensleute in erste Konzentrationslager verschleppt, ob Märkte geschlossen oder beliebte Geschäftsleute verhaftet werden - immer muss die bolschewistische Keulenriege anschließend dafür sorgen, dass darüber geschwiegen wird und kein öffentlicher Protest aufkommt.

Ruhe an der inneren Front, Disziplinierung des jahrelang von Krieg, Elend, Revolution und Gegenrevolution gequälten einfachen Volks und Ausschaltung aller Konkurrenten beim Kampf um die Macht - das sind jetzt die drei Hauptaufgaben der Tscheka. Und fast immer heiligt dabei der Zweck alle Mittel.

Der russische Exil-Historiker Sergej Melgunow hat Anfang der zwanziger Jahre akribisch Staatsverbrechen während der Terror-Phase aufgelistet - vom Verbrennen bis zum Abziehen der Haut bei lebendigem Leibe. In der Sowjetunion wurde sein in Berlin erschienenes Buch damals als weißgardistische Greuel-Propaganda abgetan. Doch auch Boris Sokolow, der heute im postkommunistischen Russland das Sowjetsystem erforscht, kommt für die nachrevolutionäre Phase zum Schluss, dass "Dserschinski die Augen davor verschloss, welche Brutalitäten sich die Tschekisten vor Ort zuschulden kommen ließen, wo immer mehr Leute mit eindeutig sadistischen Neigungen zur Tscheka stießen". (...) <<<

http://www.spiegel.de/spiegel/spiegelspe...d-54841251.html



>>>Als Gefolgsmann Stalins baute Dzierzynski die Tscheka seit 1922 unter der Bezeichnung “Staatliche politische Verwaltung” (GPU, ab 1934 NKWD) zum Machtsicherungsapparat aus, der jede Opposition gegen die totalitäre Herrschaft im Keim erstickte. Der aufstrebende Stalin sah in ihm einen willfährigen Helfer und sorgte für dessen Aufnahme ins Politbüro. Neben seiner Tätigkeit als Geheimdienstchef leitete Dzierzynski von 1921 bis 1924 das Volkskommissariat für Verkehr und von 1924 bis zu seinem Tode den Obersten Wirtschaftrat der UdSSR. Dzierzynski starb nicht eines unnatürlichen Todes – im Gegensatz zu etlichen seiner Nachfolger – sondern erlag am 20. Juli 1926 in Moskau einem Herzschlag<<<

http://www.dergrossebruder.org/2008/04/2...-1917-1938.html



Wer sich mit dem Thema politisch sachlich auseinander setzen möchte, dem sei das Buch
"Der Traum vom neuen Menschen oder die Sowjetzivilisation" von Andrej Donatowitsch Sinjawski empfohlen.

>>>Dzierzynski nimmt die Sünde von Massenmord und Massenfolter auf sich, die er im Namen des künftigen Himmlischen Reichs auf Erden veranstaltet. In der sowjetischen Ikonografie wird der Gekreuzigte durch den Heiligen Henker ersetzt.<<<


zuletzt bearbeitet 04.06.2015 03:14 | nach oben springen

#464

RE: Gut oder schlecht / wer wünscht "Sie" sich zurück ?

in Das Ende der DDR 04.06.2015 11:18
von Heckenhaus | 5.142 Beiträge

Und was hat das nun eigentlich mit dem Ursprungsthema zu tun ?

Ich denke mal NICHTS.


.
.
„Toleranz ist die letzte Tugend einer untergehenden Gesellschaft.”
— Aristoteles -

"Man kann alle Leute einige Zeit zum Narren halten und einige Leute allezeit; aber alle Leute allezeit zum Narren halten kann man nicht."
— Abraham Lincoln –
.
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#465

RE: Gut oder schlecht / wer wünscht "Sie" sich zurück ?

in Das Ende der DDR 04.06.2015 15:29
von StabsfeldKoenig | 2.644 Beiträge

Zitat von Grenzläufer im Beitrag #463
"Aber zu Lenin's Lebzeiten starb kein Kommunist durch die Hand eines anderen Kommunisten."
Aha, Kommunisten sind wohl besser gestellt als andere Menschen?
Und dann einfach mal so eine unbewiesene und zudem falsche Behauptung in den Raum werfen. Unzählige unschuldige Menschen sind Opfer der roten Terrors geworden, auch Kommunisten.



>>>Viele Tscheka-Maßnahmen treffen gerade die Arbeiterschaft empfindlich: Ob ihre nicht linientreuen Vertrauensleute in erste Konzentrationslager verschleppt, ob Märkte geschlossen oder beliebte Geschäftsleute verhaftet werden - immer muss die bolschewistische Keulenriege anschließend dafür sorgen, dass darüber geschwiegen wird und kein öffentlicher Protest aufkommt.

Ruhe an der inneren Front, Disziplinierung des jahrelang von Krieg, Elend, Revolution und Gegenrevolution gequälten einfachen Volks und Ausschaltung aller Konkurrenten beim Kampf um die Macht - das sind jetzt die drei Hauptaufgaben der Tscheka. Und fast immer heiligt dabei der Zweck alle Mittel.

Der russische Exil-Historiker Sergej Melgunow hat Anfang der zwanziger Jahre akribisch Staatsverbrechen während der Terror-Phase aufgelistet - vom Verbrennen bis zum Abziehen der Haut bei lebendigem Leibe. In der Sowjetunion wurde sein in Berlin erschienenes Buch damals als weißgardistische Greuel-Propaganda abgetan. Doch auch Boris Sokolow, der heute im postkommunistischen Russland das Sowjetsystem erforscht, kommt für die nachrevolutionäre Phase zum Schluss, dass "Dserschinski die Augen davor verschloss, welche Brutalitäten sich die Tschekisten vor Ort zuschulden kommen ließen, wo immer mehr Leute mit eindeutig sadistischen Neigungen zur Tscheka stießen". (...) <<<

http://www.spiegel.de/spiegel/spiegelspe...d-54841251.html



>>>Als Gefolgsmann Stalins baute Dzierzynski die Tscheka seit 1922 unter der Bezeichnung “Staatliche politische Verwaltung” (GPU, ab 1934 NKWD) zum Machtsicherungsapparat aus, der jede Opposition gegen die totalitäre Herrschaft im Keim erstickte. Der aufstrebende Stalin sah in ihm einen willfährigen Helfer und sorgte für dessen Aufnahme ins Politbüro. Neben seiner Tätigkeit als Geheimdienstchef leitete Dzierzynski von 1921 bis 1924 das Volkskommissariat für Verkehr und von 1924 bis zu seinem Tode den Obersten Wirtschaftrat der UdSSR. Dzierzynski starb nicht eines unnatürlichen Todes – im Gegensatz zu etlichen seiner Nachfolger – sondern erlag am 20. Juli 1926 in Moskau einem Herzschlag<<<

http://www.dergrossebruder.org/2008/04/2...-1917-1938.html



Wer sich mit dem Thema politisch sachlich auseinander setzen möchte, dem sei das Buch
"Der Traum vom neuen Menschen oder die Sowjetzivilisation" von Andrej Donatowitsch Sinjawski empfohlen.

>>>Dzierzynski nimmt die Sünde von Massenmord und Massenfolter auf sich, die er im Namen des künftigen Himmlischen Reichs auf Erden veranstaltet. In der sowjetischen Ikonografie wird der Gekreuzigte durch den Heiligen Henker ersetzt.<<<












Meine Formulierung bezieht sich auf den Gegensatz zwischen der Zeit des Bürgerkrieges bzw. der Interventionskriege, wo zu Lebzeiten von Lenin und Dserschinski zwar mit äußerster Härte gegen Feinde gekämpft wurde, die vor den gleichen Methoden nicht zurückschreckten. Man kann es deshalb de Tscheka nicht verdenken, daß wenn in einem Dorf durch die Weißen (unterstützt durch Popen und Kulaken) der Bürgermeister, Kommisar oder Lehrer (sammt ihrer Familien) bestialisch ermordet worden sind, man zur Vergeltung selbiges anschließend mit Popen und Kulaken getan hat.
Dagegen haben Stalin und seine Geheimdienstchefs ihre eigenen Genossen zu Feinden erklärt und ermordet. Stalin hat sich übrigens die Macht mit einem "kalten Putsch" erschlichen hat. Lenin, der kurz vor seinem Tod wegen seiner Krankheit nicht am Parteitag teilnehmen konnte, hatte deshalb statt einer Rede einen Brief zur Verlesung auf dem Parteitag geschrieben (den man heute sein "politisches Testament" nennt). In diesem Brief forderte er die Deligierten auf, Stalin als Generalsekretär abzulösen und statt dessen Bucharin zu wählen. Diesen Brief hat Stalin unterschlagen. Hätte Bucharin die Nachfolge Lenin's angetreten, wäre die Politik der NÖP fortgesetzt und auch die Gesellschaft demokratisiert worden.



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#466

RE: Gut oder schlecht / wer wünscht "Sie" sich zurück ?

in Das Ende der DDR 04.06.2015 21:46
von passport | 2.638 Beiträge

Zitat von Grenzläufer im Beitrag #461
Dserschinski war ein Mann Stalins, rund 10.000 Todesurteile tragen die Unterschrift Dserschinskis. Er steht als Chef der Tscheka für
den roten Terror.


Da kann man richtig stolz sein, einen Massenmörder als Vorbild zu haben. Aber so ist das in der dunkelroten Diktatur, die Henker werden als Heilige angepriesen.




Da kann man richtig stolz sein, das in einen freiheitlich - demokratischen Rechtsstaat Kasernen der Bundeswehr nach Personen benannt wurden die treu und redlich Kaiser und Hitler gedient haben. Diese Personen haben Angriffskriege gegen andere Staaten und Völker geplant und durchgeführt. In ihren Namen oder durch sie selber wurden Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit durchgeführt. Dieser Personenkreis ist mitverantwortlich am Tod von Mio. Menschen. Da bekommt der Begriff "Rechts"staat einen ganz andere Bedeutung. Aber so ist das in einen Rechtsstaat, da kommen Kriegsverbrecher wieder zu allen Ehren.

http://www.asfrab.de/fundgrube/kasernenn...bundeswehr.html



passport
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>>>Der Rote Terror richtete sich ebenfalls gegen das Bürgertum, gegen zaristische Offiziere, nichtbolschewistische Sozialisten (v. a. Menschewiki, Sozialrevolutionäre), Geistliche sowie oppositionelle Teile der Arbeiterschaft. Die Durchsetzung der Terrormaßnahmen – wie Erschießungen, Folterungen und Einweisungen in Konzentrationslager – erfolgte durch die Geheimpolizei Tscheka, die ab 1922 in die GPU umbenannt wurde. Schätzungen gehen von 250.000 bis 1.000.000 Opfer in diesem Zeitraum aus, teilweise durch Massenexekutionen.<<<

http://de.wikipedia.org/wiki/Roter_Terror


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#467

RE: Gut oder schlecht / wer wünscht "Sie" sich zurück ?

in Das Ende der DDR 05.06.2015 09:40
von Georg | 1.022 Beiträge

Als im Jahre 1946 Geborener wünsche ich mir die DDR zurück !
Dazu wünsche ich mir, daß ich bis dahin noch die passenden Werkzeuge habe.

Wenn ich so lese, wer sich die DDR nicht zurückwünscht. Flüchtlinge z.B. ( mit 18 Jahren.......) kann man da solche Wünsche erwarten ?

Warum bemüht man Stalin, um mir meine Wünsche auszureden ?
Woher hat man die Kenntnise über Stalin ? Auch von Flüchtlingen ? Antikommunisten, bezahlten und betreuten Schreibern ? Wiki bedient ebenso unwissenschaftlich.
Die Archive zu Stalin werden z.Z. nach und nach geöffnet und von Historikern - nicht von meinungsbildenen Schreiberlingen - erforscht. Warum ?


Einen Dummen anzuhören ist anstrengender, als einen Klugen zu widersprechen. ( W.Eckert )
Heckenhaus und DoreHolm haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#468

RE: Gut oder schlecht / wer wünscht "Sie" sich zurück ?

in Das Ende der DDR 05.06.2015 10:51
von Pit 59 | 10.149 Beiträge

Als im Jahre 1946 Geborener wünsche ich mir die DDR zurück !

Na das versteht mal wer will,ich nicht,hätte für meine Person so 10,15 Jahre eher passieren müssen,aber so ist es auch gut.


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#469

RE: Gut oder schlecht / wer wünscht "Sie" sich zurück ?

in Das Ende der DDR 05.06.2015 12:18
von turtle | 6.961 Beiträge

[quote=Georg|p472591]Als im Jahre 1946 Geborener wünsche ich mir die DDR zurück !
Dazu wünsche ich mir, daß ich bis dahin noch die passenden Werkzeuge habe.

Was kann ich darunter verstehen mit den passenden Werkzeugen ?

Ich bin auch ein 1946 geborener. Ich wünsche mir die DDR nicht zurück. Denn so wie sie war wäre das nicht erstrebenswert.
Als passendes Werkzeug kommt mir der Bolzenschneiderund und eine Leiter in den Sinn.


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#470

RE: Gut oder schlecht / wer wünscht "Sie" sich zurück ?

in Das Ende der DDR 05.06.2015 12:39
von Georg | 1.022 Beiträge

Zitat von turtle im Beitrag #469
[quote=Georg|p472591]Als im Jahre 1946 Geborener wünsche ich mir die DDR zurück !
Dazu wünsche ich mir, daß ich bis dahin noch die passenden Werkzeuge habe.

Was kann ich darunter verstehen mit den passenden Werkzeugen ?

Ich bin auch ein 1946 geborener. Ich wünsche mir die DDR nicht zurück. Denn so wie sie war wäre das nicht erstrebenswert.
Als passendes Werkzeug kommt mir der Bolzenschneiderund und eine Leiter in den Sinn.



ja nun @ turtel - Thema oder Frage war:.........wer wünscht "Sie" sich zurück ? Und nicht.....wer wünscht "Sie" sich nicht zurück !
Deshalb erlaube ich mir den Werkzeugkasten geschlossen zu halten.


Einen Dummen anzuhören ist anstrengender, als einen Klugen zu widersprechen. ( W.Eckert )
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#471

RE: Gut oder schlecht / wer wünscht "Sie" sich zurück ?

in Das Ende der DDR 05.06.2015 12:58
von turtle | 6.961 Beiträge

Alles klar ! Wie wäre es mit einer Liste wer sie sich alles zurückwünscht? Abstimmen ginge auch sogar anonym wenn gewünscht. Hier schreiben so viele mit unterschiedlichen Meinungen. Wäre doch mal interessant wie viel Prozent es sind die sich die DDR wieder wünschen. Kann mir sogar vorstellen das es heute mehr wie 1991 sind.


Harsberg hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#472

RE: Gut oder schlecht / wer wünscht "Sie" sich zurück ?

in Das Ende der DDR 05.06.2015 13:03
von Grenzläufer | 1.775 Beiträge

In diesem Forum bestimmt, unter der Bevölkerung sicher nicht.


Freienhagener hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#473

RE: Gut oder schlecht / wer wünscht "Sie" sich zurück ?

in Das Ende der DDR 05.06.2015 13:12
von GKUS64 | 1.609 Beiträge

Zitat von Georg im Beitrag #467
Als im Jahre 1946 Geborener wünsche ich mir die DDR zurück !
Dazu wünsche ich mir, daß ich bis dahin noch die passenden Werkzeuge habe.


Ja es war wirklich alles wunderbar, es gehörte ja auch alles uns. „Aus den Betrieben ist noch viel mehr rauszuholen“ wurde empfohlen. Und so waren auch die Werkzeuge kostenlos. Also Werkzeuge waren schon wichtig, alles wurde selbst angefertigt, mit dem richtigen Werkzeug konnte man auch bei der Nachbarin kleine Reparaturen durchführen oder größere für blaue Fließen, also es war immer Aktion. Jetzt interessiert sich nun leider niemand mehr für das gute Werkzeug des Nachbarn.
Du könntest dich ja auch engagieren, dass das DDR-Modell in Griechenland eingeführt wird (die jetzige Regierung bietet dafür ja alle Voraussetzungen), als DDR-Kenner wäre dir ein Beraterposten sicher!


Grenzläufer hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#474

RE: Gut oder schlecht / wer wünscht "Sie" sich zurück ?

in Das Ende der DDR 05.06.2015 13:27
von SiK90 (gelöscht)
avatar

Mich würden die genauen Gründe interessieren, weshalb man sich die DDR zurück wünscht. So könnte man diesen Wunsch eventuell nachvollziehen oder zumindest verstehen.


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#475

RE: Gut oder schlecht / wer wünscht "Sie" sich zurück ?

in Das Ende der DDR 05.06.2015 13:54
von Georg | 1.022 Beiträge

Zitat von GKUS64 im Beitrag #473
[quote=Georg|p472591]Als im Jahre 1946 Geborener wünsche ich mir die DDR zurück !
Dazu wünsche ich mir, daß ich bis dahin noch die passenden Werkzeuge habe.


Ja es war wirklich alles wunderbar, es gehörte ja auch alles uns. „Aus den Betrieben ist noch viel mehr rauszuholen“ wurde empfohlen. Und so waren auch die Werkzeuge kostenlos. Also Werkzeuge waren schon wichtig, alles wurde selbst angefertigt, mit dem richtigen Werkzeug konnte man auch bei der Nachbarin kleine Reparaturen durchführen oder größere für blaue Fließen, also es war immer Aktion. Jetzt interessiert sich nun leider niemand mehr für das gute Werkzeug des Nachbarn.

Du könntest dich ja auch engagieren, dass das DDR-Modell in Griechenland eingeführt wird (die jetzige Regierung bietet dafür ja alle Voraussetzungen), als DDR-Kenner wäre dir ein Beraterposten sicher!
[/quote

Das ist doch mal ne Empfehlung ! DDR - Kenner ! Danke !
Aber warum Griechenland ? Das haben doch keine Kommunisten an den Abgrund gebracht. Also - das Land, welches ich berate. das suche ich mir selber aus. Soviel Freiheit muss sein.....


Einen Dummen anzuhören ist anstrengender, als einen Klugen zu widersprechen. ( W.Eckert )
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#476

RE: Gut oder schlecht / wer wünscht "Sie" sich zurück ?

in Das Ende der DDR 05.06.2015 14:13
von DoreHolm | 7.698 Beiträge

Zitat von Grenzläufer im Beitrag #472
In diesem Forum bestimmt, unter der Bevölkerung sicher nicht.



Grün: Wenn Du Dich da nicht irrst ? Die Frage, ob sich wer die DDR zurückwünscht oder nicht, ist m.E. an sich schon eine Totschlagkeule. Sie läßt keinerlei Spielraum für die Grauzonen. Nur die Entscheidung ob schwarz oder weiß wird hier zugelassen. Nach meiner Schätzung kannst Du die Anzahl User, die sich bedingungslos, ohne Abstriche, ohne Änderungsvorstellungen, für die jetzige BRD entscheiden, an einer Hand abzählen. Ich gehe weiterhin davon aus, daß umgekehrt, sich bedingungslos für die DDR zu entscheiden, mit allen negativen Erscheinungsformen und ebenfalls ohne Änderungsvorstellungen, es noch weniger sein würden. Es mag solche Leute geben, aber ich kann hier im Forum keinen von denen sicher ausmachen, dem ich diese Ansicht zutraue.
Noch anders könnte es aussehen mit der vorwiegenden Bevorzugung der BRD bei etlichen Usern, wenn man mal einige Jahrzehnte in die Zukunft blicken könnte. Ob dann die bürgerlichen "Demokratien" im Allgemeinen und die BRD im Besonderen noch so hochgelobt werden ? Die BRD von Ende der 80er ist bereits schon ziemlich weit weg von der heutigen BRD, was die Interessen der abhängig Beschäftigten und inzwischen auch Teilen des Mittelstandes betrifft. Und friedlicher ist sie auch nicht geworden.



Damals87 hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#477

RE: Gut oder schlecht / wer wünscht "Sie" sich zurück ?

in Das Ende der DDR 05.06.2015 14:25
von Heckenhaus | 5.142 Beiträge

Zitat von SiK90 im Beitrag #474
Mich würden die genauen Gründe interessieren, weshalb man sich die DDR zurück wünscht. So könnte man diesen Wunsch eventuell nachvollziehen oder zumindest verstehen.


Das wäre sinnlos und würde nur Häme und Spott auf die herniederregnen lassen, die sich diesbezüglich outen.
Klang hier bereits an : "Im Forum sicher mehr als in der Bevölkerung"
Besserwisser oder die, die sich dafür halten, sind damit immer ganz schnell vor Ort, egal, ob sie nun wirklich etwas
besser wissen, ob aus ewigem Protest, aus prinzipieller Opposition, aus Furcht, nicht mehr zu den "Guten" zu gehören
oder wirklich das große Los gezogen haben nach dem Mauerfall.

Jeder hat seine Biografie, sein Leben, auch das damals in der DDR. Bei Einigen hier waren das viele Jahre, bei Einigen
lediglich Tage, Wochen oder Monate. Wer will sich da anmaßen, über einen anderen Menschen den Stab zu brechen, nur
weil er sich damals auch wohlgefühlt hat. Und das nicht nur mit, sondern auch ohne Parteibuch oder Offizierslaufbahn.
Ich glaube, niemand muß sich auslachen lassen, nur weil er eine andere Lebensphilosophie hat als sein Gegenüber, soviel
Anstand sollte sein.
Außerdem, Gründe : Aus diesem gesamten Thread geht nach m.M. genügend hervor, warum solche Wünsche noch heute präsent
sind.
Am schlechten Leben damals kann es nicht liegen, Geld war genug vorhanden.
Wenn für über 10 Jahre alte Trabbis mehr als für einen Neuwagen gezahlt wurde, trotz der "miesen Verdienste" in der DDR,
wie kommt das zusammen ? Ging es uns wirklich so schlecht, ohne Bananen, ohne täglich Kochschinken oder Schnitzel, ohne
solche Konsumschwemme wie heute, ohne den heutigen Wohlstand, der zu Lasten anderer Völker existiert ?
Gerade der letzte Punkt müßte dem denkenden Bundesbürger die Schamesröte ins Gesicht treiben. Ist das mit eine der
Ursachen, die heutige BRD so viel erstrebenswerter zu finden als die damalige DDR ?
Mein Gewissen rebelliert da schon ein klein wenig.
Es steht auch nicht zur Debatte, was aus diesem Staat vielleicht geworden wäre, sondern lediglich, ob man ihn sich so zurück-
wünscht, wie man ihn eventuell auch in guter Erinnerung hatte.
Ohne sich dafür rechtfertigen oder gar entschuldigen zu müssen.


.
.
„Toleranz ist die letzte Tugend einer untergehenden Gesellschaft.”
— Aristoteles -

"Man kann alle Leute einige Zeit zum Narren halten und einige Leute allezeit; aber alle Leute allezeit zum Narren halten kann man nicht."
— Abraham Lincoln –
.
Damals87, DoreHolm, 94 und Fritze haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 05.06.2015 15:34 | nach oben springen

#478

RE: Gut oder schlecht / wer wünscht "Sie" sich zurück ?

in Das Ende der DDR 05.06.2015 16:55
von Ostlandritter | 2.453 Beiträge

Zitat von Georg im Beitrag #467
Als im Jahre 1946 Geborener wünsche ich mir die DDR zurück !
.......
..........




WOW !

Du bist , meiner flüchtigen Leseweise zufolge ,- der Erste ,- der sich die DDR ohne Wenn und Aber zurückwünscht !
Da Du die DDR vom Anfang bis zum Ende durchlebt hast ,- möchte ich Dich hiermit zu Deiner klaren Stellung beglückwünschen !

Und das ist mein völliger Ernst !


....................................
Dieser Beitrag ist eine Meinungsäußerung im Sinne des Art. 5 des Grundgesetzes und durch diesen gedeckt !
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#479

RE: Gut oder schlecht / wer wünscht "Sie" sich zurück ?

in Das Ende der DDR 05.06.2015 17:15
von Pit 59 | 10.149 Beiträge

Ich habe ja nun so einen Hundertprozentigen im Haus,seiner NVA treu bis auf Sterbebett,akzeptiere ich ja auch. Die schönsten Diskussionen im Garten beim Bierchen sind die Urlaube. Seit der Wende sind da keine seiner Sozialistischen Bruderländer dabei,selbst in die Therme wird nach Bayern gefahren.

Ins Schwimmen kommt er dann wenn ich sage das es in Thüringen (sogar ganz in unserer Nähe) Thermen gibt,oder das man sich auch bei den Russen gut erholen kann.


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#480

RE: Gut oder schlecht / wer wünscht "Sie" sich zurück ?

in Das Ende der DDR 05.06.2015 17:27
von Freienhagener | 3.865 Beiträge

Nicht polemisch gemeint:
Wer sie sich zurückwünscht, der fühlte sich nicht eingesperrt und reist auch heute nicht weit, bzw. kann sich das nicht leisten.
Ihm ist geistig das genug, was ihm damals geboten wurde, fühlte keine geistige Enge.

Alle Anderen fühlten sich befreit und haben sich aufgemacht, die Welt kennenzulernen, mehr oder weniger.
Und was mir spontan noch einfällt: In viele Live-Konzerte gehen, ehe die Barden zu alt wurden.
Und Nicht-DDR-Bücher nicht nur am Stand der Leipziger Buchmesse lesen usw.


Disziplin ist die Fähigkeit, dümmer zu erscheinen als der Chef. (Hanns Schwarz)
Ostlandritter hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 05.06.2015 17:28 | nach oben springen


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