#2261

RE: Gut oder schlecht / wer wünscht "Sie" sich zurück ?

in Das Ende der DDR 05.01.2016 23:04
von Gert | 12.368 Beiträge

Zitat von Rostocker im Beitrag #2249


Da siehste mal--für was die Russen gut waren. Und heute waren deutsche Truppen am Überfall auf Afg. beteildigt und führen dort weiterhin eine Besetzung durch um ein Regimen an die Macht zu halten.


ej, du bist ja völlig von der Rolle. Lies mal Morgen die Bild. selbst die kann dir erklären, warum deutsche Soldaten in Afg. sind und was sie dort für eine Aufgabe haben. Die machen das sehr gut für nicht Intellektuelle wie dich und mich.


.
All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
John F.Kennedy 1963 in Berlin
Geld ist geprägte Freiheit!
Dostojewski 1866
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
Mahatma Gandhi
zuletzt bearbeitet 05.01.2016 23:05 | nach oben springen

#2262

RE: Gut oder schlecht / wer wünscht "Sie" sich zurück ?

in Das Ende der DDR 05.01.2016 23:21
von Rostocker | 7.736 Beiträge

Zitat von Gert im Beitrag #2261
Zitat von Rostocker im Beitrag #2249


Da siehste mal--für was die Russen gut waren. Und heute waren deutsche Truppen am Überfall auf Afg. beteildigt und führen dort weiterhin eine Besetzung durch um ein Regimen an die Macht zu halten.


ej, du bist ja völlig von der Rolle. Lies mal Morgen die Bild. selbst die kann dir erklären, warum deutsche Soldaten in Afg. sind und was sie dort für eine Aufgabe haben. Die machen das sehr gut für nicht Intellektuelle wie dich und mich.


Sie sind dort Besatzer und bleiben es--erst wollte man abziehen--als es dann nicht so lief wie der Westen es wollte--verstärkte man die Truppen wieder.


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#2263

RE: Gut oder schlecht / wer wünscht "Sie" sich zurück ?

in Das Ende der DDR 05.01.2016 23:47
von StabsfeldKoenig | 2.656 Beiträge

Zitat von Harzwanderer im Beitrag #2220
Du kannst Dir ja mal die verfassungsmäßigen Rechte der DDR-Verfassung angucken und was draus wurde. Da steht schon in der Verfassung die "Führungsrolle der Partei" fest reingedruckt. Schöne Demokratie DDR. Komisch, dass so viele weg wollten.


Die Wiedereinführung des Rechtes auf Wohnung und Arbeit würde wohl die Mehrheit der Bürger befürworten.



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#2264

RE: Gut oder schlecht / wer wünscht "Sie" sich zurück ?

in Das Ende der DDR 06.01.2016 00:56
von bürger der ddr | 3.647 Beiträge

Das nicht gewähren der Reisefreiheit gegen den Willen des Volkes war undemokratisch, darüber sind sich ja scheinbar fast alle einig.

Ist die "Reisefreiheit" der Asylpolitik gegen den Willen des Volkes demokratisch?

Wenn ja, dann haben wir doch schon eine gemeinsame Menge an (Un)Demokratie DDR - BRD gefunden



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#2265

RE: Gut oder schlecht / wer wünscht "Sie" sich zurück ?

in Das Ende der DDR 06.01.2016 11:47
von Klauspeter | 991 Beiträge

Die NVA führte keine Kriegseinsätze in anderen Ländern.
Politiker der BRD schicken immer mehr Soldaten in andere Länder, um dort für Interessen zu kämpfen, die mit dem Volkswillen wenig gemein haben.
Demokratisch wäre, dazu mal das Volk zu befragen.
Klaus


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#2266

RE: Gut oder schlecht / wer wünscht "Sie" sich zurück ?

in Das Ende der DDR 06.01.2016 12:20
von Harzwanderer | 2.943 Beiträge

Bei uns gibt es regelmäßig freie Wahlen. Es steht Dir frei, jemand anderen zu wählen.


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#2267

RE: Gut oder schlecht / wer wünscht "Sie" sich zurück ?

in Das Ende der DDR 06.01.2016 14:01
von Hackel39 | 3.123 Beiträge

Zitat von beobachter im Beitrag #2254
Die Genossen sind wieder einer Meinung ,wie früher. Nur können sie heute mit ihren phrasen und roten geplapper keinen Schaden anrichten.Der Zug ist abgefahren und sie habens noch nichtmal richtig mitbekommen.


Es fahren Züge im Stundentakt hinterher, in der Geschichte ist soviel Bewegung wie auf dem Kölner Hauptbahnhof mittags um 4.
Die politischen Weichenstellungen in Ungarn und zuletzt in Polen besonders im Bezug auf den vielgepriesenen Pluralismus haben eine Vorgeschichte und die sieht so aus, daß zu viele Journalisten, Hobbyhistoriker und Internetverbalhelden die Politik unterhaltsam und quotenträchtig kritisiert und interpretiert haben ohne selbst jemals auf wenigstens kommunaler Ebene einmal Feldarbeit geleistet zu haben und so kann man kleinste Vereine, Eigentümergemeinschaften, Bürgerbewegungen festfahren wenn nur unqualifiziert gelabert und gepöbelt wird und keine praktikablen Lösungsansätze auf den Tisch kommen, die zu einer Verbesserung der Lage innerhalb einer vorgegebenen bewährten Qualität führen.
Fachlich qualifizierte und kameradschaftlich orientierte Menschen konnten sehr wohl in der DDR etwas werden, die hatten in den Kombinaten ihre Gesellenstücke abgeliefert und bewiesen, daß sie Projekte im Sinne der Fortschritts zu Ende bringen können und über Jahre zur Feldarbeit auf der niedrigsten Ebene bereit und in der Lage waren.
Das waren keine Exoten in diesem Land sondern Leute, die einem zumindest meinem Wahrnehmungsbereich, dem Bahnsektor als Vorgesetzte wieder begegnet sind, das Parteiabzeichen am Revers war bei vielen nur Deko, die waren keine revoloutionären verblendeten Eiferer sondern Pragmatiker, die dieses Land gerettet hätten, wenn sie es nach ganz oben geschafft hätten.
Natürlich gab es auch die frisch vom Himmel gefallenen aus der Politabteilung, die mit Ende 30 als Reichsbahnrat schon mehr auf den Schultern trugen, als es durch einen Leistungsbezug gerechtfertigt wäre, über die haben die Gruppenleiter, Fachleute und Ausbilder immer nur den Kopf geschüttelt, wenn sie ihre Reden hielten und die Macht, die solche Vertreter hatten wird heute doch stark überschätzt, man hat sie einfach nur ertragen und mit durchgeschleift um des Friedens willen, das möchte ich hier mal einräumen.
Warum die wirklichen Basiseliten es eben nicht nach ganz oben geschafft haben hat die selben Gründe wie für den verhinderten Aufstieg des Ostens vorliegen, sie waren nicht narzistisch und staatstragend genug und hatten keine Chuzpe, ein Verhaltensmerkmal das im teamorientierten Sozialismus weder gelehrt noch vererbt wurde und so schafften es nur diejenigen ganz nach oben, die Blendwirkung ausübten egal ob da was dahinter war oder nicht, so war das damals und ist es heute- das Kommen und Gehen in den Vorstandsetagen und Ministerien unseres Elitepools spricht seine eigene Sprache.
Die hat oft schlichtweg das Glück und die Mediensympathie verlassen, oder wichtige Unterstützer sind ausgefallen, mit fachlicher Kompetenz hat das fast nie etwas zu tun, sonst wären sie nicht auf das Kandidatenlevel gelangt.
Die Rückabwicklung der Macht in den ehemaligen Freundesländern sind ein ernstzunehmender Indikator dafür, daß auch unsere vielgepriesene Demokratie ihre Wiederholungsprüfung noch vor sich hat.



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#2268

RE: Gut oder schlecht / wer wünscht "Sie" sich zurück ?

in Das Ende der DDR 06.01.2016 14:24
von Harzwanderer | 2.943 Beiträge

Wer was werden wollte musste mitmachen. Früher oder später mit Parteimitgliedschaft. Erst Recht in den bewaffneten Organen.
Wer nicht mitmachte konnte in der DDR auch nichts werden. Ich kenne genug Beispiele persönlich. Die DDR hat dadurch ihre Talente brach liegen lassen. Stattdessen waren linientreue, nicht immer Genies, an der Macht. Man gucke sich nur die Typen im Politbüro an.


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#2269

RE: Gut oder schlecht / wer wünscht "Sie" sich zurück ?

in Das Ende der DDR 06.01.2016 14:41
von Rostocker | 7.736 Beiträge

Zitat von Harzwanderer im Beitrag #2268
Wer was werden wollte musste mitmachen. Früher oder später mit Parteimitgliedschaft. Erst Recht in den bewaffneten Organen.
Wer nicht mitmachte konnte in der DDR auch nichts werden. Ich kenne genug Beispiele persönlich. Die DDR hat dadurch ihre Talente brach liegen lassen. Stattdessen waren linientreue, nicht immer Genies, an der Macht. Man gucke sich nur die Typen im Politbüro an.


Harzwanderer--ich habe da noch eine gute Erinnerung, von der Grenzöffnung 89--ich kam in Braunlage Harz an, war auch alles schön--soweit nichts einzuwenden, ich kam auch mit einen Einheimischen ins Gespräch einen älteren Herren. Was eine nette Unterhaltung war--zum Schluß sagte er zu mir. ja hier ist vieles genauso wie bei Euch--man muss nur das richtige Parteibuch in der Tasche haben. Ich antwortete--ja was gemeinsames müssen wir ja haben.


bürger der ddr, Signalobermaat, Fritze und vs1400 haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#2270

RE: Gut oder schlecht / wer wünscht "Sie" sich zurück ?

in Das Ende der DDR 06.01.2016 14:54
von Hanum83 | 4.813 Beiträge

Zitat von Rostocker im Beitrag #2269
Zitat von Harzwanderer im Beitrag #2268
Wer was werden wollte musste mitmachen. Früher oder später mit Parteimitgliedschaft. Erst Recht in den bewaffneten Organen.
Wer nicht mitmachte konnte in der DDR auch nichts werden. Ich kenne genug Beispiele persönlich. Die DDR hat dadurch ihre Talente brach liegen lassen. Stattdessen waren linientreue, nicht immer Genies, an der Macht. Man gucke sich nur die Typen im Politbüro an.


Harzwanderer--ich habe da noch eine gute Erinnerung, von der Grenzöffnung 89--ich kam in Braunlage Harz an, war auch alles schön--soweit nichts einzuwenden, ich kam auch mit einen Einheimischen ins Gespräch einen älteren Herren. Was eine nette Unterhaltung war--zum Schluß sagte er zu mir. ja hier ist vieles genauso wie bei Euch--man muss nur das richtige Parteibuch in der Tasche haben. Ich antwortete--ja was gemeinsames müssen wir ja haben.


Ich hab jetzt ne Weile überlegt, der tiefere Sinn dieses Spruches ist mir aber irgendwie nicht verständlich geworden.
Was sollte denn in Braunlage 1989 "wie bei uns" gewesen sein und wozu das richtige Parteibuch in Braunlage


"Deitsch on frei wolln mer sei, on do bleibn mer aah derbei"
(Anton Günther)
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zuletzt bearbeitet 06.01.2016 14:55 | nach oben springen

#2271

RE: Gut oder schlecht / wer wünscht "Sie" sich zurück ?

in Das Ende der DDR 06.01.2016 15:12
von Alfred | 6.864 Beiträge

Zitat von Harzwanderer im Beitrag #2268
Wer was werden wollte musste mitmachen. Früher oder später mit Parteimitgliedschaft. Erst Recht in den bewaffneten Organen.
Wer nicht mitmachte konnte in der DDR auch nichts werden. Ich kenne genug Beispiele persönlich. Die DDR hat dadurch ihre Talente brach liegen lassen. Stattdessen waren linientreue, nicht immer Genies, an der Macht. Man gucke sich nur die Typen im Politbüro an.



Na zum Glück ist dies heute ganz anders.

Übrigens, es kamen auch Minister in der DDR aus den Blockparteien, so z.B. der Minister für Justiz. Und auch die rund 2 Millionen MItglieder der SED haben nicht alle "Funktionen" ausgeübt.


Signalobermaat hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 06.01.2016 15:34 | nach oben springen

#2272

RE: Gut oder schlecht / wer wünscht "Sie" sich zurück ?

in Das Ende der DDR 06.01.2016 15:14
von bürger der ddr | 3.647 Beiträge

@Hanum83 , Mitglieder der "führenden" Partei in der BRD (auf allen Ebenen) haben sich doch nur gegenseitig "geholfen", ob das bei der Vergabe von Aufträgen oder ähnliches war.
Korruption ist keiner Gesellschaft fremd......

Ergänzung:
warum fällt mir gerade der Name Kohl und die Parteispendenaffäre ein



DoreHolm, Signalobermaat und Fritze haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 06.01.2016 15:15 | nach oben springen

#2273

RE: Gut oder schlecht / wer wünscht "Sie" sich zurück ?

in Das Ende der DDR 06.01.2016 15:28
von Lutze | 8.042 Beiträge

Ist Helmut Kohl nicht über einen ehemaligen DDR-Betrieb gestolpert?
Lutze


wer kämpft kann verlieren,
wer nicht kämpft hat schon verloren
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#2274

RE: Gut oder schlecht / wer wünscht "Sie" sich zurück ?

in Das Ende der DDR 06.01.2016 16:06
von Hackel39 | 3.123 Beiträge

Aber mal allgemein eingeworfen- was ist denn so schlimm daran, etwas Großes im Blick zu haben und die eigene Profilierungssucht dahingehend zu therapieren, daß gemeinsame Erfolge die Basis für das Gelingen eines funktionierenden Gemeinwesens sind.
Dazu mal eine kleine Alltagsgeschichte, die uns vor Augen führt wie kontraproduktiv Rechthaberei, Machtspielchen von Kleinstindividuen und Korinthenkackerei sein kann, selbst wenn die entsprechende Person recht hat.
So trug es sich neulich zu, daß jemand einen Zug in Magdeburg ablösen sollte, der Ablöser wegen eines Mißverständnisses jedoch im 2-3 km entfernten Bahnhofsteil Sudenburg wartete, weil er als Personaldienstleister die interne Wechselroutine nicht kannte.
Der Reichsbahner der Vorwendezeit hätte nun den Auftrag bekommen, den Zug zum (verkehrten) Ablöseort zu bringen weil es das höherwertige Anliegen ist, die festgelegte Fahrstraße und damit den Fahrplan einzuhalten, darüber hätte es keine Diskussion gegeben.
Der Privatbahner in einem Umfeld des akuten Personalmangels hat neuerdings jedoch die Macht, auf sein Recht zu bestehen und den Dienstleister zu zwingen, mit dem Taxi auf eigene Kosten dem Zug entgegenzufahren, was dazu führte, daß nunmehr andere Züge dran waren um zu überholen mit fatalen Folgen für den weiteren Schichtverlauf und die darauf folgenden Auseinandersetzungen auf der privaten Ebene zum Nachteil des Betriebsfriedens.
Anhand solcher banalen Geschichten und unter dem Aspekt daß diese auf die gesamtgesellschaftliche Kommunikation (= der uneingeschränkten Individualität) durchaus hochrechenbar sind, wird einmal mehr klar, was für Gründe zuweilen für eine Rückkehr in die Kommandostrukturen der DDR sprechen, denn niemand kann heute wissen wie schnell jener größenwahnsinnige Bahnpygmäe z. B. im wildfremden Wanne- Eickel in eine solche Situation mit umgekehrten Vorzeichen geraten kann.
Übrigens wurde der Regionalbahn nach Braunschweig dadurch eine 10 minütige Verspätung "eingeschenkt", weil einer unbedingt Recht behalten wollte, zumindest die Reisedemokratie geriet hier einmal mehr unter die Räder.
Mich persönlich hat es faziniert, wie damals manche Projekte trotz offensichtlicher Mängel gemeinsam durchgepeitscht worden sind, die heute mit vergleichbaren Mittel nie und nimmer gelingen würden, das hat nichts mit Verklärung zu tun, jeder der z. B. schon mal die Chronologie von Bahnbauvorhaben heutzutage verfolgt hat weiß was ich meine.
Es ist durchaus legitim, wenn Bremser der Fortschritts zur Mitarbeit verdonnert werden und dazu hatte die DDR überzeugende Mittel um die sie heutiges Planungs- und Projektierungspersonal beneiden würde, ohne es jemals zuzugeben.



Fritze hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#2275

RE: Gut oder schlecht / wer wünscht "Sie" sich zurück ?

in Das Ende der DDR 06.01.2016 16:08
von der alte Grenzgänger | 1.010 Beiträge

Zitat von Harzwanderer im Beitrag #2268
Wer was werden wollte musste mitmachen. Früher oder später mit Parteimitgliedschaft. ....
Ich kenne genug Beispiele persönlich.....


Du hast wohl nur den einen Kamm, über den Du alles scherst ?
Ich kenne auch viele (andere) Beispiele persönlich, eins davon sogar ziemlich gut- nämlich mich !

Wobei man sicher darüber diskutieren kann, was denn "was werden" eigentlich bedeutet ?
Sieht sicher jeder sehr unterschiedlich..
Ich jedenfalls war zu der Zeit für ca. 70 Leute und den ordentlichen Betrieb von 7 Kläranlagen und mehrere hundert Kilometer Kanalnetz in mehreren Städten, darunter Cottbus mit 130 000 Einwohnern, verantwortlich... das ist doch was, oder ?

Siggi
(der nicht bestreitet, dass man versucht hat, mich von einer SED- Mitgliedschaft zu überzeugen.. ist aber nicht gelungen.. man hat einen Arbeiter mit ziemlich plumpen Versuchen und Argumenten damit beauftragt- da reichte dann ein "nee, halte ich nicht für erforderlich" ausreichend. Allerdings war das auch schon in der zweiten Hälfte der 80er ...)


"Man rühmt und man schmäht die meisten Dinge, weil es Mode ist, sie zu rühmen oder sie zu schmähen"
La Rochefoucauld (1613 - 1680)
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#2276

RE: Gut oder schlecht / wer wünscht "Sie" sich zurück ?

in Das Ende der DDR 06.01.2016 16:18
von DoreHolm | 7.714 Beiträge

Zitat von Harzwanderer im Beitrag #2266
Bei uns gibt es regelmäßig freie Wahlen. Es steht Dir frei, jemand anderen zu wählen.


Es hätte Dir auch in der DDR freigestanden, eine andere Partei oder gar keine zu wählen. Und erzähle mir nichts von Wahlmanipulation. Die hat es gegeben, ja, aber es wäre nicht mehr möglich gewesen, bei einem Wahlverhalten wie gleich nach der Wiedervereinigung, die "führende Rolle der SED" abzusichern. Das wäre nicht mehr unter den Teppich zu kehren gewesen und hätte den Blockparteien einen ungeahnten Selbstbewußtseinsschub gegeben.



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#2277

RE: Gut oder schlecht / wer wünscht "Sie" sich zurück ?

in Das Ende der DDR 06.01.2016 16:39
von Hackel39 | 3.123 Beiträge

Zitat von der alte Grenzgänger im Beitrag #2275
Zitat von Harzwanderer im Beitrag #2268
Wer was werden wollte musste mitmachen. Früher oder später mit Parteimitgliedschaft. ....
Ich kenne genug Beispiele persönlich.....


Du hast wohl nur den einen Kamm, über den Du alles scherst ?
Ich kenne auch viele (andere) Beispiele persönlich, eins davon sogar ziemlich gut- nämlich mich !

Wobei man sicher darüber diskutieren kann, was denn "was werden" eigentlich bedeutet ?
Sieht sicher jeder sehr unterschiedlich..
Ich jedenfalls war zu der Zeit für ca. 70 Leute und den ordentlichen Betrieb von 7 Kläranlagen und mehrere hundert Kilometer Kanalnetz in mehreren Städten, darunter Cottbus mit 130 000 Einwohnern, verantwortlich... das ist doch was, oder ?

Siggi
(der nicht bestreitet, dass man versucht hat, mich von einer SED- Mitgliedschaft zu überzeugen.. ist aber nicht gelungen.. man hat einen Arbeiter mit ziemlich plumpen Versuchen und Argumenten damit beauftragt- da reichte dann ein "nee, halte ich nicht für erforderlich" ausreichend. Allerdings war das auch schon in der zweiten Hälfte der 80er ...)


Da würde ich die Hürde mal auf 1. Sekretär einer SED- Kreisleitung, SED- Bezirksleitungsmitglied, Kombinatdirektor und aufwärts legen wollen.
Dorthin haben es die von mir definierten Basiseliten nur in Ausnahmefällen aus den in meinem Vorbeitrag #2267 beschriebenen Gründen schaffen können und das war die eigentliche Tragik des damaligen Geschehens.
Zu sehr hätten die sich ideologisch verbiegen (vorbehaltlose Lobreden auf das System) müssen, wenngleich es Ausnahmen und Beweise für das Gelingen einer solchen Gratwanderung gab http://www.mz-web.de/eisleben/karlheinz-...312,item,1.html
Jener Generaldirektor war kein SED- Mitglied, wohl aber in der Blockpartei LDPD.
Heutzutage wäre es meines Erachtens leichter, eine politische Karriere anzufangen, da es tüchtige Menschen durchaus in einem Alter um die 50 in die finanzielle Freiheit schaffen können um von dort aus über den Wahlkreis mit praktikablen Ideen und Visionen (vorerst im Hinterkopf) ohne Existenzängste u.a. Bedenken materieller Art haben zu müssen die Karriere zu starten.
Die Akzeptanz und Anerkennung von Politikern damals wie heute scheint solche Ausflüge eher unpopulär zu machen.
Aber mal eine spezielle Frage:
Bist Du jemals an die Grenzen Deiner Macht gegangen, gab es nennenswerte Konfrontationen mit politischen Vorgesetzten, jetzt mal abseits von rein technischen/ betrieblichen Abläufen, z. B. bei Grundsatzdiskussionen mit Vorgesetzten ?



der alte Grenzgänger hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#2278

RE: Gut oder schlecht / wer wünscht "Sie" sich zurück ?

in Das Ende der DDR 06.01.2016 16:49
von der alte Grenzgänger | 1.010 Beiträge

Zitat von Hackel39 im Beitrag #2277
...

Da würde ich die Hürde mal auf 1. Sekretär einer SED- Kreisleitung, SED- Bezirksleitungsmitglied, Kombinatdirektor und aufwärts legen wollen.
....
Aber mal eine spezielle Frage:
Bist Du jemals an die Grenzen Deiner Macht gegangen, gab es nennenswerte Konfrontationen mit politischen Vorgesetzten, jetzt mal abseits von rein technischen/ betrieblichen Abläufen, z. B. bei Grundsatzdiskussionen mit Vorgesetzten ?



Zur Hürde: OK, da war ich wohl sehr weit weg davon- oder anders gesagt: "aus mir ist nichts geworden"

Über Deine Frage muss ich etwas nachdenken.. mit "Grenzen der Macht" meinst Du "ohnmächtig", hilflos gewesen zu sein ?

Siggi
(der daruf zurückkommen wird)


"Man rühmt und man schmäht die meisten Dinge, weil es Mode ist, sie zu rühmen oder sie zu schmähen"
La Rochefoucauld (1613 - 1680)
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#2279

RE: Gut oder schlecht / wer wünscht "Sie" sich zurück ?

in Das Ende der DDR 06.01.2016 16:59
von damals wars | 12.218 Beiträge

Zitat von Lutze im Beitrag #2273
Ist Helmut Kohl nicht über einen ehemaligen DDR-Betrieb gestolpert?
Lutze


Schreiber hat keinen ehemaligen DDR Betrieb geleitet. Ging es da nicht um
https://de.wikipedia.org/wiki/Fuchs_%28Panzer%29 von
Thyssen-Henschel
Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/CDU-Spendenaff%C3%A4re


Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches.(Mark Twain)
Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
"Hass hat keinen Glauben, keine Rasse oder Religion, er ist giftig." der Witwer der britische Labour-Abgeordnete Jo Cox.
http://www.neo-magazin-royale.de/zdi/art...fur-frauke.html
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#2280

RE: Gut oder schlecht / wer wünscht "Sie" sich zurück ?

in Das Ende der DDR 06.01.2016 17:03
von DoreHolm | 7.714 Beiträge

Zitat von Hackel39 im Beitrag #2277
Zitat von der alte Grenzgänger im Beitrag #2275
Zitat von Harzwanderer im Beitrag #2268
Wer was werden wollte musste mitmachen. Früher oder später mit Parteimitgliedschaft. ....
Ich kenne genug Beispiele persönlich.....


Du hast wohl nur den einen Kamm, über den Du alles scherst ?
Ich kenne auch viele (andere) Beispiele persönlich, eins davon sogar ziemlich gut- nämlich mich !

Wobei man sicher darüber diskutieren kann, was denn "was werden" eigentlich bedeutet ?
Sieht sicher jeder sehr unterschiedlich..
Ich jedenfalls war zu der Zeit für ca. 70 Leute und den ordentlichen Betrieb von 7 Kläranlagen und mehrere hundert Kilometer Kanalnetz in mehreren Städten, darunter Cottbus mit 130 000 Einwohnern, verantwortlich... das ist doch was, oder ?

Siggi
(der nicht bestreitet, dass man versucht hat, mich von einer SED- Mitgliedschaft zu überzeugen.. ist aber nicht gelungen.. man hat einen Arbeiter mit ziemlich plumpen Versuchen und Argumenten damit beauftragt- da reichte dann ein "nee, halte ich nicht für erforderlich" ausreichend. Allerdings war das auch schon in der zweiten Hälfte der 80er ...)


Da würde ich die Hürde mal auf 1. Sekretär einer SED- Kreisleitung, SED- Bezirksleitungsmitglied, Kombinatdirektor und aufwärts legen wollen.
Dorthin haben es die von mir definierten Basiseliten nur in Ausnahmefällen aus den in meinem Vorbeitrag #2267 beschriebenen Gründen schaffen können und das war die eigentliche Tragik des damaligen Geschehens.
Zu sehr hätten die sich ideologisch verbiegen (vorbehaltlose Lobreden auf das System) müssen, wenngleich es Ausnahmen und Beweise für das Gelingen einer solchen Gratwanderung gab http://www.mz-web.de/eisleben/karlheinz-...312,item,1.html
Jener Generaldirektor war kein SED- Mitglied, wohl aber in der Blockpartei LDPD.
Heutzutage wäre es meines Erachtens leichter, eine politische Karriere anzufangen, da es tüchtige Menschen durchaus in einem Alter um die 50 in die finanzielle Freiheit schaffen können um von dort aus über den Wahlkreis mit praktikablen Ideen und Visionen (vorerst im Hinterkopf) ohne Existenzängste u.a. Bedenken materieller Art haben zu müssen die Karriere zu starten.
Die Akzeptanz und Anerkennung von Politikern damals wie heute scheint solche Ausflüge eher unpopulär zu machen.
Aber mal eine spezielle Frage:
Bist Du jemals an die Grenzen Deiner Macht gegangen, gab es nennenswerte Konfrontationen mit politischen Vorgesetzten, jetzt mal abseits von rein technischen/ betrieblichen Abläufen, z. B. bei Grundsatzdiskussionen mit Vorgesetzten ?



Grün: Bei den SED-Leitungen sicherlich, bei den Leitungen der Wirtschaft sehe ich das nicht so grundsätzlich. Das war knallharte Wirtschaftspolitik und die wäre nicht mit markigen sozialistischen Reden zu machen gewesen. Da gab es durchaus sehr ernsthafte und kontroverse Diskussionen, in denen die Politik keine ausschlaggebende Rolle spielte. Das waren Leute, zu denen gehörte es oft zum alltäglichen Geschäft, sich mit Unternehmern aus kapitalistischen Ländern zu treffen und mit ihnen zu verhandeln. Ein Parteisekretär in einem solchen größeren Betrieb oder Kombinat, der fachlich nichts auf der Kirsche hat, ist da schon mal, wenn es ging, außen vor gelassen worden. Mein alter Herr hat es mal so geschildert, wie er seine Parteisekträrin eben nicht zu einer Geschäftsverhandlung und dem folgenden Abendessen mit Ehepartnern mitgenommen hat, obwohl sie es versucht hatte, sondern er hatte den Technischen Direktor mit Frau mit genommen.



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