#161

RE: Handleuchtzeichen

in Grenztruppen der DDR 08.02.2014 18:20
von Schlutup | 4.102 Beiträge

Zitat von 94 im Beitrag #160
Laß die Finger davon, aber das schrieb der Donnergaul ja bereits!
Wie sieht aber die Rechtliche Lage bei abgeschossenen HLZ/EHLZ aus? Im Egun werden ja immer mal wieder welche angeboten.


Angeschossen das ist Müll für den gelben Sack. Einfach nur Kunststoff.



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#162

RE: Handleuchtzeichen

in Grenztruppen der DDR 08.02.2014 18:36
von willie | 612 Beiträge

[quote=Nick|p330848]Wie ist jetzt eigentlich der Besitz von Handleuchtzeichen geregelt, ab welchem alter darf man volle haben?
DANKE
![/quote]

Hi Nick,

eine legale Möglichkeit hätte ich noch für Dich:


Pyroschein (mit oder ohne Signalpistole)



Die Benutzung von pyrotechnischen Seenotsignalmitteln ist eine Tätigkeit, die eine besondere Fach-/Sachkunde erfordert. Diese Fähigkeiten werden im Wassersport umgangsprachlich auch als kleiner (Fachkunde) und großer Pyroschein (Sachkunde nach dem Waffen- und dem Sprengstoffrecht) bezeichnet. Der Pyroschein gilt als eigenständiges Befähigungszeugnis. Der Unterschied in beiden Scheinen liegt darin, dass sie gegenüber der Fachkunde mit dem Sachkundenachweis auch in die Bedienung der Kaliber 4 Signalpistole geschult werden. Hingegen befähigt der kleine Pyroschein, die Fachkunde, lediglich zum Erwerb, Umgang und Beförderung von pyrotechnischen Seenotsignalmitteln der Unterklasse T2 (Falschirm- & Signalraketen, Rauchfackeln, Handfackeln).

Da auf seegängigen Yachten (Charteryachten) zugelassene Seenotsignalmittel vorgeschrieben sind, muss der Schiffsführer einen entsprechenden gültigen Nachweis vorzeigen können.

An der Bootsschule-Deutschland können Sie nötiges Wissen und Fertigkeiten über die Nutzung von Seenotsignalmitteln erlernen. Bei uns erhalten Sie zum güstigen Vorzugspreis von 71,- Euro den Befähigungsnachweis für Seenotsignal(FKN) und zum Preis von 89,- Euro die Sachkunde(SKN), die Sie bei einem vorliegenden Bedürfnis sogar zum Erwerb einer eigenen Signalpistole ermächtigt.

Die Ausbildung findet stets an allen Kurswochenenden parallel zu den Sportbootführerschein See-Kursen statt und dauert nur einen Abend. Für den Sachkundenachweis findet im Rahmen der praktischen Prüfung eine echte Schußabgabe statt.

Allgemeine Voraussetzungen

Alter mindestens 16 Jahre
SBF See oder Binnen muss vorhanden sein.

Ablauf der Prüfung

Theorie-Fragebogen (18 Fragen)
Handhabung Fallschirm-Signalrakete
Handhabung einer Rauchfackel oder Handfackel
Handhabung und Benutzung von Rauchsignalen.
Handhabung Signalpistole.

Zusammenfassung

FKN (ohne Signalwaffe) - 71,- €

SKN (mit Signalwaffe) - 89,- €

Lehrgangsdauer: ein Abend

Gruß Willie


...Rechtschreibfehler sind die Special Effects meiner Tastatur!...
Nick hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 08.02.2014 18:36 | nach oben springen

#163

RE: Handleuchtzeichen

in Grenztruppen der DDR 23.02.2014 00:53
von DirkUK | 298 Beiträge

Hallo,

Ich muss euch mal ne Story aus meiner Pyromanenjugend erzaehlen. Klingt unglaublich, ist aber wahr.
Der Vater meines besten Freundes war Major beim Chemischen Dienst der NVA in einer Kaserne in Albertshof bei Bernau.
Er war Ausbilder fuer Chemische Dienste und hatte Lagerbestaende an diverser NVA- Pyrotechnik. Ich weiss nicht, entweder war er zu faul das Zeug im Ramen der Ausbildung zu verballern oder er wollte nur seine Lagerbestaende niedrighalten. Nun ja, um dieses Zeug loszuwerden gab er es uns einfach zum verballern. Und so kam es das ich und mein Kumpel ueber mehrere Jahre hinweg (1981-1987) fast jedes Wochenende in die umliegenden Waelder losgezogen sind mit dieser Pyrotechnik um sie zu vernichten.
Geschmuggelt hat er das Zeugs entweder durchs Kasernentor oder er warf es zu einem abgestimmten Zeitpunkt ueber den Objektzaun.
Ich versuche jetzt mal aufzuzaehlen was da an Pyrotchnik dabei war.
Da waren... Handleuchtzeichen 1 oder 3 Stern Rot,Gruen, 1Stern Gelb mit Fallschirm, Rauch Rot und Blau, Kanllkoerper D mit Reib-oder Elektrozuendung, Imitationshandgranaten, Knallkoerper mit Pfeifton. Dazu kamen noch Nebelwurfkoerper (immer im Zehnerpack) Schwarz,Weiss,Weiss mit Traenengas, Gelb,Gruen und Rot.
Die Hanleuchtzeichen haben mir am meisten gefallen besonders die 1 Stern Gelb mit Fallschirm. Gefaehrlich wurde es immer dann wenn man sie kerzengerade hochgeschossen hat denn dann musste man in Deckung gehen vor der Aluhuelse die dann nach dem Sternauswurf runterkam mit Affenzahn.Die leeren Plastikhuelsen mussten wir immer mitnehmen und zurueckgeben. Erwischt hat uns dabei niemand denn wir knallten und nebelten in Waeldern wo normalerweise die Russen uebten. War ne tolle Zeit damals haette aber auch viel Schlimmes passieren koennen. War aber auch ganz schoen verantwortungslos von meinem Kumpels Vater. Wenn das augeflogen waere, waere er warscheinlich nach Schwedt gegangen und wer weiss was mit uns geschehen waere . Was sagt Ihr dazu ?

Gruss, Dirk


zuletzt bearbeitet 23.02.2014 00:55 | nach oben springen

#164

RE: Handleuchtzeichen

in Grenztruppen der DDR 23.02.2014 10:04
von DoreHolm | 7.688 Beiträge

Zitat von DirkUK im Beitrag #163
Hallo,

Ich muss euch mal ne Story aus meiner Pyromanenjugend erzaehlen. Klingt unglaublich, ist aber wahr.
Der Vater meines besten Freundes war Major beim Chemischen Dienst der NVA in einer Kaserne in Albertshof bei Bernau.
Er war Ausbilder fuer Chemische Dienste und hatte Lagerbestaende an diverser NVA- Pyrotechnik. Ich weiss nicht, entweder war er zu faul das Zeug im Ramen der Ausbildung zu verballern oder er wollte nur seine Lagerbestaende niedrighalten. Nun ja, um dieses Zeug loszuwerden gab er es uns einfach zum verballern. Und so kam es das ich und mein Kumpel ueber mehrere Jahre hinweg (1981-1987) fast jedes Wochenende in die umliegenden Waelder losgezogen sind mit dieser Pyrotechnik um sie zu vernichten.
Geschmuggelt hat er das Zeugs entweder durchs Kasernentor oder er warf es zu einem abgestimmten Zeitpunkt ueber den Objektzaun.
Ich versuche jetzt mal aufzuzaehlen was da an Pyrotchnik dabei war.
Da waren... Handleuchtzeichen 1 oder 3 Stern Rot,Gruen, 1Stern Gelb mit Fallschirm, Rauch Rot und Blau, Kanllkoerper D mit Reib-oder Elektrozuendung, Imitationshandgranaten, Knallkoerper mit Pfeifton. Dazu kamen noch Nebelwurfkoerper (immer im Zehnerpack) Schwarz,Weiss,Weiss mit Traenengas, Gelb,Gruen und Rot.
Die Hanleuchtzeichen haben mir am meisten gefallen besonders die 1 Stern Gelb mit Fallschirm. Gefaehrlich wurde es immer dann wenn man sie kerzengerade hochgeschossen hat denn dann musste man in Deckung gehen vor der Aluhuelse die dann nach dem Sternauswurf runterkam mit Affenzahn.Die leeren Plastikhuelsen mussten wir immer mitnehmen und zurueckgeben. Erwischt hat uns dabei niemand denn wir knallten und nebelten in Waeldern wo normalerweise die Russen uebten. War ne tolle Zeit damals haette aber auch viel Schlimmes passieren koennen. War aber auch ganz schoen verantwortungslos von meinem Kumpels Vater. Wenn das augeflogen waere, waere er warscheinlich nach Schwedt gegangen und wer weiss was mit uns geschehen waere . Was sagt Ihr dazu ?
Gruss, Dirk


War ja auch so ein Hobby-Pyrotechniker (kann´s auch bis heute noch nicht so richtig lassen), aber was da der Vater deines Kumpels machte, hätte tatsächlich mächtig in´s Auge gehen können, zumal Ihr sicher noch die Erfahrung für den umgang mit dem zeug hattet. Wenn ich lese, "Knallkörper D mit Elektrozündung", das waren etwa solche wie die dickeren Polen-Böller. Deshalb wurden die auch elektrisch gezündet, um sicherzugehen, daß das Ding nicht schon in der Hand losgeht. Die würde dann nur noch in Fetzen am Handgelenk hängen. Das wurde uns damals auch als grund gesagt, warum die elektrisch gezündet werden. Nicht der Knaller selbst, aber die Zündschnur wurde elektrisch entzündet und damit war abgesichert, daß schon mal ein paar Meter Abstand waren. Damit sollten Granateinschläge simuliert werden. Bei der einzigen richtig großen Übung, schon als Grenzer, saß ich auf dem SPW des KC mit meinem Chemiebaukasten. Da hatten die Pioniere vorher auch das Übungsgebiet "vermient", also Sprengladungen, deren Stelle aber durch Fähnchen markiert waren, damit nicht doch ein Soldat zu nahe rankommt, wenn´s gerade kracht.
Ich hatte von unserem Waffenwart, einem Gefreiten, ebenfalls aus Erfurt wie ich, immer mal was zugesteckt bekommen. Meist war es Stern gelb Vorfeldbeleuchtung und später bei den KG konnte ich mal ein paar Knallkörper D mit Reibzünder abstauben.



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#165

RE: Handleuchtzeichen

in Grenztruppen der DDR 16.10.2015 03:00
von Nomex | 254 Beiträge

Ich wusste gar nicht das es die Teile noch zu erwerben gibt.

http://www.pyrofex.com/shop/index.php/ca...galartikel.html

Gruß Ralf


~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
Günther Zieschong: "Mir hätten das System erst mal leasen solln...."
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#166

RE: Handleuchtzeichen

in Grenztruppen der DDR 16.10.2015 19:34
von Fritze | 3.474 Beiträge

Zitat von Nomex im Beitrag #165
Ich wusste gar nicht das es die Teile noch zu erwerben gibt.

http://www.pyrofex.com/shop/index.php/ca...galartikel.html

Gruß Ralf


man lernt nie aus ! Die Dinger warn letztes Sylvester der Kracher hier !

Das "Plopp" von der Vorfeldbeleuchtung ist einfach geil !

Fritze


"Das kann doch überhaupt nur jemand nicht wissen ,der entweder vollkommen ahnungslos ist ,oder ,oder jemand der also bösartig ist !"

"If you get up and walk away, leave the past behind, go ahead and take a ride ,no telling what you find ! "
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#167

RE: Handleuchtzeichen

in Grenztruppen der DDR 22.10.2015 20:02
von Doktor | 3 Beiträge

Bei uns hat ein Grenzer 1 oder 2 von diesen Handleuchtzeichen im Päckchen heimlich nach Hause geschickt. Hat aber einen großen Zettel mit reingelegt zur Warnung an seine Eltern, daß ja niemand die Kappe abschraubt. Denn das Ergebnis kann man sich ausmahlen, eine Renovierung der Wohnung ist besimmt anschließend fällig. Später mußten wir dann die leegeschossenen Röhrchen immer abgeben.
Das war so in der Zeit 1970/71 .
Gruß Doktor



Lutze hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#168

RE: Handleuchtzeichen

in Grenztruppen der DDR 22.10.2015 20:19
von Lutze | 8.033 Beiträge

Zitat von Doktor im Beitrag #167
Bei uns hat ein Grenzer 1 oder 2 von diesen Handleuchtzeichen im Päckchen heimlich nach Hause geschickt. Hat aber einen großen Zettel mit reingelegt zur Warnung an seine Eltern, daß ja niemand die Kappe abschraubt. Denn das Ergebnis kann man sich ausmahlen, eine Renovierung der Wohnung ist besimmt anschließend fällig. Später mußten wir dann die leegeschossenen Röhrchen immer abgeben.
Das war so in der Zeit 1970/71 .
Gruß Doktor

Hat dieser Grenzer auch noch andere verbotene Sachen nach Hause geschickt?
Lutze


wer kämpft kann verlieren,
wer nicht kämpft hat schon verloren
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#169

RE: Handleuchtzeichen

in Grenztruppen der DDR 22.10.2015 20:26
von DoreHolm | 7.688 Beiträge

Wozu nach Hause schicken ? Wir haben die Dinger, allerdings als Leuchtpatronen, im Urlaub mit nach Hause genommen. Meist Stern gelb und dann zu Silvester die halbe Straße in falgelbes Licht getaucht. Unser Waffenwart war wie ich Erfurter. Da war der Bedarf gesichert. .



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