#81

RE: +Elbgrenze| Elbabschnitt| Grüne Grenze| Dömitz| Boizenburg+

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 23.11.2008 16:47
von manudave (gelöscht)
avatar

Immerhin hats Guillaume ins Kanzleramt geschafft. Der Kanzler selbst war die Pflaume ;)

Als Agent kam er nur auf 45 Nachrichten, die er an den HVA weitergegeben hat. 45 Nachrichten in 5 Jahren - allein das hört sich schon dünn an.
Durch den HVA wurden die Informationen mit Schulnoten (1-5) bewertet. Dieser Agent kam nie auf eine 1 und nie auf eine 2. Er war eher der 4+ Typ. U.a. hat er mal eine offizielle Rede des Kanzlers in den Osten geschmuggelt - er hat sich Gefahr begeben für eine Rede...

Ein anderer, viel wichtigerer, aber den meisten unbekannter Agent, kam im Bundeskanzleramt auf knapp 800 Informationen (darunter einige einsen) in derselben Zeit. Der kam übrigens mit Bewährungsstrafe davon...


nach oben springen

#82

RE: +Elbgrenze| Elbabschnitt| Grüne Grenze| Dömitz| Boizenburg+

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 24.11.2008 21:23
von Schlutup | 4.108 Beiträge
Hallo Klaus - kds288!
Danke für deinen Bericht.
einer vom Bundesgrenzschutz auf dem Fahrrad angefahren Das wird ein Beamter vom GZD ( Zoll) gewesen sein. Der BGS hatte keine Fahrräder an der Grenze. Gruß Schlutup


zuletzt bearbeitet 24.11.2008 21:29 | nach oben springen

#83

RE: +Elbgrenze| Elbabschnitt| Grüne Grenze| Dömitz| Boizenburg+

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 24.11.2008 21:43
von altgrenzer (gelöscht)
avatar

In Antwort auf:
wie viele bezahlte Kriminelle der Westen hatte die Grenzsoldaten ohne Skrupel und mit Vorsatz um ihr Leben gebracht haben.


Tja, lieber Rainer,

die entscheidende Frage ist die, von wo nach wo floss das Geld. Z.B. wer bezahlte die Schützen von Wahlhausen 1989?

Ich behaupte mal, das Geld kam aus Staatskassen der DDR, denn nur die, und kein Anderer profitierten mit der Propaganda damit. Die Indizien sprechen für sich. 1989 musste mal wieder eine Fratze her vom bösen Imperialismus. In der Zeit der Massenflucht über Ungarn und so.

Die Wahlhausen-Geschichte hab ich nie geglaubt. Und einem Bundesbürger war die Grenze aber auch sowas von egal, wer hätte denn ein Motiv gehabt, Grenzer zu erschießen!?


nach oben springen

#84

RE: +Elbgrenze| Elbabschnitt| Grüne Grenze| Dömitz| Boizenburg+

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 30.11.2008 19:12
von Rainer-Maria-Rohloff (gelöscht)
avatar

Hallo Rolf was dieses "Wahlhausen 1989" betrifft muss ich ehrlich gesagt erst einmal passen. Wer wem und warum und Behauptung hin und her, keine Ahnung Rolf! Wir sind beide keine Richter am Volksgerichtshof der BRD und das die Grenze den Wohlstandsbundesbürger vollkommen egal war da stimm ich dir zu. Denn der war so etwas mit sich, seinen Stammstisch, Fussballverein, Schützenverein, Kaffeekränzchen, Tupperpartys und Mallorcaurlaub beschäftigt, vielleicht hat er zwischendrin noch noch einen Schmöker gelesen wo der Oberarzt die junge Stationsschwester über den Operationstisch....... . Aber schau mal bei Weiterführung Diskussion BRD-DDR hinein, denn mein Handwerksfreund Peter hatte einen Beitrag von dir aufgegriffen auf den ich ebenfalls antworten muss.


Gruß

Rainer


nach oben springen

#85

RE: +Elbgrenze| Elbabschnitt| Grüne Grenze| Dömitz| Boizenburg+

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 04.02.2009 22:07
von nightforce (gelöscht)
avatar

Hallo Klaus, kds288,
Ich will mal versuchen dein Gedächtnis etwas aufzufrischen, vielleicht gelingt es mir ja.
Du bist damals von Wittenberge in westlicher Richtung Richtung Elbe gegangen.
Dann bist du schwimmender Weise bis kurz vor die GÜST Cumlosen (3) geschwommen.
Ich glaube sogar, daß du direkt vor dem Wald in der Biegung zur GÜST wieder an Land bist.
Du bist dann am Wald entlang geschlichen, bis zur Auslösung der Signalrakete.
Du hast also nicht die Elbgrenze, sondern die Landgrenze davor überquert und bist dann weiter Richtung Schnackenburg.
Ich versuch ma ein von mir nachbearbeitetes Satelitenfoto anzuhängen, dort ist der Bereich abgebildet, wo du rüber bist.
Vielleicht werden bei dir wieder alte Erinnerungen daran wach, und du kannst dazu wieder genauer berichten.
Dort wo du rüber bist, war das Grenzregiment Stendal zuständig, während an der Elbgrenze das Grenzregiment Grabow zuständig war.


nach oben springen

#86

RE: +Elbgrenze| Elbabschnitt| Grüne Grenze| Dömitz| Boizenburg+

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 14.02.2009 18:41
von Rainer-Maria-Rohloff (gelöscht)
avatar

Hallo KDS288 zweimal entschuldige Klaus aber irgendwie habe ich deinen Text/19.11.08 damals übersehen. Manchmal passieren die tollsten Sachen, nach langer Zeit hatte ich mir mal alles im Forum durchgelesen, click die Elbgrenze an.... . Diesen Beruf Schaufensterdekorateur, das war der Traumberuf meiner älteren Schwester aber wie es so war in der DDR, meistens hat man dann etwas anderes gelernt und auch in diesem Beruf war man zufrieden und das Geld stimmte. Aber zu dieser Zeit Klaus hattest du dich schon aus dem Staub gemacht über die Elbe und unter glücklichen Umständen, Hut ab. Die Heime in der alten BRD da laufen gerade Voruntersuchungen wegen gerichtlichen Anklagen soweit ich informiert bin, und vielleicht wirst du da auch irgend wann mal als Zeuge angefragt werden. Es ist dieses "An die eigene Nase fassen" wie ich es in Diskussion/13.1.09 einmal geschrieben habe was langsam Not tut. Also nicht nur den Dreck der alten DDR sondern den der alten BRD zusammen kehren und anschließend analysieren. Denn einzeln kommt nur Mist heraus! Afrika und Suriname, ich habe darüber gelesen weil ich das Bücherregal voll habe und so hole ich mir die Welt in meine Dachstube ohne sie zu verlassen. In Eisenach deiner Geburtsstadt, da wollen wir uns treffen, die ganzen Aufsatzschreiber aus diesen Forum, für dich wird der Weg zu weit werden aber wir trinken einen auf deine Schönste spontan geglückte Flucht aus der DDR wie sie einmal meine Frau bezeichnet hat, das verspreche ich dir. So ist das mit den Arbeiterkindern aus dem Osten, die Einen zog es in die Welt und die Anderen blieben und beide wurden glücklich.

Gruß

Rainer-Maria


nach oben springen

#87

RE: +Elbgrenze| Elbabschnitt| Grüne Grenze| Dömitz| Boizenburg+

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 26.02.2009 14:16
von Udo (gelöscht)
avatar

@kds288
Von der GÜST Cumlosen bis nach Jagel (Grenzdreieck) war es aber noch ein ganz schönes Stück. Zuständig war, wie nightforce schon richtig erläuterte, das Grenzregiment Grabow, Bataillonsstab Dömitz, Grenzabschnitt 6 (oder 4) mit der Grenzkompanie Gandow. Der Grenzabschnitt ging von der GÜST Cumlosen bis nach Mödlich, daran schlossen sich der Grenzabschnitt 5, Grenzkompanie Wootz bis nach Dömitz an.
Dazu kam die Entenkompanie (Grenzbootkompanie) Dömitz, welche am Grenzdreieck immer (24h) ein Grenzboot hatte.
Du bist wohl wirklich auf DDR-Seite rüber geschwommen (Bezirk Schwerin nach Bezirk Magdeburg) und dann die Landgrenze (Bezirk Magdeburg/Niedersachsen) über den Zaun drüber weg. Hätte man leichter haben können.
MfG Udo
EK 87/I


nach oben springen

#88

RE: +Elbgrenze| Elbabschnitt| Grüne Grenze| Dömitz| Boizenburg+

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 27.02.2009 13:03
von Rainer-Maria-Rohloff (gelöscht)
avatar

Hallo Peter (Turtle) koch dir schon einmal einen Kaffee denn es wird eine lange Geschichte, habe deinen Text aus der Diskussion 15.2.09 mal hier hinüber in die Elbgrenze zur Beantwortung genommen, musste auch erst eine Weile überlegen um das alles einigermaßen dar zu legen. Ich stand in den 70er Jahren mal da herum hast du in einem Beitrag so schön geschrieben und meine Revanche lautet du lauertest ebenfalls zwei Tage dort in der Gegend herum. Ich halte eigentlich nicht viel von Rollenspielen/Fallbeispielen und am Ende schreib ich mal warum aber anders ist meine Sichtweise der Vergangenheit schlecht zu erklären. Vorab schweifen wir ein bisschen, tauchen noch mal ab in die Geschichte vor 31 bei mir und 41 Jahren bei dir. Erinnere ich mich an Zweedorf und Umgebung fällt mir außerhalb dieses Grenzdorfes viel Wald ein, ausgedehnte Waldgebiete, Mischwald mit befahrbaren Wegen und weniger guten Pfaden. Major H. unser Stabschef ein Mann über den ich schon mehrere Beiträge so Elbgrenze 7.11.08 eingestellt habe jagte oft in dieser Gegend, meistens gegen Mitternacht und so musste zum frühen Morgen sein erlegtes Wild geborgen werden. Hatte der Hunde LO keine Zeit mussten die Pioniere ran. Denke ich an die Zentnerschweren Viecher, aber gut damals waren wir jung und nachdem sie auf der Pritsche lagen schafften wir sie nach Heidekrug in so eine Art Abdeckerei. Dort wurden die Hirsche, Wildschweine an den Hacken gehängt. Heute meine ich war es ein ganz guter Zusatzverdienst für den Major kann aber auch falsch damit liegen so das dieses Fleisch anschließend an Kindergärten, Betriebsgroßküchen evtl. die Elbewerft Boizenburg geliefert wurde, die Trophäe nahm er bestimmt mit nach Hause wie jeder Mann der Jagd. Aber wieder zurück in den Wald denn ich war auch öfters mal allein im Abschnitt, einen Arbeitstrupp absetzten oder Material holen und anderes. Einmal erinnere ich mich wollte ich abkürzen über einen wenig befahrenen Waldweg abseits dieser Verbindungsstrasse von Zweedorf nach Schwanheide und fuhr mich fest im lockeren Sandboden. Aber ein W-50 LA/A hatte Allrad also Allradantrieb rein und langsam Gas aber er wühlte sich immer mehr rein. Das hieß dann runter vom Bock, Seilwinde unter der Pritsche heraus und das Stahlseil um den nächst größten Baum gewickelt, den Hebel herum und ….. . Jetzt Peter, jetzt kommst du ins Spiel und ich hol dich mal in das Jahr 1978 es ist Sommer, Hochsommer, du bist übernächtigt, hungrig und durstig hast nur noch die Richtung West im Kopf und denkst der da ist abgelenkt aber jetzt….. . Weist du was vielleicht mein erster Gedanke gewesen wäre, das ist ein Junge aus Schwanheide oder Zweedorf, der will von A nach B ich glaube ich hätte dich noch gefragt ob du mal mit zufassen kannst. Was will ich damit ausdrücken und Rainman hat es mal so in etwa getan, die Sichtweise, Betrachtungsweise nenn es Verhaltensweise bei bestimmten Dingen war Damals ganz anders wie Heute. Selbst ich ertappe mich manchmal dabei das in der realistischen Beurteilung der Vergangenheit der Verstand, besser die Erkenntnis von Heute angesetzt wird. So habe ich Heute zum Teil Verständnis mit Menschen so wie dir mein Freund aber wenig Mitleid mit denen die Damals kein Glück hatten. Gerade weil ich in der Betrachtung der Geschichte sehe das diese Grenze eine Notwendigkeit war. Suchte ich jetzt Verbündete bei meiner Beurteilung könnte ich die Alliierten von Damals mit ins Boot holen die sie so gar klammheimlich abgenickt haben diese Berliner Mauer und alles Weitere was dann entstand. “Also ich bin ein Berliner” hin und her, der Mann dieser John F. Kennedy hat genau gewusst was da am 13. August 1961 abläuft oder ich nenn es besser zwangsweise entstand. Und der Westen, seine Verantwortlichen Entscheidungsträger waren im Urlaub! Zufall, Absicht, versagen der Geheimdienste? Aber ich schweife ab. Die Damals unangenehme und schmerzhafte, heute so hervorgehobene Seite entstand für viele Menschen die den Sozialismus dann nicht mehr folgen wollten, einfach von Ihm weg wollten in schlechten Ausreiseregelungen, Repressalien seitens der verantwortlichen Organe, zu langen Bearbeitungszeiten von Anträgen und manchmal auch Ungeduld die sie in diese technisch ausgereiften Anlagen, Sicherheitszonen rennen lies. Rechne es jetzt meinem Altersstarrsinn zu das ich das Heute so sehe, Aber gehen wir wieder zurück denn ich will ja die Sichtweise von Damals. Ich war zwar Soldat an dieser Grenze, wurde dahin gestellt und im Hinterkopf war sie für mich Gesetz aber das da gerade einer von unserer Seite kommt, daran habe ich und jetzt spreche ich mal für mich persönlich überhaupt nicht gedacht. Nenn es Naivität, jugendliche Naivität denn in die andere Richtung nach Westen da habe Damals kritischer geblickt. Das waren zwar auch bloß Menschen in ihrer Graublauen Uniform aber eben der Feind denn dieses klare Feindbild war vorhanden. Und öfters benahm sich eben der Feind dem entsprechend, beleidigend, überheblich manchmal mit Sprüchen wo ich mir sagte die müssen uns für noch dümmer halten als sie selber sind. Ich kann das gut beurteilen weil wir eben viel hinter dem Zaun I gearbeitet haben nur wenige Meter von Ihnen entfernt, schade das damals dieses Redeverbot für uns bestand denn ohne das wären wohl öfters mal sprichwörtlich die Fetzen geflogen. Du weist Peter, wir Sachsen sind nicht auf den Mund gefallen und die Fischköppe waren mir so schon nicht sympathisch aber gut das beruht bestimmt auf Gegenseitigkeit. Ich Höre schon den Aufschrei von Transitfahrer aber wir wollen ja die Sache ernsthaft weitergehen und zurück zum Fahrzeug. Wärst du jetzt noch los gerannt dann wäre ich als junger Soldat hoffnungslos überfordert gewesen, evtl. noch die Waffe hinter dem Fahrersitz hervorgezerrt und vielleicht noch nach dir gesucht das könnte die nächste Handlung gewesen sein aber mehr? Ein Jugendlicher würde Heute sagen, jetzt aber Handy raus und angerufen aber die Dinger gab es erst 18 Jahre später. Kurz gesagt, Heute denkt aber auch jeder außen stehende Besserwisser das er eine Antwort darauf hat wie und was der normale Grenzsoldat Damals hätte tun müssen! Falsch sage ich jetzt, seine Denkweise ist falsch denn jede Situation war anders als man es sich Heute in seinen kühnsten Träumen vorstellen könnte. Man sollte auch einmal den Informationsfluss in die Bewertung mit einbeziehen der zu dieser Zeit vorhanden war, Sendungen wie XY - Ungelöst, evtl. noch die Bildzeitung gab es in der DDR nicht. Nicht das wir als Soldaten hinter dem Mond gelebt haben oder untergebracht waren aber da lag eben bloß das ND oder die Junge Welt auf dem Tisch, abends dann die aktuelle Kamera. Da nahm ich doch lieber mein Harry Thürk aus der Bücherkiste und vertiefte mich darin wenn ich mal von mir ausgehe. Selbst ein Sowjetsoldat der mir mit der Waffe im Wald entgegen gekommen wäre hätte nicht meinen Misstrauen geweckt, er war ein Freund und kein Feind sollte da nicht ausdrücklich vorher eine Warnung von offizieller Seite gekommen sein. Ich möchte es jetzt nicht verallgemeinern aber wir sind eben nicht mit kritischen Hinterlandblick durch den Abschnitt gerannt. Solche wie mich jung, naiv, unbekümmert gab es Damals tausende an dieser Grenze mit Gedanken am Tag bei der Freundin, der Frau, dem nächsten Brief oder Urlaub, gestresst vom Schichtdienst sowie die Kompanien, vom Revier reinigen, Urlaubssperre etc. . Vielleicht ist es auch von mir falsch herüber gekommen aber solche Worte wie “die Guten oder die Bösen” sind im Zusammenhang Grenzsoldat - Flüchtling/Sperrbrecher vollkommen fehl am Platz. Weist du Peter wo ich immer schmunzeln muss über diese Fahrsicherheitsparcours des ADAC oder Andere, wo jeder trainieren kann was wäre wenn, seine Reaktion, die Verhaltensweise des Autos usw. . Denn heißt es auf einmal Tag X und es kommt mir auf meiner Fahrbahn einer entgegen ist er entweder betrunken, übernächtigt, lebensmüde oder leichtsinnig hat einfach die Gefahr überschätzt ich dagegen hatte gerade eine schlechte Woche weil meine Frau die Scheidung will, die Geliebte heute Abend unpässlich ist und auf Arbeit lief auch nicht alles nach Plan. Jetzt sage ich genau so war das Damals an dieser Grenze, unberechenbar manchmal gegen jede Regel und dabei sollte doch alles ganz normal verlaufen. Also jetzt brauche ich ein Kaffe Peter und lass dir bloß Zeit mit deiner Antwort.

Dein Freund

Rainer-Maria


nach oben springen

#89

RE: +Elbgrenze| Elbabschnitt| Grüne Grenze| Dömitz| Boizenburg+

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 27.02.2009 15:00
von Juliaach (gelöscht)
avatar

Hallo
Ich bin Schülerin des 12 Jahgangs und schreibe gerade meine Facharbeit. Das Thema lautet " die Elbe als Grenzfluss- letzter Weg in die Freiheit?" Ich beschäftige mich somit mit der Elbe in der DDR. Ich würde mich freuen, wenn mir jemand etwas über die Elbe in der DDR berichten könnte. Über den Aufbau der Grenze entlang der Elbe, wie sie bewacht wurde... Oder ob viele versucht haben, über die Elbe zu flüchten...
Welche Bedeutung hat, oder hatte die Elbe in dieser Region?
Würde mich sehr über Antworten freuen!!
Liebe Grüße, Julia


nach oben springen

#90

RE: +Elbgrenze| Elbabschnitt| Grüne Grenze| Dömitz| Boizenburg+

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 27.02.2009 18:13
von turtle | 6.961 Beiträge

Hallo Rainer-Maria,
Willst Du Schriftsteller werden, und übst hier schon einmal? Na gut also so blauäugig war ich nicht anzunehmen das in bestimmten Kreisen nichts von einem Mauerbau bekannt war. Aber Empörung, und ungläubiges Staunen, bzw. dumm stellen hat sich besser verkauft. Wähler braucht man immer! Inzwischen gibt es Quellen die belegen dass der Mauerbau nicht aus heiterem Himmel kam. Ein Dokument des amerikanischen State Department vom 22. Juli 1961
spricht ebenfalls über zu erwartende Maßnahmen des Ostens in Berlin, nämlich die Sperrung
der Sektorengrenze, genauso wie der US-Botschafter in Moskau, sein britischer Kollege
in Bonn und die CIA. US-Präsident John F. Kennedy war nicht ahnungslos. Er hatte
ja schon vor dem Mauerbau die westlichen Garantien für Berlin auf Westberlin
eingeschränkt.
Die Bevölkerung war überrascht wurden. Ich möchte mich hier nicht über die Notwendigkeit der Mauer oder den Ausbau und Befestigung der Grenze zur BRD auslassen. Um zu Deinem Mecklenburger Aufenthalt zu kommen. Ich glaube es ist sehr schwer aus heutiger Sicht einzustufen wie man damals gehandelt hätte, man ist erfahrener und Reifer geworden. Da vermischt sich schon einmal Wunschdenken mit der damaligen Realität. Wie hättest Du bei einem Streifengang mit einem Kameraden reagiert, wenn ein Flüchtling aufgetaucht wäre? Soviel Naivität wie Du sie beschreibst kann es doch gar nicht gegeben haben. Waren diese Naivität der damaligen Grenzer und meine übertriebene Vorsicht letztendlich mein Glück? Bei Dir kann ich mir das allerdings gut vorstellen dass Du mit Deiner Überzeugung zur Richtigkeit der Grenzmaßnahmen auch bei längerer Betrachtung der Anlagen nicht auf die Idee gekommen bist wem es abhalten soll. Du warst der richtige Mann am richtigen Ort! 1968 hätte ich gern so einen Posten gehabt. 1968 war mir pers, nicht bekannt das man einen Ausreiseantrag stellen kann .Im ND oder in der jungen Welt stand da jedenfalls nichts. Viele Ausreisewillige beriefen sich bei der Antragstellung auf ihr Recht auf Freizügigkeit aus der KSZE-Schlussakte von Helsinki 1975 und/oder auf Artikel 13 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte der UNO Hätten wir uns damals im Wald zufällig begegnet, mein Hirn hätte sofort Alarm gegeben Feind, Feind, Gefahr, Gefahr, geholfen hätte ich Dir jedenfalls nie. Bei Dir hätte es auch geklingelt ein schmutziger ,sächsisch sprechender Mensch vor der Grenze.
Zum Glück kam es damals zu keiner Begegnung, mein Feind ist nicht mehr mein Feind, von Zweedorf kann ich nach Lauenburg spazieren gehen ohne Hindernisse, Die Welt hat sich geändert! Was damals gut und richtig gewesen sein soll ,soll es doch nicht gewesen sein. Der Ex-DDR Bürger trägt Nato .Wer versteht sie schon immer unsere Welt? Nun hast Du sogar für so einen Flüchtling wie mich Verständnis , was einmal undenkbar war! Versuchen wir lieber gemeinsam das unsere Welt liebenswerter und friedlicher wird. Keine Mauern, Stacheldraht Ghettos Hunger Ausbeutung,usw. Den Brudermord lassen wir Rom.
Dein Freund Peter(Turtle)


nach oben springen

#91

RE: +Elbgrenze| Elbabschnitt| Grüne Grenze| Dömitz| Boizenburg+

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 27.02.2009 21:16
von nightforce (gelöscht)
avatar

Hallo Julia,
ersteinmal herzlich willkommen hier im Forum.
Schön, daß sich so junge Menschen wie du noch für diese Geschichte interessieren.
Die Elbe war sicher kein leichter Weg in die Freiheit, und doch haben es einige Menschen auf diesem Weg versucht, doch die Meißten sind beim Versuch gescheitert.
Da gab es einen Ingeneur, der es sogar mit einem selbstgebauten U-Boot versucht hatte, es hätte gelingen können, wäre das U-Boot beim Einwassern nicht beschädigt worden.
Dann gab es Schwimmer, so wie unser Forumsmitglied weiter oben, der es schwimmender Weise versuchen wollte, aber dann doch zu früh den Fluß verlassen hat, so daß die Elbe noch kein Grenzfluß war, und dann kurz davor noch über die Landgrenze ging.
Auch Andere versuchten zu schwimmen, aber sie wurden rausgefischt.
Die Elbe wurde exakt kurz vor der kleinen Ortschaft Lütkenwisch zum Grenzfluß ( siehe auch mein Bild ein paar Beiträge weiter oben).
Da die Elbe Transitwasserstrasse war und noch ist, gab es eine Grenzübergangsstelle (Güst) nahe der Ortschaft Cumlosen.
Die war taktisch so gut platziert (siehe Bild) daß von dort ein recht großer Bereich Elbe einsehbar war.
Man konnte von dort aus bis nach Lütkenwisch, aber auch in die andere Richtung genausoweit das Wasser beobachten.
Sie war auch das erste Grenzbauwerk noch im Hinterland der DDR gelegen.
Ab Lütkenwisch bis hoch nach Boitzenburg war die Elbe dann Grenzfluß, die Grenzlinie war Flußmitte.
Auf DDR-Seite gab es schon auf dem Elbdeich den ersten Signalzaun ohne Kontrollstreifen, sowie noch einen weiteren Zaun mit Kontrollstreifen.
Zwischen den Zäunen waren gelegendlich Schnüre gespannt, die mit Leuchtsignalgebern bestückt waren, sowie am Zaun mit Kontrollstreifen, bzw hahinter, bis in die 80-er Jahre hinein Mienen.
Sie war somit genauso wie ein Stück Landgrenze gesichert, nur das da eben noch das Wasser zu überwinden war, was natürlich auch aufhält.
Für die Elbe in dem Bereich aus binnenschifffahrtsrechtlicher Sicht waren beide deutsche "Staaten" zuständig, was sich beim Eisfreihalten und beim Sicherstellen des Fahrwassers zeigte.
So waren bei Eis sowohl West-, wie auch Ostdeutsche Eisbrecher gemeinsam im Einsatz, um die Wasserstrasse eisfrei zu halten.
Gleiches galt auch für Ausbaggerungen des Fahrwassers, das wurde gemeinsam erledigt.
Es gab auf westdeutscher Seite einige Bootsbesitzer z.B. in Schnackenburg die ungehindert am Tage bis nach Hamburg fahren konnten, wenn sie wollten, sowie auch einen Ausflugsdampfer der auf der elbe verkehrte,aber eben nur auf Westseite anlegen durfte.
Auch unsere Grenztruppen hatten Boote auf der Elbe im Einsatz, eines davon war schon in der Güst Cumlosen stationiert, weitere patroulierten die Elbe hinauf und hinab.
Die Boote waren mit schwedischer Technik bestückt und richtig flink unterwegs, Volvo eben.
Ich hoffe, du hast für heute ersteinmal genug Lesestoff, wenn du noch Fragen hast, nur zu.
Gruß nf


nach oben springen

#92

RE: +Elbgrenze| Elbabschnitt| Grüne Grenze| Dömitz| Boizenburg+

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 01.03.2009 11:26
von Rainer-Maria-Rohloff (gelöscht)
avatar

Hallo Peter(Turtle) es war schon ein langer Text mein Beitrag vom 27.2.09 aber manche Sache ist eben doch nicht auf die Schnelle zu erklären, ich merke auch du verwechselst da einiges, deswegen hatte ich ja geschrieben lass dir Zeit mit deiner Antwort. Die Erklärung über die Pioniere noch mal: Die Pioniere (franz. “Fußsoldat“) sind besondere Truppenteile (Spezialtruppen), zu ihren Aufgaben gehören u.a. der Straßen - ,Brücken - und Stellungsbau, das schaffen von Sperren und Gassen usw. . Ich möchte auch die Jungs von den Kompanien nicht hinten anstellen denn ich sehe Heute das sie Damals die wirkliche Belastung getragen haben. Pionier bedeutete aber eben ein ganz normaler Arbeitstag so wie auch im zivilen Leben, von 7.00-16.00 Uhr, speziell ich war in einem 501 Minentrupp/SM70 was wieder ein Vorteil vom Geld her war aber dazu später. Streifendienst war also so weit von mir entfernt wie die Pickel auf den Schulterstücken vom General! Du dichtest mir da auch eine Überzeugung an die ich Früher nie gehabt habe, Dein schöner Text mit dem Zaun und seine Betrachtung und wenn ich da noch eine Weile stehe, na gut heute brauch ich eine Brille Damals hätte ich ihn vielleicht noch gesehen er war ja immerhin 3,20 m hoch dieser Zaun I. Aber Spaß bei Seite Peter ich bin zwar Leipziger so wie du und habe 1989 noch dort gewohnt aber ich bin nie, nicht einmal um diese Zeit rund um den Ring gerannt! Als dutzende Leute Montag Abends aus meiner Straße los zogen zur Demo stieg ich in meinen Trabant und fuhr Pfuschen. Aber darüber habe ich schon genügend Texte an Transitfahrer reingestellt, meine Familie war mir auch so was von wichtig, was wollte ich da an diesem Ring es ging mir gut, ich hatte Haus, Boot, Auto, Garten wie man heute so schön sagt, hab ich auch Heute noch. Das Endresultat von diesem Ringgelatsche hat man anschließend nein ich berichtige viel später gesehen, natürlich es brachte auch gute Seiten mit sich, viele gute Seiten das streite ich auch Heute überhaupt nicht ab und so hätte es eben mit der DDR nicht weiter gehen können. Ich merke schon es wird wieder ein langer Text also kurz gesagt ein Bürger der DDR bin ich erst weit, weit, weit nach der Wende geworden als ich gesehen habe was wir da eigentlich alles weggeworfen haben. Vorher habe ich sie nur genutzt, ausgenutzt und darüber habe ich auch schon geschrieben so also ich mich mal erklärte über die Sache mit dem Volkseigentum. Ich will mich auch hier nicht rein waschen oder heraus reden, ich war jung damals an dieser Grenze, unbekümmert es war eine schöne Arbeit, sie wurde so gar noch gut bezahlt mit diesem Gefahrenzuschlag für die Minen. Das einzig beschissene waren die wenigen Urlaube aber dann baute ich mir ja sprichwörtlich diese Liebeslaube in Boizenburg so wie damals mein Garten in Leipzig. Gott sei Dank und so sehe ich das Heute kam ich Damals nie in eine so bedrückende Situation wie Bürger, könnte ich ihm Heute einen Rat geben gerade weil sehe das er sich noch mit dieser Problematik beschäftigt würde ich sagen: Leg es ab, leg es weit ab es hilft weder dem Jungen noch seinen Angehörigen noch hilft es dir! Die Damals Hauptverantwortlichen aber das hast du Peter ja mal so in etwa geschrieben schlafen Heute den Schlaf der Gerechten wenn sie nicht schon lange Tod sind. Bitte Peter lass dir diesmal Zeit mit deiner Antwort und dichte mir hier nicht den Kommunisten an der ich Früher nie war. Heute, weil du von einer liebenswerten und friedlichen Welt sprichst und da sind wir wieder bei Angela und dieser Sache mit dem Krieg gelandet, weder Rainman mit seiner Friedenstruppe noch realistisch denkende Menschen so wie wir Beide werden da etwas ausrichten können, erst ein Systemwechsel…., aber au Backe jetzt habe ich doch diese freiheitlich demokratische Grundordnung in frage gestellt na gut, man wird ja noch laut Denken dürfen. In diesem Sinne mein Freund wünsche ich dir und den Anderen im Forum einen schönen Sonntag.

Gruß

Rainer-Maria


nach oben springen

#93

RE: +Elbgrenze| Elbabschnitt| Grüne Grenze| Dömitz| Boizenburg+

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 01.03.2009 11:27
von Rainer-Maria-Rohloff (gelöscht)
avatar

Hallo Julia Nightforce hatte ja schon vorgelegt und ich ergänze es noch etwas, die Länge der ehemaligen Elbgrenze von Schnackenburg/Lütkenwisch bis Lauenburg betrug ca. 95 km. Zum Grenzverlauf ein Textauszug aus “Keiner kommt durch” von Dietmar Schultke. Als Grenztruppen der DDR Mitte Oktober 1966 versuchten, die Grenze vom östlichen Ufer der Elbe in die Mitte des Stromes zu verlegen, schritten BGS und britische Militärangehörige ein. Im lange währenden Streit um den Grenzverlauf setzte sich der Westen durch. Ein weiterer Textauszug aus “Die Grenzen der DDR” von Klaus-Dieter Baumgarten/Peter Freitag. 18. Oktober 1966 Angehörige des BGS und des Grenzzolldienstes provozieren mit dem Vermessungsschiff “Kugelbake” einen gefährlichen Grenzkonflikt auf der Elbe im Bereich Dömitz-Lenzen. Die Angehörigen der in diesem Abschnitt eingesetzten Einheiten der Grenztruppen verhindern- laut Mike Strickland General der britischen 7. Rheinarmee- den Dritten Weltkrieg. Jetzt kannst du wählen Julia was ist die richtige Variante? Aber weil es nur zwei Dienstgrade bei der Armee gab, General und Gefreiter und letzterer war ich selbst sage ich der General hatte recht. War ein Witz Julia, ein alter Armeewitz der Nationalen Volksarmee aber die Textvariante mit dem General wird wohl stimmen, das ist meine Meinung nicht das du jetzt noch unsicher wirst Mädel. Unklar ist aber trotzdem noch östliches Ufer oder Flussmitte aber ich sage vom Bauchgefühl her weil ich ja mal selber dort stand das es den Grenzboden der DDR egal war wo da noch ein Schwimmer heraus gefischt wurde, gerade weil jede Situation anders war, Nacht, Nebel, einsetzende Dunkelheit usw. . Auch führte die Elbe eine starke Strömung, war unterschiedlich breit da gibt es schon extreme Unterschiede so das ein guter Schwimmer bestimmt bis zu 2,5 km abgetrieben wurde bis er am westlichen Ufer ankam und das war ein Vorteil für die DDR-Boote. Ob es viele versucht haben, um auf diese Frage einzugehen es waren schon eine ganze Menge. Schau mal unter “Das Leben an der DDR-Grenze” Zarrentin (2000m-Zone) nach, da steht etwas über eine zweiseitige Zeitungsanzeige drin. Jedes einzelne Elbopfer ist da aufgeführt mit Namen usw. , vielleicht kann dir die Redaktion (0800/9358537) ein Exemplar zukommen lassen, so Julia das war es erstmal für Heute einen schönen Sonntag noch.

Gruß

Rainer-Maria


nach oben springen

#94

RE: +Elbgrenze| Elbabschnitt| Grüne Grenze| Dömitz| Boizenburg+

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 01.03.2009 13:00
von Bürger (gelöscht)
avatar

Hallo Rainer Maria!

Dein Rat ist gut, befolge ihn auch. Es kommt nur manchmal hoch wenn ich daran erinnert werde. Als ich hier in das Forum kam und hatte mich eingelesen da war alles wieder da.
Wünsche auch allen einen schönen Sonntag.

Gruß Bürger


nach oben springen

#95

RE: +Elbgrenze| Elbabschnitt| Grüne Grenze| Dömitz| Boizenburg+

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 01.03.2009 16:45
von turtle | 6.961 Beiträge
Hallo Rainer-Maria,
Ich muss gestehen dass ich da nicht durchgeblickt habe! Für mich war jeder der an der Grenze war ein Grenzsoldat, der Ausschau nach Flüchtlingen hielt.
Über die unterschiedlichen Aufgabenbereiche habe ich mir keine Gedanken gemacht. So wie Du fiktiv über unsere Begegnung im Wald bei Zweedorf schriebst,
habe ich auch nur fiktiv nachgefragt was wäre wenn? Für mich wird alles was mit dem Thema Flucht, Grenze ,Grenzsoldat, Tote immer ein großes Reizthema bleiben! In einigen Deiner Beiträge hast Du mich noch mehr auf die Palme gebracht! Da habe ich nun einmal eine andere Sicht der Dinge.
Ich werde einiges von Dir aus verschiedenen Beiträgen wiedergeben: es war eine schöne Arbeit, sie wurde so gar noch gut bezahlt mit diesem Gefahrenzuschlag für die Minen.
die Rolle der Opfer ansprechen bzw. beleuchten. Ihre Verantwortung gegenüber den damaligen Gesetzen der DDR anfragen. So das nicht immer der kleine Grenzsoldat als der Dumme da steht, der dann ausbaden musste wo für Die, die mit den Kopf durch die Wand/den Zaun wollten keinerlei Gewissensbisse hatten.
So habe ich Heute zum Teil Verständnis mit Menschen so wie dir mein Freund aber wenig Mitleid mit denen die Damals kein Glück hatten. Gerade weil ich in der Betrachtung der Geschichte sehe das diese Grenze eine Notwendigkeit war.

Die Schilder waren groß und gut lesbar, Analphabeten gab es in diesem Staat DDR nicht
Ich verlange also von einem Menschen damals wie Heute das er sich über sein Tun und Handeln bewusst ist
Auch wenn ich Deine Zeilen aus verschiedenen Beiträgen wiedergab, so spiegeln sie doch deutlich Deine Position wieder!
Damit möchte ich es belassen. Unsere unterschiedlichen Ansichten zur Grenze und denen welche sie überwinden wollten oder haben werden bestehen bleiben .
Bevor zwischen uns der „ kalte Krieg“ ausbricht werde ich das Thema erst einmal beenden. Vielleicht habe ich Dich zum Teil missverstanden, doch wenn Du schreibst : wasPionier bedeutete aber eben ein ganz normaler Arbeitstag so wie auch im zivilen Leben, von 7.00-16.00 Uhr, speziell ich war in einem 501 Minentrupp/SM70 wieder ein Vorteil vom Geld her war …Meist Du damit ein normaler Arbeitstag ist es wenn man Minen legt oder Tötungsapparate für Menschen anbringt ? Aus Deiner Sicht mag es ein ganz normaler Job gewesen sein. Wie viel Flüchtlinge sind gerade durch Minen oder SM70 verletzt oder getötet wurden? Mein Freund Rainer-Maria nichts für ungut , ich möchte es nur mal gesagt haben. Tschüss bis zu einen eventuell für uns beide besseren Thema!
Auch noch schönen Sonntag, Dein Freund Peter

zuletzt bearbeitet 01.03.2009 16:50 | nach oben springen

#96

RE: +Elbgrenze| Elbabschnitt| Grüne Grenze| Dömitz| Boizenburg+

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 01.03.2009 20:10
von nightforce (gelöscht)
avatar

Hallo Rainer-Maria,
eine kleine Korektur deiner Worte erlaube ich mir hiermit.
Die Elbgrenze war schon immer Elbmitte, so wie es an anderen Flüssen, der Werra, der Oder genauso gehandhabt wurde.
Das Szenario, was du beschreibst, ist der Versuch der DDR, die Transitwasserstrasse Elbe zu verhindern, in dem von der DDR Grenzanlagen in Flussmitte eingebaut werden sollten.
Dies verhinderte nicht nur der Westen, auch die tschechischen Nachbarn hatten diesbezüglich ihr Wegerecht zu verteidigen und auch erfolgreich verteidigt.
Die gleiche Aktion unterstützte auch die Kugelbake, es ging darum den Weg frei zu halten, auch wenn es ein Grenzweg war.
Sicher sind in diesem Konflikt die Fronten recht hart gewesen, auch wenn Herr Baumgarten und Mike Strickland die Sache im nachhinein gleichartig bewerteten, die Situation war brenzlich, und wurde durch die Grenztruppen vor Ort beschwichtigt und verhinderten so weitere Konfrontationen.

Gruß nf


nach oben springen

#97

RE: +Elbgrenze| Elbabschnitt| Grüne Grenze| Dömitz| Boizenburg+

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 03.03.2009 17:19
von Rainer-Maria-Rohloff (gelöscht)
avatar

Hallo Julia,
und deine Anfrage vom 27.02.09, weil ich doch so ein Filmfan bin:
Bist du nun die Julia aus "Julia, du bist zauberhaft", dieser Filmkomödie vom 1961 mit Lilli Palmer in der Hauptrolle oder bist du nur eine kleine Vorzimmer-Redakteurin die eben mal gerade Stoff für einen Beitrag ihres Wurstblattes brauchte, oder bist gar doch eine Schülerin die dachte "setz mal schnell etwas herein, hier ins Internet denn es ist doch ergiebiger als unsere Vorstadtbibliothek", eventuell so nach dem Motto Irgendeiner wird es schon richten aus diesem World Wide Web!
Ja, welche Julia bist du nun???

Gruß Rainer-Maria


nach oben springen

#98

RE: +Elbgrenze| Elbabschnitt| Grüne Grenze| Dömitz| Boizenburg+

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 05.03.2009 10:23
von Rainer-Maria-Rohloff (gelöscht)
avatar

Hallo Nightforce vielleicht meldet sich ja unsere Julia noch denn die Hoffnung stirbt bekanntlich zu letzt, aber mal eine andere Frage: So wie du es beschreibst und rein vom logischen her wäre es doch eine enormer Aufwand gewesen den Grenzzaun I oder die Grenzanlagen in der Mitte der Elbe zu errichten, denn sie ist nun mal nicht überall gleich breit, schon gar nicht über diese 95 km. Allein von der Errichtung, Wartung, Überwachung usw. hätte es eines riesigen Aufwandes bedurft und das will mir nicht ganz in den Kopf. Zu mal die Elbe schon immer eine Binnenschifffahrtsstraße war und da ich so gern nach der Quelle frage, wo steht das, diese Version die du beschreibst? Eine kleine Geschichte noch, in Boizenburg gibt es einen Nebenarm der Elbe, die Sude heute erinnern nur noch eine paar Metallteile an den kleinen Brücken darüber wo die Grenzanlagen die damals teilweise in diesem Nebenarm eingelassen waren so Stacheldrahtrollen und Gitter installiert waren. Im Winter 1977 und bestimmt auch andere Winter davor mussten Schäden die durch Eisschollen verursacht wurden behoben werden, eine Knochenarbeit für die Pioniere. Wohl bemerkt das war nur ein Nebenarm, deswegen habe ich Zweifel an dieser Oben genannten Version Grenze – Elbmitte.

Gruß

Rainer-Maria


nach oben springen

#99

RE: +Elbgrenze| Elbabschnitt| Grüne Grenze| Dömitz| Boizenburg+

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 05.03.2009 10:35
von Udo (gelöscht)
avatar

Grenze = Elbmitte ist korrekt.
@ Rainer-Maria: Grenze und Grenzsicherungsanlagen sind zwei unterschiedliche Dinge. Zaun 1 muss demzufolge nicht im Wasser stehen.


nach oben springen

#100

RE: +Elbgrenze| Elbabschnitt| Grüne Grenze| Dömitz| Boizenburg+

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 05.03.2009 11:08
von Wolfgang B. (gelöscht)
avatar

Hallo zusammen,

dass zwar die "offizielle" Grenze in der Elbmitte verlief ist wohl Klar?!

Zitat von Udo
Grenze und Grenzsicherungsanlagen sind zwei unterschiedliche Dinge. Zaun 1 muss demzufolge nicht im Wasser stehen.

Aber @Udo, wo standen den die Zäune wirklich?


Rainer-Maria, was ich Dich schon lange mal fragen wollte: Vor welchem Fahrzeug stehst Du eigentlich auf "Deinem Bild"?


nach oben springen


Besucher
1 Mitglied und 25 Gäste sind Online

Wir begrüßen unser neuestes Mitglied: TalSiar
Besucherzähler
Heute waren 329 Gäste und 25 Mitglieder, gestern 3638 Gäste und 176 Mitglieder online.

Forum Statistiken
Das Forum hat 14373 Themen und 558539 Beiträge.

Heute waren 25 Mitglieder Online:

Besucherrekord: 589 Benutzer (24.10.2016 20:54).

Xobor Ein eigenes Forum erstellen