#1

Wandel

in Grenztruppen der DDR 04.07.2011 15:14
von Pitti63 | 39 Beiträge

Mich würde mal intessieren was ihr von Offz.haltet die so einfach von heut auf morgen die NVA/GT Uniform gegen die BW Uniform getauscht haben
von: Pitti63


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#2

RE: Wandel

in Grenztruppen der DDR 04.07.2011 15:37
von Feliks D. | 8.887 Beiträge

Nichts, allerdings habe ich ein Teilverständnis da auch sie sich und ihre Familien ernähren mussten.
Muss also jeder mit seinen Gewissen ausmachen, manchmal sind die Umstände halt so. Für mich wäre das nichts.


Was ich zu sagen hatte habe ich gesagt, nun fürchte ich das allerletzte Wort. Der Sprache Ohnmacht hat mich oft geplagt, doch Trotz und Hoffnung gab ich niemals fort! Mir scheint die Welt geht aus den Fugen bringt sich um, die vielen Kriege zählt man schon nicht mehr. Auch dieses neue große Deutschland macht mich stumm, der Zorn der Worte und die Wut wird mehr. Die Welt stirbt leise stilles Schreien hört man nicht, es hilft kein Weinen und man sieht's nicht im Gesicht. Wer einen Menschen rettet rettet so die Welt, am Ende überleben wir uns doch. Nur wir bestimmen wann der letzte Vorhang fällt, still und leise verlassen wir die Welt!

Macht es gut Freunde!
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#3

RE: Wandel

in Grenztruppen der DDR 04.07.2011 15:43
von Backe | 480 Beiträge

Kurze Antwort: NICHTS, muß doch ein seltsamer Wandel in der "Birne" vonstatten gegangen sein.
Da sind mir die ungewendeten Hälse "sympatischer"
VG ins Havelland


"Nicht die Kinder bloß speist man mit Märchen ab" Gotthold E. Lessing
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#4

RE: Wandel

in Grenztruppen der DDR 04.07.2011 15:52
von Pit 59 | 10.120 Beiträge

Für mich persönlich wäre es Überhaupt kein Problem gewesen.Ich habe mich für den Beruf Soldat Entschieden und Fertig.Aber ich kenne auch die andere,die Feliks Seite. Mein SV hat das auch nicht mit seinem Gewissen Vereinbaren können.Oberst, stand kurz vor der Ernennung zum General. "Diese Uniform ziehe ich nicht an".Wurde dann von Rainer Eppelmann Entlassen.
Ich bin der welcher 2 in Deutschland kennt die das Rigeros Abgelehnt haben.


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#5

RE: Wandel

in Grenztruppen der DDR 04.07.2011 15:59
von glasi | 2.815 Beiträge

ich habe mich über jeden gefreut der denn weg zu uns gefunden hat. aber es ging ja nicht nur ums wollen, sondern auch ums dürfen.



zuletzt bearbeitet 04.07.2011 16:07 | nach oben springen

#6

RE: Wandel

in Grenztruppen der DDR 04.07.2011 16:09
von Büdinger | 1.502 Beiträge

Hallo Pitti 63 und Feliks D. ,

von heut' auf morgen kam bei mir diese 'Wandlung' nicht. Dazu brauchte ich einen längeren Zeitraum, und der begann im Dezember 1989 und endete im September 1990.

Und die Familie, Feliks, war bei mir auch ein Grund.

Ich kann von mir sagen, dass ich die Übernahme in den BGS bisher nicht bereut habe. Liegt aber auch ein bischen an den Leuten (West), mit denen man dabei zusammen kam.


Gruß

Ricardo


.

Ich finde Menschen faszinierend, die meinen mich zu kennen.
Manchmal drängt es mich sie zu fragen, ob sie mir ein bisschen was über mich erzählen können ...

Ich übernehme die Verantwortung für alles, was ich sage, aber niemals für das, was andere verstehen!

.
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#7

RE: Wandel

in Grenztruppen der DDR 04.07.2011 16:13
von sortca52 (gelöscht)
avatar

Zitat von Pit 59
Für mich persönlich wäre es Überhaupt kein Problem gewesen.Ich habe mich für den Beruf Soldat Entschieden und Fertig.


Richtig Pit,
ich hab damals auch den Beruf Soldat gewählt und dabei war´s mir irgendwo egal welche Farben da grad auf der Fahne ansagt war.
Wäre ich eher geboren hätte ich auch diesen Beruf gewählt, wäre ich später geboren hätte ich auch diesen Beruf gewählt. Ich bin nun aber mal in der DDR geboren, folglich blieb nicht viel an Alternativen als die Armee der DDR als "Ort" der Ausübung des Beruf´s zu wählen.Dankbar bin ich für die Ausbildung die ich genießen durfte um diesen Beruf auszuüben (davon zere ich heute noch manchmal), absoluter Mist war´s wie die Dingen dann gelaufen sind bis mir nix mehr als der Abschied blieb. Leider 4 Jahre zu früh sonst wäre ich auch einer von denen gewesen die am 3.10.90 hätten die Uniform gewechselt.
Warum sollte ich gegen die Leute was haben die das Glück hatten dies zu tun ??? Schließlich und endlich verteufelt ja auch keiner jemanden der im zivilen Beruf den Arbeitgeber wechselt weil der momentane Pleite geht, da heißt´s doch auch "Glück gehabt".


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#8

RE: Wandel

in Grenztruppen der DDR 04.07.2011 16:17
von Feliks D. | 8.887 Beiträge

Wenn jemand nur des Geldes wegen zur Armee geht, ohne mit voll hinter deren Idealen zu stehen und seine Fahr wie es hier bei 2 Usern durchklingt nach dem Wind hängt, dann kann man dies wohl durchaus als Charakterschwäche bezeichnen.


Was ich zu sagen hatte habe ich gesagt, nun fürchte ich das allerletzte Wort. Der Sprache Ohnmacht hat mich oft geplagt, doch Trotz und Hoffnung gab ich niemals fort! Mir scheint die Welt geht aus den Fugen bringt sich um, die vielen Kriege zählt man schon nicht mehr. Auch dieses neue große Deutschland macht mich stumm, der Zorn der Worte und die Wut wird mehr. Die Welt stirbt leise stilles Schreien hört man nicht, es hilft kein Weinen und man sieht's nicht im Gesicht. Wer einen Menschen rettet rettet so die Welt, am Ende überleben wir uns doch. Nur wir bestimmen wann der letzte Vorhang fällt, still und leise verlassen wir die Welt!

Macht es gut Freunde!
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#9

RE: Wandel

in Grenztruppen der DDR 04.07.2011 16:29
von exgakl | 7.223 Beiträge

Zitat von Pit 59
Für mich persönlich wäre es Überhaupt kein Problem gewesen.Ich habe mich für den Beruf Soldat Entschieden und Fertig.Aber ich kenne auch die andere,die Feliks Seite. Mein SV hat das auch nicht mit seinem Gewissen Vereinbaren können.Oberst, stand kurz vor der Ernennung zum General. "Diese Uniform ziehe ich nicht an".Wurde dann von Rainer Eppelmann Entlassen.
Ich bin der welcher 2 in Deutschland kennt die das Rigeros Abgelehnt haben.



seit wann hast Du denn den Beruf des Soldaten gewählt Pit????
Mal ganz ehrlich unter uns Pastorentöchtern.... Du bist einer der ganz ganz wenigen Menschen die vermutlich glauben immer und überall wie Bockwurstverkäufer ihren Senf dazugeben zu müssen.
Auf jeden Fall scheint Dein Schwiegervater ein anständiger Mensch zu sein.... Glückwunsch dazu!

VG exgakl


Man sollte niemanden mit Tatsachen verwirren, der sich seine Meinung schon gebildet hat....
zuletzt bearbeitet 04.07.2011 16:34 | nach oben springen

#10

RE: Wandel

in Grenztruppen der DDR 04.07.2011 16:33
von glasi | 2.815 Beiträge

Zitat

Zitat von Feliks D.
Wenn jemand nur des Geldes wegen zur Armee geht, ohne mit voll hinter deren Idealen zu stehen und seine Fahr wie es hier bei 2 Usern durchklingt nach dem Wind hängt, dann kann man dies wohl durchaus als Charakterschwäche bezeichnen.


habe ich auch gemacht. kurz vor ende meines ´grundwehrdienst habe ich keinen job gefunden. da habe ich einfach verlängert. und???? ich habe meinem land treu gedient.



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#11

RE: Wandel

in Grenztruppen der DDR 04.07.2011 16:39
von Büdinger | 1.502 Beiträge

Zitat von Feliks D.
Wenn jemand nur des Geldes wegen zur Armee geht, ohne mit voll hinter deren Idealen zu stehen und seine Fahr wie es hier bei 2 Usern durchklingt nach dem Wind hängt, dann kann man dies wohl durchaus als Charakterschwäche bezeichnen.



Hallo Feliks ,

Du machst es Dir etwas einfach mit 'der Fahne in den Wind hängen'. Ein Staat mit allem seinem Drum und Dran wurde aufgelöst - ausgelöscht? - . Und wenn man gesehen hat, wie unsere Vorgesetzten hoch und höher sich als Erste mit neuen Einkommensmöglichkeiten versorgten und der Kleine, Letzte sehen konnte, wie er weiter existieren sollte (musste) - das ist dann 'Fahne in den Wind hängen'? Ganz ehrlich: Die BuW lehne ich ab. Sie war für mich nie eine Alternative. Mit dem BGS konnte ich mich da eher identifizieren. Deshalb war meine Entscheidung gefallen. Allerdings musste man auch genommen werden. Und das dauerte auch etwa ein Jahr, bevor man sich einigermaßen sicher sein konnte. Noch eines: Des Geldes wegen zur Armee bin ich nicht gegangen. Dafür war das, was man bekam und auch heute bekommt, nicht ausreichend für das, was man gab bzw. heute gibt. Ach so, Armee (GT) endete für mich am 02.10.1990. Polizei begann für mich am 03.10.1990.

Gruß

Ricardo


.

Ich finde Menschen faszinierend, die meinen mich zu kennen.
Manchmal drängt es mich sie zu fragen, ob sie mir ein bisschen was über mich erzählen können ...

Ich übernehme die Verantwortung für alles, was ich sage, aber niemals für das, was andere verstehen!

.
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#12

RE: Wandel

in Grenztruppen der DDR 04.07.2011 16:45
von sortca52 (gelöscht)
avatar

Zitat von Feliks D.
Wenn jemand nur des Geldes wegen zur Armee geht, ohne mit voll hinter deren Idealen zu stehen und seine Fahr wie es hier bei 2 Usern durchklingt nach dem Wind hängt, dann kann man dies wohl durchaus als Charakterschwäche bezeichnen.



Möchte wissen was das mit Charakterschwäche zu tun hat wenn jemand die Sache die er gewählt hat durchzieht OHNE sich um die politischen Verhältnisse zu kümmern die gerade herrschen.
Eher ist´s für mich Sturheit NICHT anzuerkennen (und vor Allem zu ERKENNEN) wenn eine Sache endgültig vorbei ist, was sich dann allerdings wieder als chrarakterstark auslegen läßt.
Ist eben alles Ansichtssache.


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#13

RE: Wandel

in Grenztruppen der DDR 04.07.2011 18:00
von Gert | 12.354 Beiträge

In erster Linie ist der Soldat ein Bürger in Uniform und unter Waffen. Er hat die Aufgabe, sein Land nach aussen hin gegen jeden Feind auf Anordnung der Regierung zu verteidigen. So ist das in allen Ländern der Welt. Dabei spielen Parteien und Zugehörigkeit zu solchen keine Rolle, der Einfluss von Parteien auf die Armee ist im dem. Staat sogar unerwünscht.
Anders in der DDR Armee, sie war zusätzlich stark politisiert durch die SED und von ihr abhängig, also auch eine Parteiarmee. Beweis : kurz vor dem Untergang dieses Staates sollte die Armee zur Niederschlagung von Demostrationen eingesetzt werden. Vorbereitung dafür waren im Gange.
Ich sehe also für einen Soldat, der nur seinem Land dienen will, kein Problem in einem solchen Fall die Uniform zu wechseln. Der Teil der NVA, der stark in die SED eingebunden war( Bsp. Politoffiziere) und die Angehörigen des MfS haben damit sicher ein großes Problem.Sie sind von der anderen Seite auch nicht als als Wechselwillige brauchbar und erwünscht, daher werden aus dieser Gruppe kaum eh.NVA Soldaten die Uniform gewechselt haben,


Gruß Gert


.
All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
John F.Kennedy 1963 in Berlin
Geld ist geprägte Freiheit!
Dostojewski 1866
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
Mahatma Gandhi
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#14

RE: Wandel

in Grenztruppen der DDR 04.07.2011 18:09
von Pit 59 | 10.120 Beiträge

seit wann hast Du denn den Beruf des Soldaten gewählt Pit????
Mal ganz ehrlich unter uns Pastorentöchtern.... Du bist einer der ganz ganz wenigen Menschen die vermutlich glauben immer und überall wie Bockwurstverkäufer ihren Senf dazugeben zu müssen.
Auf jeden Fall scheint Dein Schwiegervater ein anständiger Mensch zu sein.... Glückwunsch dazu!

VG exgakl

Das ist und war als Beispiel geschrieben.Wenn Du es nicht möchtest das ich mich hier im Forum zu Wort melde,dann sage es Bitte Klipp und Klar.Und ob mein Schwiegervater ein Anständiger Mensch ist,kannst Du nicht Beurteilen.


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#15

RE: Wandel

in Grenztruppen der DDR 04.07.2011 18:13
von Gert | 12.354 Beiträge

Zitat von Feliks D.
Wenn jemand nur des Geldes wegen zur Armee geht, ohne mit voll hinter deren Idealen zu stehen und seine Fahr wie es hier bei 2 Usern durchklingt nach dem Wind hängt, dann kann man dies wohl durchaus als Charakterschwäche bezeichnen.




Feliks würdest du das auch so werten, wenn es um ehem. Wehrmachtsangehörige geht, die 1956 voller Elan halfen die Volksarmee und die Bundeswehr aufzubauen und ihren Teil zur Wiederbewaffnung Deutschlands leisteten ?


Gruß Gert


.
All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
John F.Kennedy 1963 in Berlin
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Dostojewski 1866
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
Mahatma Gandhi
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#16

RE: Wandel

in Grenztruppen der DDR 04.07.2011 18:13
von Tobeck | 484 Beiträge

Zitat von Gert
In erster Linie ist der Soldat ein Bürger in Uniform und unter Waffen. Er hat die Aufgabe, sein Land nach aussen hin gegen jeden Feind auf Anordnung der Regierung zu verteidigen. So ist das in allen Ländern der Welt. Dabei spielen Parteien und Zugehörigkeit zu solchen keine Rolle, der Einfluss von Parteien auf die Armee ist im dem. Staat sogar unerwünscht.
Anders in der DDR Armee, sie war zusätzlich stark politisiert durch die SED und von ihr abhängig, also auch eine Parteiarmee. Beweis : kurz vor dem Untergang dieses Staates sollte die Armee zur Niederschlagung von Demostrationen eingesetzt werden. Vorbereitung dafür waren im Gange.
Ich sehe also für einen Soldat, der nur seinem Land dienen will, kein Problem in einem solchen Fall die Uniform zu wechseln. Der Teil der NVA, der stark in die SED eingebunden war( Bsp. Politoffiziere) und die Angehörigen des MfS haben damit sicher ein großes Problem.Sie sind von der anderen Seite auch nicht als als Wechselwillige brauchbar und erwünscht, daher werden aus dieser Gruppe kaum eh.NVA Soldaten die Uniform gewechselt haben,


Gruß Gert



Richtig, eine Armee sollte in erster Linie dem Land i.S. des Volkes dienen und nicht dem gerade herrschenden politischen System. Aber die Frage einer Übernahme von Soldaten in großer Zahl hat sich 1990 ohnehin nicht mehr gestellt, da die Bundeswehr von 600.000 Soldaten auf 370.000 Soldaten reduziert werden musste. Was ich hier im Thread allerdings nicht verstehe, warum die Übernahme in den BGS moralisch ein geringeres Problem sein soll als in die Bundeswehr?


zuletzt bearbeitet 04.07.2011 18:15 | nach oben springen

#17

RE: Wandel

in Grenztruppen der DDR 04.07.2011 18:14
von exgakl | 7.223 Beiträge

PIt ich habe nichts dagegen das Du hier schreibst, es ging mir nur darum was Du so von Dir gibst..... ich hätte ja eine Erheiterung am Tag weniger, wenn ich Deine Beiträge nicht mehr hätte.
Siehste Pit und weil es mit dem lesen manchmal so eine Sache ist , möchte ich Dich bitten meinen vorhergehenden Text einfach nochmal zu lesen..... ich habe Deinen Schwiegervater nicht beurteilt, sondern geschrieben...."er scheintein anständiger Mensch zu sein"

VG exgakl


Man sollte niemanden mit Tatsachen verwirren, der sich seine Meinung schon gebildet hat....
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#18

RE: Wandel

in Grenztruppen der DDR 04.07.2011 18:40
von Nostalgiker | 2.554 Beiträge

Zitat von sortca52

Zitat von Feliks D.
Wenn jemand nur des Geldes wegen zur Armee geht, ohne mit voll hinter deren Idealen zu stehen und seine Fahr wie es hier bei 2 Usern durchklingt nach dem Wind hängt, dann kann man dies wohl durchaus als Charakterschwäche bezeichnen.



Möchte wissen was das mit Charakterschwäche zu tun hat wenn jemand die Sache die er gewählt hat durchzieht OHNE sich um die politischen Verhältnisse zu kümmern die gerade herrschen.
Eher ist´s für mich Sturheit NICHT anzuerkennen (und vor Allem zu ERKENNEN) wenn eine Sache endgültig vorbei ist, was sich dann allerdings wieder als chrarakterstark auslegen läßt.
Ist eben alles Ansichtssache.




Für Leute die wegen des Geldes in eine Uniform schlüpfen um mit einer Armee im Ernstfall in einen Krieg zu ziehen wurden früher Söldner genannt. Sie "verkauften" sich an den Dienstherren welcher am meisten zahlte und politisches Gewissen,falls vorhanden, wurde am Kasernentor abgegeben.

Für all diejenigen welche der Meinung das nur zur Aufrechterhaltung der "inneren Ordnung" im Lande der Einsatz der NVA im Jahre 1989 vorbereitet wurde hier der gültige Text des entsprechenden Artikels des Grundgesetzes:

Grundgesetz
II. Der Bund und die Länder (Art. 20 - 37)
Artikel 35

(1) Alle Behörden des Bundes und der Länder leisten sich gegenseitig Rechts- und Amtshilfe.

(2) Zur Aufrechterhaltung oder Wiederherstellung der öffentlichen Sicherheit oder Ordnung kann ein Land in Fällen von besonderer Bedeutung Kräfte und Einrichtungen des Bundesgrenzschutzes zur Unterstützung seiner Polizei anfordern, wenn die Polizei ohne diese Unterstützung eine Aufgabe nicht oder nur unter erheblichen Schwierigkeiten erfüllen könnte. Zur Hilfe bei einer Naturkatastrophe oder bei einem besonders schweren Unglücksfall kann ein Land Polizeikräfte anderer Länder, Kräfte und Einrichtungen anderer Verwaltungen sowie des Bundesgrenzschutzes und der Streitkräfte anfordern.

(3) Gefährdet die Naturkatastrophe oder der Unglücksfall das Gebiet mehr als eines Landes, so kann die Bundesregierung, soweit es zur wirksamen Bekämpfung erforderlich ist, den Landesregierungen die Weisung erteilen, Polizeikräfte anderen Ländern zur Verfügung zu stellen, sowie Einheiten des Bundesgrenzschutzes und der Streitkräfte zur Unterstützung der Polizeikräfte einsetzen. Maßnahmen der Bundesregierung nach Satz 1 sind jederzeit auf Verlangen des Bundesrates, im übrigen unverzüglich nach Beseitigung der Gefahr aufzuheben.

Was unter "Aufrechterhaltung oder Wiederherstellung der öffentlichen Sicherheit oder Ordnung" welche einen Einsatz der Bundeswehr erforderlich machen würde zeigt sich in folgender Äußerung Nach dem Willen der Bundesregierung soll die Bundeswehr auch unterhalb der Kriegsschwelle – also in Friedenszeiten – zur "Bekämpfung organisierter und militärisch bewaffneter Aufständischer" im Inland eingesetzt werden können. Aber wenn deutsche Soldaten auf deutsche Zivilisten schießen, reicht das Spektrum möglicher Szenarien von Defensivoperationen zur Terrorismus- bzw. Partisanenbekämpfung bis hin zur Bürgerkriegsoffensive. Dann werden Zivilisten geopfert und Soldaten verheizt.
Soziale Unruhen fallen übrigens auch darunter.

Gruß
Nostalgiker


Aber auf einmal bricht ab der Gesang,
einer zeigt aus dem Fenster, da spazieren sie lang,
die neuen Menschen, der neue Mensch,
der sieht aus, wie er war
außen und unter`m Haar
wie er war ...

_______________
aus; "Nach der Schlacht" - Renft - 1974
Text: Kurt Demmler

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#19

RE: Wandel

in Grenztruppen der DDR 04.07.2011 19:07
von Feliks D. | 8.887 Beiträge

Zitat von Büdinger

Hallo Feliks ,

Du machst es Dir etwas einfach mit 'der Fahne in den Wind hängen'. Ein Staat mit allem seinem Drum und Dran wurde aufgelöst - ausgelöscht? - . Und wenn man gesehen hat, wie unsere Vorgesetzten hoch und höher sich als Erste mit neuen Einkommensmöglichkeiten versorgten und der Kleine, Letzte sehen konnte, wie er weiter existieren sollte (musste) - das ist dann 'Fahne in den Wind hängen'?



Hallo Ricado ich mache wie gesagt niemandem einen Vorwurf, schließe solche inneren Wandlungen für mich jedoch auch und sehe das bei anderen kritisch. Aber wie gesagt, dass muss jeder mit sich selbst ausmachen können und dass mit der Fahne wurde mir förmlich in den Mund gelegt...

Zitat von sortca52
dabei war´s mir irgendwo egal welche Farben da grad auf der Fahne ansagt war.



------------

Zitat von Gert

Feliks würdest du das auch so werten, wenn es um ehem. Wehrmachtsangehörige geht, die 1956 voller Elan halfen die Volksarmee und die Bundeswehr aufzubauen und ihren Teil zur Wiederbewaffnung Deutschlands leisteten ?



Ganz entschieden ja, die Motivation wäre in solchen Fällen genau zu prüfen. Man hat ja nicht umsonst weitestgehend versucht beim Aufbau der NVA auf solle Kader zu verzichten und diese dann sobald als möglich durch eigene Kader ersetzt.

Zitat von Gert
Ich sehe also für einen Soldat, der nur seinem Land dienen will, kein Problem in einem solchen Fall die Uniform zu wechseln. Der Teil der NVA, der stark in die SED eingebunden war( Bsp. Politoffiziere) und die Angehörigen des MfS haben damit sicher ein großes Problem.



Gert diene ich meinem Land freiwillig nicht in erster Linie dann, wenn ich mich auch mit ihm und seinem Staats- und Gesellschaftssystem identifiziere? Wenn dieses nun nicht mehr existent ist, kann ich dann so über Nacht ein neues Land zu meinem Land machen und mich sofort dessen Staats- und Gesellschaftssystem andienen? Mit der hier mehrfach vertretenen Parole des Soldaten um des Soldaten willen habe ich so meine Probleme, wie beschrieben gehört da doch etwas mehr dazu. Bei MA des MfS gab es dafür teilweise von einigen wenigen ganz andere Schweinereien für die man sie noch heute verachten darf.


Was ich zu sagen hatte habe ich gesagt, nun fürchte ich das allerletzte Wort. Der Sprache Ohnmacht hat mich oft geplagt, doch Trotz und Hoffnung gab ich niemals fort! Mir scheint die Welt geht aus den Fugen bringt sich um, die vielen Kriege zählt man schon nicht mehr. Auch dieses neue große Deutschland macht mich stumm, der Zorn der Worte und die Wut wird mehr. Die Welt stirbt leise stilles Schreien hört man nicht, es hilft kein Weinen und man sieht's nicht im Gesicht. Wer einen Menschen rettet rettet so die Welt, am Ende überleben wir uns doch. Nur wir bestimmen wann der letzte Vorhang fällt, still und leise verlassen wir die Welt!

Macht es gut Freunde!
zuletzt bearbeitet 04.07.2011 19:18 | nach oben springen

#20

RE: Wandel

in Grenztruppen der DDR 04.07.2011 19:15
von Alfred | 6.841 Beiträge

Nichts !

Pit 59,

wie kommst Du denn auf die Idee , dass dein SV kurz vor der Ernennung zum General stand ?


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