#81

RE: Wissen über das 5 km Sperrgebiet

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 04.07.2011 22:04
von Thunderhorse | 4.010 Beiträge

Zitat von 94

Zitat von Gohrbi
Über "Minen, Bomben, Stacheldraht" waren fast alle sich im Klaren.


Nicht zu vergessen die Hochspannung auf dem Stacheldraht! *grins*




Na wieder mal ein Stöckchen geworfen und schon wurds aufgenommen.


"Mobility, Vigilance, Justice"
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#82

RE: Wissen über das 5 km Sperrgebiet

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 04.07.2011 22:05
von Thunderhorse | 4.010 Beiträge

Zitat von GZB1

Zitat von Thunderhorse

Na sowas war auch nicht ständig im Fernsehen zu sehen.
Ferner konnten Rundfunkberichte kein plastisches Bild darstellen...



@TH

das habe ich auch nicht behauptet!

Allerdings hatte die genannten FS-Sendungen sehr gute Einschaltquoten in der DDR. Demzufolge dürfte, wie auch hier von anderen Usern bereits bestätigt wurde, der allgemeine Grenzaufbau doch einigermaßen bekannt gewesen sein.

Aber dazu hatte der BGS evtl. bessere Statistiken aus den Befragungen der entsprechenden Personen.




Die zuständigen Befragungsstellen.


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#83

RE: Wissen über das 5 km Sperrgebiet

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 04.07.2011 22:10
von GZB1 | 3.287 Beiträge

Ja ja, die zuständigen Stellen, hüben wie drüben das gleiche.


zuletzt bearbeitet 04.07.2011 22:32 | nach oben springen

#84

RE: Wissen über das 5 km Sperrgebiet

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 04.07.2011 22:10
von Rostocker | 7.719 Beiträge

Wir wollen uns doch nichts Vormachen--natürlich wusste der DDR Bürger,das es ein Grenzgebiet zu BRD gab.Und wer es nicht wusste--dem hat es auch nicht interessiert. Es gab zum Beispiel die Grenzbevölkerung die in diesen Gebiet lebte und die hatten auch Verwandte und Bekannte im Landesinneren.Also da ließ sich nichts Geheim halten. Anders sah es sicherlich im 500m Schutzstreifen aus,in meinen Abschnitt wo ich diente gab es keine Zivilisten die im Schutzstreifen wohnten.Aber es gab Leute die hin und wieder mal dort arbeiteten und die wussten wahrscheinlich mit Sicherheit was da am Zaun hing.Und alle wissen doch --wie schnell sich Vermutungen und Behauptungen verbreiten.Also mal so gesagt,der DDR Bürger wusste das es eíne bewaffnete Grenze gab und er wusste auch was passieren kann wenn er diese Grenze illegal überschreiten.Ich weiß der letzte Satz ist Zynisch dagelegt,ich will damit nur sagen.Das der DDR-Bürger in Sache--Grenze--garnicht so ahnungslos war. Gruß Rostocker


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#85

RE: Wissen über das 5 km Sperrgebiet

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 04.07.2011 22:10
von eisenringtheo | 9.171 Beiträge

Über MGZ und Minen kam sehr viel im Westfernsehen. (Das kam auch in der Schweiz). GSSZ/GSZ nur sehr sparsam, wenn über Berlin berichtet wurde. Über die Hinterlandsicherung: Da kann ich mich nicht erinnern, dass etwas am Westfernsehen gekommen ist ausser allgemeinen Infos. Über Details wurde, zumindest in den 80ern nur wenig berichtet. Obwohl in der BRD nicht verboten, wollte man offenbar staatlicherseits keine Fluchthilfe betreiben.
Theo


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#86

RE: Wissen über das 5 km Sperrgebiet

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 04.07.2011 22:16
von eisenringtheo | 9.171 Beiträge

Zitat von Thunderhorse

Zitat von 94

Zitat von Gohrbi
Über "Minen, Bomben, Stacheldraht" waren fast alle sich im Klaren.


Nicht zu vergessen die Hochspannung auf dem Stacheldraht! *grins*




Na wieder mal ein Stöckchen geworfen und schon wurds aufgenommen.



Ich muss morgen mal meinen Elektriker fragen, was so eine Impulsspannung von 3kV macht...
Unterschiede GSSZ 80 und 83
"Bezeichnung Anlage: GSZA 80
Bezeichnung Zaun: GSSZ II ÜS-1
Gesamthöhe (m): 2,7
Pfosten: Beton
Streckmetallplatten: 2 verzinkte Platten
Abweiser: Y mit innen senkr. angebrachten Glasfiberstäben und 4 Drähten als zusätzlicher Übersteigschutz (ÜS)
Drahtmaterial: x5 CrNi 18/10
Anzahl Drähte gesamt: 28
Anzahl Drähte Abweiser: 3x4
Isolatoren: Kunststoffschellen, Glasfaserstäbe
Untergrabschutz: 80cm Betongitterplatte / Kabelkanaltrog
Feldlänge ca. (m): 2x 300
GSG (Grenzsignalgerät zur Steuerung/Alarmauslösung/-übermittlung): GSG 80 + MI 1 (Hochspannungsimpulse)
Verwendung: HSE (hinteres Sperrelement, Hinterlandzaun)
Besonderheiten: Alarmauslösung nur auf FüSt, Gerät MI 1 für die Geländesicherung, Überwachung von Zaun- und Mauerkronen (Übersteigschutz), Anzahl der anschließbaren Zaunfelder: 2 mit jeweils 2 Schleifen. Drahtlänge, ansteuerbar, max. 2 km Doppelleitung. Impulsspannung ca. 3,0 kV
Theo


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#87

RE: Wissen über das 5 km Sperrgebiet

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 04.07.2011 22:29
von Thunderhorse | 4.010 Beiträge

Zitat von GZB1
Ja ja, die zuständigen Stellen, hüben wie drüben dasselbe.




Hm, dass Prozedere damals ist Dir doch bekannt, oder etwa nicht?
Zumal seitens der DDR-Organe (MfS) auch Testpersonen aufgeschlagen sind.


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#88

RE: Wissen über das 5 km Sperrgebiet

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 04.07.2011 22:31
von Thunderhorse | 4.010 Beiträge

Zitat von eisenringtheo

Zitat von Thunderhorse

Zitat von 94

Zitat von Gohrbi
Über "Minen, Bomben, Stacheldraht" waren fast alle sich im Klaren.


Nicht zu vergessen die Hochspannung auf dem Stacheldraht! *grins*




Na wieder mal ein Stöckchen geworfen und schon wurds aufgenommen.



Ich muss morgen mal meinen Elektriker fragen, was so eine Impulsspannung von 3kV macht...
Unterschiede GSSZ 80 und 83
"Bezeichnung Anlage: GSZA 80
Bezeichnung Zaun: GSSZ II ÜS-1
Gesamthöhe (m): 2,7
Pfosten: Beton
Streckmetallplatten: 2 verzinkte Platten
Abweiser: Y mit innen senkr. angebrachten Glasfiberstäben und 4 Drähten als zusätzlicher Übersteigschutz (ÜS)
Drahtmaterial: x5 CrNi 18/10
Anzahl Drähte gesamt: 28
Anzahl Drähte Abweiser: 3x4
Isolatoren: Kunststoffschellen, Glasfaserstäbe
Untergrabschutz: 80cm Betongitterplatte / Kabelkanaltrog
Feldlänge ca. (m): 2x 300
GSG (Grenzsignalgerät zur Steuerung/Alarmauslösung/-übermittlung): GSG 80 + MI 1 (Hochspannungsimpulse)
Verwendung: HSE (hinteres Sperrelement, Hinterlandzaun)
Besonderheiten: Alarmauslösung nur auf FüSt, Gerät MI 1 für die Geländesicherung, Überwachung von Zaun- und Mauerkronen (Übersteigschutz), Anzahl der anschließbaren Zaunfelder: 2 mit jeweils 2 Schleifen. Drahtlänge, ansteuerbar, max. 2 km Doppelleitung. Impulsspannung ca. 3,0 kV
Theo





Wimre:
Noch nicht mal ein Prickeln/Pizzeln.


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#89

RE: Wissen über das 5 km Sperrgebiet

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 04.07.2011 22:37
von GZB1 | 3.287 Beiträge

Zitat von Thunderhorse

Zitat von GZB1
Ja ja, die zuständigen Stellen, hüben wie drüben das Gleiche.




Hm, dass Prozedere damals ist Dir doch bekannt, oder etwa nicht?
Zumal seitens der DDR-Organe (MfS) auch Testpersonen aufgeschlagen sind.




Habe das Prozedere nie mitmachen "dürfen" , habe nur über drei Ecken mal von gehört.


zuletzt bearbeitet 04.07.2011 22:37 | nach oben springen

#90

RE: Wissen über das 5 km Sperrgebiet

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 04.07.2011 22:39
von eisenringtheo | 9.171 Beiträge

Zitat von Thunderhorse

Wimre:
Noch nicht mal ein Prickeln/Pizzeln.



Ich werde wie bis anhin auch weiterhin alles Elektrische durch einen Fachmann erledigen lassen...
Theo


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#91

RE: Wissen über das 5 km Sperrgebiet

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 04.07.2011 22:47
von Thunderhorse | 4.010 Beiträge

Zitat von eisenringtheo

Zitat von Thunderhorse

Wimre:
Noch nicht mal ein Prickeln/Pizzeln.



Ich werde wie bis anhin auch weiterhin alles Elektrische durch einen Fachmann erledigen lassen...
Theo




Theo,

ein guter Entschluß.
Grins.

TH


"Mobility, Vigilance, Justice"
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#92

RE: Wissen über das 5 km Sperrgebiet

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 04.07.2011 22:54
von GZB1 | 3.287 Beiträge

Zitat von Thunderhorse

Zitat von GZB1
Ja ja, die zuständigen Stellen, hüben wie drüben dasselbe.



Zumal seitens der DDR-Organe (MfS) auch Testpersonen aufgeschlagen sind.




Testpersonen? Sollten die die Befragungsweise der westl. Stellen austesten und wurden nach den Erkennen wieder abgeschoben?

Kann ich mir nur bei den großen Ausreisewellen vorstellen.


zuletzt bearbeitet 04.07.2011 23:00 | nach oben springen

#93

RE: Wissen über das 5 km Sperrgebiet

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 04.07.2011 23:07
von Thunderhorse | 4.010 Beiträge

Zitat von GZB1

Zitat von Thunderhorse

Zitat von GZB1
Ja ja, die zuständigen Stellen, hüben wie drüben dasselbe.



Zumal seitens der DDR-Organe (MfS) auch Testpersonen aufgeschlagen sind.




Testpersonen? Sollten die die Befragungsweise der westl. Stellen austesten und wurden nach den Erkennen wieder abgeschoben?

Kann ich mir nur bei den großen Ausreisewellen vorstellen.





Die gingen dann im Regelfall als sog. Rückkehrer wieder von alleine gen DDR.

P.S.:
Abschiebung gabs nicht an der Grenze zw. den beiden dt. Staaten. da sprach man von Überstellung/Rückführung.


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#94

RE: Wissen über das 5 km Sperrgebiet

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 04.07.2011 23:07
von Commander | 1.056 Beiträge

Zitat von GZB1

Zitat von Thunderhorse

Zitat von GZB1
Ja ja, die zuständigen Stellen, hüben wie drüben dasselbe.



Zumal seitens der DDR-Organe (MfS) auch Testpersonen aufgeschlagen sind.




Testpersonen? Sollten die die Befragungsweise der westl. Stellen austesten und wurden nach den Erkennen wieder abgeschoben?

Kann ich mir nur bei den großen Ausreisewellen vorstellen.



Da fällt mir wieder die LKW-Flucht 89 ein,sollte da jemand ganz unverfänglich auf die Gegenseite gelangen?
Bei"Grenzer suchen Grenzer"habe ich schon mal meine Gedanken dargelegt.Leider da keine Antworten erhalten.



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#95

RE: Wissen über das 5 km Sperrgebiet

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 04.07.2011 23:17
von 94 | 10.792 Beiträge

Zitat von Thunderhorse
Noch nicht mal ein Prickeln/Pizzeln.


Schade das Du NICHT bei der 55er-Anlage Probeauslösungen machen durftes. Den Posten mit DF zum Beobachten aufs Dach der FÜSt gestellt, die Löschtaste am 'Klickerkasten' so mal zwei Minuten gedrückt gehalten und ein paar Sekunden, bevor der Posten den Draht anfaßt losgelassen ... Einige habe ich über den langen Berg fluchen gehört *grins*
Okee, bissel oT, sollte vielleicht in der Thread 'Schikane im Grenzdienst' *wink*

Übrigens, zu dem Stöckchen. Die Frage der Forums-750 zielte nach dem Wissen des 'normalen DDR Bürgers'. Und da war nunmal die Mär von der Hochspannung auf'm Zaum doch recht weit verbreitet.

P.S. Gefährlich sind übrigens nicht (ursächlich) hohe Spannungen, sondern Ströme. Die allerdings ab 10mA !


Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


zuletzt bearbeitet 04.07.2011 23:20 | nach oben springen

#96

RE: Wissen über das 5 km Sperrgebiet

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 04.07.2011 23:19
von GZB1 | 3.287 Beiträge

@94

ihr habt noch die 55er Anlage gehabt?


zuletzt bearbeitet 04.07.2011 23:19 | nach oben springen

#97

RE: Wissen über das 5 km Sperrgebiet

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 04.07.2011 23:24
von 94 | 10.792 Beiträge

Yepp, bis Frühjahr '88.
Das ständige Klackern war irgendwie schon gerade während der Nachtschicht 'eigenartig'. Besonders wenn es auf einmal aufhörte. Dann gelöscht, klack...klack...klack, und auf einmal war die Auslösung drei Felder weiter ... toll! *nicht_grins*


Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


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#98

RE: Wissen über das 5 km Sperrgebiet

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 04.07.2011 23:27
von GZB1 | 3.287 Beiträge

Also, MÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖP, "Kompaaaniiiee, Grenzalaaarm"!


zuletzt bearbeitet 04.07.2011 23:37 | nach oben springen

#99

RE: Wissen über das 5 km Sperrgebiet

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 04.07.2011 23:47
von 94 | 10.792 Beiträge

Eher nicht, sondern den GSZ-Trupp gleich mit dem Suchposten rausfliegen lassen. Nach zwei, drei Nachteinsätzen hatte der seine Felder sowas von sauber eingeregelt! Wobei, solche Wanderfelder kamen (ehrlich erinnert!) sehr selten vor. Und der damalige GSZ-Truppführer (UaZ) der 10./GK-1 war RICHTIG fit auf den 'Russenkästen'. Sein Heimgang fiel mit dem Ausbau 80er-Anlage zusammen. Sein Motto 'Der Zaum bestimmt die Nachtruhe und Freizeit auf der GK' wurde trotzdem nahtlos von seinem Nachfolger übernommen. Also da will ich mal jetzt nicht beklagen. N8 CTRL-Z and logoff


Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


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#100

RE: Wissen über das 5 km Sperrgebiet

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 05.07.2011 07:20
von S51 | 3.733 Beiträge

Zitat von GZB1
Naja, der interessierte Bundesbürger hatte ja noch seinen BGS oder GZD, wo er bei Gelegenheit nachfragen konnte.



Und im Fernsehen (nicht in unserem) wurde die Grenze auch öfter gezeigt. Ich habe meine Abschnitte so auch öfter aus der Luft gesehen. Allerdings immer nur jene gut gesicherten Bereiche, wo es auch den GSZ bzw. GSSZ gab (Winterberg bis oberhalb Haarnadelkurve bzw. zwischen Stapelburg und Abbenrode). Die anderen Ecken nie. Da hat man sich auch so seinen Teil gedacht.
Bei Einweisungen durch BGS, GZD oder Externe wurde schon auf die Grenzsicherung eingegangen. Vor einiger Zeit hatte ich mal Mitschriften eingestellt. Jedoch hatte einerseits der DDR-Bürger davon nichts und andererseits waren diese Schilderungen zumindest für den Schierker Abschnitt meist grob überzogen. Soll heißen, die oft einzigen gemeinsamen Nenner zwischen Wirklichkeit und Erzähltem waren der Zaun vorne und die Tatsachen, dass es da Grenzer sowie eine Grenze gab. Bei den übrigen Sachen wie stromführenden Zäune (da dachte jeder an Hochspannung, nicht den GSZ), Minen, Kameras, Bewegungsmeldern, "scharfen" Hunden und so haben wir uns nicht selten kräftig amüsiert. So was gab es auch? Bei uns, wo? Haben wir was übersehen? In mindestens einem mir bekannten Fall war das Bestehen auf "zwei Zäunen" eine wesentliche Ursache dafür, dass ein Flüchtling den Zaun I zweimal überklettert hat. Hin und zurück, weil, es mussten ja zwei sein. Er hat zwischendurch die Orientierung verloren.
Dagegen sollte sicher auch die Beleuchtung von Orientierungspunkten wie dem NATO-Turm auf dem Wurmberg für Orientierung sorgen. Im Eckertal nutzte ihm das nichts und im Nebel sowieso recht wenig.
Im eigenen Hinterland waren die Schilder immer so aufgestellt, dass man mindestens zwei, normalerweise jedoch drei gleichzeitig sehen konnte. Die "Linie" also nachvollziehen konnte. Eigentlich war ein Irrtum da nicht leicht erklärbar.
Urlaub machen war im Grenzgebiet um Schierke/Elend jedoch der Normalzustand für immer so um 2000 Menschen gleichzeitig. So viele waren durchschnittlich immer dort in Erholungsheimen einquartiert. Wer außerhalb der Sperrzone/des Grenzgebietes Urlaub machte, etwa in Ilsenburg, Wernigerode, Drei Annen Hohne, der konnte auf dem oberen Rundweg bis kurz vor die Brockenstraße wandern. Ganz legal. Erst dahinter "lauerten" wir... Einige Ecken der Grenze hinter Schierke waren von dort oder vom Erdbeerkopf, also außerhalb der Sperrzone durchaus einsehbar. Ein Grund, warum unsere Streifen auch diese Punkte umfaßten.
Wir hatten auch Fälle, wo Urlauber im Schutzstreifen auftauchten, auch unmittelbar am GSZ, ohne nun gleich flüchten zu wollen. Aus Neugier nicht selten (oft hohe Offiziere aus den Bodeheim) oder weil sie sich wirklich einfach nur verirrt hatten. Da kam es dann eben zur vorläufigen Festnahme und Verbringung auf die Kompanie. Erst von dort haben sie dann entweder die Heimleiter (vom Bodeheim oder dem Feuerstein/MfS-heim) oder die Polizei abgeholt. Das lief bei uns relativ ruhig ab. Zwar flog die Alarmgruppe raus jedoch nicht die Kompanie. Es ist nie etwas passiert aber der Urlaub war in solchen Fällen für die Leute wohl beendet.
Unangenehm wurde es für solche Irrläufer immer dann, wenn sie kraft ihrer beruflichen Stellung den Spruch abließen "Sie wissen wohl nicht, wer ich bin...!" Dann gab es schon zum Selbstschutz das "volle Programm", damit er bei einer Beschwerde nicht auch noch über unsere Nachlässigkeit meckern konnte.


GK Nord, GR 20, 7. GK
VPI B-Lbg. K III


zuletzt bearbeitet 05.07.2011 07:21 | nach oben springen



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