#21

RE: das Taschengeld aufgebessert

in Leben in der DDR 05.07.2011 12:44
von GeMi | 556 Beiträge

Zitat von Hans55
Die Spitze war aber das"Hamster fangen"!Zu DDR -Zeit,konnte man Hamster fangen und abgeben,man bekam dafür ein paar Mark bezahlt!( wie viel ,weiß ich leider nicht mehr)! Sind hier noch mehr Leute,die damals ihr Taschengeld,so aufgestockt haben? Gruß Hans



Ich glaube es gab 3 Mark pro Fell.
Im Hamstergraben waren wir auch Spitze. Weniger wegen dem Geld. Es war wohl die reine Mordlust !!!
Das Getreide haben wir Leuten mit Hühnern geschenkt. Einmal haben wir 4 Feldhamster großgezogen. Der Abschied war dann herzzereissend (auf dem Acker).
Als Schüler konnte man in den Betrieben der Eltern arbeiten, auf der LPG Rüben verziehen (die Reihen gingen bis zum Horizont), Kegeln aufstellen im Schwimmbad kellnern oder abwaschen und und und ...
Die Bezahlung war ganz gut und nach 2 Jahren hatte ich mein Tonbandgerät, Tesla B54, zusammen. Ich hätte lieber das ZK120T (Grundig-Lizenz) aus Polen kaufen sollen. Mein Teil war mehr kaputt als es lief - es endete nach der Wende im Container. Mein über alles geliebter Plattenspieler "Granat" übrigens auch. Soviel noch zur Langlebigkeit der Ost-Produkte.


Die Menschheit besteht aus einigen wenigen Vorläufern, sehr vielen Mitläufern und einer unübersehbaren Zahl von Nachläufern.

Jean Cocteau
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#22

RE: das Taschengeld aufgebessert

in Leben in der DDR 09.04.2012 20:50
von Kesti | 32 Beiträge

Ich habe mein Taschengeld mit Altstoffe sammeln aufgebessert, die wir dann (wir sind ich und meine Geschwister) zur Sero-Annahmestelle im Ort gebracht haben.
Für andere Sachen waren wir einfach noch zu klein zu der Zeit.



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#23

RE: das Taschengeld aufgebessert

in Leben in der DDR 09.04.2012 21:47
von Wanderer zwischen 2 Welten | 2.340 Beiträge

Also als ich noch richtig jung war, mitte der 60iger, gab es ja noch Flaschenpfand. Das war allerdings im Westen. Damals wurde ziemlich viel gebaut. Nach Feierabend haben wir Jungs dann die Flaschen vom Bau eingesammelt und ins naechste Geschaeft gebracht. Das waren meistens Bier und Sprudelflaschen. Wenn ich mich richtig erinnere gab es 20 Pfennige pro Pfandflasche. Die Strassen waren damals sauber. Ueberall weggeworfene Plastikflaschen, leere Dosen und Glasscherben so wie es heute leider ist gab es damals nicht. Dafuer sorgten schon die Kinder.


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#24

RE: das Taschengeld aufgebessert

in Leben in der DDR 10.04.2012 05:49
von furry | 3.562 Beiträge

Was hat man nicht alles gemacht, um an ein paar Mark zu kommen.
In jungen Jahren wurden Flaschen gesammelt. Meine Mutter war Krankenschwester in einer Klinik und dort durfte ich mir die leeren Mostflaschen der Patienten holen. Komischerweise gab es aber nicht für alle Mostflaschen den gleichen Betrag, der zwischen 5 und 20 Pfennigen lag. Der liebe Onkel in der Sero-Annahme hat die Flaschen immer an den eingepressten Angaben am Flaschenboden differenziert. Was der da genau gesehen hat, weiß ich bis heute nicht. Jedenfalls konnte es passieren, dass man einmal nur Flaschen für 5 Pfennige durch die halbe Stadt geschleppt hat und beim nächsten mal war es dann die bessere Variante.
Mit 14 Jahren (?) durften wir dann in Betrieben arbeiten. In den Ferien hatte ich regelmäßig einen tollen Job in einer Kiesgrube als Fahrer der kleinen Diesellok für die Lorenzüge.
Später sind wir sehr gern zur Bahn auf den Güterboden gegangen. Hier mussten Stückgutwaggons aus- und umgeladen werden. Das meiste wurde mit Sackkarren bewegt und war ein Knochenjob. Aber man konnte dort zu fast jeder Zeit erscheinen, also auch nach der Schule. Das schöne an diesem Job war, es wurde sofort ein Abschlag in bar gezahlt. Samstag nach der Schule war ich dann immer in Eile, schnell auf diesen Güterboden zu kommen, denn andere hatten das gleiche Ziel, aber die Jobs waren begrenzt. Aber so kamen wir schnell zu flüssigen Mitteln, die am gleichen Abend auf der Nahkampfdiele wieder dem Wirtschaftskreislauf zugeführt wurden.


"Es gibt nur zwei Männer, denen ich vertraue: Der eine bin ich - der andere nicht Sie ... !" (Cameron Poe)
zuletzt bearbeitet 10.04.2012 05:51 | nach oben springen

#25

RE: das Taschengeld aufgebessert

in Leben in der DDR 10.04.2012 08:35
von eisenringtheo | 9.160 Beiträge

Zitat von Wanderer zwischen 2 Welten
Also als ich noch richtig jung war, mitte der 60iger, gab es ja noch Flaschenpfand. Das war allerdings im Westen. Damals wurde ziemlich viel gebaut. Nach Feierabend haben wir Jungs dann die Flaschen vom Bau eingesammelt und ins naechste Geschaeft gebracht. Das waren meistens Bier und Sprudelflaschen. Wenn ich mich richtig erinnere gab es 20 Pfennige pro Pfandflasche. Die Strassen waren damals sauber. Ueberall weggeworfene Plastikflaschen, leere Dosen und Glasscherben so wie es heute leider ist gab es damals nicht. Dafuer sorgten schon die Kinder.



Und die Pläne: Pfandfreie Flaschen und Aludosen waren Mangelware, gratis Plastetüten in den Läden gab es gar nicht. Und das war auch gut so. Es gab weniger Abfall. So wie heute in vielen unterentwickelten Ländern konnte es gar nicht aussehen:

http://knowledge.allianz.com/demographic...ution-recycling
Die Abgabe von Plastiktüten in den Läden sollte verboten werden.
http://www.sueddeutsche.de/wissen/eu-ini...erbot-1.1311697
Aber die EU bringt nichts Sinnvolles auf die Reihe..
Theo


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#26

RE: das Taschengeld aufgebessert

in Leben in der DDR 10.04.2012 09:29
von damals wars | 12.113 Beiträge

Zitat von Asso
In den Sommerferien (8 Wochen ) durfte man offiziel 2 Wochen in ein Betrieb arbeiten um etwas Geld zu verdienen.



Es waren 3 Wochen.
Und in den Winterferien 1 Woche.

Die habe ich jeweils in Buna verbracht. Pro Woche gab es ungefähr 100 Mark.
War für mich viel Geld.

Ansonsten das übliche : Altpapier, Gläser zum Altstoffhandel - Sero.

Während des Studium habe ich in den Semesterferien ebenfalls in Buna gearbeitet. Zusätzlich zum sogenannten Studentensommer.
5 Nachtschichten hintereinander.
Jede Schicht brachte zusätzlich 7 Mark Nachtschichtzuschlag.
Die Heizerprüfung hatte ich als Maschinist für Wärmekraftwerke sowieso in der Tasche.


Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches.(Mark Twain)
Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
"Hass hat keinen Glauben, keine Rasse oder Religion, er ist giftig." der Witwer der britische Labour-Abgeordnete Jo Cox.
http://www.neo-magazin-royale.de/zdi/art...fur-frauke.html
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#27

RE: das Taschengeld aufgebessert

in Leben in der DDR 10.04.2012 11:02
von CAT | 351 Beiträge

Da kann ich Dir voll zustimmen. Man hätte ja die guten Sachen der damaligen DDR einfach übernehmen können. SERO usw. war ja eine gute Sache. Der Rücklauf von Plastikabfällen hatte einen hohen Stand und schonte die Resourcen.

Zitat von eisenringtheo

Zitat von Wanderer zwischen 2 Welten
Also als ich noch richtig jung war, mitte der 60iger, gab es ja noch Flaschenpfand. Das war allerdings im Westen. Damals wurde ziemlich viel gebaut. Nach Feierabend haben wir Jungs dann die Flaschen vom Bau eingesammelt und ins naechste Geschaeft gebracht. Das waren meistens Bier und Sprudelflaschen. Wenn ich mich richtig erinnere gab es 20 Pfennige pro Pfandflasche. Die Strassen waren damals sauber. Ueberall weggeworfene Plastikflaschen, leere Dosen und Glasscherben so wie es heute leider ist gab es damals nicht. Dafuer sorgten schon die Kinder.



Und die Pläne: Pfandfreie Flaschen und Aludosen waren Mangelware, gratis Plastetüten in den Läden gab es gar nicht. Und das war auch gut so. Es gab weniger Abfall. So wie heute in vielen unterentwickelten Ländern konnte es gar nicht aussehen:

http://knowledge.allianz.com/demographic...ution-recycling
Die Abgabe von Plastiktüten in den Läden sollte verboten werden.
http://www.sueddeutsche.de/wissen/eu-ini...erbot-1.1311697
Aber die EU bringt nichts Sinnvolles auf die Reihe..
Theo



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#28

RE: das Taschengeld aufgebessert

in Leben in der DDR 10.04.2012 11:06
von CAT | 351 Beiträge

Wenn Du heute Hamster fängts, musst Du zahlen. So haben sich die Zeiten geändert.

Zitat von Hans55
Hallo zusammen! In meiner Jugendzeit,war ja das Taschengeld sehr knapp bemessen,also mußte man sich was einfallen lassen.Mal hier ein paar Mark,für Kegel aufstellen,Kartoffeln lesen usw.Die Spitze war aber das"Hamster fangen"!Zu DDR -Zeit,konnte man Hamster fangen und abgeben,man bekam dafür ein paar Mark bezahlt!( wie viel ,weiß ich leider nicht mehr)! Sind hier noch mehr Leute,die damals ihr Taschengeld,so aufgestockt haben? Gruß Hans[hallo]


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