#61

RE: die ddr ging unter und eine lüge nam ihren lauf.

in Das Ende der DDR 15.06.2011 15:53
von werner | 1.591 Beiträge

Zitat von Huf
@werner, ohne Dich persönlich angreifen zu wollen, mir hast Du eine Steilvorlage bezüglich des o.a. unseligen Themas geliefert.

Die von Dir aufgeführten Sozialleistungen in der DDR waren keineswegs kostenlos, sondern kostenfrei für deren Bewohner.
Wie man heute weiß, waren jene Sozialleistungen in der DDR zwar gut für das Image im Vergleich zur BRD, aber daran hat sich die SED heftigst verhoben. Zu diesem Thema gern anderenorts mehr!



Jetzt haste mich aber auf der Semantischen vorgeführt.

Zitat von Huf


Übrigens verfallen "kostenlose" Leistungen erfahrungsgemäß schnell einem inflationärem Wertverlust innerhalb eines Systems, so ist es auch heute.




Wenn Du damit ausdrücken möchtest, dass diese Leistungen mit der Zeit als selbstverständlich oder überhaupt nicht mehr wahrgenommen werden, bin ich bei Dir. Da die Menschen sich überhaupt nicht bewusst waren, was sie da eigentlich hatten, spielten diese kostenfreien Leistungen in ihrer Wahrnehmung keine Rolle. In den Westmedien hat man ja auch tunlichst vermieden, diese Dinge überhaupt anzusprechen.


Und irgendwo saßen die ganz anonym die leitenden Hirne, die den ganzen Betrieb koordinierten und die politischen Richtlinien festlegten, nach denen dieses Bruchstück der Vergangenheit aufbewahrt, jenes gefälscht, und ein anderes aus der Welt geschafft wurde.
George Orwell, 1984
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#62

RE: die DDR ging unter und eine Lüge nahm ihren Lauf.

in Das Ende der DDR 15.06.2011 16:03
von josy95 | 4.915 Beiträge

Wenn ich all die kontroversen Beiträge hier lese, so sind es auf eigenen Wahrnehmungen beruhende Tatsachen. Jeder stellt es etwas anders dar, so wie eben sein "Blickwinkel" ist.

Aber überall ist Wahrheit, dran, sind es Tatsachen.

Und wenn wir schon einmal bei der Wahrheit sind: Nirgends wo wird mehr gelogen wie in der Politik...

Das brauch ich glaub ich, niemanden zu erörtern. Da waren die Korifeen der DDR nicht besser, wie "der Dicke".., der Autokanzler oder die Knopfkostümierte. Jeder auf seine Art, der eine oder andere auch so arg, hinterlistig und perfide, das nach unserem heutigen Rechtsverständnis (ohne Jurist zu sein) eindeutig strafbare Handlungen, insbesondere Straftaten gegen die Menschlichkeit, die Menschenwürde vorgelegen haben.

Was soll es nun, wenn wir uns gegenseitig hier versuchen, zu zerfleischen???

Gepennt haben wir alle mal und pennen eigentlich immer noch..., warum lassen wir uns das alles gefallen? Die stetige Demontage der sozialen Marktwirtschaft mit dem Ziel der Perfektionierung des seit der Wiedervereinigung eingeläuteten Raubritterkapitalismus....

Ist es vielleicht manchmal eine gewisse Hilfslosigkeit gegen diese Tendenzen, diese unheilvollen und beängstigenden Entwicklungen anzugehen, eine Art Verbitterung eben über diese Macht- und Hilflosigkeit, ist es eine Art Jammern auf hohem Niveau oder eine totale Verklärung des tatsächlichen Geschenhens in den einst beiden deutschen Staaten und dem jetzigen Gesamtdeutschland? Eine Verzerrung des tatsächlichen Geschehens, gar eine Verniedlichung oder ein Lobgesang auf vermeintliches Gold, was nur stumpf glänzte und nur dünn vergoldet war. Aber als dreiste Lüge für echt verkauft wurde...?

Denkt mal alle drüber nach!


josy95


Sternbild Krebs, eine seiner herausragenden Eigenschaften: Krebse kommen immer an ihr Ziel..., und wenn sie zei Schritt vorgehen und einen zurück...

Zu verstehen als Abmahnung an EINEN Admin... bitte lächeln!
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#63

RE: die ddr ging unter und eine lüge nam ihren lauf.

in Das Ende der DDR 15.06.2011 16:24
von werner | 1.591 Beiträge

Zitat von Gert


Ich möchte nur darstellen, dass die alte Bundesrepublik auch einiges an sozialen Leistungen zu bieten hatte und hat und die waren/sind nicht schlecht. Düsseldorf ist nun auch in einer guten finanziellen Lage, weil schuldenfrei.



Mir leuchtet schon ein, warum Du Dich in Düsseldorf so wohl fühlst.

Aber wir sind uns aber schon im Klaren, dass wir hier nicht nur von D´dorf reden, sondern von einem flächendeckenden Thema. Und das gab und gibt es in der BRD vor und nach 1990 nicht flächendeckend, sondern nur in einigen wenigen Leuchttürmen. Die Leistungen einiger Städte spiegeln keinesfalls die gesamte Situation wider.

Du sprichst es ja selbst an, dass die Möglichkeit zu Sozialleistungen ausschließlich von der Finanzkraft der Länder, Städte abhängt.

Keine 40km von Düsseldorf gab und gibt es diese von Dir erwähnten Leistungen schon nicht mehr.


Und irgendwo saßen die ganz anonym die leitenden Hirne, die den ganzen Betrieb koordinierten und die politischen Richtlinien festlegten, nach denen dieses Bruchstück der Vergangenheit aufbewahrt, jenes gefälscht, und ein anderes aus der Welt geschafft wurde.
George Orwell, 1984
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#64

RE: die DDR ging unter und eine Lüge nahm ihren Lauf.

in Das Ende der DDR 15.06.2011 16:56
von Gert | 12.356 Beiträge

Zitat von werner
Warum Du vorauseilend schon mal die Extrema abklemmen willst, von wegen, die wollen das so, und damit verallgemeinernd alle in einen Topf schmeißt, wirst Du schon wissen. Aber zur Illustration brauchen wir wohl keine solchen Fälle

Gert, Deine Frage verwundert mich, da Du doch an anderer Stelle betont hast, dass Du Dich aus den Medien informierst. Überliest Du solche Beiträge? Hier wird zwar nicht explizit über jemanden aus BRB oder ERZ oder DD gesprochen, das lässt sich aber ohne Probleme übertragen:
http://www.stern.de/politik/deutschland/...ht-1592579.html

Allein die Tatsache, dass besonders in den Großstädten Unternehmen wie :http://www.pewobe.de/ ein Geschäftsmodell entwickelt haben, um "bedürftigen" Familien und Menschen vorübergehend ein betreutes Wohnen zu ermöglichen, zeigt, wie großmaschig der Rost ist.

Daher sehe ich Deine Frage nur als Nebelkerze, aber damit mir hier keiner vorwirft, dass ich Fragen ausweiche - auch wenn diese sich vom Thema wegbewegen: Aus meiner persönlichen Umgebung: Männlich, 48, in Bernburg studiert, bis zum Umbruch in einer GPG, wohnt jetzt in Thüringen. Er ist zwar ein kluger Mensch, aber auf Grund seiner Persönlichkeit nicht in der Lage, sich selbst und sein Können so zu präsentieren, dass er einen adäquaten Job bekommt. Ein guter, qualifizierter Fachmann. Scheidung, Alkohol. Nach langer Arbeitslosigkeit ist er jetzt als Staplerfahrer bei einem Futtermittelhersteller. Die Kohle reicht hinten und vorne nicht, "Hartz4".

Noch eins? Gelernte Einzelhandelskauffrau in Guben, alleinerziehend, 38 Jahre. Auf Grund der tollen Betreuungszeiten in den Kindergärten kann sie noch nicht mal Teilzeit arbeiten, also 400€ und Hartz4. Denn der Arbeitgeber, der sich als einer der TOP Arbeitgeber 2010 feiert, sieht natürlich nicht ein, dass er dieser Frau für die paar Jahre, bis das Kind auch nachmittags allein bleiben kann, passende Arbeitszeiten anbietet. Das sind die Verlierer, die durchs Rost gefallen sind.

In meinen Augen gehören schon die zu den Verlierern, für die der Lohn aus Vollzeitjobs nicht mehr reicht, um das Existenzminimum der Familie zu sichern, die so genannten "Aufstocker", allein dieser Begriff ist das blanke Schönreden einer abartigen Situation.
Es ist doch schon schizophren, dass der Staat stützen muss, somit wir alle mit unseren Steuern und Sozialabgaben, damit einige Unternehmen mit ihren Vorständen in Ihrer Gier Profite maximieren und sich die Taschen maßlos füllen können. Natürlich alles auf rechtstaatlicher Grundlage, denn Mindestlöhne werden ja nach wie vor verweigert.
Von Zeitarbeit hast Du sicher auch schon gehört und was dort so gezahlt wird oder Wachdienst.



Also Werner in meinem Bekannten und Verwandtenkreis habe ich solche Beispiele nicht. Auch kenne ich keine Aufstocker. Ich glaube solche Leute gibt es hier im Rheinland gar nicht oder nur in sehr geringer Zahl. Was ich in Medien mitbekomme, sind Härtefälle, wo Familien und Ehen auseinanderfliegen. In einem solchen Falle ist große Disziplin gefragt, sonst geht es weiter auf der schiefen Ebene abwärts, oft zunächst mit übermäßigem Alkoholgenuss, danach Verlust des Arbeitsplatzes, bis hin im Extremfall Wohnungsverlust Obdachlosenasyl.
In diesen Fällen muss man aber auch sagen, dass die Leute, die es betrifft, eine Mitwirkungspflicht haben, das zu vermeiden. Man kann nicht alle Verantwortung dem Staat oder der Gesellschaft zuschieben. Damit meine ich Selbstdisziplin, also den Alkohol meiden, alles tun den Job zu behalten und zu sichern usw., du weisst schon wie ich das meine.
In einigen Branchen gibt es ja nun inzwischen Mindestlöhne, weitere kommen in Kürze hinzu ( Bundesrat muss noch zustimmen), vor allem auch Zeitarbeitsunternehmen.. Es sollen insgesamt 4 Mio AN davon profitieren. Das ist doch mal was. Das wirkt sich auch für die Allgemeinheit aus, in dem die Kosten für Sozialhilfe sinken, also unser Steuergelder, weiterhin wird Lohndumping abgewehrt durch die neue Freizügigkeit der osteuropäischen Staaten. Die müssen dann auch diese Löhne zahlen und können sich keinen Wettbewerbsvorteil verschaffen. Ich sehe das alles ganz positiv, na ja, man muss mal nach einiger Zeit wieder genau hinschauen und kontrollieren, ob alles so umgesetzt wird.


Gruß Gert


.
All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
John F.Kennedy 1963 in Berlin
Geld ist geprägte Freiheit!
Dostojewski 1866
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
Mahatma Gandhi
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#65

RE: die ddr ging unter und eine lüge nam ihren lauf.

in Das Ende der DDR 15.06.2011 16:59
von Gert | 12.356 Beiträge

Zitat von werner

Zitat von Gert


Ich möchte nur darstellen, dass die alte Bundesrepublik auch einiges an sozialen Leistungen zu bieten hatte und hat und die waren/sind nicht schlecht. Düsseldorf ist nun auch in einer guten finanziellen Lage, weil schuldenfrei.



Mir leuchtet schon ein, warum Du Dich in Düsseldorf so wohl fühlst.


Gruß Gert
Aber wir sind uns aber schon im Klaren, dass wir hier nicht nur von D´dorf reden, sondern von einem flächendeckenden Thema. Und das gab und gibt es in der BRD vor und nach 1990 nicht flächendeckend, sondern nur in einigen wenigen Leuchttürmen. Die Leistungen einiger Städte spiegeln keinesfalls die gesamte Situation wider.

Du sprichst es ja selbst an, dass die Möglichkeit zu Sozialleistungen ausschließlich von der Finanzkraft der Länder, Städte abhängt.

Keine 40km von Düsseldorf gab und gibt es diese von Dir erwähnten Leistungen schon nicht mehr.





Das stimmt Werner, in der "verbotenen Stadt " sind die Schuldenberge höher


.
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#66

RE: die ddr ging unter und eine lüge nam ihren lauf.

in Das Ende der DDR 15.06.2011 17:29
von Alfred | 6.849 Beiträge
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#67

RE: die ddr ging unter und eine lüge nam ihren lauf.

in Das Ende der DDR 15.06.2011 18:03
von EK 82/2 | 2.952 Beiträge

@gert,
mindestlöhne gibt es in vielen branchen schon lange und dienen dem arbeiter in keiner weise.zb.umgeht man den mindestlohn auf dem bau ganz schnell indem ein baufacharbeiter als bauhelfer eingestellt wird oder auf 400 eurobasis.
die unternehmer sind doch habgierige geier und sagen sich auch,wenn der staat mir die chance zur sklavenarbeit bietet soll er doch meine arbeitskräfte mit aufstockung zahlen.
kellner, friseure, reinigungskräfte,sicherheitsdienste usw.alle haben mindestlohn und müßen trotzdem noch teilweise zum amt wegen aufstockung.
in berlin im handel werden fast gar keine fachkräfte eingestellt weil ihr tariflohn zu hoch ist,dagegen immer wieder sehr gerne ungelernte auf 160,-oder 400,-euro basis.
siehe dir mal die nachrichten an wie neulich wieder NETTO in veruf der ausbeutung von arbeitskräften kam.sind die mitarbeiter alles alkis?nein die unternehmer sind sklaventreiber!und ohne einen mindestlohn für ganz deutschland der höher liegt als das hartz4 wird das volk weiter verheizt.
warum wehrt sich die politik so gegen flächendeckende mindestlöhne?sicher weil damit ihre aktien an wert verlieren.der mensch geht den politikern doch am rande vorbei,sie labern von solidarität und bekämpfen das eigene volk.


Alles was ich schreibe, ist nur meine Meinung und keine Feststellung.
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#68

RE: die ddr ging unter und eine lüge nam ihren lauf.

in Das Ende der DDR 15.06.2011 18:13
von sortca52 (gelöscht)
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Zitat von Huf
Mich würde einmal interessieren, welche reale Alternative 1989/1990 die DDR zu der erlebten Geschichte hatte.

VG Huf



Ich würde mal sagen KEINE.

Die DDR war defacto schon seit min. Anfang der 80er Jahre außenwirtschaftlich gesehen zahlungsunfähig. Verursacht durch viele Dinge, so z.B. auch dadurch das die oberen immer wieder die große Fr.... hatten was doch die DDR alles kann. So z.B. die vollmundige Anpreisung als erste der Welt den 1 MB Speicherchip konstruiert und gebaut zu haben. Das Ding kostete damals in der Herstellung ca. das 70fache (in Worten siebzig) was er auf dem Weltmarkt einbrachte. Damit meine ich nicht die Entwicklungskosten (keiner weiß wie hoch die eigentlich waren) sondern die Kosten der Serienproduktion.
Weiter die ganzen hochgepriesenen (auch hier immer noch) sozialen Leistungen welche die Bürger kostenfrei in Anspruch nehmen konnten, sowie die vielen Subventionen auf WtB. Woraus z.B. solche abartigen Auswucherungen erwuchsen das in LPG´n die Schweine mit Brot und Brötchen gefüttert wurden, und und und usw.

Um den defacto Bankrott nach außen zu verschleiern wurden z.B. Kredite aufgenommen, diese aber nach Wertstellung nicht abgerufen. D.h. (ist heute nicht anders wie damals) auf den entspr. Konten war "Haben" gebucht. Nun wurden woanders Kredite beantragt (um ein vielfaches höher) und zur Beurteilung der Kreditwürdigkeit die scheinbaren Habenkonten angegeben.
Im Inlandgeschäft wurde zum Schluß nur noch auf Verschleiß gefahren, keine Investitionen mehr und Reparaturen nur noch wenn´s dazu diente Devisen zu beschaffen.
Weiteres Beispiel gefällig ???
Von der damaligen UdSSR zu auf Jahre ausgemachten RGW Preisen, welche weit unter Weltmarktpreisen lagen, geliefertes Erdöl und Erdgas wurde zu ca. 5 % unter Weltmarkt liegenden Preisen (in Devisen versteht sich) einfach an die BRD weiter verscherbelt. Als Folge agierten die Raffinerien ständig am Rande des gerade noch machbaren weil eingeplante Lieferungen nicht kamen. Der "große Bruder" hatte ja im RGW nur soviel kontigentiert wie die Binnenwirtschaft der jeweiligen Länder brauchten.
Die Reihe ließe sich endlos fortsetzen.
Umso unverstädlicher ist mir persönlich das es (bei allem Für und Wider der jetzigen Zustände) nach über 20 Jahren immer noch Leute gibt die der DDR nachweinen.
Wenn die Grenze nich gefallen wäre ??????
Ich denke dann gäbe es heute noch wesentlich mehr Angehörige der GT als damals. Ganz einfach weil dann die Grenze noch wesentlich mehr hätte ausgebaut werden müssen und nicht nur die berühmt berüchtigten 13xx km sondern auch der ganze "Rest". Nämlich der zu Polen und Tschechien. Die DDR wäre heute min. genauso isoliert wie z.B. Nordkorea.
Wer der DDR und ihren wirtschaftlichen Heldentaten immer noch hinterher trauert der sollte z.B. mal 1/4 Jahr in Moldawien leben. Dann wüßte er so ungefähr wie wir heute leben würden, wenn einfach nix mehr vorhanden wäre was auch nur irgendwie nach Wirtschaft aussieht.
Dort leben, prozentual gesehen, nämlich noch viel mehr Menschen auf der Straße als bei uns. Nur die können nun wirklich nix dafür, im Gegensatz zu manch hiesigem Zeitgenossen. Ich kenne einige die mir auf den Kopf drauf zu sagen das ich dumm bin wenn ich arbeiten gehe, von der Stütze lebt es sich doch viel bequemer, gut die brauchen sich dann aber auch nicht wundern wenn sie keiner will. Genau wie diejenigen welche in "ihrer" DDR nix weiter gelernt haben als andere zu bespitzeln und jetzt der guten alten Zeit hinterherweinen statt mal langsam aber sicher anzufangen zu lernen.


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#69

RE: die ddr ging unter und eine lüge nam ihren lauf.

in Das Ende der DDR 15.06.2011 20:34
von glasi | 2.815 Beiträge

jetzt sagt keiner mehr was. hat euch der beitrag die sprache verschlagen?????



zuletzt bearbeitet 15.06.2011 20:35 | nach oben springen

#70

RE: die DDR ging unter und eine Lüge nahm ihren Lauf.

in Das Ende der DDR 15.06.2011 20:45
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von werner
So hat halt jeder seine eigene Wahrnehmung und verkürzt entsprechend.

Keine Ahnung, wieviele User hier sind, die zu den Massen gehören, die man durchaus als Verlierer der "Einheit" bezeichnen könnte. Denen ist die schöne Innenstadt von DD aber wahrscheinlich so schnuppe, weil sie damit beschäftigt sind, ihre Familie durchzubringen. Und weil die Innenstädte auf der Basis von Schulden ja so schön geworden ist, haben die Städte und Länder ja auch kein Geld mehr für das Auffangen derer, die durchs Wohlstandsraster gefallen sind.
Ist doch schön, wenn man die aus dem eigenen Horizont ausblenden kann, nicht wahr? Sie sind aber trotzdem da. Und die, die ich kennengelernt habe, haben ganz andere Sorgen, als auf Pump asphaltierte Straßen und sanierte Altbauten und Wahlen, bei denen sie auch nur weiter verlieren.
Nicht jeder in dieser Welt ist in der Lage, sein Schicksal selbst in die Hand zu nehmen, und die sollen nach Lesart einiger hier durchs Rost fallen?


Oder will es nicht!?
Wie im Sozialismus,nicht jeder durfte,konnte sein Schicksal in die Hand nehmen wie er es persönlich wollte,er wurde "gelenkt" um in der Spur zu bleiben und nicht "falschen Idealen" nachzustreben.
Da fielen genug durch das "politische Lattenrost",in der ach so humanen Ex-DDR!

Gruß ek40


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#71

RE: die ddr ging unter und eine lüge nam ihren lauf.

in Das Ende der DDR 15.06.2011 21:53
von Hackel39 | 3.123 Beiträge

Zitat von sortca52

Zitat von Huf
Mich würde einmal interessieren, welche reale Alternative 1989/1990 die DDR zu der erlebten Geschichte hatte.

VG Huf



Ich würde mal sagen KEINE.

Die DDR war defacto schon seit min. Anfang der 80er Jahre außenwirtschaftlich gesehen zahlungsunfähig. Verursacht durch viele Dinge, so z.B. auch dadurch das die oberen immer wieder die große Fr.... hatten was doch die DDR alles kann. So z.B. die vollmundige Anpreisung als erste der Welt den 1 MB Speicherchip konstruiert und gebaut zu haben. Das Ding kostete damals in der Herstellung ca. das 70fache (in Worten siebzig) was er auf dem Weltmarkt einbrachte. Damit meine ich nicht die Entwicklungskosten (keiner weiß wie hoch die eigentlich waren) sondern die Kosten der Serienproduktion.
Weiter die ganzen hochgepriesenen (auch hier immer noch) sozialen Leistungen welche die Bürger kostenfrei in Anspruch nehmen konnten, sowie die vielen Subventionen auf WtB. Woraus z.B. solche abartigen Auswucherungen erwuchsen das in LPG´n die Schweine mit Brot und Brötchen gefüttert wurden, und und und usw.

Um den defacto Bankrott nach außen zu verschleiern wurden z.B. Kredite aufgenommen, diese aber nach Wertstellung nicht abgerufen. D.h. (ist heute nicht anders wie damals) auf den entspr. Konten war "Haben" gebucht. Nun wurden woanders Kredite beantragt (um ein vielfaches höher) und zur Beurteilung der Kreditwürdigkeit die scheinbaren Habenkonten angegeben.
Im Inlandgeschäft wurde zum Schluß nur noch auf Verschleiß gefahren, keine Investitionen mehr und Reparaturen nur noch wenn´s dazu diente Devisen zu beschaffen.
Weiteres Beispiel gefällig ???
Von der damaligen UdSSR zu auf Jahre ausgemachten RGW Preisen, welche weit unter Weltmarktpreisen lagen, geliefertes Erdöl und Erdgas wurde zu ca. 5 % unter Weltmarkt liegenden Preisen (in Devisen versteht sich) einfach an die BRD weiter verscherbelt. Als Folge agierten die Raffinerien ständig am Rande des gerade noch machbaren weil eingeplante Lieferungen nicht kamen. Der "große Bruder" hatte ja im RGW nur soviel kontigentiert wie die Binnenwirtschaft der jeweiligen Länder brauchten.
Die Reihe ließe sich endlos fortsetzen.
Umso unverstädlicher ist mir persönlich das es (bei allem Für und Wider der jetzigen Zustände) nach über 20 Jahren immer noch Leute gibt die der DDR nachweinen.
Wenn die Grenze nich gefallen wäre ??????
Ich denke dann gäbe es heute noch wesentlich mehr Angehörige der GT als damals. Ganz einfach weil dann die Grenze noch wesentlich mehr hätte ausgebaut werden müssen und nicht nur die berühmt berüchtigten 13xx km sondern auch der ganze "Rest". Nämlich der zu Polen und Tschechien. Die DDR wäre heute min. genauso isoliert wie z.B. Nordkorea.
Wer der DDR und ihren wirtschaftlichen Heldentaten immer noch hinterher trauert der sollte z.B. mal 1/4 Jahr in Moldawien leben. Dann wüßte er so ungefähr wie wir heute leben würden, wenn einfach nix mehr vorhanden wäre was auch nur irgendwie nach Wirtschaft aussieht.
Dort leben, prozentual gesehen, nämlich noch viel mehr Menschen auf der Straße als bei uns. Nur die können nun wirklich nix dafür, im Gegensatz zu manch hiesigem Zeitgenossen. Ich kenne einige die mir auf den Kopf drauf zu sagen das ich dumm bin wenn ich arbeiten gehe, von der Stütze lebt es sich doch viel bequemer, gut die brauchen sich dann aber auch nicht wundern wenn sie keiner will. Genau wie diejenigen welche in "ihrer" DDR nix weiter gelernt haben als andere zu bespitzeln und jetzt der guten alten Zeit hinterherweinen statt mal langsam aber sicher anzufangen zu lernen.




Nun ja, man kann offensichtlich sowohl in die eine wie in die andere Richtung argumentieren, am Ende geht es aber um Werte und nicht um Prestige.
Vom Titel des Exportweltmeisters BRD haben die meisten Bürger heute genauso wenig wie vom 2. Platz der DDR- Nationalmannschaft in der Länderwertung einer Olympiade.
Den prestigeträchtigen Speicherchip haben wir uns damals genauso teuer erkauft wie die prestigeträchtige 300 km/h- Schnellbahn zwischen Köln und Frankfurt, beides steht in keinem vernünftigem Verhältnis von Aufwand und Nutzen und reißt anderswo, wo's keiner sieht riesige Etatlücken.
Fakt ist, daß die DDR z.B. als Valutagläubiger in zweistelliger Milliardenhöhe gegenüber den RGW- Staaten am Ende besser da stand als Griechenland heute.
Fakt ist auch, daß die DDR ohne Strauß spätestens 1993 den IWF im Haus gehabt hätte, wie selbst die Schürer- Kommission feststellen mußte.
Dieser Weltwährungsfonds hätte der DDR in etwa die gleichen Auflagen erteilt, wie sie Griechenland heute zu schlucken hat, nämlich weg von aberwitzigen Prestigedaten wie der Wohnungsmiete zum Preis von zwei Tagelöhnen oder dem Hausschwein, daß mit 300 Mark Gesamtfutterkosten für 1000 Mark verkauft wurde u.v.a.m.
Mit diesen Zwängen hätte man das Politbüro konfrontiert, womöglich hätten die alten Herren dann gesagt "mit uns nicht, das sollen andere machen" und wären noch sauber aus der Geschichte heraus gekommen, zugegeben alles Hypothese aber niemand kann es genau wissen, schon gar nicht die Helden und Halunken der Treuhandanstalt oder gar Kohls CDU.
Inzwischen gibt es wieder aufgemotzte Trabis für 6000 Euro im Internet und die Lok- Baureihe 143 fährt sicher und zuverlässig die Frankenrampe hoch und runter, obwohl die weiße Lady (143 001) vom Kombinat Lokbau Hennigsdorf (LEW) fast 5 Mio Ostmark an Entwicklungskosten verschlungen hat und später immer noch 2,5 Mio gekostet haben soll.
Heute kosten gleichwertige Maschinen bei Bombardier mindestens 3,5 Mio Euro, die Mehrsystemvarianten über 6 Mio (BR 186).
Die Chancen zur Rettung der DDR waren da, wir hätten bloß eine ehrliche Regierung gebaucht, von der inneren Kraft der DDR bin ich nach wie vor überzeugt und der Aufstieg der neuen BRIC- Weltmächte ist mit Sicherheit nicht vom Allmächtigen Gott gelenkt worden.
Meine private Bilanz sieht aber so aus, daß die DDR dadurch der bessere Staat war, daß die Summe der glücklichen Tage vor 1989 am Ende eines Jahres durchweg größer war als heute, da man im Schlußlichtland nur dann Normalverdiener ist, wenn man 600-700 km Arbeitsweg hat und für diese Zeit (einer Arbeitsdekade...Montagetätigkeit) praktisch von seiner Heimat ausgesperrt ist.
Und wenn die Alternative zur Einsperrung Aussperrung ist, dann wäre ich lieber wieder eingesperrt, wie gesagt nur eine persönliche Bilanz.



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#72

RE: die ddr ging unter und eine lüge nam ihren lauf.

in Das Ende der DDR 16.06.2011 07:45
von Huf (gelöscht)
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@Hackel, Dein Beitrag hat mir gefallen!

Sachlich und nüchtern schilderst Du Wesentliches zum Thema. In diese Richtung war auch meine Frage nach Alternativen gestellt.

Zusätzlich möchte ich noch bemerken, dass die Wertmaßstäbe der Menschen in der DDR andere waren, als es sie heute, wenn überhaupt, gibt.

VG Huf


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#73

RE: die ddr ging unter und eine lüge nam ihren lauf.

in Das Ende der DDR 16.06.2011 08:17
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat
Maschinen bei Bombardier mindestens 3,5 Mio Euro, die Mehrsystemvarianten über 6 Mio (BR 186).


Klugscheissermodus:
BR-186 ist die Personenzug/Nahverkehrsvariante der Lokomotive BR-185 mit Hohlwellenantrieb statt Tatzlagerantrieb und einer v/max von 160 km/h statt 140 km/h. Mehrsystemloks sind neben der 186 auch die 185.


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#74

RE: die ddr ging unter und eine lüge nam ihren lauf.

in Das Ende der DDR 16.06.2011 08:28
von sortca52 (gelöscht)
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@ Huf
Wertmaßstäbe hatten und habe alle Menschen. Das ist genau der Punkt warum der Kommunismus und dessen "real existierenden" Ableger nicht funktionieren können. Der Mensch ist nun mal so gestrickt das er Besitztümer für sich, und eben nur für sich, haben will.
Je höher er dabei auf der (gleich ob wirtschaftlichen oder politischen) Karriereleiter nach oben steigt, desto größer werden die Vorstellungen und Ansprüche. Ein "Alles gehört Allen, ohne Ausnahme" wird es nie geben.
Es ist und bleibt so, der Mensch ist ein (wenn auch extrem hoch entwickeltes) Lebewesen, also krass gesagt ein Tier. Und seit den Anfängen der Entwicklung der Lebewesen auf diesem Planeten gab es immer welche die höher standen und mehr hatten und welche die eben niedriger standen und entsprechend weniger hatten.
Da hilft kein Zetern und Jammern, es ist so und ich muß es anerkennen wenn ich einigermaßen gut durch die Zeit kommen will die mir auf diesem Planeten gegeben ist.

Um auf Hackels Meinung zu kommen :
Meine persönliche Bilanz ist das keiner der beiden der bessere Staat war. Es hatten beide Vorteile und beide Nachteile. Die Summe der glücklichen Tage auf meiner persönlichen Bilanz hält sich bei mir die Waage. Die heutigen glücklichen Tage sind aber, in der Gesamtbilanz gesehen, eine Spur glücklicher. Warum ??? Nun weil ich z.B. nicht mehr in regelmäßigen Abständen mir anhören muß was und wieviel doch die Staatsorgane für mich getan haben und ich doch dankbar sein müßte das sie mir ermöglicht haben mich so hoch zu qualifizieren.
Das ich in ungezählten Situationen meine Gesundheit für diesen Staat geopfert habe, davon haben sie nicht gesprochen.Und auch nicht davon das sie es waren die mich damals haben wollten, ich hab nicht drum gebettelt. Ich hab nur den Fehler gemacht JA zu sagen, weil ich jung war, technikverrückt und möglichst schnell möglichst viel Geld verdienen wollte (Hier kommt wieder das Thema Wertmaßstäbe ins Spiel). Wer da an der Regierung war ???? Im Nachgang betrachtet war mir das irgendwo egal.
Nach 1989 war ich im Übrigen insgesamt keine 4 Wochen arbeitslos und hatte nie einen Arbeitsweg der länger als ca. 30 km war. Wenn ich die Statistik betrachte rangiere ich irgendwo am Durchschnittsverdienst, also keineswegs Billiglohnsegment. Und NEIN ich bin weder selbstständig noch leitender Angestellter sondern ganz normaler Arbeitnehmer. Ich hatte nur das Glück Arbeitgeber zu finden die begriffen haben das es ihnen nur dann gut geht wenn es ihren Arbeitern gut geht und die sich sehr genau angesehen haben wem sie da was anvertrauen. OK ist in meinem Bereich auch etwas anderes als z.B. im Handel, ich gehe täglich mit Werten im 6-stelligen Bereich um, wenn ich einen Fehler mache kostet der im einfachsten Fall viel Geld, aber kann ganz schnell auch tödlich enden.


zuletzt bearbeitet 16.06.2011 08:28 | nach oben springen

#75

RE: die ddr ging unter und eine lüge nam ihren lauf.

in Das Ende der DDR 16.06.2011 08:37
von eisenringtheo | 9.178 Beiträge

Zitat von sortca52

(....)
Ich denke dann gäbe es heute noch wesentlich mehr Angehörige der GT als damals. Ganz einfach weil dann die Grenze noch wesentlich mehr hätte ausgebaut werden müssen und nicht nur die berühmt berüchtigten 13xx km sondern auch der ganze "Rest". Nämlich der zu Polen und Tschechien. Die DDR wäre heute min. genauso isoliert wie z.B. Nordkorea..



Offtopic: Eigentlich ist das ganz schlimm mit Notdkorea. Die Leute tun mir sehr leid. Jetzt erstellen sogar die "sozialistischen" Chinesen einen noch höheren Zaun..
http://www.telegraph.co.uk/news/worldnew...orth-Korea.html

Theo


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#76

RE: die ddr ging unter und eine lüge nam ihren lauf.

in Das Ende der DDR 16.06.2011 09:54
von Lebowski | 61 Beiträge


"Wertmaßstäbe hatten und habe alle Menschen. Das ist genau der Punkt warum der Kommunismus und dessen "real existierenden" Ableger nicht funktionieren können. Der Mensch ist nun mal so gestrickt das er Besitztümer für sich, und eben nur für sich, haben will."


...sehr schöner Satz, der es auf den Punkt bringt. Bravo!

Ich persönlich kann es wie viele andere auch nicht nachvollziehen einer DDR in irgend einer Form nachzuheulen. Ich war so froh das diese bekackte Zeit, diese Phrasen vom Siegen, diese eintönige Grau in Grau, dieses bekackte Gelaber vom Vorwärts immer rückwärts nimmer endete. Ich kenne niemanden der ernsthaft an "die Sache" geglaubt hat.

Mich schüchtert heute niemand mehr ein, ich kann sagen was ich will, habe mit meiner kleinen Familie ein Leben gestrickt welches abwechslungsreich und farbenfroh, in Freiheit einfach lebenswerter ist als es jemals in der Zone gewesen wäre. Und...ich werde wenn ich über den Tellerrand schaue nicht erschossen und gar anonym verscharrt.

Sicher mag die jetzige Gesellschafftsform nicht perfekt sein aber die DDR hat nunmal nicht funktioniert, das Experiment ist gescheitert. Ende und Aus!


Wer interessieren will, muss provozieren.


Salvador Dali
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#77

RE: die ddr ging unter und eine lüge nam ihren lauf.

in Das Ende der DDR 16.06.2011 09:59
von turtle | 6.961 Beiträge

Niemand wird es schlechter gehen! Niemand hat die Absicht eine Mauer zu bauen! Wer dem Geschwätz der Politiker glaubt, dem ist sowieso nicht zu helfen! Hat man Euch im Osten nicht immer die hässliche Fratze des Kapitalismus gezeigt, im schwarzen Kanal z.B. Warum wollten die meisten trotzdem lieber dieses System? Warum gab es offiziell keine Arbeitslosen?
Hätte ein privater auch in der DDR welche beschäftigt die er nicht unbedingt braucht? Im Kapitalismus steht der Profit an erster Stelle. Logisch war daher der Osten erst einmal ein großer Absatzmarkt, und hat auch viele Zwielichtigen Typen oder Glücksritter angezogen. Hier war die Chance da über den Tisch zu ziehen, zu lügen und betrügen. Die schnelle Mark lockte. Hier mussten sehr viele Lehrgelder bezahlen. Mir ging es damals als ich nach dem Westen kam auch nicht anders. Aber habt ihr damals nicht mit dazu beigetragen das die VEB Betriebe noch schneller am Ende waren? Wer kaufte noch einheimische Waren?
Musste es nicht aus dem Westen sein! War da nicht auch der Spruch von den blühenden Landschaften? Ja schaut einmal heute nach Bitterfeld , Leuna, oder wo Uran abgebaut wurde. Sehen die Häuser immer noch so verfallen aus?
Müsst ihr immer noch Angst haben das ein unbedachtes Wort eine Abholung zur Klärung eines Sachverhalts zur Folge hat. Es der Lebensstandart wirklich schlechter wie damals in der DDR! Wartet ihr auf ein Einheitsauto immer noch ewig? Habt ihr heute nicht alle ein Telefon und dürft damit die Nummer frei wählen egal ob der Teilnehmer in Rostock oder New York ist. Wie hat sich das Reiseverhalten geändert?
Der Kapitalismus ist härter da ist mehr Selbstinitiative und der Ellenbogen gefragt. Hört endlich auf zu jammern was besser war und jetzt schlechter in der DDR ist .Wacht auf und helft lieber mit was heute schlechter oder schlecht ist damit es besser wird.
Zu guter Letzt ihr habt das Recht zu demonstrieren, von mir auch wir wollen unsere DDR zurück! Vielleicht bekommt ihr Helgoland geschenkt und dürft eine neue Diktatur aufbauen.
Das erspart sogar die Mauer, Minen, SM70. Müsstet nur den privaten Bootsbesitz verbieten, und da für die Insel das Fahrrad genug ist, gibt es keinen Ärger mit der langen Wartezeit für ein Auto. Nur wie machen wir es den Helgoländern klar das sie die Insel verlassen müssen?
Eigentlich ist das auch einfach zu lösen. Wir lassen sie mit auf der Insel ,die Genossen haben alte Erfahrungen mit Zwangsaussiedlungen! Müsst nicht alles so ernst nehmen was ich geschrieben habe ,trotzdem das Fünkchen Wahrheit wie es immer so schön heißt das findet ihr bestimmt in meinen Zeilen. Wenn nicht meldet Euch mit für Helgoland an!

Gruß Peter(turtle)


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#78

RE: die ddr ging unter und eine lüge nam ihren lauf.

in Das Ende der DDR 16.06.2011 09:59
von Pit 59 | 10.153 Beiträge

Ich kenne niemanden der ernsthaft an "die Sache" geglaubt hat. @Lebowski

Na wenn Du Dich da mal nicht Irrst.


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#79

RE: die ddr ging unter und eine lüge nam ihren lauf.

in Das Ende der DDR 16.06.2011 10:16
von Hackel39 | 3.123 Beiträge

Zitat von EDGE-Henning

Zitat
Maschinen bei Bombardier mindestens 3,5 Mio Euro, die Mehrsystemvarianten über 6 Mio (BR 186).


Klugscheissermodus:
BR-186 ist die Personenzug/Nahverkehrsvariante der Lokomotive BR-185 mit Hohlwellenantrieb statt Tatzlagerantrieb und einer v/max von 160 km/h statt 140 km/h. Mehrsystemloks sind neben der 186 auch die 185.




Lieber EDGE- Henning.
Kontra Klugscheißermodus...leider hast Du wohl 185/186 mit 145/146 durcheinandergeworfen, nach wie vor fährt die 186 (bei mir jedenfalls) 140 und ist eine Lok, die sowohl im 3000 V- Gleichspannungsnetz (Polen, Italien) als auch im deutschen 15 kV Wechselspannungsnetz verkehren kann.
Sie kann also ohne Lokwechsel über die Oder- Neiße- Friedensgrenze (Frankfurt- Oderbrücke) als auch durch den Gottharttunnel nach Italien fahren, sie ist so frei wie viele DDR- Bürger vor 1989 gern gewesen wären.
Aber diese Freiheit macht die 186er Lok auch um 1,5 Mio Euro teurer als die 185er, andere Freiheiten haben aber noch viel mehr gekostet....



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#80

RE: die ddr ging unter und eine lüge nam ihren lauf.

in Das Ende der DDR 16.06.2011 10:46
von Lebowski | 61 Beiträge

Ich kenne niemanden der ernsthaft an "die Sache" geglaubt hat. @Lebowski

Na wenn Du Dich da mal nicht Irrst.


@pit....naja mein Staatsbürgerkundelehrer...man hat mir berichtet das zur ersten Unterrichtsstunde nach der Maueröffnung folgenden Satz sprach" Jetzt brauche ich wenigstens keine Scheiße mehr labern"

Ich denke speziell Ende der Achtziger hat im tiefsten Inneren wohl keiner mehr an "die Sache" geglaubt. Wenn ja hatte er jeglichen Blick für die Realität verloren.

Lebo


Wer interessieren will, muss provozieren.


Salvador Dali
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