#41

RE: die ddr ging unter und eine lüge nam ihren lauf.

in Das Ende der DDR 14.06.2011 16:34
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von Pit 59
@Werner Deinen letzten Beitrag kann ich absolut Nachvollziehen,und da sind wir uns so was von Einig,das gibts gar nicht.Wer so gedacht hat wurde mit Sicherheit Bestraft.Es gibt Notlagen in Deutschland,das weiss ich,auch Unverschuldet,aber mir kann Niemand Erzählen das er mit 30 oder 40 keine Arbeit mehr bekommt.Vieleicht nicht am Ort oder in der Nähe,aber hier denke ich muss man Prioritäten setzen.


Zunächst mal muss sich Arbeit lohnen. Nicht nur finaziell. Familie muss übrig bleiben. Sonst haben wir bald viele Kinder, die nicht Deutsch können oder Alkoholisierte Schlägertruppen. Gehe doch mal in die Schulen, wo die Kinder vor allem der niedrigeren Einkommensgruppen lernen!

Es ist wirtschaftlicher und ökologischer Schwachsinn, das der gemeine Arbeitnehmer hunderte Kilometer herum zigeunert.
Warum arbeiten in meinem Ort nur soviele Leiharbeiter (= versteckte Subventionen für das Großkapital!), und warum arbeiten soviele Niedriglöhner aus meiner Stadt da, wo die anderen herkommen? Das ist doch der Schwachpunkt, und dann gibts Leute, die das richtig finden: "Ich arbeite auch für 3 Euro!" oder :"Die Arbeit klingelt nicht an der Tür"....

Zuhause ist Heimat. Zumindest für die meisten. Und wenn das weg ist, verfallen die meisten in Alkohol, Drogen, Puff und sonstwas. Für was denn dann noch?

Wir arbeiten um zu Leben! Wir leben nicht, um zu arbeiten!


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#42

RE: die ddr ging unter und eine lüge nam ihren lauf.

in Das Ende der DDR 14.06.2011 19:48
von Gert | 12.354 Beiträge

Zitat von werner
gert, ich muss mal den Klugscheißermodus anschmeißen:
Gehalt wird in Verwaltungsjobs, Dienstleistung gezahlt, Lohn in der Prod., und ich kenne keine Verwaltung/ Zentrale oder was auch immer, in der es nach Produktivität gehen würde. Ich weiß, dass Deine 3TDM Gehalt nur ein Beispiel sind, aber ich kenne keinen im Anschlussgebiet, der - ohne in Führungsposition zu sein- solche Dimensionen bekommen hätte, selbst 10 Jahre danach war diese Größenordnung für die Masse nicht wirklich die Regel.
Klugscheißermodus aus

Alfred hat Soziales nicht auf die Sozialleistungen reduziert, mal abgesehen davon, dass nach dem Zusammenbruch der DDR die Orientierung an deren Sozialstandards ja weggefallen ist, und im neuen Deutschland auch ziemlich flott angefangen wurde, mit der Axt in die von Dir genannten bestehenden sozialen Leistungen reinzuschlagen. Der Beispielgeber DDR war nicht mehr vorhanden, also freie Fahrt für den Abbau.

Weil Du meinst, es brauchte nichts übernommen werden. Sicher gab es auch im alten Bundesgebiet kein schlechtes Netz an Schulen, Unis, Kindergärten, aber
- Kostenloser!! Kindergarten für jedes Kind?
- kostenlose!! flächendeckende Kinderkrippe, Kinderbetreuung von 06:00Uhr bis 18:00
- kostenloser!! Schulhort bis 16:00Uhr (heute Bestandteil der kostenpflichtigen OGATA)
- kostenloses!! Studium
- Mittagessen in der Schule frisch zubereitet!! für 0,55M (DDR) pro Tag!!, für "Bedürftige" in meiner Erinnerung sogar kostenlos
- Milchversorgung in der Schule (Milch 0,15M, Erdbeermilch 0,20M, Schokomilch 0,35M je 0,25l- Flasche) für "Bedürftige" kostenlos
- einheitliche Krankenversicherung, deren Beiträge direkt vom AG gezahlt wurden, also keine Belastung des Brutto
- kostenlose!! med. Versorgung, keine Zuzahlung bei Krankenhausaufenthalten
- keine Zuzahlung zu verschreibungspflichtigen Medikamenten
- Kinderferienlager (kann mich nicht erinner, ob die sogar kostenlos waren)
- subventionierte Betriebs- und Gewerkschafts- Ferienheime, subventionierte private Ferienzimmer
- zinsloser Ehekredit von 7000M, der mit jedem Kind degressiv zurückzuzahlen war, ab dem 3. Kind musste nicht mehr zurückgezahlt werden (so kann man auch dem Bevölkerungsschwund entgegenwirken)


Da gab es schon einiges, was man durchaus hätte aufgreifen können. Das hätte aber zum Ausdruck gebracht, dass es in der DDR durchaus Positives gegeben hat, was aber in die Politik der Delegitimierung á la Kinkel nicht gepasst hat und passt.

Ob man alles so fortführen muss, sei mal dahingestellt. Aber dass es das überhaupt gab, war ja wohl schon beispielhaft. Und es soll wohl Länder in Europa geben, die ihr Sozialsystem in einigen Bereichen ähnlich aufgestellt haben. Da die Kinderkrippe nun auch stückweise im "Westen" eingeführt wird, spricht ja wohl auch Bände, ebenso wie die immer wieder kehrende Diskussion über den Zustand unseres Bildungssystems in deutscher Kleinstaaterei.

Die Rente der DDR mit der der BRD zu vergleichen - na ich weiß nicht, die Lebenshaltungskosten waren ganz anders und auch anders strukturiert. Und selbst hier können wir wohl feststellen, dass Jahr für Jahr seit 1990 eine reale Kürzung der Rente vorgenommen wird.




Also Werner 1990 noch nicht aber heute gibt es in Düsseldorf den Kindergarten kostenlos. Kinderkrippen gibt es so gut wie gar nicht aber das ist gewollt. Meine Frau und ich z.B. legten Wert darauf, dass unsere Kinder in den ersten 3 Jahren bei uns aufwuchsen, weil diese 3 Jahre prägend sind fürs Leben, da wird das sog. Urvertrauen aufgebaut. Da hatten wir überhaupt keine Lust die in irgendwelche Einrichtungen abzuschieben, selbst wenn sie kostenlos sind.
1990 kostete der Kinderknast ( wie mein Jüngster immer sagte) noch Geld. Aber es war nicht so viel ich konnte es bequem bezahlen.
Später Heinrich-Heine-Uni Düsseldorf Studium meiner Kinder fast kostenlos ( ca. 100 DM Studentenwerk/Semester incl 1/2 Jahr Fahrausweis für Verkehrsverbund Rhein Ruhr, das ist mehr als ein Schnäppchenpreis)
Milchversorgung in der Schule gegen geringen Kostenbeitrag war auch installiert, aber mit bääähh Faktor bei den Schülern(lieber Coca Cola)
Hort existierte in den 90er Jahren noch nicht, heute in Form Ogata ( offene Ganztagsschule) Ogata kostenlos, geringer Beitrag für Essen von Apetito, Beitrag gestaffelt nach Einkommen )
Subventionierten Urlaub für Familie gab es ,habe in jungen Jahren mit Fam. in Sontra in Nordhessen mal 14 Tage für kleines Geld Urlaub gemacht. Träger war die AWO ( Arbeiterwohlfahrt ) . Das war aber einkommensabhängig.
Kinderferienlager wurden von Jugendorg. gemacht und organisiert, z.B. die Pfadfinder,z.B. soz. Jugend Deutschlands "die Falken" und andere auch kirchl. Einrichtungen.
Ehedarlehen gab es nicht. Aber z.B. andere Vorzüge. Wir haben gebaut und bekamen öfftl. Baudarlehen in einer nicht unerheblichen Summe, Zins o,5 % , Tilgung 1% über die West LB hier in NRW!

Ich schreibe das alles nicht, um die DDR zu delegitimieren oder deren Leistung aufzurechnen. Ich möchte nur darstellen, dass die alte Bundesrepublik auch einiges an sozialen Leistungen zu bieten hatte und hat und die waren/sind nicht schlecht. Düsseldorf ist nun auch in einer guten finanziellen Lage, weil schuldenfrei. Wir haben excellente OBs gehabt und habe sie noch. Da sieht Berlin z.B. ganz anders aus. Aber die Politiker dieser Stadt, angefangen vom alten Westberlin bis heute, konnten noch nie mit Geld umgehen. Das war schon vor dem Mauerfall ein Fass ohne Boden, dieses Westberlin. Wenn ich z.B. lese, was Berlin für Schulden hat und gleichzeitig plant, dass alte Stadtschloss für sage und schreibe 450 Mio € aufzubauen, da fasse ich mich anden Kopf ob Wowereit und Co noch alle Tassen im Schrank haben.

So, Berliner jetzt könnt ihr mich aber es ist die harte Wahrheit, die ich schrieb.

Gruß Gert


.
All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
John F.Kennedy 1963 in Berlin
Geld ist geprägte Freiheit!
Dostojewski 1866
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
Mahatma Gandhi
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#43

RE: die ddr ging unter und eine lüge nam ihren lauf.

in Das Ende der DDR 14.06.2011 20:04
von Stabsfähnrich | 2.046 Beiträge

Zitat von Gert

Zitat von werner
gert, ich muss mal den Klugscheißermodus anschmeißen:
Gehalt wird in Verwaltungsjobs, Dienstleistung gezahlt, Lohn in der Prod., und ich kenne keine Verwaltung/ Zentrale oder was auch immer, in der es nach Produktivität gehen würde. Ich weiß, dass Deine 3TDM Gehalt nur ein Beispiel sind, aber ich kenne keinen im Anschlussgebiet, der - ohne in Führungsposition zu sein- solche Dimensionen bekommen hätte, selbst 10 Jahre danach war diese Größenordnung für die Masse nicht wirklich die Regel.
Klugscheißermodus aus

Alfred hat Soziales nicht auf die Sozialleistungen reduziert, mal abgesehen davon, dass nach dem Zusammenbruch der DDR die Orientierung an deren Sozialstandards ja weggefallen ist, und im neuen Deutschland auch ziemlich flott angefangen wurde, mit der Axt in die von Dir genannten bestehenden sozialen Leistungen reinzuschlagen. Der Beispielgeber DDR war nicht mehr vorhanden, also freie Fahrt für den Abbau.

Weil Du meinst, es brauchte nichts übernommen werden. Sicher gab es auch im alten Bundesgebiet kein schlechtes Netz an Schulen, Unis, Kindergärten, aber
- Kostenloser!! Kindergarten für jedes Kind?
- kostenlose!! flächendeckende Kinderkrippe, Kinderbetreuung von 06:00Uhr bis 18:00
- kostenloser!! Schulhort bis 16:00Uhr (heute Bestandteil der kostenpflichtigen OGATA)
- kostenloses!! Studium
- Mittagessen in der Schule frisch zubereitet!! für 0,55M (DDR) pro Tag!!, für "Bedürftige" in meiner Erinnerung sogar kostenlos
- Milchversorgung in der Schule (Milch 0,15M, Erdbeermilch 0,20M, Schokomilch 0,35M je 0,25l- Flasche) für "Bedürftige" kostenlos
- einheitliche Krankenversicherung, deren Beiträge direkt vom AG gezahlt wurden, also keine Belastung des Brutto
- kostenlose!! med. Versorgung, keine Zuzahlung bei Krankenhausaufenthalten
- keine Zuzahlung zu verschreibungspflichtigen Medikamenten
- Kinderferienlager (kann mich nicht erinner, ob die sogar kostenlos waren)
- subventionierte Betriebs- und Gewerkschafts- Ferienheime, subventionierte private Ferienzimmer
- zinsloser Ehekredit von 7000M, der mit jedem Kind degressiv zurückzuzahlen war, ab dem 3. Kind musste nicht mehr zurückgezahlt werden (so kann man auch dem Bevölkerungsschwund entgegenwirken)


Da gab es schon einiges, was man durchaus hätte aufgreifen können. Das hätte aber zum Ausdruck gebracht, dass es in der DDR durchaus Positives gegeben hat, was aber in die Politik der Delegitimierung á la Kinkel nicht gepasst hat und passt.

Ob man alles so fortführen muss, sei mal dahingestellt. Aber dass es das überhaupt gab, war ja wohl schon beispielhaft. Und es soll wohl Länder in Europa geben, die ihr Sozialsystem in einigen Bereichen ähnlich aufgestellt haben. Da die Kinderkrippe nun auch stückweise im "Westen" eingeführt wird, spricht ja wohl auch Bände, ebenso wie die immer wieder kehrende Diskussion über den Zustand unseres Bildungssystems in deutscher Kleinstaaterei.

Die Rente der DDR mit der der BRD zu vergleichen - na ich weiß nicht, die Lebenshaltungskosten waren ganz anders und auch anders strukturiert. Und selbst hier können wir wohl feststellen, dass Jahr für Jahr seit 1990 eine reale Kürzung der Rente vorgenommen wird.




Also Werner 1990 noch nicht aber heute gibt es in Düsseldorf den Kindergarten kostenlos. Kinderkrippen gibt es so gut wie gar nicht aber das ist gewollt. Meine Frau und ich z.B. legten Wert darauf, dass unsere Kinder in den ersten 3 Jahren bei uns aufwuchsen, weil diese 3 Jahre prägend sind fürs Leben, da wird das sog. Urvertrauen aufgebaut. Da hatten wir überhaupt keine Lust die in irgendwelche Einrichtungen abzuschieben, selbst wenn sie kostenlos sind.
1990 kostete der Kinderknast ( wie mein Jüngster immer sagte) noch Geld. Aber es war nicht so viel ich konnte es bequem bezahlen.
Später Heinrich-Heine-Uni Düsseldorf Studium meiner Kinder fast kostenlos ( ca. 100 DM Studentenwerk/Semester incl 1/2 Jahr Fahrausweis für Verkehrsverbund Rhein Ruhr, das ist mehr als ein Schnäppchenpreis)
Milchversorgung in der Schule gegen geringen Kostenbeitrag war auch installiert, aber mit bääähh Faktor bei den Schülern(lieber Coca Cola)
Hort existierte in den 90er Jahren noch nicht, heute in Form Ogata ( offene Ganztagsschule) Ogata kostenlos, geringer Beitrag für Essen von Apetito, Beitrag gestaffelt nach Einkommen )
Subventionierten Urlaub für Familie gab es ,habe in jungen Jahren mit Fam. in Sontra in Nordhessen mal 14 Tage für kleines Geld Urlaub gemacht. Träger war die AWO ( Arbeiterwohlfahrt ) . Das war aber einkommensabhängig.
Kinderferienlager wurden von Jugendorg. gemacht und organisiert, z.B. die Pfadfinder,z.B. soz. Jugend Deutschlands "die Falken" und andere auch kirchl. Einrichtungen.
Ehedarlehen gab es nicht. Aber z.B. andere Vorzüge. Wir haben gebaut und bekamen öfftl. Baudarlehen in einer nicht unerheblichen Summe, Zins o,5 % , Tilgung 1% über die West LB hier in NRW!

Ich schreibe das alles nicht, um die DDR zu delegitimieren oder deren Leistung aufzurechnen. Ich möchte nur darstellen, dass die alte Bundesrepublik auch einiges an sozialen Leistungen zu bieten hatte und hat und die waren/sind nicht schlecht. Düsseldorf ist nun auch in einer guten finanziellen Lage, weil schuldenfrei. Wir haben excellente OBs gehabt und habe sie noch. Da sieht Berlin z.B. ganz anders aus. Aber die Politiker dieser Stadt, angefangen vom alten Westberlin bis heute, konnten noch nie mit Geld umgehen. Das war schon vor dem Mauerfall ein Fass ohne Boden, dieses Westberlin. Wenn ich z.B. lese, was Berlin für Schulden hat und gleichzeitig plant, dass alte Stadtschloss für sage und schreibe 450 Mio € aufzubauen, da fasse ich mich anden Kopf ob Wowereit und Co noch alle Tassen im Schrank haben.

So, Berliner jetzt könnt ihr mich aber es ist die harte Wahrheit, die ich schrieb.

Gruß Gert




...............nee Gert, du hast doch Recht mit der Sache Stadtschloss in Berlin und den damit verbundenen Tassen im Schrank einiger Politiker.


Mit freundlichen Grüßen - Chris
www.polizeilada.de
www.grenzradio911.info
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#44

RE: die ddr ging unter und eine lüge nam ihren lauf.

in Das Ende der DDR 14.06.2011 20:24
von EK 82/2 | 2.952 Beiträge

na @gert,dann werde ich mal anfangen als berliner.
interessante darstellung,ich wusste nicht was es damals alles so gab im westteil.wusste aber schon das vieles getan wurde um dem sozialmodus gerecht zu werden was heute nicht mehr nötig ist.
in der ddr dagegen war vieles zu billig und so blieb ein rentner schon mal in einer 3raumwohnung alleine weil er sich die miete ca.90 ostmark warm gut leisten konnte.dadurch war wohnungsmangel für familien und es wurde gebaut ohne ende.auch die fahrpreise oder grundnahrungspreise waren nicht mehr zeitgerecht zum einkauf der rohmittel.
das mit dem stadtschloß ist eines von vielen hirngespinste dieser stadt.der palast muste weg weil er asbestverseucht war,tempelhof steht unter denkmalschutz und das asbestverseuchte objekt wurde mit spritzputz vor etlichen jahren versiegelt,das icc ist auch asbestverseucht wie viele ältere objekte der brd.den sinn begreife ich nicht mit dem schloß,somal berlin genug erhaltene schlößer hat.
manchmal kommt es mir so vor als wenn schlafende politiker nach dem erwachen eine idee auf den tisch knallen und vorgäben lange darüber nachgedacht zu haben.niemand erwägt dann den gedanken das ihnen staat,volk und politik am arm vorbei gehen,hauptsache die diäten und wahlen stimmen wieder.
zumindest habe ich in den letzten jahren nicht erlebt das ein politiker sich wirklich mal den spruch über dem reichstag durchgelesen hat beim betreten.dort steht nicht"alles zum wohle meiner sparbüchse"sondern"zum wohl des DEUTSCHEN volkes".vielleicht sollte man diesen schriftzug langsam mal entfernen,da er sowieso nicht beachtet wird.
gruß EK 82/2


Alles was ich schreibe, ist nur meine Meinung und keine Feststellung.
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#45

RE: die ddr ging unter und eine lüge nam ihren lauf.

in Das Ende der DDR 14.06.2011 20:33
von Huf (gelöscht)
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@werner, ohne Dich persönlich angreifen zu wollen, mir hast Du eine Steilvorlage bezüglich des o.a. unseligen Themas geliefert.

Die von Dir aufgeführten Sozialleistungen in der DDR waren keineswegs kostenlos, sondern kostenfrei für deren Bewohner.
Wie man heute weiß, waren jene Sozialleistungen in der DDR zwar gut für das Image im Vergleich zur BRD, aber daran hat sich die SED heftigst verhoben. Zu diesem Thema gern anderenorts mehr!
Übrigens verfallen "kostenlose" Leistungen erfahrungsgemäß schnell einem inflationärem Wertverlust innerhalb eines Systems, so ist es auch heute.

Dass sehr viele Menschen sog. Verlierer der Vereinigung wurden, ist wahr und auch aus meiner Sicht bedenklich.
An dieser Stelle werden jedoch die überwiegenden Gewinner der Einheit, ehemalige Bürger der DDR, nicht aufgeführt. Insider kennen meine "Lieblingsbevölkerungsgruppe".

Viele haben einfach vergessen, dass die Ereignisse von 1989/1990 und jene Jahre zuvor nicht zu einem alles zerstörendem Inferno einer militärischen Auseinandersetzung zwischen Ost und West geführt haben.

Denn dann wären wir alle, ob Gert, Feliks, wosch oder Du und ich, nicht mehr hier!

Diese Thema ist sehr vielfältig! Übrigens sind finanzielle Probleme nicht gleichzusetzen mit sozialen Problemen!

VG Huf


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#46

RE: die ddr ging unter und eine lüge nam ihren lauf.

in Das Ende der DDR 14.06.2011 20:45
von wosch (gelöscht)
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Zitat von EK 82/2
na @gert,dann werde ich mal anfangen als berliner.
interessante darstellung,ich wusste nicht was es damals alles so gab im westteil.wusste aber schon das vieles getan wurde um dem sozialmodus gerecht zu werden was heute nicht mehr nötig ist.
in der ddr dagegen war vieles zu billig und so blieb ein rentner schon mal in einer 3raumwohnung alleine weil er sich die miete ca.90 ostmark warm gut leisten konnte.dadurch war wohnungsmangel für familien und es wurde gebaut ohne ende.auch die fahrpreise oder grundnahrungspreise waren nicht mehr zeitgerecht zum einkauf der rohmittel.
das mit dem stadtschloß ist eines von vielen hirngespinste dieser stadt.der palast muste weg weil er asbestverseucht war,tempelhof steht unter denkmalschutz und das asbestverseuchte objekt wurde mit spritzputz vor etlichen jahren versiegelt,das icc ist auch asbestverseucht wie viele ältere objekte der brd.den sinn begreife ich nicht mit dem schloß,somal berlin genug erhaltene schlößer hat.
manchmal kommt es mir so vor als wenn schlafende politiker nach dem erwachen eine idee auf den tisch knallen und vorgäben lange darüber nachgedacht zu haben.niemand erwägt dann den gedanken das ihnen staat,volk und politik am arm vorbei gehen,hauptsache die diäten und wahlen stimmen wieder.
zumindest habe ich in den letzten jahren nicht erlebt das ein politiker sich wirklich mal den spruch über dem reichstag durchgelesen hat beim betreten.dort steht nicht"alles zum wohle meiner sparbüchse"sondern"zum wohl des DEUTSCHEN volkes".vielleicht sollte man diesen schriftzug langsam mal entfernen,da er sowieso nicht beachtet wird.
gruß EK 82/2




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Warum hat der Kulturbanause "Wale Wulle" eigentlich das Kulturdenkmal "Preußenschloß" nicht wieder aufbauen lassen anstatt zu sprengen? Es wäre noch genug Substanz vorhanden gewesen. Ich kann mich noch an das kaputte Schloß erinnern und im Nachhinein finde ich es noch immer sehr schade wie in der DDR mit geschichtsträchtiger Bausubstanz umgegangen wurde, Kirchen wurden gesprengt weil sie der "Menschenjagd" (Sorry, ich hätte auch der freien Sicht) im Wege standen schreiben können, ganze Städte ließ man verfallen, aber ein "Palazzo Protzi" der sollte über Alles hinwegtäuschen, man sollte dem "Asbestpalast" nicht mehr nachweinen als der untergegangenen DDR, denn Beides gehört zusammen.
Schönen Gruß aus Kassel.


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#47

RE: die ddr ging unter und eine lüge nam ihren lauf.

in Das Ende der DDR 14.06.2011 20:52
von EK 82/2 | 2.952 Beiträge

naja in der ddr wurde noch gebaut,in der brd nur gepfuscht.sonicenter am potsdammer platz-scheiben fliegen runter.laffayet friedrichstrasse-scheiben fliegen runter.hauptbahnhof berlin-träger fallen ab.uniklinikum aachen gebäude neigt sich.
ich möchte die kiste nicht fortsetzen um keine depris auszulösen.aber würde heute ein fernsehturm gebaut werden würde ich ihn turm der baldigen witwen nennen.
EK 82/2


Alles was ich schreibe, ist nur meine Meinung und keine Feststellung.
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#48

RE: die ddr ging unter und eine lüge nam ihren lauf.

in Das Ende der DDR 14.06.2011 20:53
von Alfred | 6.849 Beiträge

Wosch,

bitte dran denken. In der DDR wurden auch der Berliner Dom, das Schauspielhaus inkl. der Platz , die Semperoper und einiges mehr wieder aufgabaut..

Ich frage mich ab und zu, was man von der DDR alles so forderte. Die DDR sollte anscheinend alles positive haben was es so auf der Welt gibt.


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#49

RE: die ddr ging unter und eine lüge nam ihren lauf.

in Das Ende der DDR 14.06.2011 21:04
von wosch (gelöscht)
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Zitat von Alfred
Wosch,

bitte dran denken. In der DDR wurden auch der Berliner Dom, das Schauspielhaus inkl. der Platz , die Semperoper und einiges mehr wieder aufgabaut..

Ich frage mich ab und zu, was man von der DDR alles so forderte. Die DDR sollte anscheinend alles positive haben was es so auf der Welt gibt.



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Ist schon klar Alfred, aber wie sah es denn nach 1oo Metern hinter diesen pompösen Vorzeigeobjekten aus. Ich kenne Berlin, Dresden, Leipzig, Karl Marx-Stadt und noch einige anderen Städte in denen der Verfall auch Dir nicht entgangen sein dürfte.
Schönen Gruß aus Kassel.


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#50

RE: die ddr ging unter und eine lüge nam ihren lauf.

in Das Ende der DDR 14.06.2011 21:05
von Huf (gelöscht)
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@Alfred, so ungefragt, sage ich mal, bei aller Meinungsverschiedenheit, diese sehr beachtenswerten Leistungen seitens der fleißigen Bauarbeiten, stellt wohl niemand in Frage!
Die DDR hatte sehr viel Positives, keine Frage! und das stellt hier auch niemand zur Disposition!

VG Huf


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#51

RE: die ddr ging unter und eine lüge nam ihren lauf.

in Das Ende der DDR 15.06.2011 00:33
von Manfred B. (gelöscht)
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Zitat von Alfred
Wosch,

bitte dran denken. In der DDR wurden auch der Berliner Dom, das Schauspielhaus inkl. der Platz , die Semperoper und einiges mehr wieder aufgabaut..

Ich frage mich ab und zu, was man von der DDR alles so forderte. Die DDR sollte anscheinend alles positive haben was es so auf der Welt gibt.



Alfred, schlicht und einfach nur eins, zwei Fragen. Woher kam das Geld und warum wollte die DDR die NR.1 weltweit sein ??? Im Fassadenbau bis 10 mtr. bestimmt, in Sachen Sicherheit auch, aber, der bzw. die Wahrheit gegenüber dem eigenen Volk, inkl. Freiheiten hat es doch von "oben" etwas Entscheidens eurer Seits an etwas gefehlt... Das ist Vertrauen, Alfred.

Schön reden ist vorbei, DDR ist vorbei... Alfred, willkommen im 21 Jahrhundert. Lebe Dein heutiges Leben. Heute kannst Du alles an der damaligen Grenze bereisen.... geniesse es in Deinem Alter.


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#52

RE: die ddr ging unter und eine lüge nam ihren lauf.

in Das Ende der DDR 15.06.2011 07:01
von Tobeck | 488 Beiträge

Zitat von Gert
Da sieht Berlin z.B. ganz anders aus. Aber die Politiker dieser Stadt, angefangen vom alten Westberlin bis heute, konnten noch nie mit Geld umgehen. Das war schon vor dem Mauerfall ein Fass ohne Boden, dieses Westberlin. Wenn ich z.B. lese, was Berlin für Schulden hat und gleichzeitig plant, dass alte Stadtschloss für sage und schreibe 450 Mio € aufzubauen, da fasse ich mich anden Kopf ob Wowereit und Co noch alle Tassen im Schrank haben.

So, Berliner jetzt könnt ihr mich aber es ist die harte Wahrheit, die ich schrieb.

Gruß Gert




Können und konnten die Landes-Politiker in (West-)Berlin nicht mit Geld umgehen? Man sollte sich vielleicht einmal mit den historisch-politisch-wirtschaftlichen Entwicklungen und Bedingungen der Stadt und auch in Ostdeutschland auseinandersetzen - damit wären wir auch wieder bei den Ursachen, warum es keine blühenden Landschaften gab. Bis zum zweiten Weltkrieg war Berlin der größte Industriestandort in Deutschland und Hauptsitz von vielen großen Unternehmen und Banken. Hier einmal einige Beispiele:

Sitz von Hauptverwaltungen bzw. Konzernzentralen

Deutsche Bank 1870 bis 1945 Berlin, heute Frankfurt/M.
Commerzbank 1905 bis 1945 Berlin, heute Frankfurt/M.
Dresdner Bank 1884 bis 1945 Berlin, heute Frankfurt/M.
Reichsbank /Bundesbank bis 1945 Berlin, heute Frankfurt/M.
Allianz 1890 bis 1945 Berlin, heute München
Siemens 1847 bis 1949 Berlin, heute München

Wiki-Auszug zu Siemens:

Zitat
Erst 1949, nachdem eine Zerschlagung durch die Alliierten abgewendet worden war, erhielt Siemens wieder eine einheitliche Führung für alle verbliebenen Standorte.
Die Konzernzentrale wurde nach München (Siemens & Halske) und Erlangen (Siemens-Schuckertwerke und Siemens-Reiniger-Werke) verlegt.
Bayern wurde somit zum neuen Zentrum des Konzerns, nachdem die Fabrikationsstandorte in der Sowjetischen Besatzungszone und im Ausland verlorengegangen waren und die historisch angestammten Produktionsstätten in Berlin-Siemensstadt (nun Westberlin) politisch unzuverlässig und auf Grund der Entfernung zu den Absatzmärkten zu unwirtschaftlich wurden.

http://de.wikipedia.org/wiki/Siemens#Geschichte



Halten wir fest: Nach dem zweiten Weltkrieg und der Berlin-Blockade sowie den Einschränkungen durch die Insellage waren die Unternehmenssitze und Produktionsstätten von großen Unternehmen in (West-)Berlin nach Westdeutschland verlagert worden. Wie viele DAX-Konzerne haben heute noch ihren Sitz in Berlin? An den Verwaltungssitzen wird die Gewerbesteuer gezahlt, entstehen hoch bezahlte Arbeitsplätze, die den Kommunen Steuereinnahmen und Kaufkraft bringen. Du kannst das auch im Rest Ostdeutschlands/Mitteldeutschlands fortsetzen:

Audi/Autounion: früher Zwickau, Tschopau, Chemnitz, heute Ingolstadt (Bayern)
Und viele weitere Beispiele. Wie viele Dax-Konzerne haben in Ostdeutschland ihren Sitz?

Den Verlust dieser Arbeitsplätze hat man in West-Berlin durch den Aufbau von Arbeitsplätzen in der Verwaltung und bei Behörden zu ersetzen versucht - finanziert durch den Bund. Auch durch Berlin-Zulagen und Steuervergünstigungen hat man versucht Industrie-Arbeitsplätze in West-Berlin zu halten. Nach der Wiedervereinigung mussten die Arbeitsplätze in den Behörden wegen der gestrichenen Bundeszuschüsse verringert werden. Auch die Zulagen und Steuervergünstigungen fielen weg und damit auch subventionierten Arbeitsplätze. In Ostberlin war das nach der Wende nicht anders - die Arbeitsplätze in subventionierten Betrieben waren vielfach auf dem Weltmarkt nicht konkurrenzfähig und fielen weg. Insgesamt sind nach der Wende in Berlin 300.000 Industriearbeitsplätze verloren gegangen. Das durch diese politisch-historischen Entwicklungen Steuereinnahmen und Kaufkraft weggefallen sind, sollte jedem einleuchten. Das Berlin dadurch nie mit dem Geld auskam und hoch verschuldet ist, ist daher nachzuvollziehen. Ich denke, das hier der Bund für diese Kriegsfolgelasten einstehen sollte - da er Rechtsnachfolger des deutschen Reiches bzw. mit diesem identisch ist. Das es insbesondere aus Süddeutschland immer wieder Stimmen gibt, sich dieser Verantwortung zu entziehen, ist wohl der fehlenden Kenntnis geschuldet.

Von diesem kriegsbedingten Aderlass und dem ineffizienten Wirtschaftssystem hat sich Ostdeutschland und Berlin bis heute nie mehr richtig erholt. Von daher waren die Versprechungen von “blühenden Landschaften” in kurzer Zeit völlig realitätsfern.

Zitat von Gert
Wenn ich z.B. lese, was Berlin für Schulden hat und gleichzeitig plant, dass alte Stadtschloss für sage und schreibe 450 Mio € aufzubauen, da fasse ich mich anden Kopf ob Wowereit und Co noch alle Tassen im Schrank haben.



Das Humboldt-Forum - so der offizielle Name - soll 552 Mio. Euro kosten, davon trägt das Land Berlin keine 6 %. Von Spendern kommen 80 Mio. Euro, der größte Teil kommt vom Bund. Wenn der Bund an Griechenland und andere Staaten zweistellige Milliardenbeträge (eine elfstellige Zahl!) de facto verschenkt, sollte doch für Kultur in Deutschland auch noch ein bisschen übrig bleiben, oder?


zuletzt bearbeitet 15.06.2011 18:32 | nach oben springen

#53

RE: die DDR ging unter und eine Lüge nahm ihren Lauf.

in Das Ende der DDR 15.06.2011 12:07
von linamax | 2.020 Beiträge

D[quote="EK 82/2"]der berühmteste lügner der geschichte.
http://www.youtube.com/watch?v=X9CPfrlJaGM
die aussage"vielen besser" sehe ich mehr auf unternehmer der alten brd und die aussage"niemanden schlechter"ist die größte lüge seit dem es den deutschen staatenbund gibt.

EK 82/2
Da erzählst Du was aus Grimms Märchenbuch ,meine Eltern haben nach der Wende gesagt ,uns geht das erstemal im Leben gut und Si
e haben zwei Diktatoren überlebt .Ich brauche mir nur meine Heimatstadt Dresden nach der Wende und heute anzusehen ,daß sagt alle
alles .Gruß linamax [/quote2/2 V


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#54

RE: die DDR ging unter und eine Lüge nahm ihren Lauf.

in Das Ende der DDR 15.06.2011 12:59
von Pit 59 | 10.152 Beiträge

Ich brauche mir nur meine Heimatstadt Dresden nach der Wende und heute anzusehen ,daß sagt alle@linemax

Nicht nur Dresden,alle Städte und Gemeinden haben sich gewaltig Verändert,und das ist ja nun wirklich nicht zu Übersehen.In weiteren Hundert Jahren DDR hätte es bei weitem nicht so Ausgesehen.


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#55

RE: die DDR ging unter und eine Lüge nahm ihren Lauf.

in Das Ende der DDR 15.06.2011 13:04
von werner | 1.591 Beiträge

So hat halt jeder seine eigene Wahrnehmung und verkürzt entsprechend.

Keine Ahnung, wieviele User hier sind, die zu den Massen gehören, die man durchaus als Verlierer der "Einheit" bezeichnen könnte. Denen ist die schöne Innenstadt von DD aber wahrscheinlich so schnuppe, weil sie damit beschäftigt sind, ihre Familie durchzubringen. Und weil die Innenstädte auf der Basis von Schulden ja so schön geworden ist, haben die Städte und Länder ja auch kein Geld mehr für das Auffangen derer, die durchs Wohlstandsraster gefallen sind.
Ist doch schön, wenn man die aus dem eigenen Horizont ausblenden kann, nicht wahr? Sie sind aber trotzdem da. Und die, die ich kennengelernt habe, haben ganz andere Sorgen, als auf Pump asphaltierte Straßen und sanierte Altbauten und Wahlen, bei denen sie auch nur weiter verlieren.
Nicht jeder in dieser Welt ist in der Lage, sein Schicksal selbst in die Hand zu nehmen, und die sollen nach Lesart einiger hier durchs Rost fallen?


Und irgendwo saßen die ganz anonym die leitenden Hirne, die den ganzen Betrieb koordinierten und die politischen Richtlinien festlegten, nach denen dieses Bruchstück der Vergangenheit aufbewahrt, jenes gefälscht, und ein anderes aus der Welt geschafft wurde.
George Orwell, 1984
zuletzt bearbeitet 15.06.2011 13:05 | nach oben springen

#56

RE: die DDR ging unter und eine Lüge nahm ihren Lauf.

in Das Ende der DDR 15.06.2011 13:19
von glasi | 2.815 Beiträge

Zitat

Zitat von Pit 59
Ich brauche mir nur meine Heimatstadt Dresden nach der Wende und heute anzusehen ,daß sagt alle@linemax

Nicht nur Dresden,alle Städte und Gemeinden haben sich gewaltig Verändert,und das ist ja nun wirklich nicht zu Übersehen.In weiteren Hundert Jahren DDR hätte es bei weitem nicht so Ausgesehen.


du wirst lachen pit. die frage habe ich mir oft gestellt wenn ich in den 80 jahren durch die DDR gefahren bin. obwohl es mir hätte egal sein können.



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#57

RE: die DDR ging unter und eine Lüge nahm ihren Lauf.

in Das Ende der DDR 15.06.2011 13:28
von Pit 59 | 10.152 Beiträge

Werner in der BRD muss Niemand auf der Strasse Leben,warum es einige doch tun Vermag ich nicht zu Beurteilen.Auch muss Niemand in diesem Land Hunger Leiden(Das musste auch Niemand in der DDR,und wer das sagt der Lügt)Das es Verlierer der Einheit gibt will ich nicht Bestreiten,aber auch hier müsste man Wissen Warum und Weshalb.Auch die Jacke mit dem Ausblenden werde ich mir nicht Anziehen,meine Frau z.B. ist Ehrenamtlich bei der hiesigen Tafel am Arbeiten.Dort hier kenne ich die Leute,und bei 90% könnte ich Dir ganz genau sagen warum sie dies in Anspruch nehmen (müssen).Meine Frau macht das in erster Linie wegen der Kinder,diese haben an nichts eine Schuld.Ich hole meine Frau öfters dort ab,und mache so meine Beobachtungen.Da kommen ich sage mal Ehepaare mit 4,5,6 und sogar 7 Kindern raus.Ich wage mir nicht zu Beurteilen ob das alles Wunschkinder sind.
Naja und gestärkt geht es dann nach Hause,und noch eines bringt ja Nochmal Kindergeld.Auch hier kann und darf man nicht alle über einen Kamm scheren,und das werde Ich auch nicht tun,aber manche Tatsachen sprechen für sich.


zuletzt bearbeitet 15.06.2011 13:51 | nach oben springen

#58

RE: die DDR ging unter und eine Lüge nahm ihren Lauf.

in Das Ende der DDR 15.06.2011 14:25
von Gert | 12.354 Beiträge

Zitat von werner
So hat halt jeder seine eigene Wahrnehmung und verkürzt entsprechend.

Keine Ahnung, wieviele User hier sind, die zu den Massen gehören, die man durchaus als Verlierer der "Einheit" bezeichnen könnte. Denen ist die schöne Innenstadt von DD aber wahrscheinlich so schnuppe, weil sie damit beschäftigt sind, ihre Familie durchzubringen. Und weil die Innenstädte auf der Basis von Schulden ja so schön geworden ist, haben die Städte und Länder ja auch kein Geld mehr für das Auffangen derer, die durchs Wohlstandsraster gefallen sind.
Ist doch schön, wenn man die aus dem eigenen Horizont ausblenden kann, nicht wahr? Sie sind aber trotzdem da. Und die, die ich kennengelernt habe, haben ganz andere Sorgen, als auf Pump asphaltierte Straßen und sanierte Altbauten und Wahlen, bei denen sie auch nur weiter verlieren.
Nicht jeder in dieser Welt ist in der Lage, sein Schicksal selbst in die Hand zu nehmen, und die sollen nach Lesart einiger hier durchs Rost fallen?




Werner, mir ist nicht ganz klar wie eine Person aussieht, "die durch den Rost gefallen ist ", Beschreib doch bitte mal eine solche.
Bitte aber bitte nicht die, die auf der Strasse leben. Die wollen das so(ich habe mit solchen mal gesprochen) aber gesellschaftspolitisch ist dieser Zustand nicht nötig, weil es bei uns entsprechende Stützmassnahmen gibt..

Gruß Gert


.
All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
John F.Kennedy 1963 in Berlin
Geld ist geprägte Freiheit!
Dostojewski 1866
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
Mahatma Gandhi
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#59

RE: die DDR ging unter und eine Lüge nahm ihren Lauf.

in Das Ende der DDR 15.06.2011 15:29
von werner | 1.591 Beiträge

Warum Du vorauseilend schon mal die Extrema abklemmen willst, von wegen, die wollen das so, und damit verallgemeinernd alle in einen Topf schmeißt, wirst Du schon wissen. Aber zur Illustration brauchen wir wohl keine solchen Fälle

Gert, Deine Frage verwundert mich, da Du doch an anderer Stelle betont hast, dass Du Dich aus den Medien informierst. Überliest Du solche Beiträge? Hier wird zwar nicht explizit über jemanden aus BRB oder ERZ oder DD gesprochen, das lässt sich aber ohne Probleme übertragen:
http://www.stern.de/politik/deutschland/...ht-1592579.html

Allein die Tatsache, dass besonders in den Großstädten Unternehmen wie :http://www.pewobe.de/ ein Geschäftsmodell entwickelt haben, um "bedürftigen" Familien und Menschen vorübergehend ein betreutes Wohnen zu ermöglichen, zeigt, wie großmaschig der Rost ist.

Daher sehe ich Deine Frage nur als Nebelkerze, aber damit mir hier keiner vorwirft, dass ich Fragen ausweiche - auch wenn diese sich vom Thema wegbewegen: Aus meiner persönlichen Umgebung: Männlich, 48, in Bernburg studiert, bis zum Umbruch in einer GPG, wohnt jetzt in Thüringen. Er ist zwar ein kluger Mensch, aber auf Grund seiner Persönlichkeit nicht in der Lage, sich selbst und sein Können so zu präsentieren, dass er einen adäquaten Job bekommt. Ein guter, qualifizierter Fachmann. Scheidung, Alkohol. Nach langer Arbeitslosigkeit ist er jetzt als Staplerfahrer bei einem Futtermittelhersteller. Die Kohle reicht hinten und vorne nicht, "Hartz4".

Noch eins? Gelernte Einzelhandelskauffrau in Guben, alleinerziehend, 38 Jahre. Auf Grund der tollen Betreuungszeiten in den Kindergärten kann sie noch nicht mal Teilzeit arbeiten, also 400€ und Hartz4. Denn der Arbeitgeber, der sich als einer der TOP Arbeitgeber 2010 feiert, sieht natürlich nicht ein, dass er dieser Frau für die paar Jahre, bis das Kind auch nachmittags allein bleiben kann, passende Arbeitszeiten anbietet. Das sind die Verlierer, die durchs Rost gefallen sind.

In meinen Augen gehören schon die zu den Verlierern, für die der Lohn aus Vollzeitjobs nicht mehr reicht, um das Existenzminimum der Familie zu sichern, die so genannten "Aufstocker", allein dieser Begriff ist das blanke Schönreden einer abartigen Situation.
Es ist doch schon schizophren, dass der Staat stützen muss, somit wir alle mit unseren Steuern und Sozialabgaben, damit einige Unternehmen mit ihren Vorständen in Ihrer Gier Profite maximieren und sich die Taschen maßlos füllen können. Natürlich alles auf rechtstaatlicher Grundlage, denn Mindestlöhne werden ja nach wie vor verweigert.
Von Zeitarbeit hast Du sicher auch schon gehört und was dort so gezahlt wird oder Wachdienst.


Und irgendwo saßen die ganz anonym die leitenden Hirne, die den ganzen Betrieb koordinierten und die politischen Richtlinien festlegten, nach denen dieses Bruchstück der Vergangenheit aufbewahrt, jenes gefälscht, und ein anderes aus der Welt geschafft wurde.
George Orwell, 1984
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#60

RE: die DDR ging unter und eine Lüge nahm ihren Lauf.

in Das Ende der DDR 15.06.2011 15:40
von werner | 1.591 Beiträge

Zitat von Pit 59
Werner in der BRD muss Niemand auf der Strasse Leben,warum es einige doch tun Vermag ich nicht zu Beurteilen.Auch muss Niemand in diesem Land Hunger Leiden(Das musste auch Niemand in der DDR,und wer das sagt der Lügt)Das es Verlierer der Einheit gibt will ich nicht Bestreiten,aber auch hier müsste man Wissen Warum und Weshalb.Auch die Jacke mit dem Ausblenden werde ich mir nicht Anziehen,meine Frau z.B. ist Ehrenamtlich bei der hiesigen Tafel am Arbeiten.Dort hier kenne ich die Leute,und bei 90% könnte ich Dir ganz genau sagen warum sie dies in Anspruch nehmen (müssen).Meine Frau macht das in erster Linie wegen der Kinder,diese haben an nichts eine Schuld.Ich hole meine Frau öfters dort ab,und mache so meine Beobachtungen.Da kommen ich sage mal Ehepaare mit 4,5,6 und sogar 7 Kindern raus.Ich wage mir nicht zu Beurteilen ob das alles Wunschkinder sind.
Naja und gestärkt geht es dann nach Hause,und noch eines bringt ja Nochmal Kindergeld.Auch hier kann und darf man nicht alle über einen Kamm scheren,und das werde Ich auch nicht tun,aber manche Tatsachen sprechen für sich.



Allein die Tatsache, dass es Tafeln gibt in diesem Land und dass Menschen auf Ehrenamtliche angewiesen sind, während ein paar Straßen weiter andere so viel Kohle nach Hause tragen, dass selbst Enkel und Urenkel Schwierigkeiten haben werden, sie zu verprassen, das ist doch das Kaputte. Dass diese Gesellschaft nicht in der Lage ist, solche Randgruppen - die es auch in der DDR gegeben hat - ohne Inanspruchnahme engagierter Menschen wie Deiner Frau mitzuschleppen, das macht nicht nur nachdenklich.

Und da ist doch die Lüge dieses Ex-Kanzlers.


Und irgendwo saßen die ganz anonym die leitenden Hirne, die den ganzen Betrieb koordinierten und die politischen Richtlinien festlegten, nach denen dieses Bruchstück der Vergangenheit aufbewahrt, jenes gefälscht, und ein anderes aus der Welt geschafft wurde.
George Orwell, 1984
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