#1

Gab es Schikanen?

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 30.05.2011 22:14
von Hans55 | 762 Beiträge

Wer kann sich an besondere"Schikanen"aus seinerArmeezeit erinnern?GAK oderGK ! Hans55


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#2

RE: Gab es Schikanen?

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 30.05.2011 23:56
von 94 | 10.792 Beiträge

Gegenfrage, wie definierst Du 'besondere'?
Als ganz junger Ultn. dachte ich mal, es wäre eine gute Idee dem Alten die Kompanie ohne 'besondere' Vorkommnissen zur Lage zu melden. Naja, irgendwie grinsten sich die Buckel alle halbschief noch bevor dessen Gegenfrage kam, 'Na dann berichten sie mal von den normalen Vorkommnissen!' War vermutlich NICHT der erste, der in diese Falle tappte, na egal ...
Liegt es nicht an jedem selbst, wieviel Schikane man zuläßt? Man muß es ja nicht gleich wie der Krüger aus'm NVA-Film 'bis Anschlag durchziehen' ... http://www.youtube.com/watch?v=0-V4Dccrw...etailpage#t=57s

P.S. Bei den hier teilweise nicht (?) beleibten Österreichern sieht eine Spindkontrolle übrigens so aus ... http://www.youtube.com/user/weedandy


Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


zuletzt bearbeitet 31.05.2011 00:05 | nach oben springen

#3

RE: Gab es Schikanen?

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 31.05.2011 00:01
von utkieker | 2.913 Beiträge

Eine besondere Schikane war der Haarschnitt nach DV 010/003
Hierzu eine kleine Anekdote: "Es war ein sonniger Frühlingstag, mit meinen zugewiesenen Posten schritten wir den K6 am Kolonnenweg ab. Die Bekleidung etwas lässig, die Kalaschnikow am langen Riemen und das Käppi auf halb Acht so zogen wir auf Streife. Schon bald näherte sich ein Fahrzeug des BGS unserer Streife, die BGS Beamten entstiegen dem Fahrzeug und liefen nun paralell mit uns mit. Man winkte kurz rüber, nahm die Dienstgradabzeichen wahr polizeiliches Kennzeichen etc pp... und latschte weiter, der BGS folgte uns auf der anderen Seite der Grenze plötzlich rief einer der Beamten: "Eh ihr müßt mal wieder zum Friseur"....
....Nach der Schicht (wir hatten Frühschicht), musterte mich der KC, "Genosse Unteroffizier", sagte der KC, "sie müssen unbedingt mal wieder zum Friseur". "Genosse Major", erwiederte ich, "daß hat mir heut morgen schon der BGS gesagt". Hatte der "Alte" einen heißen Draht nach drüben?"

Gruß Hartmut!


"Die Vergangenheit zu verbieten macht sie nicht ungeschehen, nicht einmal wenn man versucht sie selbst in sich zu verdrängen"
(Anja-Andrea 1959 - 2014)
zuletzt bearbeitet 31.05.2011 00:02 | nach oben springen

#4

RE: Gab es Schikanen?

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 31.05.2011 00:36
von Weichmolch (gelöscht)
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An dieser Stelle sollten wir uns auch, weidlich, darüber unterhalten, was als Schikane zu bezeichnen ist. Ich sehe da eine große Bandbreite.
Im weiteren möchte ich in die langanhaltende Diskussion den Begriff der "illegalen Bestrafung" einführen.

Eines betone ich, solche Erscheinungen, wie auch immer geartet und bezeichnet, liegen im System Militär. Sie geschehen unabhängig von Zeit und Ort in allen militärschen und paramilitärischen Verbänden und Formationen.

Ob dort nun besonders ausgeprägt, oder vergleichbar mit den "Gepflogenheiten" an kirchlichen Mädchenpensionaten, das wäre wohl das Thema der Rehabilitations-Dissertation des ehemaligen Bundesministers der Verteidigung.

Weichmolch


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#5

RE: Gab es Schikanen?

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 31.05.2011 01:26
von WernerHolt (gelöscht)
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Zitat
Ob dort nun besonders ausgeprägt, oder vergleichbar mit den "Gepflogenheiten" an kirchlichen Mädchenpensionaten, das wäre wohl das Thema der Rehabilitations-Dissertation des ehemaligen Bundesministers der Verteidigung.





wie , wo was ?

@ weichmolch


sowas machen doch ehemalige VMs nicht....................................................



lg


zuletzt bearbeitet 31.05.2011 01:31 | nach oben springen

#6

RE: Gab es Schikanen?

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 31.05.2011 09:50
von wosch (gelöscht)
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Zitat von Weichmolch
An dieser Stelle sollten wir uns auch, weidlich, darüber unterhalten, was als Schikane zu bezeichnen ist. Ich sehe da eine große Bandbreite.
Im weiteren möchte ich in die langanhaltende Diskussion den Begriff der "illegalen Bestrafung" einführen.

Eines betone ich, solche Erscheinungen, wie auch immer geartet und bezeichnet, liegen im System Militär. Sie geschehen unabhängig von Zeit und Ort in allen militärschen und paramilitärischen Verbänden und Formationen.

Ob dort nun besonders ausgeprägt, oder vergleichbar mit den "Gepflogenheiten" an kirchlichen Mädchenpensionaten, das wäre wohl das Thema der Rehabilitations-Dissertation des ehemaligen Bundesministers der Verteidigung.

Weichmolch




..................................................................................................................................

Ja Jürgen, dem von mir Rot hervorgehobenen könnte ich mich vorbehaltslos anschließen, allerdings beziehst du dich ja nur auf den militärischen Bereich, somit würde ja alles Andere wieder OT, schade eigentlich.
Schönen Gruß aus Kassel.

PS: auch Dein zweiter Satz dürfte zum Nachdenken anregen.


zuletzt bearbeitet 31.05.2011 09:52 | nach oben springen

#7

RE: Gab es Schikanen?

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 31.05.2011 13:26
von Gohrbi | 566 Beiträge

Zitat von Weichmolch
An dieser Stelle sollten wir uns auch, weidlich, darüber unterhalten, was als Schikane zu bezeichnen ist. Ich sehe da eine große Bandbreite.

Weichmolch



Wo hört Spaß auf und fängt Schikane an? Auch bei den LSK/LV waren die Schikanen an der Tagesordnung und die Ziele durch alle Dgrd.Gruppen verteilt. Es war zum Beispiel üblich am Ende des Uffz-Lehrganges alle Bereiche von den nun Uffzen noch einmal gründlich reinigen zu lassen. (P-3; Bohnerwachs; Lösungsmittel und jede Menge ATA)
Es kam alles aus dem Zimmer auf die Flure und dann wurde mit der Stahlhelmkante der Bohnerwachs der letzten 31 großen Stuben- und Reviereinigungen entfernt, bis der braune Fußboden fleckenlos war.

Ist das schon Schikane?


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#8

RE: Gab es Schikanen?

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 31.05.2011 15:15
von Polter (gelöscht)
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Als jemand, der das Militärleben nur aus Erzählungen kennt, ist es nicht einfach Notwendigkeiten, Schikanen, Quälereien oder Folterungen einzuordnen.
Schikanen wären für mich z.B. wecken mit Trillerpfeife oder schlafen auf Befehl. Quälerei ist für mich eine sportliche Betätigung, wie der
Hindernislauf mit Stahlhelm und Gewehr. Folterungen bezeichne ich das Knallen beim Schießen.
Aber lustig würde ich folgende Befehle finden: Augen rechts! da soll der Kopp nach rechts gerissen werden, daß der Rotz dem Nachbarn um die Backe fliegt! Oder: ohne Tritt maaarsch! wie funktioniert das denn ? Den Vordermann wollte man doch ohnehin nicht treten. Prima ist, wenn auf der Stelle marschiert werden soll. Wonach wird hier gemessen? Kilometer oder Zeit ?
Wie Soldat Schwejk, ich hätte es wohl nie kapiert und hätte ewig zu leiden gehabt.


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#9

RE: Gab es Schikanen?

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 31.05.2011 15:18
von Pitti53 | 8.785 Beiträge

Zitat von Polter
Als jemand, der das Militärleben nur aus Erzählungen kennt, ist es nicht einfach Notwendigkeiten, Schikanen, Quälereien oder Folterungen einzuordnen.
Schikanen wären für mich z.B. wecken mit Trillerpfeife oder schlafen auf Befehl. Quälerei ist für mich eine sportliche Betätigung, wie der
Hindernislauf mit Stahlhelm und Gewehr. Folterungen bezeichne ich das Knallen beim Schießen.
Aber lustig würde ich folgende Befehle finden: Augen rechts! da soll der Kopp nach rechts gerissen werden, daß der Rotz dem Nachbarn um die Backe fliegt! Oder: ohne Tritt maaarsch! wie funktioniert das denn ? Den Vordermann wollte man doch ohnehin nicht treten. Prima ist, wenn auf der Stelle marschiert werden soll. Wonach wird hier gemessen? Kilometer oder Zeit ?
Wie Soldat Schwejk, ich hätte es wohl nie kapiert und hätte ewig zu leiden gehabt.


dunkel ist der Rede Sinn....für einen "Nichtmilitär" haste aber ganz schön Ahnung


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#10

RE: Gab es Schikanen?

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 31.05.2011 15:25
von Polter (gelöscht)
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Zitat von Pitti53

Zitat von Polter
Als jemand, der das Militärleben nur aus Erzählungen kennt, ist es nicht einfach Notwendigkeiten, Schikanen, Quälereien oder Folterungen einzuordnen.
Schikanen wären für mich z.B. wecken mit Trillerpfeife oder schlafen auf Befehl. Quälerei ist für mich eine sportliche Betätigung, wie der
Hindernislauf mit Stahlhelm und Gewehr. Folterungen bezeichne ich das Knallen beim Schießen.
Aber lustig würde ich folgende Befehle finden: Augen rechts! da soll der Kopp nach rechts gerissen werden, daß der Rotz dem Nachbarn um die Backe fliegt! Oder: ohne Tritt maaarsch! wie funktioniert das denn ? Den Vordermann wollte man doch ohnehin nicht treten. Prima ist, wenn auf der Stelle marschiert werden soll. Wonach wird hier gemessen? Kilometer oder Zeit ?
Wie Soldat Schwejk, ich hätte es wohl nie kapiert und hätte ewig zu leiden gehabt.


dunkel ist der Rede Sinn....für einen "Nichtmilitär" haste aber ganz schön Ahnung




Ich hab ständig Weiterbildung - 1x in der Woche - am Stammtisch ! Wenns mehr wird, dann bitte ich um Anerkennung! Für eine Unterstellung einer Volksbrigadedivision und Schwejk als Adjutant reichts dann.


zuletzt bearbeitet 31.05.2011 15:30 | nach oben springen

#11

RE: Gab es Schikanen?

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 31.05.2011 15:27
von exgakl | 7.223 Beiträge

da kann man mal sehen, das unser Forum auch Ungedienten der Weiterbildung dienen kann


Man sollte niemanden mit Tatsachen verwirren, der sich seine Meinung schon gebildet hat....
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#12

RE: Gab es Schikanen?

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 31.05.2011 18:17
von Thomas-Porta | 55 Beiträge

Möchte nicht in Definitionen verfallen, sondern meine Eindrücke wiedergeben...
Die Tätlichkeiten wie "Musikbox, Schildkröte, Ungewaschene mit Schrubber abbürsten oder anderes kenne ich nur vom erzählen ... nicht erlebt...
Speziell am Wochenende gab es die übliche Rangordnung EK`s tragen "Verantwortung, Vize überbringen und die Dachse spuren und machen die Arbeit.....wer meckert bekommt zusätzliche Reviere-Waschraum, Toilette, Außenrevier-diese Rangordnung -auch ohne Offiziere und Uffz-funktionierte einfach in der Kompanie...
Der Vizeschlag-Kombi Weiss lang mit Tragegestell und Lederkoppel, Kerze in die Hand und Stahlhelm auf dem Kopf-denn es gab mit dem umgekehrtem Hocker den Vizeschlag auf den Stahlhelm-danach trinken...war eher lustig als schikanös...
Gruß aus Porta
Thomas


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#13

RE: Gab es Schikanen?

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 31.05.2011 19:19
von 94 | 10.792 Beiträge

Doch, eine Schikane im GK-Alltag (oder besser gesagt Allnacht) fällt mir jetzt doch wieder ein ...
Probewecken *nicht_grins* Vielleicht haben ja einige Betroffene hierzu was zu erzählen *horch*

P.S. Achso, Schildkröte hat bei uns mal ein Gefreiter freiwillig gemacht, die Treppe runter. Vier Stahlhelme jeweils an Knien und Ellenbogen und zu seinem Glück einen fünften auf'm Kopf. Er wollte halt mal wissen wie das so ist ein paar Tage vor seinem Heimgang.


Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


zuletzt bearbeitet 31.05.2011 19:29 | nach oben springen

#14

RE: Gab es Schikanen?

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 31.05.2011 19:40
von Pitti63 | 39 Beiträge

Hallo Resis und Ungediente,
für mich haben diese sogenannten Schiekanen einfach dazugehört. Es war doch irgendwie jeder mal drann. Und geschadet hat es bestimmt keinem. Schiekane für mich war es wenn ich im Dömitzer Hafen auf dem Ponton bei -15 Grad sitzen muste und auf Anfrage einen Kontrollgang zum Tor machen zu dürfen um sich etwas aufzuwärmenund vom Bock nur ein nein kam. Oder innerhalb der Hundetrasse Kontrolle zu laufen.
Gruß Pitti63


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#15

RE: Gab es Schikanen?

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 31.05.2011 20:14
von don71 (gelöscht)
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GAR 39 ,1GAK Spint umwerfen beim Stubendurchgang. Jürgen


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#16

RE: Gab es Schikanen?

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 31.05.2011 21:37
von skbw | 216 Beiträge

OHS Plauen

"Parteimitglieder einrücken zur Mitgliederversammlung, Nichtparteimitglieder raustreten zum Stuben- und Revierreinigen !"

bis bald, skbw


" Man kann nur zu einer eigenen Meinung gelangen, wenn man offen sein kann und sich auch irren darf. "

Maxie Wander
zuletzt bearbeitet 31.05.2011 21:40 | nach oben springen

#17

RE: Gab es Schikanen?

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 31.05.2011 22:39
von Pitti53 | 8.785 Beiträge

Zitat von skbw
OHS Plauen

"Parteimitglieder einrücken zur Mitgliederversammlung, Nichtparteimitglieder raustreten zum Stuben- und Revierreinigen !"

bis bald, skbw



da haben an der OHS aber seehr wenige gereinigt


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#18

RE: Gab es Schikanen?

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 31.05.2011 23:55
von Rostocker | 7.716 Beiträge

Zitat von Hans55
Wer kann sich an besondere"Schikanen"aus seinerArmeezeit erinnern?GAK oderGK ! Hans55



Warum erweitern wir nicht das Thema und beziehen die BW oder andere Armeen nicht mit ein--wie nur das GAK oder die GK. Oder glaubt man,wo anders geht es demokratisch zu--bei den Soldaten--also der Soldat ist ein Mittel zum Zweck und Schickanen --ja was versteht man darunter?


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#19

RE: Gab es Schikanen?

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 01.06.2011 00:49
von S51 | 3.733 Beiträge

Als Schikane habe ich es in der Uffz-Schule immer empfunden, dass nach einem VKU oder den Ausgangstagen die ersten zwei Stunden am Morgen danach Sport angesagt war. Dauerlauf mit Brummschädel....


GK Nord, GR 20, 7. GK
VPI B-Lbg. K III


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#20

RE: Gab es Schikanen?

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 12.06.2011 14:52
von Greso | 2.377 Beiträge

In der Ausbildung,fragten die Ausbilder,wer spielt Geige,wer Gitarre und Klavier...Da meldeten sich einige und gingen zum Kohleschippen.


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