#1

Polizeigewalt beim Castor Transport Dannenberg 2010

in Presse Artikel Grenze 30.05.2011 18:51
von Angelo | 12.397 Beiträge

Vielleicht hat es auch jemand von euch gestern auf Pro7 gesehen. Die Polizeigewalt gegen die Demonstranten beim Castor Transport 2010
Irgendwie erinnert mich das auch ein bisschen an.......Staatsmacht......Sperrzone....und und und.....Die Bundespolizei hat jeden daran gehindert die 50 Meter Zone rund um das Bahngleis zu betreten.....zu Not auch mit dem Schlagstock....und einem Flasche Pfefferspray so groß wie ein kleiner Feuerlöscher....ich war echt geschockt....das es da doch so ab gegangen ist......


zuletzt bearbeitet 30.05.2011 18:52 | nach oben springen

#2

RE: Polizeigewalt beim Castor Transport Dannenberg 2010

in Presse Artikel Grenze 30.05.2011 19:13
von wosch (gelöscht)
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Zitat von Angelo
Vielleicht hat es auch jemand von euch gestern auf Pro7 gesehen. Die Polizeigewalt gegen die Demonstranten beim Castor Transport 2010
Irgendwie erinnert mich das auch ein bisschen an.......Staatsmacht......Sperrzone....und und und.....Die Bundespolizei hat jeden daran gehindert die 50 Meter Zone rund um das Bahngleis zu betreten.....zu Not auch mit dem Schlagstock....und einem Flasche Pfefferspray so groß wie ein kleiner Feuerlöscher....ich war echt geschockt....das es da doch so ab gegangen ist......




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Nein Angelo, ich habe die Sendung auf Pro7 leider nicht gesehen. Geschockt hätte sie mich bestimmt auch, denn ich bin im Grunde genommen immer ein Gegner von Gewalt, die ja eigentlich nur einen Mißbrauch eigener Macht darstellt und dabei muß es sich nicht unbedingt immer um den Gebrauch eines Schlagstockes handeln, manchmal genügt auch der Hinweis mit dem erhobenen Zeigefinger und die damit verbundene Unterdrückung von Widerstand.
Schönen Gruß aus Kassel.


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#3

RE: Polizeigewalt beim Castor Transport Dannenberg 2010

in Presse Artikel Grenze 30.05.2011 19:34
von Huf (gelöscht)
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Da ich die unmittelbare Nähe des berüchtigten Ereignisortes kenne und auch die tatsächlichen Einwohner des Wendlandes natürlich nur personenbezogen kennengelernt habe, sehe ich die in den Medien dargestellten Vorgänge aus einem anderen Blickwinkel.
Krawall-Tourismus und Randale auf der Koppel ausgelebt. Und das als Massenprotest darzustellen, ich kann nur den Kopf schütteln!

Ausdrücklich möchte ich betonen, dass ich mit meiner Aussage nicht den weit verbreiteten friedlichen Protest vieler Menschen gegen Atomkraft per se diskreditieren möchte!

Aber die Ereignisse der letzten Jahre um Gorleben herum sollte man ehrlich diskutieren!

VG Huf


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#4

RE: Polizeigewalt beim Castor Transport Dannenberg 2010

in Presse Artikel Grenze 30.05.2011 19:42
von eisenringtheo | 9.188 Beiträge

Schlimme Bilder. Aber was soll die Polizei denn sonst tun? Sie muss das Recht durchsetzen...
Theo


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#5

RE: Polizeigewalt beim Castor Transport Dannenberg 2010

in Presse Artikel Grenze 30.05.2011 19:55
von Huf (gelöscht)
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@Theo, hier geht es in Wirklichkeit nicht um unsere Polizei, vielmehr um die Protest-Leute, die meisten jedenfalls.
Und um die Vorgänge drum herum.
Und um die Wahrnehmung des Demonstrationsrechtes an sich unter den bestehenden freiheitlichen Bedingungen und vor allem um den Missbrauch dieses grundgesetzlich verbrieften Grundrechtes!

Damit können wir gern das Sommerloch in diesem Forum ausfüllen!

Also los!

VG Huf


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#6

RE: Polizeigewalt beim Castor Transport Dannenberg 2010

in Presse Artikel Grenze 30.05.2011 20:02
von skbw | 216 Beiträge

ich finde es verwerflich, daß hier, m.M. nach, das Demonstrationsrecht mißbraucht wird. Wenn versucht wird die Gleise zu beschädigen und somit einen Weiterfahrt zu verhindern, dann nimmt man auch größere Gefahren für den Transport in Kauf. Dieses zu verhindern ist die Aufgabe der Beamten. Friedlicher Protest sieht für mich anders aus. Über Sinn oder Unsinn eines solchen Transportes kann man unterschiedlicher Meinung sein, aber über die notwendige Sicherheit eines Transportes sollte es meiner Meinung nach keine unterschiedlichen Ansichten geben.

bis bald, skbw


" Man kann nur zu einer eigenen Meinung gelangen, wenn man offen sein kann und sich auch irren darf. "

Maxie Wander
zuletzt bearbeitet 30.05.2011 20:11 | nach oben springen

#7

RE: Polizeigewalt beim Castor Transport Dannenberg 2010

in Presse Artikel Grenze 30.05.2011 20:21
von Stabsfähnrich | 2.046 Beiträge

ja ja............die böse böse Bundespolizei. Tatort war die eingleisige Bahnstrecke zur Verladestation Dannenberg. Es erfolgte durch ca. 70 Demonstranten eine Gleisblockade sowie die Aktion "Schotterung". Bei letzterem werden aus dem Gleisoberbau die Schottersteine entnommen, mit dem Ziel ein Instabilität und somit nicht Befahrbarkeit der betreffenden Bahnstrecke zu erreichen.
Neben diesen an sich noch "harmlosen" Aktionen, wurden massiv Signal- und Sicherungseinrichtungen beschädigt, Hindernisse im Regellichtraum der Bahn errichtet, Brandstiftung verübt usw. Vor Beginn der Räumung erfolgte neben der dreimaligen Aufforderung (Voraussetzung zur Durchsetzung des Platzverweis) den Gleiskörper zu verlassen auch eine zusätzliche Belehrung der Störer. Bereits im Vorfeld der Durchsetzung der Platzverweise, kam es zu mehreren Odnungswidrigkeiten (§64 EBO), aktiven Widerstandshandlungen gegen Vollstreckungsbeamte, gefährlichen Körperverletzungen, Landfriedensbruch sowie gefährlichen Eingriff in den Bahnverkehr. Bei den eingesetzten Polizeibeamten (nicht nur BPOL) gab es mehrere teilweise schwer Verletzte durch Bewurf mit Gegenständen und auch mit Flaschen welche Brandbeschleuniger enthielten. Die Durchsetzung eines Platzverweis mit Mitteln des unmittelbaren Zwangs ist legitim. Der Einsatz von Reizstoffen ist gleichfalls durch das UzwG legitimiert. Das Recht auf friedliche Versammlung unter freiem Himmel wurde solange nicht behindert oder eingeschränkt, sofern sich die Proteste ausserhalb der 50 Meter Sperrzone vollzogen. Die Auflösung der Sitzblockade auf den Gleise erfolgte durch Einsatzkräfte der Landespolizei (Zuständigkeit) die Beseitigung von Störungen im Bereich der Bahn, erfolgte durch Einsatzkräfte der BPOL. Es ist unbestritten, dass es zumindest einen dokumentierten Übergriff eines Polizeibeamten gab, welcher über die Kette der Absperrkräfte hinweg, mit seiner Sanitätstasche auf Demonstranten einschlug. Irgendwo gibt es bei YouTube.de dazu ein Video.


Mit freundlichen Grüßen - Chris
www.polizeilada.de
www.grenzradio911.info
zuletzt bearbeitet 30.05.2011 20:27 | nach oben springen

#8

RE: Polizeigewalt beim Castor Transport Dannenberg 2010

in Presse Artikel Grenze 30.05.2011 20:32
von Polter (gelöscht)
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Zitat von Stabsfähnrich
ja ja............die böse böse Bundespolizei. Tatort war die eingleisige Bahnstrecke zur Verladestation Dannenberg. Es erfolgte durch ca. 70 Demonstranten eine Gleisblockade sowie die Aktion "Schotterung". Bei letzterem werden aus dem Gleisoberbau die Schottersteine entnommen, mit dem Ziel ein Instabilität und somit nicht Befahrbarkeit der betreffenden Bahnstrecke zu erreichen.
Neben diesen an sich noch "harmlosen" Aktionen, wurden massiv Signal- und Sicherungseinrichtungen beschädigt, Hindernisse im Regellichtraum der Bahn errichtet, Brandstiftung verübt usw. Vor Beginn der Räumung erfolgte neben der dreimaligen Aufforderung (Voraussetzung zur Durchsetzung des Platzverweis) den Gleiskörper zu verlassen auch eine zusätzliche Belehrung der Störer. Bereits im Vorfeld der Durchsetzung der Platzverweise, kam es zu mehreren Odnungswidrigkeiten (§64 EBO), aktiven Widerstandshandlungen gegen Vollstreckungsbeamte, gefährlichen Körperverletzungen, Landfriedensbruch sowie gefährlichen Eingriff in den Bahnverkehr. Bei den eingesetzten Polizeibeamten (nicht nur BPOL) gab es mehrere teilweise schwer Verletzte durch Bewurf mit Gegenständen und auch mit Flaschen welche Brandbeschleuniger enthielten. Die Durchsetzung eines Platzverweis mit Mitteln des unmittelbaren Zwangs ist legitim. Der Einsatz von Reizstoffen ist gleichfalls durch das UzwG legitimiert. Das Recht auf friedliche Versammlung unter freiem Himmel wurde solange nicht behindert oder eingeschränkt, sofern sich die Proteste ausserhalb der 50 Meter Sperrzone vollzogen. Die Auflösung der Sitzblockade auf den Gleise erfolgte durch Einsatzkräfte der Landespolizei (Zuständigkeit) die Beseitigung von Störungen im Bereich der Bahn, erfolgte durch Einsatzkräfte der BPOL. Es ist unbestritten, dass es zumindest einen dokumentierten Übergriff eines Polizeibeamten gab, welcher über die Kette der Absperrkräfte hinweg, mit seiner Sanitätstasche auf Demonstranten einschlug. Irgendwo gibt es bei YouTube.de dazu ein Video.



Nun ja... die Bundespolizei übt ja schon seit Jahren bei jedem Castortransport.
Solche Chancen hatte ja die Ostpolizei 1989 nicht. Nach ein paar Einsätzen ist ein ganzer Staat zerbrochen. Ich will damit sagen, daß
das Polizeiprozedere genau kalkuliert werden muß.


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#9

RE: Polizeigewalt beim Castor Transport Dannenberg 2010

in Presse Artikel Grenze 30.05.2011 21:01
von Huf (gelöscht)
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Einspruch, @Polter!

Nicht die Wahl der Mittel der Polizei sind in jenen Einsätzen das Maß der Dinge gewesen, sondern, die bewusste Überschreitung sehr weit gefasster rechtsstaatlicher Gebote von einigen, einschlägigen Demonstrationsgruppen!
Und genau darum geht ja die ganze Diskussion!
sbkw hat es ziemlich genau formuliert, weiter so, Leute, dann kommen wir auch auf den Punkt!

VG Huf


zuletzt bearbeitet 30.05.2011 21:02 | nach oben springen

#10

RE: Polizeigewalt beim Castor Transport Dannenberg 2010

in Presse Artikel Grenze 30.05.2011 21:18
von Huf (gelöscht)
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Korrektur skbw.
Verzeihung!


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#11

RE: Polizeigewalt beim Castor Transport Dannenberg 2010

in Presse Artikel Grenze 31.05.2011 07:59
von Polter (gelöscht)
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Einspruch abgelehnt!

Schau bitte in die Geschichte! Proteste, egal in welchem Erdteil und egal aus welchem Anlaß, sind bzw. können immer der Zündfunke
für Gewalt und auch für soziale Veränderungen sein.
Letztendlich gab und wird es immer die sogenannten Trittbrettfahrer geben. Jeder Unfall, jede Katastrophe und auch leider jeder Protest
wird zum Event. Endlich mal was los.


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#12

RE: Polizeigewalt beim Castor Transport Dannenberg 2010

in Presse Artikel Grenze 31.05.2011 08:34
von EK 82/2 | 2.952 Beiträge

Zitat von Stabsfähnrich
ja ja............die böse böse Bundespolizei. Tatort war die eingleisige Bahnstrecke zur Verladestation Dannenberg. Es erfolgte durch ca. 70 Demonstranten eine Gleisblockade sowie die Aktion "Schotterung". Bei letzterem werden aus dem Gleisoberbau die Schottersteine entnommen, mit dem Ziel ein Instabilität und somit nicht Befahrbarkeit der betreffenden Bahnstrecke zu erreichen.
Neben diesen an sich noch "harmlosen" Aktionen, wurden massiv Signal- und Sicherungseinrichtungen beschädigt, Hindernisse im Regellichtraum der Bahn errichtet, Brandstiftung verübt usw. Vor Beginn der Räumung erfolgte neben der dreimaligen Aufforderung (Voraussetzung zur Durchsetzung des Platzverweis) den Gleiskörper zu verlassen auch eine zusätzliche Belehrung der Störer. Bereits im Vorfeld der Durchsetzung der Platzverweise, kam es zu mehreren Odnungswidrigkeiten (§64 EBO), aktiven Widerstandshandlungen gegen Vollstreckungsbeamte, gefährlichen Körperverletzungen, Landfriedensbruch sowie gefährlichen Eingriff in den Bahnverkehr. Bei den eingesetzten Polizeibeamten (nicht nur BPOL) gab es mehrere teilweise schwer Verletzte durch Bewurf mit Gegenständen und auch mit Flaschen welche Brandbeschleuniger enthielten. Die Durchsetzung eines Platzverweis mit Mitteln des unmittelbaren Zwangs ist legitim. Der Einsatz von Reizstoffen ist gleichfalls durch das UzwG legitimiert. Das Recht auf friedliche Versammlung unter freiem Himmel wurde solange nicht behindert oder eingeschränkt, sofern sich die Proteste ausserhalb der 50 Meter Sperrzone vollzogen. Die Auflösung der Sitzblockade auf den Gleise erfolgte durch Einsatzkräfte der Landespolizei (Zuständigkeit) die Beseitigung von Störungen im Bereich der Bahn, erfolgte durch Einsatzkräfte der BPOL. Es ist unbestritten, dass es zumindest einen dokumentierten Übergriff eines Polizeibeamten gab, welcher über die Kette der Absperrkräfte hinweg, mit seiner Sanitätstasche auf Demonstranten einschlug. Irgendwo gibt es bei YouTube.de dazu ein Video.



chris hat meine volle zustimmung.
hinzufügen möchte ich noch das die absperrung auch dem schutz der demonstranten dient.so wie ich auch zum sperrgebiet der grenze stehe,sehe ich diese sperrzone genauso an.da kann es kein"noch einen meter"geben.bis hier hin und nicht weiter,danach ist schluß mit lustig.man stelle sich vor das eine untergrabung der gleise nicht gefunden wird und einige stunden später rollt ein personenzug darüber.leider zerstören solcher randalistischen verbrecher immer das gesamtbild und den sinn einer friedlichen masse von demonstranten.

gruß EK 82/2


Alles was ich schreibe, ist nur meine Meinung und keine Feststellung.
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