#1

Horst S., erstes Opfer der Selbstschussanlagen

in DDR Politik Presse 27.05.2011 11:32
von Angelo | 12.396 Beiträge

Die Angst reichte für etwa 90 Meter. So weit lief Horst S. am drittletzten Tag des Jahres 1971 am Sperrzaun der innerdeutschen Grenze im Norden Sachsen-Anhalts entlang. Ihn schreckten die seltsamen hellen Metalltrichter ab, die am Zaun aus scharfem Streckmetall hingen. Er wusste nicht, was das war – gefährlich aber schienen die mit Spanndrähten verbundenen Geräte zu sein. Nach 90 Metern traute sich der 28-Jährige dann doch.

Diesen Artikel hier weiter lesen
http://www.welt.de/kultur/history/articl...ussanlagen.html


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#2

RE: Horst S., erstes Opfer der Selbstschussanlagen

in DDR Politik Presse 27.05.2011 13:13
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von Angelo
Die Angst reichte für etwa 90 Meter. So weit lief Horst S. am drittletzten Tag des Jahres 1971 am Sperrzaun der innerdeutschen Grenze im Norden Sachsen-Anhalts entlang. Ihn schreckten die seltsamen hellen Metalltrichter ab, die am Zaun aus scharfem Streckmetall hingen. Er wusste nicht, was das war – gefährlich aber schienen die mit Spanndrähten verbundenen Geräte zu sein. Nach 90 Metern traute sich der 28-Jährige dann doch.

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http://www.welt.de/kultur/history/articl...ussanlagen.html



Wenn man dem Link folgt,steht dort etwas über Hans-Friedrich Frank ,der am 17.01.1973 bei Jeetzel getötet wurde.
Eigentlich befand sich die Ortschaft Blütlingen und Wustrow noch vor dem genannten Ort.
Auch erstaunlich,hatte ich bis heute nie was von einer Ortschaft Jeetzel gehört,obwohl ich genau an der Stelle wo H.-F. Frank getötet wurde, oft am Zaun stand.
Dachte es wäre eine Verwechslung mit dem Fluss Jeetze.
Dieser querte genau am genannten Punkt die ehem.Grenze.
Dort befand sich auch ein Gassentor im GSZ und ein BT11 stand auch dort.
An dieser Stelle wurde auf westlicher Seite ein Denkmal (Kreuz) für den Flüchtling errichtet.
Hier fanden sich immer viele Besucher ein (Schulklassen,BGS,GZD,etc.)
Auch hatte man vom Turm aus eine wunderbare Sicht ins westliche Land.
Besonders Abends,wenn man die Lichter der Dörfer und Orte um Wustrow so nah sah,kam einem ,(zumindest mir) das immer unwirklich vor.
Ich wurde oft melancholisch...eine große Sehnsucht kam in mir auf.
Ich dachte dann wieder,was wäre wenn du jetzt..........
Nur ich würde es nicht hier tun,.........sondern links neben der GÜST Salzwedel/Bergen,da dort keine Minen verbaut waren.
Letztendlich tat ich diesen Schritt nicht und haderte später deswegen doch so oft mit mir.
Tja,hätte ich doch nur gewusst das 89 die Grenzen fallen......dann wäre mit Sicherheit mein Leben anders verlaufen.
Zum Schluß muss ich sagen,so wie es sich jetzt gestaltet oder wie es gelaufen ist,bin ich auch zufrieden.

Gruß ek40


Harzwanderer hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#3

RE: Horst S., erstes Opfer der Selbstschussanlagen

in DDR Politik Presse 27.05.2011 18:09
von utkieker | 2.925 Beiträge

Vom Zießauer Damm etwas weiter nördlich, eventuell die Stelle an der sich Horst S. Verletzungen zuzog, konnte ich beobachten wie ein Reh die Minen auslöste. Gab einen riesigen Rums, aber wie durch ein Wunder passierte dem Reh nichts. Hat mich natürlich auch nachdenklich gemacht ob man den Minenzaun "gefahrlos" überwinden kann. So müßte es gehen: mit einen 2 besser 3 m langen Ast die obere, mittlere und untere Minenreihe zur Detonation bringen und dann möglichst schnell über den Zaun bevor ein Grenzposten die Stelle erreicht.

Hartmut


"Die Vergangenheit zu verbieten macht sie nicht ungeschehen, nicht einmal wenn man versucht sie selbst in sich zu verdrängen"
(Anja-Andrea 1959 - 2014)
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#4

RE: Horst S., erstes Opfer der Selbstschussanlagen

in DDR Politik Presse 27.05.2011 18:14
von Zermatt | 5.293 Beiträge

Zitat von ek40

Zitat von Angelo
Die Angst reichte für etwa 90 Meter. So weit lief Horst S. am drittletzten Tag des Jahres 1971 am Sperrzaun der innerdeutschen Grenze im Norden Sachsen-Anhalts entlang. Ihn schreckten die seltsamen hellen Metalltrichter ab, die am Zaun aus scharfem Streckmetall hingen. Er wusste nicht, was das war – gefährlich aber schienen die mit Spanndrähten verbundenen Geräte zu sein. Nach 90 Metern traute sich der 28-Jährige dann doch.

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http://www.welt.de/kultur/history/articl...ussanlagen.html



Wenn man dem Link folgt,steht dort etwas über Hans-Friedrich Frank ,der am 17.01.1973 bei Jeetzel getötet wurde.
Eigentlich befand sich die Ortschaft Blütlingen und Wustrow noch vor dem genannten Ort.
Auch erstaunlich,hatte ich bis heute nie was von einer Ortschaft Jeetzel gehört,obwohl ich genau an der Stelle wo H.-F. Frank getötet wurde, oft am Zaun stand.
Dachte es wäre eine Verwechslung mit dem Fluss Jeetze.
Dieser querte genau am genannten Punkt die ehem.Grenze.
Dort befand sich auch ein Gassentor im GSZ und ein BT11 stand auch dort.
An dieser Stelle wurde auf westlicher Seite ein Denkmal (Kreuz) für den Flüchtling errichtet.
Hier fanden sich immer viele Besucher ein (Schulklassen,BGS,GZD,etc.)
Auch hatte man vom Turm aus eine wunderbare Sicht ins westliche Land.
Besonders Abends,wenn man die Lichter der Dörfer und Orte um Wustrow so nah sah,kam einem ,(zumindest mir) das immer unwirklich vor.
Ich wurde oft melancholisch...eine große Sehnsucht kam in mir auf.
Ich dachte dann wieder,was wäre wenn du jetzt..........
Nur ich würde es nicht hier tun,.........sondern links neben der GÜST Salzwedel/Bergen,da dort keine Minen verbaut waren.
Letztendlich tat ich diesen Schritt nicht und haderte später deswegen doch so oft mit mir.
Tja,hätte ich doch nur gewusst das 89 die Grenzen fallen......dann wäre mit Sicherheit mein Leben anders verlaufen.
Zum Schluß muss ich sagen,so wie es sich jetzt gestaltet oder wie es gelaufen ist,bin ich auch zufrieden.

Gruß ek40



Laut Tagesmeldung der GT starb Hans.F.Frank bereits am 16.1.73.



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#5

RE: Horst S., erstes Opfer der Selbstschussanlagen

in DDR Politik Presse 27.05.2011 19:13
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat Zermatt: Laut Tagesmeldung der GT starb Hans.F.Frank bereits am 16.1.73.
--------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Hallo Zermatt,

hier steht etwas anderes,schau mal auf die Gedenktafel Grenzbesuche 2006: Die ehemalige DDR Grenze bei Salzwedel

Gruß ek40


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#6

RE: Horst S., erstes Opfer der Selbstschussanlagen

in DDR Politik Presse 28.05.2011 20:03
von RalphT | 878 Beiträge

Zitat
Hat mich natürlich auch nachdenklich gemacht ob man den Minenzaun "gefahrlos" überwinden kann. So müßte es gehen: mit einen 2 besser 3 m langen Ast die obere, mittlere und untere Minenreihe zur Detonation bringen und dann möglichst schnell über den Zaun bevor ein Grenzposten die Stelle erreicht.



So dachte ich mir das auch. Denn dann hätten Schussautomaten daneben nicht auslösen können. Ist das richtig?
Wenn ja, wussten das auch die Leute die nichts mit der Grenze zu tun hatten? Oder waren die Leute so unwissend, dass viele noch nicht mal wussten, dass es diese Schussautomaten gab?


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#7

RE: Horst S., erstes Opfer der Selbstschussanlagen

in DDR Politik Presse 28.05.2011 20:12
von Zermatt | 5.293 Beiträge

Zitat von RalphT

Zitat
Hat mich natürlich auch nachdenklich gemacht ob man den Minenzaun "gefahrlos" überwinden kann. So müßte es gehen: mit einen 2 besser 3 m langen Ast die obere, mittlere und untere Minenreihe zur Detonation bringen und dann möglichst schnell über den Zaun bevor ein Grenzposten die Stelle erreicht.



So dachte ich mir das auch. Denn dann hätten Schussautomaten daneben nicht auslösen können. Ist das richtig?
Wenn ja, wussten das auch die Leute die nichts mit der Grenze zu tun hatten? Oder waren die Leute so unwissend, dass viele noch nicht mal wussten, dass es diese Schussautomaten gab?



Wer z.b.West TV sehen konnte,der wußte es.Es gab genug Sendungen,die davon berichteten.



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#8

RE: Horst S., erstes Opfer der Selbstschussanlagen

in DDR Politik Presse 28.05.2011 21:30
von eisenringtheo | 9.179 Beiträge

Zitat von RalphT

Zitat
Hat mich natürlich auch nachdenklich gemacht ob man den Minenzaun "gefahrlos" überwinden kann. So müßte es gehen: mit einen 2 besser 3 m langen Ast die obere, mittlere und untere Minenreihe zur Detonation bringen und dann möglichst schnell über den Zaun bevor ein Grenzposten die Stelle erreicht.



So dachte ich mir das auch. Denn dann hätten Schussautomaten daneben nicht auslösen können. Ist das richtig?
Wenn ja, wussten das auch die Leute die nichts mit der Grenze zu tun hatten? Oder waren die Leute so unwissend, dass viele noch nicht mal wussten, dass es diese Schussautomaten gab?




Dass es Minensperren gab, wussten die DDR Bürger vielleicht schon, aber wo sie waren und wie man sie überlisten konnte, sicher nicht. Und jedem Flüchtling war klar, dass die Leitungen am GSSZ einen Alarm auslösten, so dass er nicht Zeit hatte, noch lange zu überlegen, wie man unverletzt an den Minen vorbeikommen konnte.
Theo


zuletzt bearbeitet 28.05.2011 21:31 | nach oben springen

#9

RE: Horst S., erstes Opfer der Selbstschussanlagen

in DDR Politik Presse 28.05.2011 22:28
von Alfred | 6.853 Beiträge

Hallo,

Minen und SM 70 hatten wir schon mehrfach.

Die Bereiche die durch Minen gesperrt waren, wurden entsprechend ausgewiesen bzw. waren entsprechend "gesichert".

Einfach die Suchfunktion nutzen.


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#10

RE: Horst S., erstes Opfer der Selbstschussanlagen

in DDR Politik Presse 28.05.2011 23:50
von eisenringtheo | 9.179 Beiträge

Zitat von Alfred
Hallo,

Minen und SM 70 hatten wir schon mehrfach.

Die Bereiche die durch Minen gesperrt waren, wurden entsprechend ausgewiesen bzw. waren entsprechend "gesichert".

(...).



Das stimmt natürlich. Aber in diesem Thread geht es darum, dass das Opfer die Warnmeldung gelesen, die Minen gesehen hat und dennoch weitergegangen ist. Und es wurde in diesem Zusammenhang die Frage gestellt, ob die Bevölkerung im "Hinterland" Kenntnis vom Ausmass der Grenzsicherung hatte: War das ausreichend bekannt, ist es sicher so, dass viele Fluchtwilligen den Gedanken an die Flucht verworfen haben. Denn eines ist klar: Wer die Flucht begonnen hat und unhehelligt ins Sperrgebiet und den Schutzstreifen vorgestossen ist. würde sich nur aufhalten lassen, wenn er genau im Bilde ist, was in der Minensperre konkret geschehen kann.
Theo


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#11

RE: Horst S., erstes Opfer der Selbstschussanlagen

in DDR Politik Presse 29.05.2011 07:06
von S51 | 3.733 Beiträge

Minen und auch das Ausmaß der Grenzsicherung, soweit sichtbar, wurden ja auch vom Westfernsehen dargestellt. Erfahrungsgemäß sogar als weit umfangreicher als tatsächlich vorhanden. Beispielsweise wurden für den Oberharz bereits Anfang der 80-er Jahre "zwei Zäune" und "Minen" erwähnt, obwohl es beides zwischen Ilsenburg und Elend so teilweise bis 1989 nicht gab. Das führte dazu, dass mancher Flüchtling sich verirrte und im Glauben, zwei Zäune überwinden zu müssen den Zaun I zweimal überkletterte. Hin und zurück. Mit solch einem Fall hatte ich selbst zu tun (Juli 1983, zwischen Schierke in Richtung Westen und Scharfenstein wieder retour in den Osten. Also nicht nur "gehört".
Von Minen und Zäunen habe ich bereits als Jugendlicher in Sachsen gewußt. Nicht nur aus dem Westfernsehen, sondern weil es quasi Allgemeinwissen war. Völlig ohne spezielle Absichten damals, es war eben ab und an Gesprächsthema. Unter der Hand natürlich. Ansonsten wäre man wohl zu doof für diese Welt damals gewesen. Sicher, deshalb hatte man noch keine speziellen Kenntnisse, kannte keine Details jedoch das "große Ganze" eben schon. Natürlich gab es auch immer Ahnungslose jedoch ist wissen auch heute mitunter sehr relativ. Das war nicht DDR-typisch.
Die Flüchtlinge in spe, mit denen ich bei verschiedenen Gelegenheiten sprechen konnte, haben eigentlich weit mehr Probleme erwartet als tatsächlich auf sie zugekommen bzw. umgekehrt wären. Nicht umsonst hatte in meinen Augen die Grenzsicherung viel vom ollen Potjemkin. Sie haben es trotzdem versucht. Das war eben jedem seine Entscheidung. Sicher hat auch so mancher deshalb seine Vorgehensweise überdacht. Wenn ich da so an Fälle denke, wo sich die Flüchtlinge selbst gestellt haben.
Nicht vernachlässigen darf man auch den Umstand, dass die Bundesrepublik mit ihrer Darstellung wohl auch eine Doppelstrategie verfolgte. Offensichtlich wollte man nicht zu viele und nicht jeden über diesen Weg aus dem Osten rüber bekommen.


GK Nord, GR 20, 7. GK
VPI B-Lbg. K III


zuletzt bearbeitet 29.05.2011 07:55 | nach oben springen

#12

RE: Horst S., erstes Opfer der Selbstschussanlagen

in DDR Politik Presse 29.05.2011 07:32
von S51 | 3.733 Beiträge

Zitat von utkieker
... So müßte es gehen: mit einen 2 besser 3 m langen Ast die obere, mittlere und untere Minenreihe zur Detonation bringen ...



Bei einem so kurzen Stock hättest du alle Aussichten gehabt von irgendeinem Gehäuseteil schmerzhaft erwischt zu werden. Natürlich hättest du auch Glück haben können aber was Anderes wäre das nicht gewesen. Mit Leine + Anker ziehen oder etwas relativ schwerem (Erdbatzen oder Schneeball) werfen war sicherer. Denn einmal klappen, ja, aber dreimal? Ganz davon abgesehen, dass möglicherweise eben doch auch die dahinter und davor "gekommen" wären.
Mach drei Kreuze in Gedanken, hast dir eines erspart. Sehr wahrscheinlich.
Nach der Auslösung hattest du etwa noch vier Minuten, um über den Zaun zu kommen. Dann spätestens war die KS oder die Alarmgruppe da. Das klingt viel. Jedoch muss man nach der Knallerei auch erst mal wieder handlungsfähig sein und mancher kommt ja nicht mal über einen Meter Zaun, geschweige denn knapp drei Meter. So mancher hat es tatsächlich geschafft, viele jedoch nicht. Ich würde die Chance an der 501 auf unter 50 % einschätzen, vielleicht eher um 10 %.
Einen Punkt jedoch spricht hier komischerweise niemand an. Nämlich jenen, dass hier der Bereich, wo man suchen musste, genauer bekannt war. Schneller erste Hilfe geleistet werden konnte. Wobei das zugegeben sehr relativ ist bzw. war. Denn so einfach an die noch scharfen Restminen zu gehen, war ja auch nicht. Die mussten erst abgeschaltet, mitunter gesichert werden. Die manchmal angesprochene Bergebrücke gab es nur an einem LO in der Kompanie und anders als vorschriftsmäßig gedacht war der eben keineswegs immer im Abschnitt sondern fuhr auch Ablösungen, war mal in Reparatur oder einfach irgendwo. Oft gab es für die erste Kontrolle nur das Krad oder eben den P 3 bzw. Stoffhund (Trabbi). Man hätte an einen Verletzten also nur herankommen können, wenn er wieder freundwärts über den K 6 bzw. K10 kam.
Einen weiter Flüchtigen jedoch hätte die KS durchaus stoppen können denn die M43 Stahlkern muss sich um Minen keine Gedanken machen.


GK Nord, GR 20, 7. GK
VPI B-Lbg. K III


zuletzt bearbeitet 29.05.2011 07:36 | nach oben springen

#13

RE: Horst S., erstes Opfer der Selbstschussanlagen

in DDR Politik Presse 29.05.2011 08:14
von Pit 59 | 10.153 Beiträge

Also so genau wusste der Normalo DDR Bürger über die Grenzsicherung auch nicht Bescheid.Das merkte man nach der Entlassung bei Gesprächen sehr deutlich,ich habe das öfters erzählt wie es zu meiner Zeit war,und alle haben gespannt gelauscht(also die richtigen Leute haben gelauscht).

Zitat
--------------------------------------------------------------------------------
Hat mich natürlich auch nachdenklich gemacht ob man den Minenzaun "gefahrlos" überwinden kann. So müßte es gehen: mit einen 2 besser 3 m langen Ast die obere, mittlere und untere Minenreihe zur Detonation bringen und dann möglichst schnell über den Zaun bevor ein Grenzposten die Stelle erreicht.

Das war ja vieleicht noch das kleinere Problem,aber erst mal bis dahin kommen.Ein Beispiel zur Hessengrenze.Bis Eisenach konnte jeder noch mit dem Zug fahren,dann mit dem Zug nach Gerstungen ging es ja schon los,jeder wurde duch Trapo Kontrolliert.Auch das Verlassen des Bahnhofes in Gerstungen zur Stadt ging nicht ohne Kontrolle.Dann war ja der GSZ im Vorfeld und jede Menge andere Signalanlagen.Und mit PKW wäre es genau so problematisch gewesen.


zuletzt bearbeitet 29.05.2011 08:26 | nach oben springen

#14

RE: Horst S., erstes Opfer der Selbstschussanlagen

in DDR Politik Presse 29.05.2011 20:24
von utkieker | 2.925 Beiträge

Zitat von Pit 59
Also so genau wusste der Normalo DDR Bürger über die Grenzsicherung auch nicht Bescheid.Das merkte man nach der Entlassung bei Gesprächen sehr deutlich,ich habe das öfters erzählt wie es zu meiner Zeit war,und alle haben gespannt gelauscht(also die richtigen Leute haben gelauscht).

Zitat
--------------------------------------------------------------------------------
Hat mich natürlich auch nachdenklich gemacht ob man den Minenzaun "gefahrlos" überwinden kann. So müßte es gehen: mit einen 2 besser 3 m langen Ast die obere, mittlere und untere Minenreihe zur Detonation bringen und dann möglichst schnell über den Zaun bevor ein Grenzposten die Stelle erreicht.

Das war ja vieleicht noch das kleinere Problem,aber erst mal bis dahin kommen.Ein Beispiel zur Hessengrenze.Bis Eisenach konnte jeder noch mit dem Zug fahren,dann mit dem Zug nach Gerstungen ging es ja schon los,jeder wurde duch Trapo Kontrolliert.Auch das Verlassen des Bahnhofes in Gerstungen zur Stadt ging nicht ohne Kontrolle.Dann war ja der GSZ im Vorfeld und jede Menge andere Signalanlagen.Und mit PKW wäre es genau so problematisch gewesen.



Ein mutmaßlicher Grenzverletzer/ Flüchtling, der die "grüne" Grenze passieren wollte, sollte nicht nur physisch und psychisch topfit sein, denn das wird kein Osterspaziergang. Leider scheiterten schon viele Fluchtversuche an einer dilletantischen Vorbereitung. Warum sollte der GV nicht schon im Vorfeld sich einen Berater nehmen, der sich mit der Sache auskennt? Ich spreche hier natürlich für die "grüne" Grenze, weil ich mich mit der Berliner Grenze nicht so auskenne. Ich glaube, ich hätte schon ein paar Tips auf den Weg gegeben aber als erste Empfehlung: "Spiel nicht den Helden". Es wäre keine Schande, an der Grenze zu scheitern.
Leider wurde ich nie befragt.

Gruß Hartmut!


"Die Vergangenheit zu verbieten macht sie nicht ungeschehen, nicht einmal wenn man versucht sie selbst in sich zu verdrängen"
(Anja-Andrea 1959 - 2014)
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#15

RE: Horst S., erstes Opfer der Selbstschussanlagen

in DDR Politik Presse 29.05.2011 21:43
von schweinegefreiter (gelöscht)
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naja als grenzer rüber zu wollen war es sehr einfach daher wohl auch die riessige summe von 220 mark aber eins muss ich mal loswerden selbstschussanlagen hatten wir gar nicht mehr und ich war dabei beim neu bau der mauer 2000


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#16

RE: Horst S., erstes Opfer der Selbstschussanlagen

in DDR Politik Presse 29.05.2011 21:59
von eisenringtheo | 9.179 Beiträge

Zitat von Pit 59

Das war ja vieleicht noch das kleinere Problem,aber erst mal bis dahin kommen.Ein Beispiel zur Hessengrenze.Bis Eisenach konnte jeder noch mit dem Zug fahren,dann mit dem Zug nach Gerstungen ging es ja schon los,jeder wurde duch Trapo Kontrolliert.Auch das Verlassen des Bahnhofes in Gerstungen zur Stadt ging nicht ohne Kontrolle.Dann war ja der GSZ im Vorfeld und jede Menge andere Signalanlagen.Und mit PKW wäre es genau so problematisch gewesen.



Zwischen Gotha und Eisenach (im Zug von Cottbus nach Bebra) und zwischen Brandenburg und Magdeburg (Zug von Cottbus nach Hannover) wurde ichimmer kontrolliert von Trapo in Zivil.
Theo


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#17

RE: Horst S., erstes Opfer der Selbstschussanlagen

in DDR Politik Presse 30.05.2011 00:38
von ABV | 4.202 Beiträge

Zitat von eisenringtheo

Zitat von Pit 59

Das war ja vieleicht noch das kleinere Problem,aber erst mal bis dahin kommen.Ein Beispiel zur Hessengrenze.Bis Eisenach konnte jeder noch mit dem Zug fahren,dann mit dem Zug nach Gerstungen ging es ja schon los,jeder wurde duch Trapo Kontrolliert.Auch das Verlassen des Bahnhofes in Gerstungen zur Stadt ging nicht ohne Kontrolle.Dann war ja der GSZ im Vorfeld und jede Menge andere Signalanlagen.Und mit PKW wäre es genau so problematisch gewesen.



Zwischen Gotha und Eisenach (im Zug von Cottbus nach Bebra) und zwischen Brandenburg und Magdeburg (Zug von Cottbus nach Hannover) wurde ichimmer kontrolliert von Trapo in Zivil.
Theo




Das war das so genannte Zugbegleitkommando, kurz ZBK genannt. Dieses Kommando arbeitete grundsätzlich in Zivil. Die Hauptaufgabe war die Observation der Reisenden.

Viele Grüße aus dem Oderbruch
Uwe


www.Oderbruchfotograf.de

http://seelow89.wordpress.com/tag/volkspolizei-seelow/


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#18

RE: Horst S., erstes Opfer der Selbstschussanlagen

in DDR Politik Presse 30.05.2011 12:31
von RalphT | 878 Beiträge

Zitat
Leider wurde ich nie befragt.


Ich stelle mir das das Ganze vor, wenn ich dort drüben aufgewachsen wäre und irgendwann den Drang verspürt hätte, ich müsste mal vereisen.
Ich vermute mal, ich hätte mich auch vorher versucht schlau zu machen. Aber das stelle ich mir etwas schwierig vor. Wen konnte man denn schon trauen? Ich glaube, ich hätte es nicht gewagt.


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#19

RE: Horst S., erstes Opfer der Selbstschussanlagen

in DDR Politik Presse 30.05.2011 12:35
von Pit 59 | 10.153 Beiträge

Wen konnte man denn schon trauen?@ralphT

Damit triffst Du den Nagel aber sowas von auf den Kopf.Dein Bester Kumpel hätte Dich verpfiffen.


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#20

RE: Horst S., erstes Opfer der Selbstschussanlagen

in DDR Politik Presse 30.05.2011 15:09
von don71 (gelöscht)
avatar

Zitat von Pit 59
Wen konnte man denn schon trauen?@ralphT

Damit triffst Du den Nagel aber sowas von auf den Kopf.Dein Bester Kumpel hätte Dich verpfiffen.


Pit 59, ein naher Verw. von mir hat es 2 mal ende der 60iger Jahre bei Dermbach geschafft. Ich denke er hatte dort Helfer.Übrigens wusste ich Bescheid,daß wissen seine Eltern bis Heute nicht.


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