#181

RE: Politische frühere DDR-Häftlinge oft krank

in Themen vom Tage 22.05.2011 18:37
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von Feliks D.

Zitat von Ameisenferdinand


Sind diese leeren Beiträge Systemfehler??? Fallen mir immer öfter auf!





Mir auch, ging mir heute Morgen auch so.............. dachte erst ich haette etwas falsch gemacht (wieder mal!)


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#182

RE: Politische frühere DDR-Häftlinge oft krank

in Themen vom Tage 22.05.2011 18:43
von Nostalgiker | 2.554 Beiträge

@Gert schrieb,

im Post #163 fogendes:
Ja, Merkur da stimmen wir weitgehend überein. Nun gibt es aber noch einen Punkt der hierbei überhaupt nicht zur Sprache kam. Das ist der Teil des MfS, den ich mal als den Unterdrückungsapparat des Volkes nenne. Ich glaube inhaltlich verstehst du mich, ob diese Abt. nun 4711 hieß oder wie auch immer, ist eh wurscht. Dieser Teil des MfS war in Wirklichkeit aber der aktivste und nach innen wirksamste mit all seinen Facetten. Wenn man nun mal eine Gewichtung vornimmt, so buche ich mal 70 % des Gesamtbeschäftigungsvolumens auf diesen Teil, während ich die Punkte 1 -5 aus den vorigen Posts auf die restlichen 30 % verbuche. Gehst du da mit mir ?


worauf Merkur in seiner Antwort # 168 bemerkte:
Nein Gert, hier stimme ich nicht mit Dir überein. Die Arbeit der Linie XX (PiD und PUT) machte nicht die Dimension aus, die Du dir vorstellst.


dem letzten Beitrag stimme ich einfach zu weil er der Wahrheit entspricht.

Dadurch das die "Bürgerbewegten" in den 80gern und dann in den 90gern mit ihren Berichten über die Auswirkungen der Arbeit eben dieses Bereiches auf ihr persönliches Leben das Licht der Öffentlichkeit suchten und ab Herbst 1989 permanent hatten rückte dieser Bereich in das Kollektive Bewußtsein als "die Stasi", das Instrument zur Unterdrückung und Ausspionieren des eigenen Volkes und so blieb es hängen. Alles andere was ein Geheimdienst sonst so macht, in jedem Staat der Welt übrigens, nämlich Informationen sammeln um Unheil abzuwenden rückte damit an den Rand oder sogar Außerhalb des Bewusstseins.

Mein Eindruck ist das es auch Heute politisch so gewollt ist das sich der Fokus bei der Beschäftigung mit dem MfS genau auf diesen Bereich XX richtet.
Dafür gibt es Heute genug willfährige Helfer die sich nicht zu Schade sind mittels unzähliger Publikationen dem Volk; besonders den Ahnungslosen; das Gruseln beizubringen.

Ich würde mir doch wünschen das sich zumindest über div. Suchmaschinen im Internet grundlegende Fakten zur Thematik erfragt werden bevor haltlose Behauptungen in den Raum gestellt werden welche keine zwei Minuten einer Überprüfung standhalten.
Nicht nur das es schlicht unseriös ist faktenlose Behauptungen von sich zu geben, für mich schwindet da auch die Reputation und die Anzweiflung des Wahrheitsgehaltes anderer Beiträge der Schreiber über andere Sachverhalte welche ich nicht ohne weiteres nachprüfen kann und auch nicht möchte; gerade bei persönlich/privaten Dingen.
Ich gehe erstmal grundsätzlich davon aus das der Berichtende seine eigenen Erlebnisse schildert und nicht etwas was über drei, vier Ecken gehört wurde. Inwieweit subjektive Wahrnehmungen eine Rolle dabei spielen sei mal dahingestellt.

Nur sein eigenes Nichtwissen als Vermutung oder Behauptung zu verkaufen weil es einem allgemeinen ideologischem Trend entspricht alles zu verteufeln wo auch nur der Anschein besteht das da DDR draufsteht finde ich nicht gut.

Das macht es auch teilweise schwer hier verschiedene Ansichten zum Thema als das zu werten was sie sein sollten, nämlich verschiedene Ansichten zu einem Thema.
Die "Argumentationskeule" - geh erstmal Buße tun, bereue und entschuldige dich pauschal für alle Missetaten, ob du sie getan hast ist unerheblich - geht mir ziemlich auf den Senkel.

Die einzige Hoffnung welche ich habe, auch Beton hat ein Zerfallsdatum.

Gruß
Nostalgiker


Aber auf einmal bricht ab der Gesang,
einer zeigt aus dem Fenster, da spazieren sie lang,
die neuen Menschen, der neue Mensch,
der sieht aus, wie er war
außen und unter`m Haar
wie er war ...

_______________
aus; "Nach der Schlacht" - Renft - 1974
Text: Kurt Demmler

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#183

RE: Politische frühere DDR-Häftlinge oft krank

in Themen vom Tage 22.05.2011 18:44
von Anja-Andrea | 902 Beiträge

War ein Fehler meinerseits, ich hatte auf antworten geklickt bevor ich geschrieben hatte. Hab ich nun korrigiert und das erwähnte Posting vervollständigt.

Andreas


http://kaube-blog.de/


zuletzt bearbeitet 22.05.2011 18:45 | nach oben springen

#184

RE: Politische frühere DDR-Häftlinge oft krank

in Themen vom Tage 22.05.2011 18:57
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von SkinnyTrucky
Italien ist wunderschön und es tut mir leid führ deinen Mann Larissa....
Mara
Nachtrag...so, ich geh jetzt noch einmal lekker schwimmen und danach lekker douchen und danach lekker essen gegenüber im Ristorante.....wer daraus wieder seine ganz eigenen Schlüsse ziehen will, darf das gerne tun.....



Ich war auch gerade lekker schwimmen, seit gestern Nacht dreimal...........herrlich!

Sooooooooooooo, dear Mara, manche Leute haben ein Leben, es gibt einige die ein Schicksal haben. Schicksale sind das, die Menschen auf beiden Seiten der Mauer erlebt haben. Wir Aeltere haben es so an sich, dass sie darauf zurueckgreifen, auf ein Leben das gepraegt war von Kriegsjahren, bzw. sich in Nachkriegsjahren abspielte und tatsaechlich zu dem fuehrte was die heutige Schlammschlacht aus macht. Wer diese Geschichte auslassen will, der wird die Zukunft nicht begreifen. Das hat nichts damit zu tun, dass wir heute irgendeine Schuld verlagern wollen. Belassen wir es dabei, dass wir alle unsere Erfahrungen mit einbringen, pauschale Urteile sind nicht nur ungerecht, sondern Zeitverschwendung. Von denen, die heute noch meinen, dass sie mein Gegner sein muessen, erwarte ich ebenso Verstaendnis, wie ich es fuer sie immer uebrig habe. Leider wie man sieht, ist das nicht immer moeglich.
Gruesse, Larissa

Das muss Dir nicht leid tun, liegt mehr als vierzig Jahre zurueck und er bekam das was ihm zustand, Prostatakrebs. Das wuensche ich allen Frauen- und Kinderschaendern und alle gewaltaetigen Ehemaennern. Punktum.


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#185

RE: Politische frühere DDR-Häftlinge oft krank

in Themen vom Tage 22.05.2011 19:02
von Merkur | 1.021 Beiträge

Zitat von Ameisenferdinand
Auch wenn man bedenkt das man eigentlich keine richtige Genugtuung erhalten hat.



Wie sollte denn diese "richtige Genugtuung" aussehen ?



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#186

RE: Politische frühere DDR-Häftlinge oft krank

in Themen vom Tage 22.05.2011 19:09
von SkinnyTrucky | 1.260 Beiträge

Zitat von Larissa

Zitat von SkinnyTrucky
Italien ist wunderschön und es tut mir leid führ deinen Mann Larissa....
Mara
Nachtrag...so, ich geh jetzt noch einmal lekker schwimmen und danach lekker douchen und danach lekker essen gegenüber im Ristorante.....wer daraus wieder seine ganz eigenen Schlüsse ziehen will, darf das gerne tun.....



Ich war auch gerade lekker schwimmen, seit gestern Nacht dreimal...........herrlich!

Sooooooooooooo, dear Mara, manche Leute haben ein Leben, es gibt einige die ein Schicksal haben. Schicksale sind das, die Menschen auf beiden Seiten der Mauer erlebt haben. Wir Aeltere haben es so an sich, dass sie darauf zurueckgreifen, auf ein Leben das gepraegt war von Kriegsjahren, bzw. sich in Nachkriegsjahren abspielte und tatsaechlich zu dem fuehrte was die heutige Schlammschlacht aus macht. Wer diese Geschichte auslassen will, der wird die Zukunft nicht begreifen. Das hat nichts damit zu tun, dass wir heute irgendeine Schuld verlagern wollen. Belassen wir es dabei, dass wir alle unsere Erfahrungen mit einbringen, pauschale Urteile sind nicht nur ungerecht, sondern Zeitverschwendung. Von denen, die heute noch meinen, dass sie mein Gegner sein muessen, erwarte ich ebenso Verstaendnis, wie ich es fuer sie immer uebrig habe. Leider wie man sieht, ist das nicht immer moeglich.
Gruesse, Larissa

Das muss Dir nicht leid tun, liegt mehr als vierzig Jahre zurueck und er bekam das was ihm zustand, Prostatakrebs. Das wuensche ich allen Frauen- und Kinderschaendern und alle gewaltaetigen Ehemaennern. Punktum.





Ja ich geniess mein Leben, auch wenn ich einiges dafür einbüssen muß, denn ich bin ja fast nie zu Hause, dafür aber oft dort, wo andere viel Geld für ausgeben würden um sein zu können......

.....Larissa, wir haben alle unsere Erfahrungen gemacht....ob nun älter oder jünger....und darum sind wir hier und tauschen uns aus und wir sollten froh sein, das wir das heute so tun können.....und ja, jedem seine Meinung, denn jede einzelne Erfahrung und Meinung ist wichtig......

.....meine Haare trocknen noch eben und ich seh, das die Männer auch gleich essen gehen wollen.....darum, ich klink mich hier mal aus und lauf rübber zum Hotel....

best regards

Mara


Kein Sex mit Nazis...!!!
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#187

RE: Politische frühere DDR-Häftlinge oft krank

in Themen vom Tage 22.05.2011 19:36
von schweinegefreiter (gelöscht)
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schön für euch-- nur kene ich viele die auf der strecke geblieben sind die freiheit gerufen haben und jetzt am am arsch sind reisefreihet? kein geld weil sie 1 euro jobs habenist wohl so der verlierer sind immer die anderen


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#188

RE: Politische frühere DDR-Häftlinge oft krank

in Themen vom Tage 22.05.2011 19:41
von Feliks D. | 8.887 Beiträge

Irgendwie fehlt mir für diesen Personenkreis das Mitleid. Fast möchte man meinen selbst schuld. Wer damals nach Freiheit und der DM schrie und heute von Arbeit und Geld befreit ist, der darf sich in meinen Augen nicht beschweren.


Was ich zu sagen hatte habe ich gesagt, nun fürchte ich das allerletzte Wort. Der Sprache Ohnmacht hat mich oft geplagt, doch Trotz und Hoffnung gab ich niemals fort! Mir scheint die Welt geht aus den Fugen bringt sich um, die vielen Kriege zählt man schon nicht mehr. Auch dieses neue große Deutschland macht mich stumm, der Zorn der Worte und die Wut wird mehr. Die Welt stirbt leise stilles Schreien hört man nicht, es hilft kein Weinen und man sieht's nicht im Gesicht. Wer einen Menschen rettet rettet so die Welt, am Ende überleben wir uns doch. Nur wir bestimmen wann der letzte Vorhang fällt, still und leise verlassen wir die Welt!

Macht es gut Freunde!
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#189

RE: Politische frühere DDR-Häftlinge oft krank

in Themen vom Tage 22.05.2011 19:47
von Polter (gelöscht)
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Zitat von Feliks D.
Irgendwie fehlt mir für diesen Personenkreis das Mitleid. Fast möchte man meinen selbst schuld. Wer damals nach Freiheit und der DM schrie und heute von Arbeit und Geld befreit ist, der darf sich in meinen Augen nicht beschweren.



Frei von Arbeit - das ist die absolute Freiheit!


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#190

RE: Politische frühere DDR-Häftlinge oft krank

in Themen vom Tage 22.05.2011 19:50
von Merkur | 1.021 Beiträge

Zitat von schweinegefreiter
schön für euch-- nur kene ich viele die auf der strecke geblieben sind die freiheit gerufen haben und jetzt am am arsch sind reisefreihet? kein geld weil sie 1 euro jobs habenist wohl so der verlierer sind immer die anderen



Wer das Eine will, muss das Andere mögen.



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#191

RE: Politische frühere DDR-Häftlinge oft krank

in Themen vom Tage 22.05.2011 19:51
von Anja-Andrea | 902 Beiträge

Zitat von Merkur

Zitat von Ameisenferdinand
Auch wenn man bedenkt das man eigentlich keine richtige Genugtuung erhalten hat.



Wie sollte denn diese "richtige Genugtuung" aussehen ?




Zumindest das den Betroffenen geholfen wird, z.B. bei medizinischer oder psychologischer Betreuung, Befreiung von Zuzahlungen bei benötigten Medikamenten etc. Oder auch eine Gleichstellung bei Rentenberechnung.
Ich will hier keine Rache verlangen, ich weiss selber das man altes Unrecht nicht durch neues Unrecht wiedergutmachen kann.
Es sollte eine Gleichstellung bei der sog. Opferente geben also sie soll für alle gelten und nicht verdienstabhängig sein.
Und ich fordere das nicht für mich selber, ich brauch keine medizinische Betreuung und erhalte die Opferrente sondern für viele andere denen es schlechter geht als mir.

Andreas


http://kaube-blog.de/


zuletzt bearbeitet 22.05.2011 19:52 | nach oben springen

#192

RE: Politische frühere DDR-Häftlinge oft krank

in Themen vom Tage 22.05.2011 21:36
von Gert | 12.356 Beiträge

Zitat Nostalgiker: [i]Mein Eindruck ist das es auch Heute politisch so gewollt ist das sich der Fokus bei der Beschäftigung mit dem MfS genau auf diesen Bereich XX richtet.[/i]

Nun nachdem du fast ein Buch geschrieben hast , um die Heldentaten des MfS zu verklären , mal ein paar Zahlen gegooglet, müßten aber ungefähr stimmen.
Die Leute die dem MfS immer die Verklärung ihrer Arbeit das Wort geredet haben, schieben den Teil des MfS in den Vordergrund, der mit Auslandsaufklärung zu tun hatte. OK.
Diese Abt. hiess HVA ( Hauptverwaltung Aufklärung ) Personalbestand etwa 2100 Mitarbeiter ( am Ende 1990 )
Das entspr. Pendant in der Bundesrepublik hiess und heisst BND und hat einen Personalbestand von etwa 6000 Mitarbeitern (in 2005)
Die Verhältniszahl zwischen beiden Geheimdiensten also etwa 1:3, diese Zahl entspricht auch der Verhältniszahl der Bevölkerung der beiden deutschen Staaten. Also bis dahin plausibel und OK. Diese genannten Leute haben wohl diesen Job gemacht.

Nun aber steht der Personalbestand des MfS 1989/90 mit etwa 91.000 Mitarbeitern hauptamtliche ohne Im's in den Büchern. 91.000 ./. 2100 Mitarbeiter HVA macht nach Adam Riese 88.900 Mitarbeiter, die nicht mit Spionageabwehr, Spionage und ähnlichem zu tun hatten. Was haben diese Leute im MfS gemacht ? Das ist meine Frage?

Gruß Gert


.
All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
John F.Kennedy 1963 in Berlin
Geld ist geprägte Freiheit!
Dostojewski 1866
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
Mahatma Gandhi
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#193

RE: Politische frühere DDR-Häftlinge oft krank

in Themen vom Tage 22.05.2011 21:43
von EK86II (gelöscht)
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Zitat von Gert

Diese Abt. hiess HVA ( Hauptverwaltung Aufklärung ) Personalbestand etwa 2100 Mitarbeiter ( am Ende 1990 )


Gruß Gert



Hallo Gert,
der Zustand am Ende 1990 entsprach nicht dem Ist Zustand in den 1980iger Jahren. Hier lag der Personalbestand der von dir genannten Abteilung bei ca. 5000 Personen.

Gruß
Peter


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#194

RE: Politische frühere DDR-Häftlinge oft krank

in Themen vom Tage 22.05.2011 21:45
von Gert | 12.356 Beiträge

Zitat von Ameisenferdinand

Zitat von Merkur

Zitat von Ameisenferdinand
Auch wenn man bedenkt das man eigentlich keine richtige Genugtuung erhalten hat.



Wie sollte denn diese "richtige Genugtuung" aussehen ?




Zumindest das den Betroffenen geholfen wird, z.B. bei medizinischer oder psychologischer Betreuung, Befreiung von Zuzahlungen bei benötigten Medikamenten etc. Oder auch eine Gleichstellung bei Rentenberechnung.
Ich will hier keine Rache verlangen, ich weiss selber das man altes Unrecht nicht durch neues Unrecht wiedergutmachen kann.
Es sollte eine Gleichstellung bei der sog. Opferente geben also sie soll für alle gelten und nicht verdienstabhängig sein.
Und ich fordere das nicht für mich selber, ich brauch keine medizinische Betreuung und erhalte die Opferrente sondern für viele andere denen es schlechter geht als mir.

Andreas




Das sehe ich aber nicht so. bei dem Gesetz der Opferrente ist der soziale Gesichtspunkt voll berücksichtigt worden. Diejenigen, die wenig Geld verdienen, bekommen sie und das zurecht. Diejenigen, die gut verdienen brauchen sie nicht. Schliesslich zahlen wir alle als Steuerzahler dafür und da sind Geldgeschenke fehl am Platze.

Gruß Gert


.
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Mahatma Gandhi
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#195

RE: Politische frühere DDR-Häftlinge oft krank

in Themen vom Tage 22.05.2011 21:48
von Gert | 12.356 Beiträge

Zitat von EK86II

Zitat von Gert

Diese Abt. hiess HVA ( Hauptverwaltung Aufklärung ) Personalbestand etwa 2100 Mitarbeiter ( am Ende 1990 )


Gruß Gert



Hallo Gert,
der Zustand am Ende 1990 entsprach nicht dem Ist Zustand in den 1980iger Jahren. Hier lag der Personalbestand der von dir genannten Abteilung bei ca. 5000 Personen.

Gruß
Peter




Na und, ist das eine wesentliche Änderung meiner Grundaussage bzw. Frage. ? Dann würde die Frage sich dahingehend ändern was haben 91.000 ./. 5000 = 86.000 Hauptamtliche gemacht ?
Also sage bitte mal was zu meiner Frage und zertroll nicht den Post

Gruß Gert


.
All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
John F.Kennedy 1963 in Berlin
Geld ist geprägte Freiheit!
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Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
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#196

RE: Politische frühere DDR-Häftlinge oft krank

in Themen vom Tage 22.05.2011 22:10
von Anja-Andrea | 902 Beiträge

Zitat von Gert

Zitat von Ameisenferdinand

Zitat von Merkur

Zitat von Ameisenferdinand
Auch wenn man bedenkt das man eigentlich keine richtige Genugtuung erhalten hat.



Wie sollte denn diese "richtige Genugtuung" aussehen ?




Zumindest das den Betroffenen geholfen wird, z.B. bei medizinischer oder psychologischer Betreuung, Befreiung von Zuzahlungen bei benötigten Medikamenten etc. Oder auch eine Gleichstellung bei Rentenberechnung.
Ich will hier keine Rache verlangen, ich weiss selber das man altes Unrecht nicht durch neues Unrecht wiedergutmachen kann.
Es sollte eine Gleichstellung bei der sog. Opferente geben also sie soll für alle gelten und nicht verdienstabhängig sein.
Und ich fordere das nicht für mich selber, ich brauch keine medizinische Betreuung und erhalte die Opferrente sondern für viele andere denen es schlechter geht als mir.

Andreas




Das sehe ich aber nicht so. bei dem Gesetz der Opferrente ist der soziale Gesichtspunkt voll berücksichtigt worden. Diejenigen, die wenig Geld verdienen, bekommen sie und das zurecht. Diejenigen, die gut verdienen brauchen sie nicht. Schliesslich zahlen wir alle als Steuerzahler dafür und da sind Geldgeschenke fehl am Platze.

Gruß Gert




Wird die Rente für Verfolgte des Naziregimes auch Verdienstabbhängig gezahlt? Und wieviel erhalten die? Diese Rente wurde übrigens auch Honnecker gezahlt........................ und Leute die weniger als 6 Monate gesessen haben bekommen gar nichts, haben die nicht gelitten?

Andreas


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zuletzt bearbeitet 22.05.2011 22:21 | nach oben springen

#197

RE: Politische frühere DDR-Häftlinge oft krank

in Themen vom Tage 22.05.2011 22:11
von vs1 (gelöscht)
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Zitat von turtle
Mir hat der Beitrag von S51 besonders gut gefallen. Stimmt auch ich fühlte mich damals und auch heute noch unschuldig verurteilt. Mit den normalen Kriminellen in der Haft habe ich mich nie auf gleiche Stufe gestellt. Ich habe sie in der Haft genauso abgelehnt wie sie mich manchmal belächelt haben für nichts zu sitzen. Trotzdem hatte ich einen gewissen Respekt bei Ihnen. Und ja nicht Rache aber so etwas wie Hass kam da schon gegen einzelne Peiniger oder dem Staat DDR im Allgemeinen. Nicht die Tatsache das Menschen ihre Ideologie ausleben störte mich. Es war wie sie diese Ideologie missbrauchten um Unrecht zu begehen! Spätestens noch einigen Jahren im „Westen“
Und ich immer mehr feststellen musste was mich störte .hätte ich auch wieder hier mehr unternehmen müssen um nicht alles so hinzunehmen. Hier hätte ich mich mehr engagieren müssen. Da dachte ich an Don Quijote .ja sogar einiges was in der DDR war bekam bei mir einen neuen Stellenwert. Ja im Idealstaat war ich nicht angekommen.
Den wird es nie geben. Trotz allen was ich in der BRD als negativ empfand fühlte ich mich in diesem Staat wohler wie in der DDR. Für mich war immer meine persönliche „Freiheit“ was immer man darunter verstehen mag wichtig. Maulkorb und Zwangsjacke waren hier einige Nummern größer und drückten nicht so!
S51 schreibt :
Einfach nur zu akzeptieren, dass passiert ist, was nun mal geschehen ist. Es hinter sich zu lassen.

vs schreibt: geht das wirklich? vergessen, ist das dann echt möglich?

Vergessen geht nicht aber es hinter mir zu lassen verlangte auch von mir zu akzeptieren was war. Ich habe versucht meine Gegner zu verstehen, deshalb muss ich nicht alles gut finden was sie getan haben. Ich habe vergeben bin ohne Hass ,und glaubt mir nun bin ich ausgeglichener, ruhiger, und fühle mich einfach besser wie damals als noch Hass in mir war! Heute kann ich mich entspannt mit ihnen an einen Tisch setzen und offen und fair zu diskutieren. Die Erfahrung hat mir gezeigt das man dabei viele Vorurteile abbauen kann ,und sogar gegenseitiges Verständnis in manchem Punkt lässt auf mehr hoffen. Wichtig ist es aus der Geschichte zu lernen und da haben wir Deutsche reichlich mit den letzten 100 Jahren zu tun. Wenn wir daraus die richtigen Lehren ziehen ,werden es uns unsere Kinder und Enkelkinder und die nachfolgenden Generationen danken.
Immerhin bin ich dankbar das mir mit meinen 65 Jahren der Krieg erspart blieb. Wie viele Generationen vor mir hatten dieses Glück?
Zu guter Letzt immer wenn hier bei unseren Diskussionen die Stasi mit in das Spiel kommt ,kommt es zu großen Emotionen. Versteht bitte beide Seiten wer mit der Stasi negative Erfahrungen gemacht wird nicht jetzt gleich Beifall klatschen wenn damaliges Unrecht was zur Sprache kommt oft so dargestellt wird ,selber Schuld oder verdreht wird. . Wir Menschen verarbeiten unsere Vergangenheit nicht alle gleich. Das Wort Stasi Syndrom finde ich hier genauso deplatziert wie eventuelle Gesundheitliche Auswirkungen durch Haftzeiten in der DDR ins lächerliche zu ziehen.
Gruß Peter(turtle)



hallo peter,

sorry weil ich dich so anschreibe, doch ist es ja inhalt deines grußes.

du hast bemerkt, dass mir die letzten sätze von @ S51 wichtiger waren, als sein post zuvor, welches aber echt klasse war.
für mich auch sehr erweiternd im gedanken, man ist nicht immer logisch im handeln und reagiert oft, zu oft, zu sporadisch, gerade im www.
genau das ist leider erkennbar an dieser menge ot psts zum thema ... leute, bitte!

du sagtest in deinem 1stem post ( Flucht aus der DDR ) , " ... Einzelheiten möchte ich hier weglassen,da die Erinnerungen daran nur schmerzen! ..."
sorry peter.
gibt es keine schlechten träume und erinnerungen an diese zeit?
ich denke man kann es nie vergessen und schlechte träume geben wir "helden" eh nicht zu ... Hand auf´s Herz - träumt Ihr noch von der Grenze?.

... weist du peter, mich machen aussagen von dir, Major Tom und Ameisenferdinand sehr nachdenklich und hoffe, ihr seid so gelassen wie ihr erscheint.

mir tat diese zeit oft weh und sie hat spuren hinterlassen.

gruß vs


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#198

RE: Politische frühere DDR-Häftlinge oft krank

in Themen vom Tage 22.05.2011 22:19
von Merkur | 1.021 Beiträge

Zitat von Gert



Na und, ist das eine wesentliche Änderung meiner Grundaussage bzw. Frage. ? Dann würde die Frage sich dahingehend ändern was haben 91.000 ./. 5000 = 86.000 Hauptamtliche gemacht ?
Also sage bitte mal was zu meiner Frage und zertroll nicht den Post

Gruß Gert[/quote]

Gert,

beschäftige Dich doch einfach mal mit der Struktur des MfS.



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#199

RE: Politische frühere DDR-Häftlinge oft krank

in Themen vom Tage 22.05.2011 22:21
von Feliks D. | 8.887 Beiträge

Zitat von Gert
Nun aber steht der Personalbestand des MfS 1989/90 mit etwa 91.000 Mitarbeitern hauptamtliche ohne Im's in den Büchern. 91.000 ./. 2100 Mitarbeiter HVA macht nach Adam Riese 88.900 Mitarbeiter, die nicht mit Spionageabwehr, Spionage und ähnlichem zu tun hatten. Was haben diese Leute im MfS gemacht ? Das ist meine Frage?



Gert dein Text zeugt leider einmal mehr von Ahnungslosigkeit! Eventuell solltest Du mal ergründen wer im MfS für Spionageabwehr zuständig war. Wenn Du dann eine neue Zahl hast, dann zieh den Bestand des WR ab, zieh den Bestand der PKE ab, den Bestand der III, alle Fahrer, Köche, Putzfrauen... andere HA'en und und und...


Was ich zu sagen hatte habe ich gesagt, nun fürchte ich das allerletzte Wort. Der Sprache Ohnmacht hat mich oft geplagt, doch Trotz und Hoffnung gab ich niemals fort! Mir scheint die Welt geht aus den Fugen bringt sich um, die vielen Kriege zählt man schon nicht mehr. Auch dieses neue große Deutschland macht mich stumm, der Zorn der Worte und die Wut wird mehr. Die Welt stirbt leise stilles Schreien hört man nicht, es hilft kein Weinen und man sieht's nicht im Gesicht. Wer einen Menschen rettet rettet so die Welt, am Ende überleben wir uns doch. Nur wir bestimmen wann der letzte Vorhang fällt, still und leise verlassen wir die Welt!

Macht es gut Freunde!
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#200

RE: Politische frühere DDR-Häftlinge oft krank

in Themen vom Tage 22.05.2011 22:38
von Anja-Andrea | 902 Beiträge

@vs, mir macht die Zeit damals wirklich nichts mehr aus, ich hab auch danach nie vom Knast geträumt, ich kann auch ohne Probleme darüber reden. Es war keine schöne Zeit, das ist klar. Und ich hege keinen Groll gegen damalige Täter. Mir geht es relativ gut, sowohl privat und finanziell, ich bin nicht reich aber das Geld reicht zum Leben. Ich sag mir immer das ich hätte schlechter haben können so wie es vielen Opfern geht. Das liegt vielleicht an meiner Grundeinstellung zum Leben insgesamt.
Als ich mich damals zur Flucht entschlossen hab, wusste ich genau was auf mich zukommt wenn ich scheitere und ich hab das eben mit einkalkuliert. Wärend der Haftzeit bin ich dann in eine Art innere Emigration gegangen. Ich hab auch versucht mir keinerlei Gefühlsregungen anmerken zu lassen. Denn Gefühle machen mich angreifbar. Und so hab ich auch die Vorzeitige Haftentlassung abgelehnt weil ich dafür IM werden sollte. Und das liegt auch in meiner persönlichen Eistellung, mit Druck kann man bei mir gar nichts erreichen und mit dem Gegenteil auch nicht. Ich weiss das mir niemand etwas schenkt. Meine Loyalität basiert nur auf meinen eigenen Moralischen Grundsätzen und lässt sich nicht erkaufen. Auch wenn ich dadurch Nachteile in Kauf nehmen muss aber ich hab dann wenigstens vor mir selbst ein reines Gewissen. Für mich ist eigentlich das wichtigste, das ich im Nachhinein richtig gehandelt habe.

Andreas


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