#141

RE: Politische frühere DDR-Häftlinge oft krank

in Themen vom Tage 22.05.2011 09:40
von Gert | 12.357 Beiträge

wenn man das alles liest, könnte man denken, Deutschland ist eine einzige Tragödie, ständig haben uns ander etwas böses tun wollen. Und so haben wir immer in der Geschichte unsere Schuldigen gesucht und auch gefunden.

Ich zähle sie mal auf:
Wir heute sagen: Die Schdasi und die SED waren Schuld
Die Schdasi und die SED sagte die Nazis waren an allem Schuld
Die Nazis sagten das Versailler Friedensdiktat und die Juden waren an allem Schuld
Der Kaiser Wilhelm sagte die Engländer und Franzosen sind an allem Schuld

Ist das nicht zum? Wir müssen diesen Teufelskreis mal durchbrechen, in dem wir auf den Gordischen Knoten einfach
Das ist gefragt, wenn s auch schwer fällt. Wir führen die Vorgespräche dazu.

Gruß vom Rhein ( ist bald ausgetrocknet )


.
All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
John F.Kennedy 1963 in Berlin
Geld ist geprägte Freiheit!
Dostojewski 1866
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
Mahatma Gandhi
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#142

RE: Politische frühere DDR-Häftlinge oft krank

in Themen vom Tage 22.05.2011 09:47
von Merkur | 1.026 Beiträge

Zitat von Gert
Wir heute sagen: Die Schdasi und die SED waren Schuld
Die Schdasi und die SED sagte die Nazis waren an allem Schuld



Ich würde mir einfach mal deatilliert darüber Gedanken machen, warum überhaupt ein MfS mit allen seinen Strukturen und übertragenen Aufgaben existierte.



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#143

RE: Politische frühere DDR-Häftlinge oft krank

in Themen vom Tage 22.05.2011 10:15
von eisenringtheo | 9.190 Beiträge

Zitat von Gert
wenn man das alles liest, könnte man denken, Deutschland ist eine einzige Tragödie, ständig haben uns ander etwas böses tun wollen. Und so haben wir immer in der Geschichte unsere Schuldigen gesucht und auch gefunden.

Ich zähle sie mal auf:
Wir heute sagen: Die Schdasi und die SED waren Schuld
Die Schdasi und die SED sagte die Nazis waren an allem Schuld
Die Nazis sagten das Versailler Friedensdiktat und die Juden waren an allem Schuld
Der Kaiser Wilhelm sagte die Engländer und Franzosen sind an allem Schuld

Ist das nicht zum? Wir müssen diesen Teufelskreis mal durchbrechen, in dem wir auf den Gordischen Knoten einfach
Das ist gefragt, wenn s auch schwer fällt. Wir führen die Vorgespräche dazu.

Gruß vom Rhein ( ist bald ausgetrocknet )



Das nennt man Sündenbock Denken:
http://de.wikipedia.org/wiki/S%C3%BCndenbock
und dient dazu, Fehler und Misserfolge von sich weg zu schieben oder zu verdrängen, indem man einfach einen oder mehrere Schuldige bestimmt, am besten eine ganze Gruppe. Die "Sündenböcke" leiden darunter besonders, vor allem wenn sie persönlich keine Schuld trifft; ganz besonders betroffen waren die Juden im Zweiten Weltkrieg.
Das Sündenbockdenken ist auch deshalb so beliebt, weil nicht wenige Leute gar keine Lust haben, sich dauernd mit der Vergangenheit zu befassen. Das Problem ist sozusagen "abgehakt".
Theo


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#144

RE: Politische frühere DDR-Häftlinge oft krank

in Themen vom Tage 22.05.2011 10:18
von Tobeck | 488 Beiträge

Zitat von Gert
Und so haben wir immer in der Geschichte unsere Schuldigen gesucht und auch gefunden.

Ich zähle sie mal auf:
Wir heute sagen: Die Schdasi und die SED waren Schuld
Die Schdasi und die SED sagte die Nazis waren an allem Schuld
Die Nazis sagten das Versailler Friedensdiktat und die Juden waren an allem Schuld
Der Kaiser Wilhelm sagte die Engländer und Franzosen sind an allem Schuld


Gert, es gibt selbstverständlich geschichtliche Zusammenhänge und Ursachen. Das zu erkennen hat nichts mit "Schuldsuche" zu tun. Historiker unterteilen das zwanzigste Jahrhundert grob in zwei Epochen. Die von 1914 bis 1945 - der Historiker Michael Stürmer z.B. bezeichnet diese Epoche als den "dreißigjährigen Krieg des zwanzigsten Jahrhunderts", unterbrochen von einem Waffenstillstand und keinem echten Frieden - und die Epoche von 1945 bis 1990, ebenfalls mehr ein Waffenstillstand als echter Frieden, gemeinhin als "kalter Krieg" bekannt. Das Jahr 1945 mußte nicht zwangsläufig zum Mauerbau und zur Teilung Deutschlands führen, wie das Beispiel Österreich zeigt. Aber ohne das Jahr 1945 hätte es den Mauerbau vermutlich auch nicht gegeben.

Das nun irgendwelche Personen und Gruppen diese Zusammenhänge und Ursachen als Rechtfertigung für ihr Tun benutzen, ist ein völlig anderer Punkt. Dann ist es tatsächlich "Schuldsuche", um die eigenen Handlungen zu rechtfertigen.


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#145

RE: Politische frühere DDR-Häftlinge oft krank

in Themen vom Tage 22.05.2011 10:46
von EK86II (gelöscht)
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Zitat von SkinnyTrucky


....... ich denke, das ich weniger Hass habe als Feliks damals gegenüber seinen Klienten.....vielleicht solltest du dich auch mal mit diesen Leuten unterhalten.....



Hallo Skinny Trucky,
ich habe mir die Mühe gemacht und einen groß Teil der Beiträge von FelixD in den letzten Monaten gelesen. Von "Hass" ist keinesfalls zu lesen. Somit kann man Larissa's Aussage daß du "nichts aber auch gar nichts verstanden hast" durchaus stehen lassen. Die Schilderung von Major Tom zu den Verhältnissen in DDR Haft und vor Stasi Vernehmern bestätigen dies!

Im übrigen wäre es durchaus Interessant die von Merkur eingeworfene Frage nach dem "Warum" der Existenz der STASI in der Ostzone mal zu versuchen ansatzweise zu beantworten.

Peter


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#146

RE: Politische frühere DDR-Häftlinge oft krank

in Themen vom Tage 22.05.2011 11:06
von Gert | 12.357 Beiträge

Zitat von EK86II

Zitat von SkinnyTrucky


....... ich denke, das ich weniger Hass habe als Feliks damals gegenüber seinen Klienten.....vielleicht solltest du dich auch mal mit diesen Leuten unterhalten.....



Hallo Skinny Trucky,
ich habe mir die Mühe gemacht und einen groß Teil der Beiträge von FelixD in den letzten Monaten gelesen. Von "Hass" ist keinesfalls zu lesen. Somit kann man Larissa's Aussage daß du "nichts aber auch gar nichts verstanden hast" durchaus stehen lassen. Die Schilderung von Major Tom zu den Verhältnissen in DDR Haft und vor Stasi Vernehmern bestätigen dies!

Im übrigen wäre es durchaus Interessant die von Merkur eingeworfene Frage nach dem "Warum" der Existenz der STASI in der Ostzone mal zu versuchen ansatzweise zu beantworten.

Peter





Peter, das warum der Existenz der Stasi, glaube ich , ist ganz einfach zu beantworten.

1) das Volk hat diese Einrichtung nicht gebraucht. Wenn man von der Situation ausgeht, dass die Regierung vom Volk gewählt wird, so braucht eine frei gewählte Regierung keine Sicherungsorgane die sie vor dem Volk beschützt.
2) Genau dieses Sicherungsorgan war die Stasi, nämlich sie hat die SED und die Regierung vor dem Volk geschützt.
3) also kann man feststellen dass die Regierung nicht vom Volk der DDR gewählt wurde. ( ich meine wählen im ursprünglichen Sinne des Wortes, d.h. dass zwischen mindesten 2 oder mehreren politischen Parteien gewählt werden kann).
4) in der DDR wurde nicht nur nicht gewählt sondern auch noch von Staats wegen betrogen.(bei Wahlen oder besser gesagt Akklamationen)
5) DDR Regierungen liessen sich per Akklamation in den Regierungssessel hieven.

Gruß Gert


.
All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
John F.Kennedy 1963 in Berlin
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Mahatma Gandhi
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#147

RE: Politische frühere DDR-Häftlinge oft krank

in Themen vom Tage 22.05.2011 11:12
von SkinnyTrucky | 1.260 Beiträge

Zitat von EK86II

Zitat von SkinnyTrucky


....... ich denke, das ich weniger Hass habe als Feliks damals gegenüber seinen Klienten.....vielleicht solltest du dich auch mal mit diesen Leuten unterhalten.....



Hallo Skinny Trucky,
ich habe mir die Mühe gemacht und einen groß Teil der Beiträge von FelixD in den letzten Monaten gelesen. Von "Hass" ist keinesfalls zu lesen. Somit kann man Larissa's Aussage daß du "nichts aber auch gar nichts verstanden hast" durchaus stehen lassen. Die Schilderung von Major Tom zu den Verhältnissen in DDR Haft und vor Stasi Vernehmern bestätigen dies!

Im übrigen wäre es durchaus Interessant die von Merkur eingeworfene Frage nach dem "Warum" der Existenz der STASI in der Ostzone mal zu versuchen ansatzweise zu beantworten.

Peter




Peter, ich rede über den Hass, den er damals auf sein Klientel hatte.....und klar, ich geh gern auf das WARUM ein.....wenn du mir erklären kannst, warum auf die drei Beispiele, die Feliks in seinem Bericht anführte und auf den ich geantwortet habe, das MfS so drastisch reagiert hat und die Menschen die dahintersteckten in ein Gefängnis gesteckt hat.....

....denn, wenn ich dahingehend etwas nicht verstanden habe, dann kannst du mir das sicher prima erklären.....nämlich die Notwendigkeit jemand für Jahre wegzuschliessen wegen Nichtigkeiten....

Ich kann jedenfalls verstehen, das das die betroffenen Menschen krank gemacht hat und ich kann nich nachvollziehen, das die Ausführenden heute sagen, die Opfer sollen sich mal nich so haben, denn sie(das MfS) hätten ja einer grösseren Sache gedient....und noch schlimmer, sie zweifeln den Opfern auch noch den Opferstatus an.....

groetjes

Mara


Kein Sex mit Nazis...!!!
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#148

RE: Politische frühere DDR-Häftlinge oft krank

in Themen vom Tage 22.05.2011 11:20
von EK86II (gelöscht)
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Hallo Gert,
sehr interessante auslegung deinerseits. Über die "Walen" im Osten braucht man nicht zu schwadronieren, sie waren mit Sicherheit ein Witz.
Frage von mir: ist die Stasi ausschlieslich ins Leben gerufen worden um das eigen Volk unter Kontrolle zu halten? Wie verhält es sich mit Westlichen Diensten diesbezüglich? Kann man einen grundlegenden Unterschied zwischen BND/Verfassungsschutz und Stasi ziehen? Ist das FBI nicht auch gegen das eigen Volk gerichtet, kommen doch Landesweit agierende Verbrecher nicht auch aus der Mitte des Volkes?

Gruß
Peter


zuletzt bearbeitet 22.05.2011 11:21 | nach oben springen

#149

RE: Politische frühere DDR-Häftlinge oft krank

in Themen vom Tage 22.05.2011 11:25
von Merkur | 1.026 Beiträge

Zitat von Gert
Peter, das warum der Existenz der Stasi, glaube ich , ist ganz einfach zu beantworten.

1) das Volk hat diese Einrichtung nicht gebraucht. Wenn man von der Situation ausgeht, dass die Regierung vom Volk gewählt wird, so braucht eine frei gewählte Regierung keine Sicherungsorgane die sie vor dem Volk beschützt.
2) Genau dieses Sicherungsorgan war die Stasi, nämlich sie hat die SED und die Regierung vor dem Volk geschützt.
3) also kann man feststellen dass die Regierung nicht vom Volk der DDR gewählt wurde. ( ich meine wählen im ursprünglichen Sinne des Wortes, d.h. dass zwischen mindesten 2 oder mehreren politischen Parteien gewählt werden kann).
4) in der DDR wurde nicht nur nicht gewählt sondern auch noch von Staats wegen betrogen.(bei Wahlen oder besser gesagt Akklamationen)
5) DDR Regierungen liessen sich per Akklamation in den Regierungssessel hieven.

Gruß Gert



Gert,

zieh doch mal folgende Überlegungen in Deine bisher einseitige Betrachtungsweise mit ein.
1. Hatte die DDR rein Recht darauf, sich vor Spionage, Terror und Sabotage zu schützen ?
2. Hatte die DDR kein Recht darauf, Aufklärung außer Landes zu betreiben, wie das alle anderen Länder auch taten ?
3. Hatte die DDR kein Recht darauf, die Volkswirtschaft zu schützen, dort Missstände zu erkennen, Brände- und Störungen zu verhindern/zu untersuchen/aufzuklären und von außen in die DDR getragene Störtätigkeit zu unterbinden ?
4. Hatte die DDR kein Recht darauf, zu kontrollieren, wer ein- und ausreist ?
5. Hatte die DDR kein Recht darauf, Verbrechen auf ihrem Territorium zu untersuchen ?



zuletzt bearbeitet 22.05.2011 11:26 | nach oben springen

#150

RE: Politische frühere DDR-Häftlinge oft krank

in Themen vom Tage 22.05.2011 11:33
von Tobeck | 488 Beiträge

Zitat von Pit 59
So lange ich lebe werde ich diese Organisation hassen,schon aus dem Grund weil auch hier keiner mal sagt ja wir haben fehler gemacht,oder Entschuldigung.



Zitat von SkinnyTrucky

....denn, wenn ich dahingehend etwas nicht verstanden habe, dann kannst du mir das sicher prima erklären.....nämlich die Notwendigkeit jemand für Jahre wegzuschliessen wegen Nichtigkeiten....

Ich kann jedenfalls verstehen, das das die betroffenen Menschen krank gemacht hat und ich kann nich nachvollziehen, das die Ausführenden heute sagen, die Opfer sollen sich mal nich so haben, denn sie(das MfS) hätten ja einer grösseren Sache gedient....und noch schlimmer, sie zweifeln den Opfern auch noch den Opferstatus an.....

groetjes

Mara





Wobei man erwähnen muß, daß es auch andere (Ausnahmen?)gibt. Pit 59, vielleicht hilft Dir das:

Zitat

DEBATTE: Wir haben großen Mist gebaut

Ein ehemaliger IM und späterer hauptamtlicher Mitarbeiter der Staatssicherheit verteidigt die Geschichtsaufarbeitung in der Bundesrepublik

(...)Diese Probleme berechtigen jedoch keinen der ehemaligen Mitarbeiter der Staatssicherheit, in Positionen zu verbleiben oder Positionen anzustreben, in denen er hoheitliche Entscheidungen über Bürger der Bundesrepublik Deutschland zu treffen hat. Wir „Ehemalige“ haben uns in Demut vor unseren Opfern zurückzuhalten. Denn wir haben großen Bockmist gebaut. Wir haben uns an einer unglaublichen Hydra beteiligt. Wir haben Schicksale von rechtschaffenen Mitbürgern beeinflusst, wir waren Teil eines bedrückenden gesellschaftlichen Klimas und wir haben Menschen in den Knast gebracht. Wir werden lebenslang nur mit einem schlechten Gewissen unseren damaligen Opfern in die Augen schauen können.

Im Vergleich zu anderen ehemaligen Ostblock-Staaten haben wir Deutsche überwiegend die richtigen Lehren aus der Geschichte der DDR gezogen. Das betrifft vor allem den Erhalt der Gewaltenteilung, die Verhinderung eines Bundes-Super-Geheimdienstes und die Sicherung der freiheitlichen Grundrechte. Wir „Ehemalige“ können uns glücklich schätzen, dass unsere Schuld von Gerichten der Bundesrepublik Deutschland gewürdigt wurde. Wäre es anders herum gekommen, hätte es einen solchen rechtsstaatlichen Aufwand sicherlich nicht gegeben.(...)



Hier weiterlesen:
http://www.maerkischeallgemeine.de/cms/b...beiter-der.html

Vermutlich wird der Autor und ehem. MfS-Mitarbeiter dafür von einigen als "Verräter" angesehen werden.


zuletzt bearbeitet 22.05.2011 12:31 | nach oben springen

#151

RE: Politische frühere DDR-Häftlinge oft krank

in Themen vom Tage 22.05.2011 11:57
von EK86II (gelöscht)
avatar

Zitat von Tobeck


Im Vergleich zu anderen ehemaligen Ostblock-Staaten haben wir Deutsche überwiegend die richtigen Lehren aus der Geschichte der DDR gezogen. .



Hallo Tobeck,

wie wertest du den Umgang von Ländern wie Spanien, Portugal oder Südafrika mit ihren Folter und Mord belasteten Geheimdiensten der näheren Vergangenheit?

Peter


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#152

RE: Politische frühere DDR-Häftlinge oft krank

in Themen vom Tage 22.05.2011 12:04
von Tobeck | 488 Beiträge

Zitat von EK86II


Hallo Tobeck,

wie wertest du den Umgang von Ländern wie Spanien, Portugal oder Südafrika mit ihren Folter und Mord belasteten Geheimdiensten der näheren Vergangenheit?

Peter



Das war nicht meine Aussage, sondern das Zitat eines ehem. MfS-Mitarbeiters, das ich als Antwort auf Beiträge von Pit59 und Skinny Trucky eingestellt habe!


zuletzt bearbeitet 22.05.2011 12:04 | nach oben springen

#153

RE: Politische frühere DDR-Häftlinge oft krank

in Themen vom Tage 22.05.2011 12:06
von Gert | 12.357 Beiträge

Zitat von Merkur

Zitat von Gert
Peter, das warum der Existenz der Stasi, glaube ich , ist ganz einfach zu beantworten.

1) das Volk hat diese Einrichtung nicht gebraucht. Wenn man von der Situation ausgeht, dass die Regierung vom Volk gewählt wird, so braucht eine frei gewählte Regierung keine Sicherungsorgane die sie vor dem Volk beschützt.
2) Genau dieses Sicherungsorgan war die Stasi, nämlich sie hat die SED und die Regierung vor dem Volk geschützt.
3) also kann man feststellen dass die Regierung nicht vom Volk der DDR gewählt wurde. ( ich meine wählen im ursprünglichen Sinne des Wortes, d.h. dass zwischen mindesten 2 oder mehreren politischen Parteien gewählt werden kann).
4) in der DDR wurde nicht nur nicht gewählt sondern auch noch von Staats wegen betrogen.(bei Wahlen oder besser gesagt Akklamationen)
5) DDR Regierungen liessen sich per Akklamation in den Regierungssessel hieven.

Gruß Gert



Gert,

zieh doch mal folgende Überlegungen in Deine bisher einseitige Betrachtungsweise mit ein.
1. Hatte die DDR rein Recht darauf, sich vor Spionage, Terror und Sabotage zu schützen ?
2. Hatte die DDR kein Recht darauf, Aufklärung außer Landes zu betreiben, wie das alle anderen Länder auch taten ?
3. Hatte die DDR kein Recht darauf, die Volkswirtschaft zu schützen, dort Missstände zu erkennen, Brände- und Störungen zu verhindern/zu untersuchen/aufzuklären und von außen in die DDR getragene Störtätigkeit zu unterbinden ?
4. Hatte die DDR kein Recht darauf, zu kontrollieren, wer ein- und ausreist ?
5. Hatte die DDR kein Recht darauf, Verbrechen auf ihrem Territorium zu untersuchen ?





Merkur.
Punkt 1) 50 % Zustimmung, das ist überwiegend Polizeiarbeit , heute vergleich bar BKA Antiterrorbekämpfung aber auch BND und BfV
Punkt 2) 100 % Zustimmung
Punkt 3) Polizei und Feuerwehrarbeit
Punkt 4) Polizeiarbeit,, heute vergleichbar Bundespolizei
Punkt 5) Polizeiarbeit, Kriminalabt.

So sehe ich das, also die Punkte die du aufzähltest, können in der überwiegenden Mehrheit von Polizeiorganen ausgeführt werden.

Gruß Gert


.
All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
John F.Kennedy 1963 in Berlin
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#154

RE: Politische frühere DDR-Häftlinge oft krank

in Themen vom Tage 22.05.2011 12:06
von turtle | 6.961 Beiträge

Mir hat der Beitrag von S51 besonders gut gefallen. Stimmt auch ich fühlte mich damals und auch heute noch unschuldig verurteilt. Mit den normalen Kriminellen in der Haft habe ich mich nie auf gleiche Stufe gestellt. Ich habe sie in der Haft genauso abgelehnt wie sie mich manchmal belächelt haben für nichts zu sitzen. Trotzdem hatte ich einen gewissen Respekt bei Ihnen. Und ja nicht Rache aber so etwas wie Hass kam da schon gegen einzelne Peiniger oder dem Staat DDR im Allgemeinen. Nicht die Tatsache das Menschen ihre Ideologie ausleben störte mich. Es war wie sie diese Ideologie missbrauchten um Unrecht zu begehen! Spätestens noch einigen Jahren im „Westen“
Und ich immer mehr feststellen musste was mich störte .hätte ich auch wieder hier mehr unternehmen müssen um nicht alles so hinzunehmen. Hier hätte ich mich mehr engagieren müssen. Da dachte ich an Don Quijote .ja sogar einiges was in der DDR war bekam bei mir einen neuen Stellenwert. Ja im Idealstaat war ich nicht angekommen.
Den wird es nie geben. Trotz allen was ich in der BRD als negativ empfand fühlte ich mich in diesem Staat wohler wie in der DDR. Für mich war immer meine persönliche „Freiheit“ was immer man darunter verstehen mag wichtig. Maulkorb und Zwangsjacke waren hier einige Nummern größer und drückten nicht so!
S51 schreibt :
Einfach nur zu akzeptieren, dass passiert ist, was nun mal geschehen ist. Es hinter sich zu lassen.

vs schreibt: geht das wirklich? vergessen, ist das dann echt möglich?

Vergessen geht nicht aber es hinter mir zu lassen verlangte auch von mir zu akzeptieren was war. Ich habe versucht meine Gegner zu verstehen, deshalb muss ich nicht alles gut finden was sie getan haben. Ich habe vergeben bin ohne Hass ,und glaubt mir nun bin ich ausgeglichener, ruhiger, und fühle mich einfach besser wie damals als noch Hass in mir war! Heute kann ich mich entspannt mit ihnen an einen Tisch setzen und offen und fair zu diskutieren. Die Erfahrung hat mir gezeigt das man dabei viele Vorurteile abbauen kann ,und sogar gegenseitiges Verständnis in manchem Punkt lässt auf mehr hoffen. Wichtig ist es aus der Geschichte zu lernen und da haben wir Deutsche reichlich mit den letzten 100 Jahren zu tun. Wenn wir daraus die richtigen Lehren ziehen ,werden es uns unsere Kinder und Enkelkinder und die nachfolgenden Generationen danken.
Immerhin bin ich dankbar das mir mit meinen 65 Jahren der Krieg erspart blieb. Wie viele Generationen vor mir hatten dieses Glück?
Zu guter Letzt immer wenn hier bei unseren Diskussionen die Stasi mit in das Spiel kommt ,kommt es zu großen Emotionen. Versteht bitte beide Seiten wer mit der Stasi negative Erfahrungen gemacht wird nicht jetzt gleich Beifall klatschen wenn damaliges Unrecht was zur Sprache kommt oft so dargestellt wird ,selber Schuld oder verdreht wird. . Wir Menschen verarbeiten unsere Vergangenheit nicht alle gleich. Das Wort Stasi Syndrom finde ich hier genauso deplatziert wie eventuelle Gesundheitliche Auswirkungen durch Haftzeiten in der DDR ins lächerliche zu ziehen.
Gruß Peter(turtle)


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#155

RE: Politische frühere DDR-Häftlinge oft krank

in Themen vom Tage 22.05.2011 12:10
von Gert | 12.357 Beiträge

dieser Satz aus dem Pressezitat ist besonders beeindruckend:

Wir „Ehemalige“ können uns glücklich schätzen, dass unsere Schuld von Gerichten der Bundesrepublik Deutschland gewürdigt wurde. Wäre es anders herum gekommen, hätte es einen solchen rechtsstaatlichen Aufwand sicherlich nicht gegeben.(...)

Gruß Gert


.
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#156

RE: Politische frühere DDR-Häftlinge oft krank

in Themen vom Tage 22.05.2011 12:31
von EK86II (gelöscht)
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Zitat von Tobeck


Das war nicht meine Aussage, ......



Ohne Zweifel,
diese habe ich auch nicht in Abrede gestellt sondern dir eine Frage.

Peter


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#157

RE: Politische frühere DDR-Häftlinge oft krank

in Themen vom Tage 22.05.2011 12:41
von Feliks D. | 8.887 Beiträge

Nun dies ist seine persöhnliche Meinung. Soll er sie haben, er muss heute schließlich auch überleben und mang Zeitung oder Sender wird für solch eine Meinung auch sicherlich etwas springen lassen. Er spricht für sich und nicht für andere, dies sollte man im Hinterkopf behalten. Es gibt genug Aussagen und Bücher von Personen, die zu dem Zeitpunkt wesentlich älter waren und daher aus den Anfangsjahren noch um die Notwendigkeiten dieses Kampfes wussten, die eine gegenteilige Meinung vertreten. Wie, und vor allem warum, er nun zu seinen Ansichten gekommen ist, ist seine Sache. Letztendlich spricht er ja nur für sich und nicht im Namen von vielen anderen, dies bleibt entsprechenden Verbänden vorbehalten. Diese, um wieder zum Thema zu kommen, gibt es ja zum Glück auf beiden Seiten.


Was ich zu sagen hatte habe ich gesagt, nun fürchte ich das allerletzte Wort. Der Sprache Ohnmacht hat mich oft geplagt, doch Trotz und Hoffnung gab ich niemals fort! Mir scheint die Welt geht aus den Fugen bringt sich um, die vielen Kriege zählt man schon nicht mehr. Auch dieses neue große Deutschland macht mich stumm, der Zorn der Worte und die Wut wird mehr. Die Welt stirbt leise stilles Schreien hört man nicht, es hilft kein Weinen und man sieht's nicht im Gesicht. Wer einen Menschen rettet rettet so die Welt, am Ende überleben wir uns doch. Nur wir bestimmen wann der letzte Vorhang fällt, still und leise verlassen wir die Welt!

Macht es gut Freunde!
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#158

RE: Politische frühere DDR-Häftlinge oft krank

in Themen vom Tage 22.05.2011 12:50
von Tobeck | 488 Beiträge

Zitat von EK86II


Ohne Zweifel,
diese habe ich auch nicht in Abrede gestellt sondern dir eine Frage.

Peter


Ok! Die Frage über den richtigen Umgang müßten doch am ehesten die Opfer beantworten, oder? Können wir "Außenstehende" die Situation der Opfer und Täter in Spanien, Portugal und Südafrika in Deutschland richtig einschätzen und beurteilen? Werden wir in Deutschland richtig informiert? Die Informationen, die wir erhalten haben, besagten wimre, dass Mandela den Tätern mehr oder weniger verziehen hat und der Umgang von Opfern und Tätern vorbildhaft sei. Nun hat aber vor einigen Jahren Peter Scholl-Latour - ein in der Regel gut informierter Journalist, der nie ein Blatt vor den Mund nimmt und dem es egal ist, was die öffentlich-rechtlichen Medien verbreiten - erklärt, dass seit dem Ende des Apartheit-Regimes ca. 2.000 bis 3.000 weiße Farmer in Südafrika ermordet wurden. Scholl-Latour hat nicht behauptet, das dies von Mandela angeordnet wurde, schließlich hattte der auch keine absolute Kontrolle darüber, was einzelne Personen oder Gruppen im ländlichen Raum tun. Warum haben darüber die öffentlich- rechtlichen Medien in Deutschland aber nicht informiert, sondern nur über diese Vorfälle in Simbabwe? Weil es nicht in das öffentliche Bild einer konfliktfreien Aufarbeitung paßt? Nun hatte die internationale Gemeinschaft das Apartheit-Regime verurteilt und isoliert, dann würden diese nachfolgenden Ereignisse nicht mehr so gut ins Bild passen, oder? Es bleiben offene Fragen!


zuletzt bearbeitet 22.05.2011 13:11 | nach oben springen

#159

RE: Politische frühere DDR-Häftlinge oft krank

in Themen vom Tage 22.05.2011 12:56
von Feliks D. | 8.887 Beiträge

Zitat von Manfred B.
Deine letzten Bemerkungen über Pit und Fam., gehen Dir, wenn man es zwischen den Zeilen ließt, auf gut DEUTSCH am "Gesäss" vorbei. War es nicht eure Truppe die da die Finger im Spiel hatte? Achte mal auf Dein "ACH"...



Ich bin mir noch nicht ganz darüber im klaren welche Rolle Du hier spielen willst. Für meine Begriffe kommentierst Du etwas zu viel und versuchst das Stimmungsbild hier zu beeinflussen. Eigene Aussagen sind eher selten und so denke ich mir ab und an, wer wohl dieses Püppchen gestrickt haben mag? Einmal mehr SN.... oder zur Abwechslung mal jemand neues, doch letztendlich gehst mir hier nur Du am "Gesäss" vorbei.


Was ich zu sagen hatte habe ich gesagt, nun fürchte ich das allerletzte Wort. Der Sprache Ohnmacht hat mich oft geplagt, doch Trotz und Hoffnung gab ich niemals fort! Mir scheint die Welt geht aus den Fugen bringt sich um, die vielen Kriege zählt man schon nicht mehr. Auch dieses neue große Deutschland macht mich stumm, der Zorn der Worte und die Wut wird mehr. Die Welt stirbt leise stilles Schreien hört man nicht, es hilft kein Weinen und man sieht's nicht im Gesicht. Wer einen Menschen rettet rettet so die Welt, am Ende überleben wir uns doch. Nur wir bestimmen wann der letzte Vorhang fällt, still und leise verlassen wir die Welt!

Macht es gut Freunde!
zuletzt bearbeitet 22.05.2011 12:59 | nach oben springen

#160

RE: Politische frühere DDR-Häftlinge oft krank

in Themen vom Tage 22.05.2011 12:59
von Merkur | 1.026 Beiträge

Zitat von Gert
zieh doch mal folgende Überlegungen in Deine bisher einseitige Betrachtungsweise mit ein.
1. Hatte die DDR rein Recht darauf, sich vor Spionage, Terror und Sabotage zu schützen ?
2. Hatte die DDR kein Recht darauf, Aufklärung außer Landes zu betreiben, wie das alle anderen Länder auch taten ?
3. Hatte die DDR kein Recht darauf, die Volkswirtschaft zu schützen, dort Missstände zu erkennen, Brände- und Störungen zu verhindern/zu untersuchen/aufzuklären und von außen in die DDR getragene Störtätigkeit zu unterbinden ?
4. Hatte die DDR kein Recht darauf, zu kontrollieren, wer ein- und ausreist ?
5. Hatte die DDR kein Recht darauf, Verbrechen auf ihrem Territorium zu untersuchen ?




Merkur.
Punkt 1) 50 % Zustimmung, das ist überwiegend Polizeiarbeit , heute vergleich bar BKA Antiterrorbekämpfung aber auch BND und BfV
Punkt 2) 100 % Zustimmung
Punkt 3) Polizei und Feuerwehrarbeit
Punkt 4) Polizeiarbeit,, heute vergleichbar Bundespolizei
Punkt 5) Polizeiarbeit, Kriminalabt.

So sehe ich das, also die Punkte die du aufzähltest, können in der überwiegenden Mehrheit von Polizeiorganen ausgeführt werden.
[/quote]

Ich denke, es besteht Übereinstimmung, dass diese Aufgaben völlig legitim waren.
Wer diese Aufgaben nun wahrnimmt ist Sache des Aufbaus und der Organisation der Sicherheitsstruktur.



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