#1

Der letzte Brief / "Heimi-Brief"

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 01.05.2011 14:40
von Gelöschtes Mitglied
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Ein Hallo an alle User,

ich habe heute mal wieder ein bischen rumgestöbert und meinen "Heimibrief" gefunden.
Es war die letzte Post vor dem Heimgang,die man damals aus der Kompanie nauch Haus schickte.
Es kamen 18 Briefmarken drauf,für jeden gedienten Monat eine.
Wurde das bei euch auch so gehandhabt?
Daheim wurde dann die Sektflasche geleert,welche mit den Bandmaßschnipseln beklebt war.
Diese Pulle habe ich leider nicht mehr gefunden,oder sie liegt noch irgendwo auf dem Boden versteckt......
Habe auch noch diverse schwarz/weiß Fotos entdeckt,die zu meiner Dienstzeit durch mich in der Kompanie aufgenommen wurden.
Werde nun mal den Heimibrief hier einstellen,incl. Umschlag.
Allen noch einen schönen 1. Mai und marschiert nicht mehr so viel......
Im nächsten Jahr fällt ja dieser Feiertag wieder etwas Arbeitnehmerfreundlicher aus,es wird ein Dienstag sein. ( Schaltjahr )

Gruß ek40

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Freienhagener hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#2

RE: Der letzte Brief / "Heimi-Brief"

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 01.05.2011 16:31
von 94 | 10.792 Beiträge

Zitat von ek40
Wurde das bei euch auch so gehandhabt?

Goldfarbener Umschlag,
18 Marken im Wert von 5,40 für 18 Monate mit 540 Tagen,
Angabe Absender in Reserve versetzt,
...

Leider (?) keine eigene Erfahrung, sondern hier gefunden ... Der Goldene Brief [Grundwehrdienst NVA]


Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


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#3

RE: Der letzte Brief / "Heimi-Brief"

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 01.05.2011 16:47
von Matscher (gelöscht)
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hey,

mein Heimi-Brief liegt in meinem Philatelieschrank. Das ist der einzige, den ich von damals aug´fgehoben habe. Alle anderen habe ich aus verständlichen Gründen entsorgt. Mal sehen, was passiert, wenn man so einen Brief bei Sothebys einschickt.

Matscher


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#4

RE: Der letzte Brief / "Heimi-Brief"

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 01.05.2011 17:10
von Ludwig | 252 Beiträge

Ich glaube, das Thema hatten wir 2010 schonmal, aber macht ja nix. Damals hatte ich mich nicht mit reingehängt.
Der letzte Brief wurde bei uns gehandhabt wie hier schon mehrfach gesagt. Bei mir mußten eben nur 36 Marken drauf. Es gab da nur ein Problem: Wie den Brief so zur Post rauskriegen, daß der Stempel das E-Datum zeigte ? Meistens mußte das über den Schreiber
oder über zuverlässige Leute laufen, die am Vortag Ausgang hatten und dann auch vor der Zeit der Kasten-Leerung eingeworfen haben.
Als Heimgänger kam man ja nicht mehr raus.
Im Brief war dann die EK-Urkunde, der letzte Ausgangsschein und so verschiedene Kleinigkeiten.
Die Absendeadresse hat wahrscheinlich so ein frustrierter Postbeamter durchstrichen !

So, mal sehen, ob das hochladen geklappt hat ?

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zuletzt bearbeitet 01.05.2011 17:13 | nach oben springen

#5

RE: Der letzte Brief / "Heimi-Brief"

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 01.05.2011 17:17
von Pit 59 | 10.132 Beiträge

18 Marken im Wert von 5,40 für 18 Monate mit 540 Tagen,@94er

94er das es bei Dir nicht geklappt hat ist ja klar,DINA4 wäre zu knapp gewesen für die Marken


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#6

RE: Der letzte Brief / "Heimi-Brief"

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 01.05.2011 19:12
von Fritz (gelöscht)
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Ein sehr gut geschriebner Brief, der ein gutes Bild vermittelt. Auch für jemanden, der nicht dabei war. Fritz


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#7

RE: Der letzte Brief / "Heimi-Brief"

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 01.05.2011 19:50
von Fanny | 74 Beiträge

Zitat
Hallo

Hier sind meine letzten Briefe

Angefügte Bilder:
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#8

RE: Der letzte Brief / "Heimi-Brief"

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 01.05.2011 20:03
von Feliks D. | 8.887 Beiträge

Wahnsinn @Fanny, das ist ja schon richtig Kunst und nicht einfach mehr nur ein Brief

Klasse, Rspekt, Super


Was ich zu sagen hatte habe ich gesagt, nun fürchte ich das allerletzte Wort. Der Sprache Ohnmacht hat mich oft geplagt, doch Trotz und Hoffnung gab ich niemals fort! Mir scheint die Welt geht aus den Fugen bringt sich um, die vielen Kriege zählt man schon nicht mehr. Auch dieses neue große Deutschland macht mich stumm, der Zorn der Worte und die Wut wird mehr. Die Welt stirbt leise stilles Schreien hört man nicht, es hilft kein Weinen und man sieht's nicht im Gesicht. Wer einen Menschen rettet rettet so die Welt, am Ende überleben wir uns doch. Nur wir bestimmen wann der letzte Vorhang fällt, still und leise verlassen wir die Welt!

Macht es gut Freunde!
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#9

RE: Der letzte Brief / "Heimi-Brief"

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 01.05.2011 20:08
von Pit 59 | 10.132 Beiträge

Diese Briefe waren doch bestimmt gefundenes Fressen zum nachschauen stimmts Feliks.


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#10

RE: Der letzte Brief / "Heimi-Brief"

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 01.05.2011 20:13
von Feliks D. | 8.887 Beiträge

Zitat von Pit 59
Diese Briefe waren doch bestimmt gefundenes Fressen zum nachschauen stimmts Feliks.



Deine Fixierung auf das MfS ist ja schon krankhaft. Egal welches Thema, Dein blinder Hass lässt Dich immer wieder dort landen... dass muss ja schon belastend für Dich sein. Fällt das schon unter die Kategorie Zwangsstörung? Gut das es heute für alles die richtige Seite gibt... http://www.psychologe.de/beratung/themen/online-hilfe.php


Was ich zu sagen hatte habe ich gesagt, nun fürchte ich das allerletzte Wort. Der Sprache Ohnmacht hat mich oft geplagt, doch Trotz und Hoffnung gab ich niemals fort! Mir scheint die Welt geht aus den Fugen bringt sich um, die vielen Kriege zählt man schon nicht mehr. Auch dieses neue große Deutschland macht mich stumm, der Zorn der Worte und die Wut wird mehr. Die Welt stirbt leise stilles Schreien hört man nicht, es hilft kein Weinen und man sieht's nicht im Gesicht. Wer einen Menschen rettet rettet so die Welt, am Ende überleben wir uns doch. Nur wir bestimmen wann der letzte Vorhang fällt, still und leise verlassen wir die Welt!

Macht es gut Freunde!
zuletzt bearbeitet 01.05.2011 20:16 | nach oben springen

#11

RE: Der letzte Brief / "Heimi-Brief"

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 01.05.2011 20:22
von Pit 59 | 10.132 Beiträge

Also bestreitest Du das es das"Einsatzgebiet" aufreissen von Briefen und Paketen gegeben hat ?
Feliks ich kenne einige Krankhafte Pokerspieler die sind vor mir dran mit der Ärztlichen Betreuung.

Das ist jetzt OT.Entschuldige mich dafür.


zuletzt bearbeitet 01.05.2011 20:23 | nach oben springen

#12

RE: Der letzte Brief / "Heimi-Brief"

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 01.05.2011 20:31
von Feliks D. | 8.887 Beiträge

Pit das bestreitet niemand, aber es ist hier nicht das Thema... scheinbar kannst Du nicht anders... Pawlowscher Reflex oder schon Zwangsstörung? OT war auch schon Dein Beitrag vorher, Talent hast Du ja alle Themen zu zerschießen!


Was ich zu sagen hatte habe ich gesagt, nun fürchte ich das allerletzte Wort. Der Sprache Ohnmacht hat mich oft geplagt, doch Trotz und Hoffnung gab ich niemals fort! Mir scheint die Welt geht aus den Fugen bringt sich um, die vielen Kriege zählt man schon nicht mehr. Auch dieses neue große Deutschland macht mich stumm, der Zorn der Worte und die Wut wird mehr. Die Welt stirbt leise stilles Schreien hört man nicht, es hilft kein Weinen und man sieht's nicht im Gesicht. Wer einen Menschen rettet rettet so die Welt, am Ende überleben wir uns doch. Nur wir bestimmen wann der letzte Vorhang fällt, still und leise verlassen wir die Welt!

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#13

RE: Der letzte Brief / "Heimi-Brief"

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 01.05.2011 20:33
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von 94

Zitat von ek40
Wurde das bei euch auch so gehandhabt?

Goldfarbener Umschlag,
18 Marken im Wert von 5,40 für 18 Monate mit 540 Tagen,
Angabe Absender in Reserve versetzt,
...

Leider (?) keine eigene Erfahrung, sondern hier gefunden ... Der Goldene Brief [Grundwehrdienst NVA]




Zu unserer Zeit, oder jedenfalls in unserer Ecke, war es damals "Mode",dass im Absender unbedingt Herr erscheint.
Im Absender "In Reserve versetzt" gab es bei uns nicht.
Davon wollte auch zu diesem Zeitpunkt niemand von den Abgängern etwas wissen.
Es zählte nur das zivile normale Leben.
Das Wort Reservistendienst wollte keiner von uns hören.
Niemand wollte mehr eine Uniform sehen geschweige denn überstreifen.
Natürlich holten uns später die Tatsachen in Form des M-Befehls auf den Boden der Realität zurück.
Nur in dieser Sache hatte ich endlich mal Glück.
Ich brauchte nie wieder "Bekanntschaft" mit diesen "Genossen" schließen.
Nun gut,einmal hat es mich kurz erwischt.
Im Rahmen des M-Befehls musste ich mich auf dem Wehrkreiskomando melden und meine Tasche wurde auf Vollständigkeit überprüft.
Das wars,ich konnte wieder nach Hause.
Kumpels von mir hatten nicht so viel Glück,einige mußten 3 mal bei diesem Verein für 3 Monate wieder antreten......

Gruß ek40


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#14

RE: Der letzte Brief / "Heimi-Brief"

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 01.05.2011 20:46
von Gelöschtes Mitglied
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Hallo @ Fanny,

ich muß dem Felix (zum ersten mal meinerseits glaube ich ) zustimmen.
Deine Umschläge und Briefe sind schon wahre Kunst und es hat sicherlich einige Zeit gedauert, bis sie endlich fertig waren.
Auch wenn es denn beim ersten mal geklappt hat.
Meine Frage wäre jetzt mal warum du 2 Briefe geschrieben/gefertigt hast ,aus Sicherheit falls einer verloren geht?

Ich hänge auch mal meinen Freibrief mit dran (echte Petschaft mit echter Unterschrift vom Uleu)

Gruß ek40

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#15

RE: Der letzte Brief / "Heimi-Brief"

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 01.05.2011 21:01
von Fanny | 74 Beiträge

Zitat von ek40
Hallo @ Fanny,

ich muß dem Felix (zum ersten mal meinerseits glaube ich ) zustimmen.
Deine Umschläge und Briefe sind schon wahre Kunst und es hat sicherlich einige Zeit gedauert, bis sie endlich fertig waren.
Auch wenn es denn beim ersten mal geklappt hat.
Meine Frage wäre jetzt mal warum du 2 Briefe geschrieben/gefertigt hast ,aus Sicherheit falls einer verloren geht?

Ich hänge auch mal meinen Freibrief mit dran (echte Petschaft mit echter Unterschrift vom Uleu)

Gruß ek40



hallo ek40

ja aus sicherheit das wenigstens ein brief zu hause ankommen sollte ist aber gut gelaufen und beide sind heil angekommen.
ja ja hat eine weile gedauert bis sie fertig waren so zwei drei tage habe ich gebraucht.

gruß fanny


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#16

RE: Der letzte Brief / "Heimi-Brief"

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 01.05.2011 21:21
von SEG15D | 1.119 Beiträge

@ek40

Ich persönlich kann mich an diesen Brief nicht mehr erinnern....
Die Schnipsel vom Bandmaß haben wir für die Sektflasche natürlich weggeschickt.
Meinen Freibrief hab ich grad mal hergesucht....dat Dingen ist immer noch zusammengerollt und fast 1 Meter lang..
Bescheiden zu fotografieren als Rolle......
Mal sehen,vielleicht fällt mir nochwas dazu ein.....

@Fanny

Saubere und schöne Arbeit!


Gruß SEG15D



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#17

RE: Der letzte Brief / "Heimi-Brief"

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 02.05.2011 17:05
von josy95 | 4.915 Beiträge

Das sehe, höhre, lese ich zum ersten mal! Bei uns (LüB 5 Havelberg) seinerzeit unbekannt.

Selbst hab ich erst dieser Tage auf dem Dachboden (ich denke mal fast alle) die Briefe gefunden, von meiner Mama (vorrausschauend in historischer Weitsicht) einst fein säuberlich gebündelt. Soweit ich weiss, schlummern in meinem Elternhaus auch meine Briefe an meine Eltern noch, wohl auch ein Teil der Briefe, die mein Papa von 1943 bis 1945 aus Frankreich, Peenemünde und Wieck auf Rügen nach Hause schrieb..., ein nicht nur für eine Familienchronik unschätzbarer Fundus. Mein Papa hatte immer vor, dies einmal für die Nachwelt aufzubereiten, aber leider hat er sich vor nunmehr fast 10 Jahren auf den Weg gemacht, nicht den zur Post, sondern dorthin, wo man nur die Gedanken an seine Lieben hin mitnehmen kann....

Nun wird es wohl meine Aufgabe sein, sein Vermächtnis zu erfüllen. Und ich tue es gern. Es braucht nur gewaltig viel Zeit...., sehr viel Zeit.

Es soll auch Bestandteil eines Buches sein, dessen Anfang ich schon geschrieben hab.

In`s Forum werde ich natürlich auch "Leseproben" einstellen! Bitte nur etwas Geduld!

josy95


Sternbild Krebs, eine seiner herausragenden Eigenschaften: Krebse kommen immer an ihr Ziel..., und wenn sie zei Schritt vorgehen und einen zurück...

Zu verstehen als Abmahnung an EINEN Admin... bitte lächeln!
zuletzt bearbeitet 02.05.2011 17:06 | nach oben springen

#18

RE: Der letzte Brief / "Heimi-Brief"

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 03.09.2015 22:06
von Fischerhütte | 61 Beiträge

Hallo,
so sah meine Heimiurkunde (und anderer des HG 82/1) damals aus (12 GK Eisfeld - Steudach):



Diese war in dem goldenen Umschlag :

Gruß Fischerhütte

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