#1

Die Uniform im Ausgang verteidigen??!!

in Grenztruppen der DDR 05.04.2011 22:30
von Thomas-Porta | 55 Beiträge

In meiner Dienstzeit von 1978 bis 1980 wurde nicht nur das Hemd mit Binder für Soldaten eingeführt(Ausgangsuniform). Es gab auch eine eigenartige Begebenheit (nicht als schriftlichen Befehl)
Da im Ausgang (Falkensee und Staaken, nicht Berlin oder Potsdam) es oft vorkam, das Grenzer von der Bevölkerung angepöbelt wurden
und für familiäre Zustände(nach Westberlin) verantwortlich gemacht wurden, war
-der Ausgang meistens mit meheren Grenzern empfohlen
-eine Telefonnummer rausgegeben, die bei Arger anzurufen war, dann kam W50 mit "kräftigen Grenzern" die beim Absitzen das Koppel
abschnallten. Diese Art Drohung reichte und die zivilen Pöbler rannten weg (einmal war nur ein Grenzer abgesprungen und wir fragten wo ist der Rest, er sagte "ich bin der Einzige, aber es sah nach vielen Grenzern aus)...
ist alles eigentlich kein Problem...
Aber ich erinnere mich, dass wir unterwiesen wurden, dass die Uniform ein Staatskleid sei. welches in Ehren zu halten ist...
...also sollten wir schon beim "zerren" an der Uniform "zuschlagen" bzw hätten zu reagieren(nicht eben verhältnismäßig, sondern aggressiv) und sollten dafür nicht bestraft werden...Es hat aber kein Einziger von uns so ausgelegt oder ausgenutzt...!!!
Gab es woanders ähnliches oder war das nur bei uns so???

Gruß
Thomas

Koppel


zuletzt bearbeitet 06.04.2011 16:22 | nach oben springen

#2

RE: Die Uniform im Ausgang verteidigen??!!

in Grenztruppen der DDR 05.04.2011 22:53
von Hans55 | 763 Beiträge

Hallo,Thomas! Ich war78-79in Oranienburg,danach in Groß-Gliniecke!,Also angeböbelt ist ja noch geschmeichelt,die konnten uns einfach nicht leiden! Mindestens zu zweit in den Ausgang und das Koppel griffbereit.


zuletzt bearbeitet 06.04.2011 16:22 | nach oben springen

#3

RE: Die Uniform im Ausgang verteidigen??!!

in Grenztruppen der DDR 06.04.2011 06:15
von S51 | 3.733 Beiträge

Zitat von Thomas-Porta
... Gab es woanders ähnliches oder war das nur bei uns so???
...



In Schierke habe ich so etwas nie erlebt. Während der Zugfahrten zwischen Sachsen und dem Harz auch nicht. Ein paar kleine Auseinandersetzungen zwischen Dorfjugend und Grenzern hat es gegeben, wenn die hübschen Kellnerinnen zu viele Köpfe verdrehten. Mit Grenze und Uniform hatte das jedoch nicht viel zu tun. Abgesehen mal vom Argument "Koppel".
Allerdings gab es Gaststätten, die wir Grenzer nicht besucht haben und es gab Gaststätten, wo man eher niemanden vom Dorf traf. Sowas wie "Reviere"...


GK Nord, GR 20, 7. GK
VPI B-Lbg. K III


zuletzt bearbeitet 06.04.2011 16:23 | nach oben springen

#4

RE: Die Uniform im Ausgang verteidigen??!!

in Grenztruppen der DDR 06.04.2011 09:11
von GZB1 | 3.287 Beiträge

Zitat von Thomas-Porta

...-eine Telefonnummer rausgegeben, die bei Arger anzurufen war, dann kam W50 mit "kräftigen Grenzern" die beim Absitzen das Koppel
abschnallten. Diese Art Drohung reichte und die zivilen Pöbler rannten weg...

Gruß
Thomas



W50 mit "kräftigen Grenzern" wer soll das gewesen sein, der A-Zug? Eh man angerufen hätte, wäre die Klopperei vor Ort doch schon mächtig im Gange gewesen. Vor allem weil es ja bestimmt an jeder Ecke ein Telefon in Falkensee gab.

Aber das mit der Telefonnummer stimmt, wimre war der OvD.


zuletzt bearbeitet 06.04.2011 16:23 | nach oben springen

#5

RE: Die Uniform im Ausgang verteidigen??!!

in Grenztruppen der DDR 06.04.2011 09:50
von utkieker | 2.929 Beiträge

Von einer Telefonnummer weiß ich auch nichts. Allerdings wurden wir aufgefordert bestimmte Lokalitäten in Salzwedel zu meiden. Dazu gehörte der "Schwarze Adler". Unter der Uniformjacke sollten wir uns zusätzlich ein Gurtkoppel schnallen, wenn wir schon im "Schwarzen Adler" ein Bier trinken wollten. Angepöbelt wurde ich nie, auch nicht im "Schwarzen Adler". Allerdings gab es da mal eine Begebenheit, wo mich jemand naiv fragte, ob ich die Schützenschnur für's abknallen von Grenzverletzern bekommen habe.
Übrigens, wer mir an die Wäsche will egal ob zivil oder im "Ehrenkleid", darf auch meine Faust zu spüren kriegen. Man muß sich nicht alles gefallen lassen.

Gruß Hartmut!


"Die Vergangenheit zu verbieten macht sie nicht ungeschehen, nicht einmal wenn man versucht sie selbst in sich zu verdrängen"
(Anja-Andrea 1959 - 2014)
zuletzt bearbeitet 06.04.2011 16:23 | nach oben springen

#6

RE: Die Uniform im Ausgang verteidigen??!!

in Grenztruppen der DDR 06.04.2011 10:43
von Pit 59 | 10.165 Beiträge

Wir wurden im Ausgang auch nicht angemacht (höchstens von den Mädels) oder Beleidigt.Wir waren doch die Abwechslung in den Grenzdörfern.Vieleicht hängt das auch damit zusammen das wenig oder gar keine von der Opposition dort wohnten,oder wohnen durften.


zuletzt bearbeitet 06.04.2011 16:23 | nach oben springen

#7

RE: Die Uniform im Ausgang verteidigen??!!

in Grenztruppen der DDR 06.04.2011 10:57
von eisenringtheo | 9.191 Beiträge

Zitat von Pit 59
Wir wurden im Ausgang auch nicht angemacht (höchstens von den Mädels) oder Beleidigt.Wir waren doch die Abwechslung in den Grenzdörfern.Vieleicht hängt das auch damit zusammen das wenig oder gar keine von der Opposition dort wohnten,oder wohnen durften.



Je näher wir in der Schweiz bei oder in grossen Städten stationiert waren, desto unbeliebter war man als Armeeangehöriger. Warum? Kein Ahnung.
Theo


zuletzt bearbeitet 06.04.2011 16:24 | nach oben springen

#8

RE: Die Uniform im Ausgang verteidigen??!!

in Grenztruppen der DDR 06.04.2011 11:00
von Pit 59 | 10.165 Beiträge

Ja Theo das möge sein.Aber ich meine die kleinen Grenzdörfchen,abseits von Gut und Böse,wo Niemand,oder erst nach grosser Vorauswahl hin gekommen ist.


zuletzt bearbeitet 06.04.2011 16:23 | nach oben springen

#9

RE: Die Uniform im Ausgang verteidigen??!!

in Grenztruppen der DDR 06.04.2011 11:22
von eisenringtheo | 9.191 Beiträge

Zitat von Pit 59
Ja Theo das möge sein.Aber ich meine die kleinen Grenzdörfchen,abseits von Gut und Böse,wo Niemand,oder erst nach grosser Vorauswahl hin gekommen ist.


Ganz bestimmt. Wer dort wohnte, gehörte mehr zur ländlichen Bevölkerung. Die ist meist heimatverbunden und hat weniger Mühe zu verstehen, was die GT tut. Und wer dort wohnen bleiben wollte, hat sich mit der Truppe gut gestellt.
Theo


zuletzt bearbeitet 06.04.2011 16:24 | nach oben springen

#10

RE: Die Uniform im Ausgang verteidigen??!!

in Grenztruppen der DDR 06.04.2011 13:25
von Greso | 2.377 Beiträge

Zu meiner Zeit,wurde kein Koppel getragen und angemacht,wurden wir oder ich nicht.
Einmal hörten wir jemanden sagen,alle die einen grünen Balken trage,haben jemanden erschossen
Gruß Greso

Angefügte Bilder:
Ausgang 001.jpg

zuletzt bearbeitet 06.04.2011 16:24 | nach oben springen

#11

RE: Die Uniform im Ausgang verteidigen??!!Inmeiner

in Grenztruppen der DDR 06.04.2011 13:51
von Rabe (gelöscht)
avatar

Zitat von Pit 59
Wir wurden im Ausgang auch nicht angemacht (höchstens von den Mädels) oder Beleidigt.Wir waren doch die Abwechslung in den Grenzdörfern.Vieleicht hängt das auch damit zusammen das wenig oder gar keine von der Opposition dort wohnten,oder wohnen durften.



Waren die Mädels so hässlich und bösartig, daß die heiratsfähigen und heiratswilligen Jungs vertrieben wurden?
Da waren die Angehörigen der GT ein leichtes " Opfer der Weiber ". Sie wußten genau, daß ihr nicht weg durftet bzw. nicht weg
konntet.

Rabe


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#12

RE: Die Uniform im Ausgang verteidigen??!!

in Grenztruppen der DDR 06.04.2011 14:14
von S51 | 3.733 Beiträge

[quote="Rabe]...Waren die Mädels so hässlich und bösartig, daß die heiratsfähigen und heiratswilligen Jungs vertrieben wurden?
Da waren die Angehörigen der GT ein leichtes " Opfer der Weiber ". Sie wußten genau, daß ihr nicht weg durftet bzw. nicht weg
konntet.

Rabe[/quote]

Oh, Oh! Wenn das welche aus Schierke lesen, hast du das nächste Mal ein Problem beim Besuch des Brockenmuseums!


GK Nord, GR 20, 7. GK
VPI B-Lbg. K III


zuletzt bearbeitet 06.04.2011 16:24 | nach oben springen

#13

RE: Die Uniform im Ausgang verteidigen??!!

in Grenztruppen der DDR 06.04.2011 16:03
von Thomas-Porta | 55 Beiträge

Zitat von GZB1
[quote="Thomas-Porta"]
...-eine Telefonnummer rausgegeben, die bei Arger anzurufen war, dann kam W50 mit "kräftigen Grenzern" die beim Absitzen das Koppel
abschnallten. Diese Art Drohung reichte und die zivilen Pöbler rannten weg...

Gruß
Thomas



W50 mit "kräftigen Grenzern" wer soll das gewesen sein, der A-Zug? Eh man angerufen hätte, wäre die Klopperei vor Ort doch schon mächtig im Gange gewesen. Vor allem weil es ja bestimmt an jeder Ecke ein Telefon in Falkensee gab.

Also, sowas wie A-Zug gabs nicht, weil kleine Pionier.Kompanie, paar Leute Transportkompanie und die beiden Ausbildungskompanien die nicht in Oranienburg sondern in Falkensee waren und auch die GÜST waren anderweitig beschägtigt. Mit kräftiger Grenzer war gemeint, man erwartet 4-7 Mann und einer springt vom Auto etwas dicker als normal und soll die Zivilisten abschrecken-jetzt verstanden...
Ich jedenfalls war nicht auf Kloppe aus, insbesondere nicht für die "Berliner Probleme" und nicht für die etwas verwöhnten Randberliner (verwöhnter als die anderen damaligen Bezirke der DDR) den Kopf hinzuhalten...! Die Berliner(damaligen Ostberliner) dachten doch es wird alles für Sie getan (jeder Bezirk durfte in Berlin Wohnungen bauen und montieren, man wollte in Berlin als Hauptstadt gegenüber dem Ausland protzen und diese Randberliner dachten es wäre nur für sie gedacht (sorry für die unblumige Beschreibung)

Gruß
Thomas


zuletzt bearbeitet 06.04.2011 16:24 | nach oben springen

#14

RE: Die Uniform im Ausgang verteidigen??!!

in Grenztruppen der DDR 06.04.2011 16:32
von bendix | 2.642 Beiträge

Ich war in Falkensee einmal in Ausgang,wir waren zu siebent,alle aus einer Stube.Probleme gab es mit den Einheimischen oft,auch wir haben einige Anpöbelungen hören müssen,Schützenschnur für erschossene Grenzer und all so ein dummes Zeug,naja.
Nachdem dann einer aus der 4.GAK zusammengeschlagen an einem Graben gefunden wurde,durften wir nicht mehr "raus".Im Objekt gab es eine Gaststätte die auch der Öffentlichkeit zugänglich war,da führte dann unser Ausgang hin.

Gruß bendix


Das Zufriedene ist leise,das Unzufriedene ist laut.
Gefreiter der Grenztruppen -1980 GAR 40 Oranienburg/Falkensee-GR 34 Groß-Glienicke 1981-1982
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#15

RE: Die Uniform im Ausgang verteidigen??!!

in Grenztruppen der DDR 06.04.2011 16:46
von GZB1 | 3.287 Beiträge

Da müssen die Falkenseer und vor allem die Weststaakener(DDR) doch noch ziemlich sauer gewesen sein wegen der Grenze. Weststaaken (eigentlich bis Kriegsende noch Berlin) ging ja an die sowjet. Besatzungszone (damals Land Brandenburg) im Austausch für Gatow und den Flughafen für die Briten.

Sehr viele von den Wohnungen in den Neubaugebieten gingen an neu Hinzugezogene aus allen Teilen der DDR,
da wurde wenig berlinert!

Die meisten Staaten putzen ihre Hauptstädte heraus, das ist nichts ungewöhnliches und dafür konnten am wenigsten die Berliner sondern eher die dt. Regierungen aller Zeiten!
Wenn z.B. Schwerin Hauptstadt gewesen wäre, hätten sich die Bewohner dort wohl auch nicht dagegen gewehrt.


zuletzt bearbeitet 06.04.2011 17:20 | nach oben springen

#16

RE: Die Uniform im Ausgang verteidigen??!!

in Grenztruppen der DDR 06.04.2011 17:08
von eisenringtheo | 9.191 Beiträge

Wenn ich das recht mitbekommen habe, waren die Bewohner westlich und nördlich von Westberlin ganz besonders vom Mauerbau betroffen. Hartmuth Mehls (13.August 1961) schreibt, dass es viele Grenzgänger gab, die in Westberlin arbeiteten (und Westmark) kriegten und in Ostberlin und den grenznahen Gebieten der DDR wohnten. Nach dem Mauerbau verloren diese ihre Stelle und die Deviseneinnahmen. Aber auch wer in Ostberlin arbeitete, war sehr betroffen. Denn die direkte Fahrt durch Westberlin war nicht mehr möglich, die Fahrt über den Berliner Aussenring dauerte je nach Ziel in Osterberlin viel länger.
Es ist möglich, dass viele ihren Frust an den GT ausliessen.
Theo


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#17

RE: Die Uniform im Ausgang verteidigen??!!

in Grenztruppen der DDR 06.04.2011 17:18
von Thomas-Porta | 55 Beiträge

Zitat von GZB1
Da müssen die Falkenseer und vor allen die Weststaakener(DDR) doch noch ziemlich sauer gewesen sein wegen der Grenze. Weststaaken (eigentlich bis Kriegsende noch Berlin ging ja an die sowjet. Besatzungszonen (damals Land Brandenburg) im Austausch für Gatow und den Flughafen für die Briten.

Sehr viele von den Wohnungen in den Neubaugebieten gingen an neu Hinzugezogene aus allen Teilen der DDR,
da wurde wenig berlinert!

Die meisten Staaten putzen ihre Hauptstädte heraus, das ist nichts ungewöhnliches und dafür konnten am wenigsten die Berliner sondern eher die dt. Regierungen aller Zeiten!
Wenn Schwerin Hauptstadt gewesen wäre, hätten sich die Bewohner dort wohl auch nicht dagegen gewehrt.



Die Zeit des Erlebten ist 1978-80 und das waren Zeiten von Berlin und Sachsen-Anhalt. Richtig- es waren viele Nichtberliner-
sächselnde Bauarbeiter gab es viele (es ist nur nett gemeint-bin Thüringer)
Es gab sicher beide Extreme
-gute Kontakte,besuchte Tanzveranstaltung (schwer im Sommer vor der Zeit mit Uniformhemd, sondern lange Unterwäsche und Jacke...
-extremes feindseliges Verhalten, fast Hass wegen der 18 Buchstaben am Ärmel
"Die meisten Hauptstädte... "
Der Bezirk Rostock(andere Bezirke genauso) mußte für den Plattenbau ganze Montagebrigaden stellen und Elemente per Bahn liefern, auch wenn es im eigenem Bezirk nicht zu schaffen war, ging Berlin damals vor...Vor allem als der Zement wegen Tschernobyl knapp war

Jedenfalls mit etwas besseren Ausgang und etwas mehr Urlaub wäre man sicher ausgeglichener gewesen und hätte nicht Tage gezählt.

Was sagst du um Vorfall welchen Bendix beschrieben hat?? Ich fand ich es damals gut, dass von unserer Kompanie keiner den Freibrief zum sofortigen an die Mütze hauen genutzt hat wenn einer an den Uniformärmel gefaßt hat!


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#18

RE: Die Uniform im Ausgang verteidigen??!!

in Grenztruppen der DDR 06.04.2011 17:30
von praeceptor507 | 233 Beiträge

@utkieker

Zitat
Schützenschnur für's abknallen von Grenzverletzern


Das gab es 1970 schon. Die Zivilisten waren der Meinung, die Schützenschnur gab es für das erlegen von Grenzverletzern.
Schlimmer wurde es wenn man noch die Eicheln dazu hatte. Mit drei Eicheln war man mindestens ein Massenmörder.
Deshalb wurde bei uns die Schützenschnur im Ausgang abgenommen.


Komm'se mal zurück Gefreiter! Könn'se denn nich grüßen?
zuletzt bearbeitet 06.04.2011 17:35 | nach oben springen

#19

RE: Die Uniform im Ausgang verteidigen??!!

in Grenztruppen der DDR 06.04.2011 17:32
von GZB1 | 3.287 Beiträge

@Thomas-Porta
Was soll ich dazu sagen, ich kenne die genauen Umstände nicht. Allerdings sollten auch in Berlin Ausgänger möglichst nicht allein unterwegs sein. Und es galt der interne Grundsatz, dass wenn es zu einer Klopperei kam, wenn möglich nicht die Grenzer als Verlierer vom Platz gingen. Also entweder ganz oder garnicht.


zuletzt bearbeitet 06.04.2011 17:45 | nach oben springen

#20

RE: Die Uniform im Ausgang verteidigen??!!

in Grenztruppen der DDR 06.04.2011 17:41
von Thomas-Porta | 55 Beiträge

Zitat von eisenringtheo
Wenn ich das recht mitbekommen habe, waren die Bewohner westlich und nördlich von Westberlin ganz besonders vom Mauerbau betroffen. Hartmuth Mehls (13.August 1961) schreibt, dass es viele Grenzgänger gab, die in Westberlin arbeiteten (und Westmark) kriegten und in Ostberlin und den grenznahen Gebieten der DDR wohnten. Nach dem Mauerbau verloren diese ihre Stelle und die Deviseneinnahmen. Aber auch wer in Ostberlin arbeitete, war sehr betroffen. Denn die direkte Fahrt durch Westberlin war nicht mehr möglich, die Fahrt über den Berliner Aussenring dauerte je nach Ziel in Osterberlin viel länger.
Es ist möglich, dass viele ihren Frust an den GT ausliessen.
Theo



Stimmt, wenn man von Falkensee nach Bahnhof Schönweweide wollte-von Falkensee per Bahn nach Birkenwerder im Norden, S-Bahn nach Schönefeld oder Schöneweide-das waren schon Stunden Umkreisung von Berlin bevor
man in Schöneweide ankam und dann erst die Zugfahrt gen Süden erst losging...


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