#1

Das Leben im Grenzturm

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 04.04.2011 10:50
von Angelo | 12.396 Beiträge

Sicherlich haben wir bestimmt schon mal darüber geschrieben aber wie war das Leben im Grenzturm wirklich. Es gab ja nunmal einen Unterschied zwischen einem BT 9 und 11 und der Führungsstelle. Durfte jeder von euch auch mal in den Genuss kommen in einer Führungsstelle Dienst zu machen oder war das nur Offizieren vorbehalten ? Die Führungsstelle war ja nun ein wenig besser ausgestattet als so ein Grenzturm.....Was war im BT 9 und BT 11 überhaupt möglich ? Und was durfte mann alles mit rein nehmen in den Turm ? Gut Toilette gab es schon mal keine da mußte wohl der Wald herhalten. Aber es gab nicht überall Wald teilweise war auch nur ödes Land im Umkreis von ein paar Kilometer, was war dann wenn man mal dringend Kacken mußte ? Ja hört sich vielleicht ein bisschen blöde an meine Frage aber das sind alles so Gedanken die mir durch den Kopf gehen. Auch stelle ich mir die Frage, wie war das bei Gewittern ? Sicherlich war der Turm aus Beton gewesen aber die Lampe oben auf der Kanzel war reines Metall, hat von euch mal jemand einen Blitzeinschlag mitbekommen ? Was war zu beachten bei Blitz und Donner im Turm ?


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#2

RE: Das Leben im Grenzturm

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 04.04.2011 11:13
von Backe | 480 Beiträge

Habe einige male als Posten auf einer Füst den Dienst versehen dürfen. Wenn man beim führen des Abschnitts zuschauen durfte war es sehr Interessant.Meldungen mithören, einwenig beobachten und manchmal Radio hören oder Zeitung lesen.
Durfte aber auch 8 Stunden auf dem Dach verbringen bei strömenden Regen. Als ich meine PF im warmen, trocknem zumir nehmen wollte,reichte man mir die Tasche auf´s Dach.War ein tolles Erlebniss.
Oder bei Sturm in der Nacht , kam ich auch in den Genuß auf´m Dach zu stehen.
VG


"Nicht die Kinder bloß speist man mit Märchen ab" Gotthold E. Lessing
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#3

RE: Das Leben im Grenzturm

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 04.04.2011 11:23
von Pit 59 | 10.142 Beiträge

Also zu meiner Zeit an der grünen Grenze,ich war das 1 Jahr nicht auf der Führungsstelle.Die hatten ja Toilette,was man so nennen kann,stand einfach ein Kübel drunter,welchen die Herren selbstverständlich nicht leerten,das durften wir machen,einfach nur Eklig kann ich Dir sagen.Die B-Türme waren nicht unbedingt der beste Postenpunkt,öde und völlig leer das Ding,Anschluss für GMN,Holzbank,Waffenständer,das wars.Wer Bedürfnis hatte musste runter DV Waffe mitnehmen,haben auch welche zur Flucht genutzt,erst dem anderen seine Knarre mitgenommen,Schloss raus,nach 3-4 Stunden wieder runter,mit der eigenen Waffe,und noch freundlich nach oben gewunken.Ist nicht erfunden,sondern war so vorgekommen.Grenzstreife,wo man laufen konnte war besser,oder ein Punkt wo es was zu sehen gab auf westlicher Seite.


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#4

RE: Das Leben im Grenzturm

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 04.04.2011 11:42
von bendix | 2.642 Beiträge

Viele Fragen @Angelo,aber ich finde die garnicht blöd,woher sollst Du es auch wissen.
Also erstmal bei Gewitter,es war wie in jedem anderen Gebäude auch,man saß trocken und sicher,es gab Blitzableiter.
Wir standen auch mal draußen bei Gewitter,den Turm daneben,aber er durfte nicht betreten werden wegen Baufälligkeit,also Regenumhang drüber und gut wars.Einschläge gab es am POP Luisenberg einmal und einmal am Nieder-Neuendorfer Kanal,aber die waren weit weg vom Turm,hat aber mächtig geknallt.Einmal erlebten mein Postenführer und ich ein besiónderes Erlebnis,unsere Waffen und andere Metallgegenstände leuchteten an den Rändern,ich glaube man nennt es Sankt Elmos Fire
Bei Bedürfnissen war das schon schwieriger,also in Berlin.Man konnte nicht mal so eben in den Wald gehen,da kam man nicht ran,außer am POP Sacrow-Schlagbaum.Also Kontrollstreife gerufen,Posten übernehmen lassen und sich irgendwo ein "Minenfreies" Plätzchen gesucht,oder einfach abgewartet bis die Schicht zu Ende war.Ich hatte immer Zeitung dabei,legte die drunter und ließ das "Häufchen"dann über den Signalzaun odere den K6 "verschwinden" oder auch in die Mülltonne,wenn denn eine da war.
BT9 und BT11 unterschieden sich nur in der Höhe,ansonsten was alles gleich.Wenn überhaupt dann besaßen sie einen S-Bahnheizkörper,eine Steckdose oder auch 2 für unsere "UFO`S"(selbst gebastelte Tauchsieder)oder die Spirale für deftigere Speisen.
Ob es ein Genuß war in eine Führungsstelle seinen Grenzdienst zu tun lasse ich mal dahin gestellt .Ich war einmal mit oben,an dem Tag als unsere "E`s" entlassen wurden.Entsprechend war die Laune des KC.Kann mich noch genau daran erinnern, der KC fragte mich als erstes ob ich ein Problem damit hätte das ich mit ihm die 8 Stunden hier zubringen müsse,ich verneinte das und die Schicht begann mit der Zuweisung meines Sicherungsbereiches.Das bewahrte mich warscheinlich vor den 8 Stunden auf dem Dach.
Ausser den Absprachen und Befehlen ect.hörte ich von ihm nichts weiter.Ob die Befehlsstelle besser ausgestattet war ?Nunja,sie war größer,es gab einen gepolsterten Stuhl,an andere Annehmlichkeiten kann ich mich nicht erinnern,ich machte meinen Dienst so gut es ging,im Beisein des "Chef`s".

Gruß bendix


Das Zufriedene ist leise,das Unzufriedene ist laut.
Gefreiter der Grenztruppen -1980 GAR 40 Oranienburg/Falkensee-GR 34 Groß-Glienicke 1981-1982
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zuletzt bearbeitet 04.04.2011 11:46 | nach oben springen

#5

RE: Das Leben im Grenzturm

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 04.04.2011 11:42
von moreau | 384 Beiträge

Bei uns war der Kübel in der Fürst verpönnt. Saubermachen wolte ja keiner, also gleich raus in die freie Natur. Blankziehen und sich den Wind um die Kimme wehen lassen. Gut war.


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#6

RE: Das Leben im Grenzturm

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 04.04.2011 11:44
von GZB1 | 3.287 Beiträge

Im Prinzip hat man sich in Berlin so trainiert das gr. Geschäft möglichst nicht im Abschnitt zum verrichten. Selbst die "Toi" in der Füst war eigentlich ne Zumutung und die alten Zweimannbunker sowieso. Aber ne Streife deswegen zu rufen gabs bei uns nur in einem wirklichen "Notfall".


zuletzt bearbeitet 04.04.2011 14:15 | nach oben springen

#7

RE: Das Leben im Grenzturm

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 04.04.2011 12:10
von werraglück | 679 Beiträge

Die Toilette auf der Füst haben nicht viele besucht....und das " große Geschäft " hab ich dann lieber in der GK erledigt....
Wie oft bin ich dort oben gewesen, ich kanns nicht mehr zählen, ob als A-Gruppenführer oder Posten des " Abschnittsbevollmächtigten " Wir haben uns meist auf der oberen Etage aufgehalten und eine nach der anderen geraucht.
Geräumig war der Turm allemal und es ließ sich gut aushalten.


"Wer die Vergangenheit nicht kennt, kann die Ge­genwart nicht verstehen und die Zukunft nicht ge­stalten"

ROMAN HERZOG
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#8

RE: Das Leben im Grenzturm

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 04.04.2011 14:15
von 94 | 10.792 Beiträge

'Leben im Grenzturm', also das halte ich für etwas übertrieben. Irgendwie war man doch immer froh, wenn man eine Schicht ohne abgesessen hatte und erst recht nach einer Lage freute man sich sogar fast auf die Grenzkompanie.
Nun, bei der Ausstattung der FüSt kam es doch auf jeden selbst an, wieviel Delikt er bereit war zu verantworten. Ich selbst habe sehr gern gelesen. Andere haben gern Karten gespielt oder auch Schach, letzeres sogar als Fernschach über's GMN. Tagsüber waren teilweise richtige Partys auf der Hütte. Neben dem KGSi der Feldarbeiterposten, der GSZ-Trupp und vielleicht noch die K2- oder K6-Streife. Abundzu sickerte was zu den Vorgesetzten durch, dann wurde ein Exempel statuiert und man trat einige Zeit etwas kürzer.
Nachts war da deutlich weniger los.
Zum Thema Defäkation, nach einem Aufzug stand ein Gefreiter/PF mit in den Kniekehlen hängenden Hosen da, welche er recht hilflos mit einer Hand noch hochhielt. Was war geschehen, nun, die Felddiensthosen hatten ja diese Hosenträger (Marke extrastark) ... seine nach der Verrichtung eines Geschäftes eben nicht mehr. Lacher auf seiner Seite und kostete natürlich Boiler *grins*


Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


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#9

RE: Das Leben im Grenzturm

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 04.04.2011 18:00
von holzwurm | 9 Beiträge

Hallo, zu meiner Zeit gab es nur die runden BT 11. Hat Laune gemacht bei kräftigem Sturm da oben zu sitzen und nicht absitzen zu dürfen, weil ein Signalzaungerät beobachtet werden mußte. Es gab nur Toilette grün. Noch besser waren die Alarmgruppenschichten im halbrunden Erdbunker. Durchgelegene Stahlmatrazen durch die ein Rundstahl (Verspannung der Betonsegmente) längs verlief, an den du dich kuscheln konntest. Dann ständig Sprechfunk und Brummen der Signalzaungeräte und nur ein Vorhang dazwischen (Füst Döhren). Im letzten Vierteljahr wurde dann ein neuer eckiger Turm eingeweiht. Hatte nicht mehr den "Charme" , typisch durchgestylt für einen ordendlichen Grenzdienst. Konnte mann keine Schnitten mehr auf den Heizungen braten und auch keine Zeitungen verstecken. Na ja, lang ist´s her, Holzwurm.



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#10

RE: Das Leben im Grenzturm

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 04.04.2011 19:46
von LO-Fahrer | 606 Beiträge

Auf unserer Füst habe ich viele Stunden zugebracht, teils als A-Gruppe nach dem regulären Grenzdienst, gelegentlich auch 24h als
A-Gruppenfahrer. Wenn nicht gerade das "diensthabende Reh" am Zaun gespielt hat und man einen vernünftigen Kgsi hatte, konnte es sogar ganz gemütlich werden. Man konnt entweder sein Schlafkonto ausgleichen, Briefe schreiben, lesen, Kreuzworträtsel. Skat, Schach ...... eigentlich fast alles wozu man den Turm nicht verlassen muß. Toilette gab es zwar, aber das war nur was für ganz Hartgesottene. Wenn es irgendwie ging, hat man das in der GK erledigt, sonst ins "Grüne". Die Decken auf den Betten wurden regelmäßig getauscht. War sicherlich nicht die Vollendung in Punkto Hygiene, aber halbwegs akzeptabel. Verpflegung (warm oder kalt) und frischer Tee kamen auch regelmäßig rauf. Gewitter auf dem Turm war schon ein Erlebnis für sich, zumal unsere Füst auch noch auf einem Hügel stand. Da hat es schon mal kräftig gekracht, trotz Blitzableiter.


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#11

RE: Das Leben im Grenzturm

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 04.04.2011 19:58
von glasi | 2.815 Beiträge

und wie weit konnte mann von denn euren wachtürmen nach westen schauen. das würde mich sehr intresieren. was konnte mann erkennen. konnte mann vom a1 wachturm,( was von euch schiff genannt wird) zb nach helmstedt schauen. vielen dank schon im vorraus. lg glasi



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#12

RE: Das Leben im Grenzturm

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 04.04.2011 21:07
von PF75 | 3.293 Beiträge

zu meiner zeit 75/76 hatten wir zu erst die Füst noch auf dem runden BT 11 und da wars mit 2 leuten scho ganz schön eng mit der technik dazu.Die laune während der schicht hing immer davon ab mit wem man da saß,ZF oder sein Stellvertreter oder ab und zu auch mal nen GF,später wurden dann die halbrunden erdbunker angebaut und dann konnte man seine zeit da oben alleine absitzen(oder auch mal abruhen) aber es war ganz schön langweilig man hat ja auch nichts mehr von den meldungen u.ä. mitbekommen.
Mir persöhlich hat es am meisten zugesagt wenn es hieß KS mit ES,da kam man rum und die zeit verging.


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#13

RE: Das Leben im Grenzturm

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 04.04.2011 21:25
von Hans55 | 763 Beiträge

Hallo!Also 8 Stunden auf dem B-Turm,konnten manchmal sehr lang sein!


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#14

RE: Das Leben im Grenzturm

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 05.04.2011 09:12
von utkieker | 2.920 Beiträge

Ich kann mich erinnern, daß wir den BT in der Nachtschicht nicht betreten sollten - haben wir aber trotzdem gemacht um im Grenzdienst unsere Stullen mit Käse zu überbacken, dazu eigneten sich die Bahnheizkörper ganz besonders ansonsten hatten wir ja noch unseren "Hosentaschengrill" mit Spiritustabletten.
Am Wirl hatten wir einen BT11, von den konnten wir gut nach Westen blicken, (leider nicht ins eigene Hinterland auf Grund des Waldbewuchses). Aber vor uns lag eine Waldlichtung. Einmal kam ein Pärchen mit ihrer BMW breiteten ne Decke aus um sich ein Picknick im Grünen zu gönnen. Als sie zum "erotischen Teil" übergehen wollten hat das Pärchen uns wahrgenommen.
Ja so haben wir auch ein wachsames Auge über die Liebe.....

Gruß Hartmut


"Die Vergangenheit zu verbieten macht sie nicht ungeschehen, nicht einmal wenn man versucht sie selbst in sich zu verdrängen"
(Anja-Andrea 1959 - 2014)
zuletzt bearbeitet 05.04.2011 09:13 | nach oben springen

#15

RE: Das Leben im Grenzturm

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 05.04.2011 10:57
von Stabsfähnrich | 2.046 Beiträge

Zitat von utkieker
Ich kann mich erinnern, daß wir den BT in der Nachtschicht nicht betreten sollten - haben wir aber trotzdem gemacht um im Grenzdienst unsere Stullen mit Käse zu überbacken, dazu eigneten sich die Bahnheizkörper ganz besonders ansonsten hatten wir ja noch unseren "Hosentaschengrill" mit Spiritustabletten.
Am Wirl hatten wir einen BT11, von den konnten wir gut nach Westen blicken, (leider nicht ins eigene Hinterland auf Grund des Waldbewuchses). Aber vor uns lag eine Waldlichtung. Einmal kam ein Pärchen mit ihrer BMW breiteten ne Decke aus um sich ein Picknick im Grünen zu gönnen. Als sie zum "erotischen Teil" übergehen wollten hat das Pärchen uns wahrgenommen.
Ja so haben wir auch ein wachsames Auge über die Liebe.....

Gruß Hartmut



....................aber nicht nur am Wirl. Der BT 11 am Schletauer Weg sowie der BT 11 unterhalb vom Hahneberg (1986 abgerissen) waren auch nicht schlecht. Vom Hahneberg (Ortslage Mechau) hatte man einen guten Blick feindwärts. So u.a. zum Thurauer Berg.


Mit freundlichen Grüßen - Chris
www.polizeilada.de
www.grenzradio911.info
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#16

RE: Das Leben im Grenzturm

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 05.04.2011 15:55
von utkieker | 2.920 Beiträge

Oh ja Chris du hast vollkommen recht! Auf den Hahneberg hatte ich mal ne Schicht mit einen Reservisten, kommt ja auch nicht all zu häufig vor. Der Resi war ja schon mitte 30 und ich so ein Grünschnabel von anfang 20. Aber der Resi war schon in Ordnung. Du weißt sicherlich noch, daß es in der Gegend ziemlich kalt werden konnte vor allem, wenn man am blanken Mast stand. Also war Resi und ich auf den BT, schließlich mußten die Altgedienten geschont werden.

Gruß Hartmut


"Die Vergangenheit zu verbieten macht sie nicht ungeschehen, nicht einmal wenn man versucht sie selbst in sich zu verdrängen"
(Anja-Andrea 1959 - 2014)
zuletzt bearbeitet 05.04.2011 15:57 | nach oben springen

#17

RE: Das Leben im Grenzturm

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 05.04.2011 16:44
von S51 | 3.733 Beiträge

Zitat von glasi
und wie weit konnte mann von denn euren wachtürmen nach westen schauen. ...



Im Harz konnte man den K 6 (K10) überschauen, den Zaun 1, das vorgelagerte Gebiet soweit da keine Bäume standen und den westlichen Bereich bis zu Horizont. Das konnten 10 Meter bis zur Waldkante sein aber auch viele Kilometer bis nach Goslar hinein.
Je weiter um so weniger langweilig. Natürlich haben wir nur den eigenen und den unmittelbaren Grenzbereich beobachtet. Vorschrift war heilig...
Einer hat jedoch immer aufgepasst, ob auch keiner guckt. Wäre schließlich peinlich gewesen, sich von der BGS-Streife, dem Zoll oder den eigenen Batzen aufklatschen zu lassen. Vom GV ganz abgesehen.


GK Nord, GR 20, 7. GK
VPI B-Lbg. K III


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#18

RE: Das Leben im Grenzturm

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 05.04.2011 17:00
von Stabsfähnrich | 2.046 Beiträge

Zitat von utkieker
Oh ja Chris du hast vollkommen recht! Auf den Hahneberg hatte ich mal ne Schicht mit einen Reservisten, kommt ja auch nicht all zu häufig vor. Der Resi war ja schon mitte 30 und ich so ein Grünschnabel von anfang 20. Aber der Resi war schon in Ordnung. Du weißt sicherlich noch, daß es in der Gegend ziemlich kalt werden konnte vor allem, wenn man am blanken Mast stand. Also war Resi und ich auf den BT, schließlich mußten die Altgedienten geschont werden.

Gruß Hartmut



............jau Hartmut, da kommen Erinnerungen auf. Hahneberg.............Mechau.........auf dem BT 11 habe ich zwar nicht Dienst verrichtet, konnte jedoch seinen Abriss beobachten. Wegen dem Thurauer Berg mußte doch mindestens vier Stunden am Postenpunkt 1052 eine Beobachtung (aufklärung) durch geführt werden. Dies obwohl auch GSSD anwesend - wenn auch zu unregelmäßigen Zeiten - war-.
Frage: kennst du noch die alte Führungsstelle Schramper Straße?


Mit freundlichen Grüßen - Chris
www.polizeilada.de
www.grenzradio911.info
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#19

RE: Das Leben im Grenzturm

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 05.04.2011 21:46
von sentry | 1.092 Beiträge

Zitat von glasi
konnte mann vom a1 wachturm,( was von euch schiff genannt wird) zb nach helmstedt schauen.



Willst Du ernsthaft erzählen, dass Du bis heute noch nicht einmal auf dem Schiff warst, um das selbst rauszufinden?
Bei gutem Wetter hatte man vom Schiff weit über 50 km Sicht. Man konnte in südlicher Richtung den Brocken sehen. Von Helmstedt war nicht allzu viel sehen, weil die Stadt ein bisschen in einer Senke liegt.
Als Postenpunkt war das Schiff jedenfalls einer der coolsten Türme, die man sich vorstellen konnte. Ich war immer gerne da oben...natürlich hauptsächlich bei schönem Wetter.


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#20

RE: Das Leben im Grenzturm

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 17.04.2011 22:17
von glasi | 2.815 Beiträge

Zitat von sentry

Zitat von glasi
konnte mann vom a1 wachturm,( was von euch schiff genannt wird) zb nach helmstedt schauen.



Willst Du ernsthaft erzählen, dass Du bis heute noch nicht einmal auf dem Schiff warst, um das selbst rauszufinden?
Bei gutem Wetter hatte man vom Schiff weit über 50 km Sicht. Man konnte in südlicher Richtung den Brocken sehen. Von Helmstedt war nicht allzu viel sehen, weil die Stadt ein bisschen in einer Senke liegt.
Als Postenpunkt war das Schiff jedenfalls einer der coolsten Türme, die man sich vorstellen konnte. Ich war immer gerne da oben...natürlich hauptsächlich bei schönem Wetter.



nee,war ich nicht. ich war seit jahren nicht mehr in marienborn. steht der turm noch???. damals sah er schwer mitgenommen aus. lg glasi



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