#181

RE: Erste Erlebnisse mit den "Russen"

in DDR Zeiten 06.01.2014 21:56
von Rüganer (gelöscht)
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Rostocker,

es ist immer wieder herrlich, von Dir aufgeklärt zu werden...
wenn wir dich hier nicht hätten...
nun weiß ich endlich, dass meine gefallenen Verwandten alles Verbrecher waren, wenn du dies sagst...


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#182

RE: Erste Erlebnisse mit den "Russen"

in DDR Zeiten 06.01.2014 22:07
von DoreHolm | 7.696 Beiträge

Verstehe nicht, was Ihr Euch so in die Wolle kriegt wegen böser und guter Russen. Es gab solche und solche, wie überall. Die Erfahrungen waren 1. unterschiedlich, 2. vom eigenen Weltbild mitgeprägt, 3. zu unterschiedlichen Zeiten aufgenommen, 4. von unterschiedlichen Quellen und damit unterschiedlichen Interessen gespeist. "Der vergewaltigende und Zivilisten mordende Russe" und der "Brot und Suppe an eine hungende Stadtbevölkerung verteilende Russe", der in der Kloschüssel seine Kartoffeln waschende und der in deutscher Klassik und Kultur bewanderte Russe. Beides die Extreme der Bevölkerung eines großen Landes. Wir werden nie auf einen halbwegs gemeinsamen Nenner kommen. Seien wir froh daß 1. Nazideutschland nicht den 2. Weltkrieg gewonnen hat und 2. eine Durchsetzung des Morgenthau-Planes nicht erfolgte (auch durch Stalins Einspruch) und 3. Eben NICHT Gleiches mit Gleichem vergolten wurde, bei aller Greuel, die trotzdem geschehen ist.



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#183

RE: Erste Erlebnisse mit den "Russen"

in DDR Zeiten 06.01.2014 22:10
von Harra318 | 2.514 Beiträge

Zitat von DoreHolm im Beitrag #182
Verstehe nicht, was Ihr Euch so in die Wolle kriegt wegen böser und guter Russen. Es gab solche und solche, wie überall. Die Erfahrungen waren 1. unterschiedlich, 2. vom eigenen Weltbild mitgeprägt, 3. zu unterschiedlichen Zeiten aufgenommen, 4. von unterschiedlichen Quellen und damit unterschiedlichen Interessen gespeist. "Der vergewaltigende und Zivilisten mordende Russe" und der "Brot und Suppe an eine hungende Stadtbevölkerung verteilende Russe", der in der Kloschüssel seine Kartoffeln waschende und der in deutscher Klassik und Kultur bewanderte Russe. Beides die Extreme der Bevölkerung eines großen Landes. Wir werden nie auf einen halbwegs gemeinsamen Nenner kommen. Seien wir froh daß 1. Nazideutschland nicht den 2. Weltkrieg gewonnen hat und 2. eine Durchsetzung des Morgenthau-Planes nicht erfolgte (auch durch Stalins Einspruch) und 3. Eben NICHT Gleiches mit Gleichem vergolten wurde, bei aller Greuel, die trotzdem geschehen ist.


Ach, auf einmal. Aber wenn es mit Herrn Gauck in Verbindung gebracht wird, heißt es, der mit seinem Brot. Eigenartig


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#184

RE: Erste Erlebnisse mit den "Russen"

in DDR Zeiten 06.01.2014 22:16
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von Rüganer im Beitrag #181
Rostocker,

es ist immer wieder herrlich, von Dir aufgeklärt zu werden...
wenn wir dich hier nicht hätten...
nun weiß ich endlich, dass meine gefallenen Verwandten alles Verbrecher waren, wenn du dies sagst...


Ärger, Dich nicht, ist halt traurig was so manche hier im Forum von sich geben, eigentlich Schade, das man mit einigen Leuten nicht sachlich schreiben kann, egal was man schreibt, es gib von manchen nur eine Meinung ohne einmal zu sagen okay, dieses und jenes stimmt, aber bitte man muss es ja nicht auf alle beziehen. Da gehe ich auch gerne mit! Auch ich lasse mich gern des besseren belehren, wenn es Hand und Fuß hat! Aber leider ,komme ich mir bei einigen vor als wenn ich in einer Parteiversammlung der SED wäre!
Grüsse Steffen52


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#185

RE: Erste Erlebnisse mit den "Russen"

in DDR Zeiten 06.01.2014 22:19
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von DoreHolm im Beitrag #182
Verstehe nicht, was Ihr Euch so in die Wolle kriegt wegen böser und guter Russen. Es gab solche und solche, wie überall. Die Erfahrungen waren 1. unterschiedlich, 2. vom eigenen Weltbild mitgeprägt, 3. zu unterschiedlichen Zeiten aufgenommen, 4. von unterschiedlichen Quellen und damit unterschiedlichen Interessen gespeist. "Der vergewaltigende und Zivilisten mordende Russe" und der "Brot und Suppe an eine hungende Stadtbevölkerung verteilende Russe", der in der Kloschüssel seine Kartoffeln waschende und der in deutscher Klassik und Kultur bewanderte Russe. Beides die Extreme der Bevölkerung eines großen Landes. Wir werden nie auf einen halbwegs gemeinsamen Nenner kommen. Seien wir froh daß 1. Nazideutschland nicht den 2. Weltkrieg gewonnen hat und 2. eine Durchsetzung des Morgenthau-Planes nicht erfolgte (auch durch Stalins Einspruch) und 3. Eben NICHT Gleiches mit Gleichem vergolten wurde, bei aller Greuel, die trotzdem geschehen ist.


Also Stalin doch ein Guter, dafür Danke! Wollte noch was schreiben, ich lasse es, bring nix!
Grüsse Steffen52


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#186

RE: Erste Erlebnisse mit den "Russen"

in DDR Zeiten 06.01.2014 22:43
von Rostocker | 7.720 Beiträge

Zitat von Rüganer im Beitrag #181
Rostocker,

es ist immer wieder herrlich, von Dir aufgeklärt zu werden...
wenn wir dich hier nicht hätten...
nun weiß ich endlich, dass meine gefallenen Verwandten alles Verbrecher waren, wenn du dies sagst...



Rüganer--ich schrieb nicht von Deinen Verwandten. Es ist aber immer das gleiche--nach der Niederlage Deutschlands.Spricht man immer von den Verbrechen der Russen, da nimmt man ein ganzes Volk in die Verantwortung, ist doch so. Nun für die Verbrechen in der Sowjetunion, will man nur die Nazis und Faschisten die Schuld geben. Ebenfalls kann man nun sagen, es waren aber die Deutschen. Ja bei diesen Thema wird viel verallgemeinert.


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#187

RE: Erste Erlebnisse mit den "Russen"

in DDR Zeiten 06.01.2014 22:49
von Rostocker | 7.720 Beiträge

Zitat von steffen52 im Beitrag #184
Zitat von Rüganer im Beitrag #181
Rostocker,

es ist immer wieder herrlich, von Dir aufgeklärt zu werden...
wenn wir dich hier nicht hätten...
nun weiß ich endlich, dass meine gefallenen Verwandten alles Verbrecher waren, wenn du dies sagst...


Ärger, Dich nicht, ist halt traurig was so manche hier im Forum von sich geben, eigentlich Schade, das man mit einigen Leuten nicht sachlich schreiben kann, egal was man schreibt, es gib von manchen nur eine Meinung ohne einmal zu sagen okay, dieses und jenes stimmt, aber bitte man muss es ja nicht auf alle beziehen. Da gehe ich auch gerne mit! Auch ich lasse mich gern des besseren belehren, wenn es Hand und Fuß hat! Aber leider ,komme ich mir bei einigen vor als wenn ich in einer Parteiversammlung der SED wäre!
Grüsse Steffen52


Da stimme ich Dir voll und ganz zu.


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#188

RE: Erste Erlebnisse mit den "Russen"

in DDR Zeiten 07.01.2014 01:07
von Gelöschtes Mitglied
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So so, viel Gutes nicht gebracht! Lermontov und Pushkin, Ostrovski und Tolstoi, Dostojevski , Dichter und Komponisten, Gagarin und Putin …………… Die Deutschen denke ich, wissen kaum, wie sehr sie nicht nur in der Literatur sich angleichen mit den Dichtern und Denkern des Mutterlandes, aber, dafuer HAHAHAHAHaha da fehlten aber een paar Pfund Suesskirschen………….. haben alle herzlich gelacht hier! meinetwegen ‘Freunde der Sowjetunion’ ……. stimmt! Oh weh, ich auf jeden Falle lege Dir sofort ein Feuer unter Deinen Arsch, ob mit Namen oder nicht. Wie Mann sieht, ist es moeglich, hier auf eine Ebene zu kommen nur, wenn dann einer dem anderen Feuer unter dem Arsch legt. Anders herum wird es sehr einseitig. Also dankbar sein, dass die FdSU hier sind.
So jetzt aber zu Dir Rueganer. Natuerlich sage ich nicht, dass Du boese bist. Ich bin auch manchmal sehr hitzig, als Freundin der CCCP und der RF, waehrend Hapedi und Harra318 sich mit Bedankungen leise ueberbieten gegen dieselben! HA! So schmeisse ich doch ein wenig Humor mit hinein! Das sicher auch nicht verstanden wird oder doch? Ich habe gelesen, die Deutschen haben sich darin gebessert und sie koennen auch sogar ueber sich selbst lachen inzwischen. Die Russen aber sage ich Euch, die koennen sehr gut ueber sich lachen und vor allem ueber die Amis.
So entnehme ich einige rote Faden aus diesem Thread, obwohl ich wuerde gerne jedem personlich beantworten. Vor allem bei Harra518 wird es dann wieder heftig und arted aber dann in netten PNs aus! Es ist schon schlimm, das immer wird eine Keule gegen die andere geschlagen. Das ist sicher nicht richtig. Egal von welcher Seite, darf nie Gewalt als rechtens angesehen werden.
Du erwaehnst die Polen Ruganer, die von den Russen terrorisiert worden sind. Entgegnen muss ich, dass ich sehr viel ueber dieses Kapitel im Bilde bin. Da moechte ich Dir etwas erzaehlen, das sehr mein Leben auch letztendelich personlich betraf. Von den Polen koennte ich Dir viel erzaehlen, und wie es der deutschen Volksgruppe im Korridor erging. Denn meine deutsche Familie stammt aus der Nahe von Bydgoszcz, Bromberg. Mein Vater sprach fliessend polnisch und auch russisch, natuerlich deutsch, meine Grossmutter war Russin. Gerade mit den Polen habe ich mich sehr zusammenreissen muessen in den letzten Jahrzehnten, bin aber gekommen zu dem Schluss im Alter, dass auch nicht alle Polen Schuld anlastete, genau so wenig wie allen Russen oder allen Deutschen. Das sog. Korridor (aus dem die Englaender Kohlen aus Warschau heranschafften lange vor dem 2. Weltkrieg) war abwechselnd unter deutscher oder polnischer Herrschaft. Es ist dort furchtbares Geschehen. Nicht nur am Bromberger Blutsonntag, am 3.9.1939. Mein Vater war damals 16 Jahre alt und bekam mit, dass deutsche schwangere Frauen so lange geschlagen worden sind, bis ihnen die Frucht abging. Manchmal kommt mir der Gedanke, wie verstandlich, dass er Nazi wurde. Polnische und Deutsche lebten jedoch auch lange Zeit friedlich zusammen, so auch polnische Nachbarn des grossvaterlichen Gutshauses. Meine Grossmutter war noch eine junge Frau, 41 Jahre alt, als die Rote Armee dort ankam und ‘nach Volks-Deutschen’ suchte. Angewidert und aggressive mussten die darunter leiden, die unschuldig waren fuer die Taten unter Barbarossa. Die langjahrigen polnischen Nachbarn behaupteten gegenueber den Rotarmisten ploetzlich vehement, dass meine Grossmutter Deutsche waere und es stimme nicht, dass sie Russin waere. Nichts konnte sie retten, sie wurde mit anderen deutschen Frauen nach Sibirien abtransportiert und starb geschwaengert ein Jahr spaeter an Kindbettfieber in einem Kupferbergwerk. Ich habe sie leider nie kennengelernt, obwohl sie immer sehr nah bei mir war in Gedanken. Im Jahre 1991 erlebten wir, dass die polnische Bevoelkerung die alten Grabsteine der deutschen Friedhoefe der Ur-ur-Ahnen, kurz und klein geschlagen hatten. Warum? Was hatten diese Menschen mit sogar dem ersten Weltkrieg nix zu tun, geschweige denn mit dem 2. Zum Thema: auch wenn manchem aus meinem Buch bekannt. Weil ich so erzogen zum Hass wurde gegen die Rote Armee, und allgemein Russen, habe ich nicht nur gehasst, sondern habe Angst bei der ersten Begegnung gehabt vor dem Russen, der spaeter wurde mein geliebter Mann. Er fuehrte mich in seine Leiden, seine Verluste ein, die ich zuvor so nie gekannt oder wovon ich nie gehoert hatte zuvor.
Als ich diesen ‘ersten Russen’ kennenlernte war ich bereits ueberzeugte Kommunistin, was ich auch heute noch bin. Er war es auch. Er, dieser Untermensch, der trotz schweren Lebens seine Mutterland so liebte, hat mich jedoch von dem Podest der aggressiven Kaempferin herunter geholt und mir sehr sehr viel zu denken gegeben in seiner rauhen und sehr direkten Art. So, wie es noch keiner vor ihm getan hatte. Er hat als Kind die heranrueckenden немецкий erlebt und hatte grosse Angst, fuerchtete sich schrecklich vor den Deutschen, die alles niederbrannten und Menschen toeteten. Er nach allem machte, dass ich die Deutschen viel besser verstanden habe.
Zu Hass oder das boeseste rauskehren zu wollen, ist der Mensch immer faehig, und leicht bei der Hand, den anderen zu beschuldigen, und will einfach nicht erkennen, welches Leiden auch die anderen durchgemacht haben. Das gilt besonders fuer Deutsche und Russen, wenn auch Amis und Englaender sich furchtbares geleistet haben.
Aufkeinen Fall will ich, dass ich als Freundin der Sowjetunion und Russlands, Feind bin. Und heute kommt Vaterchen Frost. Ich gruesse alle in die Runde und bitte darum, endlich mehr die Vorzuege der Menschen zu sehen, die es in jedem Volk gibt. Gutes kann man hier doch schon lesn an Geschichten.
Gute Nacht, Larissa, the English Thistle who became a Frosty Russian Thistle.

Angefügte Bilder:
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#189

RE: Erste Erlebnisse mit den "Russen"

in DDR Zeiten 07.01.2014 07:58
von GeMi | 556 Beiträge

Guten Morgen,

worum geht es hier eigentlich?
Da werden Tragödien erzählt, die millionenfach auf dieser Welt vorgekommen sind und jeden Tag weiterhin passieren werden. Ganze Völker werden ausgerottet, vertrieben und wenn sie Glück haben nur unterdrückt.
Der Mensch scheint in der Evolution noch nicht sehr weit vorangekommen zu sein. Wie läßt sich sein Handeln erklären?
Oder geht es wieder rückwärts?


Die Menschheit besteht aus einigen wenigen Vorläufern, sehr vielen Mitläufern und einer unübersehbaren Zahl von Nachläufern.

Jean Cocteau
Damals87 und grenzgänger81 haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#190

RE: Erste Erlebnisse mit den "Russen"

in DDR Zeiten 07.01.2014 08:22
von Vogtländer (gelöscht)
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Der Mensch ist das dümmste Tier auf Erden,so sagte mal ein Biologielehrer von mir.Eine Falschaussage war es nicht.


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#191

RE: Erste Erlebnisse mit den "Russen"

in DDR Zeiten 07.01.2014 08:36
von DoreHolm | 7.696 Beiträge

Zitat von steffen52 im Beitrag #185
Zitat von DoreHolm im Beitrag #182
Verstehe nicht, was Ihr Euch so in die Wolle kriegt wegen böser und guter Russen. Es gab solche und solche, wie überall. Die Erfahrungen waren 1. unterschiedlich, 2. vom eigenen Weltbild mitgeprägt, 3. zu unterschiedlichen Zeiten aufgenommen, 4. von unterschiedlichen Quellen und damit unterschiedlichen Interessen gespeist. "Der vergewaltigende und Zivilisten mordende Russe" und der "Brot und Suppe an eine hungende Stadtbevölkerung verteilende Russe", der in der Kloschüssel seine Kartoffeln waschende und der in deutscher Klassik und Kultur bewanderte Russe. Beides die Extreme der Bevölkerung eines großen Landes. Wir werden nie auf einen halbwegs gemeinsamen Nenner kommen. Seien wir froh daß 1. Nazideutschland nicht den 2. Weltkrieg gewonnen hat und 2. eine Durchsetzung des Morgenthau-Planes nicht erfolgte (auch durch Stalins Einspruch) und 3. Eben NICHT Gleiches mit Gleichem vergolten wurde, bei aller Greuel, die trotzdem geschehen ist.


Also Stalin doch ein Guter, dafür Danke! Wollte noch was schreiben, ich lasse es, bring nix!
Grüsse Steffen52


Grün: Sag mal, merkst Du noch was oder weißt Du nicht mehr, was Du eben in Deinem letzten Beiträgen #184 u. #185 anderen vorgehalten hast ? Das mit dem Schreiben, wo man gleich in eine Ecke gestellt wird. Das Gleiche zelebriertst du jetzt selbst, nur weil ich hier Stalin angeführt habe, der nachweislich gegen einen Morgenthau-Plan war. Nein, Stalin war auch in meinen Augen kein Guter, er war ein Verbrecher am eigenen Volk und an Menschen des Auslandes, die zwar eine sozialistische Gesellschaft wollten, aber nicht wie sie sich Stalin vorstellte und auf anderem Wege.
Diese Art von Dir, sofort mit der großen Keule zu kommen, ist leider bei einigen hier recht ausgeprägt und zwar in nahezu allen Bereichen des Meinungsspektrums. Denk mal drüber nach, bevor Du jemanden etwas unterstellst, was dieser weder gesagt noch ausgedrückt hat !



zuletzt bearbeitet 07.01.2014 08:41 | nach oben springen

#192

RE: Erste Erlebnisse mit den "Russen"

in DDR Zeiten 07.01.2014 09:01
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von GeMi im Beitrag #189
Guten Morgen,

worum geht es hier eigentlich?
Da werden Tragödien erzählt, die millionenfach auf dieser Welt vorgekommen sind und jeden Tag weiterhin passieren werden. Ganze Völker werden ausgerottet, vertrieben und wenn sie Glück haben nur unterdrückt.
Der Mensch scheint in der Evolution noch nicht sehr weit vorangekommen zu sein. Wie läßt sich sein Handeln erklären?
Oder geht es wieder rückwärts?




Guten Morgen und einen frohlichen Tag allerseits!
Pessimus, Superlativ von malus.....(schlecht) Ja warum! warum! warum wir sitzen nicht stumm und leblos am Computer und schreiben nix mehr? schnell wuerde es gehen, bis die ersten anfangen zu schreien, dass sie nix mehr zum lessen haben...... also weitermachen und jedem das Seine lassen zu schreiben. Ich freue mich auf alles was hier steht, auch wenn nicht immer dem eigenen 'Glaube' entsprechend.......sehe gerade, nun gehts um Stalina. Viel Spass dabei. Empfehlung, wenn in Wolgograd, unbedingt besuchen das Сталина Museum und auf jeden Fall das Stalina Restaurant. Das ist wie das 'Volkskammer' Restaurant in Berlin, alles wie gehabt.... ein beliebtes Ausflugziel. Nur eine winzige 'Fackel in die Teertonne' heute morgen......... der Satz von 'Hans' gefallt mir so gut.
bis spaeter, Larissa

Angefügte Bilder:
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#193

RE: Erste Erlebnisse mit den "Russen"

in DDR Zeiten 07.01.2014 11:04
von Moskwitschka (gelöscht)
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Die wenigsten können sich vorstellen wie es ist in einem Land zu leben, wo seit dem ich denken kann immer wieder die gleichen Erfahrungen und Geschichten über die Russen geschrieben werden. Ob das ihre Trinkfestigkeit ist, ihre Schlampigkeit oder wie in diesem thread die Erlebnisse mit sowjetischen Soldaten nach dem Kriegsende und während der Stationierung in der DDR. Das auch Straftaten begangen wurden bestreitet niemand. Die Frage ist doch, war das die Regel oder waren es Ausnahmen?

Die unmittelbare Nachkriegszeit möchte ich an dieser Stelle aussparen. Denn das war damals zum Teil ungezügelter Hass bei den Rotarmisten, die sehr viel Leid in ihrem eigenen Land erleben und ertragen mussten. Das entschuldigt nicht ihre Handlungen. Den Befehlshabern der Roten Armee war bei dem Marsch auf Berlin die Brisanz klar und haben mit entsprechenden Befehlen, wie mit der deutschen Bevölkerung umgegangen werden soll, versucht vorzubeugen. Ein Thema, das sich lohnt zu beleuchten. Auch weil Fakten und Zahlen aus der Zeit sehr lange unter Verschluß gehalten wurden. Und ehrlich gesagt, ich habe mir noch nicht die Mühe gemacht, dem auf die Spur zu gehen. Ich weiß nur, unter anderem auch von meinem russischen Großvater, der es im Krieg bis nach Deutschland geschafft hat, dass es nicht wenige gab, die den Schalter schnell umgelegt haben und offen auf die deutsche Zvilbevölkerung zu gegangen sind.

Bei den Millionen von Soldaten die erst in der SBZ und dann in der DDR stationiert waren, war der da der Anteil von Vergewaltigungen, Raub und Diebstahl größer als bei den Deutschen? Das soll jetzt die Taten nicht relativieren. Doch nach meiner Kenntnis, sind nicht wenige sowjetische Soldaten im Stahlsarg in die Sowjetunion zurück gekehrt. Nicht zuletzt, weil man mit Straftätern in der sowjetischen Armee nicht zimperlich umgegangen ist. Und da sind wir bei einem anderen Thema der russischen Armee – von der Zarenzeit bis heute, dass für viele nicht nachvollziehbar ist - die Dedowschtschina. Im Zusammenhang von fahnenflüchtigen Sowjetsoldaten wurde in diesem Forum das Thema auch schon behandelt.

Nun komme ich zu diesem thread. Da beschreiben einige wenige ihr erstes Zusammentreffen mit Russen. Als Beispiel möchte ich hier @Lutze erwähnen, der bei den Russen angeln gelernt hat. Und schon fliegen die Handgranaten in den Teich. Keiner bezweifelt, dass es so etwas gab. Doch werden mit diesen Handgranaten auch schöne Kindheitserinnerungen zerbombt. Die Frage, die sich mir stellte, war es eigenes Erleben mit dem Handgrantenfischen oder die Wiedergabe von Gehörtem? Denn es sind immer wieder die selben Geschichten, die man liest. Und da komme ich zum Anfang zurück.

Seit dem ich denken und ich mich erinnern kann, höre ich sie. Ja schon zu tiefsten DDR Zeiten, als man mir Russenkind hinterher rief. Und das war Anfang der 60-er Jahre. Vom Hühnerdieb bis zum Vergewaltiger und Mörder war alles dabei. Als Kind habe ich mich fremd geschämt. Als erwachsene Frau macht es mich traurig, dass sich seit dem kaum etwas geändert hat in der öffentlichen Wahrnehmung von Russen in Deutschland.

Ich bin gerne bereit, mich sachlich auseinander zu setzen. Als Grundlage zitiere ich hier Peter Brandt Historiker und Sohn von Willy Brandt, der sich mit dem Thema intensiv beschäftigt hat:

Der Begriff ›Völkerfreundschaft‹ ist vielleicht propagandistisch verschlissen. Wir können hier auch offen lassen, ob es, streng genommen, zwischen Völkern etwas der Freundschaft zwischen Einzelmenschen Entsprechendes überhaupt geben kann, und nicht nur teils gemeinsame, teils unterschiedliche Interessen und möglicherweise verbindende Werte. Ganz sicher lässt sich aber sagen, dass eine positive, stabile und emotional unterfütterte Beziehung sich nur dann entwickeln kann, wenn sie nicht auf völlig verzerrten und dabei verfestigten Vorstellungen vom anderen Volk beruht, sondern auf dem erfolgreichen Bemühen, es in seiner Komplexität wahrzunehmen. Und auch dem Einzelnen in dem anderen Land können wir nicht wirklich nahe kommen, wenn wir sein Volk und dessen Kultur missachten, und sei es durch Unkenntnis.

Eine Voraussetzung, das andere Volk unvoreingenommen und realistisch zu sehen, besteht – so meine ich – in der Fähigkeit, auch uns selbst als etwas Spezifisches zu akzeptieren. Wir können und sollen uns kritisch zu den verschiedenen Aspekten der Vergangenheit und Gegenwart des eigenen Volkes stellen. Unser Selbstbewusstsein muss ein selbstkritisches sein, auch wenn es sich, um fruchtbar zu bleiben, nicht in Selbstanklagen erschöpfen darf. In jedem Fall bleiben wir als Angehörige einer national-kulturellen Einheit in besonderer Weise geprägt von der gemeinsamen Geschichte und Sprache. Auch wenn wir das nicht wahrhaben wollen, identifizieren uns die anderen als Träger bestimmter kollektiver Eigenheiten. Bei aller Klischeehaftigkeit der Bilder vom eigenen wie vom anderen Volk gibt es wohl doch ein Substrat, das zu ignorieren den Umgang miteinander schwieriger und nicht einfacher macht.


http://www.iablis.de/iablis_t/2002/brandt.htm Ein Aufsatz, für den man sich Zeit nehmen sollte.

LG von der grenzgaengerin


andy, DoreHolm und Damals87 haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 07.01.2014 11:20 | nach oben springen

#194

RE: Erste Erlebnisse mit den "Russen"

in DDR Zeiten 07.01.2014 12:11
von andy | 1.199 Beiträge

Danke Grenzgängerin!!!!

Einer der wenigen, wirklich sachlichen Beiträge in diesem Thema, dem ich mich vollinhaltlich anschließe.



andy


Komm, wir essen Opa. Satzzeichen können Leben retten.
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#195

RE: Erste Erlebnisse mit den "Russen"

in DDR Zeiten 07.01.2014 12:40
von DoreHolm | 7.696 Beiträge

Zitat von Harra318 im Beitrag #183
Zitat von DoreHolm im Beitrag #182
Verstehe nicht, was Ihr Euch so in die Wolle kriegt wegen böser und guter Russen. Es gab solche und solche, wie überall. Die Erfahrungen waren 1. unterschiedlich, 2. vom eigenen Weltbild mitgeprägt, 3. zu unterschiedlichen Zeiten aufgenommen, 4. von unterschiedlichen Quellen und damit unterschiedlichen Interessen gespeist. "Der vergewaltigende und Zivilisten mordende Russe" und der "Brot und Suppe an eine hungende Stadtbevölkerung verteilende Russe", der in der Kloschüssel seine Kartoffeln waschende und der in deutscher Klassik und Kultur bewanderte Russe. Beides die Extreme der Bevölkerung eines großen Landes. Wir werden nie auf einen halbwegs gemeinsamen Nenner kommen. Seien wir froh daß 1. Nazideutschland nicht den 2. Weltkrieg gewonnen hat und 2. eine Durchsetzung des Morgenthau-Planes nicht erfolgte (auch durch Stalins Einspruch) und 3. Eben NICHT Gleiches mit Gleichem vergolten wurde, bei aller Greuel, die trotzdem geschehen ist.


Ach, auf einmal. Aber wenn es mit Herrn Gauck in Verbindung gebracht wird, heißt es, der mit seinem Brot. Eigenartig[nachdenken]



Es erschließt sich mir leider nicht, was der Gauck damit zu tun hat und was es mit seinem Brot auf sich hat. Klär mich mal auf.



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#196

RE: Erste Erlebnisse mit den "Russen"

in DDR Zeiten 07.01.2014 13:54
von Rüganer (gelöscht)
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@Grenzgängerin,

ich will versuchen, Deinen Betrag zu kommentieren, zumindest als ehemaliger Bewohner der DDR. Herr Brandt mag da eine andere Sicht drauf haben, dies sei ihm unbenommen.
Weshalb haben die Russen nicht dies Bild in der Bevölkerung, welches sie eigentlich haben sollten und welches Du Dir vielleicht wünscht? Jede Familie hat jemanden, der entweder im Osten gefallen ist, mitunter erst durch Adenauer aus der Kriegsgefangenschaft heimgeholt wurde, sehr viele sind als Flüchtlinge unter schlimmsten Bedingungen aus ihrer Heimat weg und alles hat irgendwie mit den "Russen" zu tun. Wenn dann die Männer zusammen saßen, dann wurden Geschichten erzählt und niemals kamen die "Russen" dabei gut weg. Während der Mann, der bei den Engländern in Gefangenschaft war, noch höflich von denen sprach, wenn der Mann, der in den Staaten im Camp lebte und Englisch lernte und von gedeckten Tischen aß, sich positiv über diese damalige Zeit äußerte, so hatte der Plenny nur von Hunger und vom Verrecken zu berichten, außer - er war Spezialist. Dass die "Russen" auch hungerten, sei dahingestellt, ebenso, dass es sich bei den Amerikanern auch änderte und dass da vieles verklärt wurde, die Stimmung und den Grundtenor habe ich aber richtig geschildert.
Dann wurde seitens der DDR die Deutsch - Sowjetische Freundschaft verordnet. Ich spreche keinem ab, dass diese für ihn Herzenssache gewesen sei, nur ich habe keinen erlebt, bei dem dies so gewesen ist. Meist hieß es, meine Freunde suche ich mir selbst aus, meine Tante sagte, dass sie zu denen, die sie so behandelt haben, keine Freundschaft pflegen kann. kannst Du Dir vorstellen, dass dies 1000 anderen auch noch so ging?
Was taten eigentlich die "Russen", um ihr Bild bei den Deutschen zu ändern? Man traf die armen und bedauernswerten Soldaten im Betrieb, wenn sie dort Kabelgräben aushoben, man sah sie um Neuruppin herum auf Müllkippen, man sah sie auf Kreuzungen, vergessen herumstehend, mit den bloßen Händen Brikett auf LKW ladend oder sonstwie, aber immer den Eindruck erweckend, es sind ganz arme Jungs. Und wenn man dann mehr aus Mitleid denn aus Freundschaft in das Gespräch kommen wollte, dann scheiterte man an der Aussprache oder dem fehlenden Wortschatz, bzw. es kam ein Vorgesetzter und weg waren die Soldaten.
Ich habe mal mit einem Offizier zusammen an der Schleuse in Altruppin gestanden und geangelt, kaum ein vernünftiges Gespräch und als jemand gegen ein Eisenstück schlug, verschwand er, musste wohl zum Dienst. Ich persönlich kenne keinen, der engeren Kontakt zu Offizieren hatte und glaube, mich erinnern zu können, dass es denen wohl auch verboten war.
Wie soll sich da das Bild der "Russen" ändern? In den Gegenden, wo sie in der DDR stationiert waren, wird es wohl noch einige Zeit brauchen, bis sie vergessen sind.
Anders sieht es aus, wenn man mit einfachen Menschen in Russland zusammen kommt, nur, wer fährt schon zu diesen Zwecken nach Russland? Also wird es meines Erachtens nach nichts werden, mit der Veränderung der Meinung über "Russen", jedenfalls nicht so schnell und nicht bei der Masse der Deutschen.
Ausnahmen bestätigen die Regel, Grenzgängerin


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#197

RE: Erste Erlebnisse mit den "Russen"

in DDR Zeiten 07.01.2014 15:03
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von Rüganer im Beitrag #196
@Grenzgängerin,

ich will versuchen, Deinen Betrag zu kommentieren, zumindest als ehemaliger Bewohner der DDR. Herr Brandt mag da eine andere Sicht drauf haben, dies sei ihm unbenommen.
Weshalb haben die Russen nicht dies Bild in der Bevölkerung, welches sie eigentlich haben sollten und welches Du Dir vielleicht wünscht? Jede Familie hat jemanden, der entweder im Osten gefallen ist, mitunter erst durch Adenauer aus der Kriegsgefangenschaft heimgeholt wurde, sehr viele sind als Flüchtlinge unter schlimmsten Bedingungen aus ihrer Heimat weg und alles hat irgendwie mit den "Russen" zu tun. Wenn dann die Männer zusammen saßen, dann wurden Geschichten erzählt und niemals kamen die "Russen" dabei gut weg. Während der Mann, der bei den Engländern in Gefangenschaft war, noch höflich von denen sprach, wenn der Mann, der in den Staaten im Camp lebte und Englisch lernte und von gedeckten Tischen aß, sich positiv über diese damalige Zeit äußerte, so hatte der Plenny nur von Hunger und vom Verrecken zu berichten, außer - er war Spezialist. Dass die "Russen" auch hungerten, sei dahingestellt, ebenso, dass es sich bei den Amerikanern auch änderte und dass da vieles verklärt wurde, die Stimmung und den Grundtenor habe ich aber richtig geschildert.
Dann wurde seitens der DDR die Deutsch - Sowjetische Freundschaft verordnet. Ich spreche keinem ab, dass diese für ihn Herzenssache gewesen sei, nur ich habe keinen erlebt, bei dem dies so gewesen ist. Meist hieß es, meine Freunde suche ich mir selbst aus, meine Tante sagte, dass sie zu denen, die sie so behandelt haben, keine Freundschaft pflegen kann. kannst Du Dir vorstellen, dass dies 1000 anderen auch noch so ging?
Was taten eigentlich die "Russen", um ihr Bild bei den Deutschen zu ändern? Man traf die armen und bedauernswerten Soldaten im Betrieb, wenn sie dort Kabelgräben aushoben, man sah sie um Neuruppin herum auf Müllkippen, man sah sie auf Kreuzungen, vergessen herumstehend, mit den bloßen Händen Brikett auf LKW ladend oder sonstwie, aber immer den Eindruck erweckend, es sind ganz arme Jungs. Und wenn man dann mehr aus Mitleid denn aus Freundschaft in das Gespräch kommen wollte, dann scheiterte man an der Aussprache oder dem fehlenden Wortschatz, bzw. es kam ein Vorgesetzter und weg waren die Soldaten.
Ich habe mal mit einem Offizier zusammen an der Schleuse in Altruppin gestanden und geangelt, kaum ein vernünftiges Gespräch und als jemand gegen ein Eisenstück schlug, verschwand er, musste wohl zum Dienst. Ich persönlich kenne keinen, der engeren Kontakt zu Offizieren hatte und glaube, mich erinnern zu können, dass es denen wohl auch verboten war.
Wie soll sich da das Bild der "Russen" ändern? In den Gegenden, wo sie in der DDR stationiert waren, wird es wohl noch einige Zeit brauchen, bis sie vergessen sind.
Anders sieht es aus, wenn man mit einfachen Menschen in Russland zusammen kommt, nur, wer fährt schon zu diesen Zwecken nach Russland? Also wird es meines Erachtens nach nichts werden, mit der Veränderung der Meinung über "Russen", jedenfalls nicht so schnell und nicht bei der Masse der Deutschen.
Ausnahmen bestätigen die Regel, Grenzgängerin



Wir beziehen uns auf die Erlebnisse unserer Väter/Großväter und auf unser "Sichtbild", die Russen die mit den bloßen Händen Kohlen verladen haben....
Ich wohne in der Nähe von Eisenach und habe dadurch auch mitbekommen wenn ein Soldat desertiert ist und auch die Geschichte mit dem Hubschrauber und dem Deserteur in der nähe von Eckardshausen wurde hinter vorgehaltener Hand erzählt.
Nur ist das das wahre Bild? Die Erlebnisse der Kriegsgefangenschaft, in welchem Land haben sich die dt. Eroberer noch so gnadenlos gezeigt? Man denke nur an den "Kommissarbefehl", an Erschießung als Racheakte und, und....
Moralisch war die Reakltion der russ. Sieger falsch, menschl. wie geht man mit so viel Haß und Leid um?

Die verordnete "Freundschaft" war mir auch ein Greul, ich stand auf Rock´n Roll und "Rebellion".

Nur scheue ich mich heute davor mit diesen fadenscheinigen Erkenntnissen ein Land/ Volk zu beurteilen. Politisch werden uns heute auch "Scheuklappen" aufgesetzt, USA-Hörig (siehe NSA Skandal) wie wir sind werden auch Feindbilder neu übertragen.

Ich kann "Grenzgängerin" verstehen, unterschwellig gab es in der DDR auch keine wirkliche Freundschaft mit der SU. ich hatte auf der BPS einen "Mitstreiter", er war ein jahr in der SU und wenn der erzählt hat, da kam eine andere SU heraus und er war dann mit einer Russin verheiratet...

In der DDR war das Bild der SU verfälscht und heute wird es wieder verfälscht, für mich die Frage "Wem nutzt es?"

Es gibt nicht die "Russen", es gibt nicht die "Deutschen" und es gibt nicht die "Amerikaner"


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#198

RE: Erste Erlebnisse mit den "Russen"

in DDR Zeiten 07.01.2014 15:21
von Rüganer (gelöscht)
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Aha, und nach welchen Erkenntnissen beurteilst Du heute ein Land?. Fährst Du hin und redest mit den Menschen?
Es ging doch einfach nur darum, woher kommt dieses Bild, was zumindest der Deutsche hier im Osten von den "Russen " hat und zum nichts anderes. Wieso da nun NSA und Amerikaner in das Spiel kommen, erschließt sich mir nur aus Deiner bekannten Gesinnung, aber es ist eine Nebelkerze.
Die Wahrheit sagst Du doch schon, in dem Du die verordnete Freundschaft anführst, die selbst Dir ein Greul war, was ja einiges zu bedeuten haben sollte. Das Bild der SU wurde in der DDR verfälscht, sicher und da kommt es dann zu solch einem Bild der "Russen", was uns alle nicht wundern muss. Heute tangieren mich keine Russen, nicht mehr als Thailänder oder Norweger, denn wenn ich welche treffe, dann sind sie ja nur zu Besuch hier, oder? Die anderen sind doch Deutsche, zumindest haben sie lt. Larissa einen Deutschen Schäferhund. Und um Urlaub dort zu machen, nun ja, dazu muss es mehr Angebote geben, als es sie bisher gibt.
Die Zeit macht vieles vergessen und wird auch das Bild ändern, keine Frage


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#199

RE: Erste Erlebnisse mit den "Russen"

in DDR Zeiten 07.01.2014 16:00
von DoreHolm | 7.696 Beiträge

Vielleicht sollten wir uns alle noch mal den Eingangsthread von turtle in #1 durchlesen und beim Thema bleiben: "Erste Erlebnisse mit den Russen". Ganz ohne ideologische Wertung je nach mehr linken oder mehr "bürgerlich-konservativen" (ich sage hier nicht "rechten", das könnte wieder mißverstanden werden) Grundstandpunkten und ohne Verallgemeinerung. Es sind Berichte von selbst Erlebten oder zumindest durch engste Verwandte Erlebtes und nicht Gehörtes von Leuten, die auch nur wieder was gehört haben wollen. Ist doch in letzterem Fall so: Desto reißerischer, desto spannender klingen die Geschichten und desto williger werden sie aufgesogen und beim Weitererzählen noch mal eins draufgesetzt. Für Vergleiche mit den anderen Siegerstaaten sollte dann ein eigener Thread "Erste Erlebnisse mit den Amis, Tomis und Franzmännern" oder so ähnlich aufgemacht werden. Nur, da haben nicht ganz so viele was zu berichten, weil die meisten von uns nie dirkete Kontakte zu den Soldaten dieser Mächte hatten und wenn, dann nur sehr kurz und im Kleinstkindalter.



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zuletzt bearbeitet 07.01.2014 16:01 | nach oben springen

#200

RE: Erste Erlebnisse mit den "Russen"

in DDR Zeiten 07.01.2014 16:32
von Freienhagener | 3.861 Beiträge

Sicherlich ist das euch auch aufgefallen:

Russen stelle ich mir normalerweise groß vor. Aber die einfachen Soldaten, die man hier ab und zu sah, waren meist auffällig klein.
Bekanntlich waren die nie selbständig unterwegs. Die VEB konnten sie als billige Arbeitskräfte fürs Grobe anfordern, z. B. zum Tiefbau mit Hacke und Schaufel. Dabei wurden sie von ihren Offizieren beaufsichtigt und arbeiten (gezwungenermaßen?) ganz schnell. Die reine Sklavenarbeit. Dabei durfte man denen nicht mal was zukommen lassen.
Die Offiziere waren es, die abkassierten.


Disziplin ist die Fähigkeit, dümmer zu erscheinen als der Chef. (Hanns Schwarz)
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