#121

RE: Erste Erlebnisse mit den "Russen"

in DDR Zeiten 30.08.2012 23:18
von Gert | 12.356 Beiträge

Zitat von LO-Wahnsinn im Beitrag #119
Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #112

Nach dem Studium dieses Themas sind die Erzählungen meines Vaters (Kriegsgefangenschaft in der Sowjetunion 1943 bis 1953), meiner Großmutter und meiner Tanten (Flucht zu Fuß aus Ostpreußen nebst Beschuß der Frauen, Kinder und Alten von sowjetischen Tieffliegern), allesamt Makulatur.
Die Westalliirten haben es also den deutschen mit gleicher Intensität heimgezahlt wie die Rote Armee.
Man lernt halt nie aus.



Du musst die Zeitleiste betrachten, wann traten die Westalilierten in den Krieg ein und wann begann die Offensive der Russen.
Wenn man das prozentual gegeneinander aufwiegt und sich mit dem 2.WK, nicht nur ostseitig, beschäftigt, sollte man zu dem Schluss kommen, dass die Westaliierten auch keine Engel waren.
Man brauch sich nur mal die Bombardierungen deutscher Städte durch die Westaliierten, nach der Kapitulation, vor Augen halten, allein die sprechen schon Bände über die angeblichen Unschuldsengel.

Makulatur ist das erlebte unserer Vorfahren natürlich nicht @Grenzwolf62, denn die geschichtlichen Ereignisse sind nunmal geschrieben.
An den Kriegsverbrechen der Deutschen und der Russen ist nichts zu beschönigen und das ist auch mit nichts zu entschuldigen.

Fakt ist aber, und vor dessen darf man die Augen nicht verschliessen wenn man die Geschichte fair aufarbeiten möchte, dass auch die Amerikaner Kriegsverbrechen begangen haben, und das obwohl der Krieg nicht auf ihren Boden war.
Man darf sich also Gedanken darüber machen, wen man, abseits jeglicher Entschuldbarkeit, mehr Rache zugestehn möchte.

Fakt ist auch, dass es bis heute rund 800.000 - 1 Million Vermisste deutsche Soldaten gibt.
Tatsache ist auch, dass in Russland die Hauptkriegsschauplätze abgegrast sind wie auch viele Archive, die Russen führten Buch.
Man darf also davon ausgehn, davon gehn mittlerweile Historiker wie auch die Verbände aus, dass ein nicht unerheblicher Teil der Vermissten westlich der Oder zu finden ist.
Fritze sprach die Rheinwiesenlager schon an, allerdings ist der momentane Wissensstand wohl so, dass die 300.000 Gefangenen nicht reichen.
Die Amerikaner, haben nach momentanen Kenntnisstand keine Aufzeichnungen hinterlassen, oder/und sie halten sie noch heute unter Verschluss, wo zum Vergleich in Russland die Archive einsehbar sind.
Ich frage mich also, als Nachfahre meines bis heute vermissten Onkels, wo er geblieben ist, und meine Frage stelle ich bewusst nach Westen über den Teich.
Das Kapitel der Kriegsverbrechen der Amerikaner steht heute noch nichtmal am Anfang.
Es wird Zeit offen darüber zu reden, und dabei MUSS jeder seine rosarote Brille absetzen, auch die, die einen grundlegenden Hass auf alles haben, was aus dem Osten und von noch weiter östlich kommt.

Geschichtliche Aufarbeitung geht nur, wenn sich alle an einen Tisch setzen und jeder gewillt ist dem anderen zuzuhören.
Aber auch weit über 60 Jahre nach dem Krieg ist man leider noch nicht überall reif dafür.

Aber um wieder zu den Russen zu kommen, denn wir sind weit ab vom Thema, in Russland gehen schon seit Jahren Russen und Deutsche ZUSAMMEN auf Kriegsgräbersuche und graben gemeinsam die Überreste von russischen und deutschen Soldaten aus, werten Achive aus etc.pp..

Was passiert im Westen? NICHTS!?
Im Gegenteil, dass Graben wurde einem sogar per Denkmalschutzauflage verboten als er Knochenreste auf seinem Grundstück fand, dass früher zum Rheinwiesenlager gehörte.
Da wird geschwiegen, vertuscht und gelogen was das Zeug hält und das finde ich eine Sauerrei.
Bei allen Verdiensten der Amerikaner, egal ob es um die Befreiung geht und die Hilfe nach dem Krieg im Westen Deutschlands, aber dieses Kapitel muss endlich mal aufgeschlagen werden, doch leider scheint das in der Politik kein zu interessieren, oder man traut sich nicht und kriecht weiter aus scheinheiliger Dankbarkeit auf den Knien herum.

Die Russen haben uns längst verziehen, dass weis ich von meinen Besuchen in Russland und die ehemalige DDR, samt seiner Bürger, hat daran einen grossen Anteil, ja sie sagen sogar, schaut nach vorn duckt euch nicht, ihr habt Grund Stolz zu sein auf das was ihr nach dem Krieg geschaffen habt.








LO da haste aber jetzt den ganz großen Rundumschlag gemacht. 2 Dinge sind mir nicht erklärlich, die du schreibst, wozu du mal bitte genaueres sagen solltest.
1. Sag mal, wo die Westalliierten nach der Kapitulation Bomben abgeworfen haben ?
2.Kriegseintritt der Westalliierten = Frankreich und England ist 1.September 1939, USA 11.September 1941, SU 22.Juni 1941, nur mal so zur Richtigstellung, also die Westalliierten mit Ausnahme USA befanden sich im Kriegszustand mit dem Deutschen Reich vor der SU.


.
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Geld ist geprägte Freiheit!
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Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
Mahatma Gandhi
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#122

RE: Erste Erlebnisse mit den "Russen"

in DDR Zeiten 30.08.2012 23:41
von Rostocker | 7.734 Beiträge

Zitat von Gert im Beitrag #121
Zitat von LO-Wahnsinn im Beitrag #119
Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #112

Nach dem Studium dieses Themas sind die Erzählungen meines Vaters (Kriegsgefangenschaft in der Sowjetunion 1943 bis 1953), meiner Großmutter und meiner Tanten (Flucht zu Fuß aus Ostpreußen nebst Beschuß der Frauen, Kinder und Alten von sowjetischen Tieffliegern), allesamt Makulatur.
Die Westalliirten haben es also den deutschen mit gleicher Intensität heimgezahlt wie die Rote Armee.
Man lernt halt nie aus.



Du musst die Zeitleiste betrachten, wann traten die Westalilierten in den Krieg ein und wann begann die Offensive der Russen.
Wenn man das prozentual gegeneinander aufwiegt und sich mit dem 2.WK, nicht nur ostseitig, beschäftigt, sollte man zu dem Schluss kommen, dass die Westaliierten auch keine Engel waren.
Man brauch sich nur mal die Bombardierungen deutscher Städte durch die Westaliierten, nach der Kapitulation, vor Augen halten, allein die sprechen schon Bände über die angeblichen Unschuldsengel.

Makulatur ist das erlebte unserer Vorfahren natürlich nicht @Grenzwolf62, denn die geschichtlichen Ereignisse sind nunmal geschrieben.
An den Kriegsverbrechen der Deutschen und der Russen ist nichts zu beschönigen und das ist auch mit nichts zu entschuldigen.

Fakt ist aber, und vor dessen darf man die Augen nicht verschliessen wenn man die Geschichte fair aufarbeiten möchte, dass auch die Amerikaner Kriegsverbrechen begangen haben, und das obwohl der Krieg nicht auf ihren Boden war.
Man darf sich also Gedanken darüber machen, wen man, abseits jeglicher Entschuldbarkeit, mehr Rache zugestehn möchte.

Fakt ist auch, dass es bis heute rund 800.000 - 1 Million Vermisste deutsche Soldaten gibt.
Tatsache ist auch, dass in Russland die Hauptkriegsschauplätze abgegrast sind wie auch viele Archive, die Russen führten Buch.
Man darf also davon ausgehn, davon gehn mittlerweile Historiker wie auch die Verbände aus, dass ein nicht unerheblicher Teil der Vermissten westlich der Oder zu finden ist.
Fritze sprach die Rheinwiesenlager schon an, allerdings ist der momentane Wissensstand wohl so, dass die 300.000 Gefangenen nicht reichen.
Die Amerikaner, haben nach momentanen Kenntnisstand keine Aufzeichnungen hinterlassen, oder/und sie halten sie noch heute unter Verschluss, wo zum Vergleich in Russland die Archive einsehbar sind.
Ich frage mich also, als Nachfahre meines bis heute vermissten Onkels, wo er geblieben ist, und meine Frage stelle ich bewusst nach Westen über den Teich.
Das Kapitel der Kriegsverbrechen der Amerikaner steht heute noch nichtmal am Anfang.
Es wird Zeit offen darüber zu reden, und dabei MUSS jeder seine rosarote Brille absetzen, auch die, die einen grundlegenden Hass auf alles haben, was aus dem Osten und von noch weiter östlich kommt.

Geschichtliche Aufarbeitung geht nur, wenn sich alle an einen Tisch setzen und jeder gewillt ist dem anderen zuzuhören.
Aber auch weit über 60 Jahre nach dem Krieg ist man leider noch nicht überall reif dafür.

Aber um wieder zu den Russen zu kommen, denn wir sind weit ab vom Thema, in Russland gehen schon seit Jahren Russen und Deutsche ZUSAMMEN auf Kriegsgräbersuche und graben gemeinsam die Überreste von russischen und deutschen Soldaten aus, werten Achive aus etc.pp..

Was passiert im Westen? NICHTS!?
Im Gegenteil, dass Graben wurde einem sogar per Denkmalschutzauflage verboten als er Knochenreste auf seinem Grundstück fand, dass früher zum Rheinwiesenlager gehörte.
Da wird geschwiegen, vertuscht und gelogen was das Zeug hält und das finde ich eine Sauerrei.
Bei allen Verdiensten der Amerikaner, egal ob es um die Befreiung geht und die Hilfe nach dem Krieg im Westen Deutschlands, aber dieses Kapitel muss endlich mal aufgeschlagen werden, doch leider scheint das in der Politik kein zu interessieren, oder man traut sich nicht und kriecht weiter aus scheinheiliger Dankbarkeit auf den Knien herum.

Die Russen haben uns längst verziehen, dass weis ich von meinen Besuchen in Russland und die ehemalige DDR, samt seiner Bürger, hat daran einen grossen Anteil, ja sie sagen sogar, schaut nach vorn duckt euch nicht, ihr habt Grund Stolz zu sein auf das was ihr nach dem Krieg geschaffen habt.








LO da haste aber jetzt den ganz großen Rundumschlag gemacht. 2 Dinge sind mir nicht erklärlich, die du schreibst, wozu du mal bitte genaueres sagen solltest.
1. Sag mal, wo die Westalliierten nach der Kapitulation Bomben abgeworfen haben ?
2.Kriegseintritt der Westalliierten = Frankreich und England ist 1.September 1939, USA 11.September 1941, SU 22.Juni 1941, nur mal so zur Richtigstellung, also die Westalliierten mit Ausnahme USA befanden sich im Kriegszustand mit dem Deutschen Reich vor der SU.




Naja und nun mal was ausser der Reihe
Zu 1.-----Auf Helgoland--- das waren die Engländer
Zu 2-----Naja im Kriegszustand sind die Westalliierten und allen voran die USA ja auch wieder und Deutschland darf auch mitspielen.


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#123

RE: Erste Erlebnisse mit den "Russen"

in DDR Zeiten 31.08.2012 00:17
von LO-Wahnsinn | 3.495 Beiträge

Zitat
1. Sag mal, wo die Westalliierten nach der Kapitulation Bomben abgeworfen haben ?



Irgendwo hatte ich das vor längerer Zeit mal gelesen, frag mich aber jetzt nicht wo, ich finde auf die schnelle nichts.
Irgenwie war da was mit dem 10. und 12. Mai.


Zitat
2.Kriegseintritt der Westalliierten = Frankreich und England ist 1.September 1939, USA 11.September 1941, SU 22.Juni 1941, nur mal so zur Richtigstellung, also die Westalliierten mit Ausnahme USA befanden sich im Kriegszustand mit dem Deutschen Reich vor der SU.



Das hätte ich anders formulieren müssen.
Ich meinte damit nicht den unmittelbaren Kriegsbeginn, sondern ab Landung in der Normandie 1944 als die Befreiung Westeuropas begann.

Wie dem auch sei, wer sich die Mühe macht sich allein mit den Rheinwiesenlagern zu beschäftigen, der wird seine Ansichten über die Befreier in Bezug auf Kriegsverbrechen vielleicht etwas gerade rücken müssen.
Man darf natürlich die Dinge die im Rahmen der Befreiung in Ost und West gelaufen sind nicht auf die jeweils gesamte Truppe pauschalisieren, das wollte ich auch nicht ausdrücken.
Ausdrücken wollte ich aber, dass auch die Amerikaner Kriegsverbrechen begangen haben, die Rheinwiesenlager sind dabei das bezeichnenste und wohl krasseste Beispiel, aber sicher auch nicht das einzigste.
Beschäftige Dich mal mit dem Lager und vergleiche mal diese Zustände dort, mit denen in den Lagern der Russen.
Schlimm war beides, Krieg und seine Folgen sind immer schlimm.
Es macht aber schon einen Unterschied, ob man Gefangene Verrecken lässt weil es scheinbar egal war, oder ob Gefangene zu grunde gingen weil es am nötigsten fehlte und nicht heran geschafft werden konnte.
Letzteres traf in den Rheinwiesenlagern aber offenbar nicht zu wie Historiker heute sagen.


Ein Volk, das sich einem fremden Geist fügt,
verliert schließlich alle guten Eigenschaften und damit sich selbst.
Ernst Moritz Arndt (1769 - 1860)
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#124

RE: Erste Erlebnisse mit den "Russen"

in DDR Zeiten 31.08.2012 10:01
von 94 | 10.792 Beiträge

Zitat von Gert im Beitrag #121
1. Sag mal, wo die Westalliierten nach der Kapitulation Bomben abgeworfen haben ?
2.Kriegseintritt der Westalliierten = Frankreich und England ist 1.September 1939, USA 11.September 1941, SU 22.Juni 1941, ...

zu 1. @Low, Du ließt aber schon die Beiträge anderer User?

zu 2. @Gert, wo hast'n Du immer nur Deine Datumse her?
Kriegserklärung GB+F --> D erfolgte am 3.9.39, als Kriegseintritt kann man den Drôle de guerre nun eigentlich nicht bezeichnen
Kriegseintritt der Vereingten Nordamerikaner erfolgte bereits am 8.12.41, erst drei Tage später erfolgte die Kriegerklärung US --> D
das einzige Datum, welches stimmt ist der 22.6.41, doch auch hier wurde durch von Ribbentrop in der um vier Uhr an Деканозов übergeben Note der Begriff 'Kriegerklärung' vermieden ... http://de.wikipedia.org/wiki/Deutsch-Sow...en_des_Angriffs

Also der bis jetzt schlimmste Krieg, welcher Europa überzog (nach den absoluten Opferzahlen, prozentual war der 30jährige deutlich schlimmer!) wurde von der einen Seite (offiziell) nie erklärt.


Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


zuletzt bearbeitet 31.08.2012 10:04 | nach oben springen

#125

RE: Erste Erlebnisse mit den "Russen"

in DDR Zeiten 31.08.2012 11:03
von erkoe | 301 Beiträge

Wenn's recht ist, streue ich in eure hochpolitische Diskussion mal wieder ein Jugenderlebnis mit meinen "Freunden" ein. Mein Vater erwarb in den 60ern ein Grundstück in Wetterzeube, gegenüber eines Übungsplatzes der CA, mitten im Sperrgebiet der MVM und baute eine Gartenlaube. Ich war noch ein Stift und spielte im Sandkasten, als der erste UAS auftauchte. Ein dicker Mann in Uniform stieg aus und kam gleich auf mich zu. Einen Zaun hatten wir zu dieser Zeit noch nicht. Ich hatte die Hosen voll und bin gleich zu Mutti abgehauen. In gebrochenem Deutsch fragte er dann meinen Vater, was er hier so treibt. Er zeigte den Rohbau, die Terrasse, den Schuppen und den Komposthaufen.... Und seinen Vorrat an Grubenfusel. Der alte Fuchs.

Es kam, wie es wohl kommen musste. Die beiden haben sich ins Gras gesetzt und mächtig zugelangt. Meine Mutter sagte zu mir, ich solle mich ruhig verhalten und dem dicken Mann aus dem Weg gehen. Machte ich auch. Der UAS hatte mein Interesse geweckt. Da saß ja noch einer drin. Ich schlich mich an. Aber der Fahrer hatte mich schon bemerkt und fing mich ein.

Das war ein Spaß, wohl auch für ihn. Ein ganz junger Kerl. Wir tobten um die Karre rum und der Dicke hat's mitbekommen. Ein Wort und schon war Ruhe. Er setzte sich wieder hinter's Steuer und verzog keine Miene mehr. Ich hab das zum damaligen Zeitpunkt alles nicht verstanden und des Russischen war ich auch noch nicht mächtig.

Mein Vater und der Dicke soffen wie die Kesselflicker. Zu vorgerückter Stunde meinte meine Mutter, du bringst dem armen Kerl da draußen jetzt Essen und Trinken. Aber leise, der Dicke darf das nicht mitbekommen. Na das war genau der richtige Auftrag für mich. Ich nahm den Beutel und schlich mich wieder an. Erfolgreich!!! Der Kerl war eingepennt. Ein kurzer Zupfer an seiner Uniform reichte aber, um ihn wieder in hab Acht zu versetzen.

Ich machte den Beutel auf und was dann kam, sehe ich noch heute vor meinem geistigen Auge. Er trank den halben Liter Bier auf einen Zug aus und stopfte sich zwei Brötchen gleichzeitig in die Futterluke. Mir blieb die Gusche offen stehen und ich trollte mich zu meiner Mutter. Nachschub musste da wohl her. Ich erzählte ihr mein Erlebnis, sie lächelte wissend und füllte den Beutel erneut.....

Das Ende vom Lied: Am nächsten Morgen lag der Dicke immer noch auf dem Rasen und schlief seinen Rausch aus. Wir haben "Kolja" (seinen Namen hab ich nie erfahren) mit Kaffee und Frühstück versorgt, er hat dann seinen Kommandeur geweckt und beide fuhren von dannen.

Irgendwie hat dieser Abend aber Begehrlichkeiten geweckt.... Und ich kam als 8-jähriger zu meiner ersten Panzerfahrt.


Nicht alle Beulen im Helm eines Offiziers stammen vom Klassenfeind...


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#126

RE: Erste Erlebnisse mit den "Russen"

in DDR Zeiten 31.08.2012 21:20
von frank | 1.753 Beiträge

Zitat von Gert im Beitrag #93
[/quote]

Zitat



Lieber Peter, deine Erlebnisse decken sich mit meinen, denn ich war auch ein Kind der Nachkriegszeit. Mir als Kind haben sie nichts getan und sie waren sogar freundlich zu mir und meinen Spielkameraden. Was aber meine Eltern erzählten und was ich später aus offiziellen Quellen erfuhr, das war eine andere, böse , Geschichtsschreibung der Nachkriegszeit und Besatzung durch die Russen. Sie haben, kaum befreit,z.B. Buchenwald wieder schnell gefüllt und das waren nicht nur Ex Nazis, sondern auch viele unschuldige Menschen, die dort unter unmenschlichen Bedingungen einsassen. Man sollte schon auf diese schlimmen Exzesse hinweisen aber auch vergeben und in die Zukunft schauen. Das hat mit Schranken eigentlich nichts zu tun.

Gruß Gert[hallo][/quote]

sag mal @ gerd , liest du dir das auch mal durch bevor du es abschickst ? wer hat dort und im eigenen land unmenscliches und schlimme exzesse der spezi : 'homo sapiens sapiens' am eigenen leib erfahren müssen ?? na klingelt's !!! wie würdest du an ihrer stelle zu der damaligen zeit reagieren als 'sieger' wenn mann deine ganze familie in buchenwald umgebracht hätte !!!??? lass dir zeit !!! [/quote]

Zitat


@frank
1. schreib bei Gelegenheit meinen Namen richtig ab.
2. Ich habe und hatte nichts dagegen wenn sie wirkliche Nazis in die Mangel genommen haben. Ich habe aber etwas dagegen wenn Unschuldige
z.B. Sozialdemokraten, die sich der Zwangsvereinigung widersetzten oder Jugendliche die irgendein Idiot als Werwölfe bei den Russen denunzierte, um die Ecke brachten ohne überhaupt Beweise zu sammeln, ohne Gerichtsverfahren. Solche Leute sassen neben den Nazis in Buchenwald. So etwas haben die Amerikaner nicht gemacht. Sie haben Naziverbrecher vor Gerichte gestellt und nach Rechtsnormen abgeurteilt. Du solltest dich mal besser über diese Zeit informieren, bevor du hier den Oberlehrer raushängen lässt. Die Geschichtszusammenhänge kenne ich natürlich aber hier geht es nicht um Kriegshandlungen sondern um Zeiten Jahre nach der Kapitulation
Ein Beispiel aus meiner Familie, der Betroffene ist kürzlich mit 91 Jahren gestorben, deshalb glaube ich es hier erzählen zu können.
Er war als Abiturient zur Wehrmacht eingezogen worden und hat es bis zum Oberleutnant und Kompaniechef einer Infanterieeinheit gebracht. Im Mai 45 ging er in Westböhmen in amerikanische Gefangenschaft. Die dauerte bekanntlich nur kurz und so konnte er in Clausthal-Zellerfeld
( britische Zone ) ein Studium aufnehmen. Seine Mutter wohnte aber in Leipzig. Er besuchte sie in 1946 ab und zu und wurde bei einem dieser Besuche von den Russen verhaftet. Vorwurf er sei englischer Spion. Sie haben ihn unter fürchterlichen Bedingungen inhaftiert, mit Schlägen, Essensentzug usw.
Einmal haben sie ihm tagelang nichts zu essen gegeben, dann in einen Raum geführt, wo eine große Essentafel stand. Die Russen sagten, wenn er sich schuldig bekennt Spion zu sein, könne er das alles essen. Er blieb standhaft, weil unschuldig, und ab gings zurück in die Zelle, Nach einiger Zeit ging morgens die Zellentür auf und man sagte ihm ohne weitere Erklärungen, sie sind frei. Das Martyrium dauerte 9 Monate.
Er hat danach nie wieder den Boden der SBZ und der DDR betreten.


Zitat



Lieber Peter, deine Erlebnisse decken sich mit meinen, denn ich war auch ein Kind der Nachkriegszeit. Mir als Kind haben sie nichts getan und sie waren sogar freundlich zu mir und meinen Spielkameraden. Was aber meine Eltern erzählten und was ich später aus offiziellen Quellen erfuhr, das war eine andere, böse , Geschichtsschreibung der Nachkriegszeit und Besatzung durch die Russen. Sie haben, kaum befreit,z.B. Buchenwald wieder schnell gefüllt und das waren nicht nur Ex Nazis, sondern auch viele unschuldige Menschen, die dort unter unmenschlichen Bedingungen einsassen. Man sollte schon auf diese schlimmen Exzesse hinweisen aber auch vergeben und in die Zukunft schauen. Das hat mit Schranken eigentlich nichts zu tun.

Gruß Gert[hallo][/quote]

sag mal @ gerd , liest du dir das auch mal durch bevor du es abschickst ? wer hat dort und im eigenen land unmenscliches und schlimme exzesse der spezi : 'homo sapiens sapiens' am eigenen leib erfahren müssen ?? na klingelt's !!! wie würdest du an ihrer stelle zu der damaligen zeit reagieren als 'sieger' wenn mann deine ganze familie in buchenwald umgebracht hätte !!!??? lass dir zeit !!! [/quote]

Zitat


@frank
1. schreib bei Gelegenheit meinen Namen richtig ab.
2. Ich habe und hatte nichts dagegen wenn sie wirkliche Nazis in die Mangel genommen haben. Ich habe aber etwas dagegen wenn Unschuldige
z.B. Sozialdemokraten, die sich der Zwangsvereinigung widersetzten oder Jugendliche die irgendein Idiot als Werwölfe bei den Russen denunzierte, um die Ecke brachten ohne überhaupt Beweise zu sammeln, ohne Gerichtsverfahren. Solche Leute sassen neben den Nazis in Buchenwald. So etwas haben die Amerikaner nicht gemacht. Sie haben Naziverbrecher vor Gerichte gestellt und nach Rechtsnormen abgeurteilt. Du solltest dich mal besser über diese Zeit informieren, bevor du hier den Oberlehrer raushängen lässt. Die Geschichtszusammenhänge kenne ich natürlich aber hier geht es nicht um Kriegshandlungen sondern um Zeiten Jahre nach der Kapitulation
Ein Beispiel aus meiner Familie, der Betroffene ist kürzlich mit 91 Jahren gestorben, deshalb glaube ich es hier erzählen zu können.
Er war als Abiturient zur Wehrmacht eingezogen worden und hat es bis zum Oberleutnant und Kompaniechef einer Infanterieeinheit gebracht. Im Mai 45 ging er in Westböhmen in amerikanische Gefangenschaft. Die dauerte bekanntlich nur kurz und so konnte er in Clausthal-Zellerfeld
( britische Zone ) ein Studium aufnehmen. Seine Mutter wohnte aber in Leipzig. Er besuchte sie in 1946 ab und zu und wurde bei einem dieser Besuche von den Russen verhaftet. Vorwurf er sei englischer Spion. Sie haben ihn unter fürchterlichen Bedingungen inhaftiert, mit Schlägen, Essensentzug usw.
Einmal haben sie ihm tagelang nichts zu essen gegeben, dann in einen Raum geführt, wo eine große Essentafel stand. Die Russen sagten, wenn er sich schuldig bekennt Spion zu sein, könne er das alles essen. Er blieb standhaft, weil unschuldig, und ab gings zurück in die Zelle, Nach einiger Zeit ging morgens die Zellentür auf und man sagte ihm ohne weitere Erklärungen, sie sind frei. Das Martyrium dauerte 9 Monate.
Er hat danach nie wieder den Boden der SBZ und der DDR betreten.

[/quote]
zu 1.: ja herr oberlehrer ,ich versuchs beim nächsten mal ! blau mark: glaube mir @ gerdt ,wenn bei den ami's im eigenem land ein gegner so gewütet hätte wie der deutsche in der damaligen sowijetunion , hätten 'die' nach dem krieg in deutschland auch ganz anderst gehandelt .!!!



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#127

RE: Erste Erlebnisse mit den "Russen"

in DDR Zeiten 01.09.2012 00:01
von GeMi | 556 Beiträge

Hallo,

meine Erlebnisse mit den "Russen" waren eigentlich nur Beobachtungen, denn mit den Offizieren und deren Familien kam man nicht in Kontakt. Mit den Soldaten erst recht nicht.
In unserer Kreisstadt Merseburg gab es einen Flugplatz und einen ganzen russischen Stadteil.
In der Stadt waren nur Offiziere mit ihren grellbunt geschminkten Damen unterwegs, oder ganze Gruppen mit Soldaten plus Aufpassern.
Ich habe noch die sehnsüchtigen Blicke der einfachen Soldaten vor Augen, wenn sie mal Ausgang hatten.
Zwei Ereignisse sind bei mir haften geblieben.
In Merseburg war eine russische Frau mit einem Soldaten unterwegs. Es regnete in Strömen und der arme Kerl musste die ganzen Einkäufe in einer Pappkiste tragen. Als diese durchgeweicht war, ist die ganze Schoße in den Dreck gefallen. Die "Dame" hat den armen Kerl getreten und geschlagen und wüst beschimpft. Der hat alles mit stoischer Miene ertragen, das Zeug aufgesammelt und war wohl nur froh, mal ausserhalb der Kaserne zu sein.
Das ander Elebniss war ein Eishockeyspiel in Leuna - Freiluft unter Flutlicht. Ich glaube, es spielte Dynamo Berlin gegen eine Mannschaft aus Moskau. Das Stadion war fest in russischer Hand und es war eine Bombenstimmung. Kaum war das Spiel vorbei, kam der Abmarschbefehl.
Die Fahnen wurden eingerollt und ohne Murren war die Truppe wieder weg.
Mit dem russischen Soldaten wurde es aber auch getrieben.
Vielleicht schreibe ich mal von unserem militärischen "Wettkampf" in Halberstadt und dem anschließenden Besuch in der Kaserne gegenüber vom Regiment. Da ist uns vor Staunen der Mund offen geblieben - es war eine andere Welt.


Die Menschheit besteht aus einigen wenigen Vorläufern, sehr vielen Mitläufern und einer unübersehbaren Zahl von Nachläufern.

Jean Cocteau
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#128

RE: Erste Erlebnisse mit den "Russen"

in DDR Zeiten 01.09.2012 10:09
von turtle | 6.961 Beiträge

Das hat zwar nichts mit selber erlebten zu tun, passt aber zum Beitrag von Ge Mi. Der Mann meiner Schwägerin (Ukrainer) war Pilot der Sowjetarmee. Er erzählte mir einiges über die Hierarchie in der Armee. Die unteren Dienstgrade wurden erniedrigt, besonders schlimm hatte es die aus dem nichteuropäischen Teil der SU. Russen, Weißrussen, und Ukrainer hatten es in der Regel besser. Also von Einheit und Gleichheit beim großen Bruder in der Sowjetarmee kann keine Rede gewesen sein.


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#129

RE: Erste Erlebnisse mit den "Russen"

in DDR Zeiten 01.09.2012 11:33
von LO-Wahnsinn | 3.495 Beiträge

Zitat von turtle im Beitrag #128
Das hat zwar nichts mit selber erlebten zu tun, passt aber zum Beitrag von Ge Mi. Der Mann meiner Schwägerin (Ukrainer) war Pilot der Sowjetarmee. Er erzählte mir einiges über die Hierarchie in der Armee. Die unteren Dienstgrade wurden erniedrigt, besonders schlimm hatte es die aus dem nichteuropäischen Teil der SU. Russen, Weißrussen, und Ukrainer hatten es in der Regel besser. Also von Einheit und Gleichheit beim großen Bruder in der Sowjetarmee kann keine Rede gewesen sein.


Das kann ich bestätigen @turtle
Bereits im 2. WK wurden die Nichteuropäer schon als Kanonenfutter verheizt und diese Hierarchie hat sich wohl noch lange erhalten.


Ein Volk, das sich einem fremden Geist fügt,
verliert schließlich alle guten Eigenschaften und damit sich selbst.
Ernst Moritz Arndt (1769 - 1860)
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#130

RE: Erste Erlebnisse mit den "Russen"

in DDR Zeiten 01.09.2012 16:24
von Gelöschtes Mitglied
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Ich lernte in meinem diesjährigen Urlaub einen netten Ukrainer kennen.
Er lebt seit 15 Jahren in Deutschland,da seine Frau Deutsche Urgroßeltern hatte.
Wir kamen ins Gespräch und ich fing an mich zu wundern,bzw. ich begann einiges zu verstehen.
Er erzählte über seine Zeit in der CA.
Dort diente er als Sergant auch in der Ex-DDR.
Auch war er in Afghanistan im Einsatz.......(Er hat heute noch die Statur eines "Arni").
Als wir über Demokratie redeten,war seine Meinung Demokratie ist Sch..ße!
Disziplin und nur Disziplin zählt(e)!
So erklärte er mir auch,warum einfache Soldaten der CA so schlecht behandelt werden/wurden.
Für ihn war das nicht schlecht,es ging nur um Disziplin & Gehorsam bis zur Hörigkeit.
Jeder Verstoss dagegen wurde hart bestraft.
Ich äußerte mein Unverständis darüber und berichtete über meine damalige Armeezeit und einen unangenehmen Besuch bei den "Freunden" in Halberstadt.
Für ihn waren und sind die Zustände in "Seiner" Armee normal.
Ein Soldat braucht auch mal Schläge, um die Disziplin und den Respekt aufrecht zu erhalten,meinte er.
Ich dachte,ihm taten die Soldaten leid,nein,er fand die harte Behandlung der sowj.Soldaten richtig.
Und davon ging er bis zum Schluß nicht ab.
Wir trafen uns Abends immer auf ein Bier an der Hotelbar,von seiner Meinung wich er aber keinen mm ab,ebenso wie ich nicht von meiner.
Es war immer interessant mit ihm zu klönen.
Und lustig wurde es auch,wenn ich meine letzten russichen Vokabeln hervorkramte und wir gemeinsam russische Lieder sangen.
Da kam bei ihm Freude auf.
DDR war gut,sagte er......und wieder, Demokratie Sch..ße.......Disziplin....nur Disziplin zählt.
Ich konnte ihn mit meinen Argumenten nicht überzeugen......
Aber als Menschen verstanden wir uns prima,trotz total unterschiedlicher Ansichten.
Das fällt jetzt mehr in die Rubrik "Letzte Erlebnisse mit den Russen".Sorry.

Gruß ek40


Rainman2 und katerjohn haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#131

RE: Erste Erlebnisse mit den "Russen"

in DDR Zeiten 06.01.2014 12:04
von coldwarrior67 | 143 Beiträge

ich hab nur einen Teil von den Antworten durchgelesen.Jeder hat halt seine eigenen Erlebnisse mit den Russen in der Nachkriegszeit.Ich wohne ja bekanntlich im Westen und wir wurden da Gott sei Dank von en Russen verschont, wenngleich es auch an der damaligen Zonengrenze zu Übergriffen durch die Russen gekommen ist.Ich bin froh das man dieses Thema hier aufgegriffen wude, den für mich ist das Thema sehr interessant.


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#132

RE: Erste Erlebnisse mit den "Russen"

in DDR Zeiten 06.01.2014 12:27
von Gelöschtes Mitglied
avatar

Zitat von coldwarrior67 im Beitrag #131
ich hab nur einen Teil von den Antworten durchgelesen.Jeder hat halt seine eigenen Erlebnisse mit den Russen in der Nachkriegszeit.Ich wohne ja bekanntlich im Westen und wir wurden da Gott sei Dank von en Russen verschont, wenngleich es auch an der damaligen Zonengrenze zu Übergriffen durch die Russen gekommen ist.Ich bin froh das man dieses Thema hier aufgegriffen wude, den für mich ist das Thema sehr interessant.



Nur nicht mit der Zeit gehen. Reden wir doch von Ereignissen von vor 70 Jahren. Vom heutigen Russland zu redden ist doch so unerwunscht. Das kann nur der deutsche Michel sein. Soll ich Euch berichten von meinen ersten Erlebnissen auf deutschem Boden und den glorreichen stinkenden Plumpsklos und einiges andere mehr..... zu der damaligen Zeit!
Schon das Thema...... 'die Russen'. Lasst Euch nur aus, immer und immer wieder. Eines sage ich nur noch hierzu, dann nix mehr. Schwelget in der Vergangenheit, aber dann auch ofter mal in der EUREN! 'Die Russen' haben mehr Anstand und Guete unter ihrem kleinen Fingernage, ob sie arm sind oder reich, als der deutsche Michel in dem ganzen Koerper. So, ich gehe Weihnachten feiern. aber richtig. ACHTUNG! weitermachen!
PS: was den Deutschen fehlt von kleine an heute, das ist Disziplin, die auch sie frueher einmal hatten und was in ihnen hineingeschlagen wurde.


zuletzt bearbeitet 06.01.2014 12:28 | nach oben springen

#133

RE: Erste Erlebnisse mit den "Russen"

in DDR Zeiten 06.01.2014 12:50
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von Larissa im Beitrag #132
Zitat von coldwarrior67 im Beitrag #131
ich hab nur einen Teil von den Antworten durchgelesen.Jeder hat halt seine eigenen Erlebnisse mit den Russen in der Nachkriegszeit.Ich wohne ja bekanntlich im Westen und wir wurden da Gott sei Dank von en Russen verschont, wenngleich es auch an der damaligen Zonengrenze zu Übergriffen durch die Russen gekommen ist.Ich bin froh das man dieses Thema hier aufgegriffen wude, den für mich ist das Thema sehr interessant.



Nur nicht mit der Zeit gehen. Reden wir doch von Ereignissen von vor 70 Jahren. Vom heutigen Russland zu redden ist doch so unerwunscht. Das kann nur der deutsche Michel sein. Soll ich Euch berichten von meinen ersten Erlebnissen auf deutschem Boden und den glorreichen stinkenden Plumpsklos und einiges andere mehr..... zu der damaligen Zeit!
Schon das Thema...... 'die Russen'. Lasst Euch nur aus, immer und immer wieder. Eines sage ich nur noch hierzu, dann nix mehr. Schwelget in der Vergangenheit, aber dann auch ofter mal in der EUREN! 'Die Russen' haben mehr Anstand und Guete unter ihrem kleinen Fingernage, ob sie arm sind oder reich, als der deutsche Michel in dem ganzen Koerper. So, ich gehe Weihnachten feiern. aber richtig. ACHTUNG! weitermachen!
PS: was den Deutschen fehlt von kleine an heute, das ist Disziplin, die auch sie frueher einmal hatten und was in ihnen hineingeschlagen wurde.




Larissa, unsere Vorfahren hatten zu viel Disziplin....

Für mich zählt der Verstand und Achtung vor anderen Völkern. Für mich waren die Russen in der DDR fremd. Fremd weil die Freundschaft zu "aufgesetzt" war und ich meine "Freunde" selber aussuchen wollte....
Über das Rußland von heute weiß ich zu wenig. Ich hatte vor jahren einen "Deutschrussen" an der Arbeit, der Typ ein absoluter Ar.....kriecher, hätte ich das verallgemeinert, dann "gute Nacht".

In der Zwischenzeit habe ich Russen erlebt (kennenlernen ist zu tief gegriffen) und ich muß sagen, soviel Hilfsbereitschaft ist uns Deutschen verloren gegangen.
Wir bekommen doch die Meinungen vorgesetzt die gerade von "Nutzen" sind, die bösen kriminellen Russen, die Russen als Menschenrechtsverletzer und all den Unsinn....

Für mich sind heute die "Russen" in erster linie Menschen, nicht besser oder schlechter als wir, nur die Bedingungen zu ihrer Entwicklung waren wohl anders....

Ich wünsche Dir alles Gute und "komm wieder runter"


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#134

RE: Erste Erlebnisse mit den "Russen"

in DDR Zeiten 06.01.2014 14:08
von damals wars | 12.212 Beiträge

Die Angst vor dem "Wehrwolf" muss schon groß gewesen sein,schließlich hatte der den OB Oppenhoff der Stadt Aachen, der von der amerikanischen Militärregierung eingesetzt wurde, am 25. März 1945 vor seinem Haus auf Befehl Himmlers ermordet.

Nach den Massenmorden in Russland konnten die Deutschen froh sein, das sie nicht alle mit dem Knüppel erschlagen wurde. Die jüdisch-bolschewistischen Untermenschen haben sich halt nicht an dem Verhalten der Deutschen orientiert,die wahllos Männer, Frauen und Kinder ermordeten.


Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches.(Mark Twain)
Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
"Hass hat keinen Glauben, keine Rasse oder Religion, er ist giftig." der Witwer der britische Labour-Abgeordnete Jo Cox.
http://www.neo-magazin-royale.de/zdi/art...fur-frauke.html
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#135

RE: Erste Erlebnisse mit den "Russen"

in DDR Zeiten 06.01.2014 14:59
von Gelöschtes Mitglied
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Larissa, unsere Vorfahren hatten zu viel Disziplin....
Für mich zählt der Verstand und Achtung vor anderen Völkern. Für mich waren die Russen in der DDR fremd. Fremd weil die Freundschaft zu "aufgesetzt" war und ich meine "Freunde" selber aussuchen wollte....
Über das Rußland von heute weiß ich zu wenig. Ich hatte vor jahren einen "Deutschrussen" an der Arbeit, der Typ ein absoluter Ar.....kriecher, hätte ich das verallgemeinert, dann "gute Nacht".
In der Zwischenzeit habe ich Russen erlebt (kennenlernen ist zu tief gegriffen) und ich muß sagen, soviel Hilfsbereitschaft ist uns Deutschen verloren gegangen.
Wir bekommen doch die Meinungen vorgesetzt die gerade von "Nutzen" sind, die bösen kriminellen Russen, die Russen als Menschenrechtsverletzer und all den Unsinn....
Für mich sind heute die "Russen" in erster linie Menschen, nicht besser oder schlechter als wir, nur die Bedingungen zu ihrer Entwicklung waren wohl anders....
Ich wünsche Dir alles Gute und "komm wieder runter"
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Buerger der DDR….. nochmal kurz! (Meine Kuerze ist allerdings meist auch ausfuehrlich….)
Chronologisch probiere ich es zu antworten. Fuer Dich zaehlt der Verstand und die Achtung ist vorhanden. Danke. Bei vielen dieser Eingaben hier ist das nicht der Fall. Achtung vor dem Menschen sollte auch sein in der heutigen Welt, denn alle sitzen wir im gleichen Boot, das haben nur viele hier noch nicht bemerkt und speien mit Verachtung und Arroganz auf andere Voelkern, nicht nur auf Russland. Die Englaender sind bekloppt, die Amerikaner unwissendes Pack, na und holen wir doch wieder heraus, wie die jungen Soldaten der CA hunger hatten. Auch heute sind diese einem Drill unterzogen, dass sich der deutsche Landser wundern wuerde. Kein jammern wegen Blasen an den Fuessen, kein Wagen, der die Nachzuegler fein nach Hause faehrt. Mein Sohn war Ausbilder bei der Marine der BRD, daher kenne ich seine Geschichten. Er sagte mir damals, er haette noch nie so viel heulendes Elend gesehen von Muttersoehnchen, die nicht mal ihre eigene Tasche packen konnten. Jedem also das Seine. Der junge Soldat in Russland wird auch heute noch ueber ein Jahr keine Plinis oder Pelmeni von der Mama bekommen und diese meist ueber Monate, manchmal zwei Jahre, nicht sehen. Eine der besten Armeen der Welt, zusammen mit den Briten! Auch da werden keine Spaesse gemacht im Umgang mit jungen. You’re in the army now heisst nicht, dass es gemuetliche Einzelzimmer gibt.
Ich konnte auch im leben, wie viele anderen, auch nicht meine Freunde aussuchen. Das erging uns allen so, auch des deutschen Sprache damals lange nicht maechtig als Heranwachsende, wusste ich sehr genau, wie sehr auch die Englaender und Amerikaner zum Teil waren sehr verhasst im anderen Teil der West-Zone Deutschlands, vor allem noch die Farbigen – die Toechter wurden von der Strasse geholt um nicht ‘Negerlilly’ zu werden. Auch die Amis waren Besatzer, und nicht sehr geliebt. Ich habe sehr viel ueber das heutige Russland geschrieben (Umzug Larissa). Es ist eben so, dass ich dieses Land und vor allem die Menschen, erbittert verteidige. Das, fuer andere unverstandlich, hat einige Gruende. Aus einem Volk kann nur das werden wie Du schreibst, es grossgezogen wird. Die Haerte auch gerade in der Sowjetarmee habe ich mehr als gut kennengelernt, nicht nur durch meinen Ehemann, Offizier der SU. In einer harten und unnachgiebigen Welt, da wird man dazu erzogen hart zu sein, um zu ueberleben. Waehrend in der Nachkriegszeit die Muetter Russlands ihren Kindern Rogen (Kaviar) einfloessten, weil es nix zu essen und keine Milch gab, hungerten auch die Deutschen im Nachkriegselend. Das wird leider vergessen. Ich bin leider so alt, dass ich noch einiges davon selbst erlebte. Es war ebenso eine harte Welt in Deutschland, der die Menschen auch auf eine Weise hart wie Kruppstahl machen sollte, wir sollten wissen was passierte und auch von dem Elend hernach, und nicht auf andere Volker herabsehen. Wir sollten Geschichte aufarbeiten, einen Anlass haben die Deutschen keinesfalls wie Koenige auf alles herabzusehen. Und es sind meist immer nur ‘die Russen’ hier in diesem Forum. Nuja, ich bin auch hier und da ich zur Zeit nicht sehr aktiv sein kann wie ueblich, da schreibe ich eben……… von der anderen Seite der Mauer!
Larissa, unsere Vorfahren hatten zu viel Disziplin.... sagst Du. Ich bedaure, so ich kann nicht denken! Denn, mein eigenes Leben war so hart, dass ich dass so nicht empfinden kann. Ich wurde sehr diszipliniert erzogen, ohne Nachsicht oder Liebe, aber das bewirkte, dass ich einiges spaeter ueberleben konnte. So sehe ich es auch mit Russland, die ueberlebt haben so viel und heute auf dem steigenden Ast sind.
Sehen wir nicht mehr die Abartigkeit, die Verruchtheit im taeglichen Leben, die Zerstoerung einer Moral trotz endloser Freiheit? Die Kinder werden angehalten bereits zu protestieren, verlangen immer mehr! Wer protestiert fuer die Armen dieser Welt!? Wohin soll das fuehren? Regierungen werden gewaehlt und dann gestuermt, ueberall in der Welt. Eine Schande! Da ist die Demokratie nicht verstanden worden. Einen Deutsch-Russen kanntest Du, der nicht ein guter Mensch war? Dir ist bekannt, wie viele DEUTSCH-Russen nach Deutschland immigriert sind, obwohl sie nur einen deutschen Schaferhund hatten. Die wird es immer geben. Gehe in die Tuerkei und sehe den Unterschied der dortigen Menschen gegen die Horden, die sich mit tuerkisch-nationalistischen Parolen mehr als gut in Deutschland leben. Deutsche Schmarotzer an der Gesellschaft sind im eigenen Land vorhanden reichlich denke ich, und die haben nix zu tun mit Russland.
So das war so kurz wie moeglich, es gibt bei uns gutes russisches Essen heute und morgen, leider in Deutschland, ich bin gerne in Deutschland,kann krankheitshalber nicht reisen nach Hause, leider.
quote Ich wünsche Dir alles Gute und "komm wieder runter"quote
Ich danke Dir, ach, aber ich bin noch nicht mal Viertel auf die Palme, das sieht anders dann aus! Ich freue mich, wenn ich Rossia verteidigen kann………… das haelt mich am Leben! Ich rege mich nicht auf, trete nur gerne auf Fuesse, die keine портянка kennen…..
Liebe Gruesse, Larissa


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zuletzt bearbeitet 06.01.2014 15:01 | nach oben springen

#136

RE: Erste Erlebnisse mit den "Russen"

in DDR Zeiten 06.01.2014 15:22
von Rüganer (gelöscht)
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Zitat von damals wars im Beitrag #134
Die Angst vor dem "Wehrwolf" muss schon groß gewesen sein,schließlich hatte der den OB Oppenhoff der Stadt Aachen, der von der amerikanischen Militärregierung eingesetzt wurde, am 25. März 1945 vor seinem Haus auf Befehl Himmlers ermordet.

Nach den Massenmorden in Russland konnten die Deutschen froh sein, das sie nicht alle mit dem Knüppel erschlagen wurde. Die jüdisch-bolschewistischen Untermenschen haben sich halt nicht an dem Verhalten der Deutschen orientiert,die wahllos Männer, Frauen und Kinder ermordeten.



Genug sind ja mit den Knüppeln totgeschlagen worden, von Russen, Polen und Tschechen und immer, diejenigen, die nicht an Verbrechen in diesen Ländern beteiligt waren. dass Du da indirekt noch applaudierst, in dem du Verständnis zeigst - Pfui Teufel... sicher waren alle deine Vorfahren schon so eingestellt und deswegen Kämpfer in der Roten Armee oder doch wenigstens Partisan...


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#137

RE: Erste Erlebnisse mit den "Russen"

in DDR Zeiten 06.01.2014 16:54
von ABV | 4.204 Beiträge

Irgend ein schlauer Mensch, mir fällt jetzt der Name nicht, hat mal gesagt: " Rache ist nichts weiter als neues Unrecht". Genauso sehe ich das auch! Kein Sowjetsoldat, Pole, Tscheche und so weiter, hatte das Recht sich an der wehrlosen deutschen Zivilbevölkerung zu vergreifen! Genau wie kein deutscher Soldat das Recht hatte, sich an wehrlosen Angehörigen anderer Völker zu vergreifen!
Warum fällt es eigentlich nach so vielen Jahren noch so schwer den Opfern einer Seite zu gedenken, ohne das dann wieder dieses berüchtigte " aber, die anderen waren doch viel, viel schlimmer" über die Lippen kommt?
Egal ob es sich um die von SS-Schergen ermordeten Bewohner eines ukrainischen Dorfes oder von Sowjetsoldaten ermordete Bewohner eines deutschen Dorfes handelt, es sind Opfer eines bestialischen Krieges. Die keine persönliche Schuld am Ausbruch des Krieges und dessen Verlauf trifft.
Eine Mutter in Charkow trauert nicht weniger intensiv um ihren toten Sohn, als eine Mutter in Frankfurt (Oder).
Die DDR hat bei der geschichtlichen Aufarbeitung der Kriegsereignisse, insbesondere der Ereignisse im Frühjahr 1945 im Osten Deutschlands, sehr viel falsch gemacht.
Nehmen wir doch einmal das Wort "Befreiung". Haben sich die Bewohner der von der Sowjetarmee eroberten deutschen Dörfer und Städte tatsächlich " befreit" gefühlt? Befreier vergewaltigen, stehlen und morden nicht! Außerdem ist es wohl mehr als zweifelhaft, ob die deutsche Zivilbevölkerung überhaupt "befreit" werden wollte. Denn dazu muss man sich erstmal gefangen fühlen.
Falsch wäre aber auch, dass Bild des Sowjetsoldaten ausschließlich auf die oben erwähnten Verbrechen zu reduzieren. Den Sowjetsoldaten, als homogene Masse, hat es nie gegeben. Genauso wenig wie den deutschen Soldaten.
Wie überall gab es ein Sammelsurium der verschiedensten Charaktere: Humanisten und Sadisten, Schwache und Starke, mutige Helden und feige Mitläufer.
Die DDR-Geschichtsschreibung hat sich aber eben nur die besten Charaktere herausgepickt. Und die Schandtaten verschwiegen sowie deren öffentliche Benennung unter Strafe gestellt. Das hat zu sehr viel Hass, gerade unter den Opfern und deren Angehörigen geführt. Und nicht zuletzt dazu, dass die Verbrechen der Deutschen in der Sowjetunion oder anderswo, relativiert wurden.
Diese Fehler der Vergangenheit sollten endlich überwunden werden. Statt darüber zu streiten, wer nun schlimmer war, sollte man endlich dazu übergehen, allen Opfern des Zweiten Weltkrieges gleichberechtigt zu gedenken. Ohne wenn und aber!!

Gruß an alle
Uwe


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#138

RE: Erste Erlebnisse mit den "Russen"

in DDR Zeiten 06.01.2014 17:03
von Moskwitschka (gelöscht)
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Manchmal beneide ich euch alle. Die Deutschen mit ihren Vorurteilen gegenüber den Russen und die Russen mit ihren Vorurteilen gegenüber den Deutschen. Ja auch die Russen haben Vorurteile und böse Erinnerungen. Schon mal darüber nachgedacht?

Ihr könnt euch positionieren. Nur was mache ich? Ich das Kind einer Russin und eines Deutschen, die allen Vorurteilen und Erinnerungen zum Trotz 10 Jahre nach diesem furchtbaren Krieg zu ihrer Liebe standen? Ein gemeinsames Leben voller Hoffnungen, Wünschen und Plänen hatten? Egal wo, ob in Deutschland, damals DDR oder Russland, damals Sowjetunion? Mein Vater sagte mir anlässlich meines 50. Geburtstages, dass es ihm am Tage meiner Geburt erst richtig bewußt wurde, dass es schwer sein wird. Aber dass es so schwer sein wird, ein Kind zu beschützen, bei dem die russische Seele mit deutschen Pragmatismus vereint sind, hätte er damals nicht geahnt.

Ich habe meinen Vater damals getröstet und gesagt, dass sie alles richtig gemacht haben. Und habe ihm versprochen, dass ich mich nicht ändern und nie aufhören werde versuchen zu vermitteln - mit leisen Tönen. Die Welt werde ich nicht ändern können, aber ich werde nie aufhören für das Verständnis für den jeweils anderen zu werben.

LG von der grenzgaengerin


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zuletzt bearbeitet 06.01.2014 17:12 | nach oben springen

#139

RE: Erste Erlebnisse mit den "Russen"

in DDR Zeiten 06.01.2014 17:17
von ABV | 4.204 Beiträge

Zitat von grenzgaengerin im Beitrag #138
Manchmal beneide ich euch alle. Die Deutschen mit ihren Vorurteilen gegenüber den Russen und die Russen mit ihren Vorurteilen gegenüber den Deutschen. Ja auch die Russen haben Vorurteile und böse Erinnerungen. Schon mal darüber nachgedacht?

Ihr könnt euch positionieren. Nur was mache ich? Ich das Kind einer Russin und eines Deutschen, die allen Vorurteilen und Erinnerungen zum Trotz 10 Jahre nach diesem furchtbaren Krieg zu ihrer Liebe standen? Ein gemeinsames Leben voller Hoffnungen, Wünschen und Plänen hatten? Egal wo, ob in Deutschland, damals DDR oder Russland, damals Sowjetunion? Mein Vater sagte mir anlässlich meines 50. Geburtstages, dass es ihm am Tage meiner Geburt erst richtig bewußt wurde, dass es schwer sein wird. Aber dass es so schwer sein wird, ein Kind zu beschützen, bei dem die russische Seele mit deutschen Pragmatismus vereint sind, hätte er damals nicht geahnt.

Ich habe meinen Vater damals getröstet und gesagt, dass sie alles richtig gemacht haben. Und habe ihm versprochen, dass ich mich nicht ändern und nie aufhören werde versuchen zu vermittelen - mit leisen Tönen. Die Welt werde ich nicht ändern können, aber ich werde nie aufhören für das Verständnis für den jeweils anderen zu werben.

LG von der grenzgaengerin






Auch auf die Gefahr hin, dass es ein wenig naiv klingt:
Wenn die Menschen aller Völker nur einen Schritt aufeinander zugehen würden und lernen könnten, in den jeweils anderen nichts weiter zu sehen als einen völlig normalen Menschen, wäre uns schon sehr geholfen!
Dieses gegenseitige Aufrechnen, dass Bestehen auf irgendwelchen negativen Stereotypen hat schon Unglück genug gebracht.
Man kann die Vergangenheit nicht mehr korrigieren. Aber man kann zumindest die Fehler der vorangegangenen Generationen vermeiden.

Gruß an alle
Uwe


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#140

RE: Erste Erlebnisse mit den "Russen"

in DDR Zeiten 06.01.2014 18:13
von Gelöschtes Mitglied
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Auch auf die Gefahr hin, dass es ein wenig naiv klingt:
Wenn die Menschen aller Völker nur einen Schritt aufeinander zugehen würden und lernen könnten, in den jeweils anderen nichts weiter zu sehen als einen völlig normalen Menschen, wäre uns schon sehr geholfen!
Dieses gegenseitige Aufrechnen, dass Bestehen auf irgendwelchen negativen Stereotypen hat schon Unglück genug gebracht.
Man kann die Vergangenheit nicht mehr korrigieren. Aber man kann zumindest die Fehler der vorangegangenen Generationen vermeiden.
Gruß an alle
Uwe
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Ein wenig zu sein Naïve ist besser als boshaft Uwe!

Nein, diese Vergangenheit hatte es in sich. Dein letzter Satz ist gut, aber, wie wir sehen, werden diese nirgendwo vermieden.

Rueganer, solche boesen Worte muessen nicht sein. Das wuerde bedeuten, das wir sind nicht einen Schritt vorangekommen in alle den Jahren. Ich gruesse Dich herzlich, die Soldaten der Wehrmacht und auch die in der Roten Armee waren Menschen, Soehne, Vaeter, usw. und alle haben grauenhaft gelitten, nebst der Zivilbevolkerung der Laender.

Ueberhaupt allen zu Gedenken, die Opfer von Gewalt geworden sind aus den Kriegen, die nicht vom kleinen Menschen, sondern von den ‘Groessen der Geschichte’ ausgangen. Aber wir vergessen leider sogar den Opfern der letzten Jahre! Alles ist uninteressant, wo weiter gekaempft, gebombt und Menschen in die Luft gejagt werden tagtaeglich heute. Auch diese Opfer der Kriege werden spaeter mit Sicherheit zu Taetern werden. Wir dann werden, oder vielmehr unsere Kinder, das eine gegen das andere aufwiegen? Und das kann nur bedeuten, weiterer neverending Unfrieden.
Ja Grenzgaengerin, mit meinem Blut aus russischem, deutschen und englischer Wallung versuche auch ich nichts mehr, als das heute Ruecksicht genommen wird und von oberflachlichen Aussagen einseitige abgelassen wird. Mit leisen Toenen habe ich festgestellt, schon gar nicht hier, ist nix zu machen. Auch wenn es oftmals wehtut, ich kann nur immer die Hand reichen, oder es versuchen zu tun. Aber es gibt Meinungen, die festgerannt sind und nichts dazu lernen wollen.
Die Volk in Russland, es waren nicht nur Russen, die in der Roten Armee dienten, haben sicher eine andere Verarbeitung der Geschichte erfahren, wie auch die Amerikaner. Von der Deutschen Verarbeitung, zweigeteilt, wenn diese ueberhaupt fand statt, will ich hier nicht anfangen. Das kann man deutlich lesen hier und erkennen wie wenig Verstandnis besteht, nach wie vor. Nur eins, ich kenne nicht einen im Familien oder Freundeskreis, auch aeltere, der so auf die Deutschen schlaegt, wie die Deutschen auf die Russen. Im Gegenteil. Das ist rein politisch bedingt zusatzlich zur einseitigen Verarbeitung. Auch die Amerikaner tun das nicht, wenn sie auch nicht viel wissen von anderen Voelkern. Leider muss ich sagen, die Englische Verwandtschaft liebt die Deutschen nicht. So stehen wir ‘Mischlinge’ immer zwischen den Fronten. Ist gut so. Sind wir doch gerne Puffer und geben doch die Hoffnung auf ein wenig Frieden nur zwischen den Menschen nie auf. Und ich freue mich, dass Dein Vater hat wenigstens versucht Dich zu beschuetzen. Das ist etwas sehr wertvolles, das ich leider nicht erfahren habe. Beschuetzt, seit vielen Jahren haben mich nur meine Russen.

PS:Bombardierungen nach Kriegsende: Die Englaender bombardierten Ende 1945 in Bremen Farge das Bunker Valentin. Es wurden tausende auf beiden Seiten der Weser in British Niedersachsen und auf Bremischen Seite evakuiert ueber tagelang. Hier wurden sogar Zehn-Tonnen-Bomben, sogenannte Grand Slams, geworfen, um den riesigen Bunker in ein Scherbenhaufen zu legen. In Scherben gingen lediglich Bauernhoefe, zivile Behausungen und leider viele der shedderigen Behausungen der andlich angekommenen Fluechtlinge. Aber die Meter dicken Mauern knackten sie nur an ganz wenigen Stellen trotzdem wiederholter Versuche. Der Unhold aus Beton und Eisen steht noch grau und reckt sich in die Hoehe und Laenge an der Weser.


ABV hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 06.01.2014 18:21 | nach oben springen



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