#81

RE: Erste Erlebnisse mit den "Russen"

in DDR Zeiten 29.08.2012 15:38
von erkoe | 301 Beiträge

Hallo zusammen,

sich durch die verschiedenen Generationen zu lesen ist wirklich sehr interessant. @Larissa: Ein paar Absätze wären nicht schlecht gewesen...

Ich wohnte damals in Zeitz, unweit einer großen Garnision und "mein" erstes Erlebnis mit den Freunden (und das schreibe ich bewusst, da Jahrgang 67)
brachte mir und den Genossen eine gehörige Tracht Prügel von meinem Vater ein. Nachdem die Mutter eines Kumpels 2 Regulierer, welche schon einige Tage im Straßengraben lagen, versorgt hatte, wagten wir uns (gerade mal so um die 7 Jahre alt) an die Kollegen heran. Der Geruch der beiden war sehr gewöhnungsbedürftig. Wir durften mal am Funkgerät rumspielen, Abenteuer pur. Dann gab's für jeden ne Machorka. Einmal gezogen, das war's.

In dem Moment kam mein Vater um die Ecke gefahren und sah das Elend. Er schnappte mich, Tür vom Wartburg auf, Klein-Erik am Schlawittchen gepackt und hinten rein, Tür zu und ab zu den Kameraden. Die taten mir richtig leid. Das war ein Aufstand... Die hatten trotz Kaschi ne gehörige Portion Schiss.

Die Fahrt nach Hause ging ganz schnell. Wohnungstür auf, Ausklopfer raus und immer feste druff. Hat gewirkt, bis ich 16 war. Der Tausch Sprit gegen Schnaps war dann interessanter und ich, dank Moped, mobiler. Der Alte hat's nicht mitbekommen.

Ich hatte noch viele schöne Erlebnisse mit den Soldaten, aber hier war ja der erste Kontakt gefragt. Und der ging sprichwörtlich in die Hose.


Nicht alle Beulen im Helm eines Offiziers stammen vom Klassenfeind...


zuletzt bearbeitet 29.08.2012 15:40 | nach oben springen

#82

RE: Erste Erlebnisse mit den "Russen"

in DDR Zeiten 29.08.2012 15:46
von Pit 59 | 10.132 Beiträge

Ich hatte noch viele schöne Erlebnisse mit den Soldaten, @erkoe

Können es auch Soldatinnen gewesen sein?,wegen dem Kontakt und der Hose


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#83

RE: Erste Erlebnisse mit den "Russen"

in DDR Zeiten 29.08.2012 15:59
von erkoe | 301 Beiträge

Zitat von Pit 59 im Beitrag #82
Ich hatte noch viele schöne Erlebnisse mit den Soldaten, @erkoe

Können es auch Soldatinnen gewesen sein?,wegen dem Kontakt und der Hose


Nee du, kannst dir ja ausmalen, wie ne Machorka bei einem 7-jährigen gewirkt hat. Und die Striemen auf dem Ar***** waren auch nicht zu verachten. Zweimal bestraft.... Soldatinnen sind mir in der Garnision nie untergekommen. Gabs sowas überhaupt?

Mal im Ernst. Frauen bei den GSSD/WGT? Auch später in Brandenburg, Magdeburger Str., ich hab da keine dienende Frau gesehen.
Vielleicht weiß ein Forumskollege mehr darüber.


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#84

RE: Erste Erlebnisse mit den "Russen"

in DDR Zeiten 29.08.2012 18:00
von LO-Wahnsinn | 3.489 Beiträge

Aber die Ehefrauen und Töchter der Offiziere, lieber Erik, hast Du die schon vergessen?
Da ich aus Naumburg stamme, und 1988-89 Stadtbus fuhr, hatte ich den Bus den ganzen Tag voll.
Samt Gerüche -> Knoblauch, Parfüm, Lippenstift.
Mein Kollege hatte sich eine geangelt die immer ganz vorn sass, im Minirock und das linke Bein oben, sodass man durch den Vo...spiegel alles sah.
Den haben die Offiziere dann auch kräftig verjackt.
Ich hab mich nur aufs gucken beschränkt.

Meine ganz ersten Erlebnisse weis ich leider nicht mehr.
Aber wir hatten einen Schulgarten am Naumburger Ostbahnhof, wo die LKW immer standen und die Soldaten warteten.
Wir haben dann Gemüse und Obst aus dem Schulgarten bei den Soldaten gegen Zigaretten getauscht.
Die Kippen haben wir heimlich im Schulgarten in der Ecke mit Glasscherben zum glühen gebracht.
Später hatte ich durch meinen Vater, meinen Schwager (Vater Weissrusse, Ex-Soldat) und einen Kumpel (Vater Ukrainer, Ex-Soldat und Zivilangestellter der Ketsch) sowie meine Arbeit viel Kontakt -auch viel privaten- mit Offizieren.
Da gabs so manche (Angel)Feeten, wer weis wie die Russen feiern können, der weis auch wie diese Feeten abgingen.
Schöne Zeiten waren das schon, ich hab die Russen nie als Besatzer Empfunden, sondern die die ich kannte -und das waren nicht wenige-, die waren gute Freunde.

Ja, die Soldaten der Verkehrspatrolien haben wir oft auch mit Essen und Trinken versorgt.
Gerade in unsere Ecke Naumburg-Zeitz, waren viele Soldaten und viel Fahrzeugbewegungen, die Kerle standen dort oft Tage.
Das war echt eine Schweinerei, die Soldaten wurden behandelt wie Dreck.
Trotzdem, wenn ich heute in Russland Männer treffe die als Soldat in Deutschland gedient haben, die sagen das es ihnen wohl besser ergangen sein muss, wie denen die in Russland selber Soldat waren.

Ein Erlebnis muss ich noch loswerden.
Das liegt allerdings in der jüngeren Geschicht anfangs der 90ziger.
Ich arbeitete als LKW-Fahrer in einem Betonwerk in Dessau.
Da stand am Rande des Betriebsgeländes ein russischer LKW der Firma Sovtrans -damals wohl noch staatlich-.
Der hatte einen Defekt, Getriebe oder Motor, das weis ich nicht mehr genau.
Er stand dort tagelang und kam irgendwann am 3. Tag mit einem Topf und wollte Wasser, was er natürlich bekam.
Im weiteren Verlauf -wir schauten natürlich wie sich seine Lage entwickelt- bemerkten wir, dass er weder Essen noch Trinken hat und auch, wie sich herausstellte, kein Geld.
Wir schnappten ihn dann und gingen mit ihm einkaufen.
Wir erzählten auch bei uns zu Hause von dem Fahrer und die Frauen meiner Kollegen, kochten dann auch Mittagessen für ihn und brachten das zu ihm hin.
Das war ihm ganz peinlich, solche Hilfe hatte er wohl nicht erwartet.
Heute wenn ich in Russland bin und die Hilfsbereitschaft der Russen, ohne das man betteln oder fragen muss, erfahre, erinnere ich mich an diese Zeit und weis, dass unsere Hilfe damals etwas wertvolles war.

Die Menschlichkeit wird am Ende immer Siegen.


Ein Volk, das sich einem fremden Geist fügt,
verliert schließlich alle guten Eigenschaften und damit sich selbst.
Ernst Moritz Arndt (1769 - 1860)
erkoe und Pzella 82 haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#85

RE: Erste Erlebnisse mit den "Russen"

in DDR Zeiten 29.08.2012 18:44
von Arnstädter | 266 Beiträge

Super luppi Thema.
Ja auch ich habe mal versucht mit einer russischen (sowjetischen Frau) nur zu flirten.
Wie wir alle wissen gab es ja bei uns noch Original spielende bands bzw Compos .Auch ich war da ,und habe zimlich mit einer
Frau ,gefliertet.(Offiziersbraut?).Wir waren jung und unerfahren..Etwas getanzt,geschmußt und so.Habe mir dabei nichts böses gedacht.
Nach Ende der Musi und Schließung des Lokals gab es für mich was richtig auf die Glocke.
1.Mehrere Lkw s kamen an ,nahmen alle zivilen sowjetischen Soldaten /innen mit
2. Ich bekam von den Brüdern mächtig was auf die Mütze.
3.Was mich am meisten noch heute ärgert ist ,das ich am Boden lag ,ich ihre Stiefel ins Gesicht bekommen habe und den Spruch
du Nazi:)
4.Nasenbeinbruch:),dicke Augen usw. Hab es überlebt#
5. Der Dr. wollte Strafanzeige ,ich habe gesagt nein.Es sind erfahrungswerte in unserer Jugend gewesen .Oder?


das System funktioniert weil du funktionierst
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#86

RE: Erste Erlebnisse mit den "Russen"

in DDR Zeiten 29.08.2012 19:03
von Wanderer zwischen 2 Welten | 2.340 Beiträge

Tatsache ist das diese Vergewaltigungen nach Waffenstillstand stattgefunden haben. Und es waren keine Einzelfaelle, sondern regelrechte Massenvergewaltigungen. Natuerlich gab es auch anstaendige Soldaten bei der Roten Armee, aber die Mehrheit verhielten sich wie Schweine in Deutschland. Die Amis und Briten waren zwar etwas besser, aber uebergriffe gegen die deutsche Zivilbevoelkerung gab es mehr als genug. Also ich persoenlich betrachte weder Russen noch Amis als Befreier und unsere Freunde waren sie damals auch nicht.


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#87

RE: Erste Erlebnisse mit den "Russen"

in DDR Zeiten 29.08.2012 19:38
von erkoe | 301 Beiträge

Mensch LO,

soweit hab ich gar nicht gedacht. Das stand für mich damals nicht zur Debatte. Wir sind 1973 nach Zeitz-Ost gezogen und ich war erst mal weg vom Schuss. Und schließlich noch ein ziemlicher Jüngling. Als wir später mit den Moppeds unterwegs waren, hatten wir eigentlich nur den Sprit im Sinn. Mein Vater war bei der Wismut und sein Grubenfusel begehrtes Tauschobjekt. Die Kollegen von CA hatten nicht weit von unserer Crossstrecke eine Waschanlage für Panzer und Großgeräte. Das war vielleicht ne Sauerei. Von Umweltschutz keine Spur.

Später dann, als ich in Brandenburg an der OHS war, gabs die NINA. Eigentlich ein Offiziersclub für die Kameraden der Magdeburger Str., sprich, eine Hausnummer weiter. Das war jedes mal ein Krawall. Mädels (Töchter) gabs da zur Genüge. Rangetraut haben wir uns aber nicht. Die Kerle (Söhne oder Brüder) haben uns das deutlich zu verstehen gegeben. Aber wir hatten immer was zu Gurgeln im Beutel. Spaß hat's gemacht, einfach nur tanzen und bisschen abschalten.

Die Genossen von der Hausnummer nach uns hatten dann eine AG gegründet. Pistolenschießen. Hab ich hier irgendwo schon mal erwähnt. Das war ein Spaß. Zwei Mumpeln in die Ohren (später haben wir dann unseren Gehörschutz mitgenommen) und ein Käppi voller Patronen. Genial. Auf Ebene des Polit oder des 2000ers wurde unser Erscheinen dann untersagt. Kann durchaus sein, dass wir zu viele Geschenke dabei hatten.

Aber eine russische Frau habe ich sehr intensiv kennengelernt: Meine Brieffreundin Irina aus Astrachan. Seit Ende der 5. Klasse. Leider hab ich sie, ausser Fotos, nie zu Gesicht bekommen. Aber sie war ja Zivilistin... Das Schöne an der Geschichte war: Ich hatte nach 7 Jahren Briefverkehr keine Probleme mehr im Russischunterricht. Selbst die besch***** Grammatik hatte ich verinnerlicht.

VG
Erik


Nicht alle Beulen im Helm eines Offiziers stammen vom Klassenfeind...


LO-Wahnsinn hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#88

RE: Erste Erlebnisse mit den "Russen"

in DDR Zeiten 29.08.2012 20:57
von Backe | 480 Beiträge

für Erik

https://lh4.googleusercontent.com/-e6yay...-k/DSC00097.JPG

Na, kannst dich noch erinnern ???

VG


"Nicht die Kinder bloß speist man mit Märchen ab" Gotthold E. Lessing
erkoe hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#89

RE: Erste Erlebnisse mit den "Russen"

in DDR Zeiten 29.08.2012 21:59
von frank | 1.753 Beiträge

Zitat von Gert im Beitrag #10

Zitat von turtle
Im Mai 1946 kamen die Sowjets nach Leipzig und somit auch in unser Dorf. Da gab es eine Kaserne die nach den Deutschen von den „Russen“ genutzt wurde. Die Russen wurden immer als böse für uns Kinder hingestellt. Und wir müssen einen großen Bogen um die Kaserne machen. Der Vater meines Freundes war Ortsgruppenleiter und ein dicker Nazi. Als die Russen kamen wurde er verhaftet und kam nach Russland. (Er kam nie wieder)
Doch mein Freund vermisste seinen Papa. Er hatte ihn noch nie gesehen. Die Mutter sagte ihm „ Der ist bei den Russen“
Da dachten wir Kinder gehen wir hin und besuchen ihn. Also auf zur Russenkaserne.
Mein Freund hatte ein Foto vom Papa dabei, so richtig schön Papa in seiner schönen Nazi Uniform. Russisch verstanden wir nicht, und wunderten uns wie böse der Posten wurde als wir ihm das Foto zeigten und sagten wir suchen seinen Papa und möchten ihm besuchen.
Er schimpfte schrie was von Faschist ,Nazi oder so riss das Foto aus der Hand und trampelte darauf rum! ,und seine Kalaschnikow richtete er auf uns. Wir weinten fürchterlich und unsere Angst war riesengroß. Wie groß die Angst war sah man an der Hose meines Freundes die war nass! Ein älterer Soldat sah das alles, und kam auf uns zu . Nach einer heftigen Diskussion mit dem Posten schob er uns vorwärts in das innere der Kaserne . Mensch die hatten einen Schweinstall mit Schweinen, aha dachten wir da sind sie also die geklauten Schweine. Da hatte meine Mutter doch recht als sie sagte die haben die Russen beschlagnahmt! Wir hatten gelernt Beschlagnahmen ist wie klauen! Der alte Soldat schob uns in eine Küche, eine ältere Frau die aussah wie halb Soldatin halb Köchin gab uns einen großen Teller mit Kohlsuppe dazu zwei dicke Scheiben Brot! War das köstlich! Seit diesem Tag gingen wir noch oft Olga die Köchin besuchen. Und die Russen ? Für uns beide waren sie nicht mehr die Bösen und immer wenn von diesen Untermenschen die Rede war haben wir sie
verteidigt! Wir zweifelten an allem was uns früher über die Bolschewisten erzählt wurde. Von Vergewaltigungen ,Partisanen die Grausam und hinterhältig waren , Sicherlich wir waren Kinder und haben vieles noch nicht verstanden. Aber etwas hatten wir begriffen ,nicht alles kann stimmen was uns über die bösen Russen erzählt wurde. Es war eine schöne Zeit mit diesen Russen. Wir bekamen Essen, manchmal warfen sie eine Handgranate in den Kanal um zu fischen. Wir durften die kaputten oder kleineren Fische einsammeln. Klar wenn wir damit nach Hause kamen wurde nicht auf die Russen geschimpft. Warum schreibe ich das ? Für uns Kinder war es nicht schwer Vorurteile abzubauen ,wenn es doch so leicht als Erwachsener wäre. Ich glaube auch meine Erinnerungen an meine Kindheit haben mir geholfen der zu sein der ich heute bin. Ich habe keine Vorurteile mehr, versuche nur immer wieder zu begreifen ,was uns trennte ,warum kam es dazu, was können wir tun das sich vieles nicht wiederholt was wir Menschen uns Gegenseitig angetan haben. Versucht endlich Eure Schranken wenn sie noch da sind in Euren Köpfen abzubauen,
Gruß Peter(turtle)






Lieber Peter, deine Erlebnisse decken sich mit meinen, denn ich war auch ein Kind der Nachkriegszeit. Mir als Kind haben sie nichts getan und sie waren sogar freundlich zu mir und meinen Spielkameraden. Was aber meine Eltern erzählten und was ich später aus offiziellen Quellen erfuhr, das war eine andere, böse , Geschichtsschreibung der Nachkriegszeit und Besatzung durch die Russen. Sie haben, kaum befreit,z.B. Buchenwald wieder schnell gefüllt und das waren nicht nur Ex Nazis, sondern auch viele unschuldige Menschen, die dort unter unmenschlichen Bedingungen einsassen. Man sollte schon auf diese schlimmen Exzesse hinweisen aber auch vergeben und in die Zukunft schauen. Das hat mit Schranken eigentlich nichts zu tun.

Gruß Gert[hallo]



sag mal @ gerd , liest du dir das auch mal durch bevor du es abschickst ? wer hat dort und im eigenen land unmenscliches und schlimme exzesse der spezi : 'homo sapiens sapiens' am eigenen leib erfahren müssen ?? na klingelt's !!! wie würdest du an ihrer stelle zu der damaligen zeit reagieren als 'sieger' wenn mann deine ganze familie in buchenwald umgebracht hätte !!!??? lass dir zeit !!!



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#90

RE: Erste Erlebnisse mit den "Russen"

in DDR Zeiten 29.08.2012 22:18
von erkoe | 301 Beiträge

Zitat von Backe im Beitrag #88
für Erik

https://lh4.googleusercontent.com/-e6yay...-k/DSC00097.JPG

Na, kannst dich noch erinnern ???

VG



Hee Backe, das war aber die offizielle Ansicht. Wir sind meist zur Seite rein.... Das Problem bestand nur darin, die Nachtruhe vor der Schicht einzuhalten. Hab vielen Dank für das Bild!!!!


Nicht alle Beulen im Helm eines Offiziers stammen vom Klassenfeind...


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#91

RE: Erste Erlebnisse mit den "Russen"

in DDR Zeiten 29.08.2012 23:00
von Rostocker | 7.719 Beiträge

Zitat von frank im Beitrag #89
Zitat von Gert im Beitrag #10

Zitat von turtle
Im Mai 1946 kamen die Sowjets nach Leipzig und somit auch in unser Dorf. Da gab es eine Kaserne die nach den Deutschen von den „Russen“ genutzt wurde. Die Russen wurden immer als böse für uns Kinder hingestellt. Und wir müssen einen großen Bogen um die Kaserne machen. Der Vater meines Freundes war Ortsgruppenleiter und ein dicker Nazi. Als die Russen kamen wurde er verhaftet und kam nach Russland. (Er kam nie wieder)
Doch mein Freund vermisste seinen Papa. Er hatte ihn noch nie gesehen. Die Mutter sagte ihm „ Der ist bei den Russen“
Da dachten wir Kinder gehen wir hin und besuchen ihn. Also auf zur Russenkaserne.
Mein Freund hatte ein Foto vom Papa dabei, so richtig schön Papa in seiner schönen Nazi Uniform. Russisch verstanden wir nicht, und wunderten uns wie böse der Posten wurde als wir ihm das Foto zeigten und sagten wir suchen seinen Papa und möchten ihm besuchen.
Er schimpfte schrie was von Faschist ,Nazi oder so riss das Foto aus der Hand und trampelte darauf rum! ,und seine Kalaschnikow richtete er auf uns. Wir weinten fürchterlich und unsere Angst war riesengroß. Wie groß die Angst war sah man an der Hose meines Freundes die war nass! Ein älterer Soldat sah das alles, und kam auf uns zu . Nach einer heftigen Diskussion mit dem Posten schob er uns vorwärts in das innere der Kaserne . Mensch die hatten einen Schweinstall mit Schweinen, aha dachten wir da sind sie also die geklauten Schweine. Da hatte meine Mutter doch recht als sie sagte die haben die Russen beschlagnahmt! Wir hatten gelernt Beschlagnahmen ist wie klauen! Der alte Soldat schob uns in eine Küche, eine ältere Frau die aussah wie halb Soldatin halb Köchin gab uns einen großen Teller mit Kohlsuppe dazu zwei dicke Scheiben Brot! War das köstlich! Seit diesem Tag gingen wir noch oft Olga die Köchin besuchen. Und die Russen ? Für uns beide waren sie nicht mehr die Bösen und immer wenn von diesen Untermenschen die Rede war haben wir sie
verteidigt! Wir zweifelten an allem was uns früher über die Bolschewisten erzählt wurde. Von Vergewaltigungen ,Partisanen die Grausam und hinterhältig waren , Sicherlich wir waren Kinder und haben vieles noch nicht verstanden. Aber etwas hatten wir begriffen ,nicht alles kann stimmen was uns über die bösen Russen erzählt wurde. Es war eine schöne Zeit mit diesen Russen. Wir bekamen Essen, manchmal warfen sie eine Handgranate in den Kanal um zu fischen. Wir durften die kaputten oder kleineren Fische einsammeln. Klar wenn wir damit nach Hause kamen wurde nicht auf die Russen geschimpft. Warum schreibe ich das ? Für uns Kinder war es nicht schwer Vorurteile abzubauen ,wenn es doch so leicht als Erwachsener wäre. Ich glaube auch meine Erinnerungen an meine Kindheit haben mir geholfen der zu sein der ich heute bin. Ich habe keine Vorurteile mehr, versuche nur immer wieder zu begreifen ,was uns trennte ,warum kam es dazu, was können wir tun das sich vieles nicht wiederholt was wir Menschen uns Gegenseitig angetan haben. Versucht endlich Eure Schranken wenn sie noch da sind in Euren Köpfen abzubauen,
Gruß Peter(turtle)






Lieber Peter, deine Erlebnisse decken sich mit meinen, denn ich war auch ein Kind der Nachkriegszeit. Mir als Kind haben sie nichts getan und sie waren sogar freundlich zu mir und meinen Spielkameraden. Was aber meine Eltern erzählten und was ich später aus offiziellen Quellen erfuhr, das war eine andere, böse , Geschichtsschreibung der Nachkriegszeit und Besatzung durch die Russen. Sie haben, kaum befreit,z.B. Buchenwald wieder schnell gefüllt und das waren nicht nur Ex Nazis, sondern auch viele unschuldige Menschen, die dort unter unmenschlichen Bedingungen einsassen. Man sollte schon auf diese schlimmen Exzesse hinweisen aber auch vergeben und in die Zukunft schauen. Das hat mit Schranken eigentlich nichts zu tun.

Gruß Gert[hallo]


sag mal @ gerd , liest du dir das auch mal durch bevor du es abschickst ? wer hat dort und im eigenen land unmenscliches und schlimme exzesse der spezi : 'homo sapiens sapiens' am eigenen leib erfahren müssen ?? na klingelt's !!! wie würdest du an ihrer stelle zu der damaligen zeit reagieren als 'sieger' wenn mann deine ganze familie in buchenwald umgebracht hätte !!!??? lass dir zeit !!!



Gert, mal ne Frage. Haben Dir Deine Eltern auch erzählt,was in Ausschwitz abging,von den Massenerschießungen in Rußland von der Ausrottung der Juden,von hundertausenden verhungerten Einwohnern der Stadt Leningrads wärend der deutschen Blockade und der Vernichtung von hunderten von Dörfern und Städten in Russland und man könnte noch so viel aufzählen.Aber sicherlich haben sie Dir nichts davon erzählt--weil sie ja von nichts wussten.Aber es ist die Wahrheit- Auch Deutsche haben sich in Russland benommen wie Tiere und in großen Stil gemordet.Morde an Unschuldigen--was den Vorstellungen an unmenschlichkeit weitaus übertraf. Aber von so manchen User,kann man nicht erwarten,das er davon schreiben kann.


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#92

RE: Erste Erlebnisse mit den "Russen"

in DDR Zeiten 29.08.2012 23:34
von Gelöschtes Mitglied
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Bei diesem einseitigen Denken bekomme ich Schaum vor den Mund. Was haben wir gelernt aus der Geschichte, nichts. Denn diese Geschichte wurde grundsaetzlich auf die jeweilige politische Lage, nicht nur der Grossmaechte, uns beigebracht - nur zum Vorteil der politischen Erziehung. Und das nannte man dann Verarbeitung. Mit der Verarbeitung dieser Luegen sind wir heute noch alle behaftet.
Vielleicht mal anschauen: ZDF-Info, nicht vorher gezeigte Dokumentationen, die der Wahrheit sehr nah kommen, wenn auch nicht alles genau zutrifft und etwas verkantet ist teilweise.

Und noch etwas Jungs, macht Euch an die Freundin/Frau eines Bulgaren, Magyaren, Tuerken, US Boys, Franzosen, Englaenders, um nur einige zu nennen, heran, heute noch, wie damals, kriegt Ihr so welche auf die Schnauze, dass Ihr nicht nur mit einem blauen Auge davonkommt. Ich weiss, es heisst .....mit den 'Russen', aber mal halblang.
Gruss, Larissa


Pitti53, erkoe und Damals87 haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#93

RE: Erste Erlebnisse mit den "Russen"

in DDR Zeiten 30.08.2012 09:33
von Gert | 12.354 Beiträge

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Zitat



Lieber Peter, deine Erlebnisse decken sich mit meinen, denn ich war auch ein Kind der Nachkriegszeit. Mir als Kind haben sie nichts getan und sie waren sogar freundlich zu mir und meinen Spielkameraden. Was aber meine Eltern erzählten und was ich später aus offiziellen Quellen erfuhr, das war eine andere, böse , Geschichtsschreibung der Nachkriegszeit und Besatzung durch die Russen. Sie haben, kaum befreit,z.B. Buchenwald wieder schnell gefüllt und das waren nicht nur Ex Nazis, sondern auch viele unschuldige Menschen, die dort unter unmenschlichen Bedingungen einsassen. Man sollte schon auf diese schlimmen Exzesse hinweisen aber auch vergeben und in die Zukunft schauen. Das hat mit Schranken eigentlich nichts zu tun.

Gruß Gert[hallo][/quote]

sag mal @ gerd , liest du dir das auch mal durch bevor du es abschickst ? wer hat dort und im eigenen land unmenscliches und schlimme exzesse der spezi : 'homo sapiens sapiens' am eigenen leib erfahren müssen ?? na klingelt's !!! wie würdest du an ihrer stelle zu der damaligen zeit reagieren als 'sieger' wenn mann deine ganze familie in buchenwald umgebracht hätte !!!??? lass dir zeit !!! [/quote]

Zitat


@frank
1. schreib bei Gelegenheit meinen Namen richtig ab.
2. Ich habe und hatte nichts dagegen wenn sie wirkliche Nazis in die Mangel genommen haben. Ich habe aber etwas dagegen wenn Unschuldige
z.B. Sozialdemokraten, die sich der Zwangsvereinigung widersetzten oder Jugendliche die irgendein Idiot als Werwölfe bei den Russen denunzierte, um die Ecke brachten ohne überhaupt Beweise zu sammeln, ohne Gerichtsverfahren. Solche Leute sassen neben den Nazis in Buchenwald. So etwas haben die Amerikaner nicht gemacht. Sie haben Naziverbrecher vor Gerichte gestellt und nach Rechtsnormen abgeurteilt. Du solltest dich mal besser über diese Zeit informieren, bevor du hier den Oberlehrer raushängen lässt. Die Geschichtszusammenhänge kenne ich natürlich aber hier geht es nicht um Kriegshandlungen sondern um Zeiten Jahre nach der Kapitulation
Ein Beispiel aus meiner Familie, der Betroffene ist kürzlich mit 91 Jahren gestorben, deshalb glaube ich es hier erzählen zu können.
Er war als Abiturient zur Wehrmacht eingezogen worden und hat es bis zum Oberleutnant und Kompaniechef einer Infanterieeinheit gebracht. Im Mai 45 ging er in Westböhmen in amerikanische Gefangenschaft. Die dauerte bekanntlich nur kurz und so konnte er in Clausthal-Zellerfeld
( britische Zone ) ein Studium aufnehmen. Seine Mutter wohnte aber in Leipzig. Er besuchte sie in 1946 ab und zu und wurde bei einem dieser Besuche von den Russen verhaftet. Vorwurf er sei englischer Spion. Sie haben ihn unter fürchterlichen Bedingungen inhaftiert, mit Schlägen, Essensentzug usw.
Einmal haben sie ihm tagelang nichts zu essen gegeben, dann in einen Raum geführt, wo eine große Essentafel stand. Die Russen sagten, wenn er sich schuldig bekennt Spion zu sein, könne er das alles essen. Er blieb standhaft, weil unschuldig, und ab gings zurück in die Zelle, Nach einiger Zeit ging morgens die Zellentür auf und man sagte ihm ohne weitere Erklärungen, sie sind frei. Das Martyrium dauerte 9 Monate.
Er hat danach nie wieder den Boden der SBZ und der DDR betreten.


.
All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
John F.Kennedy 1963 in Berlin
Geld ist geprägte Freiheit!
Dostojewski 1866
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
Mahatma Gandhi
zuletzt bearbeitet 30.08.2012 09:48 | nach oben springen

#94

RE: Erste Erlebnisse mit den "Russen"

in DDR Zeiten 30.08.2012 09:46
von Gert | 12.354 Beiträge

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Lieber Peter, deine Erlebnisse decken sich mit meinen, denn ich war auch ein Kind der Nachkriegszeit. Mir als Kind haben sie nichts getan und sie waren sogar freundlich zu mir und meinen Spielkameraden. Was aber meine Eltern erzählten und was ich später aus offiziellen Quellen erfuhr, das war eine andere, böse , Geschichtsschreibung der Nachkriegszeit und Besatzung durch die Russen. Sie haben, kaum befreit,z.B. Buchenwald wieder schnell gefüllt und das waren nicht nur Ex Nazis, sondern auch viele unschuldige Menschen, die dort unter unmenschlichen Bedingungen einsassen. Man sollte schon auf diese schlimmen Exzesse hinweisen aber auch vergeben und in die Zukunft schauen. Das hat mit Schranken eigentlich nichts zu tun.

Gruß Gert[hallo][/quote]

sag mal @ gerd , liest du dir das auch mal durch bevor du es abschickst ? wer hat dort und im eigenen land unmenscliches und schlimme exzesse der spezi : 'homo sapiens sapiens' am eigenen leib erfahren müssen ?? na klingelt's !!! wie würdest du an ihrer stelle zu der damaligen zeit reagieren als 'sieger' wenn mann deine ganze familie in buchenwald umgebracht hätte !!!??? lass dir zeit !!! [/quote]

Gert, mal ne Frage. Haben Dir Deine Eltern auch erzählt,was in Ausschwitz abging,von den Massenerschießungen in Rußland von der Ausrottung der Juden,von hundertausenden verhungerten Einwohnern der Stadt Leningrads wärend der deutschen Blockade und der Vernichtung von hunderten von Dörfern und Städten in Russland und man könnte noch so viel aufzählen.Aber sicherlich haben sie Dir nichts davon erzählt--weil sie ja von nichts wussten.Aber es ist die Wahrheit- Auch Deutsche haben sich in Russland benommen wie Tiere und in großen Stil gemordet.Morde an Unschuldigen--was den Vorstellungen an unmenschlichkeit weitaus übertraf. Aber von so manchen User,kann man nicht erwarten,das er davon schreiben kann.
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Rostocker das ist doch ermüdend, was du da schreibst, ist doch alles bekannt. Nein meine Eltern haben mir nichts von den Lagern erzählt, weil sie offenbar nichts genaues davon wussten und weil sie gottseidank auch nicht dabei waren, so sagten sie mir jedenfalls. Mein (Stief) -vater hat als Pilot eines Nachtjägers fast den ganzen Krieg auf der Insel Sizilien gedient und sich mit den Engländern über dem Mittelmeer herumgekloppt. Ich habe mir das Wissen selbst angeeignet. Vielleicht kennst du das Buch von Eugen Kogon, der SS Staat. Da kannst du sehr gut nachlesen, was meine Generation Eltern und Großeltern angerichtet haben. Lies das mal, dann bist du im Bilde. Ist schon seit den 50er Jahren auf dem Markt..

Nun zu deiner Reaktion . Das Thema lautete meine ersten Erlebnisse mit den Russen ( in der Nachkriegszeit ). Noch Fragen, ?


.
All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
John F.Kennedy 1963 in Berlin
Geld ist geprägte Freiheit!
Dostojewski 1866
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
Mahatma Gandhi
zuletzt bearbeitet 30.08.2012 09:50 | nach oben springen

#95

RE: Erste Erlebnisse mit den "Russen"

in DDR Zeiten 30.08.2012 09:52
von erkoe | 301 Beiträge

Mensch Leute, hört doch auf, euch verbal zu zerfleischen. Das hat doch mit einer sachlichen Diskussion nichts mehr zu tun. Die Geschichte ändert's eh nicht.

Was mich als 67er-Baujahr wirklich mal interessieren würde: In der Schule habe ich gelernt, dass das Lager Buchenwald befreit wurde. "Nackt unter Wölfen" konnte ich fast auswendig, so oft habe ich das Buch gelesen. Die einseitige Sicht der DDR hab ich auch noch gerafft. Warum wird aber in der heutigen Zeit und aller Offenheit die "Nachnutzung" des Lagers totgeschwiegen?

Ich möchte hier keinen an den Pranger stellen, für mich wäre das aber eine faire Aufarbeitung der Geschichte.

War das Thema aber nicht ein ganz anderes?


Nicht alle Beulen im Helm eines Offiziers stammen vom Klassenfeind...


zuletzt bearbeitet 30.08.2012 09:53 | nach oben springen

#96

RE: Erste Erlebnisse mit den "Russen"

in DDR Zeiten 30.08.2012 09:55
von Pit 59 | 10.132 Beiträge

Das wurde auch im Geschichtsunterricht der DDR Schulen mit keiner Silbe erwähnt das das Lager Buchenwald durch die Russen von 1945-1950 weiter genutzt wurde.Und wie Gert richtig geschrieben hat wurden nicht nur Naziverbrecher eingeliefert.

P.S.erkoe das hat doch nichts mit zerfleischen zu tun,aber was wahr ist muss wahr bleiben.


zuletzt bearbeitet 30.08.2012 10:01 | nach oben springen

#97

RE: Erste Erlebnisse mit den "Russen"

in DDR Zeiten 30.08.2012 10:01
von Rostocker | 7.719 Beiträge

Zitat von Gert im Beitrag #94
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Lieber Peter, deine Erlebnisse decken sich mit meinen, denn ich war auch ein Kind der Nachkriegszeit. Mir als Kind haben sie nichts getan und sie waren sogar freundlich zu mir und meinen Spielkameraden. Was aber meine Eltern erzählten und was ich später aus offiziellen Quellen erfuhr, das war eine andere, böse , Geschichtsschreibung der Nachkriegszeit und Besatzung durch die Russen. Sie haben, kaum befreit,z.B. Buchenwald wieder schnell gefüllt und das waren nicht nur Ex Nazis, sondern auch viele unschuldige Menschen, die dort unter unmenschlichen Bedingungen einsassen. Man sollte schon auf diese schlimmen Exzesse hinweisen aber auch vergeben und in die Zukunft schauen. Das hat mit Schranken eigentlich nichts zu tun.

Gruß Gert[hallo][/quote]

sag mal @ gerd , liest du dir das auch mal durch bevor du es abschickst ? wer hat dort und im eigenen land unmenscliches und schlimme exzesse der spezi : 'homo sapiens sapiens' am eigenen leib erfahren müssen ?? na klingelt's !!! wie würdest du an ihrer stelle zu der damaligen zeit reagieren als 'sieger' wenn mann deine ganze familie in buchenwald umgebracht hätte !!!??? lass dir zeit !!! [/quote]

Gert, mal ne Frage. Haben Dir Deine Eltern auch erzählt,was in Ausschwitz abging,von den Massenerschießungen in Rußland von der Ausrottung der Juden,von hundertausenden verhungerten Einwohnern der Stadt Leningrads wärend der deutschen Blockade und der Vernichtung von hunderten von Dörfern und Städten in Russland und man könnte noch so viel aufzählen.Aber sicherlich haben sie Dir nichts davon erzählt--weil sie ja von nichts wussten.Aber es ist die Wahrheit- Auch Deutsche haben sich in Russland benommen wie Tiere und in großen Stil gemordet.Morde an Unschuldigen--was den Vorstellungen an unmenschlichkeit weitaus übertraf. Aber von so manchen User,kann man nicht erwarten,das er davon schreiben kann.
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Rostocker das ist doch ermüdend, was du da schreibst, ist doch alles bekannt. Nein meine Eltern haben mir nichts von den Lagern erzählt, weil sie offenbar nichts genaues davon wussten und weil sie gottseidank auch nicht dabei waren, so sagten sie mir jedenfalls. Mein (Stief) -vater hat als Pilot eines Nachtjägers fast den ganzen Krieg auf der Insel Sizilien gedient und sich mit den Engländern über dem Mittelmeer herumgekloppt. Ich habe mir das Wissen selbst angeeignet. Vielleicht kennst du das Buch von Eugen Kogon, der SS Staat. Da kannst du sehr gut nachlesen, was meine Generation Eltern und Großeltern angerichtet haben. Lies das mal, dann bist du im Bilde. Ist schon seit den 50er Jahren auf dem Markt..

Nun zu deiner Reaktion . Das Thema lautete meine ersten Erlebnisse mit den Russen ( in der Nachkriegszeit ). Noch Fragen, ?




Lieber Peter, deine Erlebnisse decken sich mit meinen, denn ich war auch ein Kind der Nachkriegszeit. Mir als Kind haben sie nichts getan und sie waren sogar freundlich zu mir und meinen Spielkameraden. Was aber meine Eltern erzählten und was ich später aus offiziellen Quellen erfuhr, das war eine andere, böse , Geschichtsschreibung der Nachkriegszeit und Besatzung durch die Russen. Sie haben, kaum befreit,z.B. Buchenwald wieder schnell gefüllt und das waren nicht nur Ex Nazis, sondern auch viele unschuldige Menschen, die dort unter unmenschlichen Bedingungen einsassen. Man sollte schon auf diese schlimmen Exzesse hinweisen aber auch vergeben und in die Zukunft schauen. Das hat mit Schranken eigentlich nichts zu tun.

Gruß Gert[hallo][/quote]

sag mal @ gerd , liest du dir das auch mal durch bevor du es abschickst ? wer hat dort und im eigenen land unmenscliches und schlimme exzesse der spezi : 'homo sapiens sapiens' am eigenen leib erfahren müssen ?? na klingelt's !!! wie würdest du an ihrer stelle zu der damaligen zeit reagieren als 'sieger' wenn mann deine ganze familie in buchenwald umgebracht hätte !!!??? lass dir zeit !!! [/quote]

Gert, mal ne Frage. Haben Dir Deine Eltern auch erzählt,was in Ausschwitz abging,von den Massenerschießungen in Rußland von der Ausrottung der Juden,von hundertausenden verhungerten Einwohnern der Stadt Leningrads wärend der deutschen Blockade und der Vernichtung von hunderten von Dörfern und Städten in Russland und man könnte noch so viel aufzählen.Aber sicherlich haben sie Dir nichts davon erzählt--weil sie ja von nichts wussten.Aber es ist die Wahrheit- Auch Deutsche haben sich in Russland benommen wie Tiere und in großen Stil gemordet.Morde an Unschuldigen--was den Vorstellungen an unmenschlichkeit weitaus übertraf. Aber von so manchen User,kann man nicht erwarten,das er davon schreiben kann.
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Rostocker das ist doch ermüdend, was du da schreibst, ist doch alles bekannt. Nein meine Eltern haben mir nichts von den Lagern erzählt, weil sie offenbar nichts genaues davon wussten und weil sie gottseidank auch nicht dabei waren, so sagten sie mir jedenfalls. Mein (Stief) -vater hat als Pilot eines Nachtjägers fast den ganzen Krieg auf der Insel Sizilien gedient und sich mit den Engländern über dem Mittelmeer herumgekloppt. Ich habe mir das Wissen selbst angeeignet. Vielleicht kennst du das Buch von Eugen Kogon, der SS Staat. Da kannst du sehr gut nachlesen, was meine Generation Eltern und Großeltern angerichtet haben. Lies das mal, dann bist du im Bilde. Ist schon seit den 50er Jahren auf dem Markt..

Nun zu deiner Reaktion . Das Thema lautete meine ersten Erlebnisse mit den Russen ( in der Nachkriegszeit ). Noch Fragen, ?
in DDR Zeiten










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#98

RE: Erste Erlebnisse mit den "Russen"

in DDR Zeiten 30.08.2012 10:04
von erkoe | 301 Beiträge

Zitat von Pit 59 im Beitrag #96
Das wurde auch im Geschichtsunterricht der DDR Schulen mit keiner Silbe erwähnt das das Lager Buchenwald durch die Russen von 1945-1950 weiter genutzt wurde.Und wie Gert richtig geschrieben hat wurden nicht nur Naziverbrecher eingeliefert.


Genau das meine ich. Wo findet man aber fundierte Belege oder Aussagen? Nirgends. Wie gesagt, mir geht es nicht um Anprangerei. Aber ich finde, nach so vielen Jahren sollte man die Augen nicht mehr vor dem verschließen, was damals passiert ist.


Nicht alle Beulen im Helm eines Offiziers stammen vom Klassenfeind...


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#99

RE: Erste Erlebnisse mit den "Russen"

in DDR Zeiten 30.08.2012 10:06
von Pit 59 | 10.132 Beiträge

Bei Besuchen oder Führungen des KZ Buchenwald zu DDR zeiten wurde das auch nicht erwähnt. Aber wenn Du heute eine Führung Mitmachst bekommst Du darüber schon Informationen.


erkoe hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#100

RE: Erste Erlebnisse mit den "Russen"

in DDR Zeiten 30.08.2012 10:08
von Gert | 12.354 Beiträge

Zitat von erkoe im Beitrag #95
Mensch Leute, hört doch auf, euch verbal zu zerfleischen. Das hat doch mit einer sachlichen Diskussion nichts mehr zu tun. Die Geschichte ändert's eh nicht.

Was mich als 67er-Baujahr wirklich mal interessieren würde: In der Schule habe ich gelernt, dass das Lager Buchenwald befreit wurde. "Nackt unter Wölfen" konnte ich fast auswendig, so oft habe ich das Buch gelesen. Die einseitige Sicht der DDR hab ich auch noch gerafft. Warum wird aber in der heutigen Zeit und aller Offenheit die "Nachnutzung" des Lagers totgeschwiegen?

Ich möchte hier keinen an den Pranger stellen, für mich wäre das aber eine faire Aufarbeitung der Geschichte.

War das Thema aber nicht ein ganz anderes?


@erkoe
Da hast du völlig recht. Warum das so ist , kann man nur vermuten. Zu DDR Zeiten habe ich nie etwas davon gehört, dass die Russen im Lager Buchenwald die noch "warmen Betten der Nazis" gehüpft sind. Zu DDR Zeiten kann man also das Schweigen erklären, nicht verstehen. Warum es nach der Wende kaum Gegenstand von Diskussionen war, ich vermute es interessierte nicht mehr viele Leute ( zeitlicher Abstand) und die ehemaligen Genossen hatten ohnehin Grund genug, das Thema unter der Decke zu halten. Was ich gelesen und gehört habe, muss das sowjetische Straflager Buchenwald ähnlich brutal gewesen sein, wie in der Nazizeit. Überhaupt nicht verständlich ist die übergroße Instinktlosigkeit der SMAD, genau dieses Lager für ähnliche Zwecke wiederzuverwenden. Abschließend : gehört zum Thema .




edit:Fehler


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All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
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Dostojewski 1866
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
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zuletzt bearbeitet 30.08.2012 10:11 | nach oben springen



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