#41

RE: Erste Erlebnisse mit den "Russen"

in DDR Zeiten 17.03.2011 17:07
von Gert | 12.354 Beiträge

Zitat von Sachsendreier
......@wir haben Reeducation erfahren und dazu beigetragen, dass das deutsche Volk mit dieser verhängnisvollen Vergangenheit abgeschlossen hat.

Lese ich das richtig ?...und was war das Ziel dieser Reeducation (übrigens unter massiven Einfluss der späteren CIA), daß das deutsche Volk mit der Vergangenheit abgeschlossen hat ? Hier liegt doch ein offensichtlicher Trugschluß vor.
Gegenüber den Alliierten ist Deutschland immer noch Feindstaat (Feindstaatenklausel - UN), nur mal ein Beispiel.
Diese Umerziehung/Umschulung , übrigens auf beiden Seiten (DDR bis 1990) ist doch einzuordnen in die Rolle von Siegern zu Besiegten (vorausgegangen die Konferenzen von Teheran, Jalta) und dem fortschreiten des "Kalten Kieges) und der Festigung der Militärblöcke.


Habe ich etwas anderes behauptet ? natürlich von Siegern zu Besiegten auf der Basis der gen. Konferenzen ?
Anders ging es doch gar nicht, oder wolltest du z.B. mit Typen wie Dr. Mengele als praktizierendem Arzt oder mit der ganzen militaristischen Bande der Wehrmacht und SS einfach so weitermachen, wo man am 8.5.45 gezwungen war aufzuhören ?
Zu deiner Bemerkung UN, dann sitzt jetzt ein Feindstaat im Zentrum der Macht, im UN Sicherheitsrat. Alles ein bischen absurd oder?

Gruß aus dem Rheinland


.
All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
John F.Kennedy 1963 in Berlin
Geld ist geprägte Freiheit!
Dostojewski 1866
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
Mahatma Gandhi
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#42

RE: Erste Erlebnisse mit den "Russen"

in DDR Zeiten 17.03.2011 18:03
von Sachsendreier (gelöscht)
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@.....Zu deiner Bemerkung UN, dann sitzt jetzt ein Feindstaat im Zentrum der Macht, im UN Sicherheitsrat. Alles ein bischen absurd oder?

Mach dich sachkundig, die Feindstaatenklausel ist noch nicht gestrichern. UN = Zentrum der Macht ? - auch das solltes du noch mal überdenken.
Es erscheint nur absurd.
....und was war das Ziel der Reeducation ?


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#43

RE: Erste Erlebnisse mit den "Russen"

in DDR Zeiten 17.03.2011 18:09
von Greso | 2.377 Beiträge

Auch ich hatte Erlebnisse mit den Russen(nur Gute).1950,war ich mit meinem Opa im Wald um Holz zu holen.Mein Opa,hatte dort so einen Stamm,den er mühselig zerlegte.Auf einmal ein Krach und gerumpel,und eine Truppe Russen mit Pferdewagen und Benzinsäge
rückten an.Opa sagte ,keine Angst junge die wollen nur Holz holen.Ich zu den Russen und einer fragte,wer ist dein Freund?und ich sagte
,, Stalin ,, (den mussten wir ja immer im Kindegarten mit,,guten Morgen Genosse Stalin begrüssen) und er gab mir dieses Abzeichen und den Stern.Ich war stolz und habe die Sachen noch heute,mein Opa bekam den Handwagen mit Holz gefüllt.
Gruß Greso

Angefügte Bilder:
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#44

RE: Erste Erlebnisse mit den "Russen"

in DDR Zeiten 17.03.2011 21:02
von Rostocker | 7.725 Beiträge

Was soll ich groß dazu schreiben--muss erst einmal Jahrzehnte zurück denken
Also ich kann mich noch an meine Kindheit erinnern.Als im Rostocker-Stadthafen regelmäßig Flottenbesuche der sowjetischen Marine stattfanden.So wie Greso schon schrieb mit den Abzeichen. Die Matrosen verschenkten Abzeichen und einige Kopeken, hin und wieder viel auch mal ne halbe Schachtel Zigaretten ab.Die wir dann heimlich im Barnsdorferwald rauchten.Zu solchen Flottenbesuchen gehörte auch eine Schiffsbesichtigung dazu--und mal so gesagt--wir waren neugierig und es hat spaß gemacht.Ja das waren meine ersten Erlebnisse mit den Russen und viele weitere Erlebnisse sollten dann noch folgen. Gruß Rostocker


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#45

RE: Erste Erlebnisse mit den "Russen"

in DDR Zeiten 17.03.2011 21:46
von willie | 613 Beiträge

Natürlich gab es auch "Auswüchse/negative Schlagzeilen" von Kräften der GSSD in der DDR. Ebenso wie es auch bei den drei anderen Mächten im Westen negative Schlagzeilen gab.
Mir ist jedoch bekannt, daß Offiziere der GSSD-Truppen ihre Untergebenen während ihrer eigentlichen Dienstausübung
in eine nahegelegene grenznahe Ortschaft befohlen haben, um beim Bau von privaten Häusern (Ausbau/Umbau des Wohnhauses vom damaligen Bürgermeister!) zu helfen. Entlohnt wurden diese Tätigkeiten durch Nahrungsmittel (Kartoffeln und Fleisch). Was die Offiziere bekommen haben ist mir nicht bekannt. Und keiner im Ort wußte/sagte was!
So geschehen 1983 und 1984 in Lauchröden. Das mal zum Nachdenken.
Gruß Willie


...Rechtschreibfehler sind die Special Effects meiner Tastatur!...
zuletzt bearbeitet 17.03.2011 21:55 | nach oben springen

#46

RE: Erste Erlebnisse mit den "Russen"

in DDR Zeiten 17.03.2011 22:57
von Corres | 271 Beiträge

Meine Schwester arbeitete in den 70-er Jahren als Köchin in einer LPG-Küche. Sowjetische Soldaten vom Flugplatz Finsterwalde kamen jährlich zu Arbeitseinsätzen auf die Felder der LPG . Beköstigt wurden die Soldaten im Speisesaal der LPG. Ich erinnere mich noch an die Worte meiner Schwester, die meinte, dass sie noch nie Menschen mit solch einem großen Appetit habe essen sehen. Zu jedem Essen, egal welche Speise es gab, wurde massenhaft Brot dazu gegessen und Fruchtkompott (Kwaß?) getrunken. Nach 15 Minuten wurde aufstehen befohlen und der Speiseraum wurde verlassen. Das noch übrige Brot wurde vorher von den Tischen genommen und in die Uniformtaschen gesteckt und mitgenommen. Dankbare Blicke der Soldaten waren der schönste Lohn für meine Schwester. An den nachfolgenden Tagen wurden durch meine Schwester auf einem Tisch an der Ausgangstür mit Butter und Wurst belegte Brotscheiben eingewickelt in Butterbrotpapier zur Mitnahme deponiert, die reißenden Zuspruch fanden. Am Nachmittag des gleichen Tages kam der LPG-Vorsitzende zu ihr und untersagte die Mitgabe der Wurstbrote - auf Weisung des sowjetischen Offiziers. Die Soldaten wurden mit Lieferungen von Kartoffeln, Kohl und Fleisch an die Küche des Flugplatzobjektes für ihre Arbeit von der LPG entlohnt.

Am Rand des Flugplatzes befand sich ein kleines Dorf mit Gasstätte. Dort handelten die Soldaten (die Dienstgrade kannte ich damals mit meinen 15 oder 17Jahren noch nicht) mit Uhren, die sie aus der SU mitbrachten. Sehr schöne Uhren waren dabei und sehr preiswert. Irgendwann kaufte ich dort eine vergoldete sehr flache Armbanduhr vom Typ "Raketa" für 25 Mark, die ich viele Jahre trug, bis ich sie bei der NVA im Waschraum vergaß mit zu nehmen - und weg war sie. Das Geld setzten die Soldaten in der Gaststätte in Schnapsflaschen um, die im Grünen um die Ecke geleert wurden. Ich habe selbst erlebt, wie eine Streife kam und die Trunkenbolde mittels Prügel mit dem Lederkoppel zum LKW trieben und sie diese auf die Ladefläche warfen und abtransportierten. In gleichem Ort wurde auch durch die Armisten mit Benzin vom Flugplatz gehandelt - bis Betrüger diesen dann mit Wasser versetzten und es sich schnell herumsprach, was den Handel beendete. Im Wald außerhalb des Flugplatzes, neben einem Waldweg waren Rollreifen-Fässer deponiert worden, aus denen der Sprit in die Kanister der "Kunden" abgefüllt und verkauft wurde,

Durch unser Dorf fuhren anfang der 60-er Jahre sehr oft sowjetische Militärkolonnen, wobei vorherher an unserer nahegelegenen Kreuzung im Dorf ein Verkehrs-Regulierer aufgestellt wurde. Sie standen oft tagelang und nächtelang ohne abgelöst zu werden. Essen oder trinken sahen wir sie nie - auch nicht sitzen, liegen oder schlafen. Meiner Mutter taten diese noch halben Kinder leid und sie schickte mich mit belegten Broten und einer emaillierten Kaffeeflasche mit warmen Tee zu ihm, einem schlitzäugigen jungen Soldaten. Nun geschah etwas, was ich zunächst nicht verstand: Er lehnte die Mahlzeit ab. Meine Gestik ihm gegenüber als Aufforderung zum Essen wollte er nicht verstehen. Ich setzte mich auf einen Stein und begann selbst das Mitgebrachte zu essen. Nun hielt ich ihm das Esspaket hin und - er griff zu und begann zu essen. Dazu versteckte er sich hinter einer Mauer, jedoch musste ich die Kreuzung beobachten nach seinen Worten: "Awtomaschin..." Danach brachte ich noch einige Stunden bei ihm zu, bis meine besorgte Mutter mich von dort abholte. Zu Hause angekommen empfing uns mein Vater mit den Worten: "Hat der Russe aus meiner Kaffeeflasche gesoffen? Kannste gleich wegschmeißen!"

Das waren meine ersten Erlebnisse mit den "Russen".
Später während meines Dienstes in der NVA gab es viele Kontakte mit den "Freunden", die aber weniger interessant waren.
Sie verliefen alle in sehr gezwungener Atmösphäre, was mir persönlich nicht gefiel.

Gruß vom Corres


Ich bin verantwortlich für das, was ich sage - nicht für das, was du verstehst.


zuletzt bearbeitet 17.03.2011 23:02 | nach oben springen

#47

RE: Erste Erlebnisse mit den "Russen"

in DDR Zeiten 18.03.2011 09:36
von X-X-X (gelöscht)
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Sobald ich den Titel dieses Threads lies, wusste ich wie das ablaeuft.... Wie der Solzhenitsyn im 'GuLag' schrieb: "Wenn wir gegen den Wolf reden, muessen wir auch fuer ihn reden." Die Russen, die Sowjets, die Freunde -- wie man sie auch nennen moechte -- kamen in das Land des Unheils und haben sich geraecht. Haette es den 21 Juni 1941 nicht gegeben, waere es wohl anders gelaufen.Das darf man nicht vergessen. Und aus der Sicht eines US-Buergers sage ich: auch meine Landsleute hatten deutsche Kriegsgefangene vor ihren Fahrzeugen marschieren lassen. Es wurden Jungen sowie alte Maenner in Uniform des Feindes von den Armeen Pattons (besonders nach der Befreiung Buchenwalds) unmissverstaendlich vor ort hingerichtet. Genau wie das deutsche Volk es nicht vermochte zwischen Russen und Bolschewisten zu unterscheiden, konnten (und wollten) die Russen und Amerikaner zwischen deutschen und Nazis nicht unterscheiden. Der Krieg selbst ist ein Verbrechen gegen die Menschheit und wer diesen entfesselt, sollte sich nicht ueber dessen Folgen beklagen.

Als ich 1982 als US-Luftwaffenangehoeriger nach West Berlin kam wurde uns gesagt, dass wir nie vergessen sollten, warum wir in Berlin waren. Der Satz "Ihr habt den Krieg verloren!" wurde uns auf Deutsch schon am ersten Tag des Inprocessing beigebracht. Die Meisten Amis hatten die Deutschen nicht gern gehabt; wir hatten die Russen einfach mehr gehasst. Dass war fuer viele der Unterschied.

Jens


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#48

RE: Erste Erlebnisse mit den "Russen"

in DDR Zeiten 18.03.2011 10:06
von Corres | 271 Beiträge

@KID
Sehr wahre Worte, welche Du schreibst.

Wie hätte sich die deutsche Herrenrasse möglicherweise weiterhin in den von ihnen besetzten Ländern verhalten,
wenn sie den Krieg gewonnen hätte? Ich wage nicht daran zu denken...!
Sind die Alliierten im vergleich dazu nicht noch glimpflich mit den Deutschen umgegegangen?
Vielleicht sollte auch diese Seite beleuchtet werden - ohne gleich wieder OT zu rufen.
Wie denkt ihr darüber?

Gruß vm Corres


Ich bin verantwortlich für das, was ich sage - nicht für das, was du verstehst.


zuletzt bearbeitet 18.03.2011 10:07 | nach oben springen

#49

RE: Erste Erlebnisse mit den "Russen"

in DDR Zeiten 18.03.2011 16:38
von Mike59 | 7.970 Beiträge

Zitat von Corres
@KID
Sehr wahre Worte, welche Du schreibst.

Wie hätte sich die deutsche Herrenrasse möglicherweise weiterhin in den von ihnen besetzten Ländern verhalten,
wenn sie den Krieg gewonnen hätte? Ich wage nicht daran zu denken...!
Sind die Alliierten im vergleich dazu nicht noch glimpflich mit den Deutschen umgegegangen?
Vielleicht sollte auch diese Seite beleuchtet werden - ohne gleich wieder OT zu rufen.
Wie denkt ihr darüber?

Gruß vm Corres


---------------------------------------------
Na in gewisser Weise hast du da schon Recht, es sind ja im April 1945 von den angeblich 5 Mio. Kriegsgefangenen deutschen Soldaten auf den Rheinwiesen nur 1 Mio. verreckt. In der kurzen Zeit nur 1 / 5tel. Das ist ganz schön glimpflich, und auf der anderen Seite der Elbe war es auch sehr glimpflich.

Aber zurück zum Thema. Ich (Jahrgang 59) kenne die "Russen" als kinderfreundliche Soldaten und habe nie verstanden das die deutsche Bevölkerung die Soldaten verpflegen musste (Regulierungsposten) weil die von Ihrer Führung nichts anderes als Sonnenblumenkerne und Machorka mit auf den Weg bekommen hatten. Wenn sich da nicht die eine und auch andere deutsche Oma erbarmt hätte, dann hätten viele russ Soldaten oft tagelang nicht zu essen gehabt.

Eine Schande.

Mike59


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#50

RE: Erste Erlebnisse mit den "Russen"

in DDR Zeiten 18.03.2011 17:36
von bendix | 2.642 Beiträge

Ich kenne diese Zeit nur vom Hörensagen.Meine Großeltern haben es mit Angst auf sich zukommen sehen,aber es kam dann anders.Mein Großvater war Tierarzt und hatte von den "Russen" den Auftrag bekommen über die Dörfer zu fahren und sich um die Viehwirtschaft zu kümmern,niemandem sollte es an Nahrung fehlen in der Umgebung.Da ihm ein Russe das Fahrrad geklaut hatte,nachdem er die Vorzüge eines solchen Gefährtes zu schätzen wusste-nach Omas erzählen fuhr er viele Tage stundenweise und mit wachsender Begeisterung um unser Haus,er klingelte in einem fort das es anfing zu nerven-bekam er von der Kommandantur einen alten Opel und fuhr damit zu den Bauern...
Weder meiner Mutter oder Großmutter,noch anderen Frauen in unserem Ort wurde etwas angetan .
Anders verhielt es sich mit der Verwandtschaft drüben.Eine meiner Tanten traute sich bis in die 80`ger Jahre nicht in die DDR,weil sie glaubte sie würde hier auf Russen treffen mit dem Messer zwischen den Zähnen...das ist kein Witz.
Ich denke bei vielen anderen Menschen hat sich die damalige Propaganda in den Köpfen festgesetzt und ihnen ein Bild suggeriert welches nicht der Wirklichkeit entsprach.Es gab Greultaten,aus welchen Beweggründen auch immer und sie sind zu verurteilen,auch zu DDR-Zeiten gab es Übergriffe von Angehörigen der sowjetischen Streitkräfte auf die Zivilbevölkerung(erst kürzlich lief im rbb? eine Reportage dazu).
Ich selbst erlebte sie nur als freundliche Menschen,egal ob als Kind in der Schule oder bei meinem Besuch in Minsk/Witebsk.
In meinem Betrieb haben wir jeden Dienstag dir Russen bei uns gehabt,sie haben dort Reinigungsarbeiten durchgeführt.Mittags gab es in der Kantine eine ordentliche Malzeit,meist aber nur Suppe,dazu eine Schachtel "Juwel 72" und eine "Vita Cola".Diese Einsätze waren bei den Soldaten und Offizieren sehr begehrt,eine Art Auszeichnug für die Jungs.Benzin wurde auch "mitgebracht und ich hatte immer 4 saubere Fässer zur Verfügung zu stellen,was mein Schade nicht war.Mein Trabbi lief einfach super damit
Auch wurden einige als Helfer den Handwerkern zugeteilt,einmal erlebte ich wie einer unserer Schlosser zum Waschraum lief um seine Reißnadel abzuwaschen weil ein Russe sie benutzt hat."Ich fass doch nichts an was ein Russe in den Händen hatte" sagte er zu mir als ich ihn darauf ansprach-soviel Dummheit lässt mich noch heute schaudern...

Der Mensch neigt oft dazu, Geschehnisse zu pauschalisieren und zu sagen das die "Russen" alle so sind.Ein wachsames Auge und eine gesunder Menschenverstand währen besser in solchen und manch anderen Ereignissen oder Situationen.

Gruß bendix


Das Zufriedene ist leise,das Unzufriedene ist laut.
Gefreiter der Grenztruppen -1980 GAR 40 Oranienburg/Falkensee-GR 34 Groß-Glienicke 1981-1982
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#51

RE: Erste Erlebnisse mit den "Russen"

in DDR Zeiten 18.03.2011 18:04
von Corres | 271 Beiträge

Zitat Mike59:
Na in gewisser Weise hast du da schon Recht, es sind ja im April 1945 von den angeblich 5 Mio. Kriegsgefangenen deutschen Soldaten auf den Rheinwiesen nur 1 Mio. verreckt. In der kurzen Zeit nur 1 / 5tel. Das ist ganz schön glimpflich, und auf der anderen Seite der Elbe war es auch sehr glimpflich.

Mike59 [/quote]

"aber ich sage euch: Wer das Schwert erhebt gegen ein Volk, der wird durch das Schwert des Volkes umkommen." - Georg Büchner, 1834 -

JESUS hat es sehr deutlich ausgesprochen, z.B. in:
"Wer das Schwert erhebt, wird durch das Schwert umkommen."
oder:
"Mit welchem Maß ihr messet, so werdet ihr gemessen werden."
--------------------------------------------------------------------------------------
Corres


Ich bin verantwortlich für das, was ich sage - nicht für das, was du verstehst.


zuletzt bearbeitet 18.03.2011 18:41 | nach oben springen

#52

RE: Erste Erlebnisse mit den "Russen"

in DDR Zeiten 18.03.2011 20:38
von Mike59 | 7.970 Beiträge

"aber ich sage euch: Wer das Schwert erhebt gegen ein Volk, der wird durch das Schwert des Volkes umkommen." - Georg Büchner, 1834 -

JESUS hat es sehr deutlich ausgesprochen, z.B. in:
"Wer das Schwert erhebt, wird durch das Schwert umkommen."
oder:
"Mit welchem Maß ihr messet, so werdet ihr gemessen werden."
--------------------------------------------------------------------------------------
Corres
[/quote]
---------------------------------------------
@ Corres

Matthäus Evangelium und das mit dem Schwert war keine Drohung sondern eine Prophezeiung. Blüchner hat so zu sagen "geguttenbergt"

Aber ich weiß was du meinst.

Mike59


zuletzt bearbeitet 18.03.2011 20:44 | nach oben springen

#53

RE: Erste Erlebnisse mit den "Russen"

in DDR Zeiten 18.03.2011 20:43
von Corres | 271 Beiträge

Zitat von Mike59
"aber ich sage euch: Wer das Schwert erhebt gegen ein Volk, der wird durch das Schwert des Volkes umkommen." - Georg Büchner, 1834 -

JESUS hat es sehr deutlich ausgesprochen, z.B. in:
"Wer das Schwert erhebt, wird durch das Schwert umkommen."
oder:
"Mit welchem Maß ihr messet, so werdet ihr gemessen werden."
--------------------------------------------------------------------------------------
Corres


---------------------------------------------
@ Corres

Matthäus Evangelium und das mit dem Schwert war keine Drohung sondern eine Prophezeiung. Blücher hat so zu sagen "geguttenbergt"

Aber ich weiß was du meinst.

Mike59[/quote]

@Mike:
egal ob...oder doch nicht....Recht hatten sie beide.
Nur wissen das bis heute nicht alle, die es wissen sollten oder müssten,
sonst würden sie anders handeln in ihrer Verantwortung.
Sorry, wenn OT ...

Gruß Corres


Ich bin verantwortlich für das, was ich sage - nicht für das, was du verstehst.


zuletzt bearbeitet 18.03.2011 20:45 | nach oben springen

#54

RE: Erste Erlebnisse mit den "Russen"

in DDR Zeiten 18.03.2011 20:47
von wosch (gelöscht)
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Ja Pitti, da hast Du mal wieder nach alter Manier richtig zugeschlagen, indem Du mir unterstellen möchtest daß ich zu dämlich sei das Thema des von @Turtle eingestellten Thread´s nicht wahrgenommen zu haben. Im Gegensatz zu Dir fühle ich mich durch die "Gnade der früheren Geburt" durchaus angesprochen zu diesem Thema etwas beitragen zu können und fühle mich auch durchaus in der Lage unterscheiden zu können, ob die Links von @Corres als eine Antwort auf Turtles Beitrag angemessen sind oder nicht. Es stand hier doch nicht die Frage im Raum, ob man as Recht hatte begangenes Unrecht mit neuem Unrecht vergelten zu dürfen und dann dabei übersieht, daß die Zivilbevölkerung der Deutschen genausowenig mit den Machenschaften der Nationalsozialisten zu tun hatte, wie die mißbrauchte sowjetische Bevölkerung mit ihrem kommunistischen Oberverbrecher, dem Genossen Stalin. Auch ist es hier überhaupt nicht relevant mit dem erhobenen Zeigefinger auf die Ami´s, bzw. die Tommys zu zeigen da es hier um die "Ersten Erlebnisse mit den Russen" und das auch noch in der DDR gehen sollte. Es hört sich ja Alles nicht so schlimm an, wenn man dergestalte Beispiele einbringen kann, vor Allem wenn man sie nur vom Erzählen "kennt" . Ich kenne es allerdings etwas anders und bei uns in Ludwigslust hätte der Großteil der Bevölkerung lieber die "amerikanische" Besetzund gehabt und Viele hatten es noch jahrelang bereut, daß sie nicht vor den Russen über die Elbe gegangen waren. Pitti, daß Du mich zum "Nachdenken" aufforderst und mir nach einer "Bedenkpause" ein "eventuelles" Wiederkommen zugestehen tust, möchte ich nicht weiter kommentieren, ich fühle mich durch solche Anregungen von Dir nicht angeregt ihnen zu folgen. Ich denke ich bin alt genug um zu wissen was ich zu tun habe, oder auch nicht.
Schönen Gruß aus Kassel.


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#55

RE: Erste Erlebnisse mit den "Russen"

in DDR Zeiten 18.03.2011 20:57
von wosch (gelöscht)
avatar

Corres, möglich ist Alles, aber in diesem Zusammenhang spielt es überhaupt keine Rolle, denn es ging hier nicht um Schuld und Ursache, sondern ganz alleine um die Erfahrungen mit den "Ersten Begegnungen" der Russen in der DDR!!! Nein ich kann keine Zusammenhänge erkennen, wenn Du über den Überfall der Deutschen Wehrmacht und die damit verbundenen Ereignisse reden möchtest, dann steht es Dir frei, darüber einen Thread aufzumachen. Ich komme, da ja die Frage nach der "DDR" gestellt wurde, auch nicht mit den Beispielen die sich mit den Russen in Ostpreußen abgespielt hatten!!
Schönen Gruß aus Kassel.


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#56

RE: Erste Erlebnisse mit den "Russen"

in DDR Zeiten 18.03.2011 21:03
von Gert | 12.354 Beiträge

Zitat von KID
Sobald ich den Titel dieses Threads lies, wusste ich wie das ablaeuft.... Wie der Solzhenitsyn im 'GuLag' schrieb: "Wenn wir gegen den Wolf reden, muessen wir auch fuer ihn reden." Die Russen, die Sowjets, die Freunde -- wie man sie auch nennen moechte -- kamen in das Land des Unheils und haben sich geraecht. Haette es den 21 Juni 1941 nicht gegeben, waere es wohl anders gelaufen.Das darf man nicht vergessen. Und aus der Sicht eines US-Buergers sage ich: auch meine Landsleute hatten deutsche Kriegsgefangene vor ihren Fahrzeugen marschieren lassen. Es wurden Jungen sowie alte Maenner in Uniform des Feindes von den Armeen Pattons (besonders nach der Befreiung Buchenwalds) unmissverstaendlich vor ort hingerichtet. Genau wie das deutsche Volk es nicht vermochte zwischen Russen und Bolschewisten zu unterscheiden, konnten (und wollten) die Russen und Amerikaner zwischen deutschen und Nazis nicht unterscheiden. Der Krieg selbst ist ein Verbrechen gegen die Menschheit und wer diesen entfesselt, sollte sich nicht ueber dessen Folgen beklagen.

Als ich 1982 als US-Luftwaffenangehoeriger nach West Berlin kam wurde uns gesagt, dass wir nie vergessen sollten, warum wir in Berlin waren. Der Satz "Ihr habt den Krieg verloren!" wurde uns auf Deutsch schon am ersten Tag des Inprocessing beigebracht. Die Meisten Amis hatten die Deutschen nicht gern gehabt; wir hatten die Russen einfach mehr gehasst. Dass war fuer viele der Unterschied.

Jens




Hallo Jens das mag für das Jahr 1982 vielleicht noch stimmen, Nun hat es aber keine Bedeutung mehr, weil es Geschichte ist. Die den Krieg verloren haben leben nicht mehr, und vererbbar ist diese Schuld nicht.

Ähnliches kann dir als Amerikaner aber auch passieren, z.B. wenn du nach Saigon ( heute Ho Chi Min Stadt) kommst. Dort sagt man zu US Bürgern " Ihr habt den Krieg verloren "

Du siehst, irgendwo hat irgendwer immer etwas verloren.

Gruß Gert


.
All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
John F.Kennedy 1963 in Berlin
Geld ist geprägte Freiheit!
Dostojewski 1866
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
Mahatma Gandhi
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#57

RE: Erste Erlebnisse mit den "Russen"

in DDR Zeiten 18.03.2011 23:27
von Gelöschtes Mitglied
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OT ist nur das Gezanke ob etwas OT ist oder nicht. Das Thema das wir hier behandeln heisst ja, erste Begegnung mit den Russen. Eine Begegnung konnte es nur geben mit diesen Sowjetbuergern, aufgrund eines fuerchterlichen Krieges. So berichten hier einige ungezwungen auch von den Allierten. Das hat mit OT nichts zu tun. Diese waren alle in Deutschland. Warum hat der Turtle dieses Thema gewaehlt, warum wird dieses Thema so gut angenommen, nicht nur im Einzelnen und direkt, sondern weil es das breite Spektum des gesamten Problems behandelt, weil es den Menschen wie man sieht noch sehr nachhaengt und langsam, wenn auch nur sehr langsam, wir uns der Dinge annehmen, die man uns vorenthalten hat: die Wahrheit. Nach dem totalen Krieg kam die totale Manipulation der Voelker mit einer Sache die schlicht und einfach 'Propaganda' hiess, Propaganda wieder einmal fuer eigene Interessen, im Westen wie im Osten, ein Ausdruck der kaum mehr benutzt wird, sondern heute zu 'Public Relations' degradiert wurde, nichtsdestoweniger genauso toedlich sein kann.
Ja Bendix, es schaudert einem, aber so wurde ich auch grossgezogen, hatte eine panische Angst vor "SU Soldaten". Meine allererste Begnung steht unten.
Und, wie sich die Nazis verhalten haetten wissen wir nicht, wie auch hier gefragt wurde, sie kamen nicht mehr dazu, da andere 'Herrenrassen' auf die Buehne traten.
Ja Jens, wer einen Krieg losbricht sollte sich nicht ueber dessen Folgen beklagen. So auch heute. Aber es wird sich auch heute nur beklagt, wenn es um die Fehler der anderen geht. Die Amerikaner haben es immer verstanden Dinge unter den Tisch zu fegen, wenn es um die eigenen Unzulaenglichkeiten oder Fehler geht, die woanders jedoch jahrelang noch angeprangert werden. Weapons of mass destruction. Da wird ein Krieg vom Zaun gebrochen, der hunderttausende Opfer hervorbringt und ein Land im Chaos versinken laesst. Vietnam, das Vietnam Memorial, so schlimm es ist, dass dort 58.000 Amerikaner starben, die Mauer waere um das hundertfache laenger, wenn die Namen der Vietnamesen darauf stuenden. Aber voll auf die SU schlagen wegen Afghanistan und auch dort,wie nach dem 2. Weltkrieg, nur auf diese 'Barbaren' hinweisen. Haetten beide Grossmaechte besser zusammen gearbeitet, anstatt dort in CIA Camps Moslems gegen die Russen auszubilden, wuerde uns dieses Problem im nahen und mittleren Osten heute erspart bleiben. Einsicht, dass die eigenen US Buerger heute die Leidtragenden dieser eigenen Politik sind, ist nicht zu erwarten. So geht es immer weiter. Betrachtungsweise nennt sich das. Genau so zum 3. Reich und zu Deutschland und zu den einmarschierenden Russen in der DDR. Da gibt es doch viele Dinge die nur oberflaechlich hinterfragt worden sind.
Ich weiss von meinem Vater wie Nazis und Nichtnazis, alte und junge Maenner behandelt wurden in den Staaten in Camp Alice in Alabama zum Beispiel, um die Frage des Verhaltens der Allierten teilweise hier zu beantworten. Diese Gefangenen wurden nicht gut behandelt, und zwar von Aufsehern mit der Peitsche in der Hand, die diese genauso behandelten wie sie die eigene schwarze Bevoelkerung behandelten, die als Untermenschen auf den Baumwoll und Erdnussfeldern standen und keinerlei Rechte hatten. Grosse Befreiung in Europa und die schwarze, sowie die einheimische nordindianische Bevoelkerung wurde nach wie vor behandelt wie der letzte Dreck, waren teilweise noch als Sklaven gehalten oder in Reservate gesperrt, wo sie dahin vegetierten. Nie habe ich das verstanden in Amerika, genauso wenig wie ich kein Mitleid fuer Nazis empfand. Auch wenn Jesse Owens hochgejubelt wurde 1936 in Berlin, wurde er nur 'benutzt' in dieser Hinsicht. Wer schreibt die Wahrheit darueber? Nur Schwarze! Auch er durfte sich nicht zu Weissen setzen, keine Weissen ansprechen ohne gefragt zu werden. So sind doch immer die Sieger diejenigen, die das Zepter in der Hand halten und das Vorgehen darf nicht beanstandet werden. Nur bei den Russen war das vorbehaltlos immer moeglich, die konstant vom Westen daemonisiert wurden. Auch wenn Auswuechse und schlechtes Benehmen vorhanden war, wurde NUR darueber berichtet, geradezu so, als waere dieser 'Untermensch' tatsaechlich nur vorhanden. Und erst Recht nach 1945. Erst kuerzlich sprache ich ueber 1945 mit einem Amerikaner hier und hielt ihm das vor, wie damals vom 'Faschismus' geredet wurde und andererseits wie die Minderheiten im eigenen Land gehalten wurden. Dem klappte die Kinnlade herunter. Man merkte richtig wie sein Gehirn anfing zu arbeiten, er konnte darauf kaum etwas erwidern, sagte nur, so habe ich das noch nie gesehen. Wieder einmal: nur die Betrachtungsweise. Das interessiert hier nach wie vor nicht in der Aufarbeitung der eigenen Geschichte, ebenso wenig wie Hiroshima und Nagasaki.
Patton waere gerne weitermarschiert, unbedingt wollte er ueber Polen hinweg und den Russen zeigen wer der Herr im neuen Deutschland war. Ihm wurde jedoch die 'politische Buehne' von Dwight Eisenhower entzogen, rigoros, die Interessen lagen ganz woanders und Sowjets uebernahmen dann in der DDR, dann sicherten Abkommen und Aufteilung in Deutschland business as usual, und damit militaerische Aufruestung und weitaus groessere Geschaefte, die wie wir wissen bis heute noch andauern. Und die russischen 'Besetzer, die zahlten zurueck teilweise, wie wir hier ganz deutlich entnehmen koennen, nicht nur. Genau wie hier berichtet wird ueber die ersten Begegnungen mit Russen und in diesem Zusammenhang auch mit den Allierten, ist richtig.
Gebe ich Dir voellig Recht KID zu den 'Siegern', habe ich bereits einmal angeschnitten. Die heutigen Veterans, wie mein Mann, die NACH 1945 bis 1980 nach Deutschland kamen, stellen sich heute noch gerne ins Bild wenn es um eine Nazifahne geht. Nichts hatten sie mit der Befreiung oder dem Sieg zu tun, jedes Jahr fahren sie jedoch als 'Sieger' nach Berlin weiterhin, und sie verhalten sich auch so. In diesen Gruppieren gibt es KKK Gruppierungen, rechte Bloecke, nur sehr wenige die anders denken. Eine deutsche Ehefrau eines dieser sagte mir, es ist nicht moeglich ueber das Leiden der Deutschen zu reden, mitnichten, sie wollen es nicht hoeren. "Mein Mann fuehlt sich als Sieger ueber alles." Sein reden: "die Russen haetten es nie ohne die Amis geschafft und die Verluste der Sowjets, dafuer gibt es kein Interesse" sagte sie. Nur Patrioismus und Heldentum wird allen hier eingehaemmert. Parallelen zur Geschichte? Haben doch die Deutschen auf beiden Seiten lernen muessen, dass ihnen dieser Patriotismus und Heldentum nichts einbrachte; eben die sowjetischen Truppen im Osten und die US Truppen im Westen. Nach dem verheerenden Krieg konnte unbesehen weiter alles in die Ruinen gefahren werden mit Propaganda die so unterschiedlich war wie die Sonne zum Mond. Die Propaganda gegen die Deutschen war in England lange vor 1933 existent, das weiss ich von meiner Mutter, die sich als Kind die Deutschen als ueble brutale Gesellen mit scharfkantigen Gesichtern vorstellte. Was brachte uns dieses alles? mehr als 65 Jahre Missverstaendnisse und weiterhin Hass und das Fasterleben eines 3. Weltkriegs. Wo bleiben die Wahrheiten, nicht nur der 'russischen Greueltaten' sondern all der anderen? Wo bleiben die Schicksale der Deutschen, die wie Du schreibst eben nicht Nazis waren? diese Menschen waren doch am meisten die Leidtragenden und waren es hinterher auf Jahre hinaus. Wo bleiben die Erzaehlungen ueber die Royal Airforce unter 'Bomber Harris' und der US Bombardierung, die sich abwechselten, damit Deutschland wochenlang Tag und Nacht pausenlos bombardiert werden konnte? Wo bleibt die wirkliche Geschichte der Deutschen in Polen und umgekehrt? Und wo bleiben die Geschichten der Fluechtlinge, das Leid, wenn die Muetter ihre Kinder unterwegs verloren, die Treks, die beschossen wurden, die Bombardierung der Faehren auf der Ostsee, nachweislich wusste man es befanden sich Frauen und Kinder auf diesen Schiffen, das gleiche gilt fuer Dresden, wo die Zahlen immer heruntergespielt werden. Voll gerammelt war diese Stadt von Fluechtlingen! Das war den Allierten bekannt. Ja, da koennen wir ueber uns ueber die 'Allierten' einschliessen SU unterhalten, habe alles in meiner Verwandtschaft gehabt, das gesamte Spektrum! Deutsche/Russen/Englaender, kann man sich halbwegs vorstellen wie ich mich zwischen diesen Fronten befand. Nein, wir koennen uns nicht wundern, wenn man einen Streit entfacht, sprich Krieg, dann wird zurueckgeschlagen, aber dann doch bitte schoen die Fakten auf den Tisch ALLE. Ich will noch einmal sagen, dass ich die russischen Menschen,und auch andere Nationalitaeten in der ehemaligen Sowjetunion und spaeter in der Foerderation im Norden und im tiefen Sueden des Landes als Menschen kennengelernt habe, die in einem Land leben, ein riesiges unueberschaubares Land teilweise, aber was wichtig ist, diese Menschen haben keine Grenzen in ihren Herzen, bis sie teilweise zu Bestien gemacht wurden. Auch sind beileibe nicht alle Amerikaner so wie oben beschrieben, dennoch die Geschichte wurde fuer alle manipuliert auf schlimmste Weise, nach einem der schlimmsten Kriege der Menscheit. Das ist Unrecht und ein Vergehen an den Toten und den Lebenden, wenn sich hier gestritten wird ueber peanuts. Und ich befuerworte, dass Menschen, egal was sie erlebt haben, dieses so wiedergeben, wie hier geschehen. So koennen wir doch ein kleines Stueck der Wahrheit aufbrechen, ein Wahrheit die nicht wirklich gern gesehen ist und unten im Staub der Dekaden liegt. Dazu gehoert, dass wie wir hier lesen, es auch ganz andere Geschichten ueber die 'russischen Barbaren' gibt. Es ist an der Zeit, laengst ist diese Zeit ueberzogen.
Objektiv bedeutet, die Dinge so zu sehen, wie sie waren und sind, so etwa, dass das deutsche Bier kalt ist und schmeckt und dass das englische Bier meist pisswarm serviert wird, Kwas bekomme ich bis heute schwer runter und Bud Light naja, wenn man Durst hat.......... Objektivitaet hilft ueber vieles hinweg, sonst verdurstet man eben.
Ich muss mich nichts verlieren, nicht meine Gedanken und nicht meine Einstellung, auch wenn ich versuche immer alles zu verstehen, was von allen Seiten geschehen ist, seit der Kindheit versuche ich das zu begreifen, und kann noch nicht ganz begreifen, wie Menschen mit Menschen umgegangen sind. So, weit ausgeholt, ach schreit doch alle OT im verdammten Chor! Uebrigens die Russen koennen super singen, sind herrlichen Poeten.... ja, ich hoere schon auf.
Bei meiner ersten Begegnung mit einem Russen, einem SU Offizier in der DDR habe ich gezittert, bekam Angst, es war eine Qual fuer mich, so schwer hatte man mich geschaedigt durch diese Propaganda,,als ploetzlich dieser 'Untermensch, dieser Barbar, vor mir stand. Schlimm, kann ich nur sagen. Er wiederum war darauf gefasst, er sagte mir, dass ich Englaenderin zwar waere, aber wie Nimietzki denke mit meinem Hass fuer die 'Russen.' Das war eine Beleidigung fuer mich damals. Es stimmte. Ich dachte eben so, vergiftet wie ich war. Dieser Barbar wischte nicht nur meine Traenen weg. "Nicht von Narben sollst Du Deinen Weg leiten lassen, vom Menschen" sagte er. Das war nicht so einfach fuer mich.
Zahl der Toten im 2. Weltkrieg - neueste Zahlen
geschaetzt verloren 64 Millionen Menschen ihr Leben
24 Millionen Soldaten und 44 Millionen Zivilisten
6,9 Millionen Juden
27 Millionen Sowjetbuerger
8 Millionen Polen, ein Viertel der Bevoelkerung. Mehr Leute starben in der Stadt Warschau als in Gross Britanien und USA zusammen
1 Million Jugoslawen
200.000 Hollaender
660.400 amerikanische Soldaten tot oder vermisst
330.000 Italiener, die Haelfte davon Zivilisten
600.000 Franzosen, 200.000 Soldaten, 400.000 Zivilisten
340.000 in England und dem Commonwealth
6000 Britishe Zivilisten wurden durch Bomben und V-1 und V-2 getoetet
1.2 millionen japanische Soldaten, fast 1 million Zivilisten
3.5 Millionen deutsche Soldaten, 6.1 Millionen Zivilisten
11 Millionen deutsche Kriegsgefangene, von denen nicht einmal die Haelfte aus Gefangenschaft kam.

So Freunde, Kameraden, Genossen, meine Herren, das war's fuer diese Woche. Wieder verspreche ich allen die zum Treff kommen, ich rede nicht so viel wie ich schreibe. Ich kann namlich schneller schreiben....
Larissa

Fluechtlinge, Englischer Bomber, Tote Zivilisten Dresden, Russische Kinder, Gefangene Russen

Angefügte Bilder:
zuletzt bearbeitet 18.03.2011 23:48 | nach oben springen

#58

RE: Erste Erlebnisse mit den "Russen"

in DDR Zeiten 19.03.2011 01:31
von Schreiber | 258 Beiträge

im Forum
ich möchte erstmal Turtle und Larissa für die interresanten Berichte danken.
Ich hatte auch meine Erlebnisse mit den Russen.
Während der Ausbildung in Eisenach hatten wir auch ein Besuch in der Sowjet-Kaserne in Gotha in der auch Übungspanzer und
Gefechtspanzer waren. Die Gefechtspanzer waren voll auf munitioniert und wurden nur einmal die Woche angelassen.
Das Kuriose die Dieselfässer auf dem Panzer waren von der Wehrmacht1936.
Da ich nicht weit davon wohnte konnte ich einen kurzen Besuch bei meinen Eltern vornehmen. Die Freude war groß, aber Sie hatten
Westbesuch die mich etwas entgeistert anstarten. Ich blieb nur kurz und machte später natürlich Meldung da sich Kontakt zu BRD-Bürgern hatte - ich Glaube so war das früher.
Aber zurück zu der Sowjet-Kaserne nach meinen 1-1/2Jahren Dienst konnten wir im Magsin Verkaufstelle und Gaststätte einkaufen
bzw. uns essen+trinken. Die Mentalität der Russen war "Essen und Trinken gut" = gute Beziehung und nach 2 stockram Wodka war
die Verstädigung in gebrochnen deutsch oder russisch gegeben.
Sicher von hören sagen meiner Oma wusste ich das damals in der Nachkriegszeit mit den Russen nicht zu spassen war - aber es
waren andere Zeiten.

Gruß der Schreiber


==================================================
Wer einen Fehler gemacht hat und ihn nicht korrigiert, begeht einen zweiten.
Konfuzius


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#59

RE: Erste Erlebnisse mit den "Russen"

in DDR Zeiten 20.03.2011 00:48
von Gert | 12.354 Beiträge

[quote="Larissa"]OT ist nur das Gezanke ob etwas OT ist oder nicht. Das Thema das wir hier behandeln heisst ja, erste Begegnung mit den Russen. Eine Begegnung konnte es nur geben mit diesen Sowjetbuergern, aufgrund eines fuerchterlichen Krieges. So berichten hier einige ungezwungen auch von den Allierten. Das hat mit OT nichts zu tun. Diese waren alle in Deutschland. Warum hat der Turtle dieses Thema gewaehlt, warum wird dieses Thema so gut angenommen, nicht nur im Einzelnen und direkt, sondern weil es das breite Spektum des gesamten Problems behandelt, weil es den Menschen wie man sieht noch sehr nachhaengt und langsam, wenn auch nur sehr langsam, wir uns der Dinge annehmen, die man uns vorenthalten hat: die Wahrheit. Nach dem totalen Krieg kam die totale Manipulation der Voelker mit einer Sache die schlicht und einfach 'Propaganda' hiess, Propaganda wieder einmal fuer eigene Interessen, im Westen wie im Osten, ein Ausdruck der kaum mehr benutzt wird, sondern heute zu 'Public Relations' degradiert wurde, nichtsdestoweniger genauso toedlich sein kann.
Ja Bendix, es schaudert einem, aber so wurde ich auch grossgezogen, hatte eine panische Angst vor "SU Soldaten". Meine allererste Begnung steht unten.
Und, wie sich die Nazis verhalten haetten wissen wir nicht, wie auch hier gefragt wurde, sie kamen nicht mehr dazu, da andere 'Herrenrassen' auf die Buehne traten.
Ja Jens, wer einen Krieg losbricht sollte sich nicht ueber dessen Folgen beklagen. So auch heute. Aber es wird sich auch heute nur beklagt, wenn es um die Fehler der anderen geht. Die Amerikaner haben es immer verstanden Dinge unter den Tisch zu fegen, wenn es um die eigenen Unzulaenglichkeiten oder Fehler geht, die woanders jedoch jahrelang noch angeprangert werden. Weapons of mass destruction. Da wird ein Krieg vom Zaun gebrochen, der hunderttausende Opfer hervorbringt und ein Land im Chaos versinken laesst. Vietnam, das Vietnam Memorial, so schlimm es ist, dass dort 58.000 Amerikaner starben, die Mauer waere um das hundertfache laenger, wenn die Namen der Vietnamesen darauf stuenden. Aber voll auf die SU schlagen wegen Afghanistan und auch dort,wie nach dem 2. Weltkrieg, nur auf diese 'Barbaren' hinweisen. Haetten beide Grossmaechte besser zusammen gearbeitet, anstatt dort in CIA Camps Moslems gegen die Russen auszubilden, wuerde uns dieses Problem im nahen und mittleren Osten heute erspart bleiben. Einsicht, dass die eigenen US Buerger heute die Leidtragenden dieser eigenen Politik sind, ist nicht zu erwarten. So geht es immer weiter. Betrachtungsweise nennt sich das. Genau so zum 3. Reich und zu Deutschland und zu den einmarschierenden Russen in der DDR. Da gibt es doch viele Dinge die nur oberflaechlich hinterfragt worden sind.
Ich weiss von meinem Vater wie Nazis und Nichtnazis, alte und junge Maenner behandelt wurden in den Staaten in Camp Alice in Alabama zum Beispiel, um die Frage des Verhaltens der Allierten teilweise hier zu beantworten. Diese Gefangenen wurden nicht gut behandelt, und zwar von Aufsehern mit der Peitsche in der Hand, die diese genauso behandelten wie sie die eigene schwarze Bevoelkerung behandelten, die als Untermenschen auf den Baumwoll und Erdnussfeldern standen und keinerlei Rechte hatten. Grosse Befreiung in Europa und die schwarze, sowie die einheimische nordindianische Bevoelkerung wurde nach wie vor behandelt wie der letzte Dreck, waren teilweise noch als Sklaven gehalten oder in Reservate gesperrt, wo sie dahin vegetierten. Nie habe ich das verstanden in Amerika, genauso wenig wie ich kein Mitleid fuer Nazis empfand. Auch wenn Jesse Owens hochgejubelt wurde 1936 in Berlin, wurde er nur 'benutzt' in dieser Hinsicht. Wer schreibt die Wahrheit darueber? Nur Schwarze! Auch er durfte sich nicht zu Weissen setzen, keine Weissen ansprechen ohne gefragt zu werden. So sind doch immer die Sieger diejenigen, die das Zepter in der Hand halten und das Vorgehen darf nicht beanstandet werden. Nur bei den Russen war das vorbehaltlos immer moeglich, die konstant vom Westen daemonisiert wurden. Auch wenn Auswuechse und schlechtes Benehmen vorhanden war, wurde NUR darueber berichtet, geradezu so, als waere dieser 'Untermensch' tatsaechlich nur vorhanden. Und erst Recht nach 1945. Erst kuerzlich sprache ich ueber 1945 mit einem Amerikaner hier und hielt ihm das vor, wie damals vom 'Faschismus' geredet wurde und andererseits wie die Minderheiten im eigenen Land gehalten wurden. Dem klappte die Kinnlade herunter. Man merkte richtig wie sein Gehirn anfing zu arbeiten, er konnte darauf kaum etwas erwidern, sagte nur, so habe ich das noch nie gesehen. Wieder einmal: nur die Betrachtungsweise. Das interessiert hier nach wie vor nicht in der Aufarbeitung der eigenen Geschichte, ebenso wenig wie Hiroshima und Nagasaki.
Patton waere gerne weitermarschiert, unbedingt wollte er ueber Polen hinweg und den Russen zeigen wer der Herr im neuen Deutschland war. Ihm wurde jedoch die 'politische Buehne' von Dwight Eisenhower entzogen, rigoros, die Interessen lagen ganz woanders und Sowjets uebernahmen dann in der DDR, dann sicherten Abkommen und Aufteilung in Deutschland business as usual, und damit militaerische Aufruestung und weitaus groessere Geschaefte, die wie wir wissen bis heute noch andauern. Und die russischen 'Besetzer, die zahlten zurueck teilweise, wie wir hier ganz deutlich entnehmen koennen, nicht nur. Genau wie hier berichtet wird ueber die ersten Begegnungen mit Russen und in diesem Zusammenhang auch mit den Allierten, ist richtig.
Gebe ich Dir voellig Recht KID zu den 'Siegern', habe ich bereits einmal angeschnitten. Die heutigen Veterans, wie mein Mann, die NACH 1945 bis 1980 nach Deutschland kamen, stellen sich heute noch gerne ins Bild wenn es um eine Nazifahne geht. Nichts hatten sie mit der Befreiung oder dem Sieg zu tun, jedes Jahr fahren sie jedoch als 'Sieger' nach Berlin weiterhin, und sie verhalten sich auch so. In diesen Gruppieren gibt es KKK Gruppierungen, rechte Bloecke, nur sehr wenige die anders denken. Eine deutsche Ehefrau eines dieser sagte mir, es ist nicht moeglich ueber das Leiden der Deutschen zu reden, mitnichten, sie wollen es nicht hoeren. "Mein Mann fuehlt sich als Sieger ueber alles." Sein reden: "die Russen haetten es nie ohne die Amis geschafft und die Verluste der Sowjets, dafuer gibt es kein Interesse" sagte sie. Nur Patrioismus und Heldentum wird allen hier eingehaemmert. Parallelen zur Geschichte? Haben doch die Deutschen auf beiden Seiten lernen muessen, dass ihnen dieser Patriotismus und Heldentum nichts einbrachte; eben die sowjetischen Truppen im Osten und die US Truppen im Westen. Nach dem verheerenden Krieg konnte unbesehen weiter alles in die Ruinen gefahren werden mit Propaganda die so unterschiedlich war wie die Sonne zum Mond. Die Propaganda gegen die Deutschen war in England lange vor 1933 existent, das weiss ich von meiner Mutter, die sich als Kind die Deutschen als ueble brutale Gesellen mit scharfkantigen Gesichtern vorstellte. Was brachte uns dieses alles? mehr als 65 Jahre Missverstaendnisse und weiterhin Hass und das Fasterleben eines 3. Weltkriegs. Wo bleiben die Wahrheiten, nicht nur der 'russischen Greueltaten' sondern all der anderen? Wo bleiben die Schicksale der Deutschen, die wie Du schreibst eben nicht Nazis waren? diese Menschen waren doch am meisten die Leidtragenden und waren es hinterher auf Jahre hinaus. Wo bleiben die Erzaehlungen ueber die Royal Airforce unter 'Bomber Harris' und der US Bombardierung, die sich abwechselten, damit Deutschland wochenlang Tag und Nacht pausenlos bombardiert werden konnte? Wo bleibt die wirkliche Geschichte der Deutschen in Polen und umgekehrt? Und wo bleiben die Geschichten der Fluechtlinge, das Leid, wenn die Muetter ihre Kinder unterwegs verloren, die Treks, die beschossen wurden, die Bombardierung der Faehren auf der Ostsee, nachweislich wusste man es befanden sich Frauen und Kinder auf diesen Schiffen, das gleiche gilt fuer Dresden, wo die Zahlen immer heruntergespielt werden. Voll gerammelt war diese Stadt von Fluechtlingen! Das war den Allierten bekannt. Ja, da koennen wir ueber uns ueber die 'Allierten' einschliessen SU unterhalten, habe alles in meiner Verwandtschaft gehabt, das gesamte Spektrum! Deutsche/Russen/Englaender, kann man sich halbwegs vorstellen wie ich mich zwischen diesen Fronten befand. Nein, wir koennen uns nicht wundern, wenn man einen Streit entfacht, sprich Krieg, dann wird zurueckgeschlagen, aber dann doch bitte schoen die Fakten auf den Tisch ALLE. Ich will noch einmal sagen, dass ich die russischen Menschen,und auch andere Nationalitaeten in der ehemaligen Sowjetunion und spaeter in der Foerderation im Norden und im tiefen Sueden des Landes als Menschen kennengelernt habe, die in einem Land leben, ein riesiges unueberschaubares Land teilweise, aber was wichtig ist, diese Menschen haben keine Grenzen in ihren Herzen, bis sie teilweise zu Bestien gemacht wurden. Auch sind beileibe nicht alle Amerikaner so wie oben beschrieben, dennoch die Geschichte wurde fuer alle manipuliert auf schlimmste Weise, nach einem der schlimmsten Kriege der Menscheit. Das ist Unrecht und ein Vergehen an den Toten und den Lebenden, wenn sich hier gestritten wird ueber peanuts. Und ich befuerworte, dass Menschen, egal was sie erlebt haben, dieses so wiedergeben, wie hier geschehen. So koennen wir doch ein kleines Stueck der Wahrheit aufbrechen, ein Wahrheit die nicht wirklich gern gesehen ist und unten im Staub der Dekaden liegt. Dazu gehoert, dass wie wir hier lesen, es auch ganz andere Geschichten ueber die 'russischen Barbaren' gibt. Es ist an der Zeit, laengst ist diese Zeit ueberzogen.
Objektiv bedeutet, die Dinge so zu sehen, wie sie waren und sind, so etwa, dass das deutsche Bier kalt ist und schmeckt und dass das englische Bier meist pisswarm serviert wird, Kwas bekomme ich bis heute schwer runter und Bud Light naja, wenn man Durst hat.......... Objektivitaet hilft ueber vieles hinweg, sonst verdurstet man eben.
Ich muss mich nichts verlieren, nicht meine Gedanken und nicht meine Einstellung, auch wenn ich versuche immer alles zu verstehen, was von allen Seiten geschehen ist, seit der Kindheit versuche ich das zu begreifen, und kann noch nicht ganz begreifen, wie Menschen mit Menschen umgegangen sind. So, weit ausgeholt, ach schreit doch alle OT im verdammten Chor! Uebrigens die Russen koennen super singen, sind herrlichen Poeten.... ja, ich hoere schon auf.
Bei meiner ersten Begegnung mit einem Russen, einem SU Offizier in der DDR habe ich gezittert, bekam Angst, es war eine Qual fuer mich, so schwer hatte man mich geschaedigt durch diese Propaganda,,als ploetzlich dieser 'Untermensch, dieser Barbar, vor mir stand. Schlimm, kann ich nur sagen. Er wiederum war darauf gefasst, er sagte mir, dass ich Englaenderin zwar waere, aber wie Nimietzki denke mit meinem Hass fuer die 'Russen.' Das war eine Beleidigung fuer mich damals. Es stimmte. Ich dachte eben so, vergiftet wie ich war. Dieser Barbar wischte nicht nur meine Traenen weg. "Nicht von Narben sollst Du Deinen Weg leiten lassen, vom Menschen" sagte er. Das war nicht so einfach fuer mich.
Zahl der Toten im 2. Weltkrieg - neueste Zahlen
geschaetzt verloren 64 Millionen Menschen ihr Leben
24 Millionen Soldaten und 44 Millionen Zivilisten
6,9 Millionen Juden
27 Millionen Sowjetbuerger
8 Millionen Polen, ein Viertel der Bevoelkerung. Mehr Leute starben in der Stadt Warschau als in Gross Britanien und USA zusammen
1 Million Jugoslawen
200.000 Hollaender
660.400 amerikanische Soldaten tot oder vermisst
330.000 Italiener, die Haelfte davon Zivilisten
600.000 Franzosen, 200.000 Soldaten, 400.000 Zivilisten
340.000 in England und dem Commonwealth
6000 Britishe Zivilisten wurden durch Bomben und V-1 und V-2 getoetet
1.2 millionen japanische Soldaten, fast 1 million Zivilisten
3.5 Millionen deutsche Soldaten, 6.1 Millionen Zivilisten
11 Millionen deutsche Kriegsgefangene, von denen nicht einmal die Haelfte aus Gefangenschaft kam.

So Freunde, Kameraden, Genossen, meine Herren, das war's fuer diese Woche. Wieder verspreche ich allen die zum Treff kommen, ich rede nicht so viel wie ich schreibe. Ich kann namlich schneller schreiben....
Larissa

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Larissa, sehr fundiert und richtig was du hier schreibst. Du bist in dem Land in dem du lebst ein geschichtlicher Leuchtturm. Warum ich das sage, ja, ich habe die Amerikaner nur als geschichtliche Dumpfbacken kennengelernt. Sie waren menschlich sehr freundlich zu mir, aber in den Gesprächen offenbarten sie, dass sie von Europa und von seiner Geschichte und auch Geografie keine Ahnung hatten, und davon viel.Aber du bist ja keine Amerikanerin.

Viele Grüße aus dem Rheinland


.
All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
John F.Kennedy 1963 in Berlin
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Dostojewski 1866
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
Mahatma Gandhi
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#60

RE: Erste Erlebnisse mit den "Russen"

in DDR Zeiten 20.03.2011 21:39
von glasi | 2.815 Beiträge

meine erlebnisse mit denn russen war nahrtürlich erst nach der wende. und es war kein guter. sie haben mir persönlich nichts getan, aber denn respekt denn ich früher hatte ging einfach verloren. als sie abgezogen sind sahen sie nicht aus wie eine stolze armee sondern wie eine karewanne. sie haben alles mitgenommen was nicht niet und nagelfest war. und unsere truppenübungsplatze sahen nachdem wir sie übernommen haben aus als hätte dort eine bombe eingeschlagen. das entgiften hat bestimmt millionen gekostet. ich könnte noch einiges dazu sagen . auch was meinen verwanten nach dem 2 weltkrieg pasiert ist. aber das laß ich es lieber. sonst heißt es wieder sie waren es selber schuld. lg glasi



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