#221

RE: Erste Erlebnisse mit den "Russen"

in DDR Zeiten 07.01.2014 21:20
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von studfri im Beitrag #217
@larissa schrieb ".......Touristen muessen sich leider an die Touristenvorgaben halten und das ist weit davon entfernt Russland oder Moskau richtig kennenzulernen...." und " Alleine als Auslander sollte man aber nicht reisen, was auch legal nicht moeglich ist...."

Wer hat denn dann noch Lust, dahin zu reisen? Um mich gängeln zu lassen brauche ich so einen Staat und seine "Errungenschaften" ganz sicher nicht und so werden noch sehr viele andere denken, zumindest aus meiner Generation..



studfri schrieb: zumindest aus meiner Generation.

Gerade die Jugendlichen seiner Generation aus vielen Laendern stehen nicht nur und arbeiten auf den Kriegsgraeberstaetten, genauso in Russland, wie in Frankreich und in Polen z.B. Viele dieser Generation verzichten auf ihre Ferien nicht nur der EU, um im ehemaligen Stalingrad, zusammen mit russischen und chinesischen Studenten sehr unangenehme und zu Herzen gehende Funde der Toten des 2. Weltkriegs zu sammeln und zu untersuchen, wie es ihre Ausbildung zulaesst.
Fuer andere Austauschprogramme von Schuelern ueber ein Jahr gibt es absolut keine Probleme, diese bewegen sich in den Familien, in denen sie, wie in anderen Laendern die russichen Studenten und Schueler, in Amerika und England und Deutschland z.B. leben und lernen. Diese Generation gerade befindet sich in vielen Bereichen, nicht nur in St. Petersburg und Moskau an den Universitaeten, machen Sprachstudien, Musikausbildung etc etc. Die Jugendaustauschprogramme sind ueberlaufen, wobei Franzosen, Deutsche, Englaender und Amerikaner, unter anderem, in freundschaftlicher und positiver Weise sich gegenseitig kennenlernen und Erfahrungen sammeln im friedlichen und positiven Umgang miteinander.


zuletzt bearbeitet 07.01.2014 21:21 | nach oben springen

#222

RE: Erste Erlebnisse mit den "Russen"

in DDR Zeiten 07.01.2014 21:23
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von damals wars im Beitrag #214
Ich hoffe, das man Russland eines Tages genauso erkunden kann wie die USA.


Das kannst Du auch damals wars.
Ich bin aber unbedingt in diesen Zeiten dafuer, fuer dieses Riesenreich die Visumspflicht beizubehalten.


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#223

RE: Erste Erlebnisse mit den "Russen"

in DDR Zeiten 07.01.2014 21:26
von Rostocker | 7.726 Beiträge

Ich hatte damals,ne Reise über Jugendtourist.War ne 3 Städte Reise--Minsk,Moskau und Leningrad (Sankt Petersburg);also war schon sehenswert.Natürlich konnte man sich auch in den Städten frei bewegen. Wir riefen in Moskau einen Bekannten an und er holte uns zu einer Familienfeier zu sich nach
Hause ab.


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#224

RE: Erste Erlebnisse mit den "Russen"

in DDR Zeiten 07.01.2014 21:33
von Grenzwolf62 (gelöscht)
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Zitat von Rostocker im Beitrag #223
Ich hatte damals,ne Reise über Jugendtourist.War ne 3 Städte Reise--Minsk,Moskau und Leningrad (Sankt Petersburg);also war schon sehenswert.Natürlich konnte man sich auch in den Städten frei bewegen. Wir riefen in Moskau einen Bekannten an und er holte uns zu einer Familienfeier zu sich nach
Hause ab.


Individual mit PKW war in der UdSSR alles streng reglementiert, kannste, Pittiplatsch-like, glauben


zuletzt bearbeitet 07.01.2014 21:34 | nach oben springen

#225

RE: Erste Erlebnisse mit den "Russen"

in DDR Zeiten 07.01.2014 21:36
von studfri | 762 Beiträge

Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #224
Zitat von Rostocker im Beitrag #223
Ich hatte damals,ne Reise über Jugendtourist.War ne 3 Städte Reise--Minsk,Moskau und Leningrad (Sankt Petersburg);also war schon sehenswert.Natürlich konnte man sich auch in den Städten frei bewegen. Wir riefen in Moskau einen Bekannten an und er holte uns zu einer Familienfeier zu sich nach
Hause ab.


Individual mit PKW war in der UdSSR alles streng reglementiert, kannste, Pittiplatsch-like, glauben



Es gibt ein Buch von Gabriele Krone-Schmalz "An Russland muss man einfach glauben". Dort sind solche Gängel-Spielchen mit im Land umherreisenden Leuten mehr als genug beschrieben.



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#226

RE: Erste Erlebnisse mit den "Russen"

in DDR Zeiten 07.01.2014 22:00
von Barbara (gelöscht)
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Ich glaube, dass turtle hier nur ehem. DDR-Bürger angesprochen hat, ich mogel mich aber mal dazwischen :-)

Als ich diesen Thread durchlas mit all den anrührenden und auch schwierigen Aspekten, die dort zur Sprache kommen, dachte ich:
ich kenne keinen einzigen Russen. Also auch ich bin mehr oder weniger ein „Kind von Klischees“.

Aber dann fiel mir ein: das stimmt gar nicht.

Hier meine „kleine Geschichte“

Meine Tochter bekam in der Grundschule eine Deutsch-Russin als Banknachbarin, die beiden Mädchen freundeten sich an. Und zwar so, dass sie sich auch außerhalb der Schule so oft wie möglich besuchen wollten. Die kleine Evgenia wohnte damals mit ihren Eltern, der Oma und der kleinen Schwester gar nicht so weit weg von uns. Sie sprach recht gut Deutsch (ihre Muttersprache war natürlich Russisch) und war sehr aufgeweckt, so dass die Kommunikation kein Problem darstellte. Meine Tochter beschrieb mir, wie ihre Freundin von dem Dorf erzählte, aus dem sie sehr plötzlich wegmussten, von ihren Freunden dort, den Tieren, ihrem Heimweh und wie schwer es für sie in Deutschland zuerst gewesen sei.
Ich bekam mit der Zeit mit, dass der deutsche Teil der Familie in der Oma väterlicherseits bestand und diese auch die Übersiedlung nach Deutschland betrieben hatte. Ihr Sohn, sich ebenfalls in deutscher Tradition fühlend, war aus der Armee desertiert, er erzählte mir später, in welcher prekären Situation er sich zunächst befand bzgl. seines Aufenthaltsstatus bei uns…

Evgenias Mutter war Russin und ich versuchte mir klar zu machen, was das wohl bedeuteten möchte, eine solche Umsiedlung, aus allem Vertrauten heraus gerissen, die Sprache nicht sprechend….

Zu der damaligen Zeit habe ich noch sehr aktiv Musik gemacht und wir probierten eine Vertonung des Textes von Erich Fried „Was es ist“.
Ich wollte den Text gerne in mehreren Sprachen singen, unter anderem in Russisch. (Wieso wollte ich das damals eigentlich???)
Doch wie machen? Ich sprach kein einziges Wort Russisch und die kyrillische Schrift war mir ein Buch mit 7 Siegeln. < ist immer noch so :-)

Ich fasste mir ein Herz und fragte Evgenias Mutter, ob sie mir dabei helfen könnte. Sie war eine ernste, etwas zurückhaltende junge Frau und ich weiß nicht genau, wie sie mein Ansinnen wohl empfunden hat.
Aber dann saßen wir eines Nachmittags an ihrem Küchentisch, ich versuchte den deutschen Text zu erklären (mit Hilfe von Evgenia, die deutlich besser Deutsch sprach als ihre Mutter) und diese wiederholte geduldig immer und immer wieder die russischen Übersetzung, damit ich mir per Lautschrift die Aussprache merken konnte, und wir sprachen den Text immer und immer wieder zusammen…
Dazu tranken wir Tee und aßen Plätzchen. Und natürlich lachten die beiden „Russinnen“ wenn ich mir die Zunge „zerbrach“ :-)
So ist das folgende entstanden, das ich in einem anderen Thread hochladen möchte. (Schuddel ich nehme deinen Thread dafür…)

Es ist eine einfache Proberaumaufnahme von vor über 20 Jahren, zuhause habe ich die Fremdsprachenversionen „drüber“ gesungen.
Natürlich hat Evgenias Mutter nachher eine Kassette mit dem Lied von mir bekommen, ich glaube sie freute sich darüber, auf ihre stille zurückhaltende Art.
Evgenia ist übrigens eine erfolgreiche junge Frau geworden, sagt meine Tochter - dank Facebook bleiben die ja heute alle in Kontakt :-)
Wer er sich anhören mag, gehe in „Schuddels-kleine-Welt“-Ecke, ich verlinke es gleich da.
.


katerjohn hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#227

RE: Erste Erlebnisse mit den "Russen"

in DDR Zeiten 07.01.2014 22:15
von Mike59 | 7.978 Beiträge

Zitat von studfri im Beitrag #225
Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #224
Zitat von Rostocker im Beitrag #223
I.






Es gibt ein Buch von Gabriele Krone-Schmalz "An Russland muss man einfach glauben". Dort sind solche Gängel-Spielchen mit im Land umherreisenden Leuten mehr als genug beschrieben.

Ich glaube die gute Frau ist in den Medien gut vernetzt, liegt wohl an ihrem Job. Solche Statements sollten in diesem tread gelöscht werden, es sei den die gute Frau schreibt diese selber.


zuletzt bearbeitet 07.01.2014 22:20 | nach oben springen

#228

RE: Erste Erlebnisse mit den "Russen"

in DDR Zeiten 07.01.2014 22:24
von DoreHolm | 7.705 Beiträge

Die von mir in #211 erwähnte Sendung des rbb habe ich gesehen. War sehr interessant. Die Sendung hatte weniger die touristischen Attraktionen zum Inhalt, sondern mehr die Geschichte in gekürzter Form.



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#229

RE: Erste Erlebnisse mit den "Russen"

in DDR Zeiten 07.01.2014 23:51
von Eisenacher | 2.069 Beiträge

Zitat von Larissa im Beitrag #222
Zitat von damals wars im Beitrag #214
Ich hoffe, das man Russland eines Tages genauso erkunden kann wie die USA.


Das kannst Du auch damals wars.
Ich bin aber unbedingt in diesen Zeiten dafuer, fuer dieses Riesenreich die Visumspflicht beizubehalten.



Nach den Reiseberichten im www gibt es da anscheinend heute schon die Möglichkeit eines russischen Abenteuers
http://www.roadtosomewhere.de/russland/
http://www.roadtosomewhere.de/laender-bi...sland-bam-road/
http://www.roadtosomewhere.de/russland/b...nger-4x4-track/
http://www.reiseberichte.com/result.php?...n_id=187&page=2


DoreHolm hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#230

RE: Erste Erlebnisse mit den "Russen"

in DDR Zeiten 08.01.2014 10:14
von seaman | 3.487 Beiträge

Mein erster Kontakt mit den "bösen" Russen und anderen Besatzern:

Kindheit im geteilten Berlin

seaman


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#231

RE: Erste Erlebnisse mit den "Russen"

in DDR Zeiten 08.01.2014 19:29
von Freienhagener | 3.877 Beiträge

Zitat von Larissa im Beitrag #212
Zitat von Freienhagener im Beitrag #207
Zitat von grenzgänger81 im Beitrag #205
@Larissa
Wir Deutschen sollten uns nicht anmassen,alles besser zu wissen ,zu können und zu arbeiten.



Im Gegenteil: Wie wir wissen, behauptete die DDR-Führung genau das von der Sowjetunion.



Lieber Freienhagener, was wurde uns nicht alles beigebracht von westlicher und von ostlicher Seite!? Habe beides erfahren. Was wissen wir wirklich, wenn wir nicht das Glueck haben, uns selbst Wissen anzueignen? Herzlich wenig denke ich mal. Der wirkliche 'Umgang' mit der SU von Seiten der DDR Fuehrung und Mitarbeiter, habe ich kennengelernt teilweise. Und war erstaunt ueber das Verhalten auf beide Seiten. So hat die Politik einiges zusammengehalten, aber wirkliche Uebereinstimmung, nicht mal politisch, nein.


Hallo Larissa,

wer sich selbst Wissen aneignen wollte, der konnte das in der DDR. Wir waren ja nicht isoliert. Das war eine Frage des Wollens.

Auch wenn die Sowjetunion uns domierte, frage ich mich, ob sie nach Stalin noch derart übertrieben in den Himmel gehoben werden wollte. Solch ein Eifer kann auch verdächtig machen.
In der DDR-Bevölkerung war es nicht beliebt zu hören, daß die Sowjeunion generell besser und Vorbild sei, besonders weil man wußte, daß die Lebensbedingungen dort eher schlechter waren.
Dabei entstandene Ressentiments wirken bis heute nach und erklären auch undifferenzierte Ablehnung in Diskussionen.

Gruß
Micha


Disziplin ist die Fähigkeit, dümmer zu erscheinen als der Chef. (Hanns Schwarz)
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#232

RE: Erste Erlebnisse mit den "Russen"

in DDR Zeiten 08.01.2014 19:38
von damals wars | 12.198 Beiträge

Gorbatschow wollte, den er hat nichts gegen seine Verherrlichung unternommen, er setzte sich ganz ungeniert neben Erich zum 40. Jahrestag.
Er hat nichts unternommem, und es hätte nur eines Winks von ihm bedurft, uns von Erich Anfang 1989 zu erlösen.


Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches.(Mark Twain)
Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
"Hass hat keinen Glauben, keine Rasse oder Religion, er ist giftig." der Witwer der britische Labour-Abgeordnete Jo Cox.
http://www.neo-magazin-royale.de/zdi/art...fur-frauke.html
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#233

RE: Erste Erlebnisse mit den "Russen"

in DDR Zeiten 09.01.2014 15:05
von Freienhagener | 3.877 Beiträge

Ich meinte eine andere Verherrlichung, nämlich die von Stalin ausgehende. Gorbatschow war damals einfach nur populär, weil er gegenüber der DDR die hegemoniale Einmischung beendete.

Das ist auch der Grund, warum er nichts unternahm.
Findest Du es nicht besser, daß die DDR das Problem selbst in die Hand genommen hat? Ich schon.
Sonst hätte es wieder gehießen, die Deutschen bringen selbst nichts zuwege.


Disziplin ist die Fähigkeit, dümmer zu erscheinen als der Chef. (Hanns Schwarz)
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#234

RE: Erste Erlebnisse mit den "Russen"

in DDR Zeiten 16.01.2014 03:21
von Batrachos | 1.549 Beiträge

Hallo,

also meine erste Begegnung mit den Russen war Anfang der 80er Jahre.
Ich war mit meinen Eltern in Klausdorf bei Berlin im Urlaub.
Unter anderen waren wir in Wünsdorf im sogenannten Russenmagazin einkaufen.
Als wir vom einkaufen kamen schlich eine männlich Person um unseren Trabant.
Wie sich rausstelte ein Angehöriger der GSSD.
Er wollte meinen Vater eine Uhr verkaufen.
Nach einigen hin und her handeln hat er sie dann gekauft und stolz getragen.
Das war meine erste Begegnung mit den Russen.
Nicht spektakulär,aber das war ja auch nicht das Thema.

MfG Batrachos


Drosseln sind Vögel. Sie in Motorräder zu stecken ist Tierquälerei!!
Motorradfahren ist das schönste, was man angezogen machen kann.
45° ist das zu schräg-bist du zu schwach
Lutze hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#235

RE: Erste Erlebnisse mit den "Russen"

in DDR Zeiten 23.10.2014 21:32
von Grenzerhans | 274 Beiträge

Ich kann mit etwas Stolz sagen, ich hatte fast seit meiner Geburt Kontakt zu russischen Bürger und Soldaten, einschließlich Offizieren, mit den unterschiedlichsten Dienstgraden.
In einem Beitrag habe ich "verraten", dass unsere Familie 4 Jahre nach Kriegsende auf der Flucht waren. Meine Mutter hat in allen Erzählungen,
wenn es um das Thema Flucht ging, niemals über böse Erfahrungen mit russischen Soldaten erzählt. Ich selbst habe ebenfalls keine negativen
Erfahrungen mit dem Umgang Angehörigen der GSSD gemacht. Das bedeutet aber nicht, dass ich keine negativen Erfahrungen habe.
Schon alleine wenn ich an Straftaten denke. Da bekomme ich heute noch mehr graue Haare, als ich diese schon habe.
Ich, mit meiner ersten Frau, hatten sehr guten Kontakt zur russischen Seite.Wir haben in unserer Wohnung Geburtstage gefeiert. Was auch
die andere Seite betraf. Wir trafen uns zum Kaffee.
Ich wurde zu einer Jagd in die Taiga eingeladen. Was Probleme mit meinen Vorgesetzten brachte. Ich bin dann trotzdem knapp 3 Wochen
gefahren. Ich, wir einige Offiziere von der Dienststelle, wurden anlässlich staatlicher Feiertage zu Veranstaltungen eingeladen.
Von russischer Seite wurden Schießwettbewerbe auf dem Truppenübungsplatz mit Pistole, MP und als besondere Überraschung, schießen mit
dem russischem Scharfschützengewehr Dragunow SWD 7,62mm. An diesen Wettbewerben konnten sich auch die Ehefrauen beteilige.
Die Krönung war , ich glaube es war 1973, als die GSSD einen Kinder
tag mit den Kindern der Dienststelle und sowjetischen Kindern durchführte
Also, ich könnte noch mehrere Erlebnisse anführen. Das soll nur ein kleiner Überblick zum Verhältnis zwischen den beiden Staaten sein..


passport und Pitti53 haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#236

RE: Erste Erlebnisse mit den "Russen"

in DDR Zeiten 23.10.2014 23:40
von DoreHolm | 7.705 Beiträge

Zitat von Grenzerhans im Beitrag #235
Ich kann mit etwas Stolz sagen, ich hatte fast seit meiner Geburt Kontakt zu russischen Bürger und Soldaten, einschließlich Offizieren, mit den unterschiedlichsten Dienstgraden.
In einem Beitrag habe ich "verraten", dass unsere Familie 4 Jahre nach Kriegsende auf der Flucht waren. Meine Mutter hat in allen Erzählungen,
wenn es um das Thema Flucht ging, niemals über böse Erfahrungen mit russischen Soldaten erzählt. Ich selbst habe ebenfalls keine negativen
Erfahrungen mit dem Umgang Angehörigen der GSSD gemacht. Das bedeutet aber nicht, dass ich keine negativen Erfahrungen habe.
Schon alleine wenn ich an Straftaten denke. Da bekomme ich heute noch mehr graue Haare, als ich diese schon habe.
Ich, mit meiner ersten Frau, hatten sehr guten Kontakt zur russischen Seite.Wir haben in unserer Wohnung Geburtstage gefeiert. Was auch
die andere Seite betraf. Wir trafen uns zum Kaffee.
Ich wurde zu einer Jagd in die Taiga eingeladen. Was Probleme mit meinen Vorgesetzten brachte. Ich bin dann trotzdem knapp 3 Wochen
gefahren. Ich, wir einige Offiziere von der Dienststelle, wurden anlässlich staatlicher Feiertage zu Veranstaltungen eingeladen.
Von russischer Seite wurden Schießwettbewerbe auf dem Truppenübungsplatz mit Pistole, MP und als besondere Überraschung, schießen mit
dem russischem Scharfschützengewehr Dragunow SWD 7,62mm. An diesen Wettbewerben konnten sich auch die Ehefrauen beteilige.
Die Krönung war , ich glaube es war 1973, als die GSSD einen Kinder
tag mit den Kindern der Dienststelle und sowjetischen Kindern durchführte
Also, ich könnte noch mehrere Erlebnisse anführen. Das soll nur ein kleiner Überblick zum Verhältnis zwischen den beiden Staaten sein..



Es geht also, wenn man sich nicht mit Vorurteilen umpanzert. Das gilt für beide Seiten. Die Menschen ticken irgendwie alle gleich, haben die gleichen Gefühle und, natürlich, auch die gleichen Stärken und Schwächen.



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#237

RE: Erste Erlebnisse mit den "Russen"

in DDR Zeiten 24.10.2014 00:06
von josy95 | 4.915 Beiträge

Zitat von DoreHolm im Beitrag #236



Es geht also, wenn man sich nicht mit Vorurteilen umpanzert. Das gilt für beide Seiten. Die Menschen ticken irgendwie alle gleich, haben die gleichen Gefühle und, natürlich, auch die gleichen Stärken und Schwächen.



Wieso gleich wieder und wer konkret mit Vorurteilen sich umpanzert?

Habe so ein wenig den Eindruck, das mit Deinem Statement alles, was die Russen gemacht haben, irgendwie nur gut war. Das Negativberichte, Negativerlebnisse damit angezweifelt werden bzw. in das Reich von Vorurteilen verbannt werden.

Das funktioniert ebenso wenig wie Pauschalverurteilungen....

Mir sagt das von @Grenzerhans geschriebene, erlebte viel mehr, es gab solche und solhe Situationen. Und ganz klar kommt hier wieder heraus, in erster Linie hängt alles Wohl und Wehe immer von den handelnden Personen ab.

Egal, ob Initiator oder Teilhaber am Geschehen.


josy95


Sternbild Krebs, eine seiner herausragenden Eigenschaften: Krebse kommen immer an ihr Ziel..., und wenn sie zei Schritt vorgehen und einen zurück...

Zu verstehen als Abmahnung an EINEN Admin... bitte lächeln!
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#238

RE: Erste Erlebnisse mit den "Russen"

in DDR Zeiten 24.10.2014 00:38
von Grenzerhans | 274 Beiträge

Als persönliche Antwort an josy95 für Beitrag #237 gedacht

Ich will nicht belehrent oder schulmeisterlich auftreten. Ich wollte nur mal die andere Seite von der Medaille aufzeigen. Du sagts, ich spreche nicht
die negative Seite vom "Zusammenleben" von DDR-Bürgern und von Angehörigen der GSSD an. Ich möchte Dich bitte, meine Beiträge zur
Kenntnis zu nehmen,die ich zu fast diesem, oder zu ähnlichen Themen, geschrieben habe. Ich werde mich nicht in eine Schlangengrube setzten,
wo ich weiß, es könnte meinen Tod bedeuten. Du kannst es mir glauben, ich weiß was die GSSD für Schuld aus sich geladen hat, was natürllch
auch für negative Einstellungen, teilweise berechtigt , unter der Bevölkerung gesorgt hat.

Also, herzliche Grüße von

Grenzerhans


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#239

RE: Erste Erlebnisse mit den "Russen"

in DDR Zeiten 26.10.2014 22:23
von Grenzerhans | 274 Beiträge

Zum Beitrag #232 von damals wars

Hubert,
Du erwähnst den "Herrn" Gorbatschow in Deinen Beitrag.
Ich weiß nicht was Du von dieser Person hällst.Ich habe keine positive Einstellung zu ihm.Mir gefällt nicht sein Auftreten gegenüber der USA und
der NATO. Er hat gegenüber diesen beiden zuviel Zugeständnisse in Fragen der Beschränkung militärischer Rüstung, Entwicklung neuer Militärtechnik oder Abbruch von Forschungsprojekten. die günstige Ergebnisse versprachen und die USA auf einigen Gebieten der Militärtechnik
überholt hätten. Ich hatte die Gelegenheit in der Zeit der Ära Gorbatschow´s mit Offizieren der GSSD zu sprechen. Diese hatten überwiegend keine
gute Meinung von G. Zum gleichen Ergebniss kann man kommen, wenn man mit der Landbevölkerung spricht.
Man muß nicht alles für bare Münze nehmen, was Jurnalisten aus Russland "berichten".Denn überwiegend wird aus den Städten berichtet, wie
die Oligarchen leben

Gruß Grenzerhans

.


damals wars hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#240

RE: Erste Erlebnisse mit den "Russen"

in DDR Zeiten 26.10.2014 22:55
von G. Michael (gelöscht)
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Zitat von Batrachos im Beitrag #234
Hallo,

also meine erste Begegnung mit den Russen war Anfang der 80er Jahre.
Ich war mit meinen Eltern in Klausdorf bei Berlin im Urlaub.
Unter anderen waren wir in Wünsdorf im sogenannten Russenmagazin einkaufen.
Als wir vom einkaufen kamen schlich eine männlich Person um unseren Trabant.
Wie sich rausstelte ein Angehöriger der GSSD.
Er wollte meinen Vater eine Uhr verkaufen.
Nach einigen hin und her handeln hat er sie dann gekauft und stolz getragen.
Das war meine erste Begegnung mit den Russen.
Nicht spektakulär,aber das war ja auch nicht das Thema.

MfG Batrachos


Weil Du Klausdorf ansprichst, wir waren da Sonntags im Bad kurz vordem Abzug der GssD. Der dortige Imbiss bekam Getränkelieferung. Der Fahrer
hat sich in dem losen Sand festgerammelt bis auf die Achse. Es hat gereicht auf der Hauptrasse einmal Hand hoch und Towaritsch kam mit Ural und hat
den Bierkutscher rausgeschleppt. Für Fahrer und Begleiter gab es ne Pulle Bier und gut.
Den ersten Kontakt zu den Freunden hatt ich in Teupitz (geschätzt 72) gekauft ein Kofferradio Typ Alpinist, eine goldene Uhr und zwei Ringe.
Bezahlt 180 Mark in Alu.
Micha


zuletzt bearbeitet 26.10.2014 22:57 | nach oben springen



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