#201

RE: Erste Erlebnisse mit den "Russen"

in DDR Zeiten 07.01.2014 16:56
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von Rüganer im Beitrag #198
Und um Urlaub dort zu machen, nun ja, dazu muss es mehr Angebote geben, als es sie bisher gibt.
Die Zeit macht vieles vergessen und wird auch das Bild ändern, keine Frage


oooooh das schmerzt, hoert sich an wie aus Mund von Amerikaner......Moskau erzielte alleine im vergangenen Jahr Rekordbesuch von Touristen...... knapp 3 Millionen Touristen nur aus Europa. Und die fahren nicht dahin um Sueppchen zu essen und Vodka zu trinken.
Rueganer, ich nehme Dich an die Hand und zeige Dir erstmal das wunderschoene geschichtstraechtige Moskau, Theater, Museen, Sonder- und Dauerausstellungen, Konzerte, dann abends, das Du wirst nicht finden in ganz Deutschland, Restaurants und Nachtleben vom feinsten. Die grossen Geschaefte und Malls mit einem Warensortiment aus verschiedenen Landern gehoeren zum Normalbild, nicht nur in Moskau. Die Schuhe wirst Du abwetzen Dir, und wuenschen Du koenntest viel laenger bleiben.....bei einer Population ohne Grenzen in ihren Herzen, wo Tradition und Moderne aufeinanderschlagen. Na, so nebenbei das. Nu gehts um die Koerpergroesse? ich bin weg hier, ich bin weg hier bevor es um andere Koerperteile geht, dann muesste ich wieder mit Fackeln in die Teertonne schmeissen.

http://www.youtube.com/watch?v=4YUgOa05Gy8

http://www.youtube.com/watch?v=S8UjGnW6A-s fuer alle Russlandkenner.


DoreHolm, ich kann Dir einiges Gute und auch Nachteilige erzaehlen von der Ami Besatzungsmacht, und auch sicher andere hier. Ich war nicht Kleinstkind, bin damit aufgewachsen. Tuer an Tuer, Kaserne an Kaserne, Panzertrasse and Panzertrasse.


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#202

RE: Erste Erlebnisse mit den "Russen"

in DDR Zeiten 07.01.2014 17:33
von Moskwitschka (gelöscht)
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Danke @Rüganer für Deine ausführliche Antwort auf meinen Beitrag. Schon alleine die Ausführlichkeit ist ein nicht unwichtiger Schritt auf dem Weg Verständnis für den jeweils anderen zu entwickeln. Denn nicht zuletzt ist es die eigene Familiengeschichte, die uns prägt.

Ich möchte daher auch nur auf einen Satz von Dir eingehen. Sinngemäß hast Du geschrieben, dass ich es mir wünsche, dass die Deutschen ein anderes Bild von den Russen bekommen. Ich habe lange darüber nachgedacht. Es ist kein Wunsch. Wäre es einer, würde ich fast täglich enttäuscht werden. Und tägliche Enttäuschungen hält kein Mensch auf Dauer aus.

Es ist ein Traum. Ein Traum oder ein persönliches Lebensziel, dass ich irgendwann das Misstrauen überwinde, offen über alte und neue Konflikte zwischen Deutschen und Russen, aber auch über alte und neue schöne Erlebnisse schreiben und sprechen kann, ohne gleich in eine Schublade gesteckt zu werden. Obwohl das würde mich weniger stören. Schlimmer sind da persönliche Angriffe.

Und für diesen Traum werde ich unter anderem hier aktiv, wenn solche Themen wie dieses in den Mittelpunkt des Forums gerückt werden. Da ist einerseits die Neugier, warum viele anders denken als ich. Anderseits ein Achtungszeichen für die vielen unbekannten Leser, die dieses Thema anklicken, dass es auch andere Sichtweisen gibt.

Das Misstrauen ist bei mir über Jahrzehnte gewachsen. Daher kann es bei mir, wie bei allen anderen nicht auf Fingerschnippen verschwinden. Daher muss ich selbst etwas tun – auf die anderen zu gehen. Das dies möglich ist, beweist dieses Forum. Mein Misstrauen gegenüber ehemaligen Grenzern ist dem Verständnis für sie gewichen. Und das, obwohl es die Grenze schon lange nicht mehr gibt. Also muss man auch nicht unbedingt nach Russland fahren, um Interesse und Verständnis für ein anderes Volk zu bekommen.

In diesem Sinne – lass uns im Gespräch bleiben. Oder einfach nur zuhören, wenn andere von ihren persönlichen Erlebnissen und Erfahrungen berichten, die sehr unterschiedlich sein können.

LG von der grenzgaengerin


turtle, furry, Lutze, Hans, silberfuchs60 und Damals87 haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#203

RE: Erste Erlebnisse mit den "Russen"

in DDR Zeiten 07.01.2014 18:11
von schnatterinchen (gelöscht)
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Wo liegt denn das Problem?
Jedenfalls nicht bei den deutschen und russischen Menschen.
Allenfalls in der Politik.Das Vorbehalte bestehen gegenüber "den" Russen ist nicht weiter verwunderlich. Die "Beglückung" mit dem Sozialismus sowjetischer Bauart in der DDR wirkt halt so lange nach , bis sich das "Problem" biologisch erledigt hat.
Meine Tochter hat eine Russische Schulkameradin , ihre Herkunft ist null Problemo.
Das in Deutschland über Russland eher einseitig berichtet wird ist klar, aber es gibt ja z.B. dieses Forum mit profunden Kennern die damit aufräumen können.
Dieses Jahr wird meine Tochter zum zweiten Mal einige Wochen bei ihrer französischen Freundin verbringen und mit ihr zur Schule gehen.
Freundschaft der Völker muß von unten praktiziert werden, nicht von oben und so verlogen wie es in der DDR getan wurde.


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#204

RE: Erste Erlebnisse mit den "Russen"

in DDR Zeiten 07.01.2014 18:21
von Lutze | 8.032 Beiträge

kennt noch jemand die Brieffreundschaften
aus der Schulzeit mit Schülern aus der damaligen
Sowjetunion?,in der 6.und 7.Klasse hatte ich
Briefkontakt mit einer Schülerin aus den Kaukasus,
unsere Russisch-Lehrerin hatte diese Kontakte
vermittelt,
ist bei mir noch in Erinnerung
Lutze


wer kämpft kann verlieren,
wer nicht kämpft hat schon verloren
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#205

RE: Erste Erlebnisse mit den "Russen"

in DDR Zeiten 07.01.2014 18:23
von grenzgänger81 | 968 Beiträge

@Larissa
Wir Deutschen sollten uns nicht anmassen,alles besser zu wissen ,zu können und zu arbeiten.
Jedes Land hat seine Eigenheiten,Positives,sowie Negatives.
Alles andere sind Stammtisch Gespräche.


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#206

RE: Erste Erlebnisse mit den "Russen"

in DDR Zeiten 07.01.2014 18:32
von schnatterinchen (gelöscht)
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Zitat von Lutze im Beitrag #204
kennt noch jemand die Brieffreundschaften
aus der Schulzeit mit Schülern aus der damaligen
Sowjetunion?,in der 6.und 7.Klasse hatte ich
Briefkontakt mit einer Schülerin aus den Kaukasus,
unsere Russisch-Lehrerin hatte diese Kontakte
vermittelt,
ist bei mir noch in Erinnerung
Lutze



Ja Lutze, ich habe mich mit zwei Mädels geschrieben.Die eine wohnte in Woroschilowgrad und die andere in Kiew. Von beiden hatte ich Fotos. (Große Zöpfe mit mega Schleifen)
Da gab es das Büchlein "Briefe an Freunde" mit vorgestanzten Freundlichkeiten , da konnte ich die schönsten Briefe schreiben.
Die Luftpostumschläge aus der SU habe ich immer bewundert und gesammelt.


Lutze hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#207

RE: Erste Erlebnisse mit den "Russen"

in DDR Zeiten 07.01.2014 18:34
von Freienhagener | 3.856 Beiträge

Zitat von grenzgänger81 im Beitrag #205
@Larissa
Wir Deutschen sollten uns nicht anmassen,alles besser zu wissen ,zu können und zu arbeiten.



Im Gegenteil: Wie wir wissen, behauptete die DDR-Führung genau das von der Sowjetunion.


Disziplin ist die Fähigkeit, dümmer zu erscheinen als der Chef. (Hanns Schwarz)
Hapedi hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 07.01.2014 18:37 | nach oben springen

#208

RE: Erste Erlebnisse mit den "Russen"

in DDR Zeiten 07.01.2014 19:04
von Rüganer (gelöscht)
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Zitat von Larissa im Beitrag #201
Zitat von Rüganer im Beitrag #198
Und um Urlaub dort zu machen, nun ja, dazu muss es mehr Angebote geben, als es sie bisher gibt.
Die Zeit macht vieles vergessen und wird auch das Bild ändern, keine Frage


oooooh das schmerzt, hoert sich an wie aus Mund von Amerikaner......Moskau erzielte alleine im vergangenen Jahr Rekordbesuch von Touristen...... knapp 3 Millionen Touristen nur aus Europa. Und die fahren nicht dahin um Sueppchen zu essen und Vodka zu trinken.
Rueganer, ich nehme Dich an die Hand und zeige Dir erstmal das wunderschoene geschichtstraechtige Moskau, Theater, Museen, Sonder- und Dauerausstellungen, Konzerte, dann abends, das Du wirst nicht finden in ganz Deutschland, Restaurants und Nachtleben vom feinsten. Die grossen Geschaefte und Malls mit einem Warensortiment aus verschiedenen Landern gehoeren zum Normalbild, nicht nur in Moskau. Die Schuhe wirst Du abwetzen Dir, und wuenschen Du koenntest viel laenger bleiben....







Auch wenn es völlig OT ist, 2006 war ich in Moskau, Larissa, leider ohne eine solch engagierte Reiseführerin, wie du es zu sein versprichst. Ich habe in einem Hotel des ehemaligen Olympischen Dorfes gewohnt, und ich hatte so meine Probleme mit allem. Vielleicht bin ich an die Falschen geraten, vielleicht verlange ich auch zu viel, die Buchung einer Kreml - Tour sollte aber an der Reception eines Hotels mit internationalen Gästen möglich sein.
Ansonsten muss ich Dir sagen, leider ist mir Moskau zu teuer, es sei denn, Du bringst mich in das Nachtleben und die Restaurants, die sich auch Normalbürger leisten können...
Nein, nein, Moskau ist schon schick, keine Frage...
Nur Russland ist nicht nur Moskau, Larissa...


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#209

RE: Erste Erlebnisse mit den "Russen"

in DDR Zeiten 07.01.2014 19:10
von Kurt | 933 Beiträge

Zitat von Rüganer im Beitrag #208




Auch wenn es völlig OT ist, 2006 war ich in Moskau, Larissa, leider ohne eine solch engagierte Reiseführerin, wie du es zu sein versprichst. Ich habe in einem Hotel des ehemaligen Olympischen Dorfes gewohnt, und ich hatte so meine Probleme mit allem. Vielleicht bin ich an die Falschen geraten, vielleicht verlange ich auch zu viel, die Buchung einer Kreml - Tour sollte aber an der Reception eines Hotels mit internationalen Gästen möglich sein.
Ansonsten muss ich Dir sagen, leider ist mir Moskau zu teuer, es sei denn, Du bringst mich in das Nachtleben und die Restaurants, die sich auch Normalbürger leisten können...
Nein, nein, Moskau ist schon schick, keine Frage...
Nur Russland ist nicht nur Moskau, Larissa...


So ist es Rüganer,

Ich empfehle Dir Irkutsk, zusammen mit dem Baikalsee. Sotschi, Gelendshik, Pjatigorsk, Teberda, Rostow am Don und Sankt Petersburg sind ebenfalls eine Reise wert (oder meherere).

Gruß,

Kurt


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#210

RE: Erste Erlebnisse mit den "Russen"

in DDR Zeiten 07.01.2014 19:25
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von grenzgänger81 im Beitrag #205
@Larissa
Wir Deutschen sollten uns nicht anmassen,alles besser zu wissen ,zu können und zu arbeiten.
Jedes Land hat seine Eigenheiten,Positives,sowie Negatives.
Alles andere sind Stammtisch Gespräche.



Danke lieber Grenzganger. Nein, das sollten sie nicht tun, denn dann wuerden sie ebenso oberflachlich werden wie andere Voelker, und das waere ein Verlust. das sind sie im Grunde nicht, auch wenn sie (vielleicht zurecht) die Begebenheiten in anderen Landern immer mit Deutschland vergleichen.
Denn auch wenn ich ofter den deutschen Michel zitiere, die Deutsche haben ein immense grosses Wissen und auch eine Art der Organisation und Durchfuehrung, gepaart mit Disziplin bei der Arbeit. In Russland blickte man hinauf zu den Deutschen, war ueberwaeltigt von der Organisation und Durchfuehrung in den Betrieben. In den fruehen 90igern, ich weiss nicht mehr genau wo in Sueden von Moskau, wurde eine deutsche VW Autowerkstatt eroeffnet. Er wurde gebaut zwischen einer abgewrackten russischen Autowerkstatt, schon die Zuwegung zu diesem russischen Komplex war grau und Schwarz, wie ehemals so ueblich. Es sah damals schlimm aus. In der deutschen Werkstatt war der hellgraue gestrichene Boden immer tip top sauber, das Werkzeug hing ordentlich erreichbar, die Waende waren weiss gestrichen, die russischen Lehrlinge mussten auch vor der Werkstatt fegen, und immer saubere Kittel anhaben, alles blitzte! Diese Werkstatt war wie ein heiliger Tempel damals.Und gerade deutsche Firmen haben viel eingebracht, das dankend angenommen wurde. Grade die Russen haben sehr viel von den Deutschen angenommen, sie vertrauen diesen und haben immense viel gelernt. Deutsche Autos, deutsche Waren in den heute riesigen Baumaerkten heute sprechen fur sich. Auch wenn ich bin im Kawkas, dann kommt die Sprache auch auf Deutschland. Ich glaube ich habe einmal erzaehlt. Ich war in Moskau im letzten Jahr unterwegs. Eine ganz altes zerknittertes Muetterchen von 90 Jahren sprach mich an, sie hatte gehort mein Akzent und wollte wissen woher ich kam. Anglishanka ja, sie wusste wo England war, klar. Aber dann sagte ich auch, ich lebte auch in Deutschland. Sofort griff sie nach meiner Hand und hielt mich fest, wollte nicht mehr loslassen. Ihre alten Augen leuchteten. Deutschland, sagte sie, ich war in Deutschland 1942, gute Menschen, alles so fein, vom Bauernhof auf dem sie gearbeitet hatte erzaehlte sie, es kam kein einziges schlechte Wort ueber ihre Lippen. Am Ende sagte sie. 'Ach, Germania und Russland, nun ist Frieden.'

Rueganer, es ist noch so viel zu tun, aber glaube mir, nicht nur in der 15 Millionenstadt ist Russland gewachsen. Ja, Moskau ist ein sehr teures Pflaster. Moskau ist eine international Metropole. Touristen muessen sich leider an die Touristenvorgaben halten und das ist weit davon entfernt Russland oder Moskau richtig kennenzulernen, ich weiss es nicht, sicher sind aufgrund der Preise die accomodations bereits nicht mal zweite Wahl. So ist es leider auch in London. In diesen Metropolen werden die Menschen gerupft! Da hat Kapitalismus Einzug gehalten. Aber es wird weiterhin viel im Lande gebaut. Auch Wolgograd moechte ich nennen. Der schoene alte Bahnhof eine Zentralanlaufstelle fuer Reisen in alle Himmelsrichtungen ist. Vor einigen Jahren wurde der alte riesige Bahnhof modernisiert, mit Beibehaltung der historischen Fassade, mit vielen modernsten Fahrkartenschalter und Ticketmaschinen ausgestattet, die Zuege sind modern, sauber und der Service grossartig. Ich fliege gerne, aber eine Fahrt mit der Bahn durch Russland ist einzigartig!
Kurt hat Dir jetzt einige schoene Staedte genannt. Alleine als Auslander sollte man aber nicht reisen, was auch legal nicht moeglich ist. Es gibt immer Wege und Moeglichkeiten soll ich nicht schreiben Gruesse, Larissa


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#211

RE: Erste Erlebnisse mit den "Russen"

in DDR Zeiten 07.01.2014 19:27
von DoreHolm | 7.685 Beiträge

Zitat von Kurt im Beitrag #209
Zitat von Rüganer im Beitrag #208




Auch wenn es völlig OT ist, 2006 war ich in Moskau, Larissa, leider ohne eine solch engagierte Reiseführerin, wie du es zu sein versprichst. Ich habe in einem Hotel des ehemaligen Olympischen Dorfes gewohnt, und ich hatte so meine Probleme mit allem. Vielleicht bin ich an die Falschen geraten, vielleicht verlange ich auch zu viel, die Buchung einer Kreml - Tour sollte aber an der Reception eines Hotels mit internationalen Gästen möglich sein.
Ansonsten muss ich Dir sagen, leider ist mir Moskau zu teuer, es sei denn, Du bringst mich in das Nachtleben und die Restaurants, die sich auch Normalbürger leisten können...
Nein, nein, Moskau ist schon schick, keine Frage...
Nur Russland ist nicht nur Moskau, Larissa...


So ist es Rüganer,

Ich empfehle Dir Irkutsk, zusammen mit dem Baikalsee. Sotschi, Gelendshik, Pjatigorsk, Teberda, Rostow am Don und Sankt Petersburg sind ebenfalls eine Reise wert (oder meherere).

Gruß,

Kurt


Irkutsk und Baikalsee war ich über Jugendtourist im Mai 1977. Hatte, glaube ich, vor längerer Zeit darüber woanders schon mal ausführlicher berichtet. Anfang mai geht es eine Woche nach Moskau, per Bus über Nowgorod nach Petersburg. In Moskau bin ich dann das dritte mal in meinem Leben, in St.Petersburg war ich noch nie.
Übrigens, heute kommt von rbb um 20.15 Uhr eine Reportage über Moskau und St. Petersburg. Werde mir es ansehen, um zu sehen, was mich so erwartet und worauf ich Wert legen sollte, es gesehen zu haben. Mein Traum wäre Kamtschatka, wegen der Natur und vor allem der Vulkane.



Kurt hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#212

RE: Erste Erlebnisse mit den "Russen"

in DDR Zeiten 07.01.2014 19:38
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von Freienhagener im Beitrag #207
Zitat von grenzgänger81 im Beitrag #205
@Larissa
Wir Deutschen sollten uns nicht anmassen,alles besser zu wissen ,zu können und zu arbeiten.



Im Gegenteil: Wie wir wissen, behauptete die DDR-Führung genau das von der Sowjetunion.



Lieber Freienhagener, was wurde uns nicht alles beigebracht von westlicher und von ostlicher Seite!? Habe beides erfahren. Was wissen wir wirklich, wenn wir nicht das Glueck haben, uns selbst Wissen anzueignen? Herzlich wenig denke ich mal. Der wirkliche 'Umgang' mit der SU von Seiten der DDR Fuehrung und Mitarbeiter, habe ich kennengelernt teilweise. Und war erstaunt ueber das Verhalten auf beide Seiten. So hat die Politik einiges zusammengehalten, aber wirkliche Uebereinstimmung, nicht mal politisch, nein.


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#213

RE: Erste Erlebnisse mit den "Russen"

in DDR Zeiten 07.01.2014 19:39
von Grenzwolf62 (gelöscht)
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Irgendwie ist es auch ein Unterschied wenn man faktisch eine Wahlmöglichkeit hatte, also man ursprünglich vom freien Westen kam und sich dann in freier Entscheidung dem sozialistischem Lager zuwandte.
Die meisten von uns hatten diese Möglichkeit halt nicht, uns wurde der Sozialismus sowjetischer Prägung praktisch in die Wiege gelegt, es gab da kein Entkommen, aufgepfropft war aufgepfropft.
Darum wird es da auch immer konträre Meinungen geben je nach gemachten Erfahrungen, ist aber normal und sollte man nicht verteufeln.


Hapedi hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 07.01.2014 19:43 | nach oben springen

#214

RE: Erste Erlebnisse mit den "Russen"

in DDR Zeiten 07.01.2014 19:47
von damals wars | 12.125 Beiträge

Ich hoffe, das man Russland eines Tages genauso erkunden kann wie die USA.


Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches.(Mark Twain)
Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
"Hass hat keinen Glauben, keine Rasse oder Religion, er ist giftig." der Witwer der britische Labour-Abgeordnete Jo Cox.
http://www.neo-magazin-royale.de/zdi/art...fur-frauke.html
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#215

RE: Erste Erlebnisse mit den "Russen"

in DDR Zeiten 07.01.2014 19:57
von Harzwanderer | 2.923 Beiträge

Das wäre klasse. Aber bitte am liebsten so einfach wie die USA vor 9-11. Visa Waiver und das wars, herrlich.


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#216

RE: Erste Erlebnisse mit den "Russen"

in DDR Zeiten 07.01.2014 20:04
von Kurt | 933 Beiträge

Zitat von Harzwanderer im Beitrag #215
Das wäre klasse. Aber bitte am liebsten so einfach wie die USA vor 9-11. Visa Waiver und das wars, herrlich.


Genau das scheitert leider seit Jahren an Deutschland, denn Russland bringt die Abschaffung der Visumspflicht gebetsmühlenartig auf den Verhandlungstisch.
Ja, man kann sich schon jetzt freier bewegen, als das noch zu Zeiten der Sowjetunion der Fall war. Da war es Individualtouristen aus der DDR mit PKW nur erlaubt, bis Jerewan zu fahren. Alles was hinter dem Ural und dem Kaspischen Meer lag, durfte man nur mit dem Flugzeug erkunden, und auch damit war in Chabarowsk Schluß.
Heute liegt es hauptsächlich an Deiner Zeit und dem Geld, wie weit Du das Land erkunden möchtest und kannst.


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#217

RE: Erste Erlebnisse mit den "Russen"

in DDR Zeiten 07.01.2014 20:52
von studfri | 762 Beiträge

@larissa schrieb ".......Touristen muessen sich leider an die Touristenvorgaben halten und das ist weit davon entfernt Russland oder Moskau richtig kennenzulernen...." und " Alleine als Auslander sollte man aber nicht reisen, was auch legal nicht moeglich ist...."

Wer hat denn dann noch Lust, dahin zu reisen? Um mich gängeln zu lassen brauche ich so einen Staat und seine "Errungenschaften" ganz sicher nicht und so werden noch sehr viele andere denken, zumindest aus meiner Generation..



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#218

RE: Erste Erlebnisse mit den "Russen"

in DDR Zeiten 07.01.2014 20:57
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #213
Irgendwie ist es auch ein Unterschied wenn man faktisch eine Wahlmöglichkeit hatte, also man ursprünglich vom freien Westen kam und sich dann in freier Entscheidung dem sozialistischem Lager zuwandte.
Die meisten von uns hatten diese Möglichkeit halt nicht, uns wurde der Sozialismus sowjetischer Prägung praktisch in die Wiege gelegt, es gab da kein Entkommen, aufgepfropft war aufgepfropft.
Darum wird es da auch immer konträre Meinungen geben je nach gemachten Erfahrungen, ist aber normal und sollte man nicht verteufeln.


Ist wirklich ein Unterschied, klar. Ein Gutachter erklarte mir so. Aber auf zu neuen Ufern bedeutet so. Wenn religios, politisch, praktisch in allen Lebensbereich, ein neues unbekanntes Horizont auftaucht, dann ist der Mensch, der in welch Zwaenge auch immer lebt, geneigt, sich anderem zuzuwenden. Das war bei mir der Fall. Was hatte ich? Nazierziehung und die Angst in eine Richtung gedrueckt zu werden, die ich nicht verstand. Da kam das andere nur Recht. Und, kannte man doch die Dinge, die im argen waren besser als auf der anderen Mauerseite. Die Wahl war jedoch nicht so einfach anzunehmen, wie man sich vorstellt. Wurde ich doch verdammt fuer meine Entscheidung in alle Ewigkeit und verlor personlich sehr viel. Dennoch, ist ein solches Geschehen bereits vorgegeben, lernt man umso intensiver im neuen Bereich. Und da wurde einiges angeboten. Der Rest ist bekannt.


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#219

RE: Erste Erlebnisse mit den "Russen"

in DDR Zeiten 07.01.2014 21:00
von Grenzwolf62 (gelöscht)
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Wie, immer noch Beschränkung für Ausländer im freien Bewegen von Amts wegen, oder weil es nur für die Gesundheit abträglich ist?
Ein Arbeitskollege damals war so verwegen mit dem PKW ins (sozialistisch) gelobte Land zu reisen, der war zwar innerlich purpurrot eingestellt, schimpfte aber auch darüber das er sich nur auf streng festgelegten Routen bewegen durfte.


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#220

RE: Erste Erlebnisse mit den "Russen"

in DDR Zeiten 07.01.2014 21:01
von Lutze | 8.032 Beiträge

Zitat von studfri im Beitrag #217
@larissa schrieb ".......Touristen muessen sich leider an die Touristenvorgaben halten und das ist weit davon entfernt Russland oder Moskau richtig kennenzulernen...." und " Alleine als Auslander sollte man aber nicht reisen, was auch legal nicht moeglich ist...."

Wer hat denn dann noch Lust, dahin zu reisen? Um mich gängeln zu lassen brauche ich so einen Staat und seine "Errungenschaften" ganz sicher nicht und so werden noch sehr viele andere denken, zumindest aus meiner Generation..


mit der Trans- Sibirischen Eisenbahn hätte ich richtig Lust,
mir dieses Land anzuschauen,vielleicht wenn ich Rentner bin
Lutze


wer kämpft kann verlieren,
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