#21

RE: Arbeitseinsätze am Samstag

in Leben in der DDR 03.03.2011 11:36
von VNRut | 1.486 Beiträge

Hallo GZB1,

ja, da haste recht. Die Ärzte sind hier schon (fast) Rentner und die jungen Ärzte bleiben lieber in der Großstadt, da sitzt das Geld und die Infrastruktur stimmt. Ich vermute das man den "wilden" Osten eher mit Osteuropäer (Rumänen, Polen etc.) bevölkern wird. Die Ansätze sind schon da - ausländisches Pflegepersonal, Haushaltshilfen etc. in Alters(Demenz)heimen sind vertreten. ...oder man baut einen großen Zaun drum und macht einen Serengeti-Park draus.

VN_Rut


GKM - 05/05/1982 bis 28/10/1983 im GAR 40/1.Abk/2.Zug (Oranienburg 17556) & GR 34/1.Gk/2.Zug (Groß-Glienicke 85981)
Aufrichtigkeit ist wahrscheinlich die verwegenste Form der Tapferkeit. (William Somerset Maugham, britischer Schriftsteller 1874 - 1965)
Ohne die Kälte und Trostlosigkeit des Winters gäbe es die Wärme und die Pracht des Frühlings nicht. (Ho Chi Minh)

http://www.starsofvietnam.net/
https://www.youtube.com/watch?v=OAQShi-3MjA
Gruß Wolle
zuletzt bearbeitet 03.03.2011 11:49 | nach oben springen

#22

RE: Arbeitseinsätze am Samstag

in Leben in der DDR 03.03.2011 11:43
von GZB1 | 3.287 Beiträge

Serengeti-Park neee, ein "DDR-Freiluftmuseum"!

Wenn die Geschichtsschreibung so weiter geht.

sorry OT


zuletzt bearbeitet 03.03.2011 11:46 | nach oben springen

#23

RE: Arbeitseinsätze am Samstag

in Leben in der DDR 03.03.2011 12:19
von VNRut | 1.486 Beiträge

Zitat von Landeposten
Hallo,ich glaube ihr werft alles in einen Topf:NAW-Stunden,AWG-Stunden,Subotnik,freiwilliger Arbeitseinsatz im Betrieb,Frühjahrsputz,große Hausreinigung,Hausreinigung,freiwilliges arbeiten in der Kleingartenkolonie waren bis auf die Hausputze vollkommen verschiedene Sachen,die nichts miteinander zu tun hatten.
Außer vielleicht,daß alles mit Arbeit verbunden war.



@Landeposten, du hast noch die bezahlte Feierabendtätigkeit vergessen. So hießen diese Arbeitseinsätze bei uns, die von den Betrieben abgesegnet und gefördert wurden. Wir sanierten, renovierten oder bauten neue Gesellschaftsbauten, Wohngebäude, Freibäder, Straßen, Kläranlagen und waren selbst in evangelischen und katholischen Kirchen zu Gange. Immerhin gab´s da zum Lohn auch mal nen Pfund Kaffee, Schokolade, Kakao oder ne Pulle Schluck vom Klassenfeind geschenkt. Upps

VN_Rut


GKM - 05/05/1982 bis 28/10/1983 im GAR 40/1.Abk/2.Zug (Oranienburg 17556) & GR 34/1.Gk/2.Zug (Groß-Glienicke 85981)
Aufrichtigkeit ist wahrscheinlich die verwegenste Form der Tapferkeit. (William Somerset Maugham, britischer Schriftsteller 1874 - 1965)
Ohne die Kälte und Trostlosigkeit des Winters gäbe es die Wärme und die Pracht des Frühlings nicht. (Ho Chi Minh)

http://www.starsofvietnam.net/
https://www.youtube.com/watch?v=OAQShi-3MjA
Gruß Wolle
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#24

RE: Arbeitseinsätze am Samstag

in Leben in der DDR 03.03.2011 14:04
von josy95 | 4.915 Beiträge

Zitat von exgakl
Hallo @all,

ich kenne diese Arbeitseinsätze auch aus den 70igern und 80iger Jahren aus meinem ehem. Wohnort. Am sogenannten "schwarzen Mrett" waren regelmäßig Aushänge vom Rat der Gemeinde wo zu öffentlichen Arbeitseinsätzen aufgerufen wurde. Meist handelte es sich dabei um gemeinnützige Projekte wie z.B. die Reinigung oder Pflege der Parkanlagen, aber auch die Urbarmachung eines Grundstücks auf dem später ein neuer Konsum errichtet werden sollte.
Zu dieser Zeit gab es keinen Zwang daran teilzunehmen und ich muß sagen... ja ich hab auch freiwillig mitgemacht und als jugentlicher war ich stolz darauf was geschaffen zu haben.
Man hat an solchen Tagen viele interessante Leute kennengelernt und politisch ging es dort beim besten Willen nicht zu.
Und Matloh..... ich glaube Du kannst dir gar nicht vorstellen, was so ein gemeinschaftlicher Einsatz alles an Effizienz an den Tag bringen kann

VG exgakl



Bin über diese Aktionen etwas geteilter Meinung, da, wie auch hier schon zum Ausdruck kam, nicht immer die Freiwilligkeit gegeben war und sich einige Funktionäre perfider Zwangsrekrutierungsmethoden bedienten. Und meisst gerade die, die am besagten Einsatztag dann unter den dubiosesten Ausreden selbst mit Abwesenheit glänzten oder eben nur rumliefen und dumme Sprüche kloppten. Erinnert mich auch irgendwie an ABV´s super Beiträge und den in seinen Memoarien zu den Wendeerlebnissen eines Volkspolizisten vorkommenden (dicken, fetten - bitte nicht so wörtlich nehmen!) Oberstleutenant der VP aus seriner ehem. Bezirksbehörde Frankfurt(/ Oder...

Klar, da wo die Organisation gepasst, das Ziel, der Zweck erkennbar in Gemeinnützigkeit gelegen hat, Organisatoren mit gutem Beispiel vorangingen, da hat sowas richtig Spass machen können! Und @exgakl, gennau die von Dir erwähnte Effizienz war erstaunlich. Und nochwas: Die Arbeit, das Ergebnis wurde allseits geachtet, und wehe einer zerstörte was. Auch unter uns Jugendlichen war die Achtung und Wertschätzung für das "Objekt" einschließlich die Erziehung von unbelehrbaren Vandalen da.

Leider fehlt heute sowas total...!

Wenn ich sehe, wie hauptsächlich jugendliche (Intensiv-) Straftäter über diese Art der gescheiterten Kuschelpädagogik mit heute üblichen Sozialstunden (was ja in der Art sowas ähnliches ist) "bestraft" werden, fall ich vom Glauben ab. Lustlos, oft mehr Schaden als Nutzen machend werden dann diese Stunden abgerissen, Werkzeuge oder anderes Inventar beschädigt, zerstört, sinnlos Schaden gemacht...!

Beispiel. Ein Verwandter von mir arbeitet beim örtlichen Bauhof. Da hatten die auch ein paar Jugendliche, die Sozialstunden ableisten sollten. Sollten imm Gewerbegebiet Straßenränder, Parkflächen, Regenwassereinläufe (Gullis) ect. säubern. Haben die auch gemacht. Sah äußerlich auf ersten Blick auch ganz ordentlich aus. Bis zum nächsten größeren Regenguß. Da war dann "Land unter"! Was war passiert? Die jungen Herren müssen die Einsätze aus den Gullis genommen haben, haben irgendwie Sand und Erde mit wer weiß woher organisierten Zement vermischt und die Gullis damit "abgedichtet"..., riesen Ärger, riesen Schaden. War natürlich niemand gewesen...


josy95


Sternbild Krebs, eine seiner herausragenden Eigenschaften: Krebse kommen immer an ihr Ziel..., und wenn sie zei Schritt vorgehen und einen zurück...

Zu verstehen als Abmahnung an EINEN Admin... bitte lächeln!
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#25

RE: Arbeitseinsätze am Samstag

in Leben in der DDR 03.03.2011 14:30
von Landeposten (gelöscht)
avatar

.

Leider fehlt heute sowas total...!

Wenn ich sehe, wie hauptsächlich jugendliche (Intensiv-) Straftäter über diese Art der gescheiterten Kuschelpädagogik mit heute üblichen Sozialstunden (was ja in der Art sowas ähnliches ist) "bestraft" werden, fall ich vom Glauben ab. Lustlos, oft mehr Schaden als Nutzen machend werden dann diese Stunden abgerissen, Werkzeuge oder anderes Inventar beschädigt, zerstört, sinnlos Schaden gemacht...!

Beispiel. Ein Verwandter von mir arbeitet beim örtlichen Bauhof. Da hatten die auch ein paar Jugendliche, die Sozialstunden ableisten sollten. Sollten imm Gewerbegebiet Straßenränder, Parkflächen, Regenwassereinläufe (Gullis) ect. säubern. Haben die auch gemacht. Sah äußerlich auf ersten Blick auch ganz ordentlich aus. Bis zum nächsten größeren Regenguß. Da war dann "Land unter"! Was war passiert? Die jungen Herren müssen die Einsätze aus den Gullis genommen haben, haben irgendwie Sand und Erde mit wer weiß woher organisierten Zement vermischt und die Gullis damit "abgedichtet"..., riesen Ärger, riesen Schaden. War natürlich niemand gewesen...


josy95
[/quote]

Vielleicht wäre es in diesem Falle besser gewesen die Jugendlichen durch einen Funktionär (der sonst sowieso zu weiterem nichts nütze)zu beaufsichtigen.


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#26

RE: Arbeitseinsätze am Samstag

in Leben in der DDR 03.03.2011 16:04
von josy95 | 4.915 Beiträge

Zitat von Landeposten
.

Leider fehlt heute sowas total...!

Wenn ich sehe, wie hauptsächlich jugendliche (Intensiv-) Straftäter über diese Art der gescheiterten Kuschelpädagogik mit heute üblichen Sozialstunden (was ja in der Art sowas ähnliches ist) "bestraft" werden, fall ich vom Glauben ab. Lustlos, oft mehr Schaden als Nutzen machend werden dann diese Stunden abgerissen, Werkzeuge oder anderes Inventar beschädigt, zerstört, sinnlos Schaden gemacht...!

Beispiel. Ein Verwandter von mir arbeitet beim örtlichen Bauhof. Da hatten die auch ein paar Jugendliche, die Sozialstunden ableisten sollten. Sollten imm Gewerbegebiet Straßenränder, Parkflächen, Regenwassereinläufe (Gullis) ect. säubern. Haben die auch gemacht. Sah äußerlich auf ersten Blick auch ganz ordentlich aus. Bis zum nächsten größeren Regenguß. Da war dann "Land unter"! Was war passiert? Die jungen Herren müssen die Einsätze aus den Gullis genommen haben, haben irgendwie Sand und Erde mit wer weiß woher organisierten Zement vermischt und die Gullis damit "abgedichtet"..., riesen Ärger, riesen Schaden. War natürlich niemand gewesen...


josy95



Vielleicht wäre es in diesem Falle besser gewesen die Jugendlichen durch einen Funktionär (der sonst sowieso zu weiterem nichts nütze)zu beaufsichtigen.[/quote]



Da liegt ja vermutlich der Haase im Pfeffer! Das kostet wieder Geld, was die Kommunen nicht haben. Anderseits findet sich da auch kaum einer für. Wer will sich denn wegen sowas nur rumärgern und ggfls. sich nachher noch irgendwo verantworten müssen?

Und woher kommts? Die Anleitungen sind doch tagtäglich im s. g. Hartz- IV- TV zu sehen...


josy95


Sternbild Krebs, eine seiner herausragenden Eigenschaften: Krebse kommen immer an ihr Ziel..., und wenn sie zei Schritt vorgehen und einen zurück...

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#27

RE: Arbeitseinsätze am Samstag

in Leben in der DDR 03.03.2011 21:05
von Annakin | 526 Beiträge

Zitat von GZB1
VNRut,

warte mal noch ca.15 Jahre, dann kann man die menschenleeren Gegenden des wilden Ostens betrachten. Da bekommst man dann ein ganzes Dorf geschenkt wenn man sich da niederlassen will und ein Notruf-Satelliten-Telefon, damit man dann mit ner Rettungstruppe per Hubschrauber abgeholt werden kann.



Menschenleere Gegend würde ich nicht sagen, eher Altenheim für Deutschland. es wird ja schon jetzt überall altersgerecht umgebaut.

Gruß Annakin


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