#41

RE: Aschenbach: „Ich fühle mich nicht als Verräter“

in Themen vom Tage 23.01.2014 02:17
von Grenzwolf62 (gelöscht)
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Zitat von Mike59 im Beitrag #40
Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #39
Zitat von Moskwitschka im Beitrag #38
Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #33
So ein A-Loch wie der Aschenbach den es hinten und vorne reingesteckt wurde war/ist auf jeden Fall ein Verräter.


Du nun wieder Bist Du nicht eher sauer, dass Du kein förderungsfähiges Talent hattest? Und vorne und hinten reinblasen hat nun mal was mit Leistung zu tun gehabt. Und die hat Aschenbach gezeigt.

Und darf ein Oberstleutnant, dessen Karriere auf Grund von Leistung am "Reißbrett" geplant wurde, keine Zweifel haben?

LG von der Moskwitschka



Nö, Arschloch bleibt Arschloch, jedenfalls für mich.


Ich vermisse dein Verständnis für seinen Gewissenskonflikt.


Wie Gewissenskonflikt?
Ich sollte auch mal Olympiasieger werden, hab trainiert ohne Ende, ehrlich mit Schweiß, als die Pillen kamen bin ich geflüchtet.
Hab es halt nur zum Gefreiten geschafft, hätt ich die Pillen genommen wäre beim ASK Frankfurt auch der Hauptmann drin gewesen, mindestens.
Wollte ich das?
Nein, war kein Arschloch das dann noch in den Westen abhaut.


andyman hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 23.01.2014 02:23 | nach oben springen

#42

RE: Aschenbach: „Ich fühle mich nicht als Verräter“

in Themen vom Tage 23.01.2014 02:27
von Moskwitschka (gelöscht)
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Dann bist Du ein Held, lieber @Grenzwolf62 Und das ist nicht despektierlich gemeint. Die einen kommen früher zu der Erkenntnis, die anderen später. Darf man ihnen das zum Vorwurf machen? Erkenntnisse sind von so vielen Faktoren abhängig.

Ich breche da keinen Stab über den anderen, den ich nicht persönlich kenne und bezeichne ihn als ... Da muss ich mal schnell ins Dschungelcamp. Dort schlürfen sie so etwas aus Weingläsern.

LG von der Moskwitschka


zuletzt bearbeitet 23.01.2014 02:27 | nach oben springen

#43

RE: Aschenbach: „Ich fühle mich nicht als Verräter“

in Themen vom Tage 23.01.2014 02:27
von seaman | 3.487 Beiträge

Im Prinzip ist es doch egal wie dieser Mann sich fühlt/e.
Überall auf der Welt ist ein militärischer Uniformträger der die Seiten wechselt ugs. in erster Linie ein Verräter an dem Staat den er verlässt.Für die andere Seite zumindest ein medialer Held.
A. war ein erfolgreicher und vom Staat geförderter Sportler und hat ein kostenloses Studium in der DDR absolviert.Nun war seine aktive Sportlerlaufbahn zu Ende und er sollte etwas zurückgeben.Inzwischen hatte sich wohl aber sein Anspruch an die persönliche Bedürfnisbefriedigung etwas gewandelt und stieß im Staat DDR an materielle und realisierbare Grenzen(Eigenheim,Auto etc).
Er wechselte die Seiten im Kalten Krieg als einer der hochrangigsten NVA-Offiziere.Damit war er Verräter am Staat DDR nach damaliger Interpretation.
Wen hat er aber persönlich m.Mn.wirklich verraten?
Seine Fans,Familienangehörige, Leute aus dem Sportklub, die Trainer im Schulsport usw. die viel Zeit und Kraft aufgewandt haben, meist sogar ehrenamtlich, um solche Kader wie ihn zu finden und zu fördern.
Umso mehr tat es weh, daß da einer(aus ihrer Sicht) aus egoistischen Gründen die Seiten gewechselt hat, in den sie viel von ihrer eigenen Kraft jahrelang investiert haben,der dann letztendlich noch politischen Schaden anrichtete.

Damit muss A. aber selber klar kommen und da kann ihm keiner helfen.
Das Problem haben/hatten auch viele andere R-Flüchtige.

seaman


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zuletzt bearbeitet 23.01.2014 02:40 | nach oben springen

#44

RE: Aschenbach: „Ich fühle mich nicht als Verräter“

in Themen vom Tage 23.01.2014 02:33
von Grenzwolf62 (gelöscht)
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Stimmt.
Fritze, momentan hab ich halbfett auf 185cm untrainierte 110 kg, Handschuhe hab ich ein paar 10 Unzen, wenn wir uns hauen würd ich auf 8 tendieren aber nicht über 3 Runden gehen, halt ich nicht mehr aus


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#45

RE: Aschenbach: „Ich fühle mich nicht als Verräter“

in Themen vom Tage 23.01.2014 02:34
von Moskwitschka (gelöscht)
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#46

RE: Aschenbach: „Ich fühle mich nicht als Verräter“

in Themen vom Tage 23.01.2014 02:37
von Grenzwolf62 (gelöscht)
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Zitat von Moskwitschka im Beitrag #45



Keine Angst


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#47

RE: Aschenbach: „Ich fühle mich nicht als Verräter“

in Themen vom Tage 23.01.2014 02:38
von Moskwitschka (gelöscht)
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Habe ich nicht. Nur wer ist Fritze?

LG von der Moskwitschka


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#48

RE: Aschenbach: „Ich fühle mich nicht als Verräter“

in Themen vom Tage 23.01.2014 02:40
von Grenzwolf62 (gelöscht)
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Zitat von Moskwitschka im Beitrag #47
Habe ich nicht. Nur wer ist Fritze?

LG von der Moskwitschka


Na unser Fritze, hat mir Haue angeboten (sportlich) und ich stell mich halt dem Ding


zuletzt bearbeitet 23.01.2014 10:47 | nach oben springen

#49

RE: Aschenbach: „Ich fühle mich nicht als Verräter“

in Themen vom Tage 23.01.2014 02:44
von Moskwitschka (gelöscht)
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Aber nicht hier in diesem thread Das ist ja das Kuriose. Man schläagt sich, man verträgt sich. Kommt immer auf das Thema drauf an.

Und daher kommen wir langsam auf das Thema zurück.

LG von der Moskwitschka


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#50

RE: Aschenbach: „Ich fühle mich nicht als Verräter“

in Themen vom Tage 23.01.2014 09:14
von Uleu | 528 Beiträge

Verstehe hier das Wort " Gewissenskonflikt " nicht ? Ist es ein Konflikt für einen Benz seine Uniform zu verraten ?
Ich halte Illoyalität für einen Soldaten unverzeihlich.


" Die geheime Aufklärung ist ein Dienst, der nur Herren vorbehalten ist " ( Oberst Nicolai, Leiter der dt. Militäraufklärung im 1. WK )
eisenringtheo und damals wars haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#51

RE: Aschenbach: „Ich fühle mich nicht als Verräter“

in Themen vom Tage 23.01.2014 10:54
von Grenzwolf62 (gelöscht)
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Zitat von Uleu im Beitrag #50
Verstehe hier das Wort " Gewissenskonflikt " nicht ? Ist es ein Konflikt für einen Benz seine Uniform zu verraten ?
Ich halte Illoyalität für einen Soldaten unverzeihlich.



Wenn damals Muschkote X seine Flinte an den Zaun gehängt hat (ohne jemanden vorher zu verletzen) und gestiegen ist, dann war das eventuell letzte Chance um es z.B. als Maurer im Westen zu versuchen und das kann man sogar verstehen.
Die Leute die sich hier schon ihr Wassergrundstück bei Berlin zusammengesungen oder erschauspielert hatten, wollten wohl einfach noch eine Schippe draufpacken und die mussten sich nicht mal die Mühe machen über einen Zaun zu steigen.
Den wenigsten ist es allerdings gelungen wie Krug und A. M. Stahl.


zuletzt bearbeitet 23.01.2014 11:24 | nach oben springen

#52

RE: Aschenbach: „Ich fühle mich nicht als Verräter“

in Themen vom Tage 23.01.2014 11:07
von Grstungen386 | 597 Beiträge

...jeder hätte ausreisen können, das ist echt Quatsch mit Sosse, Inneres vergab Genehmigungen nach Gutsherrenart, manche warteten Jahre, andere nur Monate, kannte reichlich A-Antragsteller und es gab quasi Sippenhaftung, die Karriere der Angehörigen war extrem gefährdet. Also bitte nicht die damaligen Verhältnisse falsch darstellen, darum bittet Gerstungen 386.



andyman hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#53

RE: Aschenbach: „Ich fühle mich nicht als Verräter“

in Themen vom Tage 23.01.2014 11:10
von Grstungen386 | 597 Beiträge

@Grezwölfchen, bezüglich Krug und Stahl gebe ich dir völlig Recht. Was hatten diese Leibschauspieler von Honecker in der DDR auszustehen ??!! Das Getue von dem Manfred Krug geht mir sowas auf den Sack.....



Hans und Küchenbulle 79 haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#54

RE: Aschenbach: „Ich fühle mich nicht als Verräter“

in Themen vom Tage 23.01.2014 11:19
von 94 | 10.792 Beiträge

Mal zum Ursprung der Diskussion zurück, es ging ja um einen Veranstaltungshinweis dazumals ...
Skispringer "Aschenbach" will Suhler Ehrenbürgerschaft zurück
(das da nicht nur ein zwei Beiträge, sondern auch noch ein Urgestein des Forums mit entfernt wurde, nun ja, war nich sooo dolle)

Hier wäre dann mal eine 'Zusammenfassung' der Podiumsdiskussion mit der vielsagenden Schlagzeile
'Skisprung-Idol Aschenbach verteidigt in Suhl DDR-Flucht'
http://www.thueringer-allgemeine.de/web/...cific/861450354

Knackig finde ich diese Bemerkung, ich zitiere:
Auch den Vorwurf der Fahnenflucht seines damaligen Oberstleutnants vom ASK Oberhof ließ Aschenbach nicht gelten: Wir waren keine Kollegen, du warst mein Vorgesetzter. Ich hatte einen medizinischen Auftrag. Ich habe mein Visum halt verlängert. Es wurde nie ein Urteil wegen Fahnenflucht gegen mich gesprochen!

Ahh-ja, hmm!


Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


Hans hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#55

RE: Aschenbach: „Ich fühle mich nicht als Verräter“

in Themen vom Tage 23.01.2014 11:25
von Udo | 1.266 Beiträge

Naja, bei Krug war es ja wohl ein bisschen anders.
Er hatte wegen der Ausbürgerung von Biermann protestiert und bekam ab diesem Zeitpunkt keine Rollen mehr. Irgendwann, frustiert erfolgte dann die Antragstellung auf Ausreise.


EK 70 und Grstungen386 haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#56

RE: Aschenbach: „Ich fühle mich nicht als Verräter“

in Themen vom Tage 23.01.2014 11:28
von Grenzwolf62 (gelöscht)
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Zitat von Udo im Beitrag #55
Naja, bei Krug war es ja wohl ein bisschen anders.
Er hatte wegen der Ausbürgerung von Biermann protestiert und bekam ab diesem Zeitpunkt keine Rollen mehr. Irgendwann, frustiert erfolgte dann die Antragstellung auf Ausreise.


Manfred Krug habe ich als Beispiel angeführt für Erfolg auch im Westen, der hatte halt eine andere Qualität wie z.B. ein Eberhard Chors


Udo und EK 70 haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#57

RE: Aschenbach: „Ich fühle mich nicht als Verräter“

in Themen vom Tage 23.01.2014 11:36
von Mike59 | 7.969 Beiträge

Das mit dem von mir aufgeführten Gewissenskonflikt war eigentlich mehr provokativ gedacht.
Ich sehe das schon ähnlich wie GW62, mache da allerdings in den Besoldungsgruppen keine unterschiede.
Armin M. Stahl ist übrigens ein ebenso schlechtes Beispiel wie M. Krug. Stahl hat offiziell im Westen gearbeitet a la K. Witt.


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#58

RE: Aschenbach: „Ich fühle mich nicht als Verräter“

in Themen vom Tage 23.01.2014 11:41
von Grenzwolf62 (gelöscht)
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Zitat von Mike59 im Beitrag #57
Das mit dem von mir aufgeführten Gewissenskonflikt war eigentlich mehr provokativ gedacht.
Ich sehe das schon ähnlich wie GW62, mache da allerdings in den Besoldungsgruppen keine unterschiede.
Armin M. Stahl ist übrigens ein ebenso schlechtes Beispiel wie M. Krug. Stahl hat offiziell im Westen gearbeitet a la K. Witt.


Ich müsste erst googeln, Herr Stahl hat also seinen Wohnsitz damals nicht dauerhaft in den Westen verlegt?


zuletzt bearbeitet 23.01.2014 11:59 | nach oben springen

#59

RE: Aschenbach: „Ich fühle mich nicht als Verräter“

in Themen vom Tage 23.01.2014 15:38
von Mike59 | 7.969 Beiträge

Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #58
Zitat von Mike59 im Beitrag #57
Das mit dem von mir aufgeführten Gewissenskonflikt war eigentlich mehr provokativ gedacht.
Ich sehe das schon ähnlich wie GW62, mache da allerdings in den Besoldungsgruppen keine unterschiede.
Armin M. Stahl ist übrigens ein ebenso schlechtes Beispiel wie M. Krug. Stahl hat offiziell im Westen gearbeitet a la K. Witt.


Ich müsste erst googeln, Herr Stahl hat also seinen Wohnsitz damals nicht dauerhaft in den Westen verlegt?


Ich erkundige mich noch mal. seine Frau ist von hier und in der Klitsche gibt es nicht viele Geheimnisse. Auf alle Fälle habe ich in Erinnerung, das die Familie Stahl bei Familienfesten hier war. Das dürfte dann bei einer Ausreise sicher Probleme mit dem Passierscheinen für das Grenzgebiet gegeben haben.


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#60

RE: Aschenbach: „Ich fühle mich nicht als Verräter“

in Themen vom Tage 23.01.2014 15:53
von Grenzwolf62 (gelöscht)
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Zitat von Mike59 im Beitrag #59
Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #58
Zitat von Mike59 im Beitrag #57
Das mit dem von mir aufgeführten Gewissenskonflikt war eigentlich mehr provokativ gedacht.
Ich sehe das schon ähnlich wie GW62, mache da allerdings in den Besoldungsgruppen keine unterschiede.
Armin M. Stahl ist übrigens ein ebenso schlechtes Beispiel wie M. Krug. Stahl hat offiziell im Westen gearbeitet a la K. Witt.


Ich müsste erst googeln, Herr Stahl hat also seinen Wohnsitz damals nicht dauerhaft in den Westen verlegt?


Ich erkundige mich noch mal. seine Frau ist von hier und in der Klitsche gibt es nicht viele Geheimnisse. Auf alle Fälle habe ich in Erinnerung, das die Familie Stahl bei Familienfesten hier war. Das dürfte dann bei einer Ausreise sicher Probleme mit dem Passierscheinen für das Grenzgebiet gegeben haben.


Hab gegoogelt, er ist 1980 offiziell ausgereist da auch er im Zuge der Biermann-Sache beruflich kaltgestellt wurde.


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