#1

Musik bei den GT ?

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 03.04.2009 18:19
von Zermatt | 5.293 Beiträge

Als Musiker würde mich mal interessieren ob ihr Grenzer auch die Möglichkeit hatte ,aktiv
Musik zu machen.In so einer Kaserne war doch bestimmt Platz für einen Proberaum.Gab es so was
in eurer "Freizeit" oder war das gar kein Thema,bzw nicht erwünscht oder sogar verboten.
Lasst mal was hören.
Von Rainman wissen wir ja das er Musik machte,der Neil Young des Osten...



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#2

RE: Musik bei den GT ?

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 03.04.2009 18:59
von Rainman2 | 5.754 Beiträge

Hallo Zermatt,

dann eröffne ich mal den Reigen der Antworten. Es gab immer mal wieder die Idee, innerhalb der Grenzkompanien sogenannte "Kleinstkulturgruppen" ins Leben zu rufen. Das lief also auf ein paar Liedchen und ein paar Gedichtchen hinaus. Realistischerweise musste dann auch jemand unter den Berufssoldaten sein, der das Ganze in der Hand behielt. Gern gesehen waren auch Kontakte zu den Schulen, gemeinsame Singegruppen und so. Das waren Sachen, die man auf der Ebene der Grenzkompanie gerade noch machen konnte. Platz war da eigentlich keiner und Equipment gab es auch erst frühestens im Regimentsstab. Im Stab habe ich mal versucht eine Band aufzuziehen. Das hatte sich dann aber schnell zerschlagen. Vor allem, weil ich damals absolut keine Ahnung hatte, wie man da ranging. Es wurde dann wieder eine Singegruppe mit zwei Soldaten, mir und etwa 10 Mädels im Alter von 14 und 15 Jahren von der Schule in Dermbach.

Wie gesagt, unter den Bedingungen der Grenzsicherung war sowas schwer zu machen. Da ging schon mehr in der Ausbildung, vor allem an den Schulen der Grenztruppen. An der Offiiershochschule zum Beispiel sollte jede Kompanie einen Chor und nach Möglichkeit noch eine "Kleinstgulturgruppe" haben. Schließlich "muss sich jeder Offizier für etwas musisches Interessieren". Da gab es dann auch Leistungsvergleiche - Gott war das peinlich, nee, da schweigt des Sängers Höflichkeit. Die Sache mit dem Chor war lustig. Ich erhielt die Weisung, einen Chor von 50 Mann zusammenzusuchen, in einer Kompanie mit 120 Mann. Als einzigen Anreiz konnte man die Befreiung vom großen Stuben- und Revierreinigen bieten. Praktisch liefen die Gespräche nur nach einem Schema ab: "Kannst Du Singen?" "Nein" "Gut, dann lernst Du es im Chor!" Ja, und so klang das dann auch.

ciao Rainman


"Ein gutes Volk, mein Volk. Nur die Leute sind schlecht bis ins Mark."
(aus: "Wer reißt denn gleich vor'm Teufel aus", DEFA 1977)


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#3

RE: Musik bei den GT ?

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 03.04.2009 21:50
von bruno | 598 Beiträge

in rustenfelde gab es ein musikzimmer,
das relativ gut bestückt war.
es gab ein schlagzeug, ein keyboard
und verschiedene gitarren (bass, e, usw).
das geld für die instrumente kam wohl
z.t. über den verkauf im club (kaffee 5,-mark
pro kanne)zusammen.


nichts auf der welt ist so gerecht verteilt wie der verstand.
denn jedermann ist überzeugt, dass er genug davon habe.
rené descartes
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#4

RE: Musik bei den GT ?

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 03.04.2009 22:54
von Rainman2 | 5.754 Beiträge
Hallo bruno!

Ich muss mal nachfragen: Rustenfelde war eine einzelne Grenzkompanie?

Ich muss ehrlich bezweifeln, dass ein solches Equipment, denn ich nehme an, dass da noch entsprechende Verstärker und Boxen samt Mischpult und vielleicht auch noch Mikros dazugehört haben dürften, aus einem Kaffeverkauf hätten finanziert werden können. Das klingt eher danach, dass es da wirklich mal eine Band gegeben hat und seitens des Regiments oder des Grenzkommandos solche Mittel bereitgestellt wurden. Im übrigen war ein gezielt gewinnorientierter Verkauf in den Klubs nicht statthaft. Ein leichter Überschuss in der Klubkasse ging in Ordnung und konnte für die Ausstattung des Klubs, für Geschirr, Verbrauchsmaterial oder Reparaturen genutzt werden. Das war geduldet. Aber für eine ganze Bandanlage - wenn ich allein an die Preise für Keyboards zu DDR-Zeiten denke ...

Aber noch eine zweite Frage, bruno: Hattet Ihr überhaupt eine Band, oder Leute, die diese Anlage wenigstens zum Teil nutzen konnten?

ciao Rainman

"Ein gutes Volk, mein Volk. Nur die Leute sind schlecht bis ins Mark."
(aus: "Wer reißt denn gleich vor'm Teufel aus", DEFA 1977)


zuletzt bearbeitet 03.04.2009 22:55 | nach oben springen

#5

RE: Musik bei den GT ?

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 03.04.2009 22:58
von nightforce (gelöscht)
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Im GR 8 Grabow hab ich den Club geleitet, 400 Mark in Komision bei der MHO, Gewinne durften nicht erwirtschaftet werden, und trotzdem, es gab kleine Gewinne.
Dort stand ein Klavier, schlecht gestimmt, aber für Soldatengesang noch recht oder schlecht geeignet.
Die Gewinne hab ich dann nach meinem Ermessen gleichmäßig verteilt, z.B. einen Monat Kaffee gratis, aber nur in den Becher eingeschenkt.
Sonst war da gesangsmäßig nichts los, mal einer mit ner Gitarre, aber an dem Klavier hab ich nie wirklich Musik gehört.
Den besten Männerchor gab es in der Knollenburg Halberstadt, die 5. Kompanie, die haben " Another Brick in the Wall" beim Strafexerzieren angestimmt und zum Gleichschritt gesungen.
Zwischen den Blocks klang das richtig gut, nur die E-Gitarre fehlte.
Die fünfzügige 5.Kompanie war damals sowieso mit vielen Musikern bestückt, Geiger aus der Staatsoper Berlin z. B. usw


Gruß nf


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#6

RE: Musik bei den GT ?

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 22.04.2009 08:42
von achim (gelöscht)
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DOCH DAS GAB ES ;ICH WAR DAMALS IN DER KOMPANIE .
UND WAR AUCH DER DER SCHON DAMALS DEN KOMPANIEKLUB MIT DEM GELD WAS ICH ERWIRTSCHAFTET HABE IN DEN KLUB GESTECKT HABE UND SO AUCH TEILE DER BAND FINANZIERTE.
WAR EIGENTLICH GANZ EINFACH.WIR HABEN KAFFEE VERKAUFT:UND ALS DER KC SCH... GANZ AM ANFANG SAGTE ICH KANN MACHEN WAS ICH WILL HAUPSACHE ES LÄUFT ,TAT ICH DAS.EHRLICH ICH HÄTTE NIE GEDACHT WIEVIEL DORT ZUSAMMEN KOMMT.EGAL JEDENFALLS WAR ICH DER DER DIE BAND INS LEBEN RUFTE UND SO AUCH ZUM TEIL FINANZIERTE.
DER kC WAR IMMER ZUFRIEDEN,DEN ER MEINTE SO LANGE ER BEI BESPRECHUNGEN IN DEN ES UM DIE KULTUR GEHT IMMER ALS PPOSITIVES BEISPIEL GENANNT WIRD IST ER ZUFRIEDEN.ALS ES STIMMT.


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#7

RE: Musik bei den GT ?

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 22.04.2009 09:23
von Rainman2 | 5.754 Beiträge

Hallo Achim,

danke für die Geschichte. Ich hätte nie geglaubt, dass man das so hätte finanzieren können. Auf der anderen Seite sprichst Du den entscheidenden Punkt in der recht autarken Grenzkompanie an: Der Kompaniechef. Wenn der ein solchen Vorgehen duldete und wenn seitens der Leute in der Kompanie keine Einwände kamen, dann gingen solche Sachen. Wie gesagt: Offiziell gestattet war es nicht, ich weiß nicht mal, ob ich es als Polit geduldet hätte, schließlich war der Sold nicht so hoch. Und selbst wenn es immer nur Pfennigbeträge sind, es sammelt sich. Aber wenn es bei Euch funktioniert hat, will ich mal nicht verspätet drüber dummschwätzen.

Wichtiger wäre für mich die Frage: Hattet Ihr wenigstens eine funktionierende Band und konntet Ihr auch auftreten? Also erzähl mal.

Noch eine kleine Bitte: Ganze Wörter oder gar alles groß schreiben bedeutet in Chats und Foren, dass man schreit. Das tust Du bestimmt nicht. Aber ich erschrecke doch immer, wenn ich es sehe. Danke.

ciao Rainman


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(aus: "Wer reißt denn gleich vor'm Teufel aus", DEFA 1977)


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#8

RE: Musik bei den GT ?

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 29.04.2009 08:53
von achim (gelöscht)
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na auftreten war so eine sache ,da allein schon die soldaten nie solange da waren.
ich kann mich daran erinnern das wir mal extra aus dem zeltlager abgerufen wurden um vor irgend welchen raupenschleppern zuspielen.aber das ging dann schief da etwas mit den instrumenten nicht hin haute.
und zu unserem polit gen.k... der war doch zufrieden wenn er zufrieden gelassen wurde.
eigentlich habe ich mir damals so alles was abwechslung brachte und interesant war unter den nagel gerissen.
so den kompanieklub,die biblothek(mit ausleihen in öffentlichen biblotheken),filmvorführung (sogar die neuesten kinofilme (extra aus heiligenstadt aus dem kino geholt)um sie dann im dorf zuzeigen.dorfdisco mit den musikanlagen aus der kompanie .na einfach alles was etwas spaß machte.
und wie gesagt alle waren zufrieden vor allem wiel ja immer als positives beispiel genannt.

weiß eigentlich jemand was aus dem geworden ist der damals den regiementskomanndeur erschossen hat?muß so ende 86 gewesen sein.
war so eine eigenartige geschichte.


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#9

RE: Musik bei den GT ?

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 29.04.2009 16:27
von Rainman2 | 5.754 Beiträge

Hallo Achim,

ja, das Problem, Soldaten mit in solche Sachen reinzubekommen, kenne ich noch gut. Ich habe nie geschafft, mehr als 2 Soldaten in eine Singegruppe reinzubekommen. Meistens schwand die Begeisterung zusätzlich, wenn die Jungs sahen, dass die Mädchen aus den Schulen, mit denen wir die Singegruppen hatten, erst 8. oder bestenfalls 9. Klasse waren. Die Lehrer meinten wohl, dass da ein Offizier daherkommt, der längere Zeit da sein konnte. Da wollte man uns Zeit zum Entwickeln geben. Naja. Im Endeffekt war ich dann immer der Leiter einer Mädchensingegruppe. Was solls.

Das mit dem "Raustreten zum Kulturvorzeigen" war mir auch immer verhasst. Entweder es gab Leute, die das aus eigenem Antrieb machen wollten, oder es gab sie nicht. Aber das hat niemanden interessiert, der einem solche Auftritte auch mal befehlen konnte. Mein letztes "Vortanzen" in dieser Richtung fand im Sommer 1989 statt. Unsere Lehrgruppe an der Militärpolitischen Hochschule (Kulturwissenschaft) erhielt Besuch vom obersten Kulturchef der NVA, Generalmajor Steurich. Wir wurden aus diesem Anlass vom General unserer Hochschule "tunlichst angehalten", unsere kulturellen Aktivitäten vorzuführen. Wer kann schon widerstehen, wenn soviel Goldlametta um einen herum weht?!

Die Sache mit dem Regimentskommandeur, übrigens, kenne ich nicht. Stell die Frage doch mal in einem anderen Thread.

ciao Rainman


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#10

RE: Musik bei den GT ?

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 30.04.2009 14:59
von Zaunuffz (gelöscht)
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Hallo,

wir hatten bei uns in der Kompanie in Schwanefeld (bei Marienborn)einen Freizeitraum.
Dort haben wir oft Musik gemacht. Wir hatten eine normale Gitarre, eine Bassgitarre mit Verstärker und Bongos.
Und dann gings los. Hauptsächlich Stones, Beatles, Animals und Nina Hagen.
Die Instrumente haben wir privat mitgebracht. Wir hörten auch viele Schallplatten. Meist "Westplatten" bzw. ungarische Pressungen. Es gab damit keinerlei Probleme.
Da lief oft Nina Hagen, The Police, die Beatles oder die Stones.
Das war übrigens im Zeitraum 1987-1988.
Und dann gab es natürlich noch in vielen Buden ab und zu eine "Musikbox" (was derjenige bestimmt nicht so gut fand)

Bis bald


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#11

RE: Musik bei den GT ?

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 30.04.2009 17:22
von Zermatt | 5.293 Beiträge

Cool,endlich mal einer der losgerockt hat..



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#12

RE: Musik bei den GT ?

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 30.04.2009 19:58
von Rainman2 | 5.754 Beiträge

Hallo Zaunuffz,

willkommen im Forum! Solche Leute hatte ich in meinen Einheiten nur selten, die auch mal spontan zusammen was spielen konnten. Glückwunsch im nachhinein, dass das bei Euch so ging.

Das mit der "Musikbox" darf ich hier noch näher erklären, obwohl es die meisten vielleicht wissen, aber eben einige auch nicht. Die "Musikbox" war ein Ritual der EK-Bewegung. Ein Soldat wurde von den EK's in einen Spind geschlossen. Dann wurde Kleingeld eingeworfen, oder so getan, und der betreffende hatte zu singen. Wollte derjenige nicht singen, konnten "geeignete Mittel ergriffen werden", diesen Anfall von Selbstachtung zu beenden. Das ging von Rütteln am Schrank, schlagen gegen den Schrank, umkippen des Schrankes bis hin zum absoluten Extremfall (mir nicht von den Grenztruppen bekannt), dass der Schrank aus dem Fenster geworfen wurde. Bei der NVA soll es damit mal einen Todesfall gegeben haben. Nein, "Musikbox" fand der unfreiwillige DiehDscheh selten gut.

ciao Rainman


"Ein gutes Volk, mein Volk. Nur die Leute sind schlecht bis ins Mark."
(aus: "Wer reißt denn gleich vor'm Teufel aus", DEFA 1977)


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#13

RE: Musik bei den GT ?

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 01.05.2009 16:59
von Zermatt | 5.293 Beiträge
Schrank aus dem Fenster werfen-Brutal !!


zuletzt bearbeitet 01.05.2009 16:59 | nach oben springen

#14

RE: Musik bei den GT ?

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 02.05.2009 08:03
von manudave (gelöscht)
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Kommt auf das Stockwerk an....


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#15

RE: Musik bei den GT ?

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 02.05.2009 12:24
von grenzgänger86 | 375 Beiträge

wenn man im Spind steckt ist einem das Stockwerk egal,von den GT kenne ich das aber auch nicht

04/86-04/87 in Schierke


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#16

RE: Musik bei den GT ?

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 02.05.2009 12:33
von Augenzeuge (gelöscht)
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War jemand in Berlin dabei als 1987 am Reichstag ein Rockkonzert veranstaltet wurde?


1987, fanden direkt an der Mauer vor dem Reichstag in West-Berlin zwischen dem 6. und 8. Juni mehrere Konzerte statt. Dabei traten weltbekannte Rockgruppen und Künstler wie David Bowie, Phil Collins und die Eurythmics auf. Im Osten versammelten sich 4.000 junge Menschen, die der Musik lauschen wollten. Als Polizei- und MfS-Kräfte begannen, die jungen Fans vom Brandenburger Tor und anderen neuralgischen Punkten in der Innenstadt abzudrängen, weil Mauerdurchbrüche befürchtet wurden, eskalierte die Situation. Polizeihunde, Sperrketten, Schlagstöcke und elektrische "Schweinetreiber" gelangten seitens der Sicherheitskräfte zum Einsatz. Die jungen Menschen blieben gewaltfrei. Sie zitierten aus der kommunistischen Internationale "erkämpft das Menschenrecht", riefen "Gorbi, Gorbi" und skandierten "Die Mauer muss weg" sowie "Wir wollen Freiheit". Es kam zu Hunderten Festnahmen.

zuletzt bearbeitet 02.05.2009 12:33 | nach oben springen

#17

RE: Musik bei den GT ?

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 03.05.2009 11:06
von achim (gelöscht)
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JA ;ICH WAR DABEI.ABER ERST AM NÄCHSTEN TAG.ALS DIE STAATSMACHT DANN GEZIELT REAGIERTE.WIR WAREN AUF DEM DACH DES CHARIETE NEUBAUS.HABEN UNS DAMALS SOLCHE IDIOTEN ANHÖREN MÜSSEN WIE BIERMANN UND KRAVCHIK(KENNT HEUT KEIN MENSCH MEHR).KANN MANN SICH HEUTE ALLES NICHT MEHR VORSTELLEN UNSERE WILDEN ZEITEN.JUNGE WIE DIE ZEIT VERGEHT!!!!


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#18

RE: Musik bei den GT ?

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 03.05.2009 11:30
von Rainman2 | 5.754 Beiträge

Hallo achim,

die Sache mit dem Konzert habe ich damals nur am Rande mitbekommen - Politinformation zur Provokation an den Grenze. Aber dass z.B. Stefan Krafczyk kein Mensch heute mehr kennt, stimmt nicht. Ich habe ihn 1994 kennengelernt und schätze ihn als einen sehr offenen und freundlichen Menschen. Er gibt auch nach wie vor Konzertlesungen, und soweit ich mitbekommen habe auch aktuell zu "20 Jahre Wiedervereinigung". Mit den Dingen, die er auf der Bühne und in seinen Büchern macht, konnte ich bis dato leider nicht ganz soviel anfangen, aber sowas kann auch an mir selbst liegen. Schließlich kamen wir 1989 aus grundverschiedenen politischen Lagern. Immerhin, Achim, danke für den Tipp. Ich werd mal schauen, dass ich ihn mir nach langer Zeit nochmal anhöre. Aber, wer zur Hölle ist Biermann (*)?

ciao Rainman


(*) Das soll natürlich ein Scherz sein - Bitte keine Belehrungen oder Aufklärungen zu diesem Thema. Zumindest nicht an mich.


"Ein gutes Volk, mein Volk. Nur die Leute sind schlecht bis ins Mark."
(aus: "Wer reißt denn gleich vor'm Teufel aus", DEFA 1977)


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#19

RE: Musik bei den GT ?

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 03.05.2009 11:46
von Augenzeuge (gelöscht)
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Danke Achim für deinen Beitrag. 2 Hinweise möchte ich dir mitteilen:

1. Bitte schreibe nicht permanent groß, das heißt im Forum "BRÜLLEN".
2. Biermann und Krawczyk waren Künstler, welche früh die Mißstände der DDR erkannten und in ihren Liedern versuchten, darauf hinzuweisen.

Krawczyk hat z.B. ein Buch geschrieben, das heißt "Der Narr". Dieser Roman beschreibt die Zeit von der Armee bis zur Ausbürgerung aus der DDR. Der Mensch im Buch ist ein Künstler und hat ein sehr weites Herz – ein Herz, das in den modernen Bürokratien zusammengedrückt wird. Er ist der Ansicht, dass diese bürokratischen Akte und Mittelbarkeiten den Menschen von seiner Selbstbestimmung ziemlich weit weg bringen. Ich gibt die Anregung, dass jemand, der schon reifer in der Gesamtheit seiner seelisch-geistigen Entwicklung ist, mal sagen sollte wo's lang geht, nicht immer diejenigen, die von Zug- und Sachzwängen dermaßen gepeinigt sind, dass sie die vernünftigen Entscheidungen oftmals gar nicht treffen können. Deshalb denke ich nicht, das er ein Idiot ist. Man sollte nicht vorschnell über jemanden urteilen, wenn man ihn nicht versteht.

Gruß, Augenzeuge


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#20

RE: Musik bei den GT ?

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 03.05.2009 11:51
von achim (gelöscht)
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MEINE GANZ EHRLICHE MEINUNG VON DIESEN GEHEUCHELTEN STAATSFEINDEN WIE BIERMANN UND WIE SIE ALLE HIEßEN WUSTE EIGENTLICH KAUM JEMAND IN DER DDR.DIE SIND ERST ZU RUHM UND BEKANNTHEIT GEKOMMEN ALS SIE RAUS WAREN.
DANACH WAREN SIE EINE ZEIT DIE EXOTEN IN DEN WESTL.MEDIEN UND DANN SIND SIE WIEDER UNTERGANGEN.ODER KENNT JETZT NOCH JEMAND FREYA KLIER,BIERMANN SITZT NUN IN ISRAEL UND FÜLLT IMMER NOCH STADION MIT SEINER MUSIK.WENN BEI SEINEN KONZERTEN(IN DER DDR) NICHT SO VIELE STASILEUTE GEWESEN WÄREN HÄTTE ER SICHER NICHT MAL DEN STROM FÜR DIE BELEUCHTUNG BEZAHLEN KÖNNEN.ACH ICH GLAUBE ER IST JETZT EHRENBÜRGER VON BERLIN GEWORDEN,NAJA KANN ER WENIGSTENS UMSONST S-BAHN FAHREN.
DAS EINZIG SCHADE AN DER SACHE IST, DAS DAMALS SO VIELE GUTE LEUTE AUS SOLIDARITÄT UND PROTEST EBENFALLS WEG GEGANGEN SIND.HÄTTEN SIE DEN DAMALS DOCH WEITER IN DEN DORFKNEIPEN UND KREISKULTURHÄUSER SPIELEN LASSEN.


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