#101

RE: Alkohol im Grenzdienst?

in Grenztruppen der DDR 21.09.2012 17:44
von LO-Wahnsinn | 3.485 Beiträge

Zitat von Rotti im Beitrag #92
Von solch wilden Abenteuern kann ich "leider" nicht berichten.
Allerdings war Alkohol allgegenwärtig. Auch bei der Hundetruppe.
An richtig große Gelage außerhalb des Ausganges kann ich mich nicht erinnern.
Nur muss man dazu sagen, daß ich eh kein großer Trinker bin und auf Grund meiner Veranlagung zum Denken (auch im Grenzdienst) schon genug Probleme hatte, die ich nicht weiter vergrößern wollte. Durch die ständige Verfügbarkeit von Alkohol sind jedoch auch bei uns einige zu richtig harten Trinkern geworden. Meißtens aus Langeweile. Ich hatte mein Feierabendbier, gelegentlich einen Schnaps und gut wars.
Mein Alkohol war gut gesichert, im Winter gewärmt. Keiner hätte es gewagt bei meiner geliebten Arie in die Hütte zu fassen. Rottweilerhündinnen sind sehr ! sehr ! personenbezogen. Arie hat jeden die Zähne gezeigt, der ihr auch nur die Hand entgegen gestreckt hat. Die armen Soldaten von Elend durften jedesmal den Abschnitt räumen wenn sie Sehnsucht nach mir bekam, sich losriss und im Wald umherzog um mich zu finden.

Ich glaube der GD war zwar belastend jedoch auch häufig öde und langweilig. Dann kommt man irgendwann zum Alkohol. Der Vorteil der Hundetruppe war es gerade, daß wir immer was zu tun hatten. Und ich habe lieber Hundeausbildung gemacht als mir die Kante zu geben.

Gruß
Rotti


Kann ich so unterschreiben.
Auch ich war und bin nicht so dem Alk zugewand.
Allerdings musste mein LO öfter man als "Tankwagen" herhalten.
Jeder LO-Fahrer kennt ja sicher noch den kleinen Kanister im LO.

Auch bei uns in der Hundetruppe wurde kaum getrunken, das ging garnicht, denn Dienstfrei hatten wir wegen des Kräftemangels nicht.
Allerdings, weil wir kein Dienstfrei bekommen konnten, durften wir täglich in den Ausgang, doch wer hat nach einem 12-14 Stunden Tag noch Bock sich abends schick zu machen, wegen einem Bier in der Dorfkneipe, zusaufen ging da ja auch nicht.
Wir hatten aber auch irgendwo immer eine Reserve, mal was in den Tee rein, mal in den Kaffee oder die Cola, aber richtig zugesoffen, daran kann ich mich nicht erinnern das es das mal gab.


Ein Volk, das sich einem fremden Geist fügt,
verliert schließlich alle guten Eigenschaften und damit sich selbst.
Ernst Moritz Arndt (1769 - 1860)
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#102

RE: Alkohol im Grenzdienst?

in Grenztruppen der DDR 22.09.2012 10:27
von Grenzwolf62 (gelöscht)
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Zitat von 94 im Beitrag #97
Zitat von Rainman2 im Beitrag #94
Wusste man als Offizier der Kompanieführung davon, dann hätte man das nicht mehr vertuschen können.

Nicht unbedingt, je nach Ambitionen auf einen Bestentitel ging sowas auch sowas auch mit einem brüllenden erhobenen Zeigefinger ab. Auch fehlte ja jeder Arrestant in der Grenzdienstplanung. In der Kompaniestärke waren die Deliquenten ja immer noch vorhanden. Aber als A-Gruppe bretthart, hmm ... da haben ja Einige 'gepennt'. Wer war den Diensthabender in der Kompanie @GW? Und hattet ihr die FÜSt im Objekt oder im Abschnitt? Weil was willstn als KGSi machen @Rainman? 'Kompanie Grenzalarm' etwa? Der Kerle hätte doch keine ruhige Minute mehr auf dieser Grenzkompanie erlebt ...


Nachts war nur ein UvD da der meist auch den Schlaf der gerechten schlief, der hat sich die A-Gruppe nicht beguckt, Führungsstelle war im Abschnitt.


zuletzt bearbeitet 22.09.2012 17:52 | nach oben springen

#103

RE: Alkohol im Grenzdienst?

in Grenztruppen der DDR 26.10.2012 05:02
von schulzi | 1.756 Beiträge

ich mus den kameraden rechtgeben alkohol währent des dientes war eines der grossen tabus und wurde schwer bestraft ,das weiss ich aus meiner kompanie wurde ein postenpaar als sipo bei abriess arbeiten eingesetzt und danach waren sie betrunken.die strafe war für sie sehr hart für mich bald zu hart der postenführer musste für 6 monate nach schwet und der posten bekamm 10 tage strafarest das ist es für einmal blau nicht wert.wo bei man bedenken mus das sie auch eine gefahr darstellten den jeder grenzer weiss das wir immer mit mpi und 60 schuss munition.ausrückten.schulzi


zuletzt bearbeitet 26.10.2012 11:01 | nach oben springen

#104

RE: Alkohol im Grenzdienst?

in Grenztruppen der DDR 26.10.2012 09:58
von DoreHolm | 7.676 Beiträge

Gesoffen wurde im Grenzdienst selbst wohl kaum, kann mich jedenfalls nicht daran erinnern. Aber Restalkohol und das nicht zu wenig, das wars.
Als ich im letzten Halbjahr zum Kfz-Zug kam, ich wurde Kradfahrer, ausgerechnet im Winterhj., hatte immer irgendjemand von uns die Gelegenheit, rauszukommen und "Rohre" mitzubringen. Kann mich daran erinnern, daß ich als Kradfahrer in dicker Wattejacke mit jeweils eine großen Flasche unter den Achseln reinkam und mir der Spieiß und KC entgegenkamen. Kurz gegrüßt und vorbei. Die haben nichts gemerkt. Es war nicht die Regel, aber es kam vor, daß pro Mann eine ganze Flasche 0,7 l Weinbrandverschnitt niedergemacht wurde und dann um 4 Uhr früh wieder raus auf den KS. Es ist nie was passiert.



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#105

RE: Alkohol im Grenzdienst?

in Grenztruppen der DDR 02.01.2013 17:44
von Berliner (gelöscht)
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Zitat von Bärchen im Beitrag #84
Hallo @

Alk während der Schichten war auch bei uns absolutes Tabu, aber wie überall wurde für die Freizeit organisiert was ging. Wenn wir vom Dienst durch Unterweid liefen, sind wir an unserer Stammkneipe mit ran und haben die Termosflaschen "nachgefüllt"[grins].

Kennt ihr "Maikäferbenzin" ? Absolut süffig, aber haut einem ganz schön die Füße weg, wenn man Druckbetankung macht...

1 Flasche Klarer, 1 Flasche Weißwein, 1 Flasche Sekt, alles schön mixen. Wenn ihr gut seit 3-4 Gläser


Hallo Bärchen,
eigentlich müssten wir uns kennen??war zu deiner zeit auch in kaltenwestheim,wie hiess doch noch die Besitzerin von der Kneipe in Unterweid,die uns immer so schön beim Ausgang beschissen hat.
gruss Göran
mein Spitzname war Elvis


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#106

RE: Alkohol im Grenzdienst?

in Grenztruppen der DDR 18.03.2013 14:00
von Dedelebenberlin | 28 Beiträge

Aber es gab doch auch Alkohol!

Eine, in diesem Rahmen, lustige Begebenheit gab´s im strengen Februarfrost ´76 bei einer Kontrolle durch einen hohen Offizier, ich glaube es war ein Oberst vom Grenzkommando Nord. Wir hatten Nachtschicht und sind gegen 19 Uhr bei sicherlich schon minus 10°C zur Fahrt in den Grenzdienst auf unseren kleinen Robur-LKW geklettert. Jedes Postenpaar erhielt zum Dienst die so genannte Postentasche mit reichlich Proviant, Obst und einer großen 2-Liter Thermosflasche Tee. Nicht geduldet, aber wohl bei Temperaturen unter minus 10°C absichtlich übersehen, wurden die mitgeführten kleinen Halbliter-Thermosflaschen, privat mit Tee gefüllt und einem kräftigen Schluck Weinbrand als Frostschutzmittel. Diese besondere, stark gesüßte Einsatzhilfe wurde natürlich nur von den Posten mitgeführt, die nicht auf beheizten B.- oder Führungspunkten eingesetzt waren. Und genau beim Aufsitzen ist es passiert, mein Postenführer ist ungeschickt gegen die Bordwand geraten und der Glaseinsatz seiner Thermosflasche zerbrach – und in der kalten Winternacht breitete sich der wohlige Duft eines Grogstandes vom Weihnachtsmarkt aus. Nicht nur von unserem LKW, auch von den anderen Fahrzeugen ertönte ein leises Stöhnen: „Schade drum“, aber sehr verhalten, der Oberst und unser Major standen direkt daneben und – sagten gar nichts. Nach unserer „Schicht“ hatten wir eine „Belehrung mit Maßnahmen“ befürchtet, aber es gab keinen Kommentar – zu Recht vertraute man wohl darauf, dass unser nicht nur nach offizieller Leseart „verantwortungsvoller Dienst“ dazu führte, dass es keine diesbezüglichen Übertreibungen gab.



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#107

RE: Alkohol im Grenzdienst?

in Grenztruppen der DDR 18.03.2013 15:13
von Lutze | 8.027 Beiträge

Zitat von Dedelebenberlin im Beitrag #106
Aber es gab doch auch Alkohol!

Eine, in diesem Rahmen, lustige Begebenheit gab´s im strengen Februarfrost ´76 bei einer Kontrolle durch einen hohen Offizier, ich glaube es war ein Oberst vom Grenzkommando Nord. Wir hatten Nachtschicht und sind gegen 19 Uhr bei sicherlich schon minus 10°C zur Fahrt in den Grenzdienst auf unseren kleinen Robur-LKW geklettert. Jedes Postenpaar erhielt zum Dienst die so genannte Postentasche mit reichlich Proviant, Obst und einer großen 2-Liter Thermosflasche Tee. Nicht geduldet, aber wohl bei Temperaturen unter minus 10°C absichtlich übersehen, wurden die mitgeführten kleinen Halbliter-Thermosflaschen, privat mit Tee gefüllt und einem kräftigen Schluck Weinbrand als Frostschutzmittel. Diese besondere, stark gesüßte Einsatzhilfe wurde natürlich nur von den Posten mitgeführt, die nicht auf beheizten B.- oder Führungspunkten eingesetzt waren. Und genau beim Aufsitzen ist es passiert, mein Postenführer ist ungeschickt gegen die Bordwand geraten und der Glaseinsatz seiner Thermosflasche zerbrach – und in der kalten Winternacht breitete sich der wohlige Duft eines Grogstandes vom Weihnachtsmarkt aus. Nicht nur von unserem LKW, auch von den anderen Fahrzeugen ertönte ein leises Stöhnen: „Schade drum“, aber sehr verhalten, der Oberst und unser Major standen direkt daneben und – sagten gar nichts. Nach unserer „Schicht“ hatten wir eine „Belehrung mit Maßnahmen“ befürchtet, aber es gab keinen Kommentar – zu Recht vertraute man wohl darauf, dass unser nicht nur nach offizieller Leseart „verantwortungsvoller Dienst“ dazu führte, dass es keine diesbezüglichen Übertreibungen gab.

der Major sagt nichts dazu,und der Oberst auch nicht?,Hut ab,habt ihr das noch öfter gemacht?
auf so was passt man doch besonders auf,kann das aber nachfühlen,mal wieder eine
schöne Geschichte vom Grenzdienst
Lutze


wer kämpft kann verlieren,
wer nicht kämpft hat schon verloren
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#108

RE: Alkohol im Grenzdienst?

in Grenztruppen der DDR 18.03.2013 15:31
von utkieker | 2.912 Beiträge

Zitat von Lutze im Beitrag #107
Zitat von Dedelebenberlin im Beitrag #106
Aber es gab doch auch Alkohol!

Eine, in diesem Rahmen, lustige Begebenheit gab´s im strengen Februarfrost ´76 bei einer Kontrolle durch einen hohen Offizier, ich glaube es war ein Oberst vom Grenzkommando Nord. Wir hatten Nachtschicht und sind gegen 19 Uhr bei sicherlich schon minus 10°C zur Fahrt in den Grenzdienst auf unseren kleinen Robur-LKW geklettert. Jedes Postenpaar erhielt zum Dienst die so genannte Postentasche mit reichlich Proviant, Obst und einer großen 2-Liter Thermosflasche Tee. Nicht geduldet, aber wohl bei Temperaturen unter minus 10°C absichtlich übersehen, wurden die mitgeführten kleinen Halbliter-Thermosflaschen, privat mit Tee gefüllt und einem kräftigen Schluck Weinbrand als Frostschutzmittel. Diese besondere, stark gesüßte Einsatzhilfe wurde natürlich nur von den Posten mitgeführt, die nicht auf beheizten B.- oder Führungspunkten eingesetzt waren. Und genau beim Aufsitzen ist es passiert, mein Postenführer ist ungeschickt gegen die Bordwand geraten und der Glaseinsatz seiner Thermosflasche zerbrach – und in der kalten Winternacht breitete sich der wohlige Duft eines Grogstandes vom Weihnachtsmarkt aus. Nicht nur von unserem LKW, auch von den anderen Fahrzeugen ertönte ein leises Stöhnen: „Schade drum“, aber sehr verhalten, der Oberst und unser Major standen direkt daneben und – sagten gar nichts. Nach unserer „Schicht“ hatten wir eine „Belehrung mit Maßnahmen“ befürchtet, aber es gab keinen Kommentar – zu Recht vertraute man wohl darauf, dass unser nicht nur nach offizieller Leseart „verantwortungsvoller Dienst“ dazu führte, dass es keine diesbezüglichen Übertreibungen gab.

der Major sagt nichts dazu,und der Oberst auch nicht?,Hut ab,habt ihr das noch öfter gemacht?
auf so was passt man doch besonders auf,kann das aber nachfühlen,mal wieder eine
schöne Geschichte vom Grenzdienst
Lutze

Na ja ich gehe ja eher davon aus, daß Major und Oberst meinten gegenseitig ihre Fahnen gerochen zu haben. Ich denke schon, daß der KC für besonders "liebe" Gäste auch 'n Cognac im Schrank hatte.

Gruß Hartmut!


"Die Vergangenheit zu verbieten macht sie nicht ungeschehen, nicht einmal wenn man versucht sie selbst in sich zu verdrängen"
(Anja-Andrea 1959 - 2014)
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#109

RE: Alkohol im Grenzdienst?

in Grenztruppen der DDR 18.03.2013 15:43
von Rainman2 | 5.752 Beiträge

Zitat von utkieker im Beitrag #108
Zitat von Lutze im Beitrag #107
Zitat von Dedelebenberlin im Beitrag #106
Aber es gab doch auch Alkohol!

Eine, in diesem Rahmen, lustige Begebenheit gab´s im strengen Februarfrost ´76 bei einer Kontrolle durch einen hohen Offizier, ich glaube es war ein Oberst vom Grenzkommando Nord. Wir hatten Nachtschicht und sind gegen 19 Uhr bei sicherlich schon minus 10°C zur Fahrt in den Grenzdienst auf unseren kleinen Robur-LKW geklettert. Jedes Postenpaar erhielt zum Dienst die so genannte Postentasche mit reichlich Proviant, Obst und einer großen 2-Liter Thermosflasche Tee. Nicht geduldet, aber wohl bei Temperaturen unter minus 10°C absichtlich übersehen, wurden die mitgeführten kleinen Halbliter-Thermosflaschen, privat mit Tee gefüllt und einem kräftigen Schluck Weinbrand als Frostschutzmittel. Diese besondere, stark gesüßte Einsatzhilfe wurde natürlich nur von den Posten mitgeführt, die nicht auf beheizten B.- oder Führungspunkten eingesetzt waren. Und genau beim Aufsitzen ist es passiert, mein Postenführer ist ungeschickt gegen die Bordwand geraten und der Glaseinsatz seiner Thermosflasche zerbrach – und in der kalten Winternacht breitete sich der wohlige Duft eines Grogstandes vom Weihnachtsmarkt aus. Nicht nur von unserem LKW, auch von den anderen Fahrzeugen ertönte ein leises Stöhnen: „Schade drum“, aber sehr verhalten, der Oberst und unser Major standen direkt daneben und – sagten gar nichts. Nach unserer „Schicht“ hatten wir eine „Belehrung mit Maßnahmen“ befürchtet, aber es gab keinen Kommentar – zu Recht vertraute man wohl darauf, dass unser nicht nur nach offizieller Leseart „verantwortungsvoller Dienst“ dazu führte, dass es keine diesbezüglichen Übertreibungen gab.

der Major sagt nichts dazu,und der Oberst auch nicht?,Hut ab,habt ihr das noch öfter gemacht?
auf so was passt man doch besonders auf,kann das aber nachfühlen,mal wieder eine
schöne Geschichte vom Grenzdienst
Lutze

Na ja ich gehe ja eher davon aus, daß Major und Oberst meinten gegenseitig ihre Fahnen gerochen zu haben. Ich denke schon, daß der KC für besonders "liebe" Gäste auch 'n Cognac im Schrank hatte.

Gruß Hartmut!

Hallo Hartmut,

das mag bei den Führungskräften der "alten Schule" so gewesen sein. In den 80er Jahren wäre das nicht durchgegangen. Da war Alkohol im Dienst auch für die Offiziere tabu. Und auch da galt: Wer sich erwischen ließ bekam eins auf den Deckel.

@Dedelebenberlin,

danke für die Geschichte. Ich wäre gern bei der individuellen Auswertung zwischen dem Major und dem Oberst dabei gewesen. Wenn sie gemerkt haben, was da los war, müssen sie beide eine blitzschnelle Entscheidung getroffen haben. Im Prinzip war das "Vorkommnis" durch die Zerstörung der Thermosflasche schon verhindert und der betroffene hatte schon den Schaden. Was also noch Terz machen? Und wenn ich daraus ableite, dass noch andere so "ausgerüstet" in den Grenzdienst gingen, müsste ich eine Tiefenkontrolle machen. Ich denke mal, das wollten beide nicht. Allerdings ist tatsächlich die Frage, ob sie es wirklich gemerkt haben. Für Euch galt ja: Angst schärft die Sinne. Und hier gab es sicher eine echte Angst, erwischt zu werden. Die Offiziere waren u.U. auf etwas anderes konzentriert und bemerkten den Geruch nicht so stark, wie Ihr. Aber das ist Kaffeesatzleserei. Ich versuche mir nur vorzustellen, wie ich gehandelt hätte. Aber ich war nur ein junger, dummer Leutnant. Da kann man nicht mit richtigen Offiziersdienstgraden mithalten und schlägt eher barfuß auf der nassen Wiese Funken.

ciao Rainman


"Ein gutes Volk, mein Volk. Nur die Leute sind schlecht bis ins Mark."
(aus: "Wer reißt denn gleich vor'm Teufel aus", DEFA 1977)


Dedelebenberlin und utkieker haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#110

RE: Alkohol im Grenzdienst?

in Grenztruppen der DDR 18.03.2013 15:54
von Arnstädter | 266 Beiträge

Alkohol im direkten Grenzdienst in Ohrsleben /Hötensleben ist mir nicht bekannt.,und wäre strafrechtlich geahntet worden.schon alleine deinen Kameraden gegenüber.
Wie ich mich noch so wage erinnern kann ,waren die gemeinsamen Ausgänge in Ohrsleben.(glaube ,eine Gaststätte).eine Abwechslung für jeden Grenzer.Teilweise wurdest du ja auch argwöhnisch betrachtet.Nach ne gewissen Zeit wurde das verhältnis aber angenehmer.Das Börde bier schmeckte zwar nicht so richtig ,aber man war unter sich.Habe ja auchmal Fotos eingestellt!


das System funktioniert weil du funktionierst
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#111

RE: Alkohol im Grenzdienst?

in Grenztruppen der DDR 18.03.2013 16:00
von Dedelebenberlin | 28 Beiträge

Ich war ´75/76 dabei, da war der Anti-Suff-Befehl schon richtig Realität,
Ich bin sicher, dass die Geschichte (es war wirklich bitterkalt) so wie
beschrieben nicht geduldet aber wohl absichtlich übersehen wurde.
Und wie gesagt: Im Dienst ist diesbezüglich bei uns nie das Kleinste
passiert, Kraftfahrer hatten nie etwas "eingenommen". Soweit ich das
erinnere wurden in die 1/2-Literflasche vielleicht 1/4 Alc. also ca. drei
"Doppelte Goldbrand" und ganz viel Zucker zum Tee gefüllt. Wenn das
auf ein Postenpaar geteilt wurde, war man für ´ne Weile wieder warm.
Danach half nur noch "Abmelden zum Handeln" also Warmlaufen.



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#112

RE: Alkohol im Grenzdienst?

in Grenztruppen der DDR 18.03.2013 16:06
von Dedelebenberlin | 28 Beiträge

@ Arnstädter
Richtig, was Du schreibst, das war auch nur drei / vier mal so, in der ganz
kalten Zeit und nur zur Nachtschicht. Sonst gab´s keinen Suff im Dienst.

Übrigens war ich in Dedeleben, da gab´s ´ne Kneipe mit Fleischerei,
ich glaube Namens Abraham, lecker Tartar mit Eigelb, frisch vom Wolf,
und mir jungem Bengel hatten damals zwei Glas Viertelliter Bier gereicht,
man war ja froh ´mal raus zu sein.



Arnstädter hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#113

RE: Alkohol im Grenzdienst?

in Grenztruppen der DDR 30.03.2013 14:23
von Uffz_0-H1 | 28 Beiträge

Ich kann für mich und meine Posten sagen, dass es keinen Alkohol am Kanten gab. Das lag vielleicht daran, dass ich mit Fusel nicht viel am Hut habe. Während der Freizeit im Objekt haben etliche was getrunken, nur blieb das im Rahmen, da es ja nicht auffallen durfte. Im Ausgang das übliche. Die Gaststätte in Oberweid hatte durch die Grenzer bestimmt gute Einnahmen zu verzeichnen.

0-H1



zuletzt bearbeitet 30.03.2013 15:14 | nach oben springen



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